Gott gefallen? Aber Ehrensache!
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· 70 viewsGott gefallen - geht das überhaupt? Gott gefallen - warum eigentlich? Gott gefallen - wie geht das? Gott gefallen - will ich das?
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Einleitung
Einleitung
Es war Gewohnheit, dass der Hofprediger Heinrich VIII. an seinem Geburtstag ein Präsent machte.
Hugo Latimer überreichte Heinrich VIII. ein Taschentuch, in dessen Ecken der Text eingewebt war: “Die Hurer und Ehebrecher wird Gott richten” - ein für Heinrich sehr passender Text.
Und dann hielt er vor seiner Majestät eine Predigt über die Sünde und vergaß nicht, seinen Text direkt auf das Leben des Königs anzuwenden.
Nach der Predigt verlangte der König, dass Latimer am nächsten Sonntage die vorige Predigt widerrufe und die nächste so einrichte, dass sie auch genießbar sei.
Latimer dankte dem König dafür, dass er ihn so glimpflich behandelt hatte.
Am nächsten Sonntag stand er auf seiner Kanzel und sagte: “Hugo Latimer, du hast heute vor dem hohen und mächtigen König Heinrich von Großbritannien und Frankreich zu predigen. Wenn du ein einziges Wort sagst, das Euer Majestät missfällt, wird er dir den Kopf abschlagen lassen, darum bedenke, was du tust.”
Aber dann fügte er hinzu: “Hugo Latimer, du hast heute vor dem Herrn, dem allmächtigen Gott zu predigen, der Leib und Seele in die Hölle werfen kann und so sagte denn dem König die Wahrheit gerade aus.”
Und so tat er, predigte in aller Deutlichkeit weiter und der König ließ ihm seinen Kopf nicht abschlagen, sondern respektierte Latimer nur umso mehr.
Latimer riskierte seinen Kopf, weil er in der Abwägung: Gott oder Menschen gefallen ein klares Votum traf. Später starb er trotzdem auf dem Scheiterhaufen.
Ich hatte mal eine Kollegin, die von sich sagte, sie sei ein “People pleaser”. Eine, die nicht aufmuckt, die immer allen zu gefallen versucht, nicht bereit, den Kopf zu riskieren..
Christen sind keine people pleaser, sondern god pleaser! - Christen wollen nicht den Menschen gefallen, sondern Gott!
Das Thema der heutigen Predigt lautet: Gott gefallen? Aber Ehrensache! Abgeleitet von 2.Kor 5,9, was wir im letzten Teil betrachten werden.
“Gott gefallen” - diese Kombination finde ich rund 43x in meiner Lutherbibel - scheint also nicht so ganz unwesentlich zu sein ;-).
Ich habe uns heute Morgen vier Fragen dazu mitgebracht, die den grundsätzlichen Gedanken umreißen und uns neu motivieren sollen, ein Gott gefälliges Leben zu führen.
Gott gefallen - geht das überhaupt?
Gott gefallen - warum eigentlich?
Gott gefallen - wie geht das?
Gott gefallen - will ich das?
1. Gott gefallen - geht das überhaupt?
1. Gott gefallen - geht das überhaupt?
Anstoß für dieses Thema war meine Predigt zu 1Kor 10 über die Grenzen der Freiheit (das Modell). In der Vorbereitung habe ich mir den Kontext angesehen habe.
Im ersten Teil von 1Kor 10 beschreibt Paulus sehr plastisch, was Gott seinem Volk alles Gutes getan hat:
er hat sie mit Manna und Wasser versorgt,
er hat sie mit der Teilung des Schilfmeeres vor den herannahenden Ägyptern beschützt,
er hat sie mit der Wolke geführt.
Wie oft wünschen wir uns solche ein nahbares Wirken Gottes in unserem Leben?
Doch unmittelbar danach trifft Paulus die folgende, vernichtende Aussage:
Trotzdem hatte Gott an den meisten von ihnen kein Gefallen, denn er ließ sie in der Wüste sterben.
Er belegt diese Bewertung mit Stichworten wie Götzendienst, Hurerei, Murren.
Wenn wir mit unsem Leben Gott nicht gefallen, dann sterben wir!
Diese Frage, ob mein Leben Gott gefällt oder nicht, ist - diplomatisch formuliert - “nicht ganz unwesentlich”. Es geht um Leben und Tod. Um DEIN Leben und DEINEN Tod!
Deshalb ist die erste Frage so grundlegend wichtig: Wie kann ich diesem Gott überhaupt gefallen?
In der Mathematik gibt es zwei Ausdrücke, die ich gerne verwende, weil sie so gut passen:
Eine notwendige Bedingung muss erfüllt sein, damit ein Ergebnis überhaupt eintreten kann.
Aber erst eine hinreichende Bedingung führt dazu, dass das Ergebnis wirklich eintritt.
Ich übertrage diesen Gedanken auf unseren Zusammenhang hier:
Hebr 11,6 nennt eine notwendige Bedingung und ist meine Kernstelle für den 1. Punkt:
Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
Grundlage des Gott-Gefallens ist IMMER der Glaube an das Evangelium - nichts anderes.
Gott will, dass wir allezeit das tun, was ihm gefällt. Aber wir übertreten die beiden roten Linien im Freiheitsmodell mit trauriger Regelmäßigkeit, deshalb können wir Gott niemals durch unser Tun oder Lassen gefallen. (vgl. Sinai: Alles das wollen wir tun - 2Mo 19,8)
Gott gefallen geht nur im Glauben an den, der stellvertretend für uns allezeit das getan hat, was Gott gefällt, und trotzdem für uns starb: Jesus. Joh 8,29
Glaube und Vertrauen auf diese Stellvertretung: das ist die notwendige Bedingung, die erfüllt sein muß, die aber alleine nicht ausreicht, denn auch die Dämonen glauben an Gott Jak 2,19.
Wir können Gott nur gefallen, wenn wir im Glauben das angebotene Evangelium annehmen und Buße tun.
Buße: das ist die hinreichende Bedingung, die zusammen mit dem Glauben, zur Rettung führt.
Hauskreisbeispiel aus Jona 3: Ninive glaubte Gott UND tat Buße. Ninive glaubte an einen Gott, der ihre Sünde richten wird. Das Evangelium hatte Jona in seinem Unwillen gut versteckt: Es offenbart sich in der 40-Tage-Frist, die eine Möglichkeit zur Umkehr bot.
Buße bedeutet, dass ich mein Denken, Wollen und Handeln neu ausrichte. Buße schreibt die moralische Karte meines Lebens neu. Umkehre von meinem bisherigen Weg.
Das Beispiel des Ninives illustriert den biblischen Grundgedanken von Jakobus (2,17): Mein Handeln zeigt, ob ich glaube, aber es rettet mich nicht. Ninive glaubte Gott und belegte das durch zahlreiche Zeichen der Buße. Gott sah (!) diese Zeichen, so dass ihn das Gericht reute Jona 3,10.
Glaube UND Sichtbarmachen des Glaubens durch Buße: Damit fängt unsere Rettung an.
Die erste Frage lautete: “Gott gefallen - geht das überhaupt?”
Die Antwort lautet: Ja, aber nur weil Jesus meine Schuld stellvertretend getragen hat. Das nehme ich im Glauben an und zeige es durch meine Buße, mein neues Denken und Handeln.
Gibt es Menschen unter uns, die das noch nicht erlebt haben? Ich lade dich ein, Gott ganz zu vertrauen. Es reicht nicht, sonntags hier zu sitzen!
Na gut, jetzt gefalle ich Gott ja - in Christus bin ich 100% perfekt. Kurz: Ich bin Christ geworden. Jetzt stellt sich Frage 2:
2. Gott gefallen - warum eigentlich (immer noch)?
2. Gott gefallen - warum eigentlich (immer noch)?
So wie die Buße mein Denken und Handeln verändert und sichtbar macht, dass ich Gottes Urteil über mein Leben und sein stellvertretendes Rettungsangebot annehme
genauso ver-herrliche ich Gott durch ein Leben, das IHM gefällt. Ich mache ihn zum Herrn über mein Leben.
Für Gläubige sollte es das Normalste der Welt sein, IHM zu gefallen:
Galater 1,10 (NGÜ NT+PS)
Geht es mir wirklich darum, Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefallen wollte, wäre ich nicht ein Diener Christi!
Es ist wichtiger Gott zu gefallen als den Menschen (1Th 2,4)! Manchmal müssen wir uns entscheiden, wessen Gefallen uns mehr am Herzen liegt!
Ja, es ist Gottes ausdrücklicher Auftrag an uns, IHM zu gefallen und darin zu wachsen.
Lauschen wir darauf, wie Paulus das den Thessalonichern vermittelt (Kernstelle zu 2: Gott gefalle- warum eigentlich immer noch?).
Zur Erinnerung: Die Gemeinde dort ist eine, die Paulus wirklich Freude machte (1Th 3,6). Und denen schreibt er:
1. Thessalonicher 4,1 (NGÜ NT+PS)
… Wir haben euch gelehrt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, und ihr handelt auch danach. Doch nun bitten wir euch im Namen des Herrn Jesus mit allem Nachdruck: Macht darin auch weiterhin Fortschritte!
Kurz: Richtet euer Leben danach aus, Gott NOCH MEHR zu gefallen!
Paulus nennt danach praktische Beispiele wie das aussehen kann: Es betrifft
unseren Umgang mit der Sexualität,
die Liebe zu den Geschwistern,
ein insgesamt geordnetes Leben, bei dem wir unser Brot selbst verdienen.
Hier könnten wir noch weitere Beispiele aus der Gott-gefallen-Liste aufzählen:
Gott loben gefällt Gott Heb 13,15.
mit ihm reden im Gebet gefällt Gott Spr 15,8
von ihm weitersagen gefällt Gott 1Th 2,4
Die Eltern ehren indem wir sie versorgen! 1Tim 5,4.
Lauter Aufträge, wo ein Gott wohlgefälliges Leben praktisch wird, uns aber auch hinterfragt:
Warum mache ich das eigentlich?
Warum versorge ich die Eltern und Schwiegereltern - oder eben nicht?
Letztlich, weil ich - wie wir schon in der ersten Frage gesehen hatten - mit unserer Umkehr, der Buße, einen Sinneswandel vollzogen habe: Es ist mir eben nicht mehr egal, wie Gott über mein Leben denkt. Und entsprechend handele ich heute anders.
Uns ist klar geworden: Jesus hat sich für uns hingegeben. Sonst könnten wir nie vor dem Vater (be)stehen. Und deshalb geben wir uns ihm auch hin. Paulus schreibt das an die Römer so:
Römer 12,1 (LU17)
Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.
Gott vernünftig dienen. Das ist Gottesdienst. Nicht, die Veranstaltung Sonntagmorgens von 10.45 bis 12.15.
Die 2. Frage lautete: Gott gefallen (als Christ), warum eigentlich?
Die Antwort lautete: Mit einem Gott gefälligen Leben führe ich konsequent fort, was ich in meiner Bekehrung mit der Buße begonnen habe: Ein Leben in Hingabe bestätigt, dass ich mich meinem Herrn von A bis Z unterstelle.
3. Gott gefallen - wie geht das?
3. Gott gefallen - wie geht das?
a) Gott gefallen ist eine Frage der inneren Einstellung - nicht des äußeren Gehorsams:
a) Gott gefallen ist eine Frage der inneren Einstellung - nicht des äußeren Gehorsams:
Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank. Das wird dem Herrn besser gefallen als ein Stier, der Hörner und Klauen hat.
Gott gefallen Opfer, aber eben nur, wenn wir sie in der richtigen Haltung bringen.
Adonia-Mitarbeiter: Chorleiter fiel es schwer auszuwählen, wer eine Solorolle singen soll. Ihm war die Herzenshaltung genauso wichtig wie der Liedvortrag.
So wie Gott im alten Bund die Opfertiere gefielen (z.B. 2Mo 29,18), genauso gefallen ihm auch die Opfer, die wir bringen. Gleichwohl manches unserer Opfer diesen Namen nicht verdient hat. Eher “Opferchen”.
Wenn ich mein Rotgeld in den Klingelbeutel leere, dann bringe ich formal ein Opfer (es landet was im Klingelbeutel), aber ich zeige mit der Auswahl, wieviel Gott mir wert ist.
Wenn ich meine Zeit mit Gott in Tageszeiten lege, an denen mein Kopf bereits leer ist, verpasse ich die Chance, meinen Kompass für diesen Tag auf IHN auszurichten.
Ein Beispiel dafür sehen wir wieder bei Jona:
Zunächst verweigerte er sich komplett Gottes Willen (flieht genau in die entgegengesetzte Richtung),
erlitt damit sprichwörtlichen Schiffbruch
und ging - nach der Wal-Episode - endlich nach Ninive, um dort zu predigen.
Gott segnete sein Wort, Ninive glaubte und tat Buße, aber er konnte seinen Diener nicht segnen.
So war Jona endlich gehorsam, aber nur aus Widerwillen, aus der falschen Herzenshaltung.
Vielleicht auch so wie du?
Wenn du hier Sonntags sitzt, weil du meinst, es zu müssen
Deine Bibel mehr oder weniger lustlos morgens aufschlägst
ein liebloses Tischgebet sprichst
irgendeinen Gemeindedienst nur noch aus Pflichtbewusstsein tust?
Sogar die Art und Weise, wie du morgen zur Arbeit gehst, zeigt etwas davon, ob du Gott oder Menschen gefallen willst (People Pleaser - God pleaser):
Epheser 6,6 (LU17)
nicht mit Dienst allein vor Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern als Sklaven Christi, die den Willen Gottes tun von Herzen.
Ist es dir ein Herzensanliegen, das zu tun, was dein Herr von dir will?
Oder spulst du ein liebloses Pflichtprogramm runter?
Gott gefallen - wie geht das? Zunächst einmal muss es dein Herzensanliegen sein!
b) Prüfen, was Gott gefällt
b) Prüfen, was Gott gefällt
Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist,
Warum muss ich prüfen, was Gott gefällt? Weil es nicht in meiner Natur liegt, genau das zu tun.
Wir hatten das schon bei dem Freiheitsmodell gesehen: Auch der Graubereich wird vom “Schieberegler des Gewissens” begrenzt.
Bist du bereit, ernsthaft zu prüfen, ob das, was du tust oder lässt, Gott gefällt?
Woher wissen wir, was Gott gefällt? Indem wir ihm zuhören und mit ihm leben:
Wenn wir unsere Bibel lesen,
wenn wir im Gottesdienst aufeinander
und vor allem IHN hören,
dann lernen wir das Herz Gottes kennen und das öffnet uns für seinen Willen.
Sprichwörter 3,5–6 (LU17)
Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.
Sich auf Gott verlassen oder ihm vertrauen meint, sich mit seinem ganzen Gewicht auf ihn stützen und sicher zu sein, dass er dich trägt.
Bist du bereit, die kleinen und großen Entscheidungen deines Lebens daran zu messen, ob sie Gott gefallen?
Ein wunderschönes Bild davon liefern die beiden Lose, die der Hohepriester bei sich trug
Und du sollst in die Brusttasche tun die Lose »Licht und Recht«, sodass sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er hineingeht vor den Herrn, dass er die Entscheidungen für die Israeliten auf seinem Herzen trage vor dem Herrn allezeit.
Wie kann ich Gott gefallen? In dem ich prüfe, was ihm gefällt, mein Leben lang mich auf ihn stütze und auf ihn verlasse! In dem ich seinen Willen für mein Leben auf dem Herzen trage.
Vielleicht führt das zu Ergebnissen, die dein Vertrauen auf den Herrn wirklich herausfordern.
c) Beten über das, was Gott gefällt
c) Beten über das, was Gott gefällt
Es ist unser Gebet, zu verstehen, wie wir ihm wohlgefallen.
Die folgende Stelle zeigt auf, wie umfassend verändert ein Leben ist, das Gott gefällt, und dass dies eine Frage des Gebets ist.
Kolosser 1,9–12 (LU17)
Darum lassen auch wir … nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, …
dass ihr, des Herrn würdig, ihm ganz zu Gefallen lebt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes
und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut.
So betete Paulus ständig für die Gemeinden, die er gegründet hat!
Wann beten wir so? Für uns? Unsere Gemeinde? Unsere Kinder? Unsere Ehen?
Ist das jemals unser Gebetsanliegen gewesen?
d) Tun, was Gott gefällt
d) Tun, was Gott gefällt
aus der richtigen
Herzenshaltung
prüfen, was Gott gefällt,
beten und
tun - mit Gottes Hilfe:
Hebräer 13,20–21 (LU17)
Der Gott des Friedens aber, der … unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Die Grundlage ist „das Blut des ewigen Bundes”.
Auf dieser Basis rüstet Gott die Gläubigen aus “zu jedem guten Werk” (Stichwort Gaben 1Kor 12).
Und das sind Werke, die Jesus Christus selber durch dein Leben wirkt und die dem Vater deshalb gefallen und
ihm die Ehre geben!
Wenn wir Glaube und Buße in unserem Leben vereinen, ein neues Denken bekommen haben, dann kann es ein “Nein, Herr” eigentlich gar nicht mehr geben.
Petrus hat das gleich mehrfach “geschafft”:
Wer bei Adonia dabei war, hat ja gemerkt, wie Petrus mit seiner Impulsivität kämpfte. (Ball pumpen)
Als er Jesus seinen Kreuzestod ausreden wollte (Mt 16,23) und
Sogar noch in der Apostelgeschichte, wo Jesus dabei ist, ihm mit einer Gegenstandslektion (einem himmlischen Lunchpaket) klar zu machen, dass Mission auch für Nicht-Juden gilt.
Auf gar keinen Fall, Herr!‹, entgegnete ich. ›Noch nie in meinem Leben habe ich von etwas Unheiligem oder Unreinem auch nur einen Bissen gegessen!‹
Aber so wie Petrus, diesen Widerspruch (Nein - Herr) über die Lippen brachte, so tun wir das auch: Tag für Tag, an dem wir unseren Kopf durch die Wand treiben.
„Herr, Herr” sagen, aber seinen Willen nicht tun, das geht nicht.
Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
„Nein, Herr” ist keine Option.
Wichtig: Denkt dabei nicht nur an die “großen Wendepunkte” in eurem Leben - aber auch!
Wo weigerst du dich standhaft, ein Leben zu führen, das Gott gefällt? Wo klammerst du Bereiche ganz bewusst aus?
Ich komme zum letzten Punkt.
4. Gott gefallen - will ich das?
4. Gott gefallen - will ich das?
Gott gefallen ist mehr als nur eine Pflichterfüllung: Gott gefallen ist eine Ehrensache - so auch der Titel der Predigt.
Die zentrale Bibelstelle dazu steht in 2Kor 5,9. Schlag sie mal auf!
Wir haben den ersten Korintherbrief bald durch und unsere Pappenheimer schon kennengelernt:
Korinther zu sein bedeutete, für den Moment zu leben.
Korinther zu sein bedeutete, sich selbst großzureden.
Korinther zu sein bedeutete, sich von einer guten Bildung, einem guten Verstand und einer guten Rede beeindrucken zu lassen.
Ein Merkmal für einen authentischen Dienst dominiert die ersten zehn Verse von 2 Korinther 5: Eben keine Leben für den Moment, sondern Leben mit Blick auf die Ewigkeit.
Paulus spricht über das Zelt unseres Körpers, das abgebrochen wird. Und mitten drinnen kommt dieser Vers:
Deshalb ist es eine Ehre für uns, ihm zu gefallen, ganz gleich ob wir noch hier in der Fremde sind oder schon bei ihm zu Hause.
Paulus sagt: Gott hat so viel für uns eingesetzt. Ihm zu dienen, ist uns eine Ehre.
Deshalb der Titel: Gott gefallen? Aber Ehrensache!
Was ist eine Ehrensache?
sie ist (oder sollte) selbstverständlich sein - eine Frage deines “inneren Kompasses”
sie muss nicht extra betont oder hervorgehoben werden.
nichts Außergewöhnliches, sondern eine Selbstverständlichkeit.
Aber sie ist noch viel mehr: Sie ehrt denjenigen, der mit seinem Tun ein wenig Dank zurückgeben kann.
Ein Sportler, der bei den olympischen Spielen die Fahne seines Landes ins Stadion trägt, tut dies aus Stolz und Ehre. Es geht nicht nur um die Aufgabe selbst, sondern darum, was die Fahne und das Land für ihn bedeuten. Ebenso ist eine Ehrensache etwas, das man mit Stolz und aus tiefem Respekt tut.
So bist auch du berufen,
die Botschaft unseres Glaubens mit derselben Leidenschaft und Würde in die Welt zu tragen.
mit deinem Leben zuerst Gott zu dienen, der sich ganz für dich hingegeben hat!
in allen Situation deines Lebens zu fragen, ob dein Tun und Lassen IHM gefällt .
Ein junger Klavierspieler begeisterte das Publikum. Alle standen auf und spendeten Beifall. Er wird gefragt:
“Warum bist du so traurig? Alle sind begeistert! Nur der Alte dort klatscht nicht Beifall”.
“Ja, aber der alte Herr ist mein Klavierlehrer!”
Paulus ist wie ein Musiker, der sich nicht um den Beifall des Publikums kümmert (People Pleaser), sondern dem der anerkennende Blick seines Herrn ungleich wichtiger ist.
Menschen gefallen? Eher zweitrangig.
Gott gefallen? Aber Ehrensache!
All unser Ehrgeiz sollte es sein, das zu tun, was Gott gefällt, denn er hat uns mit dem Evangelium den größten Schatz anvertraut; er hat - sogar - dich angenommen
Deshalb ist es eine Ehre für uns, ihm zu gefallen, ganz gleich ob wir noch hier in der Fremde sind oder schon bei ihm zu Hause.
Amen.
Was bedeutet es für mich persönlich, Gott nicht nur zu gefallen, sondern dies auch als Ehrensache zu betrachten?
Wie kann ich in meinem Alltag sicherstellen, dass meine Entscheidungen Gott gefallen?
