Detox Deus - Geschwindigkeit

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Um ein Jünger Jesu zu sein, müssen wir eine bewusste, durchdachte Entscheidung treffen, die die Kosten dieser Entscheidung bedenkt, damit wir nicht bei der hälfte stehen bleiben, sondern zu 100% dahinterstehen.

Notes
Transcript

Die Jüngerschaft - Was bedeutet es ein Jünger Jesu zu sein?

Ist Gott zu schnell? Will Gott zu viel? Vielleicht habt ihr euch diese Frage noch nie gestellt. Vielleicht habt ihr euch noch nie darüber Gedanken gemacht, ob Gott zu schnell zu viel von uns will. Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich schon solche Momente. Momente in denen ich dachte: Gott würde sich jetzt von mir wünschen, dass ich mein Selbst aufgebe. Er würde sich wünschen, dass ich mich selbst verleugne, aber das ist mir gerade zu viel. Es gab schon Momente in denen ich wütend war, und ich wusste im nächsten Moment: Ich sollte jetzt vergeben. Das ist mir dann zu schnell. Meine Wahrnehmung ist, dass Gott manchmal sehr schnell sehr viel von mir erwartet oder verlangt. Es überfordert mich, wenn ich daran denke, was es alles gibt, was anders sein sollte, wie anders ich sein sollte. Es überfordert mich, wenn ich darüber nachdenke, was ich alles noch so tun und was ich lassen sollte. Ich kann mir auch vorstellen, dass gerade der Gedanke daran, einen davon abhält zu sagen: Ich treffe eine Entscheidung für Gott. Ich glaube an Gott. Ich glaube an Jesus. Diese Entscheidung kann Angst machen, wenn man bedenkt, was es einen kosten könnte, welche Veränderungen damit einhergehen, welche Ansprüche dann an mich und mein Leben gestellt werden. Ich hatte schon öfter Gespräche darüber, was es bedeuten würde, wenn man sich entscheiden würde sein Leben ganz durch den Glauben, durch Jesus bestimmen zu lassen und das hat Menschen Angst gemacht. Selbstaufgabe, Verzicht, Veränderungen machen einem natürlich Angst. Sie verunsichern einen und vielleicht fragt man sich auch: Warum verlangst du das von mir Gott? Und auf der einen Seite stimmt das. Den Weg mit Jesus zu gehen, kostet uns etwas. Hier geht es nicht mehr nur um die Frage des Glaubens, sondern eigentlich geht es um die Frage der Jüngerschaft. Jünger zu sein, bedeutet, dass man nicht mehr nur einfach Teil einer großen Gruppe ist, die Jesus hinterherläuft. Als Jesus unterwegs war, hatte er andauernd eine große Schar von Menschen um sich herum, die ihm gefolgt sind, aber nicht alle von ihnen waren seine Jünger. Von den vielen Menschen waren es genau 12 Personen, die seine Jünger waren. Der Großteil der Menschen mag daran geglaubt haben, dass Jesus ein besonderer Mensch ist, ja vielleicht sogar der Sohn Gottes, aber nur 12 dieser hundert oder tausend Menschen waren seine Jünger. Nur 12 haben sich dazu entschieden die Kosten zu tragen, die uns vielleicht zu schnell und zu viel sind. Nur 12 haben gesagt: Ich bin bereit mein Leben hinter mir zu lassen und einen neuen Weg zu gehen. Jesus hat diese 12 Männer aus ihrem Alltag, ihrem Leben herausgerufen und zu seinen Jüngern gemacht. Er hatte zu ihnen eine besondere Nähe, weshalb sie auch als seine Brüder bezeichnet wurden. Er hat mit ihnen Dinge geteilt, die außer ihnen niemand gehört oder gesehen hat. Sie haben Jesus auf eine besondere Art und Weise gedient. Sie haben ihn kennengelernt wie kein anderer. Sie waren die “Eingeweihten”. Jünger zu sein bedeutet, Jesus eine besondere Stelle in seinem Leben zu geben. Jünger zu sein bedeutet, Jesus besonders nahe zu sein, Dinge zu sehen, zu hören, zu verstehen, die andere vielleicht nicht so wahrnehmen. Ja, Jünger sein kostet etwas, aber es ist auch etwas sehr besonderes und schönes.

Die Kosten - Was kostet mich die Entscheidung ein Jünger Jesu zu sein?

Die Jünger waren eine Gruppe von Menschen, die eine besondere Nähe zu Jesus hatten, weil sie nicht nur an ihn geglaubt haben, sondern Entscheidungen getroffen haben, die ihr Leben so massiv verändert haben, dass sie nur noch auf Jesus vertrauen konnten. Jesus fasst die Kosten von Jüngerschaft in Lukas 14,25-27 zusammen:
Lukas 14,25–27 LU17
Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.
Ich dachte immer, dass es Jesus um Liebe geht. Also das ist der erste Gedanke, der mir kommt, wenn ich diesen Text lese. Ich hätte eigentlich gedacht, dass Jesus sowas sagen würde wie: Wer sein Vater und seine Mutter wirklich liebt, seine Frau und Kinder, seine Brüder und Schwestern, nur der kann mein Jünger sein. Hier steht aber hassen. Wir sollen hassen. Kann das wahr sein? Ihr könnt euch die Antworten denken. Natürlich sollen wir nicht hassen, sondern unsere Liebe zu Jesus soll die Liebe für unsere Mitmenschen und unser Leben wie Hass aussehen lassen. Dabei geht es nicht darum, dass wir unsere Familie schlecht behandeln sollen. Die Bibel spricht zum Beispiel auch davon, dass wir Vater und Mutter ehren sollen. Wir sollen unsere Priorität klar haben. Wenn der Glaube an Jesus und unsere Familie in einem Konflikt steht, dann sollen wir uns für Jesus entscheiden. Für die Menschen, die anfingen an Jesus zu glauben und seine Jünger wurden, bedeutete es, dass sie sich zwischen Jesus und ihrer Familie entscheiden mussten. Sie mussten sich die Frage beantworten: Werde ich an Jesus glauben und sein Jünger und wende mich so von meiner Familie ab, oder wende ich mich von Jesus ab? Sie mussten sich fragen: Bin ich bereit als Gotteslästerer verurteilt und vielleicht sogar getötet zu werden, oder wende ich mich von Jesus ab? Das erste, was uns ein Leben mit Jesus kostet, ist die Veränderung meiner Prioritäten. Es bedeutet, dass ich mich für das entscheide, was mich näher zu Jesus bringt. Wenn du dich fragst: Welche Entscheidung soll ich treffen? Dann beantworte dir folgende Fragen: Welche Möglichkeit wird mich näher zu Jesus führen?
Das zweite von dem Jesus hier spricht ist es das Kreuz zu tragen. Das Kreuz steht zum einen für eine Leidensbereitschaft. Dieses Leid kann ganz unterschiedlich aussehen. Es können Dinge sein, auf die man verzichtet. Statt sich selbst etwas zu leisten, nimmt man zum Beispiel sein Geld und setzt es für andere ein. Statt eines freien Wochenendes nach einer stressigen Arbeitswoche hilft man einem Nachbarn, in der Gemeinde. Es können Dinge sein, die einem Schmerzen. Statt auf seinem Recht und seiner Gerechtigkeit zu beharren, vergibt man oder reicht einander die Hand. Es kann echtes Leid sein, dass man durch Zurückweisung, Mobbing oder sogar Verfolgung aufgrund des Glaubens erfährt. Das Kreuz steht zum anderen für Verachtung. Wenn jemand zum Tod am Kreuz verurteilt wurde, dann lief er mit seinem Kreuz durch die Stadt und war den Verurteilungen und der Häme anderer ausgesetzt. Sein Kreuz auf sich zu nehmen, bedeutet, auch mit Gegenwind, Verachtung und Verurteilung umzugehen. Das gehört dazu, wenn wir in die Nachfolge Jesu treten. Jesus sagt an einer anderen Stelle:
Matthäus 6,21 LU17
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Es ist gut, dass uns die Nachfolge etwas kostet, denn sie zeigt, wo unser Herz ist. Es ist gut, wenn es uns etwas kostet, wenn wir am Reich Gottes bauen, denn dort wo unser Schatz ist, da ist auch unser Herz.

Die Entscheidung - Wie komme ich zu dieser Entscheidung?

Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass Jesus diese Entscheidung von uns erwartet, in dem Moment in dem wir ihn zum ersten Mal in unserem Leben begegnen oder kennenlernen, dann ist das natürlich zu viel und zu schnell. Warum sollte man jemanden, den man gerade kennengelernt hat, an erste Stelle in seinem Leben setzen? Wieso sollte ich bereit sein für denjenigen zu leiden? Wieso sollte ich micht dafür belächeln lassen? Die Rede Jesu hört an diesem Punkt nicht auf, sondern er sagt: Überlegt euch gut, ob ihr mir nachfolgen wollt. Macht euch darüber Gedanken, was es euch kostet.
Lukas 14,28–33 LU17
Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen will und setzt sich nicht zuvor hin und überschlägt die Kosten, ob er genug habe, um es zu Ende zu führen, damit nicht, wenn er den Grund gelegt hat und kann’s nicht zu Ende bringen, alle, die es sehen, anfangen, über ihn zu spotten, und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und kann’s nicht zu Ende bringen? Oder welcher König zieht aus, um mit einem andern König Krieg zu führen, und setzt sich nicht zuvor hin und hält Rat, ob er mit zehntausend dem begegnen kann, der über ihn kommt mit zwanzigtausend? Wenn nicht, so schickt er eine Gesandtschaft, solange jener noch fern ist, und bittet um Frieden. So auch jeder unter euch: Wer sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein.
Bevor wir uns entscheiden ein Jünger Jesu zu sein, ein Mensch der Jesus besonders nahe ist, sollen wir uns darübe Gedanken machen, was es uns kostet. Bist du bereit, dich von allem loszusagen, was du hast? Diese Frage zu beantworten, ist ein Prozess. Es ist keine Entscheidung, die du einfach mal so nebenbei triffst. Ja, okay, dann bin ich jetzt einmal Jünger von Jesus. Es ist eine Entscheidung, die dein Leben verändert. Sie kostet dich sehr viel. Genauso gibt sie dir aber auch sehr viel, denn ein Leben zu führen, dass sich ganz auf Gott ausrichtet, ist das Leben, zu dem wir als Menschen bestimmt sind. Ja, es kann anstrengend sein. Es kann herausfordernd und ermüdend sein. Es kann sehr viel von einem abverlangen, aber es ist auch erfüllend. Es erfüllt dich ein Jünger Jesu zu sein. Es gibt dir ein Fundemant, auf dem du aufbauen kannst. Das Fundament ist der Glaube an einen Gott, der seinen Sohn gesandt hat, um dir nahe zu sein. Der Schuld und Scham auf sich genommen hat, um bei dir zu sein. Der dich extrem liebt und es dir zeigen möchte. Er möchte dir seine Liebe zeigen und sich zu dir stellen. Er möchte, dass du Wunder erlebst und ihn spürst. Das ist es, was die Jüngerschaft auch ausmacht. Es wird ein ganz anderes, ein neues Leben sein, aber das bedeutet nicht, das es einfach nur schlechter ist, sondern du gewinnst eine neue Perspektive, ein neues Leben, eine neue Stärke, die dich unabhängig macht von dieser Welt und abhängig von Gott. Wenn du an Jesus glaubst, dann stehst du vor dieser Entscheidung: Bin ich bereit ein Jünger zu sein? Vertraue ich Gott genug, um mich von ihm abhängig zu machen?

Die Folgen - Ist es ein Problem, wenn wir nicht bei 100% sind?

Das Problem ist, dass wenn wir diese Entscheidung nicht treffen und immer nur 50, 60, 70 Prozent bei Gott sind, dann passiert das, was Jesus im nächsten Vers sagt.
Lukas 14,34–35 ZB 2007
Salz ist etwas Gutes. Wenn aber auch das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es ist weder für den Acker noch für den Misthaufen zu gebrauchen; man wirft es fort. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Die Jünger Jesu haben die Aufgabe der Welt geschmack zu geben. Es ist unsere Aufgabe in dieser Welt zu wirken. Es ist unsere Aufgabe in dieser Welt einen Unterschied zu machen, so dass Gott sichtbar, hörbar und spürbar wird. Es kann durch unsere Taten, unser Reden, unsere Entscheidung Salz in diese Welt kommen. Salz bringt Geschmack. Salz mach Dinge haltbar. Salz ist unersetzbar. Es braucht Jünger. Es braucht Menschen, die 100% mit Jesus unterwegs sind, damit die Menschen sehen, wer Gott ist und sich selbst für eine Beziehung mit Jesus entscheiden. Wenn wir nur 50, 60 oder 70% mit Gott unterwegs sind, dann sind wir wie Salz, dass nicht mehr richtig salzt. Wir geben nicht so wirklich Geschmack ab. Es gibt vielleicht hier und da den einen Moment, aber am Ende sagen die Leute vielleicht: Ja, also der glaubt schon an Gott, aber der ist auch nicht groß anders als ich es bin. Der lebt sein Leben genauso wie ich. Der macht das selbe mit seiner Zeit, seinem Geld, seinen Möglichkeiten. Ja, Gott wünscht sich viel von uns. Gott wünscht sich keine 50, 60, 70, auch keine 80 oder 90, sondern 100%. Er wünscht sich, dass wir zu 100% mit ihm unterwegs sind. Er wünscht sich, dass er zu 100% Teil unseres Lebens sein kann. Er wünscht sich, dass unsere Beziehung zu ihm, die Grundlage unserer Entscheidungen ist, aber er wünscht sich auch, dass wir diese Entscheidung bewusst treffen und uns darüber Gedanken machen, ob wir dazu bereit sind. Vor welcher Entscheidung stehst du gerade? Wie wäre es, wenn du bei deiner nächsten Entscheidung zu aller erst darüber nachdenkst: Welche der Möglichkeiten führt mich näher zu Gott? Welche der Möglichkeiten führt dazu, dass ich Gott dienen kann? Entscheide dich beim nächsten Mal für die Option, die dich näher zu Gott bringt und lass dich überraschen, was das mit deinem Leben macht. Es kann der Anfang sein Gott eines Tages ganz zu vertrauen und die Kosten für 100% auf sich zu nehmen.
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