AoG- Gott ist allmächtig (7)

Die Eigenschaften Gottes  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Einleitung

Ein Machthaber (Mensch/Gruppe/Organisation) kann auf Andere (Menschen oder Gruppen oder Organisationen) so einwirken, dass sie ihr Verhalten, ihre Wünsche, ihr Denken dem des Machthabers unterordnen oder sogar angleichen. Macht haben, mächtig sein.
Letztendlich hat jeder Macht, wenn er einen anderen zwingen oder unter Druck setzen kann, das zu tun, was er will.
Wir kennen das von marktbeherrschenden Firmen, die ihre Position ausnutzen, Konkurrenten aus dem Markt auszuschliessen und ihr Macht zu steigern. In der Politik funktioniert das auch so.
„Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut“, sagte mal Lord Acton (1834-1902 - im Hinblick auf die Unfehlbarkeitsdoktrin des Papstes).
Aus dieser Erfahrungswelt sind uns Menschen, die immer mehr Macht um sich sammeln, sehr suspekt (für uns Schweizer ja sowieso). Sei es nun Putin, Kim, Trump oder Musk. Oder die Ideologien um Neoliberalismus oder Kommunismus. Oder Apple, Microsoft, Meta, Nestlé oder Novartis. Was sie aber alle gemein haben: Ihre Macht ist begrenzt - entweder territorial, zeitlich oder natürlich.
Dasselbe gilt für die Götterwelten in der Antike. Während die griechischen Götter in ihren Kämpfen immer von der Hilfe anderer Wesen abhängig waren, die babylonischen Götter im Zuge der Weltschöpfung gegeneinander kämpften und die kanaanitischen Götter regional begrenzt waren, bekommt die Allmacht Jahwes eine besondere Kraft. Denn er musste nicht durch Kämpfe wirken, sondern souverän durch sein schöpferisches Wort (Ps 33,9).
Ja, Gott besitzt alle Macht. Das bedeutet, dass in seiner Schöpfung niemand und nichts allmächtig ist. Da gibt es nur immer wieder kleine Anhäufungen von Macht, zeitlich und örtlich begrenzt. Und diese, so bezeugt die Schrift, wurde und wird von Gott geschenkt. Dies bedeutet auch, wie wenig Macht auch Satan hat (wir lesen davon in Hiob). Dies ist ein grosser Trost für alle, die unter einer Macht leiden müssen. Und die Hoffnung, dass alles gut werden wird.
Im Gespräch mit Pilatus sagte Jesus: „Du hättest gar keine Vollmacht über mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre…“ (Joh 19,11)
Für Gott ist nichts unmöglich, nichts zu schwer für ihn. Das AT nennt ihn deswegen „El shaddai“ - Gott der Allmächtige. Er besitzt alle Macht und alle Stärke. Wenn er sie unter die Menschen teilt, tut er es in seiner Souveränität.
A.W. Tozer schrieb: „Da er über alle Macht des Universums verfügt, kann der allmächtige Herrgott alles so leicht tun wie alles andere. Alle seine Handlungen werden ohne Anstrengung ausgeführt. Er verbraucht keine Energie, die wieder aufgefüllt werden muss. Seine Selbstgenügsamkeit macht es für ihn unnötig, außerhalb seiner selbst nach neuer Kraft zu suchen. Die ganze Kraft, die erforderlich ist, um alles zu tun, was er tun will, liegt in unverminderter Fülle in seinem eigenen unendlichen Wesen.“
In diesem Zitat über Gottes Allmacht und was sie bedeutet, finden wir fünf Punkte, die wir nun miteinander anschauen wollen.

Unendliche Macht

Unendliche Macht - grenzenlose Macht - alle Macht. Es gibt Vieles, das du und ich gerne tun würden. Allein die Kraft dazu fehlt uns. „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“ (aus Mt 26,41 - Jesus spricht hier die menschliche Schwachheit an).
Nicht so bei Gott. Gott kann jederzeit tun, was immer will. Das kennen wir vom Thema seiner Souveränität - und tatsächlich gehen Allmacht und Souveränität Hand in Hand - keines ohne das andere.
Erinnert euch an die Schöpfung: „Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.“ Ps 33,6
Oder denkt an die Grösse des Universums, das wir mit der heutigen Technik weder gänzlich ausmessen können, noch in seinem Ausmass uns vorstellen oder mit dem Verstand fassen können. Nur eine kleine Zahl: Es bräuchte 500 Mill Jahre (nach dem heutigen Wissensstand), um es bei Lichtgeschwindigkeit umrunden zu können. Im Vergleich dazu braucht das Licht vom Mond zur Erde nur 1,3 Sekunden … und wir haben ja schon Schwierigkeiten, diese 400’000km zu überwinden….
Und Gott schuf dieses Universum mit dem Hauch seines Mundes ….
Wir brauchen täglich Kraft für den Alltag, vieles bleibt uns verwehrt wegen fehlender Kraft. „Ach, Herr, Herr, siehe, du hast den Himmel und die Erde gemacht mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm; dir ist nichts unmöglich!“ Jer 32,17 Gottes Kraft ist aber nicht begrenzt. Jesus sagt es noch anders: „Bei den Menschen ist dies unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.“ (Mt 19,26) Das ist Jesu Antwort auf die Frage der Jünger, wer denn gerettet werden kann. Unsere Errettung ist für uns unmöglich - für Gott ist es aber möglich. Und wir kennen seine Lösung ganz genau. Diese Lösung gilt für alle Sünder, er kann das härteste Herz erweichen, blinde Augend sehend und taube Ohren hörend machen, so dass die Wahrheit erkannt werden kann.
„…sollte mir irgend etwas unmöglich sein?“ Jer 32,27 Gottes Macht kennt auch hier keine Grenzen. Das ist eine Ermutigung für all jene Christen, die immer noch mit diesem schrecklichen Zweifel kämpfen, dass ihre Schuld zu gross sei, als dass Gott ihnen vergeben, sie retten könnte. All jenen sage ich: (Tut mir leid, dein Selbstmitleid nicht zu füttern) Freue dich. Gott ist so viel grösser als deine Sünde. Halte daran fest.
Und eine Ermutigung für all jene zu beten, die uns am Herzen liegen, dass sie zu Gott finden mögen, auch wenn wir es unmöglich halten. Unendliche Macht.

Unwiderstehliche Macht

Gottes Macht ist absolut, Gott kann nicht besiegt werden. Christen haben manchmal diese komische Vorstellung von einem Kampf zwischen Gott und Satan um den Menschen. Und der hätte die freie Wahl, welche Seite er wählen will. Diese Seite hätte dann die Schlacht gewonnen …. echt? Dann verlöre Gott aber viele Schlachten. Das ist absurd und nicht biblisch. Würde Gott ganz alleine auf einer Seite stehen und die ganze Welt, alle Menschen, die Hölle und Dämonen noch dazu gegen sich haben, er müsste nur ein Wort sprechen.
Hiob 42,2 „Ich erkenne, daß du alles vermagst, und daß kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.“ Niemals nie nicht.
Jes 14,27 „Denn der Herr der Heerscharen hat es beschlossen — wer will es vereiteln? Seine Hand ist ausgestreckt — wer will sie abwenden?“ Eine rhetorische Frage. Antwort: Niemand, auch nicht alle. Gott tut, was er beschlossen hat, und niemand kann ihn aufhalten.
Jes 43,13 „Ja, von jeher bin ich derselbe, und niemand kann aus meiner Hand erretten. Ich wirke — wer will es abwenden?“ Die anderen Götter? Satan? Der Papst? Nenn einen Namen… Niemand!
Gott ist nicht auf unsere Hilfe angewiesen, es gibt auch kein Patt zwischen Gott und Satan. Egal ob unsere Rebellion oder das Geklüngel des Widersachers: Gott setzt sich mühelos durch.
Mit diesem letzten Vers kommen wir auch gleich zum nächsten Punkt:

Unerschöpfliche Macht

Gottes Allmacht war schon immer da, ist, und wird immer sein. Sie wird nie abnehmen, so wie die Macht von Menschen. Denn Gott ist unendlich, erinnern wir uns. Gott wird auch nicht müde oder alt. Schaut, welche Wunder er im AT tat, und welche Wunder er heute in seiner Kirche tut.
Jes 40,28ff „Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört?“ Ja, wir sind vergesslich. Vergiss dies aber nicht: „Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich! Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden.“ Wenn er nun uns Kraft gibt, nimmt denn seine ab? Ist das so eine Milchbüchleinrechnung? Nein. Seine Macht, seine Kraft ist unerschöpflich, und er teilt sie mit den Schwachen - uns. „Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.“
Das gilt aber nicht nur als Verheissung an Israel. Lies Phil 4,13 „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“ All unsere Kraft kommt von Gott. Wir können alles tun - in Übereinstimmung mit seinem Willen. Wir können alles tun - im Gehorsam zu seinem Wort. Wir können alles tun - was ihn ehrt. Wir können alles tun - was Gott uns aufträgt zu tun. Durch Christus, durch die Kraft seines Wortes, mit der Kraft des Heiligen Geistes in uns, überwindet er unsere Schwachheit, seinen Willen zu tun, zu seiner Ehre.
Geht es euch nicht auch so bei allem, was wir bisher erfahren haben, dass Gottes Macht unbegreiflich ist?

Unbegreifliche Macht

Das Zeugnis seiner Macht geht über alle Vorstellung hinaus. Wir verstehen vielleicht die macht eines Präsidenten der US oder Chinas. Aber die Macht Gottes geht unendlich darüber hinaus. Sie ist unbegreiflich. Wir können nur staunen.
Eph 3,20Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt,...“ Was wir erbitten, wird nie über seine Macht hinausgehen, aber ebenso was wir verstehen, und wir verstehen nicht immer gerade viel. Was Paulus hier aber anspricht ist die Macht Gottes, die Toten auferstehen zu lassen, sie aus der Sünde zu erheben, ihnen ein fleischernes Herz zu geben, die Möglichkeit zur Busse und ihnen Leben zu geben, das ewig besteht.
Kommen wir zum letzten Punkt:

Vollkommene Macht

Was ich damit meine, ist die vollkommene Übereinstimmung dieser Eigenschaft mit allen anderen Eigenschaften Gottes. Seine Allmacht kann nur so bestehen - in perfekter Übereinstimmung mit seiner absoluten Souveränität, seiner perfekten Weisheit, seiner unendlichen Liebe, seiner erstaunlichen Gnade. Und so gibt es doch etwas, das Gott nicht tun kann: Er kann nicht im Widerspruch zu seinem Wesen handeln. Gott kann nicht sterben. Gott kann nicht lügen (Tit 1,2; Heb 6,18). Gott kann nichts tun, das im Widerspruch zu seiner selbst steht. Gott kann nicht sündigen.
Das ist aber keine Begrenzung Gottes. Keineswegs. Dass Gott aber so ist, wie er ist, gibt uns Halt, gibt uns Vertrauen, gibt uns Zuversicht - dass Gott nicht einfach mal so seine Meinung ändert, oder er müde wird und mal eine Weile sich schlafen legt (wie Odin) und wir alleine zurecht kommen müssen. Mit diesem Gott können wir rechnen. Er ändert sich nicht. Und so beenden wir unsere heutige Betrachtung mit dem Stichwort auf das nächste Thema: Gott ist unveränderlich. Seid gesegnet und schöpft Mut aus dem Wesen Gottes. Amen
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