Euch ist heute der Heiland geboren (2)

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Euch ist heute der Heiland geboren

Herzlich willkommen zu unserer Christvesper am Heiligen Abend.
Auch heute geht es nur um die eine Botschaft, die uns zugesagt wird:
„Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“
Sie wurde damals vor 2000 Jahren den Hirten auf dem Felde durch Engel zugesagt und gilt auch uns heute. Es ist die großartige Botschaft des Weihnachtsgeschehen.
Das Krippenspiel und die Lieder wollen diese uns nahe bringen.
Die Botschaft von Weihnachten soll nicht nur für feierliche Stunden gelten, sondern will unser ganzes Leben mit Sinn und Vertrauen erfüllen, uns verwandeln und Frieden finden lassen. Sie soll unser Leben bestimmen und verändern. Sie soll uns Ziel und Hoffnung geben.
Darum feiern wir in Gottes Namen, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes diesen Gottesdienst. Amen.
Gott wurde arm für uns
Liebe Heilig-Abend-Gemeinde,
mit dem Krippenspiel wurde uns heute Abend wieder die Botschaft des Weihnachtsfestes nahe gebracht: „Gott kommt zu uns – Gott wurde arm für uns“ Des wegen wurde er in einem Stall oder vielleicht in einer Felsengrotte geboren. Auf jeden Fall geschah das abseits menschlicher Metropole ohne große Aufmerksamkeit, fast in Vergessenheit, wenn es da nicht ein paar Engel, ein paar Hirten und noch drei Wissenschaftler gegeben hätte. Letztere nahmen sogar einen weiten Weg in Kauf.
Nun hören wir auch heute Abend die Botschaft von der Geburt Jesu aus dem Lukasevangelium Kapitel 2: „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“
Auch wenn viele in Deutschland mit Weihnachten nicht mehr viel anfangen können und nicht mehr um den eigentlichen Sinn des Festes wissen. In einem Interview (das auch einige von euch letztens mit angesehen haben) hat einer sogar Weihnachten als Fest der heiligen drei Geister bezeichnet, was immer das auch sein mag. Ich nehme an der hat mal was von den drei Königen gehört, und sie zu drei Geistern gemacht.
Für uns ist es das Fest der Geburt Jesu, wo der Heiland geboren wird. Wir hören auch heute am Heiligen Abend wieder die Botschaft und sagen sie auch immer weiter. Und wir können sie gar nicht genug hören und ausrufen:
„Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“
Unser Herz saugt diese Botschaft wie ein Schwamm auf, denn es ist ein heilsame Botschaft – eine Botschaft, die mitten in einer unheilen Welt uns heil macht.
Da sendet Gott seinen Sohn Jesus mitten hinein in eine unheile Welt, mitten hinein in unsere Welt. Damals sandte er ihn als Kind nach Bethlehem in einen Stall. Heute sendet er ihn nach Fraureuth – Reinsdorf – zu uns, hinein in unser Leben, hinein in unsere Leben.
Gott kommt zu uns! Das ist die Botschaft des heutigen heiligen Abend. Der unbekannte Gott macht sich uns heute bekannt.
Darum stelle ich die Fragen an sie: Kennen Sie Gott? Wer ist er? Wer ist er für sie? Vielleicht der, den Friedrich Schiller in seiner Ode an die Freude besingen lässt: „Brüder, überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen.“
Nein so weit ist Gott nicht weg – Er will uns viel näher sein!
Kennen Sie Gott? In dem Kind von Bethlehem stellt er sich uns vor?
„Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“
Nun das Kind bleibt aber nicht Kind, sondern wird erwachsen. Er hat eine Botschaft und einen Auftrag. Dieser Auftrag und diese Botschaft gilt auch für uns heute. Jesus stellt sich uns im Johannesevangelium Kapitel 7 vor:
Da rief Jesus, der im Tempel lehrte: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin. Aber nicht von mir selbst aus bin ich gekommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich aber kenne ihn; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt. Johannes 7,28-29
Noch einmal wird auch hier unterstrichen: Gott hat Jesus gesandt. Das Christentum hat sich also nicht irgend jemand ausgedacht, sondern Gott hat seinen Sohn Jesus gesandt, damit wir ihn durch Jesus kennen lernen.
Kennen wir Jesus?
Würden wir eine Umfrage machen, würden wir sicher sehr interessante Antworten über ihn bekommen. Sicher der zur Zeit im Kino laufende Spielfilm „Jesus liebt mich“ schafft da noch bei manchen ein besonderes Jesusbild.
Wenn Sie Jesus kennen lernen wollen, sind sie herzlich eingeladen zu unserem Glaubenskurs „Lust am Glauben“ ab Januar in Reinsdorf. Da haben wir auch drei Themen über Jesus:
Jesu von Nazareth: ein faszinierendes Leben
der Mann am Kreuz: Was soll der Tod bedeuten?
Wie der Stein in Rollen kam:Jesus ist auferstanden!
Hier erfahren sie eine ganze Menge über Jesus und wir kommen über ihn und auch andere Fragen des Glaubens ins Gespräch. Das ist eine gute Sache!
Doch das alles ist Wissen über Jesus, welches gut und wichtig ist, aber wirklich kennen lernen kann man Jesus nur, wenn man mit ihm eine Beziehung aufbaut. Wenn man ganz persönlich mit ihn in Verbindung tritt.
Das geschieht zum Beispiel dadurch, dass man ganz bewusst das betet, was wir in dem beliebten Adventslied: „Macht hoch die Tür“ als letzte Strophe singen:
Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.
Dann wird Jesus das auch tun und er wird uns begleiten. Er wird wirklich in unser Herz einziehen. Er kennt uns mit unserem Leben, mit unseren Schicksalen, mit unseren Sehnsüchten und Hoffnungen. Er ist auch bei uns in den glücklichen Stunden des Lebens. Für jeden von uns gilt die Botschaft von Weihnachten:
„Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“
Amen.
Fürbitten
Herr unser Gott, Weihnachten ist das Fest der Geburt deines Sohnes Jesus Christus, Weihnachten ist auch das Fest, wo manche Wünsche in Erfüllung gehen. Darum bringen wir dir unsere Wünsche in Form von Bitten vor dich, die Wünsche dieses Festes, die Wünsche an diesem Abend, die Wünsche um eine glückliche Zukunft für uns, für die Menschen, denen wir verbunden sind, und für die ganze Welt.
Wir bitten dich für die Menschen die auch heute an diesem Heiligen Abend auf der Flucht sind wie damals dein Sohn und seine Eltern, auch für alle, die in Notunterkünften und Lagern leben müssen. Stehe ihnen bei und schenke ihnen dennoch Sicherheit.
Wir bitten dich für die Verzagten, Zweifler und Hoffnungslosen in unserer Welt, die keinen Halt finden, auch für alle, die ziellos umherirren. Stehe ihnen bei und schenke ihnen Hoffnung und einen Neuanfang. Schenke ihnen Menschen, die sie begleiten.
Wir bitten dich für die Kranken und Leidenden, denen die Schmerzen allen Lebensmut rauben, auch für jenen, denen es angst um ihr Ende ist. Stehe ihnen bei und schenke ihnen Ruhe und Geborgenheit bei Dir.
Wir bitten dich für die Familien, Paare und Gemeinschaften, die fröhlich dies Fest feiern wollen, und auch für alle, die sich in Streit und Unfrieden entzweit haben. Stehe ihnen bei und schenke ihnen Verständnis und Liebe füreinander.
Wir bitten dich für die Einsamen und Verlassenen, die grade in diesen Tagen das Alleinsein besonders spüren, auch für jene, deren Sehnsucht nach Freundschaft unerfüllt blieb. Stehe ihnen bei und schenke ihnen gute Begegnungen.
Wir bitten dich für alle Menschen, die uns nahe stehen, wie für alle, die uns fremd bleiben, für jene, von deren Schicksal wir berührt werden, aber für jene, über die wir nie etwas erfahren. Wir bitten dich für unsere Familienangehörigen, die nicht mit uns das Fest der Geburt deines Sohnes feiern können, weil Beruf oder andere Verpflichtungen sie davon abhalten. Stehe ihnen bei und schenke allen deinen Segen.
So bitten wir für die ganze Wellt, dass du ihr den Frieden schenkst, den sie so nötig braucht und nach dem wir uns alle sehnen So sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus, für uns hingabst. Darauf vertrauen wir und bitten mit mit seinen Worten:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
„Bethlehem“-Segen
(Das große Licht für alle, die im Finstern wohnen, es scheint hell, weil uns das Kind geboren, der Sohn uns gegeben ist.) So segne euch Gott, im Licht von Bethlehem, das aufgestrahlt ist mit der Geburt Jesu im Stall, und erfülle euere Herzen und Häuser mit seiner Freundlichkeit und Wärme.
Gott behüte euch im Licht von Bethlehem, dessen Klarheit die Hirten in der Nacht umgab, und stärke in euch das Vertrauen zur Botschaft der Engel, dass Freude euch und allem Volk geschieht.
Gott sei euch gnädig im Licht von Bethlehem, zu dem die Weisen unterwegs waren, und leuchte euch mit allen, die auf der Suche sind, und lasse euch hinfinden zum Retter der Welt. So erhebe Gott, der Herr, sein Angesicht über euch im Licht von Bethlehem und schenke jetzt und allezeit seinen Frieden + auf Erden. (e)
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