Der König beschreibt sein Reich

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Verstehen wie Gottes Reich "funktioniert" und angenommen wird.

Notes
Transcript

Einleitung

Worte zum Ablauf des Gottesdienstes (Länge, Kindergeschichte)
In der Bibellese-Aktion sind wir jetzt bei Mt 13,24-52 angekommen.
Matthäus beschreibt Jesus als Messias oder als König:
Titel “Sohn Davids” wird mehrfach erwähnt
Weisen aus dem Morgenland suchen den “neuen König”
Der Einzug nach Jerusalem (Mt 21,5-11) wird besonders königlich beschrieben
Der Begriff “Himmelreich” wird häufig erwähnt (55x im vgl. zu Joh. nur 5x)
Viele Gleichnisse, die davon sprechen
Warum ist das wichtig? Das Jesus ein König ist, gerät manchmal in Vergessenheit.
Jesus darf Retter sein, Heiler, Wundervollbringer, jemand zu dem ich komme in meiner Not; aber König?
Das Evangelium des Reiches (Vorwort: zur deutschen Neuausgabe)
… Ein wirklicher König will Jesus Christus sein. Ein wirkliches Reich mit scharf gezogenen Grenzen, ein Reich mit fester, klarer Verfassung will Er gründen. Und Untertanen will Er haben, die mit freudiger Begeisterung Ihm gehorchen, Untertanen, die seinen Geist atmen, seinen Willen erfüllen und für die Ausbreitung seines Reiches ihre Seele einsetzen;
Von Otto Funke (1894)
Das Evangelium des Reiches Vorwort: zur deutschen Neuausgabe

Die römische Kirche hat diesen Gedanken, dass Jesu Reich nicht von dieser Welt sei, nicht ertragen können. Sie hat den Reichsgedanken und das Reich Gottes selbst, so viel an ihr war, verweltlicht und verfleischlicht. Die Hohenpriester auf den sieben Hügeln schmachten nach Weltherrschaft. Und sie haben auf diesem Gebiet wirklich Erstaunliches geleistet. Der »Geist« der alten römischen Cäsaren pulsiert trotz Kreuz und Weihwasser in den Adern der Päpste. Freilich, im Gebrauch der Mittel, die sie anwandten, um ihr Reich zu bauen, sind sie auch nicht ängstlicher gewesen wie Nero und Caligula. Durch viel Macht und große List, durch alle Mittel der Bedrückung und Tyrannei sind Geist und Freiheit in diesem Reich erstickt worden. Gönnen wir dem Papst und seinen Untertanen ihre Reichsherrlichkeit und »imposante« Einheit!

Aber wenn auf diesem Gebiet der Reichsgedanke verfleischlicht ist, so ist er bedauerlicherweise von vielen frommen Christen in den Kirchen des Protestantismus aufgegeben oder vergessen. Sie kennen wohl einen Heiland, nicht aber einen König. Sie wissen nur von einzelnen erlösten Seelen, aber von einem Königreich der Himmel wissen sie nichts. Sie trösten sich eines Himmels voll Seligkeit und Herrlichkeit. Aber, auf den Grund besehen, können sie sich bei diesem ihrem Himmel nichts Klares denken.

Von Otto Funke (1894)
Dehalb der Titel: Der König beschreibt sein Reich
Er lehrt vieles in Gleichnissen. Warum?
Matthew 13:34–35 SLT
Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu der Volksmenge, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: »Ich will meinen Mund zu Gleichnisreden öffnen; ich will verkündigen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war«.
Die Dinge die Jesus hier offenbart sind seit Ewigkeiten in Gott verborgen.
Jesus enthüllt es. Aber auf einer sehr edlen, königliche Weise
Wie ein Geschenk, was in Geschenkpapier eingehüllt und mit einer Schleife drum herum übergeben wird.
Dann nimmt man es und schüttelt es, sieht die Form und ahnt vielleicht schon was darin ist.
Dann nimmt man die Schleife ab und reißt das Papier auf und es wird immer klarer, was darin ist.
Nicht alles haben die Jünger sofort verstanden und fragen Jesus dann auch.
Die Inhalte sind dabei so neu, dass die Jünger es auch gar nicht ausgehalten hätten.
3 Gleichnisse werden öffentlich erzählt, 3 im Haus den Jüngern.
Wir wollen hören, wie der König Jesus sich sein Reich vorstellt. Wir wollen das Geschenkpapier abziehen und sehen was Gott seit Ewigkeiten beschlossen und vorbereitet hat.

Teil I: 3 Gleichnisse in der Öffentlichkeit

Matthew 13:24–33 SLT
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut. Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, daß wir hingehen und es zusammenlesen? Er aber sprach: Nein!, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt. Laßt beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, daß man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune! Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte. Dieses ist zwar unter allen Samen das kleinste; wenn es aber wächst, so wird es größer als die Gartengewächse und wird ein Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.

Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen

Stellen wir uns vor, wir haben Tomaten im Garten geplanzt.
Erst in einem kleinen Topf, dann in einem größeren, dann irgendwann im Garten.
Ständig gepflegt, gegossen, ausgegeizt.
Dann zur Zeit der Frucht stellen wir plötzlich fest, das sind ja keine Tomaten.
Wo kommt das her?
Diese Frage stellen auch die Knechte.
Der Herr sagt, das hat der Feind getan.
“Nichts wie hin und das Zeug ausreißen”: So würden wir das wohl auch machen.
Der Herr sagt: “Es bleibt” > Damit der Weizen keinen Schaden leidet.
Der Lolch der hier erwähnt wird, sieht dem Weizen sehr ähnlich. Wenn man nicht genau aufpasst, reißt man auch den Weizen heraus.
Für jüdische Ohren war das ein sehr merkwürdiges Bild im Zusammenhang mit Gottes Reich.
Gott verbietet Vermischung: Auf einem Feld, hatte Gott gesagt, dürfen nicht zwei verschiede Pflanzenarten gepflanzt werden.
Rabiner haben überlegt, wie man das umsetzen kann:
Bei verschiedenen Getreidesorten auf einem Feld: Eine Handbreit dazwischen
Bei Getreide und Wein: Ein Zaun oder eine Hecke dazwischen
Wege oder Mauern. Bei einem Gemüsebeet muss das in Parzellen geteilt werden
Gottes Gedanken dahinter: Trennung des Heiligen vom Unheiligen
Ehen mit anderen Völkern waren verboten usw.
Es geht nicht zusammen. Es muss getrennt werden.

Man sagt, daß Lolch die einzige Grassorte sei, die für Mensch und Tier giftig sei und zur Schläfrigkeit, Übelkeit, ja sogar zum Tod führe

Dieses Unkraut ist zu nichts zu gebrauchen.
Wo Sünde im Volk ist, muss es ausgerottet werden.
5. Mose: So sollst du das Böse ausrotten aus deine Mitte (5 Mose 13,6;17,7.12;19,19;21,21;22,21.22.24;24,7)
Jetzt kommt hier ein Gleichnis wo das Unkraut bleiben soll.
Darum fragen die Jünger nachher auch:
Matthew 13:36–43 SLT
Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Und er antwortete und sprach zu ihnen: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen. Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen. Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Tatsächlich: Weizen und Unkraut stehen für Gute und Böse Menschen und sie stehen nebeneinander auf
einem Feld
bekommen die selben Nährstoffe
Trinken das gleiche Wasser aus dem Himmel
Wie soll das gutgehen? Die “Kinder des Reiches” werden doch sofort verführt.
Das kann man zu genüge im AT nachlesen: Obwohl ihnen strengstens gesagt wurde, dass sie keine Frauen von anderen Völkern nehmen sollten und auch ihre Töchter nicht den Männern der anderen Völker geben sollen, haben sie es dauernd gemacht.
Gerade aus Ägypten ausgezogen, schon fangen sie damit an.
Bis Nehemia, wo sie sich per Vertrag verpflichten es nicht mehr zu tun und es dauert nur kurze Zeit und es ist alles wieder beim Alten.
Und ständig haben diese Mischehen dazu geführt, dass das Volk sich von Gott abwendet anderen Göttern zu.
Wie soll das gutgehen?
Ja, so ist Gottes Reich. So stellt sich der König das vor und er hat Vorkehrungen getroffen, dass seine Kinder bewahrt bleiben.
Alle Ideen, wo Gläubige sich (wie das Volk Israel) absondern in Kolonien, Dörfern oder Ländern, sind nicht der Gedanke des Königs dieses Reiches.
Das das Böse jetzt schon bekämpft werden müsse.

Schon Konstantin ging Anfang des vierten Jahrhunderts mit dem Schwert gegen Häretiker (Ketzer) vor, und immer wieder wurden im Lauf der Jahrhunderte solche, die als Ketzer angesehen wurden, der weltlichen Macht zur Bestrafung überantwortet.

Ich habe Büsche im letzten Jahr entfernt und stelle dieses Jahr fest, dass auch der Ahorn gelitten hat.
Es muss beides stehen bleiben. Es soll uns nicht befremden, dass in dieser Welt die Bösen nicht schon längst ausgerissen worden sind.
Gott gebietet den Engeln Einhalt!

Das Gleichnis vom Senfkorn

Anders als in den Gleichnissen davor geht keiner über den Acker und säht Samen aus.
Die Betonung liegt auf einem Samen, der zu einem Baum wird. Und es ist noch dazu das kleinste Samenkorn.
Für die Jünger muss es wieder etwas merkwürdig geklungen haben:
Sicher alles fängt klein an und wird größer, aber im Falle von dem Reich des Messias gingen sie davon aus, dass es plötzlich ganz groß herauskommt.
Sie überlegen immmer in GROSS: Wer ist der Größte (Mt 18,1)? Wer darf links und rechts neben Jesus sitzen, wenn sein Reich endlich kommt (Mt 20,21)?
Sie denken eben so, wie die Reiche dieser Welt kommen.
Jesus macht mit diesem Bild klar. Das Reich Gottes ist verschwindend klein in seinem Anfang.
Es verschwindet zunächst sogar in der Erde und ist nicht sichtbar.
Aber der Same dort unten verborgen in der Erde, lebt; und eines Tages bricht er durch die Bodendecke und wird immer größer und größer zu einem Baum. Sogar die Vögel kommen um zu nisten.
Es waren nicht 100 Jünger. Jesus hatte nur 12 Jünger.
Es waren nach dem Tod und Auferstehen nur 120 Personen.
Selbst nach der gewaltigen Pfingstpredigt waren es zwar 3.000 die an einem Tag gläubig wurden (ein gewaltiges Zeichen), aber eben nicht 30.000 oder 300.000.
Wir sollen nicht irritiert sein, wenn bei dieser gewaltigen Botschaft die Gemeinde nicht sprunghaft wächst.
Es gab immer wieder Erweckungen, aber das Ende ist gewaltig. Davor wird es allmählich wachsen.

Das Gleichnis vom Sauerteig

Ähnlich wie das letzte Gleichnis drückt es den Wachstum aus.
Für die Jünger muss der Sauerteig wieder etwas ganz anderes bedeuten.
Sauerteig steht in der Bibel immer für Sünde (im AT und NT). Es gibt auch einige Ausleger, die auch hier sehen, dass Jesus auf die Sünde in seinem Reich hinweisen will. Und ganz sicher deckt sich das mit anderen Bibelstellen, wo Sünde in der Gemeinde ein Thema ist.
Aber dennoch denke ich (und die meisten Ausleger, die ich gelesen habe), dass hier die Eigenschaft des Sauerteigs, langsam aber stetig und mit großer Kraft alles zu durchdringen, im Vordergrund steht.
Ich habe beobachtet wie Lisa eine kleine Kugel in den Teig tut (ein paar mm im Durchmesser). In diesem Fall Hefe, aber es hat die gleichen Eigenschaften. Es durchdringt den ganzen Teig.
Im Verborgenen. Unsichtbar. Von außen nicht bemerkbar. Beim Hefeteig nimmt höchstens das Volumen zu.
Es wird nicht von außen gesteuert, sondern wirkt von innen.
Hefe ist ein Pilz.
Der Pilz ist im Boden. Woran erkennt man das da ein Pilz im Boden ist? Gar nicht. Wenn man gräbt, wird man nichts finden.
Aber wenn der Pilz dann Fruchtkörper bildet, weiß man was von dem Pilz im Boden.
So arbeitet auch Jesu Reich. Im Verborgenen. Und dann entsteht hier plötzlich eine Gemeinde, dann dort.
Das haben wir vor 3 Jahren in der Bibelstunde gelesen in der Apostelgeschichte.
Da lesen wir nichts davon, dass die Jünger ausziehen und die Menschen mit Gewalt christianisieren. Ganz im Gegenteil: Das machen die Feinde der Gläubigen. Von der Gemeinde lesen wir:
Apostelgeschichte 8,14 (SLT)
Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, daß Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen.
Apostelgeschichte 11,1 (SLT)
Und die Apostel und die Brüder, die in Judäa waren, hörten, daß auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten.
Apostelgeschichte 11,22 (SLT)
Es kam aber die Kunde von ihnen zu den Ohren der Gemeinde in Jerusalem, und sie sandten Barnabas, daß er hingehe nach Antiochia.
In Jerusalem hören die immer nur, was Gott tut. Wo er wirkt. Wie Pilze schießen sie aus dem Boden.
In Antiochia, Auf Zypern, Ikonium, Lystra, Philippi, Thessalonich, Rom,...
Es heißt hier sogar: “bis das ganze Ganze durchsäuert war”
Offenbarung 7,9 (SLT)
Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen.

Das Reich Gottes wächst durch das Evangelium

Überall entstehen Gemeinden, aber es sind doch die Gläubigen, die das Wort des Herrn weitertragen.
Phillipus predigt in Samaria; verkündigt dem Ätiopier
Petrus verkündigt es dem Heiden Kornelius und allen in seinem Haus.
Die Zerstreuten verkündigen es überall in der Welt.
Der Motor für das Reich Gottes ist das Evangelium.
Was die Hefesporen im Teig sind, das ist das Evangelium in Jesu Reich. So wirkt es.
Im Gleichnis vom vierfälltigen Ackerboden:
Matthäus 13,19 (SLT)
So oft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gestreut war.
Matthäus 24,14 (SLT)
Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.
Bevor das Ende kommt, wird das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt verkündigt.
Und zwar von den Kindern des Reiches. So hat sich der König dieses Reiches das vorgesehen.

Anwendung

Es ist gut, wenn wir ehrliche Bürger sind, die keinen Ärger machen und ein “stilles Leben” führen, aber wenn der Geist uns drängt (wie bei Petrus, Paulus, Philipus, …), dann wollen wir dieses Wort an andere Menschen weitergeben.
Manche denken: Wenn die Menschen nur sehen, dass ich ein anständiger Bürger bin, der seine Kinder nicht schlägt und mit seinem Ehepartner richtig umgeht, sich nicht betrinkt oder ausschweifend lebt, dann ist das schon Zeugnis genug.
Aber die Menschen sollen nicht nur sehen, was dieses Evangelium in uns bewirkt (und das macht sie sicher fragend), sondern sie müssen das Evangelium auch hören.

Teil II: 3 Gleichnisse im Haus

Jesus ist mit den Jüngern ins Haus. Die nächsten 3 Gleichnisse bekommt die Öffentlichkeit gar nicht mit.
Matthew 13:44–50 SLT
Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker. Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und alle Arten von Fischen zusammenbrachte. Als es voll war, zogen sie es ans Ufer, setzten sich und sammelten die guten in Gefäße, die faulen aber warfen sie weg. So wird es am Ende der Weltzeit sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

Das Gleichnis vom Schatz im Acker

Jesus beschreibt hier, wie das Reich Gottes angenommen wird.
Matthew 13:44 SLT
Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.
Im Zentrum des Gleichnisses steht:
Unvergleichlicher Wert des Himmelreichs: Der Schatz im Acker repräsentiert das Himmelreich, das von so großem Wert ist, dass es alles übertrifft, was man sonst besitzen könnte.
Erkennen des Wertes: Der Mensch in der Geschichte erkennt den Wert des Schatzes sofort, was darauf hinweist, dass das Erkennen und Verstehen des Wertes des Himmelreichs eine wichtige geistliche Einsicht ist.
Bereitschaft zum Opfer: Der Mensch verkauft alles, was er hat, um den Acker und somit den Schatz zu erwerben. Dies symbolisiert die Bereitschaft, alles zu opfern, um das Himmelreich zu gewinnen. Es betont, dass der Gewinn des Himmelreichs es wert ist, alle irdischen Besitztümer aufzugeben.
Freude über den Fund: Die Freude des Mannes, der den Schatz gefunden hat, zeigt, dass das Entdecken des Himmelreichs eine Quelle tiefer Freude und Erfüllung ist.
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