Predigt (unbenannt) (2)

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Notes
Transcript
Einleitung
Heute ist der letzte Abend der Hofacker-Bibelschule.
Spannend für mich wäre, was sie von den Fragen:
- Wollt ihr auch weggehen?
- Wer sagt denn ihr, dass ich sei?
- Was willst du, dass ich dir tun soll?
- Was siehst du den Splitter...?
Mitgenommen haben, bzw. ob Sie auf die Fragen eine Antwort gefunden haben.
Und heute stellen wir uns eine letzte Frage. „Hast du mich lieb?“ Was für ein Thema- Liebe, lieb haben, mit dem wir zu einen schönen Abschluss dieser Woche kommen. Und auch eine passende Frage, die entscheidende Frage zwischen Himmel und Erde.
Zunächst einmal die ganz grundlegend:

1. Was verstehen wir unter Liebe? Was meint Liebe?

Mentimeter- Umfrage oder Flipchart: Gefühl, Zuneigung, Entscheidung, Hingabe, …
Den Antworten nach, würde ich jetzt mal provokativ sagen: „Jeder versteht etwas anderes unter Liebe.“ –oder? Oder kann man den Begriff Liebe etwa so weit fassen, dass so viele unterschiedliche Deutungen möglich sind.
Wahrscheinlich aber würden manche von ihnen nicht allen Antworten zustimmen und sagen, nein, das verstehe ich nicht unter Liebe…
Irgendwie schwer zu greifen das Thema Liebe.
Wie kommt es dann aber zu Liebesbeziehungen, zu Freundschaften? Wenn wir alle etwas anderes damit verbinden?
è Denn Liebesbeziehungen und auch Freundschaft funktionieren nur, wenn die Liebe erwidert wird.
Dann wäre meine nächste Frage: Ist das dann nur ein Gefühl – wie zum Beispiel Sympathie und Attraktivität. oder gibt es doch einen gemeinsamen inhaltlichen Konsens?
è Gary Chapman, hat etwas gut erkannt. Nämlich, dass wir unterschiedlich unsere Liebe ausdrücken. Dass der Unterschiede also in der Sprache/Kommunikation liegt. Bevor ich kurz auf ihn eingehen möchte, denke ich, dass der gemeinsame Konsens nicht in der Sprache zu finden ist, sondern indem, was dieser Begriff auslöst, welche Gedanken angestoßen werden und dann auch welche Gefühle aufkommen. aber was sich nicht ausdrücken lässt.
è Er hat von 5 Sprachen der Liebe (Beziehungssprachen) gesprochen. 5 verschieden Arten gibt, wie man Liebe zeigt:– wie man selbst kommuniziert (wie ich liebe zeige) und wie ich mich geliebt-fühle
o Durch Geschenke
o Durch Worte, Lob und Anerkennung
o Durch Nähe, Zärtlichkeit
o Durch gemeinsame Unternehmungen, Zweisamkeit
o Hilfsbereitschaft
è Wichtig dabei ist zu wissen, wie ich meine Liebe ausdrücke, dem anderen zu verstehen gebe und wie er sie mir zeigt. Denn ja es kann eben auch sein, wenn man nur von sich ausgeht – z.b bei mir wäre es durch Geschenke und ich mache ständig Geschenke meinen Partner, aber bekomme nie etwas zurück, sodass ich anfangen könnte an seiner Liebe zu mir zu zweifeln. Doch er spricht vlt eine ganz andere Sprache und will sie mir durch unsere Zweisamkeit ausdrücken. Wichtig ist deshalb auch den anderen zu kennen, mit welcher Sprache er spricht und dann auch so kommunizieren lernen, dass es der andere versteht. Bsp.
Kann es sein, dass wir manchmal „Liebe“ missverstehen? Ja oft treten Missverständnisse durch eine nicht gelingende Kommunikation auf. Aber nicht nur das.
Wir reden von
è Z.B. Hass-Liebe, falsche Liebe – da gibt es dann doch auch eine inhaltliche Auseinandersetzung. Wenn man von falscher Liebe spricht, dann wir beurteilt, was Liebe ist. was richtige und falsche Liebe ist. (nicht nur wie sie ausgedrückt wird, sondern was sich hinter dem Begriff versteckt)
Deshalb nun doch die Frage, was unterscheidet echt Liebe von falscher Liebe?
(Mentimenter)
- Falsche Liebe: vormachen, nur das eigene sucht, den anderen benutzt um Selbstwert aufzubessern, leere Worte, Geschenke können auch täuschen
- Was ist dann „Richtige“/ „wahre“ Liebe (Mentimeter?)
o Freiwillig
o Bedingungslos
o Ein Versprechen, Verbindlichkeit
o Dienen, den anderen höher achten als sich selbst
„wahre Liebe bedeutet das Glück des anderen sehen, egal wie schmerzlich die Entscheidung ist.“ Nicolas Sparks (bekannter Romanautor)
o Hingabe
o …
Genug einleitender Worte. heute Abend ist kein Beziehung-Liebe-Partnerschaftsabend ist, sondern die Bibel steht im Mittelpunkt. Und dort wird uns der Erfinder der Liebe, die Liebe in Person vorgestellt, woran wir unser Verständnis von Liebe abgleichen können, wo wir der vollkommen Liebe begegnen.
Denn die Frage: Hast du mich lieb? Ist eine Frage von Jesus an Petrus. Ganz am Ende des Johannesevangliums.

2. Was versteht Gott unter Liebe?

Wenn nun Jesus an Petrus diese Frage richtet, was meint er damit? Wie versteht Jesus „Liebe“?
- Zunächst möchte ich mit Ihnen den Abschnitt lesen, in dem diese Frage auftaucht
- Und dann auf das ganze Evangelium zu schauen, wie dort über Liebe gesprochen wird.
- und Werfen wir dann auch noch einen Blick auf die ganze Bibel
è In drei Schritten wollen wir uns dieser Frage annähern
Erster Schritt: Abschnitt
- Joh 21,1-22 (von mehreren Personen gelesen: Sprecher, Jesus, Petrus)
- Erste Szene: Fischfang und gemeinsames Essen
o Die Geschichte erinnert an eine andere Begebenheit: wie Jesus Petrus in die Nachfolge beruft.
o Ganz Ähnliche, der erfolgreiche Fischfang blieb aus. Jesus fordert sie auf, die Netze erneut auszuwerfen. In Lk. 5 nachzulesen.
Und schon hier ist spannend, wie sich Petrusverhält. Was die erste Begegnung mit ihm gemacht hat. Petrus reagiert folgendermaßen auf Jesus: „Meister wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“
è Petrus hat gegen seine Vernunft gehandelt, (V.5). Er war der erfahrene Fischer, und logisch war es für ihn sicher nicht, dass plötzlich Fische da sind, nachdem sie die ganze Nacht keine gefangen hatten. – „auf dein Wort hin will ich“ -Jesus hat Autorität, und Petrus hat wohl schon in dem ersten Moment als er Jesus begegnet ist, kapiert, dass Jesus kein „normaler Mensch“ ist,
… und nachdem die Netze voll waren, was tat Petrus? (V.8) ging auf die Knie… „viel er zu Jesus Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten.
Spannend, dass am Ende Petrus eine ganz ähnliche Situation mit Jesus erlebt wie am Anfang. Aber ganz gleich sind die Situationen nicht, deshalb wollen wir nun nochmal genau Joh 21 anschauen.
Inzwischen hatte Petrus viel mit Jesus erlebt, er hat ihn persönlich kennengelernt und auch schon seine nicht so ruhmhafte Momente gehabt. Das dunkle Kapitel war aber abgeschlossen, denn Jeus lebt, er ist von den Toten auferstanden und seinen Jüngern schon weiter zwei Male erschienen. Und nun die dritte Begegnung mit Jesus, die für Petrus entscheidend war.
§ Erste Erscheinung (Joh 20,19-23): schon hier gibt Jesus ihnen den Auftrag! wie er vom Vater gesandt war, schickte er sie als Gesandte los
Die Jünger hatten einen vergeblichen Fischfang, und erst nach Aufoderung Jesu, waren die Netze voll. Interessant ist, dass die Jünger Jesus erst gar nicht erkannten. Erst im Gespräch begreifen sie, dass es Jesus ihr Meister ist. Und was macht Petrus? Springt ins Wasser und schwimmt zu Jesus ans Ufer. Auch später als Jesus in die Runde sitzt und sagt, dass sie noch ein paar Fische ans Kohlenfeuer mitbringen sollen, springt Petrus los und holt sie aus dem Boot. Petrus ist ganz eifrig bei der Sache und ragt mal wieder hervor. Ganz der Petrus, wie wir in kennen. Schnell in der Tat doch manchmal langsam in der Erkenntnis – wie eben auf dem Boot. Johannes war der erste, der Jesus am Ufer identifiziert hat.
- Zweite Szene: Gespräch Jesus mit Petrus.
o Obwohl sie gerade in der Runde mit den Jüngern sitzen, wendet sich Jesus ganz explizit Petrus zu. Ihm allein, er will mit ihm ein Gespräch führen.
o Jesus spricht ihn mit ganzem Namen an: „Simon, Sohn des Jonas“ – Jesus wendet sich im richtig zu, sieht Petrus vor sich, wer er ist, woher er kam, seine Herkunft, wer ihn geprägt hat, und spricht ihn mit Namen an. genau wie am Anfang (Joh 1,42), bei seiner Berufung in die Jüngerschaft. sonst hatte Jesus ihn nicht so angesprochen. à das ist also wieder eine besondere und wichtige Situation.
o Wenn meine Eltern, als ich Kind war, mich mit vollem Namen angesprochen haben, dann wusste ich auch, oh jetzt wird wichtig. Jetzt kommt nen Ansage- meistens wenn man davor was verbockt hatte…
Ähnlich ist es nun hier zwischen Jesus und Petrus.
Ganz nach dem, wie es in Sprüche 27,5 heißt: „Offene Zurechtweisung ist besser als Liebe, die verborgen bleibt.
Jeus fragt fragt ihn gerade heraus: „Simon, Johannes-Sohn, liebst du mich mehr als diese?“ „Diese“? meint er die Jünger? die anderen hier? So wird es in den meisten Übersetzungen aufgelöst, die anderen hier. Wörtlich: diese. Und die NeÜ sagt, dass es sich sprachlich auch auf den Fischereibetrieb beziehen könnte. Dann müsste man übersetzen: “diese anderen Dinge hier”.[1]
è Die Frage könnte entweder meinen: „liebst du mich mehr als diese?“ oder „Petrus hast du mich lieber als diese Dinge hier?“ Es ist auf jeden Fall eine Steigerung. Was auch immer sich hinter dem „diese“ steckt, die Frage ist: ob Petrus Jesus mehr liebt als diese. Ob die Jünger, seine Freunde damit gemeint ist, oder den Fischbetrieb, sein Beruf. „Liebst du mich mehr?“ ist die Frage
o Petrus beantwortet nicht genau die Frage – denn genau das „lieb haben mehr als diese“ bleibt offen.
o in seiner Antwort spielt er eher den Ball zurück „du weißt es doch“ – Vlt hat sich Petrus gedacht: warum fragt er mich noch. Hat er mich gerade nicht gesehen, wie ich ins Wasser gesprungen bin um so schnell wie möglich bei ihm zu sein. Merkt er denn nicht, wie sehr ich ihn liebe…? Du weißt es doch, warum fragst du mich?
- Zweite Fragerunde, dieses mal nur: Liebst du mich?
- Und nach dem 3. Mal wird Petrus traurig
o Warum er traurig wird, steht nicht im Text, alles was wir darüber sagen ist Interpretation
o In den meisten Kommentaren, die ich gelesen habe. Und auch als Versverweis steht Joh 13,38. Dass die dreimalige Frage an die dreimalige Verleugnung anknüpft/erinnert. Wenn Petrus das in dem Moment auch bewusstwird, dann wird er mit einem seiner größten Fehler konfrontiert, mit sich selbst, wie er versagt hat und die Trauer könnte Zeichen seiner Beschämung und seines Schuldbewusstseins sein.
o Aber nicht nur in der Verbindung mit der dreimaligen Verleugnung könnte er traurig sein, denn wenn ich mir vorstelle, dass man mir dreimal hintereinander dieselbe Frage stellt, dann wäre ich enttäuscht/ verletzt. Weil ich mich fragen würde, ob der andere mir denn glaubt. Petrus könnte auch das Gefühl haben, dass Jesus an ihm zweifelt, an seiner Liebe zweifelt, und das würde mich an seiner statt auch traurig machen.
o Und vlt macht Petrus auch allein die Tatsache traurig, dass Jesus die Liebe zu ihm überhaupt in Frage stellt. Wo sein Verhalten doch zeuge seiner Liebe zu ihm ist (zumindest in diesem Abschnitt) – wir wissen kurz vorher war es nicht ganz so.
è Wahrscheinlich hängt alles irgendwie zusammen, aber wir wissen es nicht, es ist auf jeden Fall verständlich, dass Petrus traurig wird
è Aber genauso verständlich ist, dass Jesus diese Frage an Petrus richtet! Denn nachdem er ihn dreimal verleugnet hat, und nicht zu Jesus und seiner Liebe zu ihm gestanden hat, ist es nur nachvollziehbar, dass Jesus nun sich seiner Liebe vergewissern will. – so ist es zumindest bei mir, wenn wir verletzt/ enttäuscht werden, dann reicht nicht nur ein „es tut mir leid“, sondern ich brauchen neu eine Bestätigung, damit das Vertrauen wieder da ist.
è Das wäre eine rein menschliche Erklärungsweise, warum Jesus diese Frage an Petrus richtet. Doch ich glaube, da steckt noch mehr dahinter.
Um Jesus besser zu verstehen, schauen wir deshalb nun in das Johannesevangelium, was dort im Zusammenhang mit ihm und zum Thema Liebe geschrieben ist.
Zweiter Schritt: Joh. Ev
Die Liebe kommt im Johannesevangelium an vielen Stellen zur Sprache.
- Es wird von der Liebe Jesus zu seinen Jüngernberichtet. Ganz prominent die Geschichte der
o Fußwaschung: Jesus zeigt seinen Freunden Liebe, indem er ihnen dient. Damit wollte er ihnen zeigen, wie man liebt, wie man seine Liebe zum Anderen ausdrückt. „Ein Beispiel hab ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich ein Knecht ist nicht größer als sein Herr und die Apostel nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn ihr dies wisst – selig seid ihr, wenn ihr´s tut.“ (Joh 13,14-17) à dienen ist Ausdruck echter Liebe, außerdem, dass man sich selbst nicht höher achtet als den Anderen.
o Joh 15,9-17 hohepriesterlichen Gebet: Jesus liebt seine Jünger so sehr, dass er sich für sie in den Tod gibt, sein Tod ist das größte Zeichen seiner Liebe für sie. und in diese Liebe sollen sie bleiben.
o Joh 3,16
o Und Gott liebt die Jünger. Joh 16,27 „er selbst, der Vater hat euch lieb“
- In diesem Abschnitt wird auch von der Liebe des Vaters zum Sohn gesprochen, und des Sohnes zum Vater à eins sein gesprochen
o Jesus liebt, weil Gott die Liebe ist. Die Liebe bestimmt sein ganzes Wesen. Es ist nicht nur eine Eigenschaft Gottes, wie andere Eigenschaft Gottes Gerechtigkeit und Friede, sondern Gott ist die Liebe. Deshalb alles was Gott tut, ist Ausdruck seiner Liebe.
o Und Jesus lebt ganz in der Einheit und Verbundenheit mit seinem Vater. In der vollkommen Liebe.
- Die Liebe der Jünger untereinander
o Der letzte Vers in dem eben vorgelesen Abschnitt spricht dies an. „Das gebiete ich euch, dass ihr einander liebt.“
o Aber auch an vielen anderen Stellen: wie Joh 13,34 à Liebe untereinander als Zeichen dafür, dass man zu Jesus gehört, Jünger ist
- Die Liebe der Jünger zu Jesus
o Zeigt sich darin, wenn sie seine Gebote/Worte halten à gehorsam
o In unserem Ausschnitt aus Joh 21 Wird von dem Jünger gesprochen, der Jesus liebt hatte und beim Abendmahl an seiner Brust lag.
o Die Liebe zu Jesus hat die Folge: dass die Welt sie hasst. Joh 15,18 man kann nicht die Welt lieben und Gott (man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen), mit ganzem Herzen lieben, keine geteilte Liebe
- Eins sein = Zeichen von Liebe: (Joh 17,21-26) – Einheit „damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“
o Vater und Sohn
o Jesus und die Jünger
o Jünger untereinander – Gal 3,28
Dritter Schritt: gesamte Bibel
An manchen Stellen hatten wir ja schon auf die ganze Bibel geschaut. Nun nochmal ausführlicher. Das Hohelied der Liebe 1.Kor 13
Beantworte uns, warum Jesus Petrus nach der Liebe fragt.
è Zusammengefasst: wenn wir die Liebe nicht haben, ist alles nichts
Wenn wir diesen Abschnitt durchkauen, dann kommt am Ende dabei raus, dass die Liebe die Erkenntnis schlägt.
è Erkenntnis bleibt bruchstückhaft (V. 9)
è Die Liebe ist die „Kernkompetenz“ der Gemeinde Christi
Wie wird die Liebe hier dargestellt?
- Langmütig
- Freundlich
- Nicht eifernd
- Nicht mutwillig
- Nicht aufblähend
- Nicht ungehörig
- Sucht nicht das Eigene
- Lässt sich nicht erbittern
- Rechnet das Böse nicht zu/an
- Freut sich über die Wahrheit (nicht über Ungerechtigkeit)
- Erträgt alles
- Glaubt alles
- Hofft alles
- Duldet alles
Unterscheidung zur „falschen Liebe“
- Die vortäuscht und etwas vormacht
è Frage der Echtheit
Hier in 1.Kor 13 wird eine vollkommene Liebe beschrieben, ja die echte Liebe.
Und vlt. Haben Sie sich schon beim Lesen gedacht, das ist doch unmöglich für uns. Ja diese vollkommen Liebe ist für den Sünder unmöglich. AGAPE, die aufopfernde, hingebende Liebe.
Hier wird die vollkommende Liebe beschrieben, wie sie nur Jesus Christus gelebt hat. Hier wird er beschrieben und das ist ganz wichtig zu wissen. Denn sonst könnte man das „erträgt alles…“ falsch verstehen. Es meint nämlich das Kreuz und nicht, dass wahre Liebe alles billigt und duldet, wie es drei Umschreibungen später heißt. Hinter „ertragen“ steckt auch die Übersetzung, aushalten, mit Schweigen bedecken. Und das was Luther mit Duldet übersetzt, meint im griechisch: standhalten, durchhalten, leiden
è Alles Umschreibungen für die Liebe Jesus am Kreuz
Wahre Liebe sieht man… kann man wahrnehmen! In der Person Jesus.
Deshalb fordert Jesus seine Jünger auch auf, dass sie in seiner Liebe bleiben. In der vollkommenen Liebe.
- Wenn Jesus Petrus die Frage der Liebe stellt, dann geht seine eigene Liebe ihm voraus.
- Und es ist nicht die Liebe von Petrus an Jesus, die ihn trägt, sondern die Liebe Jesus. An diese Liebe, dass er in dieser Liebe bleiben soll, wird Petrus am Ende von Johannes erinnert.
Mit den Worten aus Römer 11,18: „So sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.“
Auf diesem Fundamten soll Petrus stehen. Und ja die Gefahr ist, wie er selbst erlebt hat, dass man nicht standhaft bleibt.
Kurzweilig ist er der Welt nachgelaufen. Hatte Angst zu Jesus zu stehen, weil er dann vlt. den Hass der Welt spüren bekommen würde. Er hat nach Anerkennung der Menschen gesucht und dabei der falscher Liebe nachlaufen. Liebe, wie die Welt vorgibt.
- Offenbarung 2,4: wird die Gemeinde in Ephesus auch darauf hin verwiesen, dass sie die erste Liebe verlassen haben. Ähnlich wie Petrus in dem Moment seiner Verleugnung.
è Was ist die erste Liebe? Die Liebe Gottes zu den Menschen! Dass es die Welt überhaupt gibt, ist Zeichen seiner Liebe. Gott hätte sich ja selbst auch genügen können- das wäre egoistisch gewesen… Nein, er wollte die Welt, die Menschen als sein Gegenüber und das ist Liebe. Er hat für sie diese wunderbare Welt gemacht – Blumen, Vögel, Wasser… Schönheit, die verschwenderisch ist.
Schluss:
Diese Woche hatte Fragen „zwischen Himmel und Erde“ zum Thema und ich finde es sehr passend, dass wir mit der Frage:
HAST DU MICH LIEB? Ende
Denn das ist die alles entscheidende Frage! Mit dieser Frage steht und fällt eine/ die Beziehung. Um auf den Anfang zurück zu blicken. Wir hatten uns über Liebesbeziehungen unterhalten. Und ich erinnere mich noch daran, wie ich mit meinem Freund zusammengekommen bin. Da war es eben genau die Frage der Liebe, des verliebt seins. Nachdem wir diese zur Sprache gebracht haben, und gemerkt hatten, dass sie jeweils erwidert wird und dass man diese Liebe nun fortan auch leben will, da ist die Beziehung entstanden. Das war der erste Schritt. Wenn beide die Frage: hast du mich lieb/ liebst du mich? Mit Ja beantworten können, kann eine Beziehung beginnen.
Ja und am Ende des Johannesevangeliums stellt Jesus Petrus diese Frage. Er stellt ihm nicht die Frage, ob er an ihn glaubt, ob er ihn fürchtet, ob er ihn ehrt, Sondern: „liebst du mich?“ Er spricht sein Herz an. Wen liebst du? Liebst du mich mehr als diese? Es ist die Beziehungsfrage, die alles entscheidet.
Das ist die alles entscheidende Frage zwischen Himmel und Erde.
In dem Text den wir behandelt hatten, hatte Jesus diese Frage an Petrus gerichtet. An ihn persönlich, niemand anderen. In den Versen nach dem Gespräch kommt Petrus nämlich auf den andern Jünger zu sprechen.
V. 21: „Was ist aber mit diesem?“ vlt hat er sich gedacht, warum fragst du nur mich? Warum nicht auf Diesen, was ist mit ihm? Im folge Vers macht Jesus Petrus klar, dass es ihn nichts angeht, was mit ihm ist. dass dies seine Sache ist.
Petrus soll nicht ausweisen, und nach den anderen Fragen, Jesus spricht ihm zu: Bleib bei dir, es geht um Dich. Deshalb sagt er auch am Ende (V 23)„folge du mir nach“ Diese DU im Text ist wichtig.
è Denn genau darauf liegt in meinen Augen auch die Betonung des Textausschnittes.
Jesus geht es ganz persönlich um Petrus. Er stellt ihm allein dreimal die Frage und ganz direkt mit den Worten: liebst du mich?
Und so wie es Jesus ganz persönlich um Petrus ging, so geht es Jesus auch um DICH. Um dich ganz persönlich, du bist ihm genauso wichtig wie Petrus, an diesem Abend geht es um niemand anderes als Dich.
Ich habe bemerkt, dass ich manchmal auch wie Petrus schnell nach den anderen schauen. Dahinter verbringt sich aber etwas Tückisches.
- Denn wenn ich auf den anderen schau, dann muss ich mich selbst nicht anschauen.
è Aber Jesus konfrontierte Petrus mit sich selbst – und ja da kam trauriges auf, wofür er sich schämte, – doch Jesus hält sich daran nicht auf, sondern gibt ihm einen neuen Auftrag „Weide meine Schafe“. Obwohl er mehr als einmal verbockt hat, wollte er genau mit ihm weiter Reich Gottes bauen.
Petrus wird zwar mit seinen Taten konfrontiert, wo er Mist gebaut hat. Genau wie bei am Anfang bei seiner Berufungsgeschichte. erkannte er auch seine Sünden. In der Begegnung mit Jesus, begegnen wir uns selbst. Jesus ist vollkommen, wir nicht.
Warum fragt er nach der Liebe?
- Liebe ist das stärkste Gefühl
- Jesus möchte, dass Petrus ihm aus Liebe nachfolgt
- Denn Jesus möchte eine Beziehung zu ihm
Afrikanische Redeweise: Papa Debora, Papa von… - Gott ist es bei Gott. Er ist Papa Debora. Und wie ein Papa sich sehnlich wünscht, als dass sein Kind bei ihm ist, so wünscht sich auch Gott, dass wir bei ihm sind. Dass wir in seiner Liebe sind. V.a bei kleine Kinder sieht man das am besten, wie sie sich an die Brust der Eltern schmiegen- eins sein[HA1]
Und deshalb gilt diese Frage genauso uns heute?
- Lieben wir Jesus?
- Ist das der Grund warum wir ihm nachfolgen?
o Oder ist es mein Pflichtbewusstsein
o Meine christliche Erziehung
o Die Vorstellung, dass das Christentum die besten Werte vertritt
o …
- Warum folgst du Jesus nach?
[1] Neue evangelistische Übersetzung(Gefell: Karl-Heinz Vanheiden, 2019).
[HA1]Ein sein? Immer sexuell gemeint, ein Fleisch sein? Oder auch eins zu eins, Herz an Herz?
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