Geistesgaben - Beschreibung

Gaben und Dienen  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Details über die Geistesgaben

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Beschreibung der Gaben

Aposteldienst

1. Korinther 12,28-29; Epheser 4,11
Im Neuen Testament finden wir mehr als nur eine Art Apostel. Zur ersten Art gehören jene, die von Jesus berufen und ausgesondert wurden und die Zeugen seines Lebens und Wirkens waren. Sie sind die ersten zwölf Jünger, wobei auch Menschen wie Paulus und Jakobus, der Bruder Jesus, dazugehören (siehe 1 Kor 9,1; 15,5-9; Gal 2,9). Eine andere Art Apostel beinhaltet jene, die extra als Missionare berufen wurden, um das Evangelium zu verbreiten - wie z. B. Barnabas (Apg 13,2-3; 14,14) und Silas (Apg 15,22.40; 1 Thess 1,1; 2,7).

Wundertaten

1. Korinther 12,10.28-29
Für den Apostel Paulus waren Wunder eine Bestätigung für die Botschaft der Apostel - „Die Zeichen eines Apostels sind unter euch gewirkt worden in aller Geduld, in Zeichen und Wundern und Kraftwirkungen" (2Kor 12,12). Beispiele für Wunder im Neuen Testament sind das Urteil über Ananias und Saphira (Apg 5,9-11) und über Elymas, den Zauberer (Apg 13,6-11). Viele Christen glauben, dass seit dem Ableben der Apostel die Notwendigkeit solch bestätigender Wunder nicht mehr besteht. Dennoch erkennen Christen an, dass Gott auch heute noch Wunder vollbringen kann und dies auch tut. Wunder stärken die Gläubigen in ihrem Glauben und bauen die Gemeinde auf.

Lehren und Ermahnung

1. Korinther 12,28-29; Römer 12,7-8; Epheser 4,11
Traditionell bringt man den Dienst eines Pastors immer mit Lehren in Verbindung. Nicht nur, dass ein Pastor sich um die Glieder seiner Gemeinde kümmert; seine andere wichtige Aufgabe ist es, den Gläubigen die biblische Lehre zu erklären. Jedoch können viele Menschen hervorragende Lehrer sein, ohne dabei Pastoren sein zu müssen. Lehre ist ein grundlegender Bestandteil des Leibes Christi. Durch die Lehre werden nicht nur Informationen weitergegeben, sondern es wird auch das Verhältnis des Menschen zu Gott vertieft. Außerdem rüstet die Lehre die Gläubigen mit Wissen aus, so dass sie falsche Lehren, die sie vielleicht einmal hören, als solche erkennen. Die Ermahnung steht in enger Beziehung zu anderen Gaben und bedeutet, dass man einem anderen Menschen mit Worten der Ermutigung, des Trostes, der Aufmunterung und des Rates zur Seite steht, sodass der andere ganz so sein kann, wie Gott ihn haben möchte.

Evangelist

Epheser 4,11
Auch wenn jeder Gläubige das Privileg und die Verantwortung hat, die gute Nachricht des Evangeliums zu verbreiten, haben manche Menschen die Begabung, die Erlösung besonders klar, einfach und anschaulich zu erklären. Diejenigen, die sich auf diesem Gebiet engagieren, können alle anderen Gläubigen anleiten, ihre eigene Aufgabe der Evangelisation wahrzunehmen.

Heilungen

1. Korinther 12,9.28-30
Heilungen werden oft mit Wundern in Verbindung gebracht. Sie waren ebenfalls eine Demonstration von Gottes Macht und unterstützten somit die apostolische Autorität. Das konkrete „Amt" des Heilers - wenn es dieses denn je gab - hat laut einiger Bibellehrer mit Ende des apostolischen Zeitalters ebenfalls geendet. Dennoch glauben Christen auch heute noch, dass Gott als Antwort auf unsere Gebete heilen kann und dies auch tut.

Wort der Weisheit und Wort der Erkenntnis

1. Korinther 12,8
Wir müssen diese beiden Gaben im Zusammenhang des gesamten Briefes sehen. Die Gemeinde in Korinth ließ sich anscheinend zu sehr von den „zeichenhaften" Gaben wie Sprachenrede und Weissagung beeindrucken und blenden. Paulus stellt zwar deren Bedeutung nicht in Abrede, macht jedoch deutlich, dass diese Gaben ohne Liebe, Weisheit und Erkenntnis nichtig sind. Das Wort der Weisheit ist die Fähigkeit, Gottes Wirken in dieser Welt zu erkennen und zu erklären. Es ist ein fundamentaler Dienst, der es allen anderen Gaben in der Gemeinde ermöglicht, in Harmonie und Einheit miteinander zu wirken. Das Wort der Erkenntnis ermöglicht es den Gläubigen, Gottes Offenbarung zu verstehen und sie anderen Menschen zu erklären.

Hilfeleistung, Dienen, Geben und Barmherzigkeit

1. Korinther 12,28; Römer 12,7-8
Diese unterschiedlichen Gaben hängen so eng miteinander zusammen, dass manche Menschen dazu neigen, sie den Aufgaben von Diakonen zuzuschreiben. Aus dem Gesamtkontext dieser Textstellen können wir jedoch schließen, dass diese Gaben für alle Gläubigen bestimmt sind. Der Dienst ist das Herzstück unserer Berufung. Die Ausübung dieser Gabe kann so verschiedene Aufgaben umfassen wie die Unterstützung von Witwen, Waisen und Armen, Hilfe in den Alltagsbelangen einer Gemeinde und die Erkenntnis, wann Einzelpersonen oder Gruppen Hilfe in ihrem Dienst brauchen.

Glaube

1. Korinther 12,9
Mit diesem Glauben ist nicht der „erlösende Glaube" gemeint, den jeder Gläubige hat. Auch beschreibt er nicht den alltäglichen Glauben, der für das christliche Leben notwendig ist (Eph 2,8) und den jeder Gläubige ausüben soll (Heb 11). Vielmehr bezeichnet der Begriff einen Glauben, der die anderen Gaben ergänzt und ihnen hilft, kühn und tatkräftig zu sein. Wenn die Dienste in der Gemeinde mit Problemen konfrontiert sind, die die meisten Menschen überwältigen, dann ist es Aufgabe dieses Dienstes, herauszufordern, zu ermutigen und die Gläubigen daran zu erinnern, dass wir einem mächtigen Gott dienen, dem alles gehört und der alles in der Hand hat.

Leitung und Hirtendienst

Römer 12,8; Epheser 4,11-12
Auch wenn diese Gaben oft mit den Aufgaben von Ältesten in der Gemeinde verbunden werden, Dient der Zusammenhang dieser Textstellen klar, dass sie für alle Gläubigen gelten. Diese Dienste finden in vielen Bereichen des Gemeindelebens ihre Anwendung: Ziele für die Gemeinde erkennen und anstreben, Lehre, Evangelisation, Taten des Helfens.

Weissagung (Prophetie)

1. Korinther 12,10; 1. Korinther 14,1
Paulus sagte den Gläubigen damals: „Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet! ... Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung." Christen sind sich heute nicht ganz einig, inwiefern die übernatürliche Gabe der Prophetie noch wirksam ist. Tatsache ist, dass Tausende Christen immer wieder behaupten, sie haben ein prophetisches Wort von Gott gehört. Dieses gilt es anhand ihrer Früchte und mit Hilfe der Schrift zu prüfen. In der Bibel heißt es dazu:
„Wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und jenes Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist es ein Wort, das der HERR nicht geredet hat; der Prophet hat aus Vermessenheit geredet, du sollst dich vor ihm nicht fürchten!" (5Mo 18,22)
„Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott." (1Joh 4,1-3)

Unterscheidung der Geister

1. Korinther 12,10
Einerseits bedeutet die Unterscheidung der Geister, die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden. In diesem Sinn ist Wahrheit eine Offenbarung Gottes, und daher bedeutet diese Gabe, dass ein Mensch unterscheiden kann, ob eine Weissagung tatsächlich von Gott kommt. Viele Gläubige meinen, dass Gott seinen Willen für uns endgültig in der Bibel offenbart hat und dass es somit heute keine Weissagungen wie in neutestamentlicher Zeit mehr gibt. Daher sei diese Gabe der Unterscheidung der Geister ebenfalls nicht länger notwendig. Die zweite Bedeutung ist heute jedoch auf jeden Fall noch relevant. Hier ist die Gabe gemeint, die unterscheidet, ob eine Lehre oder ein Plan mit Gottes Willen übereinstimmt, das heißt, ob er vom Heiligen Geist eingegeben wurde. Dieser Dienst beinhaltet auch die Fähigkeit zu erkennen, ob eine neue Lehre den grundlegenden Lehren des christlichen Glaubens widerspricht - zum Beispiel, ob es einen Widerspruch zur Lehre der Dreieinheit, der Person und dem Wirken Jesu Christi, der Person und dem Wirken des Heiligen Geistes oder der Inspiration der Bibel gibt.

Sprachenrede und Auslegung der Sprachenrede

1. Korinther 12, 10.28-30
Der Apostel Paulus schärfte den führenden Brüdern in Korinth ein, die Sprachenrede nicht zu verbieten (1Kor 14,39). Dennoch stellte er einen Irrtum in der frühen Gemeinde richtig. Manche Gläubige in Korinth maßen der Gabe der Sprachenrede eine überragende Bedeutung bei. Paulus erinnert sie daran, dass Sprachenrede ohne Liebe wie „ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle" sei. Er richtet sein Hauptaugenmerk auf die Erbauung der Gemeinde als Ganzes, als ein Leib. Er erklärt, dass bei der Sprachenrede/Sprachengebet der Sprecher selbst erbaut wird (1Kor 14,4; 14-18). Heutzutage sind sich die Christen uneins, ob Sprachenrede/Sprachengebet anzustreben ist. Paulus macht jedoch deutlich, dass die Einheit des Leibes Christi viel wichtiger ist als die Frage, ob jemand in Sprachen redet oder betet. Bemerkenswert ist: es gibt auch heute immer wieder Berichte von Christen, denen, als sie gern das Evangelium in einer fremden Sprache verkünden wollten, die sie nicht beherrschten (zum Beispiel als Missionar im Dschungel), diese Sprache für einen Zeitraum übernatürlich gegeben wurde.
https://icf.church/gabentest/
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