Ohne die Liebe

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Ohne die Liebe

Liebe werte Christenleute,
Im Pfarrhaus von Nobitz, hier und heute.
an diesem Faschingssonntag hört mir zu,
ich bringe euch eine frohe Botschaft in Reimform, das ist doch klar wie Kuh!
Von wahrer Liebe ist viel zu berichten,
von Güte, Glück und Schönem kann man über sie dichten.
Doch es gibt auch schlimme Sachen, /
man kann sogar mit dem viel Geld machen.
Im Internet findet man davon mit Grauen..., /
lasst es lieber, ihr werdet euren Augen nicht trauen.
Täglich kommen E-Mails ran,
wie man angeblich guten Sex machen kann.
Das ist „Liebe“ von der schlimmen Sorte/
doch wir wollen nicht darüber verlieren noch mehr Worte.
Von wirklicher Liebe werde ich reden /
Denn sie gibt Erfüllung für Jede und Jeden.
Es ist die Liebe, die Gott uns gibt, /
weil er selber alle Menschen liebt.
Ein kluger Mann schrieb, über sie, in der Bibel /
und was er schrieb, das war nicht von Übel.
Paulus wurde der Schreiber genannt, /
uns ist er als Heidenapostel bekannt.
Er schrieb zwei Briefe an die Korinther, /
der Zweite war wichtig, der Erste nicht minder.
Im Ersten beschreibt er, wie ein Genie,
die Liebe mit Worten, voll Poesie.
Die Worte sind wichtig, hört nur alle hin,
sie sind nicht nur schön, sie sind voller Sinn.
Kapitel dreizehn, das soll man sich merken
Hört zu und lasst Euch in der Liebe bestärken!
Die Liebe – größer als alle Gaben
1 Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke.
2 Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, sodass ich Berge versetzen kann – ´wenn ich alle diese Gaben besitze,` aber keine Liebe habe, bin ich nichts.
3 Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile, wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts.
4 Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet.
5 Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach.
6 Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit.
7 Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.
8 Die Liebe vergeht niemals. Prophetische Eingebungen werden aufhören; das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind, ` wird verstummen; die ´Gabe der` Erkenntnis wird es einmal nicht mehr geben.
9 Denn was wir erkennen, ist immer nur ein Teil des Ganzen, und die prophetischen Eingebungen, die wir haben, enthüllen ebenfalls nur einen Teil des Ganzen.
10 Eines Tages aber wird das sichtbar werden, was vollkommen ist. Dann wird alles Unvollkommene ein Ende haben.
11 Als ich noch ein Kind war, redete ich, wie Kinder reden, dachte, wie Kinder denken, und urteilte, wie Kinder urteilen. Doch als Erwachsener habe ich abgelegt, was kindlich ist.
12 Jetzt sehen wir alles nur wie in einem Spiegel und wie in rätselhaften Bildern; dann aber werden wir ´Gott` von Angesicht zu Angesicht sehen. Wenn ich jetzt etwas erkenne, erkenne ich immer nur einen Teil des Ganzen; dann aber werde ich alles so kennen, wie Gott mich jetzt schon kennt.
13 Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.
Im ersten Korinther 13 steht geschrieben,
dass ohne Liebe alles nichts ist im Leben.
Doch der Glaube und die Hoffnung sind auch dabei,
denn sie begleiten uns auf unserm Lebenspfad, das ist keine Ei!
Der Glaube gibt uns Kraft und gibt uns Mut,
er lässt uns kämpfen und nicht in Traurigkeit versinken, das ist gut.
Die Hoffnung gibt uns den Blick auf das Gute,
sie lässt uns durchhalten, auch wenn das Leben uns schüttelt und rüttelt.
Doch ohne Liebe sind sie nur ein schwacher Schein,
denn die Liebe ist es, die uns wirklich treibt und lässt uns glücklich sein.
Sie ist das Band, das uns verbindet und hält,
sie ist der Kitt, der unsere Herzen erhellt.
„All you need is love“, /
das sangen die Beatles, nicht gerade brav.
Von der Liebe sangen sie damals allen, /
und vielen hat es auch sehr gefallen.
Die Liebe ist wichtig für jedermann, /
Weil niemand ohne sie leben kann.
Jeder sucht sie, der Mann, die Frau, und die Kinder, /
man braucht sie zur Arbeit, in der Gemeinde nicht minder.
Man braucht sie im Leben überall, /
auch wenn mancher meint, das ist nicht sein Fall.
Und wenn man dich fragt, bist du ein Christ,
du bist keiner, wenn man die Liebe vermisst.
Was nutzt uns aller fromme Betrieb,
wenn keiner spürt: „Ich habe dich lieb“
Doch mancher meint, bei uns muss es nur laufen, /
doch im Ernst, ist das nicht zum Haare ausraufen?
Gott sagt: Ich will dich, nicht nur dein Tun, /
Komm, du darfst an meinem Herzen ruhn.
Für dich starb mein geliebter Sohn, /
für dich tat er das alles schon.
Drum solltest du dich heute fragen: /
Wirst du von Gottes Liebe getragen?/
Und was du tust, tust du´s aus Liebe zu Gott?/
Oder fürchtest du Schelte oder Hohn oder Spott?
Nein, noch einmal: Gott sagt: „Ich liebe dich“, /
Dafür etwas tun, musst du wirklich nicht.
Darum bitte ich dich, frage nach deinem Leben, /
was dir wichtig ist, jetzt, heute, grad eben?
Worauf kommt es denn wirklich an, /
Wohl dem, der das unterscheiden kann.
Menschen sagen, dieses und jenes ist wichtig, /
dabei ist das Wichtige in Wirklichkeit nichtig.
Das wirklich Wichtige ist ganz bescheiden, /
darüber lässt sich gewiss nicht streiten.
Es ist wichtiger die Not des Nächsten zu kennen
als in alle frommen Kreise zu rennen,
Wir sollten dem anderen die Hände reichen
Um uns so mit Jesu Bild zu vergleichen!
Wie war das damals, was geschah
Mit dem Helfer aus dem Lande Samaria?
Doch weiter im Text, was will der uns sagen
Wo stehn wir und was müssen wir uns fragen?
Paulus spricht hier von den göttlichen Gaben, /
die viele Fromme und Geistliche haben.
Aber leider meint mancher, er wäre besser, /
Doch dabei ist auch der nur ein Mensch und ein Esser.
Mancher denkt: Weil man in Zungen reden kann, /
wäre man besser beim beten dran?
Weil man fähig die Menschen zu lehren, /
müsse sich nun alle Welt bekehren?
Das ist Hochmut, dass sollten alle wissen /
der kommt vor dem Fall, und man fällt ohne Kissen.
Doch, wenn ein Mensch nur noch beten kann, /
ist er viel näher am Vater dran.
Gott sieht das Verzagen und die Tränen
Hört uns, wenn wir uns verlassen wähnen
Er hört das Bitten, doch nicht das der Frommen,
die sowieso in den Himmel kommen.
Gott gibt der Gemeinde seinen Geist
mit dem er uns auch seine Gaben verheißt.
Er gibt uns die Gaben, die wir brauchen, /
nach ihnen können wir nirgendwo tauchen.
Und kaufen, kaufen kann man sie nicht
Gott schenkt sie uns so wie die Luft und das Licht.
Er schenkt seinen Kindern viele Gaben,
Doch niemand kann alle oder bessere haben.
Der eine kann reden, ein andrer gut singen, /
und jener vielleicht nur ´nen Blumentopf bringen.
Ja, jeden hat Gott begabt und beschenkt
Doch wichtig die Frage, wie man drüber denkt.
Uns allen will der Geist eine Gabe geben, /
die Liebe, sie ist die Basis fürs Leben.
Hast du aber die Liebe nicht, /
dann bist du nur ein kleiner Wicht.
Denn Liebe ist geduldig und freundlich zugleich,
sie ist das Fundament, auf dem unsere Beziehungen entstehen und bleiben reich.
Paulus spricht hier von einem großen Gong, /
wenn der ertönt, kling nur ein hohles Bong.
So ein Ding, das steht im heidnischen Tempel, /
und was du ohne Liebe tust, das ist nur Krempel.
Ohne Liebe macht es nur Krach und bumm, /
als klopftest du auf einer Pauke herum.
Von Gottes Wort kannst du viel sprechen und reden, /
Mit deinem Gebet die Berge bewegen,
du kannst viele Dinge machen und tun, /
für Gott Tag und Nacht nicht rasten und ruhn,
Du kannst deine Habe den Armen geben, /
Zur Krönung opferst du für Christus dein Leben.
Doch tust du das alles ohne die Liebe, /
dann ist es nur nutzloses, hohles Getriebe.
Dann ist alles öde und leer, ohne Sinn/
so wie eine Hülle, schön bunt, doch nichts drin.
Ein Mann aus einer Gemeinde sagt, /
als man ihn nach seinem Pfarrer fragt:
„Oh wenn der auf der Kanzel steht, /
und dann bei ihm die Post abgeht,
da hören wir gerne Gottes Wort, /
und wünschten er ginge nie wieder fort.
Doch kommt er von der Kanzel runter, /
und wird sein schlimmer Charakter munter….
Dann wünschen wir, er soll doch gehn, /
und möchten ihn bei uns nie mehr sehn.“
Dies Beispiel, zeigt uns, wie ihr seht,
Das ohne Liebe gar nichts geht.
Du kannst viel leisten, machen, tun,
die Gaben pflegen und nicht ruhn
begabt bist du, brillant, voll Gnade
die Liebe fehlt?, dann ist´s Fassade.
Paulus schätzte alle Gaben
Und wollte, dass wir welche haben,
prophetisch Reden war ihm wichtig,
Ihm schien, es ist für alle richtig.
Die Gabe bringt uns viel Erkenntnis,
sie macht uns stark, auch im Bekenntnis.
Doch prüfe sie an Gottes Wort
dann hilft sie uns an jedem Ort.
Doch Bibellesen nur allein
kann nicht die ganze Wahrheit sein.
Auch das Tun in Liebe heraus
gehört dazu und macht viel aus.
So, wie ein Scheck, der nicht gedeckt
die Bibel ohne Liebe schmeckt.
Nimm einmal an, der Pfarrer eben,
sagt in der Predigt: „Ihr sollt geben“!
Gesagt, getan der brave Mann
setzt gleich fünfhundert Euro dran.
„In der Kollekte so ein Schein,
das ist zu hoch, den tausch ich ein“,
denkt sich die Rechnungsführerin,
sie geht zur Bank mit frohem Sinn.
„Das Geld ist falsch“, sagt da die Frau
am Schalter, sie weiß es genau.
Und plötzlich ist die Tat, die brave,
nun Anlass für ganz schlimme Strafe.
So wird es auch im Himmel sein,
Wer ohne Liebe, kommt nicht rein.
Die Liebe ist die Währung dort
an jenem heiß ersehnten Ort.
Was ohne Liebe wir getan,
sieht Jesus mit Verachtung an.
Darum schreibt Paulus das Hohe Lied,
Und ruft uns auf: Kommt macht doch mit.
Allein, was ist die Liebe nun?
Wie seh ich sie, was soll ich tun?
Geduldig ist sie, ohne Neid
Sie leidet mit, mit andrem Leid
Hat die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen
Sie bläht sich nicht auf, sie ist nicht vermessen.
Sie liebt die Wahrheit, das ist ihr genug
und duldet keinen Selbstbetrug
Sie kramt nicht den eigenen Vorteil vor
Und haut den andern nicht übers Ohr.
Sie kennt keinen Neid, ganz ohne Frage,
Hält stand in der Not und erträgt jede Lage.
Die eigenen Ziele sind ihr nicht wichtig
Der andere Mensch, der ist bei ihr richtig.
Sie wird nicht laut und unverschämt
Sie Sorgt sich drum, dass sich niemand grämt.
Sie leidet mit, wenn andre leiden
Sie ist nicht stolz, sie ist bescheiden.
Was bleibt, wenn wir einmal vor Jesus stehn
Und unser Leben im Rückspiegel sehn?
Nur das, was wir aus Liebe getan
Aus Liebe zu Gott und zum Nebenmann.
Denken und Wissen ist dann vorbei
All unser Schaffen, all unser Geschrei.
Heut sehn wir das Leben in kleinen Stücken
Doch wird uns einst unser Herr entrücken,
dann erst erkennen wir ihn, wie er ist.
Dann steht er vor uns, unser Herr Jesus Christ.
Hier am Kreuz voll Verachtung voll Schmerzen und Leid,
im Himmel der Herr über Raum und Zeit
der Herr, der uns Gottes Liebe zuspricht.
Hier auf Erden schon, und dort im himmlischen Licht.
Und schon heute will er uns Liebe schenken,
darum, dass wir an die anderen denken.
Du bist geliebt, bist in Gottes Hand.
Dein Name ist ihm wohlbekannt,
du bist beschenkt mit vielen Gaben.
Doch Gott will deine Liebe haben.
Du musst nichts leisten, musst nichts tun,
allein an Gottes Herzen ruhn.
Und merkst du, dass dir Liebe fehlt,
bitte Jesus drum, der dich liebt und erhält.
Voll Gaben und voll Tatendrang,
sind wir und uns ist gar nicht bang
Versammlung hier und Stunde dort,
getreulich stets an Gottes Wort.
und ächzen manchmal auch die Knochen
stets auf die Pflichterfüllung pochen.
Das es so etwas heut noch gibt,
wo Pflicht doch gänzlich unbeliebt?
Da muss doch Jesus „Bravo“ rufen
bei all den Pflichten die wir schufen…
Doch was hat einstmals er gesagt?
Der, der ist recht, der Liebe wagt.
Den Nächsten liebe, dich, und Gott
und übersehe nicht die Not.
Und daran wird die Welt erkennen,
dass die, die sich die Jünger nennen
auch wirklich meine Jünger sind,
wenn Liebe ihre Tat bestimmt.
Glaube und Hoffnung und die Liebe
sind Motoren im ganzen Weltgetriebe.
wir dürfen nicht vergessen, Glaube und Hoffnung zu bewahren,
denn sie werden uns helfen, unser Leben erfolgreich zu gestalten und nicht nur dahin zu fahren.
Wenn alles vergeht bleiben sie bestehn
diese drei, die werden niemals vergehn.
Und die Liebe ist die Größte der Gaben
von Gott kommt sie, ihr sollt sie alle haben.
So lasst uns lieben, glauben und hoffen mit Gottvertrauen,
denn so können wir unser Leben auf Gott bauen.
Amen
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