Gewissensbiss

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BIBELTEXT

Matthäus 21,28–31 (NGÜ NT+PS)
28 »Was sagt ihr zu folgender Geschichte? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zu dem einen und sagte: ›Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!‹ – 29 ›Ich will aber nicht‹, erwiderte dieser. Später bereute er seine Antwort und ging doch. 30 Der Vater wandte sich mit derselben Bitte auch an den anderen Sohn. ›Selbstverständlich, Vater‹, erwiderte dieser, aber dann ging er doch nicht. 31 Wer von den beiden hat nun getan, was der Vater wollte?« – »Der erste«, antworteten sie.
Da sagte Jesus zu ihnen: »Ich versichere euch: Die Zolleinnehmer und die Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr.

INTRO

Warum muss ich dir meine Aufmerksamkeit schenken?
Warum ist es wichtig für mich diese Predigt zu hören?

Schlechtes Gewissen

Wer hatte noch nie ein Gewissensproblem?
Man hat irgendeine Sache getan und das war nicht gut, es ist schlecht gelaufen, man hat was kaputt gemacht.
Aber kein anderer Mensch hat es mitgekriegt.
Man versucht es zu reparieren, was neues zu kaufen … in der Hoffnung, dass keiner was merkt.
Und dann, nach eine kleine Weile, merkt jemand … dass da was nicht ganz in Ordnung ist, da ist was kaputt, da fehlt was.
Dann kommen die gefährlich Fragen:
“Weiß jemand, was hier passiert ist?”
“Wo ist das Ding, die in dem Schrank war?”
“Wer hat so was gesagt?”
Du weiß ganz genau, was passiert ist. Du weiß ganz genau, dass da was fehlt, und warum was fehlt. Aber du willst es nicht sagen, denn sonst, muss du zugeben, dass das dein Fehler war, dass du wirklich geschummelt hast, dass du das Ding kaputt gemacht hast …
und dann kommen die Konsequenzen … du muss bezahlen, die anderen werden dich weniger vertrauen, oder jemanden schimpft mit dir …
also … du bleibst lieber ganz stillt … du findest irgendeine Ausrede, einen Sündenbock …oder tust du so, als wärest du auch mit der Situation überrascht … als wüsstest du nichts davon
und du redest dir ein “alles wird gut sein” - keiner hat’s gemerkt.
Außer das Gewissen …
aber das Gewissen kann beißen, … und das tut weh
… man wird innerlich gequält … um bereuen oder zugeben ...
oder, man kann es irgendwie auch zum schweigen bringen. (lügen, ablenkungen, usw)
Wie gehst du mit deinem Gewissen um?
Was lenkt deinen Gewissen?

VORSCHLAG/TATSACHE/THESE

Welche These möchte ich darstellen/verteidigen?

Gewissensbiss

Dieses Wort wurde von Friedrich Nietzsche oft verwendet:
Der Gewissensbiss ist unanständig
Der Gewissensbiss ist, wie der Biss eines Hundes gegen einen Stein, eine Dummheit.
Gewissensbisse erziehen zum Beißen.
Die Zusammenhänge wo er das schreibt, sind Interessant.
Er hat sich intensiv mit dem Thema Gewissen und schlechtes Gewissen auseinandergesetzt. Das werden heute nicht über Friedrich Nitzsche sprechen.
Ge­wis­sens­biss: DUDEN - schlechtes Gewissen – quälendes Bewusstsein, unrecht gehandelt zu haben, an etwas schuld zu sein.
Das Gewissen ist etwas, was uns zum Handeln bewegt.
entweder um irgendwas 1) zu vertuschen/verstecken/manipulieren ...
oder 2) um das Gewissen zu beruhigen ...
oder … wenn es gut läuft .... 3) es drängt uns zur Verantwortung.
Nicht nur in Situationen, wo wir was angestellt haben. Sondern auch allgemein.
1 Bs
Gebetsgemeinschaft: stille … bist jemand das nicht aushält … oder ein schlechtes Gewissen hat, und gebet laut.
Eigentlich wolle man nicht beten … aber … damit anderen nicht etwas falsches über mich denken, … beten ich
oder
ein gutes Gewissen … Gebetsgemeinschaft: stille … (ich halte die Stille aus, denn sie es wichtig … oder ich bete, weil meinte Motivation das Gebet selbst ist …
2. Bs:
Bilder von hungrigen Kinder sehen … das macht meistens etwas mit uns.
Bewirkt in uns ein “schlechtes Gewissen”. Wir haben doch so viel hier. Und die da, haben nichts. Und das bewegt uns irgendwas dagegen zu tun.
Dein Gewissen arbeitet/bewirkt was innerlich … und es kann sein, dass ich unruhig werde. “Wenn ich an diese Kinder nachdenke, kann ich nicht schlafen.” Dann steht ich auf, geht zur der Website von Kinderhilfwerk … und spende 20€ für die Kinder in Not. Ich werde ruhiger, und kann schlafen.
Also, es ging nicht um die Kinder… sondern, es ging um mich. Denn, hätte ich einschlafen können, hätte ich nichts gemacht. (SCHLECHTES GEWISSEN)
oder...
ich sehe solche Bilder … und das bewegt mich wirklich irgendwas dagegen zu tun … Verantwortung zu übernehmen, dinge in der Hand zu nehmen, anzupacken.
(GUTES GEWISSEN)
Wenn wir irgendeine Situation sehen, ein Problem … und wir merken, hier muss gehandelt werden … das Gewissen treibt uns an, die Verantwortung über die Situation zu übernehmen und zu handeln.
3 Bs Gewissensbiss
Es gibt auch, die Version: Wir versuchen anderen Menschen zu manipulieren, in dem wir ihnen ein schlechtes Gewissen einreden:
Sätze wie: “Wenn du, das nicht machst, dann wird keiner es tun.”
Oder: “Wenn ihr das so entscheidet, dann mache ich nicht mit. (dann, geh ich weg)”
und so pflanzen wir bei den anderen, ein schlechtes Gewissen “werdet ihr mich wirklich ausgrenzen? Wer wird es genau so gut tun, wie es tue?”

Jesus und der Gewissensbiss

Der Glaube, die Religion … arbeitet sehr viel mit unseren Gewissen - Gewissensbisse
Sehr oft um uns ein schlechtes Gewissen zu machen.
Jesus hat ständig, seine Zuhörer dazu gebracht, sich mit Gewissensbisse zu beschäftigen.
Jesus will mit unseren Gewissen nicht spielen. Er weiß, dass das sehr kostbar ist.
Jesus will unseren Gewissen heilen. Kein schlechtes sondern ein gesundes Gewissen formen.
Ein gesundes Gewissen aber heißt nicht, dass wir keine Gewissenskonflikten haben werden. Sondern, dass unser Gewissen lernt, sich an der richtigen Quelle zu ernähren.
Durch das Gewissen, spricht Gott mit uns.

ENTWICKLUNG

Wie beweise ich mit der Bibel meine These?

Es geht um “ins Reich Gottes” anzukommen.

In dieser Geschichte/Gleichnis … fordert Jesus seine Zuhörer auf, zu prüfen, wie steht es mit ihrem Gewissen …
Ein Vater, der seine beide Söhne fragt, ob sie heute am Weinberg arbeiten können.
Der eine sagt “Nein, kein Block” - und doch später, geht er. Ein gutes “Gewissenskonflikt” - er geht doch tut das, was der Vater ihn gebeten hat. Er denkt nicht nur an sich selbst. Er übernimmt Verantwortung. - ein gesundes Gewissen.
Der anderen Sohn sagt “Ja, doch ich geh” - und doch später, geht er nicht. Er will in dem Moment kein Stress mit Papa und sagt einfach ja. Ein schlechtes Gewissen. Er will Papa nicht enttäuschen. - aber später, ist es ihm alles egal. Er will keine Verantwortung übernehmen. Schuldgefühlt. Vielleicht ja, aber was sonst. Er wird vielleicht gar nicht merken. Mein Bruder tut es schon.
Erstaunlich ist die Aussage am Ende des Gleichnis:
Matthäus 21,31 (NGÜ NT+PS)
31 … Da sagte Jesus zu ihnen: »Ich versichere euch: Die Zolleinnehmer und die Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr.
Jesus spricht hier von zwei Gruppen, (die Kinder Gottes sind) die entweder ins Reich Gottes bekommen, oder nicht kommen bzw … einige die eher im Reich Gottes schon hier und jetzt leben und anderen, die es schwieriger haben, weil sie nur schlechtes Gewissen haben.
Gottes Reich erleben wir nicht durch religiöses Gerede, sondern dadurch, wie wir dem Vater in der Praxis des Lebens antworten.
Wie ist das zu verstehen?

Alles hat eine Vorgeschichte.

In alle Gleichnisse, gibt es eine Frage, eine Situation, die Jesus mit einem Gleichnis reagiert.
Manchmal haben wir ein Problem mit irgendwas, mit einer Person … und es ist immer wichtig, dass wir uns fragen: Was ist die Vorgeschichte Wie ist es dazu gekommen, dass ich, dass er oder sie, dies tun, so reagieren usw:
Geschichte Jim Lyon, mit der Frau wegen Tanzen in dem Gottesdienst
Das ist die Vorgeschichte von diesem Gleichnis:
Matthäus 21,23–27 (NGÜ NT+PS)
23 Jesus ging wieder in den Tempel. Während er dort lehrte, kamen die führenden Priester und die Ältesten des jüdischen Volkes zu ihm und fragten: »Woher nimmst du dir das Recht, das alles zu tun? Wer hat dir die Vollmacht dazu gegeben?«
24 »Ich will euch eine Gegenfrage stellen«, erwiderte Jesus. »Wenn ihr mir darauf antwortet, werde ich euch sagen, woher ich die Vollmacht habe, so zu handeln. 25 Die Taufe des Johannes – woher stammte sie? Vom Himmel oder von Menschen?« Sie überlegten miteinander hin und her: »Wenn wir antworten: ›Vom Himmel‹, wird er sagen: ›Warum habt ihr Johannes dann nicht geglaubt?‹ 26 Antworten wir aber: ›Von Menschen‹, dann müssen wir uns vor dem Volk fürchten; denn alle sind der Ansicht, dass Johannes ein Prophet war.« 27 Schließlich gaben sie Jesus zur Antwort: »Wir wissen es nicht.« Da erwiderte er: »Dann sage ich euch auch nicht, woher ich die Vollmacht habe, so zu handeln.«

Vollmacht - Ist er wirklich der Messias?

Die Schriftgelehrten liefen Jesus ständig hinterher, um zu prüfen, ob er wirklich der Messias sei.
Matthäus 21,23 (ELB 2006)
23 … In welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?
Matthäus 21,23 (NGÜ NT+PS)
23 .... »Woher nimmst du dir das Recht, das alles zu tun? Wer hat dir die Vollmacht dazu gegeben?«
Eigentlich, wussten sie es schon. Kein Mensch kann dies tun, was Jesus tut, ohne, dass diese Vollmacht von Gott selbst gegeben wird.
Hinweise gab es vielen, sie waren aber in ihrer Tradition/Religiosität gefangen, denn Jesus hat sie in vielen Dinge sehr herausgefordert:
Jesus will die Schriftgelehrten dazu bringen, dass sie selbst merken, wie sie durch ihre strenge Frömmigkeit stolz geworden sind, und wie sie in ihrem religiösen Stolz, ihr gesundes Gewissen verloren haben, für das was Gott in ihr Leben bewirken will.
Sie vertrauen ihren eigene Frömmigkeit mehr, als Gott selbst.
Um das Gewissenskonflikt darzustellen, gebraucht Jesus als Beispiel, den Umgang der Schriftgelehrten und der Sünder mit Johannes den Täufer.
Einige Leute (die Sünder) taten, was Johannes sagte, obwohl sie erst als Rebellen gegen Gott angesehen wurden;
andere (die Schriftgelehrten) weigerten sich, das zu tun, was Johannes sagte, obwohl sie sich erst so darstellten/angesehen/beteten wurden, wie Heiligen, die alles tun, was „Gott“ verlangt.
Wie die zwei Söhne aus dem Gleichnis:
der eine sagte erst „nein“ zu seinem Vater, dann aber tat, was verlangt wurde.
Der andere sagte „ja“, tat aber dann doch nicht das, was der Vater gebeten hat.
Matthäus 21,31–32 (NGÜ NT+PS)
31 Wer von den beiden hat nun getan, was der Vater wollte?« – »Der erste«, antworteten sie.
Da sagte Jesus zu ihnen: »Ich versichere euch: Die Zolleinnehmer und die Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr. 32 Denn Johannes ist gekommen und hat euch den Weg der Gerechtigkeit gezeigt, und ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zolleinnehmer und die Huren dagegen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen, und trotzdem wart ihr nicht einmal nachträglich bereit, eure Haltung zu ändern und ihm zu glauben.«
Beide Gruppen erlebten ein Gewissensbiss.
Die einen, mit ihren Sünder (Sie bereuen, kehren um, beginnen das Leben neu zu gestalten, im Sinne vom Gottes Reich - Vergebung, Gnade, Großzügigkeit, Selbstverleugnung, Gerechtigkeit usw)
die anderen mit ihrer künstlichen Frömmigkeit. (Sie gingen immer zum Tempel, beteten, schön laut undfrom vor alle anderen, sprachen ständig über Gottes Gerechtigkeit) und so brachten sie ihr Gewissen zum schwiegen - aber lebten das nicht in der Praxis (voll mit Stolz, Selbsgerechtigkeit, Hass, Gier, Egoismus, Überheblichkeit gegenüber anderen)
Die erste Gruppe kam zur Umkehr und erlebe die Schönheit vom Gottes Reich.
Die zweite Gruppe blieb beharrlich auf ihrer Religiosität fest, und öffne sich nicht für das neue Reich, was mit Johannes der Täfer (und mitdem Messias) beginnt.

EVANGELIUM

Zeigen, dass alles was wir tun können, ist aus unserer eigener Kraft nicht möglich. Wir brauchen Jesus/Gott/Heiliger Geist

Die Herausforderung: herz offen lassen

Die Herausforderung dieses Abschnitts für uns heute besteht darin:
sicherzustellen(prüfen), wie wir auf Jesus und auf dem Heiligen Geist reagieren.
Tue ich nur so, vor alle anderen, dass ich Jesus nachfolge, aber im Wirklichkeit, tue ich nur das, was ich eigentlich will,
oder,
lassen ich zu, dass der „Gewissensbiss“ des Heiligen Geistes mich zu einem neuen Leben führe, gegründet auf der Liebe und auf der Gnade Gottes?

Das verstocke Herz

Hebräer 3,15 (NGÜ NT+PS)
15 Noch einmal zurück zu der bereits zitierten Schriftstelle:
»Wenn ihr heute die Stimme Gottes hört,
dann verschließt euch seinem Reden nicht wie damals,
als gegen ihn rebelliert wurde!«
Hebräer 3,15 (LU)
15 … »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah.«
Auch hier brauchen wir die Gnade Gottes … allein schaffen wir nicht diese Offenheit.
Immer mehr abhängig von Gottes Geist machen …
Er spricht noch heute … verändert Dinge noch heute.
öffnet sein Reich immer wieder neu, für neue Menschen ...
Vielleicht gibt es Menschen, die in meinen Augen nur Sünder sind, weil sie nicht so religiös sind, wie ich meine, sie sollten sein … aber sie folgen Jesus, sie erleben Gottes Reich schon viel mehr, als ich, sie machen sich mehr abhängig von Gottes Gnade als ich …

ANWENDUNG

Was soll ich ab heute anders tun/denken?
Was soll ich vor Gott bringen?
Bringe deine persönliche Gedanken/Gewissensbisse zu Jesus …
uns lass dich von seiner Gnade verändern
… lass dein Herz weicher werden, für das was der Heilige Geist jetzt in dir bewirken will.
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