Unlimited Input/Predigt: Der Heilige Geist – Alles nur Schall & Rauch?
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Ich möchte mit euch über den Heiligen Geist reden und dafür mit Gebet starten!
Gebet
Gebet
Ganz zu Beginn möchte ich, um Verwirrungen zu vermeiden zwei Synonyme klären: Im Alten Testament wird vom Geist Gottes gesprochen und im Neuen Testament vom Heiligen Geist. Ich verwende beide Begriffe und sie beschreiben denselben Geist.
Diese Predigt wird nicht in der Lage sein das Thema Heiliger Geist in Gänze zu beleuchten, aber ich habe mir ein paar Fragen und Aufgaben gestellt. Ich möchte mit euch zumindest Antworten auf folgenden drei Fragen finden:
1. Wer oder was ist der Heilige Geist?
2. Wofür brauche ich den Heiligen Geist?
3. Habe ich den Heiligen Geist?
Und ich habe folgende drei Wünsche für heute Abend:
1. Das du etwas, was du schon wusstest, jetzt biblisch belegen kannst!
2. Das du etwas Neues erfährst!
3. Dass du verstehst, dass die gute Nachricht von Jesus Christus nicht ohne den Heiligen Geist möglich ist!
Wenn du magst, schlag gerne deine Bibel mit auf und mach dir Notizen!
(1. Wer oder was, ist der Heilige Geist?)
(1. Wer oder was, ist der Heilige Geist?)
Lasst uns am Anfang beginnen mit der ersten Frage: Wer oder was ist der Heilige Geist? Und wir beginnen am Anfang, in der Schöpfung! 1. Mose 1,1: „1 Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 2 Die Erde war formlos und leer. Finsternis lag über der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“Das ist also der Grundzustand vor der ersten Schöpfung. Der Geist Gottes ist schon da, von Anfang an. Er musste nicht kreiert werden, sondern existierte bereits. Vers 3: „3 Da sprach Gott: „Es werde Licht!“ Und das Licht entstand. 4 Gott sah es an: Es war gut. Da trennte Gott das Licht von der Finsternis. 5 Das Licht nannte er „Tag“ und die Finsternis „Nacht“. Es wurde Abend und es wurde Morgen – ein Tag.“ Wir lesen, dass erst hier Tag und Nacht und das Konzept von Zeit entsteht, welches wir auf der Erde kennen. Er steht also genauso wie Gott außerhalb der Zeit.
Hier in 1. Mose wird vom Geist Gottes gesprochen, er gehört zu Gott. Aber was genau ist er jetzt, sowas wie ein Windhauch? Das hebräische Wort Ruah [רוּח] hat viergroße Bedeutungen: Geist, Wind, Geist Gottes & Atem. Allerdingshat es noch mehr Bedeutungen, zum Beispiel Mut, Wille, Wut, übernatürliches Wesen. Und wenn wir uns das so anhören, dann klingt das für mich nach Emotionen & Verstand. Beides Dinge die eine Person ausmachen würden. Ich habe das schon mal in einem anderen Input erwähnt und wir schauen uns das einmal auf einem Schaubild an:
Eine Person wird eben durch diese drei Eigenschaften charakterisiert: Emotion, Verstand und Willen und die Gestalt.
Zunächst durch die Emotion, das lesen wir zum Beispiel in Epheser 4, Vers 30dort heißt es, dass wir den Heiligen Geist betrüben können. Johannes 16 zeigt uns, dass der Geist uns zu vollem Verständnis führen wird, und das kann er nur tun, wenn er über selbiges besitzt. In Apostelgeschichte 16 sehen wir ein Beispiel dafür, dass der Heilige Geist die Jünger auf ihrer Missionsreise nicht in ein bestimmtes Gebiet ziehen lässt. Das würde nicht seinem Willen entsprechen. Und bei der Taufe von Jesus durch Johannes den Täufer können wir zum Beispiel im Lukasevangelium lesen, dass der Heilige Geist eine taubenartige und für die Menschen vor Ort sichtbare Gestalt annimmt.
Pause
Um die erste meiner Fragen nun hinreichend zu beantworten, müssen wir noch das Verhältnis von Gott, Jesus und eben diesem Heiligen Geist klären. Und ich denke Johannes 16kann uns dabei helfen. Dort steht direkt einen Vers weiter als wir gerade schon waren. Jesus spricht hier über den Heiligen Geist: „13b Denn er wird nicht seine eigenen Anschauungen vertreten, sondern euch nur sagen, was er von mir hören wird, und euch verkünden, was dann geschieht. 14 Er wird meine Herrlichkeit sichtbar machen, denn was er euch verkündigt, nimmt er von mir 15 Alles, was der Vater hat, gehört ja auch mir. Deshalb habe ich gesagt: Was er euch verkündigen wird, hat er von mir.“ Und ebenfalls im Missionsbefehl in Matthäus 18, 19 steht: „19 Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern. Dabei sollt ihr sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen“ Die drei sind unmittelbar miteinander verbunden und sie sind voneinander abhängig in ihrer Beziehung zueinander. Dieses Konzept von Gott nennen wir Dreieinigkeit.
Fassen wir das als Antwort für die erste Frage einmal zusammen. Der Heilige Geist ist Teil der Dreieinigkeit Gottes, er ist eine Person mit Emotion, Verstand, Willen und Gestalt und er war von Beginn der Schöpfung an da. Das alles können wir anhand von Gottes Wort sehen und nachvollziehen, auch wenn es nicht komplett intuitiv und leicht zu greifen ist, hoffe ich - es erscheint dir schlüssig.
Pause
2. Wofür brauche ich den Heiligen Geist
2. Wofür brauche ich den Heiligen Geist
Um diese zweite Frage zu beleuchten, möchte ich mit euch in den ersten Teil des Predigttextes schauen, dieser steht in Römer 8 die Verse 1 bis 8:
„1 Es gibt jetzt also kein Verdammungsurteil mehr für die, die ganz mit Jesus Christus verbunden sind. 2 Denn das Gesetz des Geistes, das dich mit Jesus Christus zum Leben führt, hat dich von dem Gesetz befreit, das nur Sünde und Tod bringt. 3 Das Gesetz des Mose war dazu nicht imstande. Es scheiterte am Widerstand unserer Natur. Deshalb hat Gott seinen eigenen Sohn gegen die Sünde in die Welt geschickt. Er kam in der gleichen Gestalt, wie sie die Menschen haben, die im Widerspruch zu Gott leben, und machte der Sünde in der menschlichen Natur den Prozess. 4 Damit kann jetzt die Rechtsforderung des göttlichen Gesetzes in uns erfüllt werden, und zwar dadurch, dass wir uns nicht mehr von unserer Natur, sondern vom Geist Gottes bestimmen lassen. 5 Denn alle, die von ihrem natürlichen Sinn bestimmt werden, sind auf das bedacht, was ihre eigene Natur will. Wer sich aber vom Geist Gottes bestimmen lässt, ist auf das ausgerichtet, was der Geist will. 6 Was die menschliche Natur will, bringt den Tod, was aber der Geist will, bringt Leben und Frieden. 7 Denn der menschliche Eigenwille steht dem Willen Gottes feindlich gegenüber, denn er unterstellt sich dem Gesetz Gottes nicht und kann das auch nicht. 8 Wer also von seiner menschlichen Natur bestimmt wird, kann Gott niemals gefallen.“
Wir sind alle Sünder! Und damit wir uns dessen so richtig bewusst sind, machen wir jetzt ein kleines Experiment, machen wir auch an der FTH im ersten Semester!
In mir selbst bin ich sündiger als ich jemals hätte glauben können
ABER
In Christus bin ich geliebter als ich jemals hätte hoffen können!!!
Woher weiß ich das jetzt, nicht nur weil ich es an mir sehe, auch weil die frühen berichte der Bibel genau das zeigen. Wenn ich mir das Leben der Menschen nach dem Sündenfall in der Bibel anschaue, sehe ich unzählige Geschichten davon, wie die Menschen daran scheitern ein gottgefälliges, ein „gutes“ Leben zu leben, wie Gott es erdacht hatte. Angefangen mit Kain & Abelund dem ersten Mord der Bibel und vielen weiteren Verfehlungen der Menschen. Gott wird es irgendwann zu bund und er schickt eine Sintflutund selbst danach geht es weiter mit den nächsten großen Verfehlungen der Menschheit. Schauen wir uns nur mal die Verfehlungen des Volkes Israel im 2. Buch Mose an. Da werden sie von Gott spektakulär aus ägyptischer Sklavenarbeit und Gefangenschaft befreit und kaum passt mal jemand nicht auf, bauen sie sich ein Goldes Kalb und beten es an! Und spätestens in der Königzeit wird das Ganze Übel des menschlichen Handelns und unserer sündigen Natur deutlich. Ich könnte Stunden lang weitermachen und das sind die wenigen Geschichten, von denen die Bibel in den ersten Büchern berichtet.
Die Verse 5-8 fassenziemlich genau zusammen, was ich gerade erzählt habe. Die Menschen waren von ihren natürlichen Sinnen bestimmt und auf ihre eigene Naturbedacht. Diese Natur bringt den Tod, der Geist aber bringt das Leben, doch den hatten die Menschen mit einigen Ausnahmen nicht. Und noch deutlicher beschreibt Paulus, dass er menschliche Willen, dem Willen Gottes entgegenstehtund wir werden gleich noch mehr dazu kommen, warum das so sein muss. Paulus schließt Vers 8 damit, dass wir bestimmt von unserer menschlichen Natur, Gott niemals gefallen können. Das ist ein zentraler Gedanke dieser Bibelstelle.
In Vers 2 & 3schreibt er, dass das Gesetzt des Moses, welches Gott seinem Volk gegeben hat, um eben ein solches gottgefälliges Leben zu führen, am Widerstand unserer eigenen Natur scheitert! Wir sind also nicht in der Lage dieser Idee Gottes für unser Leben zu entsprechen, sondern wir sind ohne den Heiligen Geist nicht befreit von dem „Gesetz der Sünde, welches nur Sünde und Tod bringt“, Vers 2.
Um das besser zu verstehen, müssen wir uns das hier verwendete Wort für Gesetz anschauen. Zum einen bedeutet es das erwartete. Nämlich eben das Gesetz, welches Gott dem Mose für sein Volk in der Wüste gegeben hat. In Vers 2 kommt nun zunächst eine neue Betrachtung des Wortes νόμος (Nómos) dazu. Es beschreibt ein Prinzip der Gesetzlichkeit. Oder anders gesagt: „Wenn A geschieht, folgt zwangsläufig daraus B“ Und so müssen wir hier den Zusammenhang von Sünde und Tod verstehen. Wir nennen dieses Phänomen den Tun-Ergehen-Zusammenhang, welcher uns gehäuft im Ersten Teil der Bibel begegnet. In Gottes Gerechtigkeit muss auf Sünde der Tod folgen. Das entspricht dem Gesetz der Sünde!
Wie können nun wir dem Tod entgehen, welcher als Folge unserer Sünden gerechterweise auf uns wartet? Und die Antwort wird dich vielleicht überraschen, - aber wir können es nicht! Vers 3: „Deshalb hat Gott seinen eigenen Sohn gegen die Sünde in die Welt geschickt. Er kam in der gleichen Gestalt, wie sie die Menschen haben, die im Widerspruch zu Gott leben, und machte der Sünde in der menschlichen Natur den Prozess.“ Jesus lebte als Mensch das Leben, welches wir hätten leben sollen. Er entging dem Gesetzt der Sünde, er hätte nicht sterben müssen. Auf sein Lebenhätte nicht der Tod folgen müssen! - vielmehr noch: Er erfüllte jegliche Rechtsordnungen und ging dennoch unschuldig an das Kreuz! Damit trug er die unumgängliche Strafe, die uns widerfahren müsste. Doch er schuf eine Lösung in dem, was er am Kreuz tat.
Paulusbeschreibt es in Galater 2, 19-21 etwa so: „19 Denn das Gesetz hat mich dazu gebracht, für das Gesetz gestorben zu sein, damit ich für Gott lebe.“ Paulus hat also gemerkt, dass er es nicht erfüllen kann. „Ich bin mit Christus gekreuzigt.“ Sagt Paulus „20 Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Und das Leben, das ich jetzt noch in meinem sterblichen Körper führe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich ausgeliefert hat.“ Für jeden von uns, für mich genauso wie für dich! „21 Diese Gnade Gottes werde ich doch nicht zurückweisen. Denn wenn wir vor Gott bestehen könnten, indem wir das Gesetz befolgen, dann wäre Christus umsonst gestorben.“ Im Kern sagt Paulus, dass wenn er mit Christus gekreuzigt ist, für das Gesetz, welches wir nicht in der Lage sind zu erfüllen, tot ist. Er ist schon tot für das Gesetz. Christus stellvertretend hat das Gesetz erfüllt und im Glauben an den Sohn können wir leben ohne die Konsequenzen unserer Sünde zu tagen. Und wenn wir in der Lage wären wie Christus das Gesetzt vollständig zu erfüllen, dann hätte Jesus nicht ans Kreuz gemusst. Aber weil das eben nicht so ist, dürfen wir aus Gnade leben!
Und jetzt kommt die Verbindung zu Römer 8, 1: „1 Es gibt jetzt also kein Verdammungsurteil mehr für die, die ganz mit Jesus Christus verbunden sind.“ Und die Verbindung zwischen dem was am Kreuz passiert ist und dem Wegfallen des Verdammungsurteil für unsere Sünden – den Tod – ist der Heilige Geist! Die Verbindung dessen ist der Heilige Geist.
Zusammengefasst, wofür brauche ich den Heiligen Geist? Ich brauche Ihn, um mit Jesus Christusund seinem Sieg über die Sünde und den damit verbundenen Tod am Kreuz auf Golgatha verbunden zu sein. Ich brauche den Heiligen Geist, um mich von ihm bestimmen zu lassen, denn der Geist bringt das Leben und nicht mehr von meiner menschlichen Natur, denn diese steht im Widerspruchund bringt den Tod. Somit werden die Rechtsordnungen des göttlichen Gesetzes in mir erfüllt werden und ich bin, – rein aus Gnade – befreit!
Pause
Bevor wir uns dem letzten Punkt und auch dem zweiten Teil des Predigttextes widmen, müssen wir noch eine Unterscheidung zwischen dem ersten und zweiten Teil der Bibel machen, bzw. vor dem Pfingstereignis und der Ausgießung des Heiligen Geistes und nach Pfingsten. Die im Alten Testament verwendeten Verben werden, wenn es darum geht, dass jemand den Geist Gottes „bekommt“,sehr bildhaft gesprochen. Das ist Teil der hebräischen Sprache und damit sind sie von ihren Bedeutungen sehr unterschiedlich zu den Verben des griechischen.
Beim Pfingstereignisselbst und auch später in Apostelgeschichte 10 beispielsweise werden Verben gebraucht die konkret vom „gefüllt werden“ und „ausstatten“ sprechen. Mir ist dabei zunächst wichtig, dass wir immer noch vom selben Geist reden, aber sich die Verfügbarkeit des Heiligen Geistes nach Pfingsten veränderte. Von einem Gott, der entschied, wer mit seinem Geist bekleidet wird, hin zu einem Geist, der von jedem Menschen empfangen werden kann.
(3. Habe ich den Heiligen Geist?)
(3. Habe ich den Heiligen Geist?)
Und das führt uns direkt zur dritten Frage: Habe ich den Heiligen Geist?
Dazu lesen wir weiter im Kapitel, Römer 8, 9-11:
„9 Ihr jedoch steht nicht mehr unter der Herrschaft eurer Natur, sondern unter dem Einfluss des Geistes, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Denn wenn jemand diesen Geist von Christus nicht hat, gehört er nicht zu ihm. 10 Wenn nun also Christus in euch ist, bleibt der Körper zwar dem Tod verfallen aufgrund der Sünde, der Geist aber erfüllt euch mit Leben aufgrund der Gerechtigkeit, die Gott euch geschenkt hat. 11 Wenn nun der Geist von dem in euch wohnt, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, dann wird er durch den Geist, der in euch wohnt, auch euren sterblichen Körper lebendig machen, eben weil er Christus aus den Toten auferweckt hat.
Okay! Von Vers 9 dürfen wir uns nicht zu hart schocken lassen. Paulus spricht hier vom Kern des Christsein, eine Grundlage, die jeder Christ mit der Gewissheit des Glaubens sagen darf. Heiko Krimmer schreibt dazu in seinem Kommentar: „Ein Christ hat den Heiligen Geist – das ist eine objektive Feststellung unabhängig von seinen Gefühlen und Gedanken!“ Und genau das möchte uns Paulus auch klar machen, der Geist Gottes muss in uns wohnen, das bedeutet aber eben nicht, dass wir ihn die ganze Zeit spüren und immer nach seinem Willen handeln. Denn Vers 10 wir werden weiterhin sündigenund unser Körper wird deswegen dem Tod verfallen, aber wir sind durch den Heiligen Geist mit Leben erfüllt. Es ergibt Sinn, dass wir den Heiligen Geist haben, denn 1. Korinther 2, 12: „12 Wir haben aber nicht den Geist dieser Welt empfangen, sondern den Geist, der von Gott kommt. So können wir erkennen, was Gott uns geschenkt hat.“ Nämlich die gute Nachricht der Rettung durch Jesus Christus. Und ohne das Wirken des Heiligen Geistes sind wir überhaupt nicht in der Lage das zu erkennenund zu bekennen so wie Paulus es schreibt in 1. Korinther 13, 3: „3 Deshalb erkläre ich euch ausdrücklich: Keiner, der durch den Geist Gottes redet, wird jemals sagen, Jesus sei verflucht. Und ohne den Heiligen Geist kann keiner sagen: „Jesus ist der Herr!““
Pause
Das Ganze hat einen genialen Umkehrschluss: Wenn ich den Heiligen Geist habe und dennoch ständig sündige, dann bedeutet das, ich kann ihm in mir mehr Raum geben, und zwar mein ganzes Leben lang - weil ich ja nicht aufhören kann zu sündigen. Jesus ermutigt uns in Lukas 11, 9 & 13 dazu, um den Heiligen Geist zu bitten: „9 Und ich sage euch: Bittet, und ihr werdet bekommen, was ihr braucht; sucht, und ihr werdet finden, klopft an, und es wird euch geöffnet! 10 Denn wer bittet, empfängt; wer sucht, findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. [..]13 So schlecht wie ihr seid, wisst ihr doch, was gute Gaben für eure Kinder sind, und gebt sie ihnen auch. Wie viel eher wird dann der Vater aus dem Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!“
Pause
Und ich weiß nicht ob dich das jetzt überzeugt für den Heiligen Geist zu bitten in deinem Leben. Aber den besten Grund dafür habe ich mir bis zum Ende aufgehoben. In Vers 11 schreibt Paulus, dass dieser Heilige Geist derselbe Geist ist, der Jesus von den Toten auferweckt hat. Wir als Gottes Geschöpfedürfen Anteil an dieser so gewaltigen Kraft haben, dass selbst der Tod nicht bestehen konnte.
Zunächst einmal findet die Reinigung von unserer Sünde innerlich statt. Wir sind im Geist und unsere Seele ist vor dem Tod bewahrt. So weit so gut, aber es wird noch besser. Wir müssen uns das Evangelium nicht kleinreden. Unser Körper, die sündige Natur ist weiterhin dem Gesetz der Sünde unterworfen, Vers 10 und muss rechtmäßig sterben. Das ist und bleibt Fakt! Diese beiden Dinge müssen wir voneinander trennen, aber Gottes Geist Vers 11 „wird auch euren sterblichen Körper lebendig machen“. Und ebenso wie Jesus selbst nach seiner Auferstehung, werden wir einen neuen Körper geschenkt bekommen.
So gut ist Gott – so umfassend ist Jesus – und so mächtig ist der Heilige Geist!
Und versteht mich bitte nicht falsch ich bin nicht hier um jemandem das Heil abzusprechen, niemals. Sondern um dir zu sagen: wenn du Christ bist, wenn du die gute Nachricht verstanden hast und Jesus deinen Herrn nennst ihn bekennst, dann hast du den Heiligen Geist. Das Wirken des Heiligen Geistes ist die Voraussetzung des Christseins. Und jetzt dürfen wir ihn einladen, mehr Raum in uns einzunehmen. Du kannst ihn täglich als deinen Begleiter und Hilfe einladen. Du kannst ihn bitten dir in neuen Bereichen zu begegnen, Bereiche, in die du niemanden blicken lassen willst. Aber wenn du Gottes Geist dort wirken lässt, was denkst du was passiert?!? Etwa dass dir schlechtes widerfährt? Dass nichts passiert und es umsonstist? Wenn ich von dieser, meinen Verstand überschreitenden Kraft lese, dann weiß ich, dass IHM alles möglich ist. Dass ich niemals Zeit oder Energie mit Investition und Beziehung zu Gottes Geist verschwende. Und wir wollen das jetzt gemeinsam bekennen in gesungenen Gebeten.
AMEN!
