BS Hebr 5,11-6,3 / Auf dem Weg zur geistlichen Reife:
Notes
Transcript
Auf dem Weg zur geistlichen Reife:
Auf dem Weg zur geistlichen Reife:
Predigtgliederung:
Predigtgliederung:
Auf dem Weg zur geistlichen Reife:
Kurzer Blick nach hinten: 5,11
Immer noch am Start: 5,12-14
Nicht stehen bleiben - immer in Bewegung 6,1-3
Predigtziel:
Predigtziel:
Gemeinde soll ermutigt werden nicht bei den Anfangsgründen des Glaubens stehen zu bleiben, sondern stets mehr über Gott lernen zu wollen.
Kurzer Blick nach hinten: 5,11
Kurzer Blick nach hinten: 5,11
Lange keine BS mehr mit H. gehabt! Deshalb eine kleine Wiederholung.
Mit dem Hebräerbrief haben wir ein geniales Buch in unseren Händen!
Stil:
Stil:
Der Stil und das Format machen es zu einer ausgefeilten literarischen Abhandlung.
Das ursprüngliche Griechisch ist das beste im NT.
Es ähnelt einer Predigt, die zum Vorlesen gedacht ist
Am Ende ist es ein Brief, den wir jetzt in unser Bibel haben
Gewisserweise ist er eine Ergänzung an das Johannesevangelium. Es ist eines von 4 Büchern, die an Juden gerichtet sind. (Mt, Jak, 1Petr.)
Der Autor, befasst sich mit derTatsache, dass Christus noch nicht zurückgekehrt ist. Er erklärt auch die Bedeutung der ABhlehnung Jesu als Messias durch den größten Teil des jüdischen Volkes. Die Heiden haben jetzt eindeutig den gleichen Anspruch auf Gottes Verheißungen der Erlösung.
Autor:
Autor:
Unbekannt. Seit Beginn der Debatte über dieses Thema im zweiten Jahrhundert wurden verschiedene Autoren vorgeschlagen – Paulus, Barnabas, Lukas, Apollos, Silas, Aquilla, Priscilla, Aristion, Clemens von Rom und einige andere.
Der einzige Konsens in dieser Angelegenheit ist, dass Paulus es nicht geschrieben hat. Der Stil, die Begriffe, die Persönlichkeit und die Konzepte dieses Autors unterscheiden sich erheblich von Paulus.
Zielgruppe:
Zielgruppe:
Judenchristen an einem unbekannten Ort.
Sie scheinen Mitglieder einer bestimmten Gemeinde oder Gruppe von Gläubigen an einem Ort zu sein.
Sie sind vertraut mit den levitischen Gesetzen, der Tempelverehrung und den hebräischen Institutionen.
Sie hatten Verfolgung und den Verlust ihres Eigentums erlitten.
Sie liefen nun Gefahr, dem Christentum den Rücken zu kehren und zum Judentum zurückzukehren.
Der Autor kennt sie persönlich.
Timotheus, den sie kennen, ist im Begriff, sie zu besuchen (Hebr 13,23).
Datierung:
Datierung:
wahrscheinlich um 69 n. Chr., vor der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 N. CHR.
Anlass:
Anlass:
Diese Judenchristen schwankten in ihrer Treue zu Jesus Christus. Dieser Brief erklärt, warum sie standhaft als Jünger Jesu weitermachen sollten.
Zweck:
Zweck:
die hebräischen Christen zu ermutigen, an ihrem Glauben festzuhalten (3,6) und zur Reife zu gelangen (6,1).
Zentrale Botschaft:
Zentrale Botschaft:
Das Christentum ist dem Judentum überlegen; deshalb haltet an eurem Glauben fest und verkündet ihn anderen!
Das wesentliche Problem scheint zu sein, dass die Hebräer unerfüllte Erwartungen an das Christentum hatten, ggf. nicht bereit waren die Verfolgung für den Glauben zu ertragen und einen glamouröseren Glauben wollen
Mann kann die Message zusammenfassen mit: “Das Christentum ist besser!”
Was haben wir bisher gesehen?
1. Das Christentum ist besser! Hebr 1,1-3.
2. Christus - der bessere Mittler Hebr. 1,4 - 2,18
3. Christus - der bessere Mose Hebr. 3,1 - 4,13
4. Christus - der bessere Hohepriester Hebr. 4,14 - 5,10
Die letzte Passage wurde von Marvin Röhm am 21.12.23 gehalten.
Da hat Marvin gezeigt, wie der Autor die Größe des Priestertums Jesu erklärt hat.
Jesus ist Priester nach Melchisedekischer Ordnung, nicht als Preister nach der Ordnung Aarons.
Jesus hat als Hohepriester die ewige Erlösung für sein Volk vollbracht.
Und jetzt unterbricht er seine Argumentation, damit er seine Leser warnen kann.
Er nutzt jetzt die folgenden Verse bis Hebr 6,12, um sie aufzuwecken und zu ermutigen, damit sie seine Lehren zu diesen Themen mit Begeisterung annehmen, bevor er weiter erklärt, dass Jesus Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks ist. Das Thema greift der Autor erst in Heb 7 wieder auf.
Die Leser werden ganz nüchtern gewarnt, dass sie nicht vom Glauben Abfallen sollen.
Gliederung Abschnitt:
Gliederung Abschnitt:
Der Autor beschämt die Leser (5:11–6:3)
Matthias L. macht dann ab nächster Woche:
warnt sie (6:4–8),
ermutigt sie (6:9–12)
und versichert ihnen dann, dass sie in Gott sicher sind (6:13–20) .
Sie sind taub V11
Sie sind taub V11
11 Darüber hätten wir noch viel zu sagen; aber es ist schwer zu erklären, weil ihr so unverständig geworden seid.
In Hebr. 5,11 gibt der Autor an, dass er noch gerne mit ihnen über das Priestertum Jesu sprechen möchte, aber leider kann er es nicht, weil er bemerkt hat, dass sie aufgrund ihrer geistlichen Trägheit dazu nicht in der Lage sind.
Das Wort harthörig umrahmt diesen Abschnitt auch.
Wir lesen in Hebräer 6,12
12 damit ihr nicht träge werdet, sondern die nachahmt, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.
Das ist das selbe Wort, was hier benutzt wird. Der Autor muss die Leser wachrütteln, damit sie die Verheißungen Erben. Und das wird auch das Thema von heute sein.
Warum kann er also nicht über das melchisedikische Priestertum reden?
Es liegt nicht daran, dass die Leser nicht intiligent genüg wären oder dass das Thema zu anspruchsvoll wäre
Sie hatten einfach keine Lust - “ihr seid harthörig geworden”
Die Leser werden die Wahrheit nicht verstehen, wenn sich nicht etwas grundlegend ändert!
Ihr Problem ist nicht von Intellektueller Natur, sondern moralischer Natur
Sie sind nicht in der Lage oder nicht bereit, Gottes Wort aufzunehmen und zu verstehen.
Sie machen sich keine Mühe zuzuhören!
Anwendung:
Kennt ihr das auch von euch? Man hat Gottes Wort gehört in einer Predigt, aber gefühlt hat man nichts, man war abwesend und völlig denkfaul?
Sind wir es nicht auch so oft?
Schlechte Zuhörer, die nicht auf das Wort Gottes hören? Die nicht einer langweiligen Predigt zuhören wollen?
Die Hebräer hörten nicht gut zu. Sie waren nicht daran interessiert, Gottes Heilsplan besser zu verstehen und nachzuvollziehen, warum denn Jesus der größte Hohepriester.
Es ist ein ungesundes Zeichen, wenn man über Theologie hört, oder ein Vortrag über eine Bestimmte Lehre und dann sagt: “Und wen interessiert das jetzt?”
So wie die Leser, so ist es auch bei uns: Wenn wir Gottes Wahrheiten nicht verstehen wollen, dasnn werden wir sie auch nicht verstehen - es ist ein grundlegendes Problem
Aber ich freu mich natürlich, dass wir auch hier in der Gemeinde sowas wie eine BS haben, wo wir tiefer in Gottes Wort eintauchen können.
Ich wünsche mir, dass wir auch in Zukunft, wenn wir in GoDi gehen, oder ein Vortrag hören, dass wir Gott tatsächlich bitten: “Herr schenke mir doch heute ein wachen Geist, der gerne und mit Freude von deinem Wort hört, um Jesus besser zu erkennen”.
Überleitung:
Nachdem der Schreiber die Leser darauf hingewiesen hat, dass sie nicht schlechte Zuhörer sind, zeigt er jetzt auf, dass sie zusätzlich noch Vergessliche Zuhörer sind.
Ich habe die Bibelstund überschrieben mit den Worten: Auf dem Weg zu geistlichen Reife:
der erste Punkt war: “Ein Blick zurück”, weil ich die letzten Wochen nochmal kurz wiederholen wollte.
Im nächsten Abschnitt sehen wir, dass die Leser immer noch am Startpunkt sind. Obwohl sie auf dem Weg der geisltichen Reife unterwegs sein sollten, haben sie sich nicht vorwärts bewegt.
Immer noch am Start: 5,12-14
Immer noch am Start: 5,12-14
Lasst uns diesen Abschnitt nochmal lesen: Hebr 5,12-14
12 Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig, dass man euch die Anfangsgründe der göttlichen Worte lehre und dass man euch Milch gebe und nicht feste Speise. 13 Denn wem man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein kleines Kind. 14 Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.
Der Schreiber wirft ihnen also nicht nur vor, dass sie schlechte zuhörer sind, nun stellt er fest:
Sie sind vergesslich V12
Sie sind vergesslich V12
So sagt der Schreiber hier: Ihr hättet schon längst Lehrer sein sollen.
damit ist nicht gemeint, dass er denkt, die ganze Gemeinde sollte Pastor werden und jeder sollte autoritativ Lehren.
Jedes Mitglied der Gemeinde sollte in der Lage sein, die elementaren und grundlegenden Elemente des Wortes Gottes zu erklären.
Aber sie sind so unmündig, dass sie noch nicht in der Lage sind, andere Glaubensgeschwister geistlich weiterzuhelfen. Sie können ihnen die Bibel, das Wort Gottes nicht erklären.
Die Tatsache, dass sie nicht in der Lage sind, andere zu Lehren, sondern selbst fortlaufend gelehrt werden müssen, wird als ein Zeichen des Egoismus hier gedeutet.
Sie sollten jetzt schon fähig sein, die Heiligen Schriften im Lichte des Todes und der Erhöhung Jesu zu interpretieren!
Sie sollten fähig sein, Jesus im alten Testament erkennen zu können, und verstehen, dass Jesus besser ist als alles im alten Bund.
Aber anstatt anderen die Grundlagen des christlichen Glaubens beibringen zu können, müssen sie neu lernen, was ihnen am Anfang beigebracht wurde
Anstelle zu geben, nehmen sie nur
Damit die Nachricht auch tatsächlich verstanden wird, benutzt er hier ein Bild. Das Bild verdeutlicht vor allem, wie ein Kleinkind funktioniert: Es empfängt nur und kann nichts geben.
V12 soll die Unreife verdeutlichen:
Hebräer 5,12 “12 Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig, dass ... man euch Milch gebe und nicht feste Speise.”
Illustration:
Helfen Kleinkinder beim Geschirrspülen? Nein.
Reinigen sie ihre Zimmer? Nein.
Bereiten sie ihr eigenes Essen zu? Nein.
All diese Dinge müssen für sie erledigt werden . Kleinkinder sind fast hundertprozentige Abnehmer. Das ist nicht ihre Schuld – sie sind Kleinkinder! Aber wenn man mit 35 immer noch so verhält, stimmt etwas nicht.
Der Autor verwendet Milch und feste Nahrung, um seinen Standpunkt zu veranschaulichen.
Säuglinge können nur Milch verdauen und sind nicht in der Lage, mit fester Nahrung umzugehen.
Die Leser sind insofern wie spirituelle Säuglinge, als sie nur spirituelle Milch, aber keine feste Nahrung verdauen können.
Was meint der Autor mit spiritueller Milch? Sind wir in der Lage, die zu identifizieren?
Die zufriedenstellendste Antwort ist, dass die Liste in 6:1–2 die grundlegenden Lehren darstellt - dazu kommen wir gleich dann.
Anwendung:
Was können wir aus V12 mitnehmen?
Das Gleiche gilt für spirituelle Gesundheit und Wachstum.
Sind Sie an einem Punkt angelangt, an dem Sie nicht nur nehmen, sondern tatsächlich etwas zurückgeben wollen?
Dienen Sie anderen?
Helfen Sie anderen beim Lernen? Oder bist du wie ein erwachsenes Kleinkind?
Sie sind unerfahren V13
Sie sind unerfahren V13
So wie kleine Kinder nichts mit der Bibel anfange können, so ist es auch bei den Lesern gewesen - auch sie zeigten mangelnde Kenntnis und Verständnis der Bibel.
Hebräer 5,13
13 Denn wem man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein kleines Kind.
Hier in V13 und V14 wird ein Kontrast gezeichnet: Der Unterschied von den gereiften Christen und den ungereiften: Wer sich von Milch ernährt, kennt das Wort der Gerechtigkeit nicht.
“Wort der Gerechtigkeit” - bedeutet einfach Gottes Wort.
Die Leser zeigen mangelnde Kenntnis und Verständnis der Bibel.
wie kleine Kinder, die mit der Bibel nix anfangen können
Sie haben keine fortgeschrittene Fähigkeit, die göttliche Wahrheit richtig zu verstehen und anzuwenden.
Nicht, dass die Leser nie gehört hätten und es nicht wüssten, was es bedeutet, gerecht zu leben - jedoch lebten sie so, als wäre ihnen die Maßstäbe Gottes nicht bewusst.
Der Punkt ist, dass sie das, was ihnen beigebracht wurde, nicht in die Praxis umgesetzt haben
Als Gläubige hätten sie schon anders leben sollen, nicht so wie unmündige Kleinkinder.
Davor will uns der Hebräerbrief warnen! Wir sollen nicht in diesem dauerhaften Zustand von geistlichen Kleinkindern verharren - deshalb dann nächste Woche auch die Passage über den Abfall.
Abfall?
Was den Autor an der geistlichen Kindheit der Leser beunruhigt, ist die Gefahr, in den Abfall vom Glauben abzurutschen.
Er erwägt nicht die Möglichkeit, jahrelang spirituelle Milch zu trinken und trotzdem ewiges Leben zu erlangen.
Vielmehr ist es dringend notwendig, die geisltiche Kindheit hinter sich zu lassen, denn das ist der Fall entweder nähert man sich Gott oder fällt man von ihm ab.
Das paradoxe an der ganzen Sache:
Die Bibel ist heute weiter verbreitet als je zuvor. Sie können es in jedem gewünschten Format erhalten. Viele Leute haben mehrere gedruckte Exemplare; und jetzt können Sie es auch auf Ihrem Telefon oder Tablet haben.
Die Bibel war noch nie so zugänglich. Dennoch glaube ich nicht, dass die westlichen Menschen jemals an einem Punkt waren, an dem sie es weniger wissen.
Ich spreche nicht von unserer Gesellschaft im Allgemeinen; Ich spreche von Christen, die einfach keine Ahnung vom Wort Gottes haben
Und nein! Wir müssen nicht alle griechisch können, und die kompliziertesten Kommentare verstehen können! Das will der Hebräerbrief uns damit nicht sagen.
Die Leser werden ermutigt, lebenslange Lernende des Wortes Gottes zu sein.
Anwendung:
Eines der grundlegendsten Dinge, die Sie tun können, um in diesem speziellen Bereich zu wachsen, ist, Leser zu sein.
Lesen von theologischen Büchern - alleine oder in einer Gruppe
Oder eben mit Freude die Bibelstunde, HK oder Gottesdienste besuchen - wunderbar, dass wir auch heute hier sind!
Ich möchte uns alle ermutigen, uns immer wieder zu fragen: "Studiere ich Gottes Wort auf eine Weise, die mich reifen und wachsen lässt?"
Wir müssen uns selbst als lebenslang Lernende betrachten. Wir sollten immer in der Erkenntnis Gottes wachsen.
Sie sind uneinsichtig V14
Sie sind uneinsichtig V14
In V14 sehen wir nun, dass das Problem der Hebräer war, dass sie uneinsichtig waren.
14 Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.
Auch hier geht es nun weiter wie bei einem Kleinkind: Man entwöhnt Säuglinge, indem man ihnen Erwachsenenkost gibt.
Es wird deutlich, denn es steht hier: Hebräer 5,14 “ die durch den Gebrauch geübte Sinne haben, Gutes und Böses zu unterscheiden.”
Man erreicht diesen Zustand nur durch ein gewisses Training und mit Zeit. Nix geht von heute auf Morgen
Das ist der Kern der Sache.
Wenn Sie ein unreifer Christ sind, können Sie nicht immer zwischen richtig und falsch unterscheiden.
Wenn Sie nicht gut zuhören können, wenn Sie selbstsüchtig und vergesslich sind, wenn Sie Gottes Wort nicht kennen und wenn Sie nicht reif sind, dann sind Sie anfällig für Täuschungen.
Sie können nicht gut zwischen Gut und Böse unterscheiden - wie ein Kleinkind, das auf die Straße rennt, ohne sich der Gefahr bewusst zu sein
Jemand der es gelernt hat, sich vernünftig zu ernähren, der wird unterscheiden können von Gut und Böse und seine “Geschmacksrichtung” wird sich zum guten wenden...
Wir haben jetzt in diesen 3 Versen gesehen, dass es absolut wichtig ist, dass wir geistlich wachsen.
wir sollen unsere geistliche Kindheit hinter uns lassen
wir dürfen uns gegenseitig dienen in der Lehre und uns weiterbringen
wir dürfen nun ein Leben leben, was dem Glauben entspricht - damit Gott alle Ehre bekommt.
Bewertung des eigenen Lebens durchzuführen
Bin ich geistlich gewachsen? Gibt es einen Unterschied, den man bemerkt in den letzten 5 Jahren?
Kann ich Gottes Wirken in mir erkennen? Bewege ich mich näher zu Gott und nicht weiter von ihm weg?
Diene ich den Menschen um mich herum? Gibt es Wachstum in der frucht des Geistes (Gal 5)
Helfe ich anderen dabei, die Wahrheit zu lernen? Wachse ich im Verständnis von Gott?
In dieser Hinsicht ist Gott wie alle Eltern. Kein Vater sagt zu einem Kleinkind: "Wenn du nicht erwachsen wirst, werde ich aufhören, dich zu lieben." Auch eine Mutter sagt nicht: "Wenn du groß bist, werde ich dich noch mehr lieben". Nein, gute Eltern lieben ihr Kleinkind bereits mit einer unendlichen Liebe.
Natürlich wollen sie, dass es erwachsen und reif wird. Aber selbst wenn das Kleinkind nie wirklich erwachsen wird, bedeutet das nicht, dass es weniger geliebt wird.
Ich möchte es an dieser Stelle nochmal betonen:
Natürlich werden wir allein aus Gnade durch den Glauben gerettet
Wir haben die Liebe Christi wegen seiner Verdienste, nicht wegen unserer.
Beim Wachstum geht es nicht darum, sich die Zuneigung Gottes zu verdienen. Dennoch möchte er, dass wir erwachsen werden.
Und so kommen wir zum zweiten Teil des “Weges zur geistlichen Reife”:
Nicht stehen bleiben - immer in Bewegung 6,1-3
Nicht stehen bleiben - immer in Bewegung 6,1-3
Ich lese nochmal mit uns Hebr 6,1-3
1 Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren ist, und uns zum Vollkommenen wenden; wir wollen nicht abermals den Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken, mit dem Glauben an Gott, 2 mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht. 3 Das wollen wir tun, wenn Gott es zulässt.
Es verwirrt, vllt dass wir jetzt mit Kapitel 6 weitermachen. Aber es gehört noch zum letzten Abschnitt, da der Schreiber die Leser weiterhin “beschämt”.
Die Leser dürfen keine Kleinkinder bleiben
Sie müssen zur Reife gelangen - damit sie auch verstehen können, wie Jesus ein so großer Hohepriester ist nach der Ordnung Melchisedek und damit sie das auf ihr Leben anwenden können.
Wir dürfen nicht vergessen: Reife ist kein Ziel von Elite Christen. Sie ist für alle Gläubige das Ziel, nach dem sie streben sollten!
So sehen wir dann hier in V1-2, dass der Schreiber seine Leser auf die grundlegenden Lehren hinweist, die angenommen werden müssen, um dann auch darüber hinaus weiterzugehen.
Wenn er sagt: "lassen, was am Anfang über ...", dann meint er nicht, dass Sie sie ganz und gar hinter sich lassen sollen.
Was er meint, ist, darauf aufzubauen; sie zu ergänzen.
Elementare Lehren sind sehr wichtig. Aber man kann sich nicht ewig mit der Milch begnügen. Man muss auf die feste Nahrung umsteigen.
1 Paar:
Das ist der Hinweis, dass man überhaupt ein Christ wird. Grundlegend ist hier: Man tut Buße und Glaubt an Christus.
Umkehr von toten Werken: Reue von Taten, die zum Tod führen
Werke sind in dem Sinne tot, da sie zum Tod führen, der sowohl körperlich als auch geistig ist.
Ein Gläubiger wendet sich von diesen Werken ab und wendet sich Gott hin.
Reue und Glaube sind zwei Seiten derselben Medaille.
Sie sind unterscheidbar, aber untrennbar miteinander verbunden.
Erlösung wird denen zuteil, die auf Gott vertrauen und darauf vertrauen, dass er sie am Tag des Zorns erretten wird.
Wir haben hier einen Grundbestandteil der NT- Botschaft.
2 Paar:
Luther 1984 Kapitel 6
mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen
Wir haben hier ein schwierigen Abschnitt vor uns. Die Schwierigkeit dabei ist, dass wir nicht genau wissen was gemeint ist und wir können nur vermuten.
Taufen (Lu84) = kann mit rituelle Waschungen” übersetzt werden - deshalb gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten.
Der Plural für Waschungen weist hier wahrscheinlich darauf hin, dass die Leser darüber informiert wurden, wie sich die christliche Taufe von der in jüdischen Kreisen üblichen Reinigung unterscheidet (vgl. Hebr 9,10)
Also was die christliche Taufe so besonders macht. Eben dass damit der Glaube an Gott und die Umkehr von den toten Werken gezeigt. Also ebenfalls ein grundlegendes Element.
Händeauflegen: Gibt seeehr viele Möglichkeiten”
Wenn sich die Waschungen auf die Taufe beziehen, was wahrscheinlich erscheint, dann würde sich das Handauflegen vielleicht auf die Idee beziehen, den Geist zu empfangen, denn dann würde sich das Paar beide auf das beziehen, was zu Beginn des christlichen Lebens geschieht
Wenn dies der Fall ist, dann wäre dieses Paar auch eng mit Reue und Glauben verbunden.
Manchmal war das Handauflegen, das mit der Taufe verbunden war, eine symbolische Geste, die anzeigte, dass man den Geist empfangen hatte
3 Paar
Das letzte Paar gehört eindeutig zusammen und freut sich auf den letzten Tag der Erlösung und des Gerichts.
„Auferstehung der Toten“ bezieht sich auf die physische Auferstehung, die am letzten Tag stattfinden wird.
Die zukünftige physische Auferstehung ist ein wesentliches Element der christlichen Predigt
„Ewiges Gericht“ bezieht sich auf das Jüngste Gericht am Jüngsten Tag.
Das Wort „ewig“ bedeutet, dass das Gericht endgültig ist.
Es wird keine zweite Chance geben (Hebr 9,27).
Dies ist das Verständnis der Christen von der Tatsache, dass Christus wiederkommen wird, um die Welt zu richten, und dass diejenigen, die ihn lieben, die Ewigkeit mit ihm verbringen werden.
Fazit Paare:
Beide Lehren sind für die christliche Verkündigung von grundlegender Bedeutung, sodass wir weitere Beweise dafür haben, dass der Autor diese Themen nicht auf zweitrangige Themen verlagert.
Stattdessen sollten die Leser nun an dem Punkt angelangt sein, an dem solche Lehren nicht mehr ausgearbeitet und vor ihnen verteidigt werden müssen.
Solche Lehren sollten Teil davon sein das stabile Fundament ihres Glaubens
Wir alle kennen sicherlich Menschen, die zwar wirklich gläubig sind, aber ihr Glaubensverständnis ist immer noch auf diesem einfachen Niveau.
Sie wissen, dass das Evangelium Buße und Glauben erfordert.
Sie sind der Kirche beigetreten, haben sich taufen lassen und freuen sich auf das zweite Kommen Christi.
Und da hört alles auf. Natürlich sind das großartige Wahrheiten. Aber es gibt noch so viel mehr zu lernen! Es ist noch so viel mehr Wachstum möglich.
V3:
Auf jeden Fall ist sich der Autor darüber im Klaren, dass die Leser nur dann vorankommen, wenn Gott es zulässt. Der Mensch ist für das spirituelle Wachstum verantwortlich, aber dieses Wachstum kommt letztendlich von Gott selbst
Das schreibt er dann in V3 Hebr 6,3
3 Das wollen wir tun, wenn Gott es zulässt.
Aber Gott will dass wir im Glauben wachsen.
Gott will nicht, dass wir beim ABC bleiben. Gott will, dass wir lesen - wär ja komisch, wenn Studenten immer noch nur das ABC kennen würden oder?
Deshalb lasst uns nicht immer wieder nur über das Fundament eines Hauses reden, sondern das Haus weiter bauen.
Deshalb hoffe ich doch, dass wir folgendes heute mitnehmen können:
Anwendung:
Es gibt großartige Mahlzeiten zu essen.
Wenn du dich da wiederfindest, dann möchte ich dich ermutigen: Geben Sie sich nicht mit Milch zufrieden, wenn Sie ein wunderbares Steak genießen könnten.
Lasst uns Gott bitten, dass er uns Menschen zeigt, mit denen wir gemeinsam z.B. Bibel lesen können, damit sie im Glauben weiterkommen!
Mark Dever: Jüngerschaft
Ich bete noch
