Nehmen und Geben

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Notes
Transcript

Reichlich Frucht auf eure Rechnung

Phil 4,10-20
Philipper 4,17–19 (SLT)
Nicht dass ich nach der Gabe verlange, sondern ich verlange danach, dass die Frucht reichlich ausfalle auf eurer Rechnung. Ich habe alles und habe Überfluss; ich bin völlig versorgt, seitdem ich von Epaphroditus eure Gabe empfangen habe, einen lieblichen Wohlgeruch, ein angenehmes Opfer, Gott wohlgefällig. Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.
Wenn wir vom Dienst der Geschwister profitieren, sollte uns nicht nur bzw. nicht vor allem unser eigener Nutzen Freude bereiten sondern die Frucht, die Gott in ihrem Leben hervorbringt.
Besonders am Sonntag nehmen wir den Dienst der Geschwister wahr und profitieren davon:
Ein geputzes Lokal (inkl. Toiletten)
Aufgestellte Sessel
Erbauliche Gebete, Zeugnisse, Predigten
Schöne Musik
Aufgestellte, gedeckte Tische
Reichlich Essen, das Geschwister zubereitet oder eingekauft haben
Gewaschenes Geschirr, weggeräumte Tische, ...
usw.
Was ist so besonders daran? Es ist ein Geben und Nehmen. Das gibt es bei menschlichen Vereinen auch.
Philipper 4,17 (SLT)
Nicht dass ich nach der Gabe verlange, sondern ich verlange danach, dass die Frucht reichlich ausfalle auf eurer Rechnung.
Das Besondere ist, dass noch ein Dritter beim Geben und Nehmen beteiligt ist, nämlich der Herr. Er ist der wahre Geber:
Er hat uns geschaffen und mit menschlichen Gaben und Mitteln ausgestattet.
Er hat sein Blut gegeben, damit wir geistliches Leben haben, oder anders ausgedrückt: Er wurde arm um unsertwillen, um uns durch seine Armut reich zu machen (2Kor 8,9).
Er gibt die geistlichen Gaben und Mittel, mit denen wir dienen.
Er gibt den Segen und das Gelingen zu unserem Dienst.
Er gibt den Lohn für den Dienst.
Dass bedeutet erstens, dass wir uns unserer Gaben nicht rühmen können und zweitens, dass wir uns nicht nur über das Gute freuen, das wir von Geschwistern empfangen, sondern wir können uns freuen, dass der Herr Frucht in ihrem Leben hervorbringt und dass sie reichlich Lohn dafür empfangen. Und dafür können wir dem Herrn danken.

Geben bewirkt Verbundenheit und Dank

Ähnliches lesen wir im Zusammenhang mit den Gaben, die die Gemeinden in der Welt gesammelt haben für die notleidenden Geschwister in Judäa:
2. Korinther 9,6–15 (NeÜ)
Denkt daran: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten. Aber wer reichlich sät, wird auch reichlich ernten. Jeder gebe so viel, wie er sich im Herzen vorgenommen hat – nicht mit Verdruss oder aus Zwang. Gott liebt fröhliche Geber, und kann euch mit derartig vielen Wohltaten überschütten, dass ihr nicht nur jederzeit genug für euch selbst habt, sondern auch anderen noch reichlich Gutes tun könnt. So steht es auch geschrieben: „Er hat den Armen reichlich gegeben, seine Gerechtigkeit besteht ewig.“ Gott, der dem Sämann Samen und Brot gibt, der wird auch euch Saatgut geben und es aufgehen lassen, damit die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen. Er wird euch so reich machen, dass ihr jederzeit freigiebig sein könnt, was durch uns wieder zum Dank an Gott führt. Denn die Hilfeleistung, die in diesem „Gottesdienst“ besteht, hilft nicht nur dem Mangel der Heiligen ab, sondern bewegt darüber hinaus viele Menschen zum Dank an Gott. Wenn ihr euch in diesem Dienst bewährt, werden sie Gott dafür preisen, dass ihr euch gehorsam zum Evangelium von Christus bekannt und ihnen und allen anderen so freigiebig geholfen habt. Sie werden für euch beten und wären gern mit euch zusammen, weil Gott euch seine Gnade in so überreichem Maß erwiesen hat. Gott sei Dank für seine unsagbar reiche Gabe!
Das Motto ist also nicht “Geben und Nehmen”, sondern “Nehmen und Geben”. Wir sind immer zuerst die Empfangenden. Und weil wir aus seiner Hand Barmherzigkeit und Gaben empfangen haben, können wir barmherzig sein und geben.
Wenn wir Geschwistern helfen, so bewirkt dies Dank und Fürbitte - alles zur Ehre des Herrn.
Wenn wir Hilfe durch Geschwister empfangen, lasst uns Gott für die Gaben, für die Gebenden und für Quelle aller Gaben danken und auch für die Gebenden beten.

Aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben

Sehr deutlich kommt dieses Prinzip auch bei Davids Dankgebet hervor, das er anlässlich der freiwilligen Gaben für den Tempelbau gesprochen hat:
1. Chronik 29,10–17 (SLT)
Und David lobte den Herrn vor der ganzen Gemeinde und sprach: Gelobt seist du, o Herr, du Gott unseres Vaters Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Dein, o Herr, ist die Majestät und die Gewalt und die Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm! Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, o Herr, ist das Reich, und du bist als Haupt über alles erhaben! Reichtum und Ehre kommen von dir! Du herrschst über alles; in deiner Hand stehen Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen! Und nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen.
Denn was bin ich, und was ist mein Volk, dass wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von dir kommt alles, und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben. Denn wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir, wie alle unsere Väter. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen. Herr, unser Gott, dieser ganze Reichtum, den wir bereitgestellt haben, um dir ein Haus zu bauen für deinen heiligen Namen, kommt von deiner Hand, und alles gehört dir. Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und an Aufrichtigkeit hast du Wohlgefallen; darum habe ich dies alles in Aufrichtigkeit meines Herzens freiwillig gegeben; und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk, das sich hier befindet, dir bereitwillig gegeben hat.
Dieses Gebet ist ein schönes Vorbild für unser Geben und für unser Beten - ganz besonders im Zusammenhang mit Gemeindebau, wofür der Tempelbau ein Bild ist:
“alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein”, “Reichtum und Ehre kommen von dir”, “Kraft und Macht stehen in deiner Hand”: Alles Gaben kommen von IHM.
“aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben”: Was wir geben, haben wir von IHM empfangen.
“darum habe ich dies alles in Aufrichtigkeit meines Herzens freiwillig gegeben”: Diese Erkenntnis macht uns zu aufrichtigen, fröhlichen Gebern.
“ich habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk dir bereitwillig gegeben hat”: Wir haben Freude, wenn wir sehen, welche Bereitschaft zum Geben der Herr in anderen bewirkt hat.

Fragen zur Anwendung

Sind wir uns bewusst, dass wir aus Gottes eigener Hand geben?
Ist unser Denken geprägt vom Motto “Geben und Nehmen” (d.h. eine Hand wäscht die andere; ich bin bereit zu geben, wenn ich auch von Anderen etwas empfange) oder vom Motto “Nehmen und Geben” (d.h. wir geben, was wir von IHM empfangen haben).
Sind wir uns überhaupt bewusst, wieviel wir vom Dienst der Geschwister profitieren?
Danken und beten wir für diese Geschwister?
Freuen wir uns mindestens so über die Frucht im Leben der Geschwister wie über unseren Nutzen? (Ich denke, dass diess auch bedeuten kann, dass wir manchmal etwas von Geschwistern annehmen, statt zu sagen „das kann ich nicht annehmen“. )
Danken wir Gott oft
für seine Gaben,
für sein Hervorbringen von Gaben und Frucht in unserem Leben
und im Leben der Geschwister?
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