Leben im Glauben
Zuhause fremd: Leben im Exil • Sermon • Submitted • Presented
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Transcript
Einleitung
Einleitung
-fremd fühlen im Urlaub,...
-beginnen neue Reihe
-1.Petrusbrief
-weiß nicht, wieviel ihr von dem Brief wisst
-Brief der immer relevanter wird mit seiner Botschaft an uns
-geschrieben zwischen 62 und 64 n.Chr.
-wichtig für Anlass:
-eigenständige Gruppe -> kein Schutz unter Judentum
-kontroverse Themen:
-monotheismus
-Glauben an Apokalypse und Gericht
-Umsturz und Gottesreich
-merkt “Schatten der Verfolgung” breitet sich aus; Stimmung kippt langsam
-nah dran an Verfolgung unter Nero
-spiegelt sich in Themen des Briefes wieder
-16x Thema Verfolgung
-Hoffnung auf Hilfestellung durch die Leitung
-> Wie sollen wir damit umgehen?
-> Petrus gibt kurze und klare Anweisungen
-> letztendlich Gipfel in 1.Petr 5,6+7
an wen schreibt er?
-schrieb an mehrere Gemeinden in Kleinasien heutige Türkei (allgemeiner/katholischer Brief)
-dazu gehörten auch Galater, Epheser und Kolosser
Petrus beschreibt sie auf zwei Arten:
-Fremde in der Zerstreuung
-“diaspora”
-parallel zu Zerstreuung der Juden
-> haben eigentlich eine Heimat, leben zur Zeit nicht dort
-> wissen, dass sie fremd sind
-> Leben anders, gehen anders miteinander um, glauben anders
-> müssen in der Fremde klarkommen
-> Petrus sagt: “So fühlt ihr euch”
-Erwählte
-”weil Gott euch auserwählt hat” -> er wusste es schon (Prognose)
-sind geheiligt durch den Geist Gottes in uns
-um gehorsam zu leben und durch Jesu gerettet und mit Gott versöhnt zu werden
-Petrus sagt: ihr fühlt euch fremd hier
-aber nur, weil ihr einen viel besseren und höheren Status habt, als die Menschen um euch herum in dieser Welt
-nicht durch eigenes Handeln; durch Gottes Zuspruch
-das ist der Punkt wo wir merken: wir sind genauso diese Empfänger
-wer sich für Christus entscheidet, entscheidet sich für ein neues Leben
-Gott wirkt in uns durch den heiligen Geist
-verändert uns immer mehr hin zu seinem Ziel mit den Menschen -> so zu leben, wie es das Gesetz zeigt
-Gott lieben von ganzem Herzen und den Nächsten wie sich selbst
-> verändert unser Handeln, unser Denken, unsere Werte
-umso heller Licht in uns wird, desto finsterer wird die Dunkelheit um uns
-> lesen von Schulkindern, die sich gegenseitig umbringen, von ELtern, die ihre Kinder missbrauchen, Politikern, denen ihre Macht wichtiger ist als ihr eigenes Volk, von Terrorgruppen die sagen: egal wieviele von uns sterben, hauptsache unser Feind wird vernichtet
-> Kluft zwischen Gesellschaft und Christentum wird immer größer
-> Werte, Prinzipien des Lebens, Grundwahrheiten
-> macht nicht mal vor der Kirche halt
-> andere Themen als damals im 1. Jahrhundert:
-Wert des Lebens; Familienbild; Identität des Menschen (seelisch und sexuell); Gerechtigkeit und Eigenverantwortung
-ein Thema ist geblieben: Jesus ist der einzige Weg zu Gott
-nicht nur Kontrast, sondern auch Feindschaft gegenüber wird immer lauter und nicht weniger
-> gleiche Frage: wie gehen wir damit um?
Wie können wir in der Fremde leben? Wie können wir zu Hause sein im Exil?
-denn wir wissen, unsere Heimat ist woanders
-steigen ein mit dem ersten Thema
-> leben in einer sich verändernden und tendenziell dunkler werdenden Welt
-> Frage: Wofür mach ich das? Warum noch einen Unterschied machen, wenn es eig keiner will? Was ist unser Trost, Halt und Motivation in dem Gegenwind?
1.Teil (Unsere Hoffnung)
1.Teil (Unsere Hoffnung)
-einsteigen in den Text, les nochmal die ersten Verse
-erste Lesung nach NeÜ -> jetzt Elberfelder
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Totenzu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch,die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, <die> bereit <steht>, in der letzten Zeit geoffenbart zu werden.
-> Hurricane USA
-vor gut einer Woche zog ein Hurricane auf die Küste Floridas zu
-niemand wusste genau wie schlimm es werden wird
-was man sagen konnte: sehr viele MEnschen werden danach ohne Häuser sein
-die meisten Häuser sind Leichtbau aus Holz
->nur die Häuser können widerstehen, die fest gebaut sind
-> das Fundament und die Substanz des Baus ist entscheidend
-> genauso bei uns: wenn wir bei Gegenwind bestehen wollen brauchen wir ein festes Fundament
-deswegen fängt Petrus damit an (übrigens wie auch Paulus im Epheserbrief)
-> reines Evangelium
-> kleiner Hinweis am Rand: es lohnt sich die Anfänge der Briefe genau zu lesen (auch von Paulus) spannend wie schon da, die Themen angedeutet werden, die in dem Brief sind und wie selbst bei kritischen Botschaften erst gedankt wird für das was da ist und gut an der Gemeindesituation
-formuliert als ein Lob Gottes
-betont als erstes unsere Wiedergeburt
nicht wir sind der Grund unserer Rettung, Gott hat es getan
können sie nicht verlieren durch unser Handeln
er hat uns neues Leben geschenkt, neue chance mit ihm zu leben
nicht weil wir so gut sind oder es verdient haben
aus reiner Barmherzigkeit
hat unseren elenden Zustand gesehen und sich unser erbarmt
sah uns liegen, geschlagen und gebunden von unserer Geschichte, unseren Ängsten, unseren Süchten, unserer Schuld
er wurde unser “barmherziger Samariter”
half uns auf und gab uns die Möglichkeit wieder “heil” zu werden
wie unglaublich ist das: Gott liebt uns so sehr, dass er sich unser erbarmt -> wir wissen Joh 3,16: er gab seinen Sohn für uns; ertrug die Trennung, damit wir vereint sein können mit ihm
-dadurch haben wir etwas Entscheidendes erlangt
lebendige Hoffnung
gibt es tote Hoffnung? Psychologen: dunkle Seite der Hoffnung
Hoffnung, die nie erfüllt werden wird
wir wissen: Sie wird sich erfüllen
hängt mit ihrem Ursprung zusammen
-durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten
-weil Christus auferstanden ist aus den Toten zu neuem Leben werden auch wir auferstehen
-weil Christus zurück in die Gegenwart Gottes ist, werden auch wir zurück gehen in unsere Heimat
Gegenstand unserer Hoffnung:
unvergängliche, unbefleckte und unverwelkliche Erbe
Erbe: biblisch etwas, was einer Person bzw Urahn anvertraut wurde und Nachkommen weitergegeben wird
Leben in der Gegenwart Gottes und Gemeinschaft mit ihm wurde Adam gegeben -> verlor es durch die Abwendung von Gott
-> Christus erlangte es für uns wieder haben als seine Nachfolger Anteil daran
es wird ewig bestehen (nicht wie im Paradies), keinen Schaden nehmen und nicht vergehen/weniger schön werden (wie auf der Erde) -> immre so schön, wie am ersten Tag
dieses Erbe wird im himmlischen Tresor für uns bewahrt
-dann fasst Petrus nochmal zusammen:
-die Kraft Gottes ist es, die in uns unsere Errettung wirkt
-der GLaube/das Vertrauen auf Gott ist es, was uns in diese Beziehung gebracht hat
-das Ziel ist unsere Errettung: durch diese Welt und unseren Tod hindurch zu neuem Leben in Gottes Gegenwart
-> steht bereit offenbar zu werden
-> wartet auf den Startschuss
-> erleben jetzt schon immer Mal kleine Augenblicke/Splitter dieser Ewigkeit, wenn wir mit anderen Christen zusammen Gott loben und uns zu ihm bekehren
-> wie Sonnenstrahlen, die kurz reflektiert werden und in unseren Alltag scheinen
-das ist unsere Aussicht, das ist unser Fundament
-das müssen wir verinnerlichen
-> Bild Eintrittskarte und Festivalband
-> Evangelium ist keine Eintrittskarte, die wir am Anfang eines Festivals brauchen
-> Bändchen, was wir immer tragen, nicht mehr abbekommen
-> gibt uns immer wieder den Blick dafür wozu wir gehören und was noch auf uns wartet
-darauf aufbauend kommen wir zum zweiten Teil unseres Textes
2.Teil (Unsere Prüfung)
2.Teil (Unsere Prüfung)
-lesen 1.Petrus 1,6-9
Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid,damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi;den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, <über den> ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt;und <so> erlangt ihr das Ziel eures Glaubens: die Rettung der Seelen.
-Petrus beginnt: “darin” oder “deswegen” jubelt ihr
-die Botschaft des Evangeliums ist für uns ein Grund zur Freude
-spannende ist der Zustand der Leser:
-alles andere als Grund zum jubeln
-sind betrübt durch Versuchung/Anfechtung/Prüfung
-> hier merken wir:
-> Bedrängnis ist nicht nur Verfolgung und Lebensangst
-> fängt eher an mit ungerechtigkeiten, Falschheit, Verleumdung, Ausgrenzung -> Themen die Petrus später nochmal anspricht in seinem Brief
-Situation die uns betrüben, traurig machen
-Petrus zeigt uns hier, was solche Krisenzeiten für uns und unseren Glauben bedeuten:
->bestätigen die Echtheit unseres Glaubens und lehren gleichzeitig Demut
-zeigen, woran wir uns festhalten
-lassen uns vor Gott auf die Knie fallen und machen uns zu Realisten
-> durch sie lernen wir verständnis für andere
-oft hilft es mehr sich in Situation einzufühlen und da zu sein
-weniger gute Ratschläge zu geben und Verständnis vorzuschützen
-> Bewährungsproben sind verschiedener Art
-Vielfalt sind wie Temperaturskala auf Gottes Schmelzofenthermostat
-leuterung von Gold; Ofen; richtige Temperatur: Schlacke ausbrennen oder glätten
-während dem Prozess ist Gottes Blick genau auf uns gerichtet, wie bei Goldschmied
->die Zeit ist begrenzt
-”kleine Zeit” ist relativ -> Paulus: fallen nicht ins Gewicht zur Ewigkeit
-> wirken zur Veredlung
-”wenn es sein muss”
-Glauben braucht Proben zur Veredlung und Härtung
-Ziel: edler daraus hervor zu gehen
-> am Ende wird es Jesu Lob nachsich ziehen
-können allem die Stirn bieten, mit dem Blick auf Christus
-sein Klatschen ist der einzige Applaus der zählt
-> am Ende ist er es, um den sich unser GLaube dreht
-> ihn lieben wir, obwohl wir ihn auf der Erde nicht gesehen haben
-> an ihn glauben wir, obwohl wir ihn jetzt nicht sehen
-> über ihn und sein Werk jubeln wir, nicht obwohl, sondern weil wir ihn sehen werden -> in der Errettung unserer Seelen
-> dieses Ziel. nicht aus den Augen verlieren: Schlüssel für solche Zeiten
-Ungerechtigkeit, Ausgrenzung, Spott, Unverständnis
-am Anfang schon Gedanken der Diaspora
-> jedes Jahr zum Passahmahl (Abend vor dem eigentlich Passah -> letzte Abendmahl)
-> am Ende der Satz: “ Nächstes Jahr in Jerusalem!”
-> vlt eine Möglichkeit uns unser Ziel vor Augen zu halten
-nach jedem Abendmahl das wir feiern oder einfach zu jedem Auferstehungsgottesdienst zu sagen: “Nächstes Mal im Himmel!”
-denn das ist unser Ziel: die Errettung unserer Seelen und das Leben in Gottes Gegenwart
3.Teil (Unser Privileg)
3.Teil (Unser Privileg)
-wir kennen nun unsere Hoffnung und unsere Prüfung, doch Petrus arbeitet noch einen dritten Gedanken heraus
sollte die GLäubigen damals motivieren und gibt auch uns Mut und einen neuen Blick
mit Evangelium ist nicht nur unsere Hoffnung und unsere Prüfung verbunden, sondern auch ein Privileg:
Im Hinblick auf diese Rettung suchten und forschten Propheten, die über die an euch <erwiesene> Gnade weissagten.Sie forschten, auf welche oder auf was für eine Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hindeutete, als er die Leiden, die auf Christus <kommen sollten>, und die Herrlichkeiten danach vorher bezeugte.Ihnen wurde es geoffenbart, daß sie nicht sich selbst, sondern euch dienten im Blick auf das, was euch jetzt verkündet worden ist durch die, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren.
-spannende an den Versen: Petrus vergleicht Dienst der Propheten mit Apostel:
-> beide hatten die gleiche Botschaft: das Evangelium
-Leiden und Herrlichkeit Jesu Christi des verheißenen Retters
-> beide hatten die gleiche Quelle: den Geist Gottes
-Propheten hatten den Geist Christi (über Kreuz aus NT)
-Apostel hatten Heiligen Geist
-wo ist jetzt das Privileg dabei?
-> Petrus gibt uns einen EInblick in das Leben und Denken der Propheten damals
-> ähnlich wie Daniel die Schriften Jeremias studierte
-> studierten eigene und andere Prophetien und vesuchten zu verstehen: Wer wird dieser Retter sein? Wann wird er kommen? Gleichzeitig gab Gott ihnen weitere Hinweise
-> ABER: sie wurden sich immer wieder bewusst:
-sie decken den Tisch für andere
-sehen die Köstlichkeiten die vorbereitet werden und aufgestellt werden
-sind nicht die, die sie aus erster Hand erleben und genießen werden
-> erstes Privileg: dürfen genießen, was andere nur erahnen konnten
-als zweites spricht Petrus davon
-Evangelium zu verstehen und zu erleben sit etwas, was Engel begehren zu verstehen
-Engel sind in das Evangelium nicht eingeschlossen
-können nicht gerettet werden, obwohl sie unglaublich mächtige Wesen sind
-zweites Privileg: dürfen genießen, wo andere nur zuschauen können
