Auferstehungsandacht 2013

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Auferstehungsandacht 2013

Beginn vor der Kirche
Flötenmusik – Frau Angermann
In dieser Nacht ist Jesus vom Tod zum Leben erwacht.
Wir nähern uns dem österlichen Geheimnis,
indem wir uns an Gottes Verheißungen erinnern,
indem wir miterleben,
wie der Tag erwacht und die Nacht weicht.
Noch ist nicht Ostern,
noch umfängt uns die Nacht.
Wir wollen die Nacht ernstnehmen,
die Nachtgedanken, die Menschen beschweren,
die Nachtgespinste, die uns den Schlaf rauben,
die Gedanken, die uns in der Nacht umtreiben,
die Ängste, die sich in der Nacht unserer bemächtigen.
Bei dem allem seid euch bewusst, in was für einer entscheidenden Zeit wir leben. Unsere Rettung ist jetzt noch näher als damals, als wir zum Glauben kamen, und es ist höchste Zeit, dass ihr aus dem Schlaf aufwacht.
Die Nacht geht zu Ende, bald bricht der Tag an. Darum wollen wir uns von allem trennen, was man im Dunkeln tut, und die Waffen des Lichts ergreifen. Röm 13,11f.
Wir wollen diesen Ostermorgen wieder mit einem kleinen Osterweg über den Friedhof beginnen.
Ostern begann mit einem Weg.
So wollen auch wir uns auf den Weg machen, wir wollen den Frauen und Männer auf ihren Spuren folgen und wollen das Wunder der Auferstehung entdecken, welches da geschehen ist.
In diesem Jahr werden uns vor allem Texte aus dem Markusevangelium begleiten.
Eine wichtige Erfahrung zu Ostern ist es:
Die Osterfreude kommt aus der Stille. Darum wollen wir diesen Weg schweigend beginnen. Wir können im Schweigen die Vögel singen hören. Wir können einfach besser bei uns selber sein und über das Ostergeschehen und über den Weg, den damals die Frauen gingen, nachdenken. Gemeinsam wollen wir nun zu unserer ersten Wegstation gehen.
2. Auf dem Urnenhain
•Kantor Ps. 102
Lesung Markus 15,42-16,2:
Nachdem Jesus am Kreuz gestorben war ging ein Mann namens Josef von Arimathea zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.
Josef erhielt von Pilatus die Erlaubnis und kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes.
Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses, beobachteten, wohin der Leichnam gelegt wurde.
Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.
Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging.
Meditation
Man hat für Jesus ein Grab gefunden. Ein Ratsherr, der ein heimlicher Nachfolger Jesu war. hat es zur Verfügung gestellt. Jesus wird hinein gelegt. Die Höhle wird verschlossen. Die Frauen als die treusten Nachfolger von Jesus sind immer dabei. Doch an diesem Tage könne sie nicht mehr tun. Darum gehen sie nach Haus.
Und man nächsten Tag kommt erst einmal der Sabbat, der Feiertag der Juden. An diesem Tag schreibt das Gesetz Ruhe vor. Da wird nichts getan und geschaffen. So können sie nicht zum Grab.
So sind die Erinnerungen, die verlorene Hoffnung und die Trauer in ihrem Herzen. Mancher von ihnen hatte alles aufgegeben, um Jesus zu folgen. Aber jetzt erschien alles verloren. Jetzt liegt all ihre Hoffnung begraben und verschlossen hinter einem großen Stein.
So sehnen sie die Stunden herbei, wo sie den Leichnam Jesu salben können. Ihm die letzte Ehre erweisen können. Alles wird vorbereitet. Dann ist es soweit. Sie gehen hin mit allen Kräutern und Salben. Sie gehen ganz früh um den letzten Dienst zu erweisen.
Zug zum Kreuz
3. Am großen Kreuz (oberer Brunnen)
Flötenmusik – Frau Angermann
Lesung Markus 16,3-8
Auf dem Weg zum Grab sagten die Frauen zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?
Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.
Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.
Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte.
Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.
Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.
Meditation
Das Grab mit einen großen Stein davor - wer wälzt ihn zu zur Seite? Das war die Frage der Frauen. Sie spürten ihr Unvermögen, ihre Kraftlosigkeit, ihre Schwachheit - doch gingen sie los. sie ließen sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Auch wenn sie noch keine Lösung hatten.
Doch was sie vorfanden, überraschte ja erschreckte sie sie ganz und gar. Das Grab war offen, ja es war leer!
Das hatten sie nun in ihren kühnsten Träumen nicht erwartet.
Eben haben sie sich noch Gedanken darüber gemacht, wer ihnen den Stein weg wälzt. Doch als dann der Stein bereits weggewälzt war, spürten sie Schrecken und Entsetzen. Niemand denkt jetzt an die Auferstehung, auch wenn Jesus so etwas angedeutet hat.
Sie hören zwar die Botschaft des Engels, aber diese Botschaft erreicht sie nicht. so flüchten sie voll Furcht und Schrecken.
Doch dann langsam dringt die Botschaft zu ihnen durch. Langsam erinnern sie sich an die Worte Jesu:
„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt bringt es keine Frucht. Wenn es aber in die Erde fällt und stirbt, bringt es viel Frucht.“
•Lied: Korn, das in die Erde
Lesung Markus 16,9-11
9 Als aber Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria von Magdala, von der er sieben böse Geister ausgetrieben hatte. 10 Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren und Leid trugen und weinten. 11 Und als diese hörten, dass er lebe und sei ihr erschienen, glaubten sie es nicht.
Deutungsworte:
Ostern beginnt mit Unglaube und Zweifel. Immer wieder wird alles in Frage gestellt, immer wieder wird alles hinterfragt. Kann das denn mit der Auferstehung wahr sein? Sind das nicht vielleicht ein paar Hirngespinste unserer Frauen, die sich nichts sehnlicher wünschen, dass Jesus weiter lebt?
Fragen und Zweifel - die Botschaft von der Auferstehung hat es schwer geglaubt zu werden.
Der Osterglaube muss erst langsam wachsen. Diesem Glauben fehlte noch Form und Gestalt, aber das Samenkorn regt sich und keimt. Die Hoffnung wächst. Eine kleine Flamme ist entzündet.
Wir wollen jetzt zur Kirche gehen und uns im Vorraum der Kirche eine Kerze wegnehmen und sie dann an der Osterkerze entzünden.
Wir versammeln uns mit unserer brennenden Osterkerze stehend im Altarraum.
Zug in die Kirche
Osterkerze in den Vorraum stellen. Kerzen im Vorbeigehen entzünden
5. Sammlung im Altarraum, stehend um die Lichterkrone.
•Orgel
Wir hören Worte von der Auferstehung wie sie der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief Kapitel 15,20-28 geschrieben hat:
20 Doch es verhält sich ja so: Christus ist von den Toten auferstanden! Er ist der Erste, den Gott auferweckt hat, und seine Auferstehung gibt uns die Gewähr, dass auch die, die im Glauben an ihn gestorben sind, auferstehen werden.
21 Der Tod kam durch einen Menschen in die Welt; entsprechend kommt es nun auch durch einen Menschen zur Auferstehung der Toten.
22 Genauso, wie wir alle sterben müssen, weil wir von Adam abstammen, werden wir alle lebendig gemacht werden, weil wir zu Christus gehören.
23 Aber das geschieht nach der von Gott festgelegten Ordnung. Zuerst ist Christus auferstanden. Als nächstes werden, wenn er wiederkommt, die auferstehen, die zu ihm gehören.
24 Und dann wird Christus die Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben – dann, wenn er allen gottfeindlichen Mächten, Kräften und Gewalten ein Ende bereitet hat; dann ist das Ziel erreicht.
25 Denn Christus muss so lange herrschen, bis »Gott ihm alle seine Feinde unter die Füße gelegt hat«.
26 Der letzte Feind ist der Tod, aber auch ihm wird schließlich ein Ende bereitet,
27 denn es heißt in der Schrift: »Alles hat Gott ihm unter die Füße gelegt.« Ausgenommen von diesem »alles« ist natürlich der, der Christus zum Herrscher über alles gemacht hat.
28 Wenn dann alles unter die Herrschaft von Christus gestellt ist, wird er selbst, der Sohn, sich dem unterstellen, der ihn zum Herrn über alles gemacht hat. Und dann ist Gott alles in allen.
Deutungsworte:
Wir merken es an den Worten des Apostel Paulus, dass die Botschaft von der Auferstehung Jesu nicht nur kurz nach Ostern es schwer hatte, geglaubt zu werden, sondern auch immer noch wenige Jahrzehnte später immer wieder in Frage gestellt wurde. Das selbst von Christen.
Dieses Infragestellen der Auferstehung Jesus zieht sich durch die 2000 jährige Geschichte der Kirche bis heute durch.
Doch wenn Jesus vom Tod auferstanden ist, dann hat der Tod nicht mehr das letzte Wort. Dann gibt es Hoffnung für alle, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt wurden und sterben mussten. Dann gibt es Hoffnung für jeden einzelnen Menschen ganz persönlich. Dann ist meine persönliche Geschichte mit dem Tod nicht zu Ende. Und sie ist eingebettet in die große Geschichte Gottes mit den Menschen.
Die Frage nach der Auferstehung ist also auch die Frage, worauf ich hoffen kann. Ist mit dem Tod wirklich alles vorbei? Die Frage nach der Auferstehung ist die Frage nach der Wahrheit des christlichen Glaubens. Aber nicht nur. Sie ist darüber hinaus auch die Frage nach dem Grund der Hoffnung und nach den Werten, auf die ich als Mensch mein Leben baue.
Jeder hat eine brennende Kerze in der Hand, als Zeichen für den Glauben, der in uns brennt und der damals schon in den ersten Christen brannte.
Christus ist unser Licht. Sein Geist steckt bis heute Menschenherzen in Brand und entzündet in ihnen das Feuer seiner Liebe.
Jesus gibt uns den Auftrag, sein Licht in alle Welt zu tragen.
Unsere Lichterkrone ist ein Bild für die Welt in deren Mitte das Licht Jesu leuchtet.
Deshalb wollen wir nun unsere Lichter auf diese Lichterkrone aufsetzen, in dem Wissen, dass durch uns das Osterlicht und mit ihm Freude und die Hoffnung weiter getragen werden.
Lasst uns beten:
HERR,
das Dunkel beherrscht
so oft unser Leben;
es umgibt uns,
und in seiner Stille
können wir uns verlieren.
Doch DU lässt uns nicht im Dunkeln,
nicht im Tod und im Verlorensein.
Dein Licht verheißt uns Leben!
Es vertreibt die Finsternis!
Es ruft uns heraus
aus den tiefschwarzen Grotten
unserer erkalteten Herzen.
Und so sehnen wir es herbei:
das erste Licht des Ostertages,
an dem wir mit der Auferstehung
Deines Sohnes JESUS CHRISTUS,
unseres Herrn und Erlösers,
den Sieg des Lebens feiern,
mit der Zusage unserer Auferstehung
HERR,
lass uns das Licht des Lebens leuchten.
Amen.
•Lied 116: Er ist erstanden, Halleluja
Als ein Zeichen dafür, dass wir uns von der Lebendigkeit Jesu anstecken lassen, wollen wir uns die Hoffnung der Auferstehung zusprechen oder ein frohes Osterfest wünschen.
Der Herr ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden.
Ein frohes Osterfest.
6. Segen
Gottes Gnadensonne gehe über uns auf
wie die Sonne eines neues Tages.
Gottes Segen umleuchte uns
wie das Licht am Ostermorgen.
Gottes Friede sei um uns:
Heute, morgen und zu aller Zeit. Amen.
Wer möchte kann eine Kerze mit nach Hause nehmen.
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