Freunde

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Freunde –
(Folie 2) – Lied Rühmann)
In Facebook habe ich über 170 Freunde.
Nina Hagen hat über 3000, so viele, dass Facebook ihren Freundschaftszugang sperren musste.
Aber sind das denn wirklich Freunde? Oder sind das nicht einfach soziale Kontakte im Internet, von denen man sich auch wieder mit einem Mausklick trennen kann?
In Amerika ist jeder schon ein Freund, mit dem man 20 Minuten intensiv geredet hat und vielleicht gegessen hat.
Was sind wirkliche Freunde? Braucht man Freunde? Was zeichnet wahre Freundschaften aus?
Warum brauchen wir Freunde?
Wir haben zu wenige Freunde.
Freundschaften sind wichtig
werden zu oft vernachlässigt
niemand ist mit seinen Freundschaften zufrieden
vermisst wird der Freund, der wirklich zu einem steht und der einen versteht
Es stellt sich die Frage:
(Folie 3)
Wie kann man Freundschaften verbessern?
Zeit für den anderen nehmen
einen Abend für die Freundschaft
pro Freundschaft zwei Stunden die Woche investieren
aktiv für Freundschaften sein
nicht warten bis der andere aktiv wird
natürlich ist das nicht einfach – gerade auch als kirchliche Mitarbeiter
nicht zu viele Freundschaften
was nützen 20 Freundschaft wenn man sie nicht pflegen kann
Wir vernachlässigen Freundschaften
Wie oft sagen wir: Wir müssten mal wieder?
doch anderes ist oft wichtiger
Arbeit und Beruf (sagen sie es mal meinem Chef)
Der Alltag nimmt uns die Kraft.
Und doch fehlen sie!
Die Frage nach der Bindung
Früher lebten die Menschen in Großfamilien – waren eingeengt gebunden
Heute leben viele als Individualisten – könnten mit ihrem Leben machen, was sie wollen – und sind doch einsam – keine oder geringe soziale Bindung. Es fehlen vielen Menschen wirkliche Freundschaften auch den Christen.
Frage nach dem Sich verwurzeln können
Zeit für Freundschaften – schafft soziale Wurzeln – auch die christliche Gemeinde sollte dafür ein Feld sein, was sie leider oft nicht in dem Maß ist, wie sie es sein müsste.
Wir sind als Menschen auf Beziehung angelegt, von anfang an können wir das in der Bibellesen. „Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei;“ (1. Mose 2,18).
(Folie 4)
Einem dem Freunde und Freundschaft wirklich sehr am Herzen lag, und der sogar sein Leben dafür lies war Jesus. Und von ihm lesen wir in Johannes 15:
Johannes 15,9-17
Das Gebot der Liebe
9 Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!
10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe.
11 Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde.
12 Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.
13 Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.
15 Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, dass ihr Freunde seid; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan.
16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe.
17 Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebt.
Im Nachdenken dazu fiel mir ein altes Evangeliumslied ein, welches auch im Gemeinschaftsliederbuch ist. Ich möchte es euch trotzdem einmal vorspielen. Mir persönlich liegt es sehr am Herzen:
Einstieg mit dem Lied: Welch ein Freund ist unser Jesus?
1. Welch ein Freund ist unser Jesus,
O, wie hoch ist er erhöht!
Er hat uns mit Gott versöhnet
Und vertritt uns im Gebet.
Wer mag sagen und ermessen,
Wieviel Heil verloren geht,
Wenn wir nicht zu ihm uns wenden
Und ihn suchen im Gebet!
2. Wenn des Feindes Macht uns drohet
Und manch Sturmwind um uns weht,
Brauchen wir uns nicht zu fürchten,
Stehn wir gläubig im Gebet.
Da erweist sich Jesu Treue,
Wie er uns zur Seite steht,
Als ein mächtiger Erretter,
Der erhört ein ernst Gebet.
3. Sind mit Sorgen wir beladen,
Sei es frühe oder spät,
Hilft uns sicher unser Jesus,
Fliehn zu ihm wir im Gebet.
Sind von Freunden wir verlassen
Und wir gehen ins Gebet,
O, so ist uns Jesus alles:
König, Priester und Prophet!
Gerade dieses alte Lied macht uns an der Person Jesu Christi deutlich, wie wahre Freundschaft aussieht.
Und Jesus selber setzt dazu ein Zeichen, welches gar nicht so einfach in Beziehung auf Freundschaft anzunehmen ist:
Er sagt:
Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“
Und genau dieses Wort hat mich viele Jahre meines Lebens begleitet.
In der Kirche in Isserstedt, meiner Konfirmationskirche, wo jetzt Klaus Bergmann unter anderem Pfarrer ist, war dieses Wort viele Jahre über der Kanzel zu lesen. Und jeder, der den Pfarrer sah, hat auch dieses Wort gesehen. Leider ist da heute nur noch eine weise Wand zu sehen.
In Nobitz, finden wir dieses Wort, zwar nur als Bibelstelle, am Denkmal für die Gefallen des 1. und zweiten Weltkrieges, welches schon in den 50iger Jahren durch die Kirchgemeinde nach einem großen Kampf mit den politischen Kräften, aufgestellt wurde. Das Denkmal ist ein Kreuz.
Wir wissen auch, dass dieses Wort in der jüngsten Geschichte unseres Landes oft missbraucht wurde.
Und doch denke ich, es ist ein Schlüsselvers in Bezug auf die Freundschaft, in Bezug auf das Miteinander von uns Menschen und uns Christen überhaupt.
Es ist natürlich erst einmal ein Schlüsselvers in Bezug auf die Beziehung und die Freundschaft zwischen Jesus Christus und jedem von uns ganz persönlich. Dabei wird aber deutlich, dass Freundschaft eben nicht etwas Einseitiges ist, sondern dafür muss jeder etwas tun.
Jesus hat das Entscheidendste getan – er hat sein Leben für seine Freunde gelassen. Aber auch wir als aktive Christen müssen uns immer wieder neu fragen, was tun wir für unsere Beziehung zu ihm, für unsere Freundschaft mit ihm.
Für Jesus ist es wichtig, dass das Verhältnis zwischen ihm und uns kein oben und unten ist, sondern, dass dieses Verhältnis ein Miteinander ist. Aber dieses Verhältnis ist auch kein lockereres Verhältnis mehr, sondern schon ein verpflichtendes Verhältnis.
Manchmal begegnen mir Menschen, die alle möglichen Menschen, die sie kennen als Freund bezeichen: „Ein Freund von mir sagte, das und das …“ und dann wenn man genauer nachfragt, dann ist es eher ein Bekannter.
Wenn Jesus hier von Freunden spricht, dann meint er, das ein Freund jemand ist für den ich bereit bin etwas zu opfern, ja nicht nur etwas, sondern mein Leben.
Die bekannteste weltliche Ballade dazu ist ja die Bürgschaft von Friedrich von Schiller.
Es ist schon eine wahre Herausforderung Jesu, dass er da sagt, dass der höchster Erweis wahrer Freundschaft und Liebe das Opfer des eigenen Lebens ist. Und Johannes macht es in seinen Brief deutlich, dass nur Jesus das sagen konnte, weil er selber dieser Herausforderung gerecht wurde: „Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. (1.Joh 3,16)
Damit setzt Jesus den Maßstab für die Liebe und die Freundschaft.
Sicher werden wir in unserem Leben nicht immer dieses Maß halten können, aber es ist uns gesetzt, als Ziel, als Anspruch und als Herausforderung. An jeden von uns.
Ich möchte mit euch heute über Freunde weiter nachdenken, besonders auch im Kontext der Bibel. Sicher fallen uns da gleich markante Freundschaften ein: Mose und Jethro, Hiob und seine Freunde, David und Jonathan usw.
(Folie 5)
Aber wozu sind den Freunde so wichtig?
Vermeiden von überforderten Liebensbeziehungen
Natürlich ist sind Kommunikation und Beziehung wie wir es in der Bibel lesen „Dass der Mensch nicht allein sei“ als erstes, auf die Zweisamkeit von Mann und Frau als kleinste Zelle soziale Gemeinschaft angelegt. Und das ist gut so.
Aber die Lebenserfahrung zeigt, dass das dauerhafte Zurückziehen in diese Zweisamkeit wiederum in Einsamkeit führt. Und diese Einsamkeit überfordert dann die Liebesbeziehung. Spannungen und Streit sind vorprogrammiert.
Es ist nicht gut wenn Mann und Frau um des anderen Willen alle Freunde aufgeben, aber sie können auch nicht voneinander verlangen, dass diese dann des Partners Freunde werden.
Oft wird von der Zweierbeziehung zu viel erwartet, und man vergisst, dass die anderen Beziehungen auch gepflegt werden müssen. Wenn das nicht geschieht führt das oft zu Streit und zu innerer Emigration.
Freundschaften sind für eine Zweierbeziehung lebenswichtig, weil sie diese entlasten. Sie sind Beziehungsformen auf Zeit. (Tamara hat z.B. zwei Freundinnen in Meuselwitz, die ich persönlich nicht kenne).
Sieben Gründe für Freundschaften
Was nützen mir Freundschaften?
Wie viel Zeit würden wir investieren?
Mit guten Freundschaften lebt es sich längerWas ist das für ein Leben ohne Freunde?
Was ist das für ein Leben ohne Freunde?
Gute Freunde stärken das Immunsystem
Gefühl der Sicherheit – unsichtbarer Schutzwall, der unsere Seele und Körper umgibt
Stärkung in Belastungssituationen
Freundschaften verringern SorgenSicher kann das, was uns glücklich macht, auch verletzen.
Sicher kann das, was uns glücklich macht, auch verletzen. „Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen.“ Ps 41,10
„Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen.“ Ps 41,10Doch gute Freundschaften haben eine sehr beruhigende, Spannung reduzierende Wirkung. Ein Gespräch unter guten Freunden dämpft Sorgen und reduziert Ängste. So tragen Freundschaften zur seelischen und körperlichen Gesundheit
Doch gute Freundschaften haben eine sehr beruhigende, Spannung reduzierende Wirkung. Ein Gespräch unter guten Freunden dämpft Sorgen und reduziert Ängste. So tragen Freundschaften zur seelischen und körperlichen Gesundheit bei.
Nordamerikanische Indianer sagen. „ Ein Freund ist ein Mensch „der meine Sorgen auf dem Rücken trägt …“Bei
Bei Facebook hat ein Bruder dazu geschrieben: Jesus hat unser Kreuz auch auf dem Rücken getragen. Joh. 19,17
Freunde als Hilfe in Not
Dazu eine kleine StatistikBei seelischen Problemen und schweren Entscheidungen gehen
Bei seelischen Problemen und schweren Entscheidungen gehen28% zum Partner
28% zum Partner18% zu Freunden
18% zu Freunden8,7% zur
8,7% zur Mutter3,7% zum Vater
3,7% zum Vater1,1% zum Pfarrer
1,1% zum Pfarrer
Freunde bieten ihre Hilfe an.
Freunde bieten ihre Hilfe an.
Paulus an Philemon über Onesimus:
Wenn du mich nun für deinen Freund hältst, so nimm ihn auf wie mich selbst. (Phlm 17)
Freunde stabilisieren unser IchEs gibt Zeiten, wo wir Freundschaften vernachlässigen, aber bald fehlt uns dann der Austausch mit den Freunden.
Es gibt Zeiten, wo wir Freundschaften vernachlässigen, aber bald fehlt uns dann der Austausch mit den Freunden.Fehlen uns solche Freundschaften sind wir besonders anfällig für Depressionen und Angststörungen.
Fehlen uns solche Freundschaften sind wir besonders anfällig für Depressionen und Angststörungen.Paulus schreibt an die Christen in Rom: D
Paulus schreibt an die Christen in Rom: Damit ich zusammen mit euch getröstet werde durch euren und meinen Glauben, den wir miteinander haben. (Röm1,12)Praktisch könnte es so sein, dass man jede Woche einmal seine Freunde anruft, und nach ihren Befinden fragt, vielleicht nach ihren Gebetsanliegen, ihren Sorgen und Nöten. Vielleicht
Praktisch könnte es so sein, dass man jede Woche einmal seine Freunde anruft, und nach ihren Befinden fragt, vielleicht nach ihren Gebetsanliegen, ihren Sorgen und Nöten. Vielleicht dauert manches Gespräch nur wenige Minuten. Vielleicht ist der Anrufer aus lästig. Aber man darf wissen, mit der Zeit ist er wichtig. Er wird gebraucht.Mein Vater ruft jeden
Mein Vater ruft jeden Sonntag Mittag einige aus der Familie an. Manchmal trifft er die verkehrte Zeit. Doch der Anruf ist mittlerweile wichtig für ihn und für uns. Er begleitet uns ja in der Woche über im Gebet.
Seit kurzem bekomme ich von
Seit kurzem bekomme ich von jemanden wöchentlich ein Mail mit einem Wort der Ermutigung. Er hatte den Eindruck dass ich sie brauche. Leider habe ich sie mir noch nicht oft angehört.
Wie schreibt Paulus an Philemon:
Wie schreibt Paulus an Philemon: Denn ich hatte große Freude und Trost durch deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen erquickt sind durch dich, lieber Bruder. (Phil 7)
Durch Freundschaften können wir Krisen bestehenIn Krisen sind wir auf unsere Freunde angewiesen.
In Krisen sind wir auf unsere Freunde angewiesen.Krisen verursachen Verunsicherungen, die können durch den Beistand der Freunde gemildert werden (Hiob).
Krisen verursachen Verunsicherungen, die können durch den Beistand der Freunde gemildert werden (Hiob).Prediger 4,10:
Prediger 4,10: Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft.Frage an mich: Wie bin ich stärke und ermutige ich meine Freunde? Wie stärken und ermutigen meine Freunde mich?
Frage an mich: Wie bin ich stärke und ermutige ich meine Freunde? Wie stärken und ermutigen meine Freunde mich?
Sicherheit – eine Freundschaft als unzerreißbares BandGute Freundschaften schaffen ein tiefes Gefühl der Sicherheit
Gute Freundschaften schaffen ein tiefes Gefühl der SicherheitWas eine gute Mutter für ihr Kind ist, können gute Freundschaften für uns Erwachsene sein. Sie können uns das Gefühl vermitteln, dass wir nie ganz allein sind, dass wir nie den
Was eine gute Mutter für ihr Kind ist, können gute Freundschaften für uns Erwachsene sein. Sie können uns das Gefühl vermitteln, dass wir nie ganz allein sind, dass wir nie den Wechselgefühlen des Lebens ganz ausgeliefert sind. Sie können das Fundament unseres Daseins sein und uns helfen, auch die dunklen Stunden unseres Lebens zu überstehen.
(Folie 6)
Freundschaft – eine schwierige Lebensaufgabe, aber sie sind lebenswichtig
Freundschaften sind nicht immer beglückend. (Hiobs Freunde waren nun wirklich nicht gerade beglückend).
In den meisten Freundschaften gibt es mehr oder minder auch tiefgreifende Probleme. Aber manchmal ist eben auch Kritik des Freundes oder der Freundin notwendig, sonst wäre es keine gute Freundschaft: „Die Schläge des Freundes meinen es gut. Das Herz freut sich an Salbe und Räucherwerk, und süß ist der Freund, der wohlgemeinten Rat gibt. Von deinem Freund und deines Vaters Freund lass nicht ab.“ (Spr 27,6.9-10)
Wo ermutigen mich meine Freunde und wo fordern sie mich heraus?
Wo ermutige ich meine Freunde und wo fordere ich sie heraus?
Freundschaften gehören wie die Liebe zu den „schwierigen Lebensaufgaben“. Gute Freundschaften zu führen, ist eine Kunst, die man erlernen muss (siehe Jünger Jesu).
Was muss ich tun?
Gerade im Bezug auf Freundschaften gilt, was im Hebräerbrief steht: Lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken. (Hebr 10,24)
Manchmal ist tut es einfach gut, einmal von einem Freund umarmt zu werden. Ich selber komme aus einer Familie, wo das früher nicht so der Fall war, sich immer zu umarmen. Mittlerweile hat sich das gebessert. Aber gerade in schweren Situationen kann es wirklich helfen, einfach von einem Freund umarmt zu werden und so ermutig zu werden. Und natürlich auch umgekehrt das gleiche zu tun. Der körperliche Kontakt ist viel hilfreicher, als wir es uns manchmal vorstellen. Es baut ein ungeheures Vertrauensverhältnis auf.
Wir wissen dass es auch Menschen gibt, die dafür eine richtige geistliche Begabung haben. Im Neuen Testament wird einer deswegen danach benannt: Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde - das heißt übersetzt: Sohn des Trostes (Apg 4,36).
Und später wird dann von ihm berichtet: Es kam aber die Kunde davon der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren; und sie sandten Barnabas, dass er nach Antiochia ginge.
23 Als dieser dort hingekommen war und die Gnade Gottes sah, wurde er froh und ermahnte sie alle, mit festem Herzen an dem Herrn zu bleiben;
24 denn er war ein bewährter Mann, voll Heiligen Geistes und Glaubens. Und viel Volk wurde für den Herrn gewonnen. (Apg 11,22-24).
Zu einer guten Freundschaft gehört auch ein behutsames zurechtweisen, ein Aufeinander achten auf die Bedürfnisse und Nöte des anderen und ein geduldiger Umgang miteinander. Man sollte das gemeinsame Gespräch suchen und nicht gleich irgendwelche Lösungen präsent haben:
Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. (1.Thess 5,14
(Folie 7)
Freundschaft – sich für den anderen einsetzen auch auf eigene Kosten
Manchmal muss man sich als Freund auch gegenseitig schieben oder ziehen, damit man gemeinsam weiter kommt. Und es heißt auch manchmal um des anderen Willen zu verzichten:
Röm14,15: Wenn aber dein Bruder wegen deiner Speise betrübt wird, so handelst du nicht mehr nach der Liebe. Bringe nicht durch deine Speise den ins Verderben, für den Christus gestorben ist.
Beispiel des Onesiphorus:
2. Timotheus 1,15-18:
Paulus an Timotheus:
Du weißt, dass alle Gläubigen in der Provinz Asien15 mich im Stich gelassen haben, auch Phygelus und Hermogenes.
16 Nur Onesiphorus ´hat treu zu mir gehalten`. Möge seine Familie16 die Barmherzigkeit des Herrn erfahren! Denn er hat mich oft ermutigt und hat sich nicht geschämt, zu mir zu stehen, obwohl ich ein Gefangener bin und in Ketten liege.
17 Im Gegenteil: Sobald er in Rom war, suchte er nach mir, und er gab nicht auf, bis er mich gefunden hatte.
18 Wenn er an jenem großen Tag vor dem Herrn steht, möge dieser ihm sein Erbarmen schenken!17 Und wie viele Dienste er ´den Gläubigen`18 in Ephesus erwiesen hat, weißt du selbst am besten.
Freundschaft macht fröhlich und bringt vorwärts zu Gott
Dem anderen ein Freund sein, das kann auch manchmal ein positiver Effekt sein. Da war jemand mir ein Freund – ich habe neue Kraft und kann so dem anderen selber zum Freund werden.
Genau das kann passieren, wenn wir diese Worte des Apostel Paulus für uns annehmen.
Freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. (2. Kor. 13,11)
(Folie 8+9)
Woran erkenne ich dass der andere wirklich ein Freund ist?
Geschichte aus dem Orient?
Elf alltäglichen Zeichen der Freundschaft
Freundschaftszeichen: Hilfe in der Not?
Freundschaftszeichen: Würde Ihnen Ihr Freund in einer Notlage Geld leihen?
Freundschaftszeichen: Gratuliert man Ihnen zum Geburtstag?
Freundschaftszeichen: Würden Ihnen die Freunde helfen, wenn sie krank werden?
Freundschaftszeichen: Würden Sie mit dem Freund verreisen oder zusammen wohnen?
Freundschaftszeichen: Können Ihnen Ihre Freunde Mut zusprechen?
Freundschaftszeichen: Hätten Sie auch noch Freunde, wenn Sie nichts mehr für sie tun würden?
Freundschaftszeichen: Denken Sie vor dem Einschlafen an Ihren Freund?
Freundschaftszeichen Träumen Sie von Ihrem Freund?
Freundschaftszeichen: Zu einem guten Freund darf man aufrichtig sein
Freundschaftszeichen: Das behagliche Schweigen (Hiob)
(Folie 10)
Zurechtweisung in der Freundschaft
Punkt an der Freundschaften schnell zerbrechen und trotzdem ein wichtiges Element von Freundschaft, ja ein Zeichen wahrer Freundschaft.
Spr 27,5.6.9.17
5 Offene Zurechtweisung ist besser als Liebe, die verborgen bleibt.
6 Die Schläge des Freundes meinen es gut;
9 Das Herz freut sich an Salbe und Räucherwerk, und süß ist der Freund, der wohlgemeinten Rat gibt.
17 Ein Messer wetzt das andre und ein Mann den andern. (im engl. seinen Freund)
Wir müssen auch in Freundschaften realistisch sein und dürfen nicht zu viel von unseren Freunden erhoffen. Wir müssen es lernen unsere Mitmenschen realistisch zu sehen und trotzdem am Ideal einer echten Freundschaft festhalten.
Gute Freundschaften geben neu Kraft und motivieren. Wer andere betrügt hat wahrscheinlich keine Freunde. Nutzfreunde?
Freundschaftsbremsen
Geltung
Verwöhnung
Macht
Neid
Eifersucht
Durchschnittsfreundschaft = Stachelschweinfreundschaft
Wer die Hoffnung auf wirklich gute Freundschaft verliert, gibt ein Stück Leben auf.
Martin Luther: Man soll niemanden einen Freund nennen, bevor man nicht mit ihm einen Scheffel Salz gegessen hat.
Ps 25,14 Der HERR ist denen Freund, die ihn fürchten; und seinen Bund lässt er sie wissen.
Ps 127,2 Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.
Spr 17,9 Wer Verfehlung zudeckt, stiftet Freundschaft; wer aber eine Sache aufrührt, der macht Freunde uneins.
Spr 18,24 Es gibt Allernächste, die bringen ins Verderben, und es gibt Freunde, die hangen fester an als ein Bruder.
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