Auferstehung & Leben: Jesus genügt!
Jesus genügt • Sermon • Submitted • Presented
0 ratings
· 24 viewsGibt es eine Kraft, die mächtiger ist, als der Tod? Die das Unausweichliche der Vergänglichkeit aushebelt? Die dich aus den Klauen der Zersetzung befreit? Ja. Diese Kraft ist im Begriff "Auferstehung" zusammengefasst. Und du findest sie in Jesus Christus. Ich bin... sagte Jesus. Und erinnerte dabei seine jüdischen Zuhörer an die Aussage des lebendigen Gottes: "Ich bin, der ich bin!" Jesus ist Gott - und Jesus genügt! *Datum* - FEG-LuzernSüd. www.fegluzernsued.ch/predigt
Notes
Transcript
Handout
Gibt es eine Kraft, die mächtiger ist, als der Tod? Die das Unausweichliche der Vergänglichkeit aushebelt? Die dich aus den Klauen der Zersetzung befreit? Ja. Diese Kraft ist im Begriff "Auferstehung" zusammengefasst. Und du findest sie in Jesus Christus.
Johannes 11,25 (NLB)
Jesus sagte zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Eine faszinierende Aussage. Was für eine Lebensfreude spricht daraus?! Was für eine Kraft, die stärker ist, als das Sterben?! Und wie seltsam, eigentlich, dass Jesus nicht sagt: “Ich habe die Kraft für Auferstehung und Leben”. Er sagt auch nicht: “Ich bringe Auferstehung und Leben.” Auch nicht: “Ich zeige dir den Weg zu Auferstehung und Leben.” Er sagt: “Ich bin die Auferstehung und das Leben.” Dieses “Ich bin...” muss seine Zuhörer elektrisiert haben. Insgesamt 7 Zitate sind uns überliefert, in denen Jesus eine solche “Ich-Bin”-Aussage machte. “Ich bin der Weinstock”, zum Beispiel. Oder: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.” Warum elektrisierte es seine Zuhörer? Es waren Juden. Und die hatten in den Heiligen Schriften ein Wort, das keiner mehr auszusprechen wagte. Es war der Eigenname Gottes. Vier Buchstaben standen da: JHWH. Sie sagten einfach immer “Herr” (Adonai), wenn sie einen Text vorlesen sollten, wo JHWH vorkam. So heilig war ihnen dieser Name Gottes. Sie wollten nichts falsch machen.
Was bedeutete dieser Name? Gott hat sich selbst damit vorgestellt, damals, 1400 Jahre vor Christus, als Israel ein Sklavenvolk in Ägypten war und er es befreien wollte. Gott begegnete einem alten Hirten, der in seinem Leben vieles vermurkst hatte. Sein Name war Mose. Das ist die Episode aus dieser Begegnung:
Exodus 3,13–15 (NLB)
Aber Mose wandte ein: »Wenn ich zu den Israeliten gehe und ihnen sage: ›Der Gott eurer Vorfahren hat mich zu euch gesandt‹, und sie mich dann fragen: ›Wie heißt er denn?‹, was soll ich ihnen dann antworten?«
Gott entgegnete: »Ich bin, der ich immer bin. Sag ihnen einfach: ›»Ich bin« hat mich zu euch gesandt.‹«
Und er fügte hinzu: »Sag ihnen: ›Der HERR, der Gott eurer Vorfahren – der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs – hat mich zu euch gesandt.‹ Das ist mein Name für alle Zeiten; alle kommenden Generationen sollen mich so nennen.
“Ich bin, der ich bin!”
“Ich bin, der ich bin!”
Hinter den vier Buchstaben JHWH steckt diese ehrfurchtgebietende Geschichte, wo Gott sagte: “Ich bin!” (2 Mose 3,14)
Und hier taucht dieser Jesus auf und sagte: “Ich bin...” Weisst du, wenn er gesagt hat: “Ich bin müde” oder “Ich bin glücklich”, dann wäre das nicht so aufsehenerregend gewesen. Aber wenn er sagt: “Ich bin die Auferstehung und das Leben”, dann steckt da mehr dahinter. Er stellt sich eigentlich Gott gleich. Er sagt eigentlich: “Leute, hier steht vor euch der “Ich bin”!
Und Freunde, wenn das eine schockierende Nachricht für die Juden damals war, so ist es eine gewaltige Herausforderung für uns Menschen des 21.Jahrhunderts. Es bedeutet, dass Jesus genügt.
Das fordert heraus. Warum? Weil wir es uns nicht genügen lassen können. Was ich sehe und erlebe und empfinde: als Christen sind wir es uns gewöhnt, in einem “Jesus und...” - Glauben unterwegs zu sein.
- Jesus und Suchtverhalten (weil jede Sucht sagt, dass Gott nicht genügend versorgt)
- Jesus und Masslosigkeit (weil übermässiges Essen, oder immer das neueste Handy usw. sagt, dass wir in Jesus nicht schon alles haben, Römer 8,32)
- Jesus und Leidenschaftslosigkeit (weil das abgeklärte Schweizer-Leben sagt, dass es gefährlich ist, alles auf die Karte Jesus zu setzen)
Mit den "Ich bin..." Worten von Jesus haben wir eine so grosse Fülle von Aussagen, wer Jesus ist. Er genügt, denn er ist der Weinstock, er ist der Weg, das Leben, die Wahrheit, das Licht, das Brot, die Tür und der Hirte… Und eben:
“Ich bin die Auferstehung und das Leben”.
Auferstehung & Leben: Biblestory Johannes 11,1-45
Auferstehung & Leben: Biblestory Johannes 11,1-45
Jesus hielt sich mit seinen Jüngern im Norden, in Galiläa auf. Da erreichte ihn die Nachricht, dass sein Freund Lazarus sehr krank sei. Dieser lebte im Süden, in der Nähe von Jerusalem, in Betanien. Seine zwei Schwestern haben Jesus diese Nachricht zukommen lassen: Maria und Marta.
Jesus sagte: “Diese Krankheit ist nicht zum Tod. Sondern dabei wird Gott verherrlicht - und der Sohn Gottes wird dadurch verherrlicht.”
Jesus brach erst nach zwei Tagen auf. Seinen Jüngern sagte er: “Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen. Ich gehe ihn jetzt aufwecken.” Die Jünger meinten, es wäre ein heilsamer Schlaf. Jesus meinte damit aber, dass Lazarus gestorben ist und erklärte das ihnen auch.
In Betanien angekommen, erfuhren sie, dass Lazarus schon vier Tage im Grab lag. Marta kam Jesus entgegegen. “Wärst du hier gewesen, wäre mein Bruder nicht gestorben,” sagte sie. “Aber ich weiss: was du Gott bittest, wird er dir geben!”
Jesus entgegnete: “Lazarus wird auferstehen.” “Ja, ich weiss: am letzten Tag!” Aber Jesus sagt: “Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Er wird ewig leben, weil er an mich glaubt. Glaubst du das?” Marta darauf: “Ja Herr, ich glaube. Du bist der Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt.”
Darauf holte Marta ihre Schwester Maria. Sie ging zu Jesus, der ausserhalb des Dorfes wartete. Viele von der Trauergemeinde folgten ihr. Als sie Jesus traf, warf sie sich auf den Boden: “Wärst du hier gewesen, wäre mein Bruder nicht gestorben!”
Voll Zorn und Schmerz sah Jesus Maria und die weinenden Leute: “Wo habt ihr ihn hingelegt?” fragte er. “Komm mit”. Jesus weinte.
Beim Grab angekommen, befahl Jesus, den Grabstein von der Grabhöhle wegzurollen. Marta wollte es verwehren: “Er stinkt sicher schon!” Aber Jesus: “Habe ich dir nicht gesagt: wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?!” Der Stein wurde weggerollt.
Jesus blickte zum Himmel: “Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast!” Und rief: “Lazarus, komm heraus!” Und Lazarus kam heraus, in Grabtücher eingewickelt. Viele, die das miterlebt hatten, glaubten nun an Jesus.
Marthas Glaube wird gestretcht
Marthas Glaube wird gestretcht
1. Die Auferstehung am Ende der Zeit
Tatsächlich glaubt Marta das bereits! Sie rechnet mit einem letzten Tag, an dem alle Menschen auferweckt werden. Viele Juden damals glaubten das, zum Beispiel die Pharisäer. Andere glaubten das nicht, zum Beispiel die Sadduzäer. Aber Jesus selbst hatte darüber auch gesprochen. Er verwendete oft auch das Bild vom Schlaf. Die Auferweckung ist, wenn die Toten von ihrem Schlaf aufgeweckt werden.
Im christlichen Glaubensbekenntnis ist der Glaube an die leibliche Auferstehung eine der Grundlagen:
Ich glaube an die Auferstehung und das ewige Leben.
Dieser Glaube an die Auferstehung am Ende der Zeit ist ein grosser Trost, wenn Angehörige sterben. Es wird ein Wiedersehen geben. Es ist auch ein Trost für Leute, die in ihrem Körper Schmerzen ertragen und hier nicht oder noch nicht geheilt wurden: es wird eine Zeit kommen, wo sie einen neuen, gesunden Körper bekommen.
2. Jesus kann jetzt (!) auferwecken
Mit der geheimnisvollen Aussage stretcht Jesus Martas Glaube: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Damit sagt er erstens, dass die Auferstehung am Ende der Zeit total mit ihm zusammen hängt. Er sagt zweitens, dass wir hier mit unserem Körper sterben, aber trotzdem leben - dass also nicht alles an unseren jetzigen Körper gebunden ist. Aber drittens sagt er auch: wer mit Jesus verbunden ist, erfährt diese Auferstehungs-Kraft bereits jetzt. Er wird leben!!!
Und um das zu belegen, weckt er Lazarus auf. Vier Tage im Grab. Ist sowas möglich? Es ist ein Wunder. Ähnliche Geschichten gibt es auch heute, dass Gott die Gebete erhört und Gestorbene wieder lebendig werden. Man spricht dann manchmal von Nahtoderfahrungen. Ich kenne eine auf Video dokumentierte Totenauferweckung aus Afrika. Aber wer auch immer auf diese Weise auferweckt wurde, wieder ins Leben zurück kam, der stirbt wieder. Und auch wenn einige erzählen, was sie in dieser Zeit alles erlebt haben, so hat niemand Gott wirklich gesehen (Johannes 1,18).
Aber es ist unglaublich: Jesus ist die Auferstehung! Martas Glaube wird gestretcht. Unserer auch…
3. Lazarus’ Auferweckung ist die Vorschattung der Auferstehung Jesus’
Es dauerte von diesem Wunder aus nicht mehr lange, bis Jesus selbst getötet wurde, drei Tage im Grab war. Am Ostermorgen waren es 2 Engel, welche den Stein vor der Grabhöhle wegrollten. Was bei Lazarus im Kleinen geschah, passierte jetzt im Grossen. Jesus stand von den Toten auf. Aber diesmal nicht mehr mit einem vergänglichen Körper. Sein Körper war so mit Auferstehung und Leben durchdrungen, dass er den Tod nie mehr schmeckte. Paulus erklärt im 1 Korintherbrief, wo er ein langes Kapitel über die Auferstehung schreibt, es folgendermassen:
1. Korinther 15,20–23
Nun ist aber Christus als Erster von den Toten auferstanden.
So wie der Tod durch einen Menschen – Adam – in die Welt kam, hat nun durch einen anderen Menschen – Christus – die Auferstehung von den Toten begonnen.
Die Menschen sterben, weil alle mit Adam verwandt sind. Ebenso werden durch Christus alle lebendig gemacht und neues Leben empfangen.
Es gibt aber eine Reihenfolge: Christus zuerst, und wenn er wiederkommt, dann die, die zu ihm gehören.
4. Jesus bahnt den Weg zur Auferstehung
Ich weiss nicht, was Marta in dieser Situation alles aufnehmen konnte. Aber lasst uns weiter gehen. Unseren Glauben stretchen lassen. Indem Jesus starb und auferstand, hat er uns den Weg aufgetan. Im Glauben an Jesus werden auch wir in einem gewissen Sinn sterben und auferweckt werden. Ich meine damit jetzt nicht unseren Körper, sondern ich meine damit: unser Leben, das wir ichbezogen und selbstbestimmt leben, aber irgendwann an die Wand fahren oder in einer unerfüllten Leere verbleiben… dieses Leben stirbt, um einem neuen Leben Platz zu machen.
Da erzählt jemand: ich habe ein gutes Leben geführt, hatte alles, war zufrieden. Dann habe ich die Einladung bekommen, Jesus kennen zu lernen, habe die Bibel gelesen… und dann habe ich etwas gefunden, was ich gar nicht wusste, dass es das gibt!
Ich zitiere wieder aus der Bibel. Hier wird es so stark erklärt:
Kolosser 2,12–13
Denn als ihr getauft wurdet, wurdet ihr mit Christus begraben. Und ihr wurdet mit ihm zu neuem Leben auferweckt, weil ihr auf die mächtige Kraft Gottes vertraut habt, der Christus von den Toten auferweckt hat.
Denn vorher wart ihr tot aufgrund eurer Schuld und weil euer altes Ich euch bestimmt hat. Doch Gott hat euch mit Christus lebendig gemacht. Er hat uns alle unsere Schuld vergeben.
Was bedeutet das alles? Ganz einfach: Jesus genügt!
Der Weckruf…
Der Weckruf…
In meiner Kindheit gab es einmal eine eindrückliche Mondfinsternis. Unsere Mutter versprach uns, uns zu wecken, wenn es soweit ist. Ich erwachte am nächsten Morgen - und fragte mich: hat meine Mutter verschlafen? Warum habe ich nichts von dieser schönen Sache mitbekommen? Meine Schwester allerdings schwärmte von der Mondfindsternis. Was war los?
“Als ich dich wecken wollte, hast du dich im Bett gedreht und mit offenen Augen gefragt: ‘Was, wann, wer, wo, wie?’” Und darauf hat mich meine Mutter weiterschlafen lassen. In der Meinung: ich hätte ja kein Interesse daran, aufzustehen… Könnt ihr euch vorstellen, wie enttäuscht ich war?
Es gibt einen Weckruf, den ich unserer Zeit zurufen. Ich rufe es den Christen zu. Ich rufe es den Noch-Nicht-Christen zu. Ich rufe es den Menschen zu, die da einen geistlichen Schlaf haben - und in der Sünde tot sind. Krasse Aussage, ich habe sie eben gelesen. Der Weckruf:
Epheser 5,14 (NLB)
Deshalb heißt es: »Wach auf, du Schläfer, steh von den Toten auf, dann wird Christus dir aufleuchten.«
Ich spreche es dir zu, wenn du trauerst, einen Verlust erlebt habt. Wenn du unter Angst leidest, sich so etwas wie ein Teppich über dein Gemüt gelegt hat, wie ein Nebel im Herbst. Ich sprech dir zu: wach auf, steh auf! Da ist Trost - es gibt der Auferstehung, dass wir Verstorbene wieder sehen. Die Auferstehung unseres Körpers, der gesund sein wird. Es gibt den Trost, dass Jesus hier ist und genügt. Auferweckungskraft, Lebenshoffnung! Ich bete, Herr, dass du den Nebel zerreist und dein Licht hineinstrahlt in unsere Leben.
Ich spreche zu, wenn du merkst: ich bin in einer geistlichen Lethargie, in einer glaubensmässigen Sülze unterwegs. Ich komme mir vor wie durch Schleim gehend. Wir kommen nicht weiter, allein. Ich sprech dir zu: wacht auf, steh auf! Komm heraus aus dieser Lethargie. Komm heraus aus diesen Zweifeln. Lass dir Glauben schenken. Hör auf, auf beiden Seiten zu hinken.
Ich spreche dir zu, wenn du sagst: tatsächlich, ich bin geistlich tot in meinen Sünden (Kolosser 2,13): der Weckruf heisst: wach auf, du Schläfer, steh auf aus den Toten! Werde lebendig durch den Glauben an Jesus Christus. Unterstelle dich der Kontrolle und der Bestimmung von Jesus. Werde Teil von dieser herrlichen Zone, diesem heiligen Gebiet, dieser heilenden Gemeinschaft. Werde Teil von seinem Reich und seinem Bund.
Was wäre, wenn...
Was wäre, wenn...
… Jesus für uns wirklich genügt? Wenn wir sagen können: “Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln” - mir fehlt es an nichts, wenn ich nur dich habe, Herr!
Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
Da kann anklopfen wer will, der Versicherungsexperte, der mir eine unnütze Versicherung verkaufen will, oder die Sucht, die sagt: du brauchst mich, oder die Masslosigkeit, die sagt: ich muss immer haben, haben, haben… Jesus genügt.
Vertiefung
Vertiefung
Nimm dir etwas Zeit mit Johannes 11,25: Jesus genügt! Er ist deine Auferstehung. Er ist dein Leben.
Jesus sagte zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
