Sermon Tone Analysis

Overall tone of the sermon

This automated analysis scores the text on the likely presence of emotional, language, and social tones. There are no right or wrong scores; this is just an indication of tones readers or listeners may pick up from the text.
A score of 0.5 or higher indicates the tone is likely present.
Emotion Tone
Anger
0.1UNLIKELY
Disgust
0.08UNLIKELY
Fear
0.08UNLIKELY
Joy
0.15UNLIKELY
Sadness
0.56LIKELY
Language Tone
Analytical
0UNLIKELY
Confident
0UNLIKELY
Tentative
0UNLIKELY
Social Tone
Openness
0.19UNLIKELY
Conscientiousness
0.13UNLIKELY
Extraversion
0.44UNLIKELY
Agreeableness
0.6LIKELY
Emotional Range
0.13UNLIKELY

Tone of specific sentences

Tones
Emotion
Anger
Disgust
Fear
Joy
Sadness
Language
Analytical
Confident
Tentative
Social Tendencies
Openness
Conscientiousness
Extraversion
Agreeableness
Emotional Range
Anger
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Gott steigt herab und wird Mensch
Die Gnade unsers Herr Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen.
Liebe Gemeinde,
bestimmt haben Sie sich schon gefragt, warum hier vorne eine Leiter steht.
Vielleicht haben wir sie einfach vergessen wegzuräumen?
Nein, diese Leiter brauchen wir heute Morgen für einen Vergleich in unserer Predigt.
Wir Menschen sind bestrebt in unserem Leben immer eine Stufe nach der anderen nach oben zu steigen.
Dabei wissen wir, am besten funktioniert es, wenn man wirklich eine Stufe nach der anderen nimmt.
Selten gelingt es wenn man eine Stufe überspringt.
Und manchmal ist es ganz schön anstrengend auf die nächste Stufe zu kommen.
Leute, die Computerspiele spielen, können schon davon berichten, wie anstrengend es sein kann, auf den nächsten Level zu kommen.
Ein anderes Beispiel sind da die Tarifverhandlungen bei den Gewerkschaften: Jahr für Jahr werden die Gehälter erhöht, Stufe um Stufe kommt also mehr Geld aufs Konto.
So sind wir es gewöhnt, so ist es immer gewesen.
Stillstand bedeutet Rückschritt, es muss aufwärts gehen.
Und wenn dann die Konjunkturforscher sagen: "Das Wirtschaftswachstum geht zurück", dann bekommen wir es mit der Angst zu tun, dann machen wir uns Sorgen.
Denn wir haben diese Leiter längst verinnerlicht.
Auch hier im Osten Deutschlands, nach 30 Jahren Wende.
Wir können uns gar nichts anderes mehr richtig vorstellen.
Auch die Renten müssen sich regelmäßig erhöhen.
Und wenn das nicht klappt, dann muss wenigstens die Grundrente her.
Auch in unserem normalen Leben erklimmen wir Stufe für Stufe.
Von Kindesbeinen an schauen wir immer auf zur nächsten Stufe, zum nächsten Ziel.
Den Kindern im Kindergarten wird gesagt: "Bald kommst du in die Schule!" Später heißt es dann: Hauptschule, Realschule, Gymnasium.
Dann wird gefragt: Welche Aufstiegschancen habe ich im Beruf?
Wo kann ich möglichst weit nach oben kommen?
Sicher ist es gut, wenn Menschen etwas leisten wollen.
Wir brauchen in unserer Gesellschaft Männer und Frauen, die Verantwortung übernehmen.
Doch solche Leitern gibt es nicht nur in der Arbeitswelt.
Auch in der Freizeit ist es ähnlich: Wenn einer Fußball oder Eishockey spielt, dann wird er gefragt: Kreisliga, Bezirksliga oder Landesliga?
Ein Kleintierzüchter zeigt stolz die Pokale, die er mit seinen Hasen und Hühnern gewonnen hat.
Und wenn der Nachbar einen neuen Wagen vor der Garage stehen hat, dann ist der Weg zum Autohändler auch nicht weit.
Aber seien wir doch mal ehrlich, wie fest steht sie denn, unsere Lebensleiter, auf der wir Stufe für Stufe nach oben klettern.
Da tun wir, als ob alles in Ordnung wäre – aber in Wirklichkeit können wir schon lange nicht mehr frei an ihr nach oben steigen, sondern halten uns an ihr vielleicht krampfhaft fest.
Die Lebensleiter schwankt hin und her.
Einen sicheren Stand gibt es schon lange nicht mehr.
Es wäre jetzt unbedingt Rückschritt oder Rückbau angesagt.
Haben wir den Mut dazu?
Haben wir Mut dazu vielleicht ein Aussteiger zu sein?
Haben wir Mut dazu von so einer Leiter herabzusteigen?
Einer hat es getan!
Einer hat seinen Spitzenplatz aufgegeben, auf der Leiter Gottes, auf der Hierarchie-Leiter Gottes.
Er stieg von oben herab: Jesus, der Sohn Gottes.
Vor etwas mehr als zwei Wochen haben wir Weihnachten gefeiert.
Es war eine Geburtstagsparty.
Eben das Fest der Geburt Jesu.
Und was für Leute waren bei dieser Party dabei:
Einfache Hirten, Menschen aus der untersten Schicht des Volkes, aber eben nicht nur die, sondern auch Männer, die man später die heiligen drei Könige nannte.
Astrologen oder besser Astronomen, denn die Astrologen von damals waren mehr Wissenschaftler als Wahrsager.
Durch sie kommt das wahre Wesen dieses Sohnes Gottes zum Vorschein, durch sie offenbart sich seine Macht und Herrlichkeit, dass er eben nicht bloß ein kleines Kind ist, das irgendwo in einem Provinznest in der Welt geboren wurde, sondern von dem sogar der Himmel und die Sterne sprachen.
Aber nur für einen Moment, denn Jesus bleibt oder besser wird das, was er sein sollte: Jesus wird und bleibt wahrer Mensch.
Er wächst auf als Kind einfacher Leute, als Sohn eines Zimmermanns.
Er wird selbst erst einmal ein Zimmermann.
So stellt sich uns nun die Frage: „Wann erklimmt er die erste Sprosse der Leiter, damit die Welt endlich sieht, wer er ist?“
Wie geht es weiter mit ihm?
Wir lesen dazu noch einmal das Evangelium aus Matthäus Kapitel 3. Ich lese es einmal nach der Neuen Genfer Übersetzung:
Matthäus 3,13–17 (NGÜ NT+PS)
13 Auch Jesus kam aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.
14 Johannes wehrte sich entschieden dagegen: »Ich hätte es nötig, mich von dir taufen zu lassen, und du kommst zu mir?«
15 Aber Jesus gab ihm zur Antwort: »Lass es für diesmal geschehen!
Es ist richtig so, denn wir sollen alles erfüllen, was Gottes Gerechtigkeit fordert.«
Da willigte Johannes ein.
16 In dem Augenblick, als Jesus nach seiner Taufe aus dem Wasser stieg, öffnete sich über ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.
17 Und aus dem Himmel sprach eine Stimme: »Dies ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Freude.«
Was war da eigentlich los am Jordan?
Da strömten die Menschenmassen an den Jordan.
Sie strömten zu Johannes dem Täufer.
Er lebte am Rand der Wüste, er trug einen Mantel aus Kamelhaaren, er ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig.
Eigentlich nicht gerade jemand, der wirklich attraktiv ist.
Eigentlich nicht ein Typ , der die Menschenmassen an sich zieht.
Aber vielleicht macht gerade seine Unattraktivität ihn attraktiv.
Das gibt es ja.
Dass man so unattraktiv ist, dass man wieder attraktiv ist.
Auch seine Botschaft ist nicht gerade die Beste: Er ruft den Menschen zu: "Ihr seid Sünder!
Ändert euer Leben, um dem Zorngericht zu entgehen!"
Doch die Menschen werden von ihm angesprochen.
Diejenigen, die hinunter an den Jordan kommen, haben Dreck am Stecken.
Die Reichen und die Vornehmen, die gehen nach Jerusalem in den Tempel.
Dort kaufen sie für teures Geld ein Opfertier und sind ihre Sünden los.
Doch die Armen können sich ein solches Sühneopfer nicht leisten.
Und dann gibt es einige, die sich schämen, den strengen Priestern vor die Augen zu treten:
die Zöllner, die ihre Mitmenschen betrügen,
die Ehebrecherinnen, die mit anderen Männern zusammenleben,
die Soldaten, die Dienst für die verhassten Römer tun.
Sie alle kommen darum hinunter an den Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen.
Sie hoffen: Hier finden wir den Weg zurück zu Gott.
Sie steigen hinein in das schlammig-braune Wasser, sie lassen sich von Johannes tief untertauchen.
Und dann hoffen sie: „Unsere Sünden werden abgewaschen.
Wir können jetzt einen neuen Anfang wagen.“
Johannes, der Täufer, seine Botschaft und sein Handeln wurden von den Hohenpriester und Schriftgelehrten schon mit viel Argwohn und Misstrauen betrachtet.
Denn diese waren sich einig: Ein anständiger Mensch hat so etwas nicht nötig.
Wer von Jerusalem hinunter an den Jordan geht, der gehört zu den Heruntergekommenen.
Darum wer da hinunter an den Jordan geht, zu denen, die getauft werden wollen.
Der stellt sich zu denen, auf die kein gutes Licht fällt.
Doch was soll das nun.
Über hundert Kilometer ist er gelaufen und jetzt steht er auch hier.
Der menschgewordene Gottessohn Jesus Christus – er steht an dem Jordan.
Er stellt sich zwischen einen Zöllner und eine grell geschminkte Frau.
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