Ef 5

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Handout

Einleitung

Guten Morgen, liebe Geschwister!
Bevor ich mit der Predigt anfange, muss ich euch etwas gestehen. Ich dachte, in Paraguay wäre es schon warm genug, aber diese Woche habe ich festgestellt, dass Deutschland nicht weit hinter steht. Ich habe sogar überlegt, eine Klimaanlage zu kaufen, aber ich habe festgestellt, dass diese in Paraguay schon billiger ist.
Aber jetzt zur Predigt.
Vor zwei Wochen habe ich hier über die Bedeutung der Ehe gepredigt. Wir haben über den Text von Genesis 2 nachgedacht und sind damals zu dem Schluss gekommen, dass Gott die Einsamkeit im Garten Eden nicht gut fand. Also schuf er für Adam eine geeignete Gehilfin. Adam sah diese Gehilfin als ihm gleichwertig, aber gleichzeitig auch verschieden an. Die beiden gründeten die erste Ehe im Garten Eden. Wir haben gesagt, dass Gemeinschaft, Freundschaft und die Priorität der Ehe die Säulen sein sollten, um Gottes Willen widerzuspiegeln.
Heute möchte ich darüber sprechen, wie diese Partnerschaftsbeziehung in der Praxis aussehen sollte, und zwar auf der Grundlage von Epheser 5. Zunächst werde ich erläutern, was der Text besagt und welche Ideen ihm zugrunde liegen. Im zweiten Teil werde ich dann über die Anwendung sprechen.

1. Unterordnung als christlicher Grundsatz

Unser heutiger Text gehört zusammen mit dem Text aus Kolosser 3,18-4,1 zu den sogenannten "christlichen Haustafeln". Zusammen mit 1. Mose 1-2 legen beide Texte die Grundlage für die Darstellung der Ehebeziehungen in der Bibel. Wenn wir uns den allgemeinen Kontext des Textes anschauen, wird deutlich, dass das Thema, mit dem sich Paulus beschäftigt, die Frage ist, wie die Christen leben sollen, nachdem sie ihr Leben Christus übergeben haben. Dieses Leben ist gekennzeichnet durch einen Gehorsam zu Gott, ein vorbildliches Verhalten und ein integres Leben.
Ab V. 21 geht Paulus zu den Anweisungen für die christliche Haustafel über und schreibt: "Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi". Anschließend beschreibt er, wie dies in der Beziehung zwischen Ehefrau und Ehemann, Eltern und Kind und Herr und Sklave aussehen soll. Theologen haben sich (wie üblich) lange über die Bedeutung dieses Verses auseinandergesetzt, denn man kann, je nach Einordnung, von einer einseitigen oder gegenseitigen Unterordnung ausgehen. Einige verstanden den Vers als Bindeglied zu den vorangehenden Versen, die vom christlichen Leben sprechen. Somit unterscheidet sich die Unterordnung in christlichen Beziehungen durch die Gegenseitigkeit, während sie in der Ehe nur an die Frau gebunden ist. Wiederum andere haben den Vers als Bindeglied zwischen dem vorangehenden und dem nachfolgenden Abschnitt verstanden. So wird die gegenseitige Unterordnung als Titel der Haustafeln interpretiert. Somit werden sowohl die geschwisterlichen als auch die ehelichen Beziehungen im Rahmen der gegenseitigen Unterordnung gesehen.
Persönlich finde ich die zweite Möglichkeit schlüssiger, weil sie das theologische Prinzip der christlichen Unterordnung widerspiegelt, dass von Paulus gelehrt wird. Vor allem, weil Paulus das Wort "einander" in seinem Brief im Sinne von Gegenseitigkeit verwendet. Wenn er zum Beispiel in 1. Petrus 5,1-5 Richtlinien dafür gibt, wie Älteste führen sollen, lesen wir: „nicht als die, die über ihren Bereich herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde werdet“. Dann folgt eine Ermahnung an die Jüngeren: „Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter!" (5,5a). Abschließend fordert er beide Gruppen auf, „umkleidet euch mit Demut ⟨im Umgang⟩ miteinander!“(5,5b). An anderer Stelle ist die Rede von gegenseitigem Dienst (Gal 5,13), gegenseitiger Fürsorge (Phil 2,3), gegenseitige Güte, Barmherzigkeit und Vergebung (Eph 4,32), um nur einige zu nennen.
Was bedeutet es nun, dass wir uns einander unterordnen sollen?
Normalerweise hat das Wort Unterordnung in unserer Gesellschaft einen negativen Beigeschmack. Man versteht darunter in gewisser Weise, dass eine andere Person auf etwas Minderwertiges heruntergesetzt wird; dass man entweder den anderen mit gewisser Macht oder Autorität behandelt; oder dass man eine völlig passive Person ist, die keine Meinung hat.
Ist diese Art Unterordnung von Paulus gemeint?
Die Antwort ist nein. christliche Unterordnung besteht in einem Akt des Verzichts meines Vorteils und Rechts in Antwort auf die Liebe.
Ich erzähle euch eine Geschichte, um die Idee zu veranschaulichen. Als ich noch ein Teenager war, hatten meine Eltern einige Freunde eingeladen. Es wurde ein großes Essen vorbereitet, und weil es ein kalter Tag war, haben meine Eltern Wein dazu auf den Tisch gestellt. Alles schien gut zu laufen, bis die Gäste sagten: "Wir trinken nicht. Wir glauben, dass das als Christen nicht richtig ist." Im Esszimmer brach eine unangenehme Stille aus. So," sagte meine Mutter, "ich hole ein paar alkoholfreie Getränke. Meine Eltern könnten dagegen auch sagen: "Das ist unser Zuhause und wir können trinken, was wir wollen. Wir können euch auch etwas Alkoholfreies mitbringen." Und sie hätten damit völlig Recht gehabt. Doch in diesem Fall haben sie lieber aus Liebe gehandelt und auf das Recht verzichtet, das sie im Prinzip hatten.
Genau das meint Paulus, wenn er die Christen auffordert, sich einander unterzuordnen. Damit ist nicht gemeint, dass man dem anderen blind gehorcht, sondern dass man sich freiwillig und aus Liebe dem Vorzug unterwirft. Aus Paulus' Perspektive gilt, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen der Christen nicht durch persönliche Interessen motiviert sein sollten. Im Gegenteil, ich soll den anderen vor meine eigenen Wünsche stellen. Das widerspricht dem Gedanken, sich selbst in den Mittelpunkt des Universums zu stellen. Daher können wir sagen, dass das Prinzip der Unterordnung dem höchsten Gebot der Nächstenliebe entspringt.

2. Die Unterordnung der Frau

Nachdem wir gesehen haben, dass die Unterordnung ein Prinzip ist, das für alle Gläubigen gilt, und auf das Gebot der Nächstenliebe ruht, stellt sich die Frage:
Welche Konsequenzen hat dies für die Ehebeziehung?
Nun, die Unterordnung in der Ehe sollte nicht nur in eine Richtung gehen, sondern in beide Richtungen.
Doch warum fordert Paulus nur die Ehefrauen dazu auf, sich ihren Ehemännern unterzuordnen?
In Vers 22-24 lesen wir:
21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, 22 die Frauen den eigenen Männern als[15] dem Herrn! 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde[16] ist, er als der Retter des Leibes. 24 Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem.
Ein Blick auf die römische Familie kann uns helfen zu verstehen, warum Paulus die Frauen auffordert, sich ihren Männern zu unterordnen.
Die Familie war für die Römer die Grundlage der Gesellschaft. Zur Familie gehörten: Eltern, Kinder, Sklaven, Diener und manchmal auch Geschäftspartner. Die Struktur der Familie beruhte auf einer hierarchischen Ordnung, in der der Familienvater, auch pater familia genannt, das Oberhaupt war. Diese Familienstruktur folgte einer hierarchischen Ordnung. Der Ehemann war der pater familia. Er war der Vertreter seiner Familie in der Gesellschaft. Als Vertreter hatte er für seine Familie zu sorgen, sie zu schützen und zu versorgen. Die Ehefrau hatte (wie auch die anderen Familienmitglieder) dem Mann zu gehorchen, der den Haushalt führte. In der Tat konnte die Frau keine eigenen Entscheidungen in der Familie treffen, sondern musste sich immer an ihren Mann wenden. Er bewertete, ob die Meinung der Frau wichtig genug war, um etwas zu ändern oder um ihn in die Öffentlichkeit zu bringen. Ähnlich war es auch bei den Juden‌.
Mit dieser Familienstruktur im Hintergrund ist es nicht überraschend, dass Paulus diese Struktur gebraucht um einerseits, den Gläubigen zu erklären, wie sie ihre Familie gestalten sollen, und andererseits die Kürze, mit der er den Abschnitt über die Frauen behandelt (nur drei Verse). Wenn er sich also an die Ehefrauen wendet, fordert er sie auf, dem zu folgen, was sie schon wussten, nämlich sich ihren Ehemännern zu unterordnen, wie sie es bei Christus tun. Paulus beschreibt nicht näher in diesen Vers wie die Frau diese Unterordnung ausüben soll, aber wenn wir am Ende des Abschnitts über die Ehe ankommen (v. 5:33), lesen wir dass Paulus folgendes sagt:
“Doch auch ihr – jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht!”.
In andere Bibelübersetzungen lesen wir das die Frau seinen Mann “ehren soll / auf ihn acht haben”. Andersrum können wir auch sagen, dass sie ihn mit Respekt und Würde handeln soll.
Anschließend erklärt er, dass der Grund für diese Unterordnung (und auch Respekt) darin liegt, dass der Mann das Haupt der Frau ist, so wie Christus das Haupt der Gemeinde ist.
Was bedeutet es, dass der Mann das Haupt der Frau ist?
Einige haben erklärt, dass es bedeuten könnte, dass er der Ursprung der Frau ist (unter Verweis auf den Schöpfungsbericht). Doch angesichts des sozialen Hintergrundes macht es mehr Sinn, es so zu verstehen, dass es sich auf den Mann als das soziale Oberhaupt der Familie bezieht.
Wir können also sagen, dass Paulus die ihm bekannte Familienstruktur benutzt, um den Christen zu erklären, wie sie in ihrem Familienleben sein sollten. Was die Frauen betrifft, fordert er sie auf, sich weiterhin der Führung des Mannes zu unterwerfen, indem sie ihm Respektvoll entgegenkommt. Wie das für uns heute aussehen kann, werde ich später erklären.

3. Die Leitungsfunktion und Unterordnung des Mannes

Was bedeutet es für den Ehemann, das Oberhaupt zu sein?
Paulus verwendet zwei Metaphern oder Bilder, um zu erklären, wie der Ehemann dies zu verstehen hatte: das Beispiel Christi in Beziehung zur Gemeinde und die Pflege des eigenen Leibes.
Nach dem Prinzip der gegenseitigen Unterordnung, welches wir am Anfang erarbeitet haben, kann man sagen, dass Paulus den Ehemann als Familienoberhaupt auffordert, sich seiner Frau unterzuordnen, indem er sie selbstlos liebt.
So wie Christus als Haupt der Kirche sich in opferbereiter Liebe für sie hingegeben hat. Er hat die Gemeinde so sehr geliebt, dass er bereit war, sich kreuzigen zu lassen. Es war kein leichter Liebesakt. Wir wissen, dass Jesus den Vater fragte, ob er diesen Kelch vorübergehen lassen könnte. Aber er entschied sich dennoch, sich für alle Menschen zu opfern.
Diese Beschreibung erinnert uns an die Worte Jesu in Matthäus 20,25-28:
25 Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr wisst, dass die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben.
26 Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein,
27 und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein;
28 so wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
So wie Christus nicht gekommen ist, um zu herrschen und bedient zu werden, sondern um zu dienen und sich hinzugeben, so soll auch der Ehemann dem Beispiel Christi folgen.
Diese Aussage von Paulus muss seine Kultur stark bewegt haben. Wenn man bedenkt, dass es eine hierarchische Struktur gab und dass gerade die Ehemänner die Stärksten waren und das Recht hatten, über ihre Frauen zu herrschen. Paulus sagt ihnen jedoch, dass sie sich ihren Frauen unterordnen und in ihrer Führungsposition nicht herrschen und Gewalt anwenden sollen. Das erklärt auch wieso Paulus sieben verse gebraucht um den Ehemännern zu erklären wie sie mit seiner Frauen umgehen sollten. (Und nein, es ist nicht weil wir Männer die Sachen langsamer begreifen :D)
Obwohl der Ehemann seine Frau selbstlos und opferbereit lieben soll, ergänzt Paulus, dass das zweite Bild oder Metapher die Liebe zum eigenen Körper ist. So wie die Kirche den Leib Christi darstellt und Christus für sie sorgt, so sind auch der Ehemann und die Ehefrau ein Organismus. Der Ehemann als Haupt muss sich seiner Frau nicht nur deshalb unterordnen, weil Christus die Kirche selbstlos geliebt hat, sondern weil er jetzt mit ihr vereint ist und ihre Priorität darstellt.
Wir haben bis jetzt gesagt, dass das Prinzip der gegenseitigen Unterordnung in V. 21 die Grundlage für Paulus' Reden über die Ehe darstellt. Dann haben wir gesagt, dass Paulus in Übereinstimmung mit der Familienstruktur seiner Zeit die Frauen auffordert, sich ihren Ehemännern unterzuordnen. Nach dem Prinzip der gegenseitigen Unterordnung fordert er dann den Mann als Oberhaupt der Familie auf, sich auch seiner Frau unterzuordnen, indem er sie opferbereit und aus Selbstliebe liebt. Nach diesen Ausführungen können wir sagen, dass Paulus eine gegenseitige Unterordnung in der Ehe festlegt, die sich in verschiedenen Funktionen ausdrückt. Wie wir es gleich sehen werden.

4. Anwendung

Für Paulus ist es klar, dass sowohl der Mann als auch die Frau in der Ehe eine aktive Rolle spielen. Das geht auch aus Gen 2 hervor, dass die Aufgabe des Mannes darin besteht, das Land zu bebauen. Am Anfang, nach der Erschaffung Evas, hatte er auch für sie zu sorgen. In diesem Bericht sieht Adam Eva als seine Ebenbürtige an, und erst nach dem Sündenfall würde der Mann über die Frau herrschen (Gen 3:16). Erinnern wir uns daran, dass Adam, als er Eva sah, nicht sagte: "Das ist mein Gebein, endlich habe ich jemanden, über den ich herrschen kann. "Sondern er freute sich, dass er endlich jemanden hatte, mit dem er den Auftrag Gottes erfüllen konnte, die Erde zu bebauen. Erinnern wir uns daran, dass es eine Beziehung der gegenseitigen Gemeinschaft und nicht der Herrschaft war.
Paulus beabsichtigt also nicht, die Geschlechterunterschiede zu beseitigen. Für ihn ist der Mann im Normalfall das stärkere Geschlecht, während die Frau das schwächere ist. Was er betonen will, ist, dass der Mann seine Überlegenheit nicht ausnutzen soll, um über die Frau zu herrschen, sondern um ihr zu dienen. Genauso sollte die Frau ihre Freiheit nicht dazu nutzen, um den Mann nicht zu respektieren (ehren oder in acht haben) und sich damit ihrer Rolle als Helferin zu entziehen. So zeigt sowohl der Schöpfungsbericht als auch die Lehre des Paulus eine gleichberechtigte Ehe, die die Unterscheidung der Geschlechter beibehält.
Wie das nun konkret in jeder Ehe zu sehen ist, bleibt offen. Wir finden in unseren heutigen Text keine Vorgaben, was konkret der Mann oder die Frau zu tun hat. Das dies unterschiedlich Aussehen können wir im alltäglichen Leben erfahren. Zum Beispiel an der FTH habe ich Ehen kennengelernt wo der Mann besser als die Frau kocht. Auch unter meinen Freunden erlebe ich, dass manchmal die Frauen besser mit den Finanzen umgehen. Oder dass die Frau sich um den Hof kümmert, während der Mann das Haus putzt. Damit möchte ich sagen: Es gibt keine perfekte Reihenfolge, wer was in der Ehe tut. Es ist klar, dass einige Dinge eher von Männern und andere eher von Frauen erledigt werden. Aber man muss immer daran denken, dass jede Ehe anders ist und es wichtig ist, dass man mit einander alles bespricht und sich gegenseitig unterstützt.
Der Mann sollte bereit sein, aus Liebe zu seiner Frau seine Vorlieben aufzugeben. Ein klassisches Beispiel in Paraguay ist, dass man statt jeden Tag mit Freunden zum Fußball zu gehen, dies auf zwei oder drei Mal pro Woche reduzieren könnte. Damit die Frau auch Dinge tun kann, die sie interessieren, oder wenn die Kinder schon groß sind, damit sie sich auch von der anstrengenden Arbeit, die das bedeutet, erholen kann.
Ebenso sollte die Frau bereit sein, ihre Vorlieben aus Liebe für ihren Mann aufzugeben. Es kann zum Beispiel sein, dass die finanziellen Mittel nicht ausreichen, um einen Traumurlaub zu machen oder das gewünschte Geschenk zu kaufen. Die Frau würde ihrer Vorliebe aufgeben, sobald sie die Situation akzeptiert und ihren Mann nach der Entscheidung respektiert. Beispiel: Jessi sagt zu mir: "Victor, ich möchte nach Paris in den Urlaub fahren". Und ich antworte: "Es tut mir leid, mein Schatz. Aber mit Blick auf unsere Finanzen ist das nicht möglich". Daraufhin sagt Jessi: "Ich verstehe schatzi. Ich weiß, dass es jetzt nicht möglich ist. Ich liebe dich immer noch und wir werden sehen, was die Zukunft bringt". Eine gegenteilige Haltung würde sich darin zeigen, dass man Worte akzeptiert, dann aber ständig ein Gefühl des Unmuts vermittelt.
Wie Sie vielleicht schon gemerkt haben, ist das in der Praxis ein ständiges nachgeben für beide Parteien. Die Beispiele, die ich angeführt habe, sind einfach Beispiele, nichts Normatives. Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er sie in seiner eigenen Situation anwendet. Wichtig ist, dass Paulus sich an beide Ehepartner wendet, ohne Bedingungen zu stellen, die für den einen oder den anderen gelten sollen. Das heißt, dass sowohl die Unterordnung der Frau als auch die Unterordnung des Mannes in der Ehe nicht dazu führen sollte, dass wir auf die Fehler des Ehepartners hinweisen. Vielmehr soll jeder seine Verantwortung gegenüber Gott unterstreichen. Folglich unterwerfen wir uns unseren Ehepartnern nicht, weil er oder sie es immer verdient, sondern weil unser Versprechen und unser Gehorsam zuallererst Gott gilt.

Schluss

Liebe Geschwister! In diesen beiden Predigten haben wir über das Thema Ehe gesprochen. Wir haben uns daran erinnert, was die Aufgabe der Ehe ist und welche Richtlinien uns im täglichen Leben in der Ehe leiten sollten.
Vielleicht habt ihr diese beiden Predigten gehört und gesagt: "Vielleicht muss ich einige Dinge ändern"; "es war schön, alles zu hören, aber es scheint unrealistisch"; "es gibt einige Dinge, die ich mitnehmen kann und einige, die ich nicht mitnehmen kann".
Meine Absicht ist, dass unabhängig davon, ob wir zustimmen oder nicht, wir folgendes mitnehmen können: "Aus christlicher Sicht ist die Ehe nicht nur ein weiteres Zubehör, das man haben kann. Aus christlicher Sicht ist die Ehe eine von Gott geschaffene Institution, die aus einem Mann und einer Frau besteht. Gemeinsam streben sie in einer partnerschaftlichen Beziehung danach, sowohl geistlich als auch in der Beziehung zueinander zu wachsen, um Gott widerzuspiegeln".
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