Der König beschreibt sein Reich
Verstehen wie Gottes Reich "funktioniert" und angenommen wird.
Einleitung
Die römische Kirche hat diesen Gedanken, dass Jesu Reich nicht von dieser Welt sei, nicht ertragen können. Sie hat den Reichsgedanken und das Reich Gottes selbst, so viel an ihr war, verweltlicht und verfleischlicht. Die Hohenpriester auf den sieben Hügeln schmachten nach Weltherrschaft. Und sie haben auf diesem Gebiet wirklich Erstaunliches geleistet. Der »Geist« der alten römischen Cäsaren pulsiert trotz Kreuz und Weihwasser in den Adern der Päpste. Freilich, im Gebrauch der Mittel, die sie anwandten, um ihr Reich zu bauen, sind sie auch nicht ängstlicher gewesen wie Nero und Caligula. Durch viel Macht und große List, durch alle Mittel der Bedrückung und Tyrannei sind Geist und Freiheit in diesem Reich erstickt worden. Gönnen wir dem Papst und seinen Untertanen ihre Reichsherrlichkeit und »imposante« Einheit!
Aber wenn auf diesem Gebiet der Reichsgedanke verfleischlicht ist, so ist er bedauerlicherweise von vielen frommen Christen in den Kirchen des Protestantismus aufgegeben oder vergessen. Sie kennen wohl einen Heiland, nicht aber einen König. Sie wissen nur von einzelnen erlösten Seelen, aber von einem Königreich der Himmel wissen sie nichts. Sie trösten sich eines Himmels voll Seligkeit und Herrlichkeit. Aber, auf den Grund besehen, können sie sich bei diesem ihrem Himmel nichts Klares denken.
Teil I: 3 Gleichnisse in der Öffentlichkeit
Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen
Man sagt, daß Lolch die einzige Grassorte sei, die für Mensch und Tier giftig sei und zur Schläfrigkeit, Übelkeit, ja sogar zum Tod führe
Schon Konstantin ging Anfang des vierten Jahrhunderts mit dem Schwert gegen Häretiker (Ketzer) vor, und immer wieder wurden im Lauf der Jahrhunderte solche, die als Ketzer angesehen wurden, der weltlichen Macht zur Bestrafung überantwortet.
