Der Glaube
Sermon • Submitted • Presented
0 ratings
· 9 viewsFiles
Notes
Transcript
Sonntag, den 09.05.2021, Gottesdienst, Predigt
Der Glaube
Guten Morgen ihr lieben, heute zum ersten mal eine Predigt durch mich. "Durch mich" soll heißen ich kann euch nicht lehren, euch nichts beibringen und nichts in euch bewirken; aber "durch mich" heißt der Geist Gottes kann durch meine einfachen Worte etwas in euch bewirken, euch etwas beibringen und euch lehren.
Die Überschrift meiner Predigt ist: Der Glaube
Dazu die Bibelstelle:
Matthäus 8 die Verse 23 bis 26 NBH
23 Danach stieg Jesus ins Boot und seine Jünger folgten ihm.
24 Als sie auf dem See waren, kam plötzlich ein schwerer Sturm auf, sodass die Wellen das Boot zu begraben drohten. Aber Jesus schlief.
25 Die Jünger stürzten zu ihm und weckten ihn auf: "Herr", schrien sie, "rette uns! Wir gehen unter!"
26 Aber Jesus sagte zu ihnen: "Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?" Dann stand er auf und bedrohte den Wind und den See. Da trat eine große Stille ein.
Diese Geschichte habe ich viele Jahre nicht verstanden, warum nannte Jesus seine Jünger Kleingläubige?
Der Grund warum ich diese Bibelstelle nicht verstanden habe ist die Tatsache das die Bibel in Kapitel und Verse eingeteilt ist. Dadurch fehlt mir manchmal der Zusammenhang.
Manche Bibelausleger sagen, Jesus meinte die Jünger hätten selber den Sturm befehlen können, sicher eine möglich Auslegung.
Wenn wir das ganze Kapitel gelesen hätten, wäre uns vielleicht etwas aufgefallen, das Kapitel 8 berichtet von verschiedenen Heilungen, die Jesus tat, und im Vers 18 steht dann folgendes:
Als Jesus die vielen Menschen sah, die sich um ihn drängten, befahl er seinen Jüngern, mit ihm an die andere Seite des Sees zu fahren.
In den Versen 19 bis 22 wird Jesus in Gespräche verwickelt und im Vers 23 steigt er ins Boot.
Also zusammengefasst:
Jesus befahl seinen Jüngern, fahrt ans andere Ufer und ER geht dann ins Boot schlafen. - Dann der Sturm und die Angst. - Dann Jesus geweckt, Jesus kritisiert die Jünger und Jesus befehligt den Sturm.
Meint ihr Jesus hätte seinen Jüngern etwas befohlen, das sie nicht hätten tun können? Egal wie schwer der Sturm auch war, es wäre ihnen nichts geschehen da sie ja den Befehl Jesu ausgeführt hätten.
Das Gleiche gilt für uns!
Also Glaube fängt da an, wo wir etwas hören, etwas sehen, etwas bemerken.
Ganz wichtig beim Glauben wer hat uns etwas gesagt, getan oder von wem kommt das Gesehene.
Jesus, kann man und konnte man glauben, er ist der Sohn Gottes. Das, was Jesus tat, nämlich all die Wunder bestätigten seine Glaubwürdigkeit.
Aber der Glaube hat nicht nur einen, der etwas Glaubwürdiges sagt oder tut oder zeigt, sondern auch einen der dies glaubt. Warum gibt es Menschen die glauben? Der Gläubige ist immer jemand, der etwas möchte. Also Peter möchte etwas, Peter machte sich auf die Suche und glaubte, was er hörte und sah.
Also aus Suchenden werden Gläubige. Das ist etwas, was es uns so schwer macht Menschen von Jesus zu erzählen, weil wir so selten auf Suchende stoßen.
Was der Suchende sucht, ist vielleicht verschieden, die einen suchen den Sinn des Lebens, das ist Jesus. Andere suchen Vergebung ihrer erkannten Schuld, das ist Jesus. Wieder andere suche Heilung, auch diese ist in Christus. Es gibt Menschen die suchen nach Erkenntnis, auch diese ist in Christus. Die Menschen, die auf der Suche nach einem Schöpfungsgerechten Leben sind, finden es in Jesus.
Wenn ich über den Glauben nachdenke, kommt mir meine eigene Bekehrung in den Sinn, etwas was gesagt wurde oder etwas was ich gelesen habe, hat mein Herz berührt und ich habe es angenommen.
Glaube ist also auch das gesuchte anzunehmen und fest zuhalten. Ich habe schon häufig den Begriff annehmender Glaube gehört und gebraucht.
Im Griechischen ist annehmen mit dem Wort ergreifen identisch. Um etwas zu ergreifen, müssen wir unsere Hand aufmachen, müssen wir uns nach dem Ergreifenden ausstrecken.
Da Glaube aus dem Suchen folgt, ist Glaube auch die Grundlage unserer Hoffnung.
In Hebräer 11 Vers 1 steht:
Was ist also der Glaube? Er ist die Grundlage unserer Hoffnung, ein überführt sein von Wirklichkeiten, die man nicht sieht.
Der Glaube ist ein überführt sein von Wirklichkeiten, die man nicht sieht.
Also Wahrheiten die nicht erkennbar sind. Wahrheiten die den Tatsachen manchmal entgegenstehen.
Lasst uns mal ein paar Wahrheiten ansehen, die man nicht sieht.
* Tatsache ist, auf dem Wasser kann man nicht laufen -
Wahrheit ist, Petrus lief auf dem Wasser.
* Tatsache ist, wenn man jemand oder etwas berührt wird man nicht gesund, sondern eher krank -
Wahrheit ist, die Frau mit dem Blutfluss berührte die Kleidung Jesu und sie war gesund.
* Tatsache ist, ich habe Fehler gemacht, die ich mir selbst nicht vergeben konnte -
Wahrheit ist, mir ist vergeben!
* Tatsache ist, kein Mensch kann vor Gott bestehen -
Wahrheit ist, ich bin gerechtfertigt in Christus und habe Zugang zum Allerheiligsten
Ihr dürft diese Aufzählung für euch selber weiterführen.
Wie können wir denn von etwas überführt werden, was wir nicht sehen?
Also wie können wir glauben?
Was ist nun der Unterschied vom Glauben der Hindus,
der Islamisten und sonstigen Religionen.
Nun der menschliche Glaube, der Glaube in den Religionen auch im Christentum ist ein festhalten an etwas was man meint, dass es richtig ist.
Falls man zufällig richtig liegt, kann man sich auf die Schulter klopfen und sagen mein Glaube ist der richtige.
In alle Religionen ist Glaube etwas, was die Gläubigen mitbringen müssen, sie müssen vertrauen, meist so gar blind vertrauen ohne Sicherheiten.
Das erinnert mich an die Priester des Baal
die Geschichte steht in 1. Könige 18,25-29:
25 Nun sagte Elija zu den Propheten des Baal: "Wählt euch den einen Stier aus und bereitet ihn zu! Ihr seid ja in der Überzahl. Dann ruft den Namen eures Gottes an! Ihr dürft aber kein Feuer daran legen!"
26 So nahmen sie den jungen Stier, den man ihnen übergab, und bereiteten ihn zu. Dann riefen sie den Namen Baals an: "Baal, höre uns!" Sie riefen vom Morgen bis zum Mittag. Aber es war kein Laut zu hören, es kam keine Antwort. Dabei hinkten und hüpften sie um ihren Altar.
27Als es Mittag wurde, machte sich Elija über sie lustig. "Ruft lauter!", spottete er. "Er ist ja ein Gott. Er ist sicher in Gedanken, oder er ist gerade austreten gegangen. Vielleicht ist er auch auf Reisen, oder er schläft gerade, dann sollte er aufwachen!"
28 Da schrien sie immer lauter und ritzten sich nach ihrem Brauch mit Schwertern und Lanzen, bis Blut an ihnen herabfloss.
29 Als der Mittag vorüber war, weissagten sie wie Propheten. Das dauerte bis zur Zeit des Abendopfers. Aber es gab keinen Laut, keine Antwort, kein Aufmerken.
Man kann glauben bis zur Ekstase, aber menschlicher Glaube bewirkt er nichts.
Deswegen hat die Bibel in Hebräer 11,1 gesagt es ist ein Überführt sein!
Ein überführt sein ist etwas herbeigeführtes, oder wie die Bibel sagt geschenktes.
Dazu eine Bibelstelle an: Epheser 2:8 (NBH)
Denn durch die Gnade seid ihr gerettet worden aufgrund des Glaubens.
Ihr selbst habt nichts dazu getan, es ist Gottes Geschenk.
Wir sind aufgrund des Glaubens gerettet. Der Glaube ist ein Geschenk Gottes.
Gott selbst ist es der den Suchenden beschenkt. In Jeremia 29,13 (NBH) lesen wir:
Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden.
Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt.
Gott möchte das wir ihm suchen und Gott möchte uns beschenken.
Da der Glaube ein Geschenk ist, möchte ich darauf hinweisen, das wir Geschenke von jemanden bekommen, mit dem wir eine Verbindung haben.
Es ist wichtig, dass wir eine persönliche Verbindung zu Gott haben.
Da der Glaube ein Geschenk ist, dürfen wir ihn auch bitten, wenn unser Glaube zu klein ist, das war ja die Jahreslosung vom letzten Jahr.
Weiß die noch jemand?
Ich glaube, hilf meinen Unglauben.
Dass der Glaube ein Geschenk ist, ist der Unterschied zu dem was wir Menschen sonst als Glauben ansehen.
Der Glaube der von Gott geschenkt ist, beinhaltet eine Bestätigung:
Kolosser 3:15 (NBH)
Wir wünschen euch, dass der Frieden, der von Christus kommt, eure Herzen regiert, denn als Glieder des einen Leibes seid ihr zum Frieden berufen.
Und seid dankbar!
Das heißt wir haben eine Bestätigung für unseren Glauben erhalten, nämlich den Frieden Gottes der unser Herz regiert.
Folglich geht es nicht um blinden Glauben, sondern um erfahrbaren Glauben.
In Philipper 1,27 lesen wir:
Verhaltet euch nur würdig des Evangeliums des Christus, damit, sei es, dass ich komme und euch sehe oder abwesend bin, ich von euch höre, dass ihr feststeht in einem Geist, indem ihr mit einer Seele mitkämpft mit für den Glauben des Evangeliums.
Kämpfen für den Glauben des Evangeliums. Mit diesem Satz ist noch ein Aspekt des Glaubens dargestellt, nämlich das Glaubensgut. Also die Lehre oder die Botschaft die der Glaube beinhaltet.
Die Lehren wären also allgemeine Anordnungen, die Jesus uns gegeben hat wie zum Beispiel Liebe deinen Nächsten wie dich selbst oder Ihr sollt 7 mal 70 mal vergeben pro Tag uvm.
Das Glaubensgut, ist auch der häufigste Streitpunkt unter uns Christen, das war schon in den ersten Gemeinden so, da ging es dann um Themen wie Beschneidung und Opferfleisch essen, heute vielleicht um Impfen zu lassen oder nicht impfen lassen.
Wichtig ist, das wir uns wegen des Glaubensguts nicht spalten lassen, sondern dass wir das anwenden, was der Paulus zu den Korinthern sagt 1.Kor10,31:
Ob ihr also esst oder trinkt oder sonst was tut, tut alles zur Ehre Gottes!
Ob ihr euch impfen lässt oder nicht tut alles zur Ehre Gottes!
Streitet euch darum nicht, sondern nehmt Rücksicht aufeinander.
Beim Glaubensgut ist immer wichtig sich selbst zu prüfen: habe ich diesen Glaubensinhalt, die Glaubensanforderung von Gott oder von Gott bestätigt bekommen?
Es ist wie mir der Gnade wir fallen immer wieder zurück ins eigne Tun in eigne Werke in eigene Glaubensvorstellungen. Wenn wir uns aber auf den Glauben aus der persönlichen Beziehung zu Gott verlassen, dann wächst er und bewirkt in uns ganz viel z. B. steht in Philipper 1,27 da haben wir noch etwas was der Glaube bewirkt:
Dass ihr feststeht in einem Geist, indem ihr mit einer Seele mitkämpft mit für den Glauben des Evangeliums.
Glaube bewirkt, dass wir gemeinsam kämpfen in einem Geist.
Was noch nicht gesagt ist, ist das wir nicht zufrieden sein müssen mit dem was wir an Glauben haben, auch ohne Gott für mehr Glauben zu bitten kann unser Glaube wachsen!
Apostelgeschichte 20:32 (NBH)
Und nun vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, euch im Glauben wachsen zu lassen und euch das Erbe unter denen zu geben, die auch zu seinem heiligen Volk gehören. -
Das Wort seiner Gnade hat die Kraft, unseren Glauben wachsen zu lassen.
Nicht unsere Pflichterfüllung, nicht unsere Anstrengung lässt unseren Glauben wachsen, sondern das Wort seiner Gnade!
Wo finden wir das Wort seiner Gnade?
* Beim Lesen in der Bibel lebendig gemacht durch seinen Geist.
* Beim Beten.
* Beim Lobpreis.
* Bei allem was uns in die Nähe unseres Gottes bringt.
Wenn Peter-Daniel feststellt, er hat einen kleinen Glauben, dann darf er wachsen in dem er mehr die Nähe Gottes sucht!
Somit ist aber auch klar was unseren Glauben schwach macht:
* Wenn ich mich nicht mit ihm und seinem Wort beschäftige
* Wenn es im Gebet und im Leben nur um meine Wünsche geht
Ich habe einen interessanten Satz gelesen:
Es gibt zwei Wege gegen Gott zu arbeiten:
* Gott leugnen oder abschaffen
* Gott einspannen und benutzen.
Gegen Gott zu arbeiten zerstört das Geschenk des Glaubens.
Glaube ist auch eine Bekundung des Vertrauens das wir zu Gott haben, genau deshalb sagt Jesus in Markus 11,24 (HFA):
Deshalb sage ich euch: Um was ihr auch bittet - glaubt fest, dass ihr es schon bekommen habt, und Gott wird es euch geben!
Auch ein wichtiger Aspekt unsern Glauben dadurch auszudrücken, das wir uns für das bedanken, was er uns geben wird!
Also bis jetzt habe ich folgendes über den Glauben gesagt:
1. Glaube ist die Antwort auf unser Suchen
2. Glaube ist ein Geschenk, aus der persönlichen Beziehung zu Gott
3. Glaube ist ein Hören und gehorchen
4. Glauben kommt nicht aus unser Tun
5. Glaube wird durch den Frieden unseres Herzens bestätigt
6. Glaube beinhaltet auch ein Glaubensgut
7. Glaube ist lebendig und wächst.
Nun habe ich euch ganz viel über den Glauben erzählt sicherlich nicht alles da Glaube erfahrbar ist, kann jeder zu dem Thema was beifügen.
Schauen wir uns noch eine Bibelstelle an:
Matthäus 17,20 (Lu):
Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: um eures Unglaubens willen. Denn wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so mögt ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich von hinnen dorthin! So wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.
Jetzt da wir soviel vom Glauben gehört haben geht es an die praktische Übung,
Lasst uns unseren Glauben zusammen tun,
und dann weg mit den Alpen - freie Sicht zum Mittelmeer.
-
Klappt nicht so? Was machen wir falsch?
* Wir haben doch eine lebendige Beziehung zu Gott
* Wir Glauben an ihm und seine Macht.
* Wir hören auf ihn und gehorchen.
* Wir haben den Frieden im Herzen.
Also was stimmt nicht?
Ich denke, Jesus würde uns auch wegen unseres Unglaubens oder Kleinglaubens tadeln!
Es ist mir noch was aufgefallen das wir, also auch ich, anders handhabe, ungefähr so:
Gott, wenn du es willst, mach das der Berg sich versetzt!
Das ist wie wir Menschen glauben, wir glauben, dass Gott es tun kann.
Geschenkter Glaube ist Vollmacht selber zu sagen: Berg versetze dich.
Sicherlich, wenn wir in inniger Verbindung mit unserem Vater sind, kämen wir gar nicht auf die Idee die Alpen zu versetzen, sondern die unüberwindbaren Probleme, die wir Menschen haben können.
Also zurück zur Anfangsbibelstelle:
Das war Matthäus 8: Ja die Jünger hätten den Wind befehlen können.
Wenn ich sehe was die Apostel für Wunder bewirkten als sie endlich den Glauben begriffen und angenommen haben dann sehne ich mich danach mehr von diesen Glauben zu haben.
Nicht der Wunder wegen, sondern der Nähe Christi wegen.
Denn unser Glaube ist abhängig von unserer Beziehung, von unserer Nähe zu Christus. Unser Glaube ist die Voraussetzung und Grundlage unserer Gebete.
Deswegen wünsche mir für euch und für mich:
Dass wir immer mehr diesen Glauben annehmen, ergreifen und festhalten.
Gott hat uns Vollmacht gegeben!
Amen
