Mt 14 Speisung der 5000 - Tische in der Wüste

Matthäus  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Jesus deckt den Tisch in der Wüste, aber das Volk verpasst die Chance in ihm mehr als den Wunderheiler zu sehen. Die Jünger verpassen die Chance im Glaubensheimspiel zu punkten. Jesus verpasst die Chance sich zum König auszurufen - für uns!

Notes
Transcript

0. Einleitung

Berlin 2012. 60 Minuten Himmel – 30 Minuten Hölle: So überschreibt der Spiegel den Rückblick auf das WM-Qualifikationsspiel Deutschland – Schweden. Bis zur 62. Minuten 4:0 geführt und dann noch ein Unentschieden, das sich anfühlte wie eine Niederlage.
„Verpasste Chancen“. Das ist mein Thema für heute morgen.
? Kennt ihr das? Die Momente im Leben, wo der Ball auf dem Elfmeterpunkt liegt und du trotzdem nicht verwandelst? Wo Du dich nachher tierisch über dich selbst ärgerst: Warum hast Du diese Chance nicht genutzt?
Endlich nach langem Suchen das Traumhaus für den Urlaub gefunden. Der Lieblingsehemann zappelt, weil er sich über die Streckenführung noch nicht ganz klar ist. Da ist das Haus weg. Vermietet. Chance verpasst.
Auf der Jugendfreizeit. Das Traummädel läuft dir über den Weg, aber Du traust dich nicht, sie anzusprechen. Chance verpasst.
Nebenbei: Ich habe meine Chance genutzt, als die Koffer schon gepackt vor dem Freizeitheim standen und wir am See auf die Rückfahrt warteten…
Unser Text heute spricht ebenfalls von Menschen, die Chancen verpasst haben. Kleine, mittelgroße und sehr große. Wir können viel von ihnen lernen.
Wir lesen heute den Bericht von der Brotvermehrung. Fast jedes Kind, das eine Weile in der Kinderstunde war, wird die Geschichte erzählen können wird. Neben der Auferstehung ist es das einzige Wunder, das in allen vier Evangelien berichtet wird. Ich werde immer wieder Aspekte der anderen Evangelisten einstreuen.
Text lesen: Mt 14,13-21

1. Das Volk verpasste die Chance, in Jesus mehr als den Wunderheiler zu erleben

Wie immer: Context is king. Der Zusammenhang zählt! Unser Text beginnt
Matthäus 14,13 (LU17)
Als das Jesus hörte, entwich er von dort in einem Boot in eine einsame Gegend allein. …
Alle vier Evangelisten berichten, dass Jesus alleine sein wollte. Wann war das? Kurz nachdem JdT geköpft wurde! Kurz nachdem die Jünger alleine losgezogen sind, zurückkamen und berichten wollten. Genau da schwingt sich Jesus in ein Boot, um an einen einsamen Ort zu fliehen. Sie überqueren dafür den See Genezareth.
Aber das Volk läuft ihnen am Ufer nach. Warum?
Johannes 6,2 (LU17)
… weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.
Wir dürfen hier in unserem Kopfkino trotzdem nicht das Bild einer Rollstuhl-Armee vor Augen haben, die um den See rollert. Dafür waren das viel zu viele!
? Wozu benutzte Jesus seine Wunder?
Als Zeichen seiner Legitimation, d.h. als „Ausweis“ dafür, dass er mehr ist als ein normaler Wanderprediger. Er handelt in der Autorität seines Vaters im Himmel.
Um mit diesem Wunder eine Wahrheit zu verdeutlichen oder
- so wie hier - aus reiner Barmherzigkeit, weil ihm das Schicksal der Kranken so sehr anrührte.
Manchmal auch mehrere davon.
Matthäus 14,14 LU17
Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und sie jammerten ihn und er heilte ihre Kranken.
Was waren das für Massen, die dort zu Jesus kamen? Es waren nichts anderes als Fans von Jesus.
? Was ist ein Fan? „Ein enthusiastischer Bewunderer“, einer der begeistert von einer Person oder Sache ist.
Früher wurden in der Jugendzeitschrift Bravo immer wieder sog. Starschnitte herausgegeben. Jede Woche ein Puzzle-Teil deines Stars, der sich über viele, viele Hefte verteilte und zusammengeklebt schlußendlich in Lebensgröße die Jugendzimmer-Wand zierte.
? Bist Du auch ein Jesus-Fan?
? Hast Du ein Poster von ihm im Zimmer hängen?
Fan von Jesus zu sein ist praktisch:
Dann schöpfe ich alle Vorteile aus, aber es soll nichts kosten.
gerne darf die Gemeinde für meine Arbeit oder Krankheit beten, schadet ja nicht.
Ich komme einmal in den Himmel, aber „sein Kreuz“ trage ich nicht.
Das ist die heutige Internet-Mentalität. Da sind auch die wenigsten bereit, für aufwendig erstellte Inhalte etwas zu bezahlen.
Jesus will keine Fans! PAUSE. Jesus will Nachfolger.
Er schätzt nicht die Menschenmengen, sondern Einzelne – dich! – Das dann aber auch ganz!
Hüten wir uns davor, den „Erfolg“ unserer Gemeinde daran fest zu machen, wie viele Menschen kommen.
? Wie hat Jesus die Massen angesprochen? Welche Themen hatte er?
Wer den Bericht in Joh 6 liest, wird erschüttert sein, wie hart – fast schon brutal – Jesus durch seine Rede die Massen siebt, so dass am Ende nur noch ganz wenige übrig bleiben: Seine Jünger und auch da ist noch ein Judas dabei, der ihn verrät.
Jesus vermittelt oft gerade keine Botschaft, die die Massen anzog. Eigentlich tat er genau das Gegenteil. Er hat wirklich alles gegeben, damit sich die Menschen GENAU überlegt haben, ob sie diesem Jesus nachfolgen wollen.
? Bist Du nur Fan oder folgst Du ihm schon?
Wenn Du nur ein Fan bist, dann hast Du eine Chance verpasst.
Die Chance nämlich,
diesen Jesus wirklich kennen zu lernen
Vergebung und Rettung zu finden und so
mit Gott persönlich ins Reine zu kommen!
Das war der 1. Punkt: Das Volk verpasste die Chance, in Jesus mehr als den Wunderdienstleister und Wunscherfüller zu erleben

2. Die Jünger verpassten die Chance, im „Glaubens-Heimspiel“ zu punkten

Philippus rechnet - aber nicht mit Jesus

Nun gut, Jesus wollte sich zwar zurückziehen, aber jetzt waren die Massen nun mal da. Zeit also für eine laaange Predigt. Lukas berichtet uns, dass Jesus den Tag über vom Reich Gottes erzählte und jede Menge Menschen heilte.
Dann wird es Abend. Jesus sitzt mit 5.000 Männern und vielleicht ebenso vielen Frauen und Männern an einem Berghang, der es ihm erlaubt, ohne Verstärkeranlage zu sprechen.
Wir waren vor wenigen Jahren da. Da ist nicht viel: Du schaust von Berghang runter direkt auf den großen See.
Wir haben kein Einkaufszentrum gesehen. Auch keinen (großen) MacDonalds. Aber ist ja kein Problem: Jesus hat ja Philippus dabei - so berichtet uns Johannes - und fragt ihn:
Johannes 6,5 (LU17)
… Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben?
? Warum fragt Jesus gerade Philippus?
Weil Philippus sich dort besser auskannte? Er kam aus Betsaida, ebenfalls am Nordost-Ufer des Sees: Philippus hatte ein Heimspiel. Er wusste, wo es lang ging.
Nein, das war es nicht. Jesus wollte Philippus prüfen.
? Wie geht Philippus mit dieser Frage um?
Johannes 6,7 LU17
Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme.
Philippus scannt die Menschenmenge ab.
Überschlägt, wie viele sich dort oben rechts noch hinter den Büschen verbergen.
Nun gut, die Kids brauchen deutlich weniger als die Männer. Rechnen wir also für alle mit einem Frauenschnitt.
Dann kennt er noch den Bäcker in einem Vorort, der zwar etwas kleinere Brötchen bäckt, die aber um fünf Heller günstiger anbietet.
Wenn jetzt jeder sich mit seinem Nachbarn, ein Brötchen teilt
Nach langem Kalkulieren – der musste das nämlich noch im Kopf machen! – präsentiert er Jesus die Rechnung: 200 Denare reichen nicht. Acht Monatsgehälter. Judas hat schon den Geldsack rumgedreht, drei Denare aus seiner eigenen Tasche wieder dazu gelegt, aber trotzdem entschieden mit dem Kopf geschüttelt.
? Kommt dir das nicht irgendwie bekannt vor???
? Wie viele Tage sind eigentlich in deinem Leben ein Heimspiel?
Alltag eben, eine Umgebung, die dir geläufig ist. Schule, Haushalt, Arbeitsplatz. Nichts Besonderes. Nur diese klitzekleine Herausforderung mal eben 5.000 Männer durchzufüttern, die Präsentation zu machen oder die Bachelorarbeit hinzubekommen.
Dann fängst Du auch an zu rechnen, überschlagen usw. Du wälzt deine eigenen Möglichkeiten, aber kommst gar nicht auf die Idee, dass Du mehr als ein Fan bist. - - - PAUSE - - - -. Jesus ist da. Gott höchstpersönlich.
Die „Beziehung“ zwischen Fan und Band ist meistens gar keine. Die zappeln da oben auf der Bühne. Du jubelst unten zu und hängst dein Poster auf.
Wenn Du mehr als ein Fan bist, hast Du eine echte Beziehung. Eine Beziehung für jeden Tag – nicht nur den Sonntag.
Salopp gesprochen fällt Philippus auf der anderen Seite des Pferdes herunter:
- Das Volk rennt Jesus nur wegen seiner Wunder hinterher. Ist Fan – nicht Nachfolger.
- Philippus aber rechnet gar nicht mit Jesus!
Unser Heimspiel führt dazu, dass wir Jesus in weiten Teilen aus unserem Alltag verbannt haben. Wir liegen viel zu oft 4:0 vorne!
Ich glaube nicht, dass Jesus nur in Costa Rica erfahrbar ist. Wir tun aber oft so.
Trauen wir unserem Herrn doch viel mehr zu im Alltag! Wir verpassen sonst so viele Chancen:
Philippus bekam eine Chance, seinen Glauben zu beweisen, aber er hat sie nicht genutzt, weil er mit allem und jedem rechnete, aber nicht mit Jesus!
Nutzen wir doch vielmehr die Chance, Glauben und Jesus zu erleben!
Philippus verpasste die Chance, im „Heimspiel“ zu punkten – weil er rechnete, - aber ohne Jesus!

Andreas glaubt nicht, dass seine Kraft wirklich ausreicht.

Matthäus (14,15) berichtet davon, dass Jesus die Jünger auffordert, den Menschen Essen zu geben!
Nach Philippus kommt die große Stunde von Andreas. Auch er scannt die Menschenmenge ab, aber er sieht nicht nur 5.000 Männer, sondern auch einen Jungen mit einem Korb.
Manchmal sieht man eben den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Holland-Urlaub – Lagerhaus vielleicht 8 Stockwerke hoch von außen bemalt. Eines meiner Kinder stupst mich an: Schau mal: Fünf Brote, zwei Fische!
Eine Chance für 5.000 Männer – in einem kleinen unscheinbaren Korb. Offensichtlich ahnt Andreas, dass da „mehr drinnen ist“. Er bringt den Jungen zu Jesus, er sieht eine Chance, aber er nutzt sie nicht:
Johannes 6,9 LU17
Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was ist das für so viele?
? Kennst Du das? Du hast ein Problem. Und eine Lösung. Aber beides passt nicht zusammen. Da kann nur noch der Herr helfen! Du betest und betest:
Herr, da ist meine Traumfrau. Sie hat dich nicht lieb, aber das bekommst du doch locker hin, oder?
Das Konto ist leer, aber noch so viel Monat übrig. Herr, bewege doch den Finanzbeamten meine Steuererstattung endlich durchzuwinken.
Das Projekt stockt. Hilf mir, Herr, dass der Betriebsrat endlich zustimmt.
? Was aber will Jesus?
Jesus will, dass wir glauben, dass seine Kraft ausreicht. Wirklich ausreicht.
Jesus hätte genauso gut die Menschen „aus dem Nichts“ sättigen können. Hat er aber nicht. Es lag ihm viel daran, mit der Speisung der 5.000 eine Botschaft zu verknüpfen.
Das merken wir z.B. auch daran, dass er die Jünger nachher auffordert, die Reste in Körben einzusammeln: Für jeden bleibt einer übrig.
12 Körbe voll sollen sie im Wortsinne begreifen, was Gott zusammen mit ihnen erreichen möchte. Mit jedem einzelnen. Mit dir.
Die Bedeutung einer Gabe bemisst sich nicht daran wie groß sie ist.
Tony Antony erzählt in seinem Buch folgende Geschichte: Ein Mann ist gerade aus Sydney zugezogen. Dort ging er die Straße zur Hafenbrücke lang als ein Mann aus einem Eingang heraustrat und ihn ansprach: „Entschuldigen Sie, mein Herr, sind Sie errettet? Wenn Sie heute Nacht sterben, kommen Sie dann in den Himmel?“ und steckte ihm ein Traktat zu. Das ließ ihn nicht los. Ein befreundeter Christ brachte ihn zum Glauben. Ich will es ganz kurz machen. Die Geschichte geht in dem Buch über etliche Seiten: Auf seinen Reisen begegnete der Pastor im Süden und Westen Australiens, Zuhause, Karibik, Atlanta, USA, Indien überall Menschen, die die gleiche Geschichte von einem Mann in einem Hauseingang in Sydney erzählten, der sie mit einem „billigen“ Traktat „überfiel“ und sie mit dieser einfachen Frage konfrontierte, die doch so vieles auslöste.. Schlussendlich suchte er diesen Menschen in Sydney. Der Mann war schon sehr alt. Ein Matrose, der zum Glauben fand, und Gott versprach 10 Menschen jeden Tag von Jesus weiterzusagen. Mit sehr einfachen Mitteln wie wir gemerkt haben. 40 Jahre lang. Nie hörte er, dass ein Mensch zum Glauben kam – bis zu diesem Besuch.
In den Händen Jesus ist keine noch so kleine Gabe nutzlos.
Nicht die Größe der Gabe zählt, sondern die Größe des Gottes, dem sie gebracht wird.
Ich sprach eben von dem Unterschied zwischen einem Fan und einem Nachfolger. Ein Nachfolger bringt Opfer – und aus denen kann Jesus viel machen.
Diese Chance hat Andreas verpasst: Gebt ihr ihnen zu essen. Dafür reichte sein Glaube noch nicht.
Ich möchte aber nicht verhehlen, dass unser Andreas andere Chancen genutzt hat. Das ist übrigens auch typisch für Andreas: Er brachte die Menschen zu Jesus.
Brachte Petrus zu Jesus, unmittelbar nachdem er selber ihm nachfolgte
hier den Jungen mit dem Dogy-Pack von zuhause
führte die Griechen zu Jesus, weil Philippus sich nicht traute
Andreas möchte uns Mut machen, mit unserer oft so kleinen Kraft anzufangen – und fest darauf zu vertrauen, dass unser Gott viel mehr daraus machen kann.
Wir wollen die Menschen nicht weg-, sondern zu Jesus schicken!

3. Jesus verpasste die Chance, sich zum (Brot-) König ausrufen zu lassen.

Jesus kann.

Markus beschreibt den Rahmen der eigentlichen Brotvermehrung mit eigentümlichen Worten.
Markus 6,39–40 LU17
Und er gebot ihnen, dass sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras. Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig.
Ähm? Wie bitte? Tischweise? Nicht nur in Rollis angefahren, sondern gleich noch mit dem großen Picknick-Besteck einschließlich Tischen??? Meinst du nicht ernst, Markus, oder?
Tische im grünen Gras. Ok, das mit dem Gras geht in Ordnung.
Wir waren um die selbe Jahreszeit - kurz vor dem Passah - zehn Tage in Jerusalem. Am Anfang war noch alles grün, im Laufe der Rundreise wurde das Gras braun.
Das Wort, das in der LU17 mit “tischweise” übersetzt wird, bedeutete ursprünglich "ein Trinkgelage", dann "das Gelage von Gästen jeglicher Art, ohne den Begriff des Trinkens".
Drei Tische bildeten drei Seiten eines Quadrats, und die Diwane oder Sofas folgten der äußeren Tischreihe. Das offene Ende des Quadrats diente den Dienern, die bei Tisch warteten.
Dies erklärt die von Markus beschriebene Anordnung der Menschenmenge: Die Menschen setzten sich buchstäblich in Tischgemeinschaften, die wie Gäste bei Tisch angeordnet waren, ... damit die Jünger an ihrer Seite vorbeigehen und die Brote verteilen konnten.
Das zweite Wort “gruppenweise” bedeutet auch "Gartenbeet". Die rote, blaue und gelbe Kleidung der ärmsten Orientalen macht eine orientalische Menschenmenge farbenfroh. Es sah aus wie ein Blumenbeet auf grünen Gras.
Genau dahin lädt Jesus ein!
Psalm 78,19 (LU17)
…Kann Gott wohl einen Tisch bereiten in der Wüste?
Ja, er kann!
Psalm 23,5 (LU17)
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Jesus schafft es also, mitten in der “Wüste” den Tisch zu decken!

Jesus kann - und will doch nicht sofort die Früchte ernten.

Nachdem Jesus die vielleicht 15.000 Menschen mit Brot und Fisch versorgt hatte, wäre doch jetzt eigentlich seine große Stunde gekommen:
Ruft ihn zum König aus! Jetzt und hier!
Hebt ihn auf das Schild!
Tragt ihn bis nach Jerusalem!
? Was macht Jesus?
Johannes 6,15 LU17
Da Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er allein.
Jesus ist jetzt nicht der König. Ich weiß, wir singen das in dem ein oder anderen Lied, wo Jesus als der König ausgerufen wird. Aber er ist kein König - NOCH NICHT!
Erst viel, viel später – und auch heute noch in der Zukunft – wird Jesus „in Macht und Herrlichkeit“ wiederkommen. DANN wird er König sein. König eines riesigen Volkes aus Juden und Heiden.
Deshalb verpasst Jesus diese Chance. Er verpasste sie ganz bewusst. Er verpasst sie für Dich!
Noch einige Male wollten sie Jesus mit Gewalt festnehmen, doch „seine Zeit war noch nicht gekommen“.
Im Garten Gethsemane dann lässt er sich gefangen nehmen, natürlich nicht, um ihn zum König auszurufen, sondern um
ihm die Dornenkrone aufzusetzen,
ein Rohr als Zepter in die Hand zu drücken,
den Umhang eines Soldaten um zulegen.
Vor ihm auf die Knie zu fallen, um ihn zu verhöhnen.
Danach wurde er hoch erhoben – aber ans Kreuz.
?Was wäre passiert, wenn Jesus seine Chance damals genutzt hätte?
Dann wäre er ein zeitlich und örtlich begrenztes „Phänomen“ geworden: Ein König eben, der irgendwann doch stirbt.
Dann säßen wir hier heute aber auch nicht zusammen. Wozu auch? Jesus wäre der König der Juden geworden!
Dann hätten wir noch ein paar Themen zu klären, wenn wir dermaleinst vor unserem Schöpfer stehen.
Jesus Christus hat seine Chance verpasst. Er tat das ganz bewusst aus Liebe zu Dir!
Schlag in sein Angebot an Dich ein! Vielleicht stand es in deinem Leben auch schon einmal 4:0:
Du hast jahrelang aus der Bibel gehört oder sie gelesen.
Warst ein Fan.
Irgendwann hast Du angefangen, das Plakat abzuhängen, was immer in deinem Zimmer hing.
Ist auch mit den Stars aus meiner Jugend so. Wen interessiert heute schon noch, wie NENA versucht, den letzten Euro aus dem Ruhm vergangener Tage rauszupressen?
Christus möchte nicht mit Wundergeschichten begeistern. Wenn er das gewollte hätte, hätte er damals seine Chance genutzt. Er hat sie vorüberziehen lassen,
Damit Du nicht Brot und Fisch, sondern Vergebung und damit ewiges Leben bekommen kannst.
Damit du Christus in deinen Alltag einlassen und damit jedes vermeintliche Heimspiel mit ihm bestreiten kannst. Dich nicht verrechnest mit Jesus.
damit du die Augen aufmachst und mit deinem Brot und deinen Fischen die Chance nutzst, Glauben jeden Tag zu erleben. Menschen, Chancen und Niederlagen zu IHM bringst.
Damit du mit deiner oft nur beschränkte Kraft darauf vertraust, dass Gott Großes mit dir anfangen kann.

4. Happy End

Ich hatte angefangen mit der Feststellung, dass Jesus bewusst die Einsamkeit suchte, um Ruhe zu finden. Vor Herodes. Vor den Menschen, die ihm Kraft kosten.
Mitten in der trostlosen Gegend deines Lebens, darfst du wissen, dass Jesus dir den Tisch deckt. Im grünen Gras. Im bunten Beet. Begegne Jesus und komme satt nach Hause! Nicht mit einem neuen Auto, dem idealen Job, viel Geld auf dem Konto, aber satt. Satt an Jesus - nicht satt an dem, was Jesus dir gibt. Denn diese Botschaft gibt Jesus bei Johannes seinen Jüngern mit.
Johannes 6,35 LU17
Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
Kann Gott dir in der Wüste deines Lebens einen Tisch bereiten? Jesus sagt ja!
Amen.
Wo habt ihr Chancen genutzt oder vorbei ziehen lassen? Was habt ihr daraus gelernt?
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