Das Wirken Gottes
Wie sicher ist mein Heil? • Sermon • Submitted • Presented
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Einleitung
Einleitung
Wie sicher ist mein Heil?
Wir möchten uns heute und auch nächsten Sonntag mit der Frage der Heilssicherheit und Heilsgewissheit beschäftigen. Es ist eine Thematik, die unter uns Christen viel diskutiert wird
Die einen sagen das Heil wäre abhängig von einem Handeln und somit nicht vollkommen sicher und die anderen sagen, dass das Heil vollkommen sicher ist. Und in beiden Fällen gibt es jeweils verschiedene extremen. Das geht von großer Unsicherheit, weil jede Sünde mich aus dem Bereich Gottes wieder herauswirft bis hin zu, dass die einen sagen, dass man überhaupt nicht mehr sündigen kann. Doch wer hat recht? Was sagt die Bibel dazu?
Bei meiner Vorbereitung habe ich gemerkt mit wie Emotional belastet diese Thematik ist. Dass beide Lager immer zeigen, dass es doch ganz klar in der Bibel steht und fast “lächerlich” über die Meinung des anderen Sprechen, weil die es ja nicht verstehen.
Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich nicht den vollen Durchblick habe. Und das was ich euch heute weitergebe alles auf meinen aktuellen Wissenstand und aktueller Erkenntnis beruht. Ich möchte hierbei so vorgehen, dass wir uns heute einmal die Göttliche Seite anschauen bei der Errettung. Und nächsten Sonntag werden wir uns dann die Verantwortung des Menschen anschauen und hierbei auf verschiedene Bibelstellen eingehen, die bei dieser Diskussion als Argumente verwendet werden.
Wir finden in der Bibel diese beiden Aussagen. Einmal die vollkommene Errettung durch Jesus Christus und zum anderen aber werden wir immer wieder aufgefordert treu zu bleiben und dran zu bleiben. Dieses beides müssen wir in Einklang bringen um das ganze zu Verstehen. Und dies werde ich versuchen mit diesen beiden Vorträgen.
heute möchten wir über drei Dinge sprechen
die Vollkommenheit Gottes
die vollkommene Verdorbenheit des Menschen
die Vollkommenheit in Gott
Die Vollkommenheit Gottes
Die Vollkommenheit Gottes
Wir Menschen sind sehr unvollkommen. Und leider übertragen wir dies oft auf unser Verständnis über Gott. Und so kommt es, dass der eine die eine Seite Gottes betont und die andere eher die anderen Eigenschaften Gottes. Doch Gott ist in allein seinen Eigenschaften vollkommen. Auch ist er vollkommen in allem was er tut. Und so das das Werk Gottes bei der Erlösung auch Vollkommen. Wir möchten uns hier ein paar Aspekte dieses Vollkommenen Werkes anschauen.
vollkommene Liebe
vollkommene Liebe
Die Erlösung Gottes beginnt bei Gott und kommt von Gott und geschieht auch durch ihn. Uns so schreibt der Apostel Johannes in seinem ersten Brief:
Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.
Und ein paar Verse später fasst er dann zusammen:
Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
Das Argument des Apostel hier im Abschnitt ist, dass wir einander leiben sollen, weil die Liebe in Gott begründet ist. Die Liebe hat seinen Ursprung in Gott. Gott ist die Liebe. Und er ist nicht nur ein bisschen Liebe, sondern vollkommen die Liebe. Er als der Dreieinige Gott hatte Liebe in sich selbst von Ewigkeit her. Er ist somit vollkommen die Liebe. Und diese Liebe hat er uns Menschen erwiesen. So wie es in Johannes 3,16 steht:
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
Gott Hat die Welt, also den Verlorenen Sündern geliebt, so dass er seinen Sohn sandte. Und diesen Heilsweg hat er schon vor Grundlegung der Welt her beschlossen. Gott schuf den Menschen mit einen freien Willen. Warum? Weil er die Liebe ist und Liebe gründet sich nie auf Zwang, sondern auf Freiwilligkeit. Gott wusste, dass der Mensch sündigen wird und so trifft er schon bevor der Menschen geschaffen wurde den Beschluss seinen Sohn in die Welt zu schicken als Lösegeld für die Sünden den Menschen. Das alles verbirgt sich in dem “So sehr hat Gott die Welt geliebt”. So groß ist seine Liebe zu uns Menschen. Paulus greift dies auch in Römer 5 auf:
Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben; denn für den Gütigen mag vielleicht jemand auch zu sterben wagen. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn vom Zorn gerettet werden. Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.
Gottes Liebe ist da wo wir noch Sünder waren. Gott liebt den Menschen nicht erst, wenn er sich zu ihm kehrt. Sondern da wo er Sünder ist wirkt Gott mit seiner Liebe an den Menschen. Und ohne dieses Wirken Gottes könnte kein Mensch gerettet werden. Und Paulus zeigt hier in Römer 5, wenn nun Gottes Liebe zu uns so groß ist schon wenn wir Sünder sind, wie viel kraftvoller wird diese Liebe an uns wirken, wenn wir seine Kinder sind. So wird er uns in seiner Liebe durchtragen. Diese große Liebe Gottes beschreibt der Apostel dann weiter in Römer 8
Wer ist da, der verdammt? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet. Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: »Deinetwegen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden.« Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
Ist das nicht pure Sicherheit? Paulus zeigt hier auf, dass kein Leid uns trennen kann von der Liebe Gottes. In meiner Gefühlswelt da geht es auf und ab, aber das ist mit der Liebe Gottes nicht so. Gottes Liebe ist eine Konstante. Sie verändert sich nicht, auch wenn es mir mal richtig dreckig geht. Ja auch dann nicht, wenn ich meine nichts zu spüren, als ob Gott nicht da ist. Er ist da mit seiner Liebe und niemand und nichts kann uns auch seiner Hand reißen. Hier wird gesagt, dass kein Geschöpf dies tun kann und damit bin auch ich selbst eingeschlossen.
Ist dir diese überwältigende Liebe Gottes bewusst? Diese Liebe ist ein vollkommenes Werk, weil es schon beginnt und wirkt, wo du noch ein Sünder bist. Und wenn du zu einem Kind Gottes wirst, so wirkt diese Liebe Gottes um so stärker und trägt dich durch bis ans Ende. Und Paulus sagt in 1.Korinther 13, dass die Hoffnung und der Glaube im Himmel aufhören wird, weil wir dann das Ziel erreicht haben und dann sehen, aber die Liebe bleibt für alle Ewigkeit.
vollkommene Gnade
vollkommene Gnade
Und so vollkommen wie er in seiner Liebe ist, so vollkommen ist auch seine Gnade. Gnade beinhaltet die Herablassung des großes Gottes zu uns sündigen Menschen, indem er uns seine barmherzige Liebe zeigt. Wir sehen also, dass auch die Gnade schon beginnt, bevor wir errettet sind. Denn durch diese Gnade und aufgrund der Gnade Gottes können wir überhaupt erst gerettet werden. Paulus schreibt an die Epheser:
Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühmt.
Die Errettung ist also kein Werk des Menschen, sondern ein Werk Gottes. So wie Paulus es in Römer 4 gut beschreibt:
Dem aber, der Werke tut, wird der Lohn nicht angerechnet nach Gnade, sondern nach Schuldigkeit.
Also wäre es ein menschliches Werk, also dass ich mir die Errettung verdienen könnte, so wäre es nicht aus Gnade. Jedoch beschreibt die Bibel ganz klar und deutlich, dass wir aufgrund von Gnade gerettet werden. Jemand hat einmal gesagt: “Gnade beginnt dort, wo jeder Rechtsanspruch aufhört.” Wir haben also kein Recht gerettet zu werden, weil wir irgendetwas getan haben oder tun könnten. Denn das tun ist Gesetz. Und das Gesetz fordert, die Gnade aber gibt. Und das ist der Unterschied. Und so werden wir allein aufgrund von Gnade und OHNE Werke gerechtfertigt. Im nächsten Vers fährt Paulus weiter fort: Römer 4, 5
Dem dagegen, der nicht Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet,
Es geht um den Glauben. Aufgrund unseres Glaubens werden wir durch Gnade gerettet. Der Glaube ist kein Werk, sondern ein hingezogen werden zu Gott. Es ist ein aufgeben sich dem Rufen Gottes zu widersetzen. Und so schreibt Paulus dann ein paar Verse weiter in Römer 4, 16:
Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade geht, damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher ist, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist
Hier wird gezeigt, dass dieser Glaube auf Grundlage der Gnade Gottes steht und so ein Mensch gerettet wird. Und weil es aus Gnade ist und nicht aufgrund von Werken, so zeigt sich hierin die Sicherheit unseres Heils.
Wie sehen hier also, dass die Grundlage die Gnade Gottes ist. Doch wie müssen wir uns dies nun vorstellen? Ist es nicht so, dass ein Mensch sich für Gott entscheidet? Ist es nicht so, dass es vom Menschen abhängig ist? Ich werden gleich im nächsten Punkt dies näher erläutern, wenn wir uns den Zustand des Menschen angeschaut haben. Dann werden wir die Kulisse sehen und die Gnade Gottes bei der Errettung des Menschen besser verstehen.
Lasst und noch auf die Auswirkung der Gnade bei einem Menschen sprechen. Denn die Gnade hört ja bei der Bekehrung nicht auf. Es ist ja nicht so, dass ein Mensch aus Gnade gerettet wird und ab da hängt es auf einmal von seinen Werken ab, ob er dieses Heil behält oder nicht. in Titus 2 spricht Paulus davon:
Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, und unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf, indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus erwarten. Der hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, das eifrig sei in guten Werken.
Er beginnt damit auf die heilbringende Gnade zu sehen. Diese Gnade errettet einen Menschen und macht ihn zu einen neuen Menschen - zu einem heiligen und gerechten Menschen.
Aber diese Gnade hört nicht auf, sondern sie bewirkt weiter die Heiligung in diesem Menschen. Die Gnade Gottes geht weiter mit den Menschen, sodass sie ihn dahin führt und unterwiest zu einem heiligen Lebenswandel. Diese Gnade züchtigt und ermahnt uns, sie stärkt und ermutigt uns bei dem Warten auf die Wiederkunft Christi. Jesus Christus hat uns mit seinem teuren Blut erkauft, damit wir ein geheiligtes Leben führen und gute Werke tun. Ja wir sollen also eifrig gute Werke tun. Diese Werke sind wichtig und gut. Und diese Werke geschehen auf der Grundlage der Gnade. Das heißt also, dass nicht die Werke die Gnade tragen, sondern die Werke werden von der Gnade getragen.
Hier sehen wir zum einen die Vollkommenheit Gottes. Ja, die Vollkommenheit der Gnade Gottes. Die Gnade errettet uns nicht nur, sondern sie führt uns bis an das Ziel. Sie trägt uns durch das Leben hindurch. Das ist die Zusage Gottes.
Und so sehen wir hierin zum Anderen, dass unser Heil nicht von uns Abhängig ist, sondern allein von der Gnade Gottes. Und diese Gnade ist sicher. Denn Gott hält was er verspricht.
In der Gesellschaft wir manchmal gesagt: “Gnade vor Recht!“ Doch bei Gott gibt es diese billige Gnade nicht. Sondern er gibt Gnade und erfüllt auch die Gerechtigkeit dabei.
vollkommenes Opfer
vollkommenes Opfer
Und das sehen wir bei dem vollkommenen Opfer Jesu Christi. Der Schreiber des Hebräerbriefes zeigt in dem gesamten Buch auf, dass Jesus Christus BESSER ist. Er setzt es im Vergleich zum alten Bund. Und so geht er auch auf die Opfer ein und zeigt auf Christus. Hier ein paar Verse aus Hebräer 9, 11-14:
Christus aber ist gekommen als Hoher Priester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt – das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist – und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und hat uns eine ewige Erlösung erworben. Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinheit des Fleisches heiligt, wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als Opfer ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dient!
Jesus Christus, der der bessere Hohepriester ist, ist ins Allerheiligste gegangen, nicht das in Jerusalem, sondern im Himmlischen. Und dort hat er das Opfer gebracht. Und er hat nicht ein Opfer von Tieren gebracht, sondern er hat sich selbst hingegeben. Tierblut hat nicht die Kraft Sünden zu vergeben, sondern allein das Blut Jesu Christi. Das Volk Israel wurde immer und immer wieder daran erinnert, dass sie Sünder sind indem sie jedes Jahr dieses Fest feiern mussten, wo die Priester die Sühnung für das Volk bewirkten. Jedes Jahr musste dies getan werden, warum? Weil es die Sünden nicht weg nimmt. Das Opfer von Tieren hat die Sünde lediglich bedeckt. Bedeckt bis das eigentliche Opfer gebracht wurde - Jesus Christus. Aber Christus hat sich “EIN FÜR ALLEMAL” hingegeben. Er muss nicht jedes Jahr wieder sterben, weil durch ihn die Sünden weg genommen werden. So wird hier gesagt, dass er eine ewige Erlösung gebracht hat. Was bedeutet “ewige Erlösung? Es spricht von einer sicheren und festen Erlösung. Eine Erlösung die hier anfängt und bis in alle Ewigkeit geht. Es ist eine Erlösung die Neues Leben bewirkt. Eine Erlösung, die uns reinigt von den toten Werken. Und das ist ganz wichtig, denn Ungläubige können auch viel gutes tun. Sie können auch viel Geld spenden und eine Menge Leuten helfen. Und doch sind es tote Werke, weil sie in ihrem geistlich toten Zustand getan werden. Es sind Werke die vor Gott nichts bringen, denn es sind Werke im Unglauben. Und alles was wir im Unglauben tun ist Sünde. Nur durch die ewige Erlösung werden wir befähigt lebendige Werke zu tun. Nur so können wir den lebendigen Gott dienen. Das bewirkt das vollkommene Opfer Jesu Christi, das Opfer dass nur einmal gebracht werden muss.
Wir haben uns nun ein Stückweit die Herrlichkeit des Wirken Gottes angeschaut, die Herrlichkeit Gottes die er gebracht hat. Bevor wir uns aber das Werk Gottes in uns anschauen, schauen wir uns den Zustand des Menschen an.
Die vollkommene Verdorbenheit des Menschen
Die vollkommene Verdorbenheit des Menschen
Ein Juwelier präsentiert seine Diamanten auf einem dunklen Hintergrund, da durch diesen Kontrast die Schönheit besser zum Ausdruck kommt. Genauso sehen wir die Herrlichkeit der Erlösung besser, wenn wir dies im Kontrast zu der völligen Verdorbenheit des Menschen sehen.
Lasst uns hierzu Römer 3, 9-12
Was nun? Haben wir einen Vorzug? Durchaus nicht! Denn wir haben sowohl Juden als auch Griechen vorher beschuldigt, alle unter der Sünde zu sein, wie geschrieben steht: »Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer.«
Wenn wir uns den Kontext anschauen so erkennen wir dort, dass Paulus zeigt, dass sowohl Heiden als auch Juden schuldig sind. Menschen die Gott zwar in der Schöpfung erkennen können, aber trotzdem nicht den Schöpfer anbeten, sondern die Schöpfung selbst und somit Götzendienst betreiben. Auch Juden die meinen dass sie ja das Gesetz haben und deshalb besser sind täuschen sich, denn sie sind genauso schuldig, weil sie das Gesetz nicht halten.
Und so fasst Paulus dies in Vers 9 zusammen - Alle Sind schuldig vor Gott. Es gibt keinen, der gerecht ist. Und so zeigt er wie verdorben der Mensch ist in seiner Sünde. Der Mensch ist durch und durch ein Sünder. Er ist nicht ein Sünder, weil er sündigt, sondern er sündigt, weil er ein Sünder ist. Das ist seine Identität. Und weil er ein Sünder ist, deshalb sucht er nicht nach Gott, ja er kann deshalb nicht nach Gott suchen von sich aus. Aufgrund seiner Sünde kann er nicht aufrichtig Gott suchen. Ja, alle Menschen sind abgewichen. Und durch ihre Sünde untauglich geworden das Gute zu tun noch zu suchen. Warum? Weil es die Identität des Menschen ist ein Sünder zu sein. Jeder Mensch wird als Sünder geboren.
Die Psychologie möchte uns weiß machen, dass der Mensch Gut ist. Es sind die Umstände die einen Schlecht machen, aber im Grunde genommen ist der Mensch doch gut. Und so beschuldigt mach den Vater oder die Mutter usw. Die Anderen sind schuld, dass ich so geworden bin. Doch wenn wir ganz ehrlich sind so sehen wir bei jedem Kind wie viel Sünde da ist. Wie viel Neid, Zorn, Egoismus, Stolz, Habgier usw. Das kommt doch immer wieder hervor, oder? Ein Prediger sagte einmal: “Wenn ein Kind in der Trotzphase die Kraft eines Erwachsenen hätte, so würde es die Eltern umbringen.” Und ich denke, dass das stimmt, denn hier steckt soviel Sünde drin, weil sie Sünder sind. Wir Erwachsene haben gelernt das besser unter Kontrolle zu haben und zu verstecken. Und Doch bleibt jeder ein Sünder.
Als ob das nicht schon genug ist, so vertieft Paulus dies dann in den Versen 13 bis 18 noch weiter, durch mehrere Zitate aus dem AT. Römer 3, 13-14
»Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handelten sie trügerisch.« »Viperngift ist unter ihren Lippen.« »Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit.«
Paulus zeigt die Verdorbenheit durch das Prinzip: “Was das Herz voll ist geht dem Mund über”. Er Vergleich das Hier mit einem Schlund oder ihre Kehle ist ein offenes Grad, da Worte eines Menschen so tödlich sind. Tödlich wie bei Schlagen. Denn die Zunge einer Schlange ist tödlich für uns Menschen. Aber auch die Zunge eines Menschen kann tödlich sein. Wir können andere Menschen mit unseren Worten völlig zerstören. Wir sehen das heute in der Gesellschaft ganz besonders. Alles ist heute abhängig von Bewertungen. Und im Netz traut sich ja jeder das zu schreiben was er persönlich sich nicht trauen würde zu sagen. Da kommt das wirkliche des Menschen hervor. So viel Hass und Neid und Hetze finden wir in den Sozialen Medien. Viele Menschen gehen daran kaputt. So ist unsere Zunge!
Aber nicht nur das, sondern auch die Taten sind so. Römer 3, 15-17
ihre Füße eilen, um Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn, und den Weg des Friedens kennen sie nicht.
Man muss dies garnicht groß erklären. Unsere Medien sind voll von Messerattacken, Mord und Totschlag, Kriegen und Terror. Ja selbst hier ganz vor der Tür in Bad Oeynhausen. Der Mensch selbst ist Verantwortlich für all das Leid in dieser Welt - weil er vollkommen Verdorben ist. Durch und durch.
Und das Liegt daran, wie Paulus das hier in Vers 18 sagt: Römer 3,18
»Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.«
Sie haben keine Gottesfurcht. Sie haben sich ganz von Gott getrennt und suchen nicht nach ihn. Sie wollen nichts mit ihm zu tun haben und suchen nicht nach ihm. Und das sehen wir immer wieder bei den Menschen. Die große Ablehnung gegenüber alles Göttliche und Reine. - Weil er durch und durch verdorben ist.
Und deshalb kann der Mensch nicht nach Gott fragen noch suchen. Doch wie kann dann ein Mensch sich Bekehren? Allein aufgrund von Gnade!!!
Wie müssen wir das genau verstehen? Ist es nicht so, dass ein Mensch sich für Gott entscheidet? Ist es nicht so, dass es vom Menschen abhängig ist?
Wenn wir auf den Menschen zoomen so ist dies auch so. Doch wenn wir etwas von dieser Situation zurück zoomen und uns die Kulisse anschauen, so sieht dies anders aus. Wir können uns dass so vorstellen, wie wenn ein Mensch in einer tiefen Grube ist. Eine Grunde der Dunkelheit und der Finsternis. Er ist ein Sünder und kann somit nichts sehen außer Dunkelheit und Finsternis.
Doch Gott in seiner Gnade schenkt die Erleuchtung. Jesus sagt in Johannes 6, 44
Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.
Es ist also unmöglich von sich selbst aus zu Gott zu bekehren, jedoch Gott in seiner Gnade zieht den Menschen. Bildlich ist das so, dass Gott in seiner Gnade Licht in unsere Grube scheinen lässt und wir somit das Evangelium verstehen können. Dadurch werden wir in die Lage versetzt eine Entscheidung zu treffen. Glaube ich dem oder glaube ich dem nicht. Und so wird ein menschen aufgrund dieses Glaubens und vollkommen freiwillig aus Gnade gerettet. Wir sehen also dass ohne Gottes einschreiten kein Mensch gerettet werden kann. Hierin sieht die Gnade Gottes noch größer aus!
Die Vollkommenheit in Gott
Die Vollkommenheit in Gott
Wir gehen nun zum nächsten Punkt und schauen uns die Vollkommenheit in Gott an. Es geht also um die Erlösung, die wir erleben. Es geht um die Segnungen die wir durch die Erlösung haben.
Bei der Bekehrung des Menschen geschieht zeitgleich auch die Wiedergeburt. Wir sehen also, dass Gott in seiner Gnade Licht in unser Dunkel bringt und den Menschen zieht. Wenn der Mensch diesem Ziehen glaubt, so wird er von Gott gezogen und erlöst, dass ist dann die Wiedergeburt.
Durch die Wiedergeburt bekommen wir vollkommene Segnungen von Gott, die ich jetzt etwas erläutern möchte. Natürlich kann ich das nicht umfänglich machen, aber ich möchte auf 5 Dinge Hinweisen:
vollkommene Vergebung
vollkommene Gerechtigkeit
vollkommene Heiligkeit
vollkommenes Siegel
vollkommene Bewahrung
vollkommene Vergebung
vollkommene Vergebung
Die Vergebung ist etwas grundlegendes, was ein Mensch erfährt. Durch die Vergebung werden wir zu neuen Menschen. Die Schuld ist vollständig vergeben. Dass heißt, dass nun unsere neue Identität nicht mehr Sünder ist, sondern Heiliger. Nicht mehr Kinder der Finsternis, sondern Kind Gottes. Nicht mehr in der Dunkelheit, sondern ein Leben im Licht Gottes.
Paulus predigte in Antiochia in Pisidien zu den Leuten:
So sei es euch nun kund, ihr Brüder, dass durch diesen euch Vergebung der Sünden verkündigt wird; und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder Glaubende gerechtfertigt.
Ja, durch Jesus Christus bekommen wir Vergebung unserer Sünden. Und diese Vergebung ist vollkommen. Es ist keine Vergebung, die nur Punktuell ist. Sondern eine Vergebung aller unserer Sünden. So drückt Paulus das im Kolosserbrief aus:
Und euch, die ihr tot wart in den Vergehungen und in dem Unbeschnittensein eures Fleisches, hat er mit lebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat.
Uns sind ALLE Vergehungen vergeben. Und das meint meine vergangene und zukünftigen Sünden. So dass Johannes das als Standpunkt oder Tatsche schreiben kann:
Ich schreibe euch, Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen.
Die Tatsache, dass uns alle Unsere Sünden vergeben sind zeigt sich im Opfer Jesu, worüber wir bereits gesprochen haben. Denn Jesu Opfer war EINMALIG und muss nicht wiederholt werden. Die Opfer des Alten Testaments mussten immer wieder gebracht werden, weil sie keine Vergebung erbringen konnten. Die Opfer haben die Sünden lediglich zugedeckt in Hinblick auf das Opfer Jesu Christi. Da aber nun Jesus Christus sich hingegeben hat, so müssen nun keine weitere Opfer mehr gebracht werden. So sagt es auch der Schreiber des Hebräerbriefes in 10,18:
Wo aber Vergebung dieser Sünden ist, gibt es kein Opfer für Sünde mehr.
Es bedarf keiner Opfer mehr, weil Jesus uns unsere Sündern vergeben hat. Würde Jesu Opfer uns nur Punktuell die Sünden vergeben, so müsste das ganze doch immer wieder wiederholt werden. Da es aber ein einmaligen und vollkommenes Opfer ist, so reinigt es uns auch vollkommen. Es nimmt uns nicht nur alle Schuld weg, sondern sie macht uns zu neuen Menschen. Wäre das nicht so, würde danach ja das gleiche wieder von Vorne losgehen. Aber weil wir einen neuen innwenigen Menschen bekommen haben der nicht mehr Sünden kann, so Leben wir in Christus im Kampf gegen die Sünde in unserem Fleisch.
Wir sehen also, dass die Vergebung eine Vollständige ist. Sie reinigt uns vollkommen, wer könnte uns da noch anklagen?
vollkommene Gerechtigkeit
vollkommene Gerechtigkeit
Mit der vollkommenen Vergebung geht auch die vollkommene Gerechtigkeit einher. Gott erfüllt die Gnade indem er seinen Sohn auf die Erde schickt und erfüllt auch zeitgleich die Gerechtigkeit indem er sich selbst anstelle von uns opfert. Der Lohn der Sünde ist der Tod, und deshalb ging Jesus der Gerechte in den Tod für uns und bezahlt damit den Preis der Sünde. Nun können wir für gerecht erklärt werden durch Jesus Christus. Im 2.Korintherbrief lesen wir:
Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit wurden in ihm.
Durch ihn werden wir zu Gerechte. Wir sind nicht mehr verurteilte, sondern welche die gerecht gesprochen werden durch Jesus Christus. Das ist das Urteil Gottes über uns - Gerecht!. Paulus sagt zu den Römer:
Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.
Die Gerechtigkeit ist also eine Gabe, es ist etwas was wir bekommen oder empfangen haben. Es ist nicht etwas punktuelles oder etwas zeitliches. Es ist auch nicht etwas was man sich verdient hat oder verdienen könnte, sondern es ist ein Geschenk Gottes. Es ist ein Status den Man von Gott bekommt.
Somit ist es nicht etwas was mit uns oder unserem Handeln zu tun hat, sondern etwas was mit Gottes Handeln an uns zu tun hat. Und unser neues Leben ist ein Leben in dieser Gerechtigkeit. Paulus beschreibt es in Römer 8 so:
Ist aber Christus in euch, so ist der Leib zwar tot der Sünde wegen, der Geist aber Leben der Gerechtigkeit wegen.
Unser Fleisch ist noch der Sünde unterworfen, deshalb sündigen wir noch, aber unser Geist, der zum neuen Leben auferweckt wurde lebt in der Gerechtigkeit Gottes. Deshalb sollen wir gemäß diesem Standpunkt unser Leben führen und unser Leib bezwingen.
vollkommene Heiligkeit
vollkommene Heiligkeit
Wir sind also Gerechte in Christus. Und diese Gerechtigkeit führt auch zur Heiligkeit. Es gehört beides zusammen. In Epheser 4,24 steht:
und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Wir haben also in Christus Heiligkeit angezogen. In den Briefes des Apostel Paulus finden wir immer wieder, dass er die Gläubigen als “Heilige” anspricht. Denn durch die Erlösung sind wir rein wegen der Vergebung, wir sind Gerecht, weil Christus die Gerechtigkeit vollständig erfüllt hat und wir sind Heilig, weil Christus uns neues heiliges ewiges Leben gegeben hat. Die Heiligkeit, die wir bekommen haben ist genauso eine Gabe Gottes. Es ist jetzt der Stand indem wir leben. Es ist nun unser Titel, den uns keiner aberkennen kann, weil es etwas ist, was wir nicht durch unser Handeln sind, sondern durch Christus. Wenn unser Vater im Himmel auf uns Menschen schaut, so sieht er uns nun durch Christus als heilige. Und nur deshalb können wir in die Gegenwart des Vaters treten im Gebet. Denn Gott kann keine Gemeinschaft mit etwas Unheiligen haben. Christus hat uns als Heilige hingestellt, so wie es in Kolosser 1 heißt:
Und euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den bösen Werken, hat er aber nun versöhnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen,
Und so werden wir dann im NT immer wieder aufgefordert dieser Berufung würdig zu leben. Weil wir Heilige sind, und weil Christus heilig ist, sollen wir heilig Leben und darin wachsen.
vollkommenes Siegel
vollkommenes Siegel
Wir haben aber nicht nur das Geschenk der Vergebung, der Gerechtigkeit und der Heiligkeit bekommen, sondern auch den Siegel des Heilgen Geistes. In Epheser 1, 13-14 steht:
In ihm seid auch ihr, als ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung. Der ist die Anzahlung auf unser Erbe, auf die Erlösung seines Eigentums hin zum Preis seiner Herrlichkeit.
Hier wird der Heilige Geist einmal als Siegel beschrieben. Das Siegel war damals ein Zeichen des rechtmäßigen Eigentümers. Es schützte somit für den Gebrauch und Zugriff von Unbefugten. So ist der Heilige Geist ein Zeichen, dass wir Gott gehören. Wir gehören zum Besitztum Gottes. Und gleichzeitig ist dieser Geist ein Schutz vor dem Widersacher, dass dieser keine Macht mehr über uns hat. Dieser Siegel spricht von Sicherheit in Gott.
Der Heilige Geist wird hier auch als Unterpfand beschrieben. Man könnte dies auch als Anzahlung oder Pfand beschreiben. Hier wird der Heilige Geist als unsere Garantie unserer Erlösung beschrieben. Damals bezahlte man ein Unterpfand als Zusicherung, dass später noch die gesamte Summe ausgezahlt wird. So machen wir es auch manchmal bei größeren Beträgen, dass erstmals der Vorschuss kommt und später der Rest. So ist auch der Heilige Geist unsere Anzahlung auf das ewige Leben. Mit dem Empfang des Heiligen Geistes hat Gott uns die Anzahlung schon ausgezahlt und wir haben die Zusicherung, dass wir das ewige Leben bekommen werden auch in der Ewigkeit.
Und dieser Heilige Geist der in uns wohnt, er beilbt bei uns. Jesus sagt in Johannes 14,16
und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch ist in Ewigkeit,
Der Heilige Geist bleibt also immer bei uns. Gott gibt uns somit vollkommene Sicherheit durch sein Siegel. In Johannes 10 zeigt Jesus wie stark diese Sicherheit ist.
Johannes 10,27–30 (ELB 2006)
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. Ich und der Vater sind eins.
Hier sehen wir das wir sicher in der Hand von Jesus Christus sind und dann noch sicher in der Hand des Vaters. Wir haben also eine dreifache Sicherheit, weil Gott nicht einer sondern drei ist. Gott in seiner ganzen Fülle versiegelt uns vollkommen. Wer kann uns da noch aus dieser Hand des mächtiges Vaters reißen? Wer ist imstande dieses Siegel zu lösen?
vollkommene Bewahrung
vollkommene Bewahrung
Paulus sagt hierzu:
Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
Paulus war sich überzeugt dass kein Teufel und kein Dämon, auch kein Engel oder irgendwelche irdische Mächte noch irgendein Geschöpf, dass heißt kein Mensch, da bin ich auch mit eingeschlossen uns von Gottes Liebe trennen kann.
Das spricht doch von einer vollkommenen Bewahrung. In Gott sind wir vollkommen sicher und somit werden wir auch bewahrt werden bis zum Schluss. Denn wir sind sicher in Gott. In Kolosser 3,3 steht:
Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.
Wir sind also in Gott geboren. Wenn jemand an uns ran will, so muss er nicht nur an Christus vorbei, sondern auch an Gott den Vater. Das gleiche gilt auch bei uns selbst.
So haben wir diese Sicherheit die uns auch bis ans Ende bringen wird. Judas schreibt am ende seines Briefes:
Dem aber, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seine Herrlichkeit tadellos mit Jubel hinzustellen vermag, dem alleinigen Gott, unserem Retter durch Jesus Christus, unseren Herrn, sei Herrlichkeit, Majestät, Gewalt und Macht vor aller Zeit und jetzt und in alle Ewigkeiten! Amen.
Hier zeigt er auf Gott dem Alle Macht und Gewalt zusteht. Er steht über allem und dieser große und erhabene Gott wird uns bewahrt uns bis ans Ende. Wer könne uns besser bewahren und durchtragen als er? - Niemand! deshalb brauchen wir nicht verzweifeln, denn Gott wird uns durchtragen es komme was wolle. Denn er wird seine Kinder führen und leiten.
Schluss
Schluss
Wir haben heute also gesehen, wie wunderbar die Erlösung durch unseren großen Gott ist. Was er uns alles schenkt und gibt. Dass das was wir sind wir nicht sind, weil wir unser Leben jetzt so führen, sondern wir führen unser Leben jetzt so, weil wir das in Christus geworden sind. Und das ist ein ganz anderer Blickwinkel.
Es bleibt nun aber doch die Frage:
Warum gibt es dann in der Bibel so viele Aufforderung zur Treue? So viele Aufforderung zur Wachsamkeit, Aufforderungen, dass wir im Glauben wachsen sollen, Aufforderungen dass wir heilig leben sollen? Und oftmals sogar mit Bedienungen.
Das liegt daran, dass die Bibel aufzeigt, dass echter Glaube diese Dinge hervorbringen muss. Ein Mensch der wirklich wiedergeboren ist wird dies auch hervorbringen. Deshalb kann die Bibel zum einen die vollkommene Sicherheit in der Erlösung zeigen und zum anderen den Aufruf zur Treue machen.
Es ist also nicht, dass die Sicherheit davon abhängig ist, sondern die Treue bedingt die Wiedergeburt vorher. Doch das werden wir uns nächsten Sonntag noch genauer anschauen.
Lasst uns nun Gott danken für seine Herrliche Erlösung, die er in uns vollbracht hat. Danken für seine Vollkommenheit!
