Alles was du brauchst ist Liebe
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· 33 viewsReimpredigt zu 1. Korinther 13
Notes
Transcript
Alles was du brauchst ist Liebe
Alles was du brauchst ist Liebe
Estomihi
09.00 Uhr Wintersdorf
10.30 Uhr Zipsendorf
„Alles was du brauchst ist Liebe“
Orgel
Begrüßung
Wir feiern an diesem Sonntag den Sonntag Estomihi, »Sei mir ein starker Fels«, den letzten Sonntag vor der Passionszeit. Der Wochenspruch lautet: »Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.« Damit wird schon einmal der Leidensweg von Jesus in den Blick genommen. Gleichzeitig wird die offene Frage des Wochenspruchs, was denn über den Menschensohn geschrieben ist und nun vollendet
werden soll, im Predigttext behandelt.
Der Menschensohn leidet, damit wir in unserem irdischen Leidensweg einen starken Fels haben, an den wir uns klammern können, bis wir in Ewigkeit mit ihm leben.
Wochenspruch:
Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lk 18, 31)
Wir feiern Gottesdienst im Namen Gottes.
Gott hat Himmel und Erde ausgebreitet.
Jesus Christus erinnert uns an Gottes Barmherzigkeit.
Gottes Geist gibt uns Kraft für die Zukunft.
Amen
Lied: EG 449,1-3 Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
Gloria Patri
Pfr.:Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
Gem:wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, / und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
KYRIE
Liturg: Kyrie eleison.
Gemeinde: Herr, erbarme dich.
Liturg: Christe eleison.
Gemeinde: Christe, erbarme dich.
Liturg: Kyrie eleison.
Gemeinde: Herr, erbarme dich über uns.
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: und auf Erden Fried - den Menschen sein Wohlgefallen.
Gemeinde: Gloria-Lied
Gruß
Liturg: Der Herr sei mit euch
Gemeinde: und mit deinem Geist
Eingangsgebet
Herr unser Gott und Vater, in deinem Sohn hast du ein Werk der Liebe angefangen, das einst die ganze Welt umfangen soll.
Darum bitten wir dich:
Lass uns deine Liebe leben, wo immer du uns hinstellst; der du mit deinem Sohn in der Einheit des Heiligen Geistes lebst und neues Leben gibst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Epistel 1. Kor 13
1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.
4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,
5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,
6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;
7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
8 Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.
9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.
10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.
11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.
12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.
13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Wochenlied: EG 384,1-3 Lasset uns mit Jesus ziehen
Evangelium Mk 8, 31-38
31 Und er fing an, sie zu lehren: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.
32 Und er redete das Wort frei und offen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren.
33 Er aber wandte sich um, sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Geh weg von mir, Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.
34 Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
35 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird's erhalten.
36 Denn was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?
37 Denn was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?
38 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.
Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.
Lied EG 321,3
Predigt
Liebe werte Christenleut,
in der Wintersdorfer Kirche heut.
(in der Zipsendorfer Kirche heut.)
an die Liebe denken wir an diesem Sonntag,
und auch die Predigt nun nach ihr fragt.
Von der Liebe erzählt man viel Gutes, doch auch schlimme Sachen, /
ja, man kann sogar viel Geld damit machen.
Im Internet findet man davon mit Grauen..., /
aber lasst es lieber, ihr werdet den Augen nicht trauen.
Täglich kommen ungewollt viele Emails ran, /
wie man angeblich „guten“ Sex machen kann.
Das ist „Liebe“ von der schlimmen Sorte/
doch darüber verlieren wir nicht noch mehr Worte.
Von wirklicher Liebe werde ich reden /
Denn sie gibt Erfüllung für Jede und Jeden.
Es ist die Liebe, die Gott uns gibt, /
weil er selber alle Menschen liebt.
Ein kluger Mann schrieb, über sie, in der Bibel /
und was er schrieb, das war nicht von Übel.
Paulus wurde der Schreiber genannt, /
uns ist er als Heidenapostel bekannt.
Er schrieb zwei Briefe an die Korinther, /
der Zweite war wichtig, der Erste nicht minder.
Im Ersten beschreibt er, wie ein Genie,
die Liebe mit Worten, voll Poesie.
Die Worte sind wichtig, hört nur alle hin,
sie sind nicht nur schön, sie sind voller Sinn.
Kapitel dreizehn, das soll man sich merken
Hört zu und lasst Euch in der Liebe bestärken!:
Die Liebe – größer als alle Gaben
1 Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke.
2 Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, sodass ich Berge versetzen kann – ´wenn ich alle diese Gaben besitze,` aber keine Liebe habe, bin ich nichts.
3 Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile, wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts.
4 Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet.
5 Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach.
6 Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit.
7 Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.
8 Die Liebe vergeht niemals. Prophetische Eingebungen werden aufhören; das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind, ` wird verstummen; die ´Gabe der` Erkenntnis wird es einmal nicht mehr geben.
9 Denn was wir erkennen, ist immer nur ein Teil des Ganzen, und die prophetischen Eingebungen, die wir haben, enthüllen ebenfalls nur einen Teil des Ganzen.
10 Eines Tages aber wird das sichtbar werden, was vollkommen ist. Dann wird alles Unvollkommene ein Ende haben.
11 Als ich noch ein Kind war, redete ich, wie Kinder reden, dachte, wie Kinder denken, und urteilte, wie Kinder urteilen. Doch als Erwachsener habe ich abgelegt, was kindlich ist.
12 Jetzt sehen wir alles nur wie in einem Spiegel und wie in rätselhaften Bildern; dann aber werden wir ´Gott` von Angesicht zu Angesicht sehen. Wenn ich jetzt etwas erkenne, erkenne ich immer nur einen Teil des Ganzen; dann aber werde ich alles so kennen, wie Gott mich jetzt schon kennt.
13 Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.
„All you need is love“, /
das sangen die Beatles, nicht gerade brav.
Von der Liebe sangen sie damals allen, /
und vielen hat es auch sehr gefallen.
Die Liebe ist wichtig für jedermann, /
Weil niemand ohne sie leben kann.
Jeder sucht sie, der Mann, die Frau, und die Kinder, /
man braucht sie zur Arbeit, in der Gemeinde nicht minder.
Man braucht sie im Leben überall, /
auch wenn mancher meint, das ist nicht sein Fall.
Und wenn man dich fragt, bist du ein Christ,
du bist keiner, wenn man die Liebe vermisst.
Was nutzt uns aller fromme Betrieb,
wenn keiner spürt: „Ich habe dich lieb“
Doch mancher meint, bei uns muss es nur laufen, /
doch im Ernst, ist das nicht zum Haare ausraufen?
Gott sagt: Ich will dich, nicht nur dein Tun, /
Komm, du darfst an meinem Herzen ruhn.
Für dich starb mein geliebter Sohn, /
für dich tat er das alles schon.
Drum solltest du dich heute fragen: /
Wirst du von Gottes Liebe getragen?/
Und was du tust, tust du´s aus Liebe zu Gott?/
Oder fürchtest du Schelte oder Hohn oder Spott?
Nein, noch einmal: Gott sagt: „Ich liebe dich“, /
Dafür etwas tun, musst du wirklich nicht.
Drum bitt ich dich, frage nach deinem Leben, /
was dir wichtig ist, jetzt, heute, grad eben?
Worauf kommt es denn wirklich an, /
Wohl dem, der das unterscheiden kann.
Menschen sagen, dieses und jenes ist wichtig, /
dabei ist das Wichtige in Wirklichkeit nichtig.
Das wirklich Wichtige ist ganz bescheiden, /
darüber lässt sich gewiss nicht streiten.
Es ist wichtiger die Not des Nächsten zu kennen
als in alle frommen Kreise zu rennen,
wir sollten dem andern die Hände reichen
Um uns so mit Jesu Bild zu vergleichen!
Wie war das damals, was geschah
Mit dem Helfer aus dem Lande Samaria?/
Doch weiter im Text, was will der uns sagen
Wo stehn wir und was müssen wir uns fragen?
Paulus spricht hier von den göttlichen Gaben, /
die viele Fromme und Geistliche haben.
Aber leider meint mancher, er wäre besser, /
Doch dabei ist auch der nur ein Mensch und ein Esser.
Weil man in Zungen reden kann, /
wäre man besser beim beten dran?
Weil man fähig die Menschen zu lehren, /
müsse sich nun alle Welt bekehren?
Das ist Hochmut, dass sollten alle wissen /
der kommt vor dem Fall, und man fällt ohne Kissen.
Doch, wenn ein Mensch nur noch beten kann, /
ist er viel näher am Vater dran.
Gott sieht das Verzagen und die Tränen
Hört uns, wenn wir uns verlassen wähnen
Er hört das Bitten, doch nicht das der Frommen,
die sowieso in den Himmel kommen.
Gott gibt der Gemeinde seinen Geist
mit dem er uns auch seine Gaben verheißt.
Er gibt uns die Gaben, die wir brauchen, /
nach ihnen können wir nirgendwo tauchen.
Und kaufen, kaufen kann man sie nicht
Gott schenkt sie uns so wie die Luft und das Licht.
Er schenkt seinen Kindern viele Gaben,
Doch niemand kann alle oder bessere haben.
Der eine kann reden, ein andrer gut singen, /
und jener vielleicht nur ´nen Blumentopf bringen.
Ja, jeden hat Gott begabt und beschenkt
Doch wichtig die Frage, wie man drüber denkt.
Uns allen will der Geist eine Gabe geben, /
die Liebe, sie ist die Basis fürs Leben.
Hast du aber die Liebe nicht, /
dann bist du nur ein kleiner Wicht.
Paulus spricht hier von einem großen Gong, /
wenn der ertönt, kling nur ein hohles Bong.
So ein Ding, das steht im heidnischen Tempel, /
und was du ohne Liebe tust, das ist nur Krempel.
Ohne Liebe macht es nur Krach und bumm, /
als klopftest du auf einer Pauke herum.
Von Gottes Wort kannst du viel sprechen und reden, /
Mit deinem Gebet die Berge bewegen,
du kannst viele Dinge machen und tun, /
für Gott Tag und Nacht nicht rasten und ruhn,
Du kannst deine Habe den Armen geben, /
Zur Krönung opferst du für Christus dein Leben.
Doch tust du das alles ohne die Liebe, /
dann ist es nur nutzloses, hohles Getriebe.
Dann ist alles öde und leer, ohne Sinn/
so wie eine Hülle, schön bunt, doch nichts drin.
Ein Mann aus einer Gemeinde sagt, /
als man ihn nach seinem Pfarrer fragt:
„Oh wenn der auf der Kanzel steht, /
und dann bei ihm die Post abgeht,
da hören wir gerne Gottes Wort, /
und wünschten er ginge nie wieder fort.
Doch kommt er von der Kanzel runter, /
und wird sein schlimmer Charakter munter….
Dann wünschen wir, er soll doch gehn, /
und möchten ihn bei uns nie mehr sehn.“
Dies Beispiel, zeigt uns, wie ihr seht,
Das ohne Liebe gar nichts geht.
Du kannst viel leisten, machen, tun,
die Gaben pflegen und nicht ruhn
begabt bist du, brillant, voll Gnade
die Liebe fehlt?, dann ist´s Fassade.
Paulus schätzte alle Gaben
Und wollte, dass wir welche haben,
prophetisch Reden war ihm wichtig,
Ihm schien, es ist für alle richtig.
Die Gabe bringt uns viel Erkenntnis,
sie macht uns stark, auch im Bekenntnis.
Doch prüfe sie an Gottes Wort
dann hilft sie uns an jedem Ort.
Doch Bibellesen nur allein
kann nicht die ganze Wahrheit sein.
So, wie ein Scheck, der nicht gedeckt
die Bibel ohne Liebe schmeckt.
Nimm einmal an, der Pfarrer eben,
sagt in der Predigt: „Ihr sollt geben“!
Gesagt, getan der brave Mann
setzt gleich fünfhundert Euro dran.
„In der Kollekte so ein Schein,
das ist zu hoch, den tausch ich ein“,
denkt sich die Rechnungsführerin,
sie geht zur Bank mit frohem Sinn.
„Das Geld ist falsch“, sagt da die Frau
am Schalter, sie weiß es genau.
Und plötzlich ist die Tat, die brave,
Nun Anlass für ganz schlimme Strafe.
So wird es auch im Himmel sein,
Wer ohne Liebe, kommt nicht rein.
Die Liebe ist die Währung dort
an jenem heiß ersehnten Ort.
Was ohne Liebe wir getan,
sieht Jesus mit Verachtung an.
Darum schreibt Paul das Hohe Lied,
Und ruft uns auf: Kommt macht doch mit.
Allein, was ist die Liebe nun?
Wie seh ich sie, was soll ich tun?
Geduldig ist sie, ohne Neid
Sie leidet mit, mit andrem Leid
Hat die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen
Sie bläht sich nicht auf, sie ist nicht vermessen.
Sie liebt die Wahrheit, das ist ihr genug
und duldet keinen Selbstbetrug
Sie kramt nicht den eigenen Vorteil vor
Und haut den andern nicht übers Ohr.
Sie kennt keinen Neid, ganz ohne Frage,
Hält stand in der Not und erträgt jede Lage.
Die eigenen Ziele sind ihr nicht wichtig
Der andere Mensch, der ist bei ihr richtig.
Sie wird nicht laut und unverschämt
Sie Sorgt sich drum, dass sich niemand grämt.
Sie leidet mit, wenn andre leiden
Sie ist nicht stolz, sie ist bescheiden.
Was bleibt, wenn wir einmal vor Jesus stehn
Und unser Leben im Rückspiegel sehn?
Nur das, was wir aus Liebe getan
Aus Liebe zu Gott und zum Nebenmann.
Denken und Wissen ist dann vorbei
All unser Schaffen, all unser Geschrei.
Heut sehn wir das Leben in kleinen Stücken
Doch wird uns einst unser Herr entrücken,
dann erst erkennen wir ihn, wie er ist.
Dann steht er vor uns, unser Herr Jesus Christ.
Hier am Kreuz voll Verachtung voll Schmerzen und Leid,
im Himmel der Herr über Raum und Zeit
der Herr, der uns Gottes Liebe zuspricht.
Hier auf Erden schon, und dort im himmlischen Licht.
Und schon heute will er uns Liebe schenken,
darum, dass wir an die anderen denken.
Du bist geliebt, bist in Gottes Hand.
Dein Name ist ihm wohlbekannt,
du bist beschenkt mit vielen Gaben.
Doch Gott will deine Liebe haben.
Du musst nichts leisten, musst nichts tun,
allein an Gottes Herzen ruhn.
Und merkst du, dass dir Liebe fehlt,
bitt Jesus drum, der dich liebt und erhält.
Voll Gaben und voll Tatendrang,
sind wir und uns ist gar nicht bang
Versammlung hier und Stunde dort,
getreulich stets an Gottes Wort.
und ächzen manchmal auch die Knochen
stets auf die Pflichterfüllung pochen.
Das es so etwas heut noch gibt,
wo Pflicht doch gänzlich unbeliebt?
Da muss doch Jesus „Bravo“ rufen
bei all den Pflichten die wir schufen…
Doch was hat einstmals er gesagt?
Der, der ist recht, der Liebe wagt.
Den Nächsten liebe, dich, und Gott
und übersehe nicht die Not.
Und daran wird die Welt erkennen,
dass die, die sich die Jünger nennen
auch wirklich meine Jünger sind,
wenn Liebe ihre Tat bestimmt.
Glaube und Hoffnung und die Liebe
sind Motoren im ganzen Weltgetriebe.
Wenn alles vergeht bleiben sie bestehn
diese drei, die werden niemals vergehn.
Und die Liebe ist die Größte der Gaben
von Gott kommt sie, ihr sollt sie alle haben.
Amen
Lied: Herzen die Hart sind
Abkündigung
Lied: EG 413, 1.6-8 Ein wahrer Glaube Gotts Zorn stillt
Fürbittengebet
Herr Jesus Christus,
du hast uns Gottes Liebe gezeigt, du hast Gottes Liebe zu uns erlitten bis zum Tod am Kreuz.
Wir bitten dich: Wecke in uns, stärke in uns Glaube, Hoffnung, Liebe.
Den Glauben an Gottes Güte und Gnade, den Glauben auch an die Menschen und die Veränderlichkeit der Welt.
Die Hoffnung auf die Bewahrung der Schöpfung und die Möglichkeit des Friedens unter den Menschen und Völkern.
Die Liebe zu dir und zu den Menschen, die Bereitschaft, Lasten zu tragen und Verantwortung, den Mut zu streiten für die Wahrheit und einzutreten für Versöhnung.
Wo Menschen sich einsetzen für andere, wo um die Zukunft gerungen wird, auch um die Zukunft der Kirche, wo immer dein Wort verkündet wird, da fehle die Liebe nicht.
Den Kranken, Sterbenden und Verlassenen sei du nahe und erneuere ihre Hoffnung.
Uns allen stärke den Glauben in aller Anfechtung und halte uns nahe bei dir
auf Wegen des Friedens und der Liebe.
GEBET DES HERRN
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Segen
Lied: EG 405, 6 Gib, Jesu, gib, dass ich dich kann mit wahrem Glauben fassen
Nachspiel
