Nach dem Vorbild Gottes arbeiten

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Einleitung

Ich möchte heute über unser Christsein am Arbeitsplatz (inklusive Haushalt) reden.
Und damit diejenigen, die noch in die Schule gehen oder studieren, sich jetzt nicht ausklinken: Es geht auch darum, sich auf das Arbeitsleben vorzubereiten.
Ich habe das Thema aus zwei Gründen gewählt:
Das Thema beschäftig mich schon seit einiger Zeit. Ich hatte Durststrecken in meiner Arbeit, wo mir die Motivation zum Teil verloren ging und ich wusste, dass das nicht in Ordnung war.
Deshalb kaufte ich das Buch Workplace Dicipleship 101 von David Gill - auf Deutsch in etwa: Jüngerschaft bzw. Nachfolge am Arbeitsplatz. Das Buch hat mich so sehr angesprochen, dass ich nicht nur selbst Motivation daraus schöpfe, sondern dass ich euch auch etwas davon weitergeben will. Ich werde heute auch Gedanken und Zitate aus diesem Buch bringen.

Die biblische Basis

Lesen wir zuerst, was das NT daszu sagt:
Kolosser 3,17 (ELB CSV)
17 Und alles, was immer ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, danksagend Gott, dem Vater, durch ihn.
Damit beginnt Paulus einen Abschnitt, in dem er beschreibt, wie Christen ihre Identität in Christus im Alltag ausleben sollen. Es ist eine allumfassende Aufforderung, mit der Grundhaltung der Dankbarkeit gegenüber dem Vater im Namen des Herrn Jesus und zu seiner Ehre zu leben.
Dann geht er ins Detail und zwar in den Hauptbereichen des Alltags: Familien- und Arbeitsleben. Wir überspringen den Abschnitt über das Familienleben und lesen über das Verhalten im Arbeitsleben:
Kolosser 3,22–25 (ELB CSV)
22 Ihr Knechte, gehorcht in allem euren Herren nach dem Fleisch, nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, den Herrn fürchtend. 23 Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, 24 da ihr wisst, dass ihr vom Herrn die Vergeltung des Erbes empfangen werdet; ihr dient dem Herrn Christus. 25 Denn wer unrecht tut, wird das Unrecht empfangen, das er getan hat; und da ist kein Ansehen der Person.
Ähnlich schreibt Paulus an Titus:
Titus 2,9–10 (ELB CSV)
9 Die Knechte ermahne, sich ihren eigenen Herren unterzuordnen, in allem wohlgefällig zu sein, nicht widersprechend, 10 nichts unterschlagend, sondern alle gute Treue erweisend, damit sie die Lehre, die unseres Heiland-Gottes ist, zieren in allem.
Und auch an Timotheus:
1. Timotheus 6,1–2 (ELB CSV)
1 Alle, die Knechte unter dem Joch sind, sollen ihre eigenen Herren aller Ehre würdig achten, damit nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde. 2 Die aber, die gläubige Herren haben, sollen sie nicht verachten, weil sie Brüder sind, sondern ihnen umso mehr dienen, weil sie Treue und Geliebte sind, die die Wohltat empfangen. Dies lehre und ermahne.
Um so leben, um so arbeiten zu können, brauchen wir die Erfüllung mit dem Heiligen Geist.
Darauf weist uns schon das AT hin. Im AT lesen wir 6 mal davon, dass jemand mit dem Geist Gottes bzw. dem Geist der Weisheit erfüllt war, wobei die ersten drei mal von (Kunst-)Handwerkern die Rede ist:
Exodus 28,3 (ELB CSV)
3 Und du sollst zu allen reden, die weisen Herzens sind, die ich mit dem Geist der Weisheit erfüllt habe, dass sie die Kleider Aarons machen, um ihn zu heiligen, damit er mir den Priesterdienst ausübt.
Exodus 31,1–6 (ELB CSV)
1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Siehe, ich habe Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, mit Namen berufen 3 und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, in Weisheit und in Verstand und in Kenntnis und in jedem Werk; 4 um Kunstreiches zu ersinnen, zu arbeiten in Gold und in Silber und in Kupfer 5 und im Schneiden von Steinen zum Einsetzen und im Holzschneiden, um zu arbeiten in jedem Werk. 6 Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn Achisamaks, vom Stamm Dan, beigegeben; und in das Herz eines jeden, der weisen Herzens ist, habe ich Weisheit gelegt, dass sie alles machen, was ich dir geboten habe:
Exodus 35,30–35 (ELB CSV)
30 Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Seht, der Herr hat Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, mit Namen berufen 31 und hat ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, in Weisheit, in Verstand und in Kenntnis und in jedem Werk; 32 und zwar um Kunstreiches zu ersinnen, zu arbeiten in Gold und in Silber und in Kupfer 33 und im Schneiden von Steinen zum Einsetzen und im Holzschneiden, um zu arbeiten in jedem Kunstwerk; 34 und zu unterweisen hat er ihm ins Herz gelegt, ihm und Oholiab, dem Sohn Achisamaks, vom Stamm Dan. 35 Er hat sie mit Weisheit des Herzens erfüllt, um jedes Werk des Künstlers und des Kunstwebers und des Buntwirkers zu machen, in blauem und rotem Purpur und Karmesin und Byssus, und des Webers; derer, die jede Arbeit machen und Kunstreiches ersinnen.
Das ist ein erstaunlicher Befund: Am öftesten und deutlichsten spricht das AT von der Erfüllung mit dem Geist Gottes im Zusammenhang mit Handwerk zur Ehre des Herrn.

Wie können wir Jesus am Arbeitsplatz nachfolgen?

Ich denke, wir alle verstehen diese NT-Gebote. Aber wie sieht das aus, wenn wir sie wirklich ernst nehmen?
Ich zitiere im Folgenden häufig aus dem Buch Workplace Dicipleship 101 von David Gill.

Passe dich an Gottes Arbeitsweise an

Gott ist unser großes Vorbild, wie man gut arbeitet. In der Schöpfung und Erhaltung der Welt, sowie in der Heilsgeschichte zeigt er es uns in mindestens folgenden Aspekten:
Er schafft, was nützlich und schön ist.
Er pflegt und erhält Dinge, Menschen und den Planeten.
Er bringt Wahrheit und praktische Weisheit.
Er verfolgt Fairness und Gerechtigkeit.
Er repariert, was kaputt ist, und heilt, was verletzt ist.
Er bringt zu Ende, was er begonnen hat.
1. Entwerfen, schaffen, bauen, herstellen
Die ersten Kapitel der Bibel stellen uns Gott als Schöpfer dessen vor, was gut bzw. sehr gut ist, was schön, nützlich, geordnet ist, was wächst, blüht und sich fortpflanzt.
Gott erschafft als ein Team, als “wir” ("lasst uns die Menschen nach unserem Bild machen") - und er erschafft ein Team, ein "sie" ( Plural, nicht nur einen "er" oder eine "sie"). Gott arbeitet sechs Tage lang brilliant und ruht am siebten Tag (gute Arbeit und gute Ruhe sind untrennbar miteinander verbunden).
Wie können wir an unserem Arbeitsplatz Ordnung ins Chaos bringen. Wie können wir Licht ins Dunkel bringen? Was ist unser Beitrag zu einer geordneten, von Aufrichtigkeit geprägten Arbeitsumgebung, in der in guter Zusammenarbeit gute Produkte und Dienstleistungen entstehen?
2. Erhalten, aufrechterhalten, unterstützen
Hebräer 1,3 (SLT)
3 dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.
Jesus Christus trägt, erhält alle Dinge durch das Wort seiner Kraft. Ähnlich in Kol 1,17: Alle Dinge bestehen durch ihn.
Gott macht nicht einfach etwas und geht wieder weg. Dies ist ein entscheidender Punkt, der nicht oft genug betont wird. Gott steht zu dem, was er geschaffen hat, korrigiert es, wenn nötig, unterstützt es und hält es zusammen.
Selbst der über die Schöpfung verhängte Verfall und die Vertreibung aus dem Garten Eden gehören zum Erhalten der Schöpfung, denn sie dienen letztlich dem Rettungsplan Gottes.
Lasst uns überlegen, wie wir an unserem Arbeitsplatz Dinge, Produkte erhalten können (Support, Service), wie wir Beziehungen mit Vorgesetzten, Untergebenen, Kollegen, Kunden, Partnern pflegen können und auch wie wir in unserem Umfeld unseren Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung leisten können.
3. Weisheit und Realismus bringen
Eine dritte Phase oder ein drittes Merkmal von Gottes Werk und Mission in der Welt ist die Vermittlung von Wahrheit und Weisheit. Unsere Welt und ihre Arbeitsplätze sind oft unrealistisch, trügerisch und sogar töricht. Aber wir wissen, dass Gott der Gott der Wahrheit und Weisheit ist und dass Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Johannes 14,6). In Christus sind "alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen" (Kol 2,3). "Durch Weisheit hat der Herr die Erde gegründet, durch Verstand hat er den Himmel geschaffen, durch seine Erkenntnis sind die Tiefen aufgebrochen" (Spr 3,19-20). Die ganze Bibel hindurch sehen wir, wie Gott uns Wahrheit und praktische Weisheit gibt. Dabei ging es nicht nur um irgendwelche philosophisch wahren Ideen, die über uns schweben, sondern "das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns" (Johannes 1,14). Wahrheit und Weisheit wurden durch Jesus Christus im menschlichen Leben demonstriert.
Wie können wir uns diesen Aspekt von Gottes Wirken zum Vorbild nehmen, wie können wir Wahrheit, Nüchternheit, Realitätssinn, faktenbasierte Entscheidungen in unserer Arbeitsumgebung fördern?
Zuallererst können wir versuchen, unseren Kollegen und Unternehmen zu helfen, keine falschen Götter wie Geld, Ruhm, Macht, Technologie oder die Arbeit selbst anzubeten.
Die Sprüche geben uns viele Hinweise, was praktische Weisheit betrifft: Fleiß, Halten von Vereinbarungen, Großzügigkeit, sorgsamer Umgang mit Worten, Wahrhaftigkeit.
Lasst uns in unserer Arbeit ein Zeugnis für praktische Weisheit sein, die wir von Gott und seinem Wort lernen.
4. Güte, Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit bringen
Ein vierter Aspekt von Gottes Mission in der Welt ist es, Güte, Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit zu zeigen und zu fördern. "Ethik" ist die beste allgemeine Beschreibung, aber wir müssen Ethik in einem weiteren Sinne als normal verstehen, denn sie ist mehr als nur die Einhaltung von Regeln. "Der HERR ist gerecht, er liebt gerechte Taten" (Ps 11,7). "Ich, der HERR, spreche die Wahrheit, ich verkünde, was recht ist. . . Nur im HERRN sind Gerechtigkeit und Stärke" (Jes 45,19.24). "Wir haben einen Fürsprecher... Jesus Christus, den Gerechten" (1 Joh 2,1).
Was für Gott gilt, soll auch für seine Jünger gelten: "Das Recht ströme wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach" (Amos 5,24). Gerechtigkeit zu üben, Freundlichkeit zu lieben und demütig zu wandeln vor unserem Gott (Micha 6,8). "Hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit" (Mt 5,6). "Trachtet nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit" (Mt 6,33). "Stellt eure Glieder [euren Körper] Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit zur Verfügung" (Röm 6,13).
Wie können wir Güte und Gerechtigkeit am Arbeitsplatz fördern?
Es hat bestimmt viel mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun. Wir wollen selbst fair und gütig sein, aber manchmal gilt es auch für diejenigen einzutreten, die ungerecht behandelt werden.
Fairness betrifft wiederum unsere Beziehung zu Vorgesetzten und zu solchen, die wir führen, zu Kollegen, zu Kunden und zu Geschäftspartnern.
5. Erlösen, reparieren, heilen, versöhnen, befreien
Gott ist nicht nur der Schöpfer und Erhalter, nicht nur der Bringer von Weisheit und Gerechtigkeit; er ist auch der Erlöser - der Instandsetzer zerbrochener Dinge, der Heiler der Verletzten und Zerbrochenen, der Befreier der Gefangenen, der Versöhner der Entfremdeten, der Retter der Verlorenen. Wir leben nicht in Eden, sondern in Babylon, in einer zerbrochenen Welt voller verletzter Menschen. Es ist kein Zufall, dass in Offenbarung 4 das erste große Lied der Ewigkeit Gott als Schöpfer feiert, während in Offenbarung 5 das zweite große Lied den Erlöser feiert. Das ist die Kehrseite der Schöpfungsarbeit: Gutes schaffen, Schlechtes in Ordnung bringen. In der ganzen Bibel leisten Gott und sein Volk Erlösungsarbeit. Noah baut eine Arche, um Menschen und Tiere vor der großen Flut zu retten. Gott benutzt Mose, um sein versklavtes Volk zu befreien. Jesus und seine Jünger verkünden nicht nur die frohe Botschaft vom Reich Gottes, sondern sie heilen auch Kranke, geben Hungrigen zu essen und befreien Menschen von Dämonen, die sie heimsuchen.
Gottes Erlösungswerk gipfelt im stellvertretenden Tod und in der Auferstehung Jesu Christi.
Unser Gott ist ein Erlöser, und wir sind alle nach seinem Bild geschaffen. Wie können wir erlösende in unserer Arbeitsumgebung wirken?
wenn wir in Krisen “den Karren aus dem Dreck ziehen”, wenn wir als Sanitäter, Arzt, Pfleger, Krankenschwester, Feuerwehrmann oder Polizist Menschen helfen oder gar retten.
wenn wir Gefahren oder Risiken erkennen und helfen, sie zu beseitigen.
wenn wir bei zwischenmenschlichen Problemen als Friedensstifter wirken.
wenn wir Menschen Trost und Hoffnung geben.
wenn wir Menschen durch unser Zeugis zu Herrn führen.
6. Fertigstellen, florieren, fliegen
Das sechste Merkmal von Gottes Werk ist, dass er fertigstellt, was er beginnt - und es zum Blühen bringt. Sein Werk kann „abheben“ und „fliegen“, wenn er es beendet hat. Denken Sie daran, wie die Bibel dies beschreibt: „Und am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er getan hatte ... das ganze Werk, das er in der Schöpfung getan hatte“ (Gen 2,2-3). Und am Kreuz „wusste Jesus, dass nun alles vollbracht war ... er sagte: ‚Es ist vollbracht‘“ (Johannes 19,28-30). In Bezug auf das Gesetz und die Propheten sagte Jesus: „Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen“ (Mt 5,17). „Erfüllen“ … bedeutet wörtlich ‚voll ausfüllen‘. Es würde keine unvollendeten losen Enden in Jesu Lehre und Handeln geben. Es würde alles „vollendet“ sein. Mir gefällt auch, dass Jesus am Ende seines Lebens zu seinem Vater beten konnte: „Ich habe dich auf Erden verherrlicht, indem ich das Werk vollendet habe, das du mir aufgetragen hast“ (Johannes 17,4). Paulus schreibt an die Philipper: „Ich bin gewiss, dass der, der ein gutes Werk unter euch begonnen hat, es auch vollenden wird“ (Phil 1,6).
Gott beginnt nicht nur ein Werk, er erhält und repariert es nicht nur - er bleibt bis zum Ende dran, um etwas Gutes, Vollkommens zu machen.
Was für ein Zeugnis für unseren Herrn wäre es, wenn wir in der Arbeitsumgebung dafür bekannt wären, dass wir Dinge zu Ende bringen, dass wir keine halben Sachen machen, dass wir verlässlich sind.
Zusammenfassung von Christsein am Arbeitsplatz nach dem Vorbild Gottes:
Wir lieben Gott und Menschen an unserem Arbeitsplatz, wenn wir
schaffen/herstellen, was nützlich und schön ist.
unsere Produkte, Menschen und den Planeten pflegen und erhalten.
Wahrheit und praktische Weisheit bringen.
für Fairness und Gerechtigkeit einstehen.
reparieren, was kaputt ist, und heilen, was verletzt ist.
zu Ende bringen, was wir beginnen.

Unsere Arbeit als Zeugnis für das Evangelium

Wenn wir auf diese Weise nach Gottes Vorbild gute Arbeit leisten, dann ist das ein Zeugnis für ihn und sein Wesen, dann sind wir Licht und Salz für unsere Umgebung.
Das ist an sich schon etwas Gutes und erstrebenswert.
Wir werden dann aber auch Gelegenheit bekommen, etwas von der Weisheit, die wir von Gott gelernt haben, weiterzugeben.
Und wir dürfen Gott um Gelegenheiten bitten, auch explizit Zeugnis von unserem Herrn Jesus Christus zu geben. So können wir auch Arbeitskollegen zum Herrn führen.
Die Basis dafür ist aber unser Charakter und unser Verhalten am Arbeitsplatz.

Praktische Schritte auf dem Weg zum Ziel

Hier ein paar praktische Schritte, wie wir uns dem Ziel annähern können, zu Gottes Ehre zu arbeiten:
1. Verpflichte dich. Gehe bewusst und nicht nur beiläufig an das Abenteuer Arbeitsplatz heran.
2. Bete. Sprich mit Gott über deine Arbiet, nicht nur in Krisenzeiten, sondern proaktiv und täglich.
3. Höre zu. Bitte Gott, dass er durch die Schrift und seinen Geist zu dir spricht, so dass du immer besser verstehst, was es bedeutet, deine Identität in Christus am Arbeitsplatz auzuleben.
4. Suche dir Partner, die auch im Arbeitsleben stehen und mit denen du dich regelmäßig austauscht, mit denen du betest und die dich ermutigen und umgekehrt.
5. Lerne. Werde besser in deinem Job - und werde breiter, tiefer und weiser.
Das ist auch für diejenigen anwendbar, die noch nicht, oder noch nicht voll im Arbeitsleben stehen, also die Schüler und Studenten:
Ihr könnt den Herrn fragen: Wie kann ich mich am besten auf ein Leben vorbereiten, in dem ich Gott durch meine Arbei verherrliche. Wo liegen meine Begabungen? Mit welcher Ausbildung kann ich diese kombinieren, um möglichst gut zur Ehre Gottes arbeiten zu können?
Ihr könnt jetzt schon beginnen, praktische Weisheit für das Arbeitsleben (die übrigens auch in anderen Bereichen des Lebens anwendbar ist) aus der Schrift und von Vorbildern zu lernen.
Und ihr könnt euch immer Motivation in anstrengenden Phasen eurer Ausbildung holen, indem ihr bedenkt, dass ihr mit der Ausbildung Gott ehrt, und indem ihr ihn um Kraft und Weisheit bittet.

Schluss

Wenn man das alles hört, klingt das meiste wie eine Moralpredigt: So und so sollst du dich verhalten. Jemand könnte sagen: “Predige nicht Moral, sondern Christus!”
Nun, ich möchte beides tun, nach dem Vorbild des Paulus: Moral auf der Basis des Evangeliums, nicht als Ersatz für das Evangelium.
Was bedeutet das praktisch?
Es bedeutet, dass wir solch ein Leben als Zeugnis am Arbeitsplatz nur beschränkt aus uns selbst hervorbringen können. Wenn wir es versuchen, riskieren wir, verkrampft und gesetzlich zu werden - und damit das Zeugnis Christi zu verderben.
Wir können darin nur erfolgreich sein, wenn wir das Evangelium und den Herrn Jesus Christus zum Ausgangspunkt unseres Denkens, Redens und Verhaltens machen.
Wir können nur erlösend in unserer Umgebung wirken, wenn wir tatsächlich erlöst sind.
Wir können nur Lichtbringer sein, wenn wir selbst im Licht wandeln und wahrhaftig sind.
Wie oben erwähnt beginnt das Zeugnis am Arbeitsplatz im Verborgenen:
Dort begegnet uns der Herr in seiner Liebe, so dass wir uns ihm gerne hingeben wollen.
Dort überführt er uns durch sein Wort und durch seinen Geist und zeigt uns, wo wir umkehren müssen, wo wir uns verändern müssen.
Dort erleben wir die Vergebung Gottes für unser Versagen.
Dort werden wir durch die Gemeinschaft mit dem Herrn am inneren Menschen gestärkt.
Dort lernen wir praktische Weisheit aus Gottes Wort unter der Anleitung des Heiligen Geistes.
Aber nicht nur im Verborgenen - wir wachsen auch unter der Verkündigung des Wortes (sonst würdet ihr heute umsonst hier sitzen) und in der Gemeinschaft der Heiligen. Aber die Gemeinschaft mit dem Herrn im Verborgenen ist unerlässlich. Wenn wir sie vernachlässigen, bleibt ein sozialer und moralischer Rahmen, in dem wir uns bewegen sollen, der uns jedoch zunehmend einengen wird. Wenn wir aber die Liebesbeziehung zu unserem Herrn pflegen, dann wird dieser Rahmen zu einem Ort der Freiheit und unser Gehorsam zu einem Leben in der Fülle, wie sie der Herr für uns vorgesehen hat.
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