Mt 6,19-34 Die Sorgen von morgen rauben die Kraft von heute!
Matthäus • Sermon • Submitted • Presented
0 ratings
· 58 viewsWas spricht gegen unser (vor-)sorgen? 1. Sorgen zeigt, dass unsere Prioritäten geteilt sind . 2. Sorgen zeigt, dass wir der ungeteilten Liebe des Vaters nicht vertrauen 3. Sorgen behindert unser ungeteiltes Zeugnis vor der Welt
Notes
Transcript
Einleitung
Einleitung
Heute geht es um einen recht bekannten Text. Ich könnte ihn einleiten mit einem Bericht von Georg Müller aus seinen Waisenhäusern oder …, aber ich möchte euch heute zeigen, dass hier vorne kein geistlicher Supermann steht, sondern dass das Thema von heute jeden angeht.
Zwei Tage vor meiner OP war ich das letzte Mal bei meinem Physiotherapeuten. Ich erzählte ihm, dass ich echt schlecht geschlafen hätte. Mein persönlicher Erfahrungsschatz für Operationen war begrenzt: Ich war das erste Mal als Erwachsener im Krankenhaus, der erste Kontrollverlust durch eine Narkose. Worauf er sagte: “Herr Thelen, Sie müssen runter kommen.” “Sie haben leicht reden”.
Dieser Dialog ging mir später noch intensiv durch den Kopf: Ich war gerade in der Vorbereitung für diese Predigt und dachte: Eigentlich spricht der Text genau davon:
Sorget nicht! Mache dir keinen Kopf um Dinge, die sowieso nicht in deiner Macht stehen?
Und: Habe nicht gerade ich - als Kind Gottes - allen Grund mir keine Sorgen zu machen? ER sorgt für mich!
Ich habe mir den heutigen Text intensiv angeschaut - und habe gelernt: Die Sorgen von morgen rauben die Kraft von heute!
Das hat mich ein ganzes Stück ruhiger gemacht.
Text lesen: Mt 6,19-34
Jesus argumentiert auch in diesem Teil der Bergpredigt sehr fein und strukturiert. Wir können daraus viel für unsere eigenen Predigten lernen. Ich habe hier 12 (!) Argumente gefunden, die ich in drei Gruppen zusammengefasst habe. Ihr könnt einfach dem Text folgen. Da stehen sie alle drinnen.
Im Kern geht es um die Frage, sich ganz auf Gott zu verlassen.
Sorgen resultiert aus geteilten Prioritäten (Mt 6,19-24)
Sorgen zeigt unser Misstrauen in die Liebe des Vaters (Mt 6,25-34)
Sorgen behindert unser Zeugnis vor der Welt (Mt 6,32)
Was spricht gegen unser Sorgen?
1. Sorgen resultiert aus geteilten Prioritäten
1. Sorgen resultiert aus geteilten Prioritäten
Jesus beginnt seine Argumentation mit dem Verbot, Schätze im Himmel zu sammeln:
Unsere “Schätze” auf Erden sind vergänglich - unsere Schätze im Himmel nicht. Mt 6,19-20
Unsere “Schätze” auf Erden sind vergänglich - unsere Schätze im Himmel nicht. Mt 6,19-20
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen.
Ist unser Text heute nur ein Text für die Reichen?
Für die Dagobert Ducks dieser Welt, die bereits im Geld schwimmen - und sich trotzdem Schätze über Schätze aufhäufen - und Sorgen machen?
Viele Menschen haben gar nicht die Möglichkeit, sich Schätze aufzubauen .
Ich denke nein. Es geht nicht darum, ob du viel oder wenig Geld hast, sondern wie deine Einstellung zu deinem Besitz ist und was du damit tust.
Und die kann auch ungeistlich sein, wenn du wenig hast, aber genau das ständig zu einem Problem machst.
Und so redet Jesus von beidem: Vom Schätze sammeln und vom Sorgen machen.
In Mt 6,19 zeigt Jesus auf, wie unbeständig weltlicher Besitz ist. Die Vergänglichkeit und böse Mitmenschen rauben unsere Schätze.
Wir haben einmal erlebt, dass eine Schwester einen wertvollen Teppich in den Gemeinderäumen gelagert hatte und dieser dann von einem wahren Mottenheer zerfressen wurde! Was für eine Illustration unseres Textes!
Im Gegensatz dazu ist jeder Schatz, den wir im Himmel haben, sicher wie in Fort Knox!
Jesus argumentiert zunächst also mit der Sinnlosigkeit des Sammelns, um dann - wie immer - zum eigentlichen Problem zu kommen:
Falsche Prioritäten offenbaren wo unser Herz ist Mt 6,21
Falsche Prioritäten offenbaren wo unser Herz ist Mt 6,21
Fahrschule: Fährst du das Auto oder das Auto dich?
Hast du viel Besitz oder hat der Besitz dich?
Besitz an sich ist nicht verwerflich. Die Frage ist, was der Besitz mit uns macht:
Verlasse ich mich auf den Besitz - statt auf meinen Herrn? Jesus ist König - im Himmel wie auf Erden - er hat alles im Griff.
Setze ich meinen Besitz für das Reich Gottes ein? Jesus ist König - im Himmel wie auf Erden. Das gilt auch für meinen Geldbeutel.
Der Christ ist ein Treuhänder Gottes. Ein Treuhänder verwaltet ein Vermögen, das ihm nicht gehört.
Gott gibt uns “alles reichlich”,
damit wir es genießen - wir müssen nicht darben
damit wir reich werden an guten Werken
In der Gemeinde, in der ich zum Glauben gekommen bin, habe ich den Unterschied zwischen Spenden und Opfern gelernt. Die Geschwister dort sprachen darüber, dass sie ihr Geld auf der “Himmelsbank” anlegten.
Die Himmelsbank hat einen Tresor, den keiner knacken kann!
Die Himmelsbank bringt einen Zinssatz, den keiner schlagen kann! Ein Invest in das Reich Gottes zahlt sich 100fach aus, d.h. mit 10.000% Zinsen! (Mt 19,29)
Dein Kontostand auf der Himmelsbank zeigt, wo dein Herz ist!
Der Himmel ist erst dann für dich persönlich Realität, wenn du bereit bist, dein sauer verdientes Geld dort zu investieren und von den Zinsen zu leben! Die Zinsen lernen wir in Vers 33 kennen…
Schaust du täglich in dein Depot? - Dann ist dort dein Herz!
Schaust du täglich nach und betest du für deine Investitionen ins Reich Gottes? Dann ist dort dein Herz!
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
wird hier ungemein praktisch. Ein Lackmustest Jesu!
Und umgekehrt: Schätze an der falschen Stelle üben Herrschaft auf unser Herz aus. Aber sie haben auch Einfluss auf unseren Geist, denn:
Falsche Prioritäten trüben unseren geistlichen Blick! Mt 6,21-23
Falsche Prioritäten trüben unseren geistlichen Blick! Mt 6,21-23
Jesus verdeutlicht das mit dem Bild des Auges:
Ein “böses” Auge führt unseren Geist in die falsche Richtung.
Unser Sehvermögen wird abgedunkelt durch die Sonnenbrille
des falschen Umgangs mit dem Besitz oder
dem Streben nach dem nicht vorhandenen Besitz.
Und das Auge ist das Einfallstor für unseren ganzen Körper.
Jesus zeigt uns also: Der falsche Umgang mit Schätzen der Erde lenkt
unser Herz und
unseren Geist in die falsche Richtung,
aber er beherrscht auch unser Tun.
Falsche Prioritäten führen zu Götzendienst Mt 6,24
Falsche Prioritäten führen zu Götzendienst Mt 6,24
Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Wenn Jesus hier von “dienen” spricht, dann meint er die Arbeit eines Sklaven. Natürlich 24/7.
Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.
… und das geht nicht bei zwei Herren!
Am Ende zählt nicht, was wir sagen, sondern war wir tun.
Unser Verhältnis zu unserem Besitz beeinflusst unser Herz, unseren Geist und unseren Willen und damit unsere Beziehung zu Gott!
Seien wir uns dessen bewusst!
pause
Jesus wechselt jetzt den Fokus, ohne das eigentliche Thema zu verlassen: Er spricht vom Sorgen statt vom Sammeln.
Das griechische Wort für Sorgen spricht von der Idee, seine Gedanken zu teilen, nicht 100% fokussiert zu sein, sich ablenken lassen.
Schätze sammeln oder Sorgen - beides lenkt vom Herrn ab Mt 6,25
Schätze sammeln oder Sorgen - beides lenkt vom Herrn ab Mt 6,25
Ein gutes Bild dafür ist Martha in Lk 10,38. Ihr Sorgen für den Haushalt lenkt sie von Jesus ab. Maria sitzt fokussiert zu dessen Füßen.
Dem Teufel ist es egal, ob wir Schätze sammeln oder uns von der Sorge um irdische Dinge bestimmen lassen - Hauptsache er lenkt uns vom Herrn ab.
Und auch hier hat Jesus wieder einen Satz treffsicherer Argumente. Das erste
Unsere menschliche Sorge springt zu kurz Mt 6,25
Unsere menschliche Sorge springt zu kurz Mt 6,25
In Mt 6,25-27 sagt Jesus ziemlich klar, wie unvernünftig unsere falsch gesetzten Prioritäten sind: Beim Schätze sammeln und Sorgen hängen wir uns an zeitlich beschränkte Dinge dieser Welt. Wir sorgen für Dinge, die doch vergänglich sind.
Und da wir nur einem Herrn dienen können, vernachlässigen wir das, was ewigen Wert hat.
Jesus erzählte vom Kaufmann, der alles verkauft, was er hat, um den Acker mit der einen Perle darin zu erwerben (Mt 13,45).
Ist der Kaufmann dumm, wenn er für diesen Acker alles aufgibt? Nein, es ist die Investition seines Lebens. Sie ist unendlich wertvoller als alles, was er hatte.
Bekannte kauften ein runtergekommenes Haus, aber an der richtigen Stelle. Als dort ein kleines Einkaufszentrum gebaut werden sollte, brauchte man das Grundstück. Man baute ihnen ein superedles, großes Haus - für lau.
Ein Invest auf der Himmelsbank ist immer viel ertragreicher als hier auf Erden.
Jesus macht Werbung für einen beherzten, geistreichen und willentlichen Kontowechsel!
Punkt 1 war: Sorge zeigt, dass unsere Prioritäten geteilt sind.
Wo dein Schatz ist, ist dein Herz.
Wofür schlägt dein Herz?
Wofür lebst du - wirklich?
Was nimmst du auf deinem Sterbebett einmal mit?
Kommen wir zum 2. Punkt:
2. Sorgen zeigen unser Misstrauen in die Liebe des Vaters
2. Sorgen zeigen unser Misstrauen in die Liebe des Vaters
Sie offenbaren eine falsche Sicht auf den liebenden Vater Mt 6,26
Sie offenbaren eine falsche Sicht auf den liebenden Vater Mt 6,26
Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?
Gott verspricht, sich um alles zu kümmern, was wir brauchen (Mt 6,33). Wer sich sorgt, zeigt, dass er Gottes nicht wirklich vertraut.
Sich Sorgen machen bedeutet, sich persönlich für Dinge verantwortlich zu fühlen, die Gott schon erledigt hat.
Gott sorgt für die Vögel. (Mt 6,26)
Gott lässt die Sonne für alle Menschen aufgehen - Gute wie Böse, Gerechte und Ungerechte. (Mt 5,45).
Aber die besondere Aufmerksamkeit unsers Vaters (!) liegt auf seinen Kindern. Uns schenkt er sogar das ewige Leben.
Warum sollte er uns nicht auch alles andere schenken, was wir brauchen?
Diese Argumentation vom Großen, der Ewigkeit, zum Kleinen, der Nahrung, verwendet die Bibel immer wieder, z.B. in Rö 8,32.
Jesu zweites Argument: Sorgen verläßt sich auf das eigene Unvermögen Mt 6,27
Jesu zweites Argument: Sorgen verläßt sich auf das eigene Unvermögen Mt 6,27
Sich sorgen machen bedeutet, sich persönlich für Dinge verantwortlich zu fühlen, die Gott schon erledigt hat.
Sorgen ersetzt Gottes Zusage durch eigenes Handeln - obwohl dies in den wirklich wichtigen Dingen des Lebens gar nicht möglich ist.
Ich kann mir Sorgen machen über meine OP und Narkose, aber das wird herzlich wenig bringen, wenn ich auf dem OP-Tisch liege und den Schlaf des Gerechten schlafe, während der Arzt mir den Hals aufschlitzt!
Es gibt jede Menge Dinge, die wir einfach nicht in der Hand haben, und über die wir uns trotzdem Sorgen machen.
Aber: Wir sollen uns deshalb nicht auf die faule Haut legen (2Thess 3,10), denn die Vögel sammeln auch fleißig ihre Nahrung, aber sie sorgen sich nicht um sie.
Sorgen und Vor-sorgen sind zwei Paar Schuhe!
Umgekehrt:
Das dritte Argument: Gott macht es viel besser! Mt 6,28-29
Das dritte Argument: Gott macht es viel besser! Mt 6,28-29
Jesus lenkt den Blick auf die Lilien. Wunderschöne Blumen - ganz ohne eigenes Zutun. Und dann sagt er
Matthäus 6,29 (LU17)
dass auch Salomo - der reichste Mensch seiner Zeit - in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
Salomo war bekannt für die Herrlichkeit seines Reichtums. Von den Enden der Erde reiste man und frau an, um dies zu bestaunen (1Kö 10).
Aber jeder Grashalm, jede Lilie, jeder Vogel ist schöner gemacht als Salomos Kleider.
Und wir sind mehr als jeder Vogel und jeder Grashalm. Wir sind Gottes Kinder!
Gott verschwendet seine Fürsorge an das Äußere von Gras und an das Federkleid der Vögel.
Wieviel mehr wird er sich um dich und mich kümmern?
Vierter Hinweis: Sorgen offenbart unseren Kleinglauben Mt 6,30
Vierter Hinweis: Sorgen offenbart unseren Kleinglauben Mt 6,30
Matthäus 6,30 (LU17)
… Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?
Zu wem spricht Jesus noch gleich? Wir sprachen in den Seligpreisungen darüber
zu den geistlich Schwachen,
denen, die Gott nichts zu liefern haben,
statt dessen von Schuld beladenen sind,
und genau die macht Gott zu seinen Kindern
… und trotzdem nennt er sie Kleingläubige.
Menschen mit “rettendem Glauben”, aber keinem “gereiften” Glauben.
Menschen, die zwar zwar an ihren Herrn Jesus glauben,
aber nicht dem Herrn Jesus glauben.
In Lk 8,24-25 lesen wir wie das Boot der Jünger samt dem Herrn (!) unterzugehen droht. Die Jünger schreien. Jesus schläft. Als er - wahrscheinlich unsanft - geweckt wird, fragt Jesus sie: Wo ist euer Glaube?
Ja, wo ist er? Er ist noch da, aber die Situation hat ihn verschüttet.
Bist du auch so ein Kleingläubiger?
Jemand, dem die OP den Schlaf raubt?
Jemand, den die Stürme des Lebens umwerfen?
Jemand, den die Sorgen und Ängste beherrschen?
Positiv gesagt: Unser Gott sorgt für uns, weil er unsere Bedürfnisse kennt Mt 6,32
Positiv gesagt: Unser Gott sorgt für uns, weil er unsere Bedürfnisse kennt Mt 6,32
Matthäus 6,32 (LU17)
… Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.
Er weiß es. Auch wenn wir meinen, dass er schläft.
Wenn Gott für uns sorgt, dann können, ja dann sollen wir das eigene Sorgen einstellen.
Unser Vater weiß, was wir brauchen - und was nicht.
Unser Vater hat die Macht, sich um alles zu kümmern - im Gegensatz zu uns.
Unser Vater möchte unser Bestes - und das kennt er besser als wir.
Wie gesagt:
Sorgen heißt, an sich ziehen, was Gott viel besser kann.
Das Gegenteil ist vertrauen. Loslassen. Wegwerfen.
Das habe ich in meiner Krankenzeit gelernt: Er sorgt für mich. Also sollte ich mir keine Sorgen über Dinge machen, die ich nicht in der Hand habe, sondern sie da lassen, wo sie am besten aufgehoben sind: Beim Herrn!
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
drückt das perfekt aus. Wegwerfen ist das Gegenteil von an sich ziehen.
Bist du der Sorgen-Messie oder der Auf-Christus-Werfer?
3. als Einschub: Sorgen behindert unser Zeugnis vor der Welt Mt 6,32
3. als Einschub: Sorgen behindert unser Zeugnis vor der Welt Mt 6,32
Einen kleinen Satz habe ich ausgelassen.
Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.
Als Heiden bezeichnet die Bibel Menschen, die nicht Juden oder - neutestamentlicher - die nicht Kinder Gottes sind.
Für die meisten Menschen, die unserem Herrn nicht nachfolgen, ist der zeitliche Horizont begrenzt.
Sie leben nach dem Motto “Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.” (1Kor 15,32). Das ist aus dieser Perspektive konsequent.
Jesu letztes Argument ist aber:
Wenn du dein Leben nach dem Diesseits ausrichtest, dann lebst du im Grunde wie ein Heide.
Du bist aber ein Kind Gottes.
Du weißt um die ewige Dimension des Lebens und um deinen himmlischen Vater, der alle Zügel deines Lebens in seinen Händen hält.
Unser Sorgen untergräbt unser Zeugnis als Christ.
Frei nach Armstrong: Ein kleiner Satz nur
Matthäus 6,32 (LU17)
Nach dem allen trachten die Heiden.
Ein großer Verlust im Zeugnis gegenüber unseren Mitmenschen.
Fortsetzung 2: Sorgen zeigt, dass wir den liebenden Vater nicht ernst nehmen
Fortsetzung 2: Sorgen zeigt, dass wir den liebenden Vater nicht ernst nehmen
Wir stellen Gott als inkompetent dar.
Unwissend um unsere Not.
Ohnmächtig etwas daran zu ändern.
Unwillig sich als Vater zu beweisen.
Aber unser Vater verheißt: Er gibt uns alles, was wir brauchen - keine B-Ware. Diese Zusage steht aber unter einer Bedingung.
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
Trachten heißt “ernsthaft suchen”. Wonach?
Die Welt trachtet nach irdischen Dingen.
Der Gläubige trachtet an erster Stelle nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. Was heißt das?
Gott verspricht einen Segen: „so wird euch alles zufallen”.
Wieviel Segen verpasst du, weil du Gott nicht ernsthaft suchst?
Weil du den König nicht näher kennen lernen willst?
Weil du sein Reich nicht an die erste Stelle setzt?
Weil du nicht danach verlangst, seine Gerechtigkeit auszuleben? Mt 5,6
Jesus gibt uns eine große Zusage mit:
Setze mich als König über dein Leben und mein Königreich auf Prio 1 in deinem Leben. Dann überschütte ich dich mit dem Segen der Prio 2, 3 und 4: Essen, Trinken, Kleidung, alles was man so braucht.
Heißt natürlich nicht: Sei faul, lebe in Saus und Braus, spare nicht für die Rente. Wir dürfen vor-sorgen aber nicht sorgen. Diese Dinge sollen uns nicht gefangen nehmen. Hatten wir eben schon.
Wie mache ich das ganz praktisch heute und morgen? Mt 6,34
Wie mache ich das ganz praktisch heute und morgen? Mt 6,34
Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.
Es gibt zwei Tage, für die Gott dir keine Kraft gibt, weil du sie nicht brauchst:
1. brauchst du keine Kraft für gestern
2. brauchst du keine Kraft für morgen.
Aber für den Tag dazwischen, heute, stattet Gott uns aus.
Jesus verspricht uns: Er gibt uns genügend Kraft für die Probleme des heutigen Tages.
Wenn du gedanklich in das Morgen gehst und dir dort Probleme ausleihst und sie in das Heute bringst,
dann nimmst du dir nicht die Sorgen von morgen, sondern die Kraft von heute.
Denn dafür reicht die göttliche Kraftladung nicht.
Eben hörten wir vom Segen, den uns Gott heute gibt, wenn wir IHN an erste Stelle setzen.
Sorgen sind der Preis für die geliehenen Probleme von morgen.
Sie begraben den Segen für heute.
Ein Ein-Tonnen-LKW kann eine Tonne tragen: ein Zwei-Tonnen-LKW zwei Tonnen.
Gott kennt dein Fahrgestell. Er weiß, wieviel Last Du tragen kannst.
Und so sagt Gott: "In Ordnung, hier ist dein Fahrgestell. Und das ist die Last, die mein Stephan tragen kann", und er legt diese Last auf Stephan.
Aber jetzt warte einen Moment. Nehmen wir an, Gott hat Deinen Lastwagen voll beladen, und dann fährst Du los und lädst eine weitere Ladung auf, nämlich die von morgen!
Kein Wunder, dass Du auf der Autobahn des Lebens einen Abschleppdienst rufen müssen!
Ist dein Leben voll von schrecklichen Unglücken, von denen die meisten niemals passieren?
Voll von Dingen für morgen, über die du dir Sorgen machst, die aber nie eintreten?
Suche Gott, den König! Suche seine Gerechtigkeit, suche die Dinge seines Reiches. Dann kümmert er sich um dein Morgen. Er hat es dir versprochen. Hier in diesem Text.
Sei ein rechter Kleingläubiger! Ein Christ mit einem kleinen Glauben an einen großen Gott!
Zusammenfassung
Zusammenfassung
Wir haben gesehen, dass Jesus unser Thema sehr systematisch angeht.
Sorgen zeigen, dass unsere Prioritäten falsch gesetzt sind
weil unsere irdischen Schätze, die wir so fleißig sammeln, doch vergänglich sind
weil unser Sorgen offenbart, wo unser Herz ist
auf das Herz zeigen
weil unser Sorgen unseren geistlichen Blick trübt
auf den Kopf zeigen
weil unser Sorgen uns vom wahren Gottesdienst ablenkt.
auf die Muskeln zeigen
Noch einmal. Sorgen zeigt, dass wir unsere Prioritäten falsch setzen.
2. Sorgen zeigt, dass wir unserem himmlischen Vater nicht vertrauen
wie sollte der Vater Vögel versorgen, Lilien wunderschön gestalten, aber seine eigenen Kinder darben lassen?
wie sollten wir - mit unseren beschränkten Mitteln - besser “sorgen” können als unser Vater?
Sorgen offenbart unseren Kleinglauben.
Sorgen leiht sich die Probleme von Morgen und überfordert uns heute, denn nur für heute sagt uns Gott seine Kraft zu.
3. Sorgen behindert unser Zeugnis vor der Welt (mein Physiotherapeut!)
Jesus fordert dich heute auf,
falsche Prioritäten beiseite zu räumen,
Gott als deinem Vater zu vertrauen und
das Reich Gottes an erste Stelle setzen. Und dafür gibt er dir eine fette Zusage:
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
Amen.
Frage für die Gesprächsrunden:
Wo hast du in deinem Leben gelernt, dass der Vater im Himmel viel besser vorsorgt als du?
