Quelle des Lebens

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Quelle des Lebens

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6 (L)
Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserm Vater und unserm Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen
Als ich vor 14 Tagen Geburtstag hatte, hatte ich eine große Geburtstagsparty mit über 60 Gästen veranstaltet. Da hatte ich über 30 Flaschen Wein und 5 Kästen Bier und einige Kästen Saft und Limonade so wie auch einige Flaschen Sekt eingekauft. Und dann noch 3 Kästen Wasser.
Was haben meine Gäste am meisten getrunken? Das war Wasser. Von dem Bier ist gerade mal ein Kasten alle geworden. Gut dass ich es auf Kommission hatte. Ich bin auch nicht jemand, der jeden Tag Bier trinkt. Ab und zu schon. Aber das Wasser ist fast alle geworden.
Wasser ist etwas, was man zu allen Gelegenheiten doch immer wieder trinkt, weil Wasser eben schmeckt. Mancher mag es still andere mit Kohlensäure oder mit Mineralien, aber Wasser kann man zu jeder Gelegenheit trinken. Und Wasser stillt unseren Durst. Das kann man manchmal bei anderen Getränken nicht sagen.
In diesem Jahr begleitet uns das Bild des Wassers, das unseren Durst stillt als Jahreslosung. Vielleicht haben sie diese schon gelesen oder gehört.
Ich nenne sie noch einmal:
Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6 (L)
Interessant ist, dass gerade viele biblischen Schlüsselgeschichten an einem Brunnen geschehen oder auch mit Wasser zu tun haben.
Denken wir nur an Hagar, der Magd Abrahams, die am Brunnen ihre Segenszusage bekam oder Rebekka, die am Brunnen den Knecht Isaaks traf. Oder die ganz wichtige biblische Schlüsselgeschichte Jesus und die Samariterin am Jakobsbrunnen. Da sagt ja Jesus: Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt. (Joh 4,13-14)
Aber auch sonst kommt in der Bibel immer wieder das Bild des lebendigen Wassers vor. So lesen wir beim Propheten Jesaja:
„1 Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch!“ (Jesaja 55,1)
Oder auch Jesus sagt in der Bergpredigt: „6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“ (Mt 5,6)
Was machen uns eigentlich diese Geschichten und Worte der Bibel deutlich?
Dass in den Menschen damals, aber auch in uns heute eine tiefe Sehnsucht steckt – eine tiefe Sehnsucht nach Erfüllung - nach einem erfüllten Leben
Einem Leben in Gerechtigkeit
Einem Leben in der Gegenwart des lebendigen Gottes
Einem Leben, das am Ende nur Gott selber erfüllen kann.
Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6 (L)
Das kommende Jahr liegt nun vor uns und diese Losung will uns in diesem Jahr begleiten.
Sie macht uns die große Zusage, dass wir bei Gott das Wasser des Lebens umsonst bekommen
weil Gott uns Menschen liebt
es geschieht aus Gottes Gnade, Güte und Erbarmen
Er will uns das Geschenk des neuen Lebens geben – heute – aber es hat Einfluss für unser Leben in Ewigkeit
Wir hören genau hier das reformatorische sola gratia, welches wir ja auch im vergangen Jahr im Reformationsjubiläum immer wieder gehört haben.
Aber wir wissen auch umsonst ist in dieser Welt gar nichts. Das ist eine der Kernerfahrungen, die Kinder und Jugendliche in unserer westlichen Welt machen. Ältere fügen bisweilen sarkastisch hinzu: „Umsonst ist nur der Tod!- und der kostet das Leben“ Alles andere muss bezahlt werden. Die schönen und guten Dinge des Lebens haben ihren Preis. Was nichts kostet, ist uns suspekt. Kein Wunder also, das für viele Menschen das Streben nach Glück mit dem Streben nach Geld nahezu identisch ist. Umsonst ist billig. Und billig will niemand.
Die Jahreslosung verheißt die Fülle des Lebens und des Heils in der Endzeit (vgl. auch die Heilsbrunnen in Jesaja 12,3). Diesen Zuspruch dürfen wir Menschen, die wir Durst auf Leben und Heil haben, schon jetzt in Anspruch nehmen und dieses Wasser trinken – hat doch Jesus bereits in Johannes 4,13-14 zum Trinken eingeladen vom Wasser, „das in das ewige Leben quillt.“
Und genau Jesus will auch diese Sehnsucht nach Leben erfüllen Darum wurde er Weihnachten Mensch und darum starb er Karfreitag den Tod am Kreuz. Darum gib es auch kein umsonst. Denn dass es für uns „sola gratia – allein aus Gnade heißt – kostet Gott seinen Sohn. Einer musste bezahlen.
Das Jahr 2018 hat begonnen. Vor jedem von uns liegt dieses Jahr nun wie ein leeres Blatt Papier Bei manchem ist es schon nicht mehr leer, sondern da steht schon manches darauf: Termine, Hoffnungen, Erwartungen, Ziele, Pläne und manches mehr.
Was sind sie deine Hoffnungen und Träume
für dich
für deine Familie
Welche Schwierigkeiten erwartest Du für das kommende Jahr? Wird sich unser Leben verändern?
Wir werden auch 2018 Probleme haben
Können wir sie Gott anvertrauen
Was wird mit unserer Welt passieren
Was mit unserer kleinen Kirchengemeinde?
Wir als Christen sind berufen unser ganzes Leben Jesus Christus anzuvertrauen
Wir sind von Gott dazu berufen, Gott und andere Menschen von ganzem Herzen, ganzem Herzen und mit ganzer Kraft zu lieben.
Werden wir als Christen richtige Zeugen in unserem Ort sein?
Werden wir in unserer Beziehung zu Christus wachsen?
Fragen und vielleicht noch andere, die wir uns am Beginn eines neuen Jahres stellen.
Der indische Evangelist Sundar Singh hat einmal gesagt: „Christus ist die Nummer eins. Stellen wir die Eins an die Spitze und fügen nach rechts hin eine Anzahl Nullen an, so wird die Summe immer größer, denn die Eins steht an der Spitze. Setzen wir aber die Nullen nach links hin an, dass die Eins am Schluss steht, werden alle diese Nullen bedeutungslos bleiben. Christus ist die Eins. Wer ihn ans Ende stellt, bleibt eine hoffnungslose Null. Wer ihn an die Spitze stellt, wird aufgewertet und wichtig.”
Was ist in unserem Leben die Nummer eins? Was ist das Erste in einem neuen Jahr? Nehmen die Angst vor dem Kommenden und die Trauer über das Vergangene die erste Stelle in uns ein? Regieren uns die unheimlichen Sorgen um unser Lebensglück? Oder ist der Herr der Zeit, der Machthaber der Welt, der König aller Könige, der Erste, der den Tod überwand, auch für uns die Nummer eins? Ist Jesus in unserem Leben, in einem neuen Jahr das Wichtigste, dann können wir noch so klein und winzig, schwach und gebrechlich sein, unser Leben wird mit ihm kostbar und wertvoll, erfüllt und vollendet. Steht Christus mit seiner Liebesmacht am Ende unserer Gedanken und Pläne, können wir noch so reich und erfolgreich, tüchtig und tatkräftig sein, es wird nichts bringen und nichts bedeuten. Wir bleiben null und nichtig.
Bei Gott, in der Geschichte, über den Kosmos, über den Tod und im Leben ist Jesus Christus der Herr. Ist er es auch in uns, über das neue Jahr, in allem Wollen und Handeln, Denken und Fühlen, Lieben und Hoffen, Schaffen und Leiden?
Dein ist der Tag und dein die Nacht,
dein, was versäumt, dein, was vollbracht,
dein Saat und Ernte, täglich Brot,
das Leben samt Geburt und Tod.
So gehn wir, Gott, aus dem, was war,
getrost mit dir ins Neue Jahr,
ins Jahr, dem du dich neu verheißt,
Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.
(Arno Pötzsch)
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