Predigt (unbenannt)

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Notes
Transcript
Sehnsucht nach dem Paradies
Geschichte von El-Dorado:
- Die Legende von El Dorado entstand während der spanischen Eroberung Südamerikas im 16. Jahrhundert
- eine mythische Stadt oder ein mythisches Königreich, das angeblich reich an Gold und Juwelen war
- El-Dorado bedeutet auf Spanisch "Der Vergoldete"
Den Legenden zufolge soll es einen indigenen Stamm oder einen König gegeben haben, der regelmäßig in einer zeremoniellen Zeremonie Goldstaub über seinen Körper streute und dann in einen heiligen See schwamm, um den Göttern zu huldigen. Die spanischen Eroberer hörten von diesen Geschichten und begannen nach der legendären Stadt zu suchen, in der Hoffnung, immense Reichtümer zu finden.
Die Suche nach El Dorado wurde zu einer Katastrophe für viele Entdecker und Eroberer, die zahlreiche Expeditionen in den Amazonas und andere Teile Südamerikas unternahmen, um das legendäre Paradies zu finden. Berühmte Entdecker wie Sir Walter Raleigh und Francisco de Orellana waren unter denen, die sich auf die Suche machten, doch trotz jahrzehntelanger Bemühungen wurde El Dorado nie gefunden.
((Die Legende von El Dorado steht symbolisch für die menschliche Sehnsucht nach Reichtum, Macht und einem paradiesischen Ort, an dem alle Träume wahr werden. Trotzdem bleibt El Dorado bis heute ein unerreichbares Ziel, das die Fantasie und Neugier vieler weiterhin beflügelt.))
Wonach sehnst du dich in deinem Leben?
Power Point mit Bildern
Diese Frage hat mich in den letzten Tagen, Wochen, Monaten und auch Jahren beschäftigt. Was ist der Sinn in meinem Leben?Ich finde, das ist eine sehr wichtige Frage, die Leben verändern kann.
Während meinem Abitur, musste ich mich entscheiden, was ich später beruflich machen möchte. Es gab viele Dinge zur Auswahl und ich musste mich entscheiden. Damals kam Theologie und „Prediger sein“ überhaupt nicht in Frage. Der Gedanke war zwar da, aber ich konnte es mir überhaupt nicht vorstellen. Parallel zu meinem Abitur, war ich auch in der Jugendleitung in Geldern und Kevelaer und während dieser Zeit, habe ich gelernt, wie man mit Verantwortung umgehen soll. Durch diese Verantwortung musste man spontan reagieren, falls ein Sprecher spontan ausfallen sollte. So habe ich mir gedacht, Andachten kann ich auch machen. Ich wollte es am Anfang erst nicht glauben, aber es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht diese Themen herauszuarbeiten.
Im Januar 2023 gab es dann den ATS-Kongress mit Louis Torres. Im Dezember habe ich meinen Führerschein bekommen und meine Mutter fragte mich, ob ich da auch hinfahren möchte. Ich dachte mir dabei nichts und bin dann mit meiner Mutter dahingefahren. Doch während der Predigt (ich weiß nicht mehr, worum es ging) hat Louis Torres einen Aufruf gemacht. Dieser Aufruf hat mich sehr ergriffen und ich wusste, jemand ist in mir, an meinem Herzen am Wirken. In dem Aufruf hat er dazu aufgefordert, sich für Gott zu entscheiden und sich mit seinem Leben für sein Werk einzusetzen. Sei es als Prediger, Evangelist oder Missionar. (Zu dem Zeitpunkt, war ich noch nicht getauft) Ich stand also auf und bin nach vorne gegangen. Dieser Moment hat mein Leben verändert, in mir eine Entscheidung hervorgerufen und mein Leben damit um 180° gedreht. Viele fragen sich bestimmt: „es war doch keine echte Berufungserfahrung“. Eines kann ich euch sagen, diese Berufungserfahrung war allein die Existenz meines ganzen Lebens. Geschichte von Mama und dem Blinddarm
- Mutter ca. 9 Jahre, damals noch in Kasachstan
- Musste operiert werden, weil Blinddarm geplatzt ist
- Schlechte Bedingungen im Krankenhaus und dazu kam noch ein Stromausfall
- Ärzte benutzen Streichhölzer als Lichtquelle; es gab keine Narkose oder Betäubungsmittel
- Ärzte haben eigentlich gesagt, dass sie das nicht überleben würde
- Sie hat trotzdem durch ein Wunder überlebt, würde aber in Zukunft keine Kinder kriegen können
- Viele Jahre später heiraten meine Eltern
- Mutter hat, wie Hannah aus der Bibel gebetet: „Herr, wenn du mir ein Kind schenkst, möchte ich, dass es dir dient!“
- So bin ich dann geboren und deswegen heiße ich auch Samuel von Gott erbeten
Entscheidung für das Theologie Studium stand fest, aber die Frage, ob ich vorher noch eine Ausbildung oder ein FSJ machen sollte, blieb offen. Ende Mai habe ich dann in Bogenhofen geschnuppert und es hat mir dort sehr gut gefallen. Am Ende der Woche hatte ich dann ein Gespräch mit Martin Pröbstle und er hat mir auf meine Frage geantwortet: „Manchmal lässt Gott Türen offen, damit du dir aussuchen kannst, durch welche du gehst, und bei deiner Entscheidung wird Gott dich unterstützen!“ So habe ich mich dann direkt für das Studium entschieden.
Im Endeffekt habe ich in meinem Leben keinen anderen Sinn gefunden, außer Gott dienen zu wollen und das egal wie. Das Theologie Studium ist nur ein Schritt in diese Richtung und es benötigt viele weitere, um das Ziel zu erreichen.
Doch was ist dein Sinn im Leben? Wonach sehnst du dich in deinem Leben?
Ist es doch:
- Geld
- Ein ruhiges, stressfreies Leben
- Ein schönes Auto
- Viel Einfluss auf die Menschen um dich herum
- Ansehen
- Usw.
Vielleicht wünschst du dir ein Stück weit ein Paradies auf Erden?
Auch in der Bibel erfahren wir von einem Paradies auf Erden:
1.Mose 2,8–10 (ELB 2006) — 8 Und der HERR, Gott, pflanzte einen Garten in Eden im Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte. 9 Und der HERR, Gott, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. 10 Und ein Strom geht von Eden aus, den Garten zu bewässern; und von dort aus teilt er sich und wird zu vier Armen.
1.Mose 2,15–17 (ELB 2006) — 15 Und der HERR, Gott, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren. 16 Und der HERR, Gott, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; 17 aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!
Wir lesen hier:
- Eden ist ein vollkommener Ort
- Alles ist in Einklang mit Gott
- Bekommen schon einen Hinweis auf die Besonderheit des Gartens (Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen)
- PP Bild von Eden
Im Prinzip ist es ein Paradies, wo alles perfekt ist.
Doch wir wissen alle wie es weitergeht und was passiert. Die Sünde hat uns von Gott und dem perfekten Zustand und dem Garten Eden, dem Paradies getrennt!
Ich versuche mich in Adam und Eva hineinzuversetzen und ihre Gefühle zu verstehen. Denkt ihr nicht auch, dass in dem Moment, als sie vertrieben worden sind, Sehnsucht in ihrem Herzen nach Gott entstanden ist? Das Gefühl der Trennung, etwas ganz Neues, etwas, das uns Menschen von innen heraus auffrisst.
Wer von euch hat schon mal einen geliebten Menschen vermisst?
Dieses Gefühl ist ein unangenehmes Gefühl und wenn man könnte, würde man am liebsten direkt zu dieser Person gehen und sie nie wieder verlassen.
Christoph Columbus Geschichte
Christopher Columbus war ein italienischer Seefahrer und Entdecker des 15. Jahrhunderts. Geboren in Genua, Italien, hatte Columbus eine Leidenschaft für das Seefahren und träumte davon, einen westlichen Seeweg nach Asien zu finden. Inspiriert von dem Glauben, dass die Erde kleiner war als angenommen, suchte er nach Unterstützung, um nach Westen zu segeln und einen neuen Handelsweg nach Asien zu entdecken. Er war auf der Suche nach kostbaren Gütern wie Gewürzen, Seide und Edelmetallen, die im fernen Osten reichlich vorhanden waren. Schließlich erhielt er die Unterstützung der spanischen Krone und segelte 1492 mit drei Schiffen gen Westen.
Wir befinden uns auf der Reise…
Das Meer erstreckte sich endlos in alle Richtungen, ein endloser blauer Teppich, der den Horizont verschlang. Auf diesem Meer segelte Christopher Columbus mit seiner Mannschaft, die Spannung und Erwartung in der Luft spürbar. Es waren Tage und Nächte vergangen, seit sie sich von der Küste verabschiedet hatten, und die Bedingungen auf See waren hart. Die Wellen peitschten gegen die Seiten des Schiffes, der Wind heulte durch die Segel und ließ die Masten knarren. Die Männer waren erschöpft von den langen Stunden des Segelns, aber ihre Augen waren stets auf der Suche nach Anzeichen von Land.
Die Stimmung an Bord war gespannt, gemischt mit einer wachsenden Ungewissheit. Manche begannen, an Columbus' Vision zu zweifeln, während andere sich nach Hause sehnten, nach festem Boden unter den Füßen und bekannten Gesichtern. Doch Columbus hielt an seinem Kurs fest, fest davon überzeugt, dass sie bald ihr Ziel erreichen würden.
Dann, eines Tages, als die Sonne am Horizont aufging und die ersten Strahlen des Tageslichts das Meer erhellten, erhob sich ein Ruf aus dem Ausguck: "Land in Sicht!" Die Worte verbreiteten sich wie ein Lauffeuer über das Deck, und die Männer strömten an die Reling, um einen Blick auf das Land zu erhaschen, das so lange ihr Ziel gewesen war.
Die Emotionen an Bord waren überwältigend. Einige Männer weinten vor Freude, andere fielen auf die Knie und dankten Gott für seine Führung. Columbus selbst konnte kaum glauben, dass sie es geschafft hatten. Nach Monaten auf hoher See war das Festland endlich in Reichweite.
Als das Schiff näher kam, wurden die Konturen des Landes deutlicher. Grüne Küstenlinien und sanfte Hügel tauchten aus dem Ozean auf, und das Geräusch der brechenden Wellen wurde von den Geräuschen des Vogelgesangs und des Rauschens der Bäume ersetzt.
Die Mannschaft war wie verzaubert von der Schönheit des Landes, das sich vor ihnen ausbreitete. Die Strapazen der Reise waren vergessen, als sie endlich festen Boden betraten und ihre Hände den warmen Sand berührten. Die Luft roch nach frischem Gras und Blumen, und die Vögel sangen ein Lied der neuen Hoffnung und Entdeckung.
In diesem Moment wussten sie alle, dass sich ihre Mühen gelohnt hatten. Christopher Columbus und seine Mannschaft hatten das Unbekannte erkundet, neue Welten entdeckt und Geschichte geschrieben. Und in ihren Herzen brannte die Flamme der Abenteuerlust und Entdeckungsbereitschaft weiter, bereit für alles, was die Zukunft bringen mochte.
Formularbeginn
Formularende
Sehnst du dich nach einem perfekten Ort, einem perfekten Zustand, vielleicht sogar nach Gott?
Wir wissen, der Garten Eden existiert nicht mehr und wird nie wieder, so wie er war existieren. Dennoch lesen wir in der Bibel von einem Ort, wo kein Leid herrschen wird und die Sünde nicht existiert.
Offenbarung 21,1–4 (ELB 2006) — 1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Nationen sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Wow! Ein Ort, wo alles perfekt ist, wo absolut alles perfekt ist. Ist das nicht das, wonach jeder Mensch innerlich sucht? Ist das nicht das, wonach sich jeder Mensch sehnt?
Ich glaube nicht. Klar ist die Vorstellung von so einem Ort, so einem Leben, eine wunderbare und paradiesische Vorstellung. Im Endeffekt muss sich trotzdem jeder Mensch eingestehen, dass wonach eigentlich jeder sucht, wonach sich jeder Mensch sehnt, ist eine Macht, ein Gott, der über allem anderen steht. Dieser Gott ist der einzige Grund, warum wir diese Hoffnung haben dürfen. Jesus Christus hat das Problem der Sünde gelöst und uns erlöst. Das Schicksal der Welt und dieser Erde lag in seinen Händen. Und die gesamte Last der Sünde, diesen unfassbaren Schmerz, hat er ertragen, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen (Joh 3,16). Wie groß musste seine Liebe zu uns Menschen sein? Dadurch hat er dem ganzen Universum und allen Wesen gezeigt, dass er allein der König der Könige ist, der King of Kings.
Die Geschichte von El-Dorado aber auch von Columbus zeigt uns, dass sich schon viele Menschen auf den Weg gemacht hatten, um ihre Sehnsucht nach einem besseren Leben, Reichtum aber auch Anerkennung zu befriedigen. Im Fall El-Dorado sehen wir, dass die Sehnsucht nach irdischen Dingen kein Frieden schafft. Im Gegenteil, viele haben ihr Leben dadurch verloren und andere ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt. Auch bei uns ist es, denke ich, heute auch so. Wir versuchen eine große Kariere aufzubauen, viel Geld zu verdienen und vieles mehr. Doch oft verlieren wir Christen dadurch den Blick auf das große ganze. Wir fangen an Gemeinde zu vernachlässigen und setzen uns falsche Prioritäten. Auch wir Jugendliche stehen vor dem gleichen Problem falsche Prioritäten, falschen Sehnsüchten hinterher zu eifern. Ist das, das richtige?
Dann haben wir noch Christopher Columbus. Ein Mann, mit einer unfassbaren Crew. Voller Willensstärke und Durchhaltevermögen. Durch nichts haben sie sich aufhalten lassen. Egal welches Wetter, egal um welche Zeit. Voll fokussiert auf das Ziel.
Auch wir befinden uns auf einem Schiff auf dem Ozean und sind auf der Suche nach einem besseren Ort. Alles um uns herum scheint manchmal eintönig zu sein, manchmal erleben wir Höhen und Tiefen. Wir fragen uns, sollen wir überhaupt noch durchhalten? Ergibt diese Reise Sinn. Was ist mein Sinn auf diesem Schiff, auf dieser Reise? Sehne ich mich nach einem anderen, besseren Ort? Sehne ich mich danach, Gott zu finden?
Ich möchte dir deswegen die Frage stellen:
Wonach sehnst du dich in deinem Leben? Was ist der Sinn in deinem Leben?
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