Christus allein - Veränderung - Kolosser 3
Christus allein - Kolosser • Sermon • Submitted • Presented
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Einleitung
Einleitung
Liebe Geschwister,
vier Montate ist es nun ca. dass ich das letzte Mal bei Euch war. Vier bewegte Monate, und ich bin mir sicher jeder von Euch hat in diesen Monaten viel erlebt. Mit Sicherheit viel Positives, für das wir dankbar sein können. Aber genau so bin ich mir sicher das in diesen vier Monaten auch einiges schwierig war. Vielleicht hast Du gesundheitliche Einschränkungen hinnehmen müssen. Oder es kam zum Streit auf der Arbeit, in der Schule oder der Familie. Dinge die uns die Kraft rauben und die Hoffnung auf die Zukunft nehmen.
Heute morgen möchte ich Dich einladen mit mir wieder in den Kolosserbrief schauen. Und diesmal sind wir endlich im 3. Kapitel angekommen. Heute sparen wir uns die komplette Rückschau und Zusammenfassung. Kein großes “Was bisher geschah”. Nur so viel: Nachdem Paulus zwei Kapitel lang theologisch gelehrt hat und das “Christus allein” immer und immer wieder festgenagelt hat, kommt er jetzt zur Praxis. Zwei Kapitel Lehre, zwei Kapitel Leben. Umsetzen der Theorie.
Und genauso wie wir zurückschauen können auf die Dinge die in den letzten vier Monaten waren, oder im letzten Jahr, so könnten auch die Kolosser zurückschauen. Zurück auf die Zeit bevor sie Christen wurden.
Der Text möchte unseren Blick aber woanders hinlenken. Ich lese den heutigen Predigttext aus Kolosser 3, 1-17
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. 2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. 3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. 4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit. 5 So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist. 6 Um solcher Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. 7 In dem allen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr noch darin lebtet. 8 Nun aber legt alles ab von euch: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde; 9 belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen 10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. 11 Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus. 12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; 13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! 14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. 15 Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. 16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. 17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Ich möchte den Text gern in 3 Abschnitte gliedern. “Nach oben schauen” - “Ausziehen” - “Anziehen”
Nach oben schauen
Ausziehen
Anziehen
Nach Oben schauen
Nach Oben schauen
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. 2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. 3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. 4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
Seid ihr nun mit Christus auferstanden - allein aus diesen Worten geht hervor: Paulus setzt dies als Tatsache voraus. Was genau? Was bedeutet das? Es geht um das Evangelium. Die meisten von Euch kennen es, aber ich will es trotzdem kurz wiederholen und hoffe nicht zu kurz zu greifen: Einerseits wir Menschen, von Gott getrennt, in Rebellion gegen Gott lebend - andererseits Gott, der uns geschaffen hat und uns unerdenklich liebt.
Da Gott heilig ist, und in der Nähe seiner Heiligkeit nichts sein kann das ungesühnt, unvergeben, unheilig ist, kam er uns selbst nahe in Jesus Christus -> Das ist Weihnachten. Er hat das Leben gelebt das wir nicht zu leben in der Lage waren. Er hat am Kreuz für unsere Schuld bezahlt -> Das ist Karfreitag. In der letzten Predigt habe ich das versucht etwas darzustellen - die Größe der Schuld und warum nur ein ewiger Gott die Schuld bezahlen konnte. Und dann noch die Tatsache dass er den Tod besiegt hat, auferstanden ist. Das Grab ist leer -> Ostern.
Und im Vertrauen auf Jesus Christus, auf sein Leben, sein Sterben und sein Auferstehen findet eine Anrechnung statt. Die Theologen nennen das Imputation. Das Leben, Sterben und Auferstehen Jesu wird mir zugerechnet. Ich bin frei, die Schuld ist bezahlt. Wer das selbst erlebt hat weiß was es bedeutet diese Freiheit zu spüren. Für viele ändert das alles, für viele fängt damit ein komplett neues, anderes Leben an.
Und das setzt Paulus hier als Tatsache voraus. Und auch wir können mit Gewissheit wissen dass dies historische Tatsachen sind. Sie sind vielfach bezeugt, auch außerhalb der Bibel.
Da ihr ja nun mit Christus auferstanden seid, sucht was droben ist, wo Christus ist.
Aber offensichtlich schaffen es auch Christen nicht, ihren Blick auf Jesus zu halten. Wie oft kommen Sorgen und Nöte dieser Welt und verlangen unsere Aufmerksamkeit. Krieg in der Ukraine, Krieg in Israel. Das ist furchtbar, aber Du und ich, wir können es nicht ändern. Näher an unserem Alltag sind vielleicht Sorgen und Probleme auf der Arbeit, Ärger mit dem Chef, Geld das fehlt. Kinder die auf die schiefe Bahn geraten, Streit mit dem Ehepartner.
Und dann gibt es ja auch noch die schönen Seiten. Das Leben mit dem Partner kann wunderschön sein, und vielleicht lebst Du Deinen Traum. Tolle Familie, hast genug Geld, kannst Dir den Urlaub leisten, Träume erfüllen.
Aber egal was auch immer Deine Situation ist, in jedem Fall steckt Dein Leben voll von Dingen die Dir den Blick auf Jesus versperren. Die Dich ablenken wollen und Deine Aufmerksamkeit haben wollen.
Der Text hat mich ertappt, wie ich selbst den Blick auf Dinge dieser Welt gelenkt habe. Wie ich manche Umstände zu wichtig nahm. Und deshalb will ich in Deine Situation hinein zusammen mit Paulus zurufen: Wende Deinen Blick auf Jesus.
Das ist keine bloße Phrase. Und auch kein Aufruf dazu die schönen Dinge nicht zu genießen oder den Kopf in den Sand zu stecken wegen der vielen schlechten Dinge. Es geht um eine Frage der Perspektive. Denn mit dem Blick auf Jesus werden große Dinge klein. Kann ich dem Chef oder meiner Frau vergeben, begreife ich das Geldprobleme nicht das Ende der Welt sind, auch wenn es gerade hart ist. Mit dem Blick auf Jesus stirbt die Menschenfurcht, und einfache Christen in der Vergangenheit konnten sich den größten Herrschern und Despoten entgegenstellen. Und mit dem Blick auf Jesus kann auch ich lernen dankbarer zu sein für das Gute in meinem Leben und es damit erst richtig genießen und wertschätzen.
Vor allem aber hilt der Fokus auf Jesus mich nicht gefangen nehmen und lähmen zu lassen von den Dingen dieser Welt.
Die Begründung des Paulus ist einfach und klar: Du bist mit Christus gestorben. Und mit ihm auferstanden. Dein Leben ist verborgen in Christus. Im Galaterbrief wird Paulus noch deutlicher “Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus in mir”. Damit bist Du verborgen für die Welt. Sie hat kein Anrecht mehr auf Dich.
Im Nach-Oben-Schauen auf Christus wird wahres Leben möglich. Christus im Fokus.
Ausziehen
Ausziehen
5 So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist. 6 Um solcher Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. 7 In dem allen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr noch darin lebtet. 8 Nun aber legt alles ab von euch: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde; 9 belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen 10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. 11 Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus.
Das klingt nach ziemlich viel Arbeit. Nach am Riemen reißen, an sich arbeiten und an Regeln halten. Und das ist genau das was viele Menschen in unserer Gesellschaft unter Christsein verstehen. Du darfst dies nicht. Du musst das tun.
Aber was hier gemeint ist, haben die Christen früher Heiligung genannt. Heute hört man das Wort nicht mehr so gern, aber es ist wichtig. In der Heiligung geht es darum Gott ähnlicher zu werden, und die Dinge die nicht zu Gott gehören auszureißen.
Dabei dürfen wir aber die Verse vorher nicht vergessen. Bei all dem an sich arbeiten, bei allen Versuchen sich selbst zu verbessern dürfen wir nicht die gleichen Fehler machen wie die Christen aus Kapitel 2,20-23. In ihrer Suche nach Ansehen bei Gott (und den Menschen) ließen sie sich Regeln auferlegen und machten Gesetze die noch enger waren, nur um ja keinen Fehler zu begehen. Das ist eine Falle in die auch wir heute tappen können, und ein gesetzliches Christentum braucht niemand.
Nein, der Grund für die Heiligung, der Antrieb für die Heiligung, ist Christus selbst und was er getan hat. Zorn, Bosheit, Lästern, schändliche Worte. All das passt nicht zu Christus. Und wer zu ihm gehört, wer sein Kind ist, hat ein neues Herz bekommen. Habsucht und Unzucht haben da keinen Platz mehr. Das Herz wehrt sich dagegen, erkennt das es falsch ist.
Und trotzdem hängen wir oft noch in unseren alten Gewohnheiten, hinter mancher Gewohnheit ist gar eine Sucht entstanden. Die verändert sich nicht mal eben, einfach so. Dein aktives Mitwirken ist gefragt, um zu der Person zu werden, die Du in Jesus Christus bereits bist.
Beachtet bitte, in Vers 9: Denn ihr habt den alten Menschen ausgezogen. Ein klarer Indikativ, das ist bereits passiert. Und? Und habt den neuen angezogen, der erneuert wird. Erneuert wozu? Zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. Wer hat uns geschaffen? Christus selbst war es, wie Paulus schon im ersten Kapitel betont. Christus, “in IHM ist alles geschaffen, durch ihn und zu ihm ist alles geschaffen. Und alles besteht in ihm.”
Wir werden also verwandelt, erneuert.
Ich hätte ja nie gedacht dass ich mal so ein Grammtikreiter würde, in der Schule habe ich Grammatik immer verabscheut und nicht wirklich verstanden. Aber es ist so wichtig. Diese Erneuerung hier, das ist ein kontinuierlicher Passiv. Das heißt etwas das andauernd mit mir passiert, das ich nicht selbst aktiv tue. Ich werde erneuert. Immer wieder, immer mehr? Wie? In dem ich auf Christus schaue. Er ist der Grund der Veränderung, der Ursprung, und auch das Ziel der Veränderung. Paulus schreibt in 2.Korinter 3,18 davon dass wir verändert werden in das Bild seiner Herrlichkeit.
Und in diesem Ziel, in Christus, gibt es nun auch keine Unterschiede mehr. Du bist Jude oder Nichtjude? Deutscher oder Iraner? Hast Du dunkle Haut oder helle Haut? Bist Du Geschäftsführer einer großen Bank oder putzt Du Abends für kleines Geld die Toilletten anderer? All das zählt nicht mehr. In Christus sind wir alle gleich geliebt, gleich viel Wert.
Genau diese Erkenntnis ist es die Menschen auf der ganzen Welt soziale Konstrukte in Frage stellen lässt. Wie z.B. die Sklaverei in den USA abzuschaffen. Aber auch heute noch. Wie viele Konflikte auf der Welt würden sich auflösen wenn mehr Menschen dies erkennen und glauben könnten?
Ich will Dich heute ermutigen mit einem Blick auf Dein Leben zu schauen: Wo siehst Du in Dir noch diese Dinge? Wo bist Du heute vielleicht noch zorning, oder kannst das Lästern nicht sein lassen? Schau mal in Dich.
Anziehen
Anziehen
12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; 13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! 14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. 15 Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. 16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. 17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Paulus betont hier: Ihr habt bereits den neuen Menschen angezogen. Ihr seid die Auserwählten Gottes. Die Heiligen und Geliebten. Und jetzt zieht auch an was sich für auserwählte Gottes geziemt: Herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Saftmut und Geduld. Ertragt einander und vergebt Euch.
Er ruft uns hier auf zu einem radikal anderen Leben als wir es von früher kennen. Mir wurde Unrecht getan? Ab vor Gericht, Klage ist raus. Mein Nachbar schneidet die Hecke nicht immer korrekt und die Blätter fallen auf mein Grundstück? Mit dem kann ich nicht mehr, so ein selbstsüchtiger Kerl.
Wir merken, diese Art zu Denken und zu Handeln passt nicht zu Kindern Gottes. Wir sollen anders sein. Wenn wir daran festhalten wo andere an mir schuldig wurden, einen Groll hegen, zerstört das Gemeinschaft. Der Satz “das trage ich Dir nach” zeigt deutlich wer die Last trägt.
Christus ruft Dich auf, lass los. Werde frei. Kehre zurück zur Dankbarkeit.
Übrigens, Dankbarkeit und Vergebung haben im Griechischen die gleiche Wortwurzel. Ebenso wie das Wort Gnade. Und sie alle hängen auch geistlich zutiefst zusammen. Wer dankbar sein will, kann keine Last mit sich herum tragen. Erst nachdem Vergebung ausgesprochen wurde, kann Dankbarkeit wieder einkehren. Das ist Gnade. Und es ist ja auch nicht so als würde Jesus einfach fordern “Vergib halt endlich”. Nein, er sagt “Vergib, wie Dir vergeben wurde!”. So wie Jesus uns auch im Vater Unser das Beten lehrt “und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.”
Vergeben kann wehtun. Aber es ist unheimlich befreiend!
Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.
Jesus selbst sagte bereits:
Johannes 13,34-35
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. 35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Es ist sogar ein Gebot Jesu: Liebt einander! Ich kann niemanden lieben und einen Groll hegen. Liebe möchte vergeben. Liebe sehnt sich nach Versöhnung. Und es hat sogar noch größere Auswirkungen: Die Welt wird an Eurer Liebe zueinander erkennen, dass wir Jesu Jünger sind. Mit anderen Worten: Dein Zeugnis für Jesus, Deine Strahlkraft in dieser Welt verpufft, verblasst, wenn Du weiterhin zornig bist, Groll hegst, und unversöhnlich bist.
Also, wie kann das passieren? Auch das zeigt Paulus uns hier auf: Lehrt und ermahnt/ermutigt einander mit dem Wort Gottes. Singt Psalmen und geistliche Lieder miteinander. Seit Gott dankbar, und alles was ihr tut tut für ihn. Das sind praktische Dinge, ich muss offen dafür sein dass ein Bruder oder eine Schwester auf mich zukommt und mich ermahnt. Ich darf Ermutigung erfahren wenn ich am Boden bin. Darf Weitergeben und Helfen. Mich regelmäßig treffen und austauschen, der Gemeinde nicht fernbleiben. Sondern im Gesang der Lieder meinen Blick auf Jesus wenden. Und aus dieser Hinwendung zu Jesus dann in meine Arbeit gehen, in meine Nachbarschaft, in meine Familie und dort Vergebung und Dankbarkeit leben.
Abschluss
Abschluss
Einiges davon klingt nach ziemlich viel Arbeit. Sich am Riemen reißen, an sich arbeiten und an Regeln halten. In einer Welt, die oft nach Selbstoptimierung strebt, bietet der christliche Glaube aber einen radikal anderen Ansatz: Wir werden verwandelt, weil wir zu Christus gehören und sein Leben in uns sichtbar wird.
Die Veränderung ist ein Ausdruck dessen was bereits passiert ist. Du musst nicht heilig sein um zu Jesus zu kommen. Aber wenn Du zu Jesus kommst, wirst Du nicht unverändert bleiben. Viele geben vor eine Begegnung mit Gott gehabt zu haben, aber sie sind immer noch die alten Menschen, und nichts verändert sich.
-> Beispiel von Paul Washer <-
Um das etwas zu verdeutlichen vielleicht ein Beispiel. Stellt Euch vor wäre heute 30 Minuten zu spät. So komme ich durch die Tür, einige Leute sind vielleicht etwas sauer, hatten sich ja vorbereitet. Andere sind besorgt, auf jeden Fall sorgt das für etwas Gespräch und Unruhe. Der Gottesdienstleiter kommt auf mich zu “Thomas, was ist los? Du bist zu spät, wir haben auf Dich gewartet”. Und ich stehe vor Euch, frisch geduscht, in guter Kleidung , Haare gekämmt. “Ja, das tut mir leid. Weißt Du, ich hatte auf dem Weg hierher auf der Autobahn einen Platten. Also hab ich angehalten, den Reifen gewechselt, und eine Radmutter ist mir runtergefallen und auf die Straße gerollt. Ohne nachzudenken gehe ich hinterher, hebe sie auf und als ich mich umdrehe ist da dieser 40t LKW der hupend und mit 100 km/h auf mich zurast. Er hat mich überrollt und deshalb bin ich zu spät.” “Ähm, Thomas, Du bist entweder ein Lügner oder nicht ganz dicht. Es ist unmöglich so eine Begegnung mit einem LKW zu haben und dann unverändert hier aufzutauchen.”
Wie kann es sein dass Menschen erwarten eine echte Begegnung mit dem lebendigen Gott zu haben und unverändert zu bleiben? Wer Gott begegnet wird verändert werden. Und Heiligung ist auch ein Ausdruck dieser Veränderung.
Wie ist das bei Dir? Bist Du Gott begegnet, und hat er angefangen Dich zu verändern? Oder sitzt Du hier, bist dem Erscheinen nach Christ, aber tief im Innern ist alles beim Alten? Du mühst Dich ab besser zu werden, aber es ist alles nur hart erkämpft, nur aufgesetzt.
Dann bitte Gott heute Dir zu begegnen. Bete dass Du ihm wirklich begegnest, dem Lebendigen, dem auferstandenen Christus. Er wird Dir einen neuen Geist geben, ei neues Herz. Eines was das Alte ablegen und das Neue anziehen will. Der dann auch die Kraft gibt wo es manchmal hart wird.
Wenn Du Jesus bereits kennst, er Dir die Sünden vergeben und Dich zu einem Kind Gottes gemacht hat, aber zu sehr im hier und jetzt verstrickt bist, auch dann gilt der Aufruf Dir heute. Vers 1 Suche was oben ist. Das wo Christus ist. Strecke Dich danach aus, und wende den Blick ab von dem was Dich gefangen hält. Wechsle den Fokus.
Paulus erwähnt hier mehrfach die Dankbarkeit. V.15 “Seid dankbar”, 16 “singt Gott dankbar in euren Herzen” und V.17 “und dankt Gott”. Fast so als wäre Dankbarkeit etwas, was die Kinder Gottes auszeichnet und auszeichnen sollte. Suche Vergebung, Versöhnung und schaue nach Dingen für die Du dankbar sein kannst.
Dein Christsein sollte nicht auf Regeln reduziert sein. Nein - Das Evangelium sagt um Äußerlichkeiten geht es nicht. Nein, wir sind geistlich mit Christus gestorben. Und wir sind auch mit ihm auferstanden. Indikativ. Ihr SEID gestorben. Ihr SEID auferweckt. Um nicht mehr und nicht weniger geht es, um neues Leben. Das kannst Du auch haben.
Geh nachher nicht einfach weg, sondern such Dir jemand zum Reden und Beten. Vertrau Dich jemandem an. Auch ich stehe gern zur Verfügung um mit Dir zu beten wenn Du das möchtest.
Wir sind in Christus, sind eins mit ihm. Sucht was droben ist. Imperativ. Befehlsform. Jagt dem nach.
Ein letzter Gedanke: Selbst der beste Mensch erkennt im Blick auf Jesus noch Fehler an sich. Aber auch der größte Sünder erhält Vergebung wenn er auf Jesus schaut. Darum: Schau auf Jesus!
Amen
