Sonntag Jubilate 31. Mai 23
Sermon • Submitted • Presented
0 ratings
· 2 viewsMindestens drei Gründe gibt es, um sich zu freuen: Über die Schöpfung, die Neuschöpfung in Christus, und die Prophezeiung eines neuen Himmels und Erde.
Notes
Transcript
Es gibt Grund zur Freude
Es gibt Grund zur Freude
Noch eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und noch eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum Vater.“ Da sprachen einige seiner Jünger zueinander: „Was ist das, was er zu uns sagt: ‚Noch eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und noch eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen‘, und: ‚Ich gehe zum Vater?‘ “ Da sprachen sie: „Was ist das, was er sagt: ‚Noch eine kurze Zeit?‘ Wir wissen nicht, wovon er redet.“ Jesus merkte, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: „Fragt ihr euch untereinander, dass ich gesagt habe: ‚Noch eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und noch eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen?‘ Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und jammern, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit wird in Freude verwandelt werden. Eine Frau hat Schmerzen, wenn sie gebiert; denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Leiden wegen der Freude darüber, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude kann niemand von euch nehmen. Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, dann wird er es euch geben.
Verschiedene Freuden
Liebe Schwestern, liebe Brüder,
wenn Sie sich freuen - wie freuen Sie sich? (Antwortern werden abgewartet).
Genau! Man springt in die Luft vor Freude, manche tanzen, andere Klatschen, wiederum andere kombinieren alles miteinander.
Und Freude steckt an, oder?
Sind Sie schon einmal mit Freude angesteckt worden? Wenn jemand so richtig fröhlich ist - das steckt an. Ich habe das noch jetzt die Woche bei meinem Sohn beobachtet. Er hatte Geburtstag und er hat sich so sehr auf diesen Tag gefreut - das hat einfach angesteckt.
Das Auspacken der Geschenke - das steckt an.
Oder: Das Baby auf einem Arm. Plötzlich guckt es mich an und lächelt. Sofort erwiedere ich das Lächeln - ich kann gar nicht anders. Das habe ich auch wiederum die Woche erlebt als ich bei unseren Tauffamilien zu Gast war.
Erinnern Sie sich einmal daran, wann Sie das letzte Mal mit Freude angesteckt worden sind.
In dem Bibeltext heute geht es um solch eine Freude. Wir haben ja vor einigen Wochen Ostern gefeiert. Jesus ist gestorben. Und plötzlich begegnet er seinen Jüngern.
Können Sie sich das vorstellen? Die Jünger haben Jesus totgeglaubt (und er war ja auch tot) und plötzlich steht er vor ihnen.
Das gibt es doch sonst nur in Hollywood-Filmen oder?
Vielleicht haben Sie ja jemanden in ihrem Leben verloren, den Sie schmerzlich vermissen. Den Partner, die Freundin, das eigene Kind, jemand Liebes - plötzlich stet er vor Ihnen - da ist es Zeit für Freudentränen oder?
Wir feiern heute den Sonntag Jubilate. Sie brauchen kein Griechisch oder Latein gelernt zu haben, um die Bedeutung des Wortes zu erraten - nämlich....? Richtig! Wir feiern den Jubelsonntag, denn Jubilate bedeute jubeln - sich freuen.
Aber worüber sollen wir uns denn freuen? Manchmal scheint es im Leben so als ob es nichts gäbe über das man sich freuen könnte. Das Wort Gottes fordert uns aber auf genauer hinzusehen.
2. Freude überall wo das Auge hinsieht (Weltkugel als Symbol zeigen)
Der Frühling kommt bzw. er ist schon da. Die Vögel zwitschern, es riecht so herrlich nach blühenden Blumen, die Sonne scheit und gibt ihr warmes Licht bin in die späteren Abendstunden.
Wer nicht weiß worüber er sich freuen soll, darf genauer hinsehen. Das alles hier (Weltkugel zeigen), hat Gott uns gegeben.
Seine Schöpfung ist einfach wunderbar und er selber sagt in der Schöpfungsgeschichte: Es war sehr gut! Und das ist es auch.
Die vielen verschiedenen Pflanzen und Tiere. Das Rauschen des Meeres. Der rotgefärbte Himmel, die Sonne, das Licht, die Sterne, der Mond…das kleine Blatt, das so viele Äderchen hat. Der Mensch, der atmet.
All das hat Gott uns gegeben. Das Leben hat Gott uns gegeben. Ist es nicht ein Grund sich zu freuen? Ist es nicht eigentlich ein Grund zu jubeln? Ist es nicht Zeit für Freudentränen? Die Schöpfung ist einfach wunderbar.
Aber was machen wir mit ihr?
Gott hat uns einen Auftrag gegeben. Wir sollen die Schöpfung bewahren und uns vermehren. Vermehren könnnen wir uns ja ganz gut, aber bewahren wir unsere Schöpfung? Das egoistische Wesen des Menschen, das nur auf sein Wohl und seinen Vorteil bedacht ist, beachtet die Schöpfung nicht. Es freut sich nicht über die Schöpfung, sondern es erfreut sich am selbt erschaffenen, das Müll bereitet, welches unsere Meere vermüllt und verdreckt, sodass nichts mehr atmen kann. Menschlicher Egoismus holzt die Urwälder ab, die jahrhundertelang gewachsen sind. Menschlicher Egoismus behandelt Tiere wie Dreck und pfercht sie unter unwürdigen Bedingugnen ein.
Menschlicher Egoismus ist wohl die größte Gefahr für die Schöpfung Gottes.
3. Neuschöpfung in Christus (Knete)
Was habe ich hier in der Hand, weiß das jemand? (Knete zeigen, fühlen lassen)
Genau, das ist Knete.
Manchmal wünscht man sich, einfach noch mal von vorne anzufangen. Und es gibt Dinge, an uns, die einen einfach nur belasten. Die gehören zu mir und meinem “Geschöpf Sein” dazu und dennoch stören Sie mich.
Am harmlosesten ist das vielleicht das Pfund zuviel auf den Rippen. Es gibt aber noch soviele andere Dinge. Die immerwiederkehrenden negativen Gedanken. Handlunden oder Verhaltensweisen, die ich gerne ablegen möchte, die immer wieder durchscheinen.
Und dann gibt es noch die Dinge, die man selbst gar nicht mal beeinflussen kann. Da bin ich einfach krank geworden. Ich weiß nicht, womit ich das verdient habe, aber wie gerne möchten wir das loswerden? Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gedacht…ich möchte einfach in vielen Dingen anders sein und mein Körper sollte es auch sein.
Wir sind unvollkommen. Und als unvollkommen Wesen bleibt uns nur der Weg in den Tod. Bis zu diesem Punkt bleibt uns eigenltich nur die Trauer. Denn wir sind traurig über unsere unvollkommenheit über alles, was uns belastet udn uns zerstört. Das ist diese kurze Zeit über die die Welt sich freut, wie es im Bibeltext steht. DIe Welt, das sind die Pharisäer und die Priester, die ihre Ordnung des Egoismuses aufrecht erhalten wollen.
Das Wort endet aber nciht mit dem Karfreitag, sondern enthält das ABER. Das ABER ist Ostern. Aber der Tod, unsere Unvollkommenheit hat nicht das letzte Wort über unser Leben. Mit Jesus sterben wir und befinden uns hier vielleicht im Bereich der Trauer. Vielleicht nimmt unser Leben in dieser wunderbaren Schöpfung einen großen Raum in dieser Trauer ein.
Als Christen sind wir aber schon in der alten Schöpfung neue Geschöpfe durch unseren Glauben.
Das haben wir auch gerade in den Taufen gefeiert, dass L und A durch die Taufe etwas besonderes in und an sich haben. Und sie bezeugen damit Gottes Liebe, der sein JA über L und A gesprochen hat. Ihr seid gewollt. Ihr seid geliebt. Ich sage ja zu euch bevor ihr überhaupt antworten könntet!
Vielleicht sind wir am Tag unserer Taufe wie dieser Klumpen Knete. Aber Gott formt uns, wenn wir uns formen lassen. Und er macht aus uns etwas Neues und das Alte, das was uns belastet verliert immer mehr an Bedeutung.
4. Die Hoffnung auf ein neues Leben (Blume)
Irgendwann wird diese Blume verwelken, aber dort wo sie gewachsen ist, wird nächstes Jahr wieder eine Blume emporkommen.
Während unsere Neuschöpfung mit der Taufe beginnt, führt uns diese aber trotzdem in den Tod hinein. Unendliche Freude kann nur der spüren, der durch das Tal der Trauer gewandelt ist. Jesus nimmt hier das Beispiel der Frau. Sie hat das Ziel vor Augen. Ihr Kind zu bekommen. (Sie (Taufmütter) wissen, vielleichte noch, wie das alles war)....
Die Geburt bringt Schmerzen mit sich. Und in diesem Moment schreit man, weint man, ringt nach Luft und möchte so manches Mal aufgeben. Aber das Ziel ist das Kind. Ist das neue Leben durch das man selbst ein Stück weiterlebt. Die Geburt ist schmerzhaft und lässt Wunden zurück. Aber wer denkt noch großartig an die Wunden, wenn plötzlich ein zartes Stimmchen quäkt und die erste Laute von sich gibt. Wer denkt noch an die Wunden, wenn das Kind an die Brust gelegt wird.
Mit uns Gläubigen ist es genauso. Unser Ziel ist das neue, ewige Leben, das der HERR uns versprochen hat und dessen Anfang uns durch die Taufe gegeben ist. Halte die Schmerzen, das unvollkommene in dir aus. Lenk dich mit der wunderbaren Schöpfung ab, die Gott uns schon hier gegeben hat. Lenk dich mit dem roten Himmel, der Sonne, dem Licht, dem Meer, der leichten Brise, den Blumen und Wiesen ab. Und schau immer auf die Prophezeiung, die unser HERR uns gegeben hat:
Offenbarung 21,1–11 (luther.heute)
Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, wie eine geschmückte Braut für ihren Mann bereitet. Und ich hörte eine laute Stimme von dem Thron, die sprach: „Siehe da, die Wohnung Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz werden mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“
Und der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe, ich mache alles neu!“
Und jetzt geschieht wirklich etwas verrücktes. Alle unsere Lieben, die wir schmerzlich vermissen, die wir totgeglaubt haben, werden wir wiedersehen. An diesem Ort, wo Milch und Honig fliessen, wo es kein Schmerz, kein Geschrei, kein Ach und Weh gibt.
Wie auch immer diese neue Welt aussehen mag, das himmlische Jerusalem, das Gott uns verspricht - die Gläubigen (das ist Gewiss), werden sich wiedersehen und das ist die Zeit in der der Jubel kein Ende nehmen wird. Das ist die Zeit in der es keine Tränen mehr geben wird, außer den Freudentränen.
Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere menschliche Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus unserem HERRN. Amen!
Taufsprüche Liah:
Ex 23,20 “Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.”
Anton:
Apg 18,9-10 “Der HERR aber sprach durch eine Vision in der Nacht zu Paulus: „Fürchte dich nicht, sondern rede, und schweige nicht! Denn ich bin mit dir, und niemand soll dich angreifen, um dir Böses zuzufügen; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt.“”
