Sündenbekenntnis

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Notes
Transcript
Predigt 3: Licht/Finsternis - Sündenbekenntnis/Verständnis
Ergänzen: Andacht vom 26.04 - Jeden Morgen neue Gnade einbauen!

Einleitung:

In der letzten Predigt habe ich euch mit einem versteckten und einem offensichtlichen Cliffhanger sitzen lassen. Der Versteckte Cliffhanger war ein Zitat aus Jakobus. „Ein Glaube ohne Werke ist Tod”. Wer hat sich die Frage gestellt, welche Werke hier gemeint sind? - Diese Frage wird uns allerdings in den kommenden Zwei Predigten ebenso beschäftigen.
Bei dem Offensichtlichen Cliffhanger ging es um Sünde in unserem Leben. Ich habe ein paar Krasse Sünden aufgezählt und die Behauptung aufgestellt, dass wenn man diese Sünden tut, es nichts an unserer Stellung in Christus ändert. Das ist auch die Wahrheit, jedoch nur ein Teil dessen.
Das heißt ich habe eine gute Nachricht. Die Predigtreihe geht weiter, jedoch erwartet euch schon wieder ein Cliffhanger. :D
Es gibt noch einen zweiten Teil und diesen finden wir in den Versen 1. Johannes 1,8–2,2 “Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.”
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In der Familie gibt es doch immer wieder knartsch. Wir meckern uns an, wir sind den anderen Überdrüssig, wollen einfach nur alleine sein. Wir beleidigen einander, verletzen einander. Wenn es sich aber um einen dauerzustand handelt, kann man dann noch von echter Familie sprechen? In einer Familie gehört doch Liebe, Verständnis, Vergebung und Versöhnung. Dazu zählt dann auch absolut Ehrlich zueinander zu sein. Die Bibel gibt uns dazu ein Zeugnis, was die Voraussetzungen in der Familie Gottes sind.
Der heutige Text ist eine Grundlage für die Familie Gottes. Denn der Text zeigt die Grundlage der Gemeinschaft mit Gott und somit auch die Grundlage für die Gemeinschaft untereinander. Das erste ist das Wandeln im Licht, was wir uns das letzte mal angesehen habt. Das zweite, worum es heute gehen wird ist das Bekennen der Schuld und das Leben in der Buße. Die verschiedenen Wörter „Gemeinschaft”, „Wir” und „uns” belegen, dass es um die Familie Gottes geht. Es geht nicht um uns alleine.
Wir haben uns im 1. Johannesbrief bisher angesehen und festgestellt, dass die Gemeinden an die dieser Brief gerichtet ist, Probleme hatten mit Menschen die die Gemeinde verließen, weil Sie den Messias abgestoßen haben. Sie wollten nichts mehr von Jesus wissen, mehr noch, Sie wollte sogar Menschen weg ziehen, von dem einzig wahren Retter dieser Welt. Sie leugneten dass Jesus der Messias ist und suchen danach Streit und Spaltung in der Gemeinde zu verursachen. In diese Situation spricht Johannes durch diesen Brief um eine Art „Schadensbegrenzung“ zu machen, die Gemeinden neu auszurichten und ihnen die Gewissheit zu geben, dass auch wenn Sie sich in einer schwierigen Situation befinden, die Rettung in Christus echt ist. Ihr Ewiges Leben ist in Christus, der das ewige Leben ist. Das Ziel ist eine anhaltende Freude, die jede Situation übersteht.
Struktur des Briefes
Bei der letzten Predigt haben wir uns mit der Sündenerkenntnis auseinandergesetzt und dem Verhältnis zwischen Licht und Finsternis. Der Text ist mit 3 wichtigen Elementen eines Gläubigen gefüllt.
1. WIr wandeln in dem Licht, wie er in dem Licht ist. 2. Wir haben Gemeinschaft miteinander. 3. Das Blut Jesu Christi reinigt uns von aller Sünde Das Resultat war, ein Mensch der behauptet in der Gemeinschaft mit Gott zu leben, also Anteil am Leben Gottes zu haben, seine Sünde erkennt. Er versteht dass er sündigt und er sucht auch garnicht danach, die Sünde zu verstecken oder klein zu reden. Ganz anders. Er sucht nach noch mehr Licht, damit er sieht wo er Sünde hat um es zu bereinigen.
Dies ist eine Haltung die aus der Gemeinschaft mit Gott entsteht, wenn Licht in die Finsternis von Menschen hineinleuchtet, die auf Gott vertrauen. Das heißt, es ist kein wirken aus uns selbst heraus. Weil ein Mensch im Licht lebt, hat er Sündenerkenntnis. Es ist eine logische Folge, weil das Licht in sein Leben leuchtet. Dieser Punkt ist die Grundlage, für die kommenden zwei Punkte in dieser Predigt.

Hauptteil:

Wir bewegen uns also in einem Kontext, den wir beachten müssen.
Heute betrachten wir uns etwas detaillierter die Verse 1,8 - 2,2. In den kommenden Versen sehen wir zwei Behauptungen, die sehr ähnlich klingen aber sehr unterschiedlich sind. - Keine Sünde haben - Nicht sündigen Der Unterschied dieser beiden ist dass es sich einmal um das Wesen des Menschen handelt und das zweite sind die tatsächlichen Taten im praktischen Leben. Wir werden uns gemäß dem Text erstmal mit dem Wesen des Sünders auseinandersetzen. Die Punkte sind wie gewohnt aufgeteilt in einer Negativformulierung und in einer Positivformulierung.
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1. Das Bekenntnis eines ungläubigen - Keine Sünde
8 Wenn wir sagen,
dass wir keine Sünde haben,
so betrügen wir uns selbst,
und die Wahrheit ist nicht in uns.
Hier wird nun gesagt, dass wenn jemand sagt, dass er keine Sünde hat. Also sein Wesen ist nicht von Sünde bestimmt bzw. die Sünde hat keinen Einfluss auf sein Leben. Die Schrift sagt, dass wir uns selbst betrügen, wenn wir sowas tun und die Wahrheit ist nicht in uns. Lasst uns nochmal kurz den Kontext reflektieren. In Vers 6 lesen wir nämlich, dass wir „Lügen und nicht die Wahrheit tun“. Nun lesen wir dass „wir uns selbst betrügen und die Wahrheit ist nicht in uns“
Johannes will hier deutlich machen, dass die Lüge zu Beginn, Schaden genommen hat. Wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit Gott haben und wandeln in der Finsternis. Das ist die Lüge. Damit betrügen wir uns selbst, denn darauf folgernd sagen wir, wir wären Sündlos. Dies beweist, dass wir keine Einsicht haben über uns, über Gott und dass unser Wesen nie verändert wurde. Wir wollen uns selbst perfekt darstellen und sind Blind für die Wahrheit.

Gefallener Zustand:

Als Christen befinden uns in Christus in einer neuen Stellung. Wir sind in den Augen Gottes Heilige und wir haben eine neue Identität, nämlich Kinder Gottes. Wir wurden komplett neu gemacht eine neue Schöpfung und haben ein neues Wesen. Doch sind wir deswegen Perfekt? Nein und das fordert dieser Text auch nicht - Wir befinden uns noch im Fleisch und wir haben zu kämpfen mit der Sünde. Wir stehen aber nicht mehr unter ihrer Macht, denn davon wurden wir befreit. Wir sind der Sünde gestorben und somit sind wir nicht mehr Sklaven der Sünde. Römer 6,5-6
Der Einfluss der Sünde ist da, solange wir im Fleisch sind. Diesen Kampf führen wir unser ganzes leben. Die Gnade wird da groß, wo wir erkennen wie Sündhaft wir eigentlich sind.
„Im Licht Gottes erkennen wir nämlich, dass wir Sündhafter sind als in unserem schlimmsten träumen, in Christus sind wir aber geliebter als wir es uns jemals erhofft haben” - Timothy Keller.
Deswegen kann ich es nur nochmal betonen. Dieser Text lehrt keine Sündlosigkeit, sondern er lehrt dass wir dies erkennen und bekennen, wenn wir Kinder Gottes sind. Es zeigt uns auf, wie ein Kind Gottes reagiert.
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2.Das Bekenntnis eines Kind Gottes - Sünder
9 Wenn wir unsere Sünden bekennen,
so ist er treu und gerecht,
dass er uns die Sünden vergibt
und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
Viele Ausleger nehmen diese Verse um zu sagen, du bist nur gerettet, wenn du deine Sünden bekennst, also bekenne Sie, dann wirst du gerettet. Ganz Praktisch die Beichte, danach 10 Ave Maria und man hat wieder Frieden. Oder auch ein Bekenntnis in einem Seelsorge Gespräch und nur dann habe ich Frieden.
Doch das ist hier nicht gemeint.
Lasst uns erstmal den Text beleuchten und herausfinden was wirklich gemeint ist:
Die Grammatikalische Konstruktion ist hier wegen der Übertragung der Sprachen etwas unglücklich und macht den Eindruck einer Bedingung zur Rettung die von und aus geht, Doch was eigentlich gemeint ist, ist eine logische Folge.
Wenn wir unsere Sünden bekennen, — Das ist unsere Handlung Ist er treu und Gerecht, — Das ist sein Wesen. => Leben in der Buße Sünden vergibt, reinigt — Sein Werk an uns wegen seines Wesens
Wenn jemand sagt, er hat Gemeinschaft mit Gott, der wird auch bekennen, dass er ein Sünder ist. Dieser Text steht im Kontext des Licht und Finsternis Verhältnisses und prüft, ob jemand Gemeinschaft mit Gott hat, ob er wirklich gerettet ist. Doch was ist die Grundlage? Das Bekennen, die Tat, an sich? Nein - Die Rettung geschieht immer noch aus Gnade durch Glauben. 5 Da wir nun gerechtfertigt° worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, 2 durch den wir mittels des Glaubens auch den Zugang haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. Röm 5, 1-2
Das ist die Grundlage unserer Rettung. Nicht unser Werk, sondern das Werk Jesu. Ein Leben aus der Buße ist letztendlich genau das wovon wir hier lesen. Und die Buße kommt von Gott, Sie ist uns von Gott geschenkt. Der heilige Geist ist es, der uns in diese Herzenshaltung bringt. 18 Als sie aber dies gehört hatten, beruhigten sie sich und verherrlichten Gott und sagten: Also hat Gott auch den Nationen die Buße gegeben zum Leben. Apg 11,18.
Der Text will uns lediglich die Folge zeigen, die mit Gewissheit eintreten wird, wenn der Fall eintritt, dass jemand bekennt. Es geht nicht um uns, vielmehr um die Gewissheit Der Folge Und die Grundlage dessen.
Das Griechische Wort für Bekennen ist Homologeo. Es ist ein zusammengesetztes Wort aus „Gleich“ und „Sprechen“. Es bedeutet wortwörtlich „Das Gleiche sprechend“. Hier geht es darum, dass ein Mensch leugnet Sünde zu haben. Was sagt aber die Schrift?

Gnade im Text:

Es geht im Bekennen, darum, dass die Schrift ein Urteil über uns fällt. Lohn der Sünde ist der Tod. Akzeptiere ich dieses Urteil?, Verstehe ich, dass ich keinen Anspruch auf Gott oder das Ewige Leben habe? Verstehe ich, dass ich nichts verdiene als ewige Pein? Stimme ich dem zu? —> Das ist bekennen. Der Schrift recht geben.
In diesem Bekennen treten wir vor den Gnadenthron Gottes, werfen es vor ihm nieder und wir dürfen Vergebung empfangen. Die Angst vor dem Gericht, vor der Verdammnis kann fliehen, durch das Werk Jesu. Aus Gnade durch Glauben. Das ist das Leben in Buße. Das passiert immer und immer wieder. In den Worten, „Es ist Vollbracht” wird uns Heil zuteil.
Dieses Bekennen geht aber noch weiter. Wir haben es hier ja mit Gemeinschaft zu tun. Eingangs habe ich gesagt, dass dieser Text eine Grundlage für die Familie Gottes ist. Die Apostel nehmen uns durch das Verkündigen der Botschaft in die Gemeinschaft mit dem Sohn und den Vater hinein. Durch die Worte „Wir” und „uns” sind wir Teil dessen. Gemeinschaft haben bedeutet ja, dass wir das leben mit dem anderen teilen. Es geht also wirklich darum, dass wir in der Gemeinde eine Familie sind.
Wenn wir nun an die Familiesituation denken, wird es bei Enger Gemeinschaft auch zu Reibung kommen. Und hier geht es dann auch darum, dass wir vor einander, im Privaten, unsere Schuld bekennen, wenn es zur Sünde gekommen ist. Jakobus 5,16 “Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet; das inbrünstige Gebet eines Gerechten vermag viel.” Und noch bevor ihr das tut, bekennt es vor Gott. Bei Gott dürft ihr absolut ehrlich sein. Alles offen darlegen Und es vor seinen Thron legen. Er ist für dich da und er weiß um deine Situation.
Was meint der Text jetzt mit diesem „Treu und Gerecht”? Ich habe früher immer gedacht „Naja, ich glaube. Also ist Gott gerecht, wenn er mich rettet, Ich versuch ja anders zu Leben als ungläubige Menschen. Doch das ist damit nicht gemeint. Hier geht es nicht um Selbstgerechtigkeit. Dieser Text soll nicht dazu dienen, unser eigenes Ego anzukurbeln, weil wir ein paar Krasse Hechte sind. Gemeint ist folgendes:
Die Schrift spricht ein Urteil. Dies ist der Gerechtigkeitsanspruch unseres Himmlischen Vaters. „Lohn der Sünder ist der Tod” - Wer Leben will muss Sündlos sein. Jesus kommt auf diese Erde und erfüllt diesen Anspruch des Vaters. Er führt ein Sündloses Leben, ist also vollkommen Gerecht. Jetzt gibt Jesus sein Leben hin, zur Vergebung der Sünden für jene die an ihn glauben. Johannes 3,16“Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.” Und diesem versprechen ist Gott Treu. Es geht hier um Jesus, nicht um uns. Gott ist sich selbst, seinem Wort treu und vergibt denen die Glauben und bekennen. Ich denke wir müssen viel mehr von uns weg schauen und mehr auf Jesus blicken, dann wird seine Gnade umso größer werden.
Paul David Trip hat sehr passend zu diesen Versen geschrieben:
Weil das Annehmen von Tadel nicht natürlich ist, bedarf es der rettenden, verwandelnden Gnade, um ein demütiges, williges, zerbrochenes, sich selbst erforschendes und ein hilfesuchendes Herz zu bekommen. Nur die göttliche Gnade kann das Herz eines Menschen erweichen. Nur die Gnade kann deinen Herzensaugen dazu verhelfen, zu sehen, was du sehen musst. Nur Gott kann in Seiner Gnade deine Verteidigungsanstrengungen herunterfahren und dich zum Bekennen bringen. Nur Er kann dich dazu veranlassen, nicht mehr mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern zu deinem Erlöser zu eilen, um Vergebung und befreiende Kraft zu erhalten. Nur Er kann dich dazu befähigen, deine eigene Gerechtigkeit aufzugeben und deine Hoffnung und Ruhe in der Gerechtigkeit eines Anderen zu finden. Nur Er kann bewirken, dass du über deine eigene Sünde betrübter bist als über die Sünden von anderen. Nur Er kann bewirken, dass du deine Gnadenbedürftigkeit zugibst. Nur Er kann dich und mich dazu veranlassen, unser Vertrauen auf unsere eigene Leistungsfähigkeit aufzugeben und unser Vertrauen auf die vollkommen annehmbare Gerechtigkeit Jesu Christi zu setzen. Nur Er kann uns dazu bringen, unsere Hoffnung auf den einzigen Ort zu setzen, wo Hoffnung gefunden werden kann: auf Gott, und auf Gott allein. Jeder Moment der Abwehrhaltung und Selbstverteidigung beweist, wie sehr du die Gnade Gottes noch brauchst.
Ein Mensch ist kein Kind Gottes, wenn er sagt er sei ohne Sünde. Ein Mensch ist ein Kind Gottes, wenn ihm die Sünden vergeben sind.
Glaubst du das?
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3. Das Bekenntnis eines ungläubigen - Keine Sünden:
10 Wenn wir sagen,
dass wir nicht gesündigt haben,
so machen wir ihn zum Lügner,
und sein Wort ist nicht in uns.
Dieser Vers ist sehr ähnlich aufgebaut, wie zuvor schon gesagt, geht es hier um den praktischen teil unseres Lebens, nämlich das sündigen an sich.
Das Problem ist das gleiche. Ich wandle nicht im Licht. Ich hab keine Gemeinschaft mit Gott, ich bin kein wiedergeborener Mensch und habe keine Erkenntnis über meine Sünde. Es geht hier eben um Menschen, die ihre Sünden stets rechtfertigen: - Warum ist das denn Unzucht? So schlimm ist es doch garnicht was ich mache! - Warum soll das geiz sein? Ich hab doch so wenig! - Warum soll das Lüge sein, ich versteh es eben anders! - Warum soll ich zu meiner Frau/Mann zurück? Die sind doch an allem Schuld! - Warum soll ich diesen Bruder Lieben? Er hat mich schlecht behandelt! - Ich versteh nicht warum Homo Sexualität Sünde sein soll, Es ist doch auch Liebe!
Es geht um eine Verständnislosigkeit darüber, was eigentlich Sündhaft ist. Solche Menschen sind Blind dafür, behaupten aber Gott zu kennen. Das ist nicht Wahr! Die Wahrheit ist nicht in Ihnen.
Die Bibel, Gott, sagt über den Menschen ganz klar aus, dass jeder Mensch Sünder ist und somit jeder Mensch sündigt. Wenn wir nun etwas Gegenteiliges behaupten, muss einer Lügen. Wir verzerren das Bild Gottes und betreiben so Götzendienst. Wir machen Gott zum Lügner. Das beweist eine Sache. Das Wort, Jesus ist nicht in uns und somit haben wir auch keine Rettung. Vielleicht bringen wir auch noch andere Menschen zum Fall mit diesen Lügen!
Ich weiß, dass ist sehr schwarz weiß. Aber der Heilige Geist hat es nicht umsonst so eingegeben. Gott will dass wir ganz für ihn sind und uns nicht in irgendwelchen Grauzonen bewegen. Hier stellt sich nun die Frage, Wo befindest du dich gerade? Beziehe klare Stellung und sieh ein wie du bist. Nur weil du Steuern zahlst, deinem Nachbar hilfst und niemanden beleidigst, macht dich das nicht Gerecht vor Gott. Vor dem heiligen Gott ist jeder von uns ein Sünder und sündigt. Es fängt damit an, dass wir nicht an den Herrn und Retter, Jesus Christus glauben. Tatsächlich ist das das schlimmste….
Wie Dietrich Bonhoeffer sagte: „Unglaube aber rechnet im Guten wie im Schlechten nicht mit dem lebendigen Gott. Das ist Sünde.”
Merkt euch:
Ein Mensch ist kein Kind Gottes, wenn er sagt, er sündigt nicht. Ein Mensch ist ein Kind Gottes, wenn ihm seine Missetaten vergeben sind.
- also Bekenne!
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4. Der richtige Umgang mit Sünden
1 Meine Kinder,
ich schreibe euch dies,
damit ihr nicht sündigt;
und wenn jemand gesündigt hat –
wir haben einen Sachwalter bei dem Vater,
Jesus Christus,
den Gerechten.
2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden,
nicht allein aber für die unseren,
sondern auch für die ganze Welt.
Hier beschäftigen wir uns nun auch mit beiden Cliffhänger, aus der letzten Predigt.
Eine Parallele zu diesem Text ist Römer 6,1–5 “Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein;”
Das ist eine Wunderbare Zusage. Die Bedeutung hier ist nämlich, dass wir unter der Herrschaft der Sünde, des Todes und des Gesetzes Standen. Doch in Christus sind wir frei geworden Von alldem, welches uns Verdammen möchte. Jesus ist Sündlos, Hat das Gesetz erfüllt und sein Leben für uns gegeben und durch Glauben können wir das für uns in Anspruch nehmen. Dieser Text erlaubt uns aber nicht unseren begierden freien Lauf zu lassen, wie so manche Ausleger es anhand diesen Textes behaupten.
Johannes sagt Sinngemäß : „Liebe Gemeinde, ihr müsst nicht sündigen, ihr seid frei gemacht davon, deswegen schreibe ich euch dies, dass ihr euch daran erinnert. Doch ich weiß, dass ihr sündigen werdet und wenn ihr dies tut, der Herr vertritt euch im Himmel, vertraut darauf.“ Was sagte Jesus zu der Ehebrecherin die gesteinigt werden sollte? „So verurteile ich dich auch nicht, geh hin und sündige nicht mehr!“ Wir sind frei gemacht und müssen nicht mehr sündigen. Durch die Kraft des Heiligen Geistes haben wir das Potenzial, nicht mehr zu sündigen. Doch weil wir Schwache Menschen sind und Gott uns nicht Überfordern möchte, lässt er sich mit der Heiligung in unserem Leben zeit. Gnade.
Wayne Grudem sagt zur Heiligung folgendes:
„Die Heiligung ist ein fortschreitendes Werk Gottes und des Menschen, das uns immer mehr von der Sünde befreit und uns Christus in unserem wirklichen leben immer gleichförmiger macht.” — Es ist ein Prozess. Gott arbeitet. Es ist Gnade. Das Coole ist, der Heilige Geist ist unser Sparring Partner und hilft uns dabei, indem er an uns arbeitet und die Sünde aufdeckt und uns zur Buße leitet.
Paul David Tripp formuliert es so:
„Ja, wir sollten uns über unsere ewige Versöhnung mit Gott jubelnd freuen; aber wir sollten auch erkennen, dass es in Seinem Werk noch einen zweiten Teil gibt. Das ist die Umwandlung (»Er stärke euch in jedem guten Wort und Werk!«). Christus muss durch unsere guten Worte und Werke geehrt werden. Wer wirklich errettet ist, wird bestrebt sein, beides zu tun, und hat einen ewigen Trost und eine sichere Hoffnung, bis er endlich vollendet ist. Es gibt keine tröstlichere Botschaft als jene, die vom Kreuz Jesu Christi gepredigt wird, und es gibt keine mächtigeren Verheißungen von Verwandlung als jene, die in der Gnade dieses Kreuzes gefunden werden. Durch die Gnade bewirkt Gott aktiv wirklichen vertikalen Trost in unseren Herzen, so dass wir ihn nicht mehr horizontal suchen; und durch die Gnade verwandelt Er unsere Herzen, so dass wir in Wort und Werk zunehmend so leben, wie Er es von uns haben will. Gottes Trost bedeutet nicht, dass es einerlei sei, in welcher Weise wir unser Leben führen; und die Tatsache, dass Gott Anspruch auf unser tägliches Verhalten erhebt, beseitigt in keiner Weise den ewigen Trost Seiner versöhnenden Gnade. Wir gehören Ihm aus Gnade, und wir werden durch die Gnade verändert – alles infolge Seines versöhnenden und verwandelnden Eifers. Sei dankbar für den Trost, den Er schenkt, und lebe so, dass du Seinem Namen alle Ehre machst.”
Ein Wiedergeborener Mensch hat Sündenerkenntnis, Bekenntnis und Verständnis, Weil er Gemeinschaft mit dem Licht hat. Es entspricht seinem neuen Wesen!
Ein Wunderbarer Aspekt ist, Johannes richtet diese Verse an „Kinder“ und spricht ihnen zu „ihr habt einen Sachverwalter beim Vater für eure Sünden.” Unser Himmlischer Vater hört nicht auf unser Vater zu sein, wenn wir sündigen. Er ist immernoch Papa. :) Diese verse sind extrem Seelsorgerlich. Sie sagen uns nämlich, wie wir mit unseren Sünden umgehen dürfen.
Wir sollen nicht Sündigen.
Wenn wir sündigen, haben wir einen Sachverwalter im Himmel. Johannes weicht seinem brief damit nicht auf. Er bleibt immernoch schwarz weiß, denn das ist ja die Wunderbare Wahrheit des Evangeliums. Uns ist vergeben aufgrund der Gerechtigkeit Gottes, die uns geschenkt wurde in Christus. Nicht wegen unserer Gerechtigkeit.
Das Wort Sachwalter kann auch als Fürsprecher übersetzt werden Und er vertritt dich vor dem Vater. Denn der Vater ist es nämlich, dessen Gerechtigkeit erfüllt werden muss. Der Vater ist es, der uns in die ewige Verdammnis werfen würde, weil wir keineswegs seiner Gerechtigkeit entsprechen. Doch wie vorhin schon gesagt, Jesus hat den Gerechtigkeitsanspruch Gottes erfüllt, weshalb uns Gott nicht mehr anklagt.
Ich will es euch Illustrieren. Wir stehen vor dem Thron Gottes. Der Vater klagt uns zu recht an, weil wir Sünder sind. Der Sohn sitzt neben uns und vertritt uns und sagt. „Vater, er entspricht nicht deiner Gerechtigkeit und du hast recht, ihn in die Hölle zu werfen. Doch schau. Er glaubt an mich. Er vertraut auf mein Opfertod am kreuz, dass ich seine Schuld getragen habe. Ich habe ihm meine Gerechtigkeit geschenkt. Er hat Anteil an meinem ewigen leben. Reicht mein Opfer als Sühnung um deine Gerechtigkeit zu erfüllen, sodass du ihm vergeben kannst?“ Der Vater antwortet: „Es genügt, ihm sei vergeben, ich werde ihn nicht mehr anklagen“
Zum Schluss wird uns nochmal vor Augen gemalt, wie riesig die Gnade Gottes und wie Kostbar das Werk Jesu ist. Es reicht aus um für die Sünden der ganzen Welt also der ganzen Menschheit zu Sühnen. Das heißt nicht, dass alle die Vergebung erlangen. Dazu ist der glaube nötig. Aber das Werk Jesu reicht aus dafür. So gigantisch. Jesus Christus hing am Kreuz, Stellvertretend und hat den Preis bezahlt mit einem gigantischen potenzial. Mein Lieber Bruder, meine Liebe Schwester. Glaub mir eins. Die Gnade Gottes reicht für deine Sünden, verzweifle nicht, Vertraue darauf.

Abschluss:

Also:
Jeder von uns kennt die Situation, dass wenn man sündigt, man sich versucht herauszureden und gleichgültig ist. Oder man wälzt sich im Selbstmitleid. Beide reaktionen sind Stolz und Sündhaft. Johannes beschreibt uns hier den richtigen Umgang. Erkenne dass du ein Sünder bist und bekenne deine Schuld vor Gott und sei dir gewiss, dass dir vergeben ist, denn Jesu hat dafür bezahlt und sündige von nun an nicht mehr, wenn du es tust, vertraue auf die Gnade Gottes und dass das Werk Jesu auch dafür ausreicht.
Hast du in deinem Leben Erfahren, erkannt, verstanden, bekannt dass du ein Sünder bist, dass du in Christus frei davon bist, dass du in Christus Vergebung empfangen kannst? Wenn ja. Glückselig bist du, denn du hast einen großen Schatz in deinem Herzen und du kannst dir Gewiss sein, dein Erlöser lebt! Du kennst sowas nicht in deinem Leben? Bitte Gott in dein Leben zu leuchten und dir zu zeigen, wer du wirklich bist. Lass dich versöhnen mit Gott, der dich retten will!
Amen!
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