Sermon Tone Analysis
Overall tone of the sermon
This automated analysis scores the text on the likely presence of emotional, language, and social tones. There are no right or wrong scores; this is just an indication of tones readers or listeners may pick up from the text.
A score of 0.5 or higher indicates the tone is likely present.
Emotion Tone
Anger
0.1UNLIKELY
Disgust
0.06UNLIKELY
Fear
0.1UNLIKELY
Joy
0.11UNLIKELY
Sadness
0.65LIKELY
Language Tone
Analytical
0UNLIKELY
Confident
0.13UNLIKELY
Tentative
0UNLIKELY
Social Tone
Openness
0.16UNLIKELY
Conscientiousness
0.13UNLIKELY
Extraversion
0.44UNLIKELY
Agreeableness
0.61LIKELY
Emotional Range
0.08UNLIKELY
Tone of specific sentences
Tones
Emotion
Language
Social Tendencies
Anger
< .5
.5 - .6
.6 - .7
.7 - .8
.8 - .9
> .9
Füreinander
Begrüßung
Losung
Psalm 126 - Seite 54
Gebet
Lied Jesus, zu dir kann ich kommen, wie ich bin
Gemeinsames Essen
Lied EG 251, 1,2,5 – „Herz und Herz vereint zusammen“
Einstieg
In unseren Gemeinden finden unterschiedliche Menschen zusammen: Junge und Alte, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren.
Menschen, die ihr ganzes Leben in den Gemeinden gelebt haben.
Menschen, die zugezogen sind.
Ja und heute Menschen, die, um es mit dem neudeutschen Wort zu sagen, einen Migrationshintergrund haben und aus ihrer Heimat geflüchtet haben, also aus einer ganz anderen Kultur kommen.
Dabei kann der kulturelle Hintergrund heute total verschieden sein.
Eine Gemeinde, deren Gottesdienste ich mir ab und zu auf Youtube anschaue bringt, wenigstens die Bibeltexte und das Vaterunser im Gottesdienst zweisprachig, in Deutsch und in Farsi.
Nun das ist vielleicht bei uns nicht erforderlich.
Aber wenn wir hier unsere Gemeinden richtig anschauen, sehen wir nur zu gut wie unterschiedlich die Bedürfnisse, Erwartungen unserer Gemeindeglieder und auch vieler Menschen in unseren Dörfern an die Gemeindearbeit ist, wo da die Schwerpunkte sind.
Das kann zu Spannungen und Konflikten führen.
Schon in unserem Kreis haben wir alle verschiedene Schwerpunkte.
Ich bitte einmal, das jeder auf ein Blatt seinen absoluten Schwerpunkt für die Gemeindearbeit sieht.
Was ist ihm /ihr in der Gemeinde besonders wichtig und für die Gemeinde unverzichtbar?
—> auf ein Blatt schreiben und kurz auswerten
Der Bibelabschnitt, mit dem wir uns heute beschäftigen, zeigt, dass Konflikte zum Gemeindeleben dazugehören, aber auch dass sie kreativ und fruchtbringend sein können und durch die Gemeinde überwunden werden können.
—> Bibeltext lesen
Schmerzen beim Wachsen
(Apostelgeschichte 6:1-7)
Diese Verse leiten einen wichtigen Übergang in Lukas' Bericht über die frühe Kirche ein.
Bislang waren das Leben und das Zeugnis der Kirche auf Jerusalem konzentriert.
In diesem und im nächsten Abschnitt (6,1-8,3) beginnt die Kirche, sich über Jerusalem hinaus nach Judäa und Samarien auszubreiten.
Lukas zeichnet nicht das Bild einer christlichen Idylle, sondern er berichtet über die Realitäten der ersten Gemeinde.
Im 5 Vers dieses Abschnitts werden uns unter anderem die beiden Gestalten Stephanus und Philippus vorgestellt, die in der Bewegung der Kirche über Jerusalem hinaus nach Judäa und Samarien eine wichtige Rolle spielen werden, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise (Apg 8,2; 8,4-40).
Lukas stellt diese beiden Männer im Zusammenhang mit einer weiteren Szene eines innerkirchlichen Konflikts vor (vgl.
Apg 4,32-5,11).
Wieder einmal wird das, was als Mittel zum Zerreißen der Kirche erscheint, durch die gütige Vorsehung Gottes zum Anlass für ihr Wachstum und ihre Ausbreitung (Apg 6,7).
Die Hellenisten von V. 1 sind also jüdische Jesusanhängerinnen und -anhänger, deren Wurzeln in der griechisch geprägten Diaspora liegen und die nach Jerusalem eingewandert sind, bzw.
länger vor Ort leben.
Jerusalem ist ein Schmelztiegel, in dem viele Arten Judentum leben, (z.
T. unverbunden) nebeneinander existieren.
Die Leute, die ihren Unwillen so zum Ausdruck bringen, sind als »Hellenisten« bezeichnet; ihre Gegenüber, denen sie offensichtlich Vorwürfe machen, heißen »Hebräer«.
Damit unterscheidet Lukas erstmals innerhalb der Urgemeinde zwischen solchen Juden, die wohl außerhalb des Landes Israel geboren und aufgewachsen waren und deren Muttersprache das Griechische war, und solchen, die in Palästina geboren waren und als Muttersprache eine Spätform des Hebräischen bzw.
des Aramäischen gelernt hatten.
Bei der Bedeutung, die das Land Israel als Erbbesitz des Volkes hatte, können wir uns gut vorstellen, dass die Einheimischen ihre ausländischen Volksgenossen verächtlich über die Schulter ansahen.
Hinzu kam, dass letztere sicher nicht nur die griechische Sprache, sondern auch ein gutes Stück griechischer Kultur angenommen hatten und die »barbarischen« Hebräer auch nicht gerade bewunderten.
Schließlich war in der jüdischen Diaspora neben entschiedenem Festhalten am Ererbten immer auch eine große Offenheit gegenüber dem Heidentum da, eine Offenheit, die menschlich verständlich ist und deren Konsequenz der Wunsch war, auch den Nichtjuden den Zugang zu Gott zu ermöglichen.
Das erleben wir vielleicht in unserer Kirche in dem Verhältnis zwischen Pietismus und mancher charismatischen Christentum.
In der Jesusbewegung bilden diese durch ihre neue und zusätzliche Grundüberzeugung, in Jesus den Messias zu sehen, verbundenen Gruppen der Hebräer und Hellenisten nun eine Einheit – eine gemeinsame Jesussynagoge.
Das ist Neuland.
Von Apg 4,32-35 her wissen wir, um das diakonische Leben in der christlichen Gemeinde, wie sie sich für die Armen einsetzt und diese unterstützt.
Neben Gebet und missionarische Verkündigung tragen dabei bisher die Apostel die Verantwortung für diese Aufgabe.
Und die Gemeinde ist dabeinicht nur am Sonntag diakonisch aktiv, sondern an jedem Tag.
Warum allerdings die Hebräer der Jesusgemeinde so handeln und die hellenistischen Witwen übersehen, bleibt im Rahmen von V. 1 weitgehend im Dunkeln.
Über Spekulationen, wie der Konflikt konkret entstanden sein könnte, wird man kaum hinauskommen.
Vielleicht gilt auch hier, dass Blut einfach dicker ist als Wasser und die Wahrnehmung der Bedürftigkeit anderer bei den Nächsten beginnt und erst später auch die übrigen im Blick hat.
Wir dürfen also davon ausgehen, dass es in der Urgemeinde eine wie auch immer geartete »Essensausgabe« gegeben hat.
Vorbild könnte hier das Judentum gewesen sein, das eine tägliche Ausgabe von Speisen an wandernde Arme ebenso kannte wie die wöchentlich durchgeführte Ausgabe von Speisen und Kleidung an sesshafte Bedürftige.
Die Apostel geben nun hier ein Stück Verantwortung ab und konzentrieren sich wieder auf ihre Kernaufgabe.
Sie geben die Verwaltung der Gemeindekasse ab und geben damit letztlich auch Macht ab.
Die Apostel geben von ihren Aufgaben ab und widmen sich ihrer Kernaufgabe Gebet und Verkündigung.
Ein englischer Kommentar schreibt dazu:
Das gilt auch heute: Die Amtsträger müssen sich dem Gebet und dem Dienst des Wortes widmen (beachten Sie die Reihenfolge!).
Allzu oft überhäufen die Kirchen ihre Amtsträger mit Anforderungen und Erwartungen, die verhindern, dass der Dienst so gut funktioniert, wie er könnte.
Wenn die Kirche dies tut, schadet sie nur sich selbst.
Darüber hinaus können sich die Amtsträger durch eine Vielzahl von Aufgaben von ihrer von Gott zugewiesenen Arbeit ablenken, sogar durch Aufgaben, die an sich lobenswert sind.
Diejenigen, die im Dienst stehen, müssen sich ständig selbst prüfen, ob ihre Prioritäten im Dienst mit denen der Heiligen Schrift übereinstimmen.
Darüber diskutieren !!!
Worin sehen wir die Kernaufgaben von Pfarrer und Pfarrerinnen?
»Die Zwölf riefen aber die Menge der Jünger zusammen« (V.
2).
Hier wird nicht einfach abgenickt, sondern es wird abgestimmt.
Es gibt als eine Art demokratisches Prinzip in einer Gemeindeversammlung. Die Gemeinde beschließt, dem Vorschlag der Apostel zu folgen und entsprechend der Kriterien der Apostel sieben Diener der Tische also Diakone zu wählen.
Bei der Errichtung des Siebenerkreises handelt es sich also nicht um eine Delegation von Macht durch den Kreis der Apostel, sondern um eine Neuorganisation der Gemeindestruktur, die auf der Autorität der Gesamtgemeinde beruht.
Die Gemeinde entscheidet!
Die Apostel bleiben bei ihrem Vorschlag.
Sie akzeptieren die Wahl der Gemeinde und zeigen sich fähig, das Heft des Handelns anderen zu überlassen und vertrauensvoll bisherige Zuständigkeitsbereiche abzugeben.
Sie sind bereit Verantwortung abzugeben.
Ist man denn in der Gemeinde heute überhaupt bereit dazu, oder will man immer noch das Heft in der Hand halten?
Offensichtlich liegt den Aposteln daran, die Dinge im Geist Jesu zu regeln, und das bedeutet: im Zusammenspiel aller Beteiligten.
Die Gemeinde ist nicht nur aufgrund ihrer theologischen Option und Verkündigung attraktiv, sie schafft es nicht nur trotz eines heftigen Konflikts die Einheit zu wahren, auch ihr Sozialverhalten, ihre vorbildlichen Konfliktlösungsstrategien, die partizipativen Gemeindestrukturen und die das Gemeindeleben prägenden Ideale sind anziehend.
Die Gemeinde hält, was sie verspricht.
Manches davon hat bis in unsere Gegenwart Bedeutung: Konflikt gehören, plakativ formuliert, auf den Tisch.
Wenn sie im Untergrund gären, können sie spaltende Kräfte entwickeln.
Was alle betrifft, soll sodann auch von allen verhandelt oder mindestens in der Gegenwart aller thematisiert werden.
Schließlich dürfen und sollen Gemeindekonflikte kreativ gelöst werden.
In der Apostelgeschichte wird der Konflikt nicht unter den Teppich gekehrt, sondern angegangen.
Niemand muss alles können und keine Leitungsfigur ist allein für alles verantwortlich.
Wir lernen hier wichtige Lektionen über Konflikte.
Erstens: Konflikte sind etwas, mit dem wir in der Kirche rechnen sollten.
Es ist uns nicht versprochen, dass wir von Meinungsverschiedenheiten verschont bleiben.
Zweitens ist es wichtig, dass die Kirche weiß, wie sie mit Konflikten umzugehen hat, wenn sie auftauchen.
Es waren nicht Leidenschaften oder Vorurteile, die den Tag beherrschten, sondern die Ratschläge der Zeugen Jesu, der Apostel.
Auch wir müssen unsere Meinungsverschiedenheiten in das Licht des Wortes Gottes stellen.
Zu oft versuchen wir, unsere Meinungsverschiedenheiten zu lösen, ohne uns dabei von der Schrift leiten zu lassen.
Der Konflikt wird danach von der persönlichen Ebene der Betroffenheit auf eine sachlichere, strukturellere Ebene gebracht, die es ermöglicht, Abstand zu gewinnen und nach Lösungen Ausschau zu halten, die für alle Beteiligten akzeptabel sind.
Durch das Gebet und das Einbeziehen der Schrift wird noch eine dritte Ebene in den Konflikt eingeführt, die für alle Beteiligten eine positive, affirmative Bezugsgröße ist und versöhnend zwischen sie tritt.
Ämter in der lukanischen wie in der Jerusalemer Gemeinde haben damit dienende Funktion.
Sie sollen helfen, Gemeinschaft zu wahren, Interessen auszugleichen, Konflikte zu lösen und sollen nicht selbst zum Konfliktgegenstand werden.
Wie nehmen wir Konflikte in unseren Gemeinden wahr?
Bitten Sie die TN, sich an einen Konflikt in der Gemeinde zu erinnern.
In einem Schreibgespräch kann das Thema vertieften werden: Auf einem großen Papierbogen wird das Wort „Konflikt“ in die Mitte geschrieben.
Die TN schreiben nun um das Wort herum andere Worte oder Sätze, die ihnen dazu einfallen.
Erarbeiten Sie mit den TN die Schritte, die in der Apostelgeschichte zur Konfliktlösung gegangen werden.
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