Wahrer Glaube
Johannesevangelium • Sermon • Submitted • Presented
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Einleitung
Einleitung
Wir Menschen glauben an viele verschiedene Dinge. Die einen glauben an die Wissenschaft und setzen ihr Vertrauen auf die Kraft der Vernunft. Andere wiederum setzen ihren Glauben und ihr Vertrauen auf bestimmte Werte, wie Liebe, Freundschaft dun Gerechtigkeit. Und wiederum andere haben ihren Glauben in einer Religion gefunden.
Wir als Christen haben wir Bibel und wissen, dass der wahre Glaube der der Bibel ist. Denn Gott offenbart sich selbst in seinem Wort und teilt sich uns mit. Doch sehen wir in der Bibel auch, dass es wahren Glauben gibt und Glauben, der sich nur ausgibt echt zu sein.
Doch was ist der wahre Glaube? Woran erkenne ich diesen? Und wie wirkt sich echter Glaube aus?
In unserem heuten Bibeltext wird es um dieses Thema gehen. Wir lesen aus Johannes 4 die Verse 43 bis 54:
Nach den zwei Tagen aber zog er von dort weg nach Galiläa; denn Jesus selbst bezeugte, dass ein Prophet im eigenen Vaterland kein Ansehen hat. Als er nun nach Galiläa kam, nahmen die Galiläer ihn auf, da sie alles gesehen, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte; denn auch sie waren zu dem Fest gekommen.
Er kam nun wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war in Kapernaum ein königlicher Beamter, dessen Sohn krank war. Als dieser gehört hatte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er zu ihm hin und bat, dass er herabkomme und seinen Sohn heile; denn er lag im Sterben. Jesus sprach nun zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so werdet ihr nicht glauben. Der königliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! Jesus spricht zu ihm: Geh hin! Dein Sohn lebt. Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Aber schon während er hinabging, kamen ihm seine Knechte entgegen und berichteten, dass sein Junge lebe. Er erforschte nun von ihnen die Stunde, in der es besser mit ihm geworden war; und sie sagten zu ihm: Gestern zur siebten Stunde verließ ihn das Fieber. Da erkannte der Vater, dass es in jener Stunde war, in der Jesus zu ihm sagte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte, er und sein ganzes Haus. Dies tat Jesus wieder als zweites Zeichen, als er aus Judäa nach Galiläa gekommen war.
Hier sehen wir zwei Gruppen von Menschen. Am Anfang werden Menschen beschrieben, die Jesus sehen wollen und ihn nachfolgen, weil sie die Wunder gesehen hatten, die Jesus in Jerusalem getan hatte. Davon lesen wir in Kapitel 2. Dort haben wir bereits gesehen, dass es Menschen waren, die zwar glaubten, aber dieser Glaube nicht unbedingt echt war. Denn diese Menschen glaubten vor allem wegen der Zeichen und Wunder, aber hatte nicht wirklich eine Beziehung mit dem Herrn. Und das ist kein echter Glaube. Wenn der Mensch nur nachfolgt, weil er Zeichen und Wunder sehen will, so ist es kein echter Glaube der auf vertrauen auf den Herrn gegründet ist.
Beginn wahren Glaubens
Beginn wahren Glaubens
Wahrer Glaube beginnt bei Jesus
Wahrer Glaube beginnt bei Jesus
Doch der königliche Beamte macht den Unterschied. Bei ihm sehen wir, wie er von einem anfangs zögerlichem und begrenzten Glauben durchdringt zu einem wahren und echten Glauben.
Und dieser Prozess beginnt damit, dass er zu Jesus geht. Ein Mensch muss zu Jesus kommen. Der Beamte hier wird durch eine Not gedrängt zu Jesus zu kommen. Sein Sohn liegt schwer krank und er kommt nun zu Jesus mit der Hoffnung Rettung aus seiner Not zu bekommen.
So oft ist es bei uns Menschen, dass erst eine Not uns zu Jesus bringt. Wir sind von unserer sündigen Natur aus alles Egoisten. Und wenn alles gut läuft so meinen wir, dass wir alles gut im Griff haben. Doch die Not zeigt uns, dass wir Hilfe brauchen. Und so führt Not zu Jesus. Wahrer Glaube beginnt also bei Jesus.
Aber so soll es immer bei uns sein. Unsere erste Anlaufstelle soll Jesus sein. So oft suchen wir erst überall wo anders Hilfe. Oder versuchen erstmals alles selbst zu machen. Und wenn wir am Ende sind mit unseren Kräften kommen wir zu Jesus. Doch wir müssen lernen mit allem zu erst zu Jesus zu kommen. Dass Jesus unsere erste Anlaufstelle bei allem ist. Dass wir ständig mit ihm in Verbindung sind. Denn er allein kann uns wahre Hilfe schenken.
Wie sieht es bei dir aus? Was ist deine erste Anlaufstelle? Die Bibel spricht davon, dass Gott unsere sicher Burg - unsere Zuflucht ist. Ist das bei dir aus so? Fühlst du dich wirklich geborgen in Gottes Hand? Weißt du wirklich, dass er allein der ist, der dir Frieden und Ruhe schenkt? Oder worin suchst du Frieden? Ich habe bei mir festgestellt, dass es so viel andere Dinge gibt mit denen ich mich Ablenke und meine damit zur Ruhe zu kommen. Aber oft wühlen mich diese Dinge mehr auf, als dass sie mich zur Ruhe bringen. Wie sieht es bei dir aus? Ist Jesus deine sichere Burg? Da wo du Ruhe, Sicherheit und Hilfe findest? Ist dein Glaube voll auf dem Herrn ausgerichtet?
Wahrer Glaube dringt durch
Wahrer Glaube dringt durch
Dieser Beamte kommt mit einen zweifelnden und begrenzten Glauben zu Jesus. Er glaubt, dass Jesus nur helfen kann, wenn Jesus persönlich anwesend ist. Deshalb bittet er ihn mitzukommen nach Kapernaum. Auch glaubt er, dass Jesus nur helfen kann, wenn der Junge nicht stirbt. Deshalb sagt er hier, dass Jesus kommen soll ehe sein Sohn stirbt. Er denkt, dass dann jede Hilfe zu spät kommt.
Doch Jesus zeigt ihm, dass er alle Macht hat. Dass er auch die Macht über den Raum hat. Er kann helfen ohne abhängig vom Raum zu sein.
Hier im Text wird speziell darauf hingewiesen, dass dies das zweite Wunder war und das erste bei der Hochzeit zu Kana war. Das “zweite” meint nicht das Zweite Wunder überhaupt, sondern in Galiläa das zweite. Beim ersten Wunder hat Jesus gezeigt, dass er die Macht über die Zeit hat. Er kann die Gärungszeit überspringen und aus Wasser Wein machen. Hier in diesem Wunder zeigt er, dass er die Macht über den Raum hat. Er nicht an Örtlichkeiten gebunden ist.
Der königliche Beamte wird von Jesus zurechtgewiesen, aber dieser bittet trotzdem weiter. Und so gewährt Jesus ihn seine Bitte und sagt, dass sein Sohn geheilt ist, Der echte Glaube des Beamten zeigt sich dann darin, dass er hingeht. Er glaubt und vertraut diesem Wort, auch wenn er es vielleicht nicht ganz fassen kann. Und so geht er nach Hause mit der Zuversicht, das sein Sohn geheilt ist. So dringt dieser Mann von einem anfangs zweifelnden Glauben hindurch zu einem echten und wahren Glaube, der nachfolgt.
So kann es auch heute bei einem Menschen sein, der zu Jesus kommt. Vielleicht ist er sich nicht ganz überzeugt, doch in Jesu nähe kann er durchdringen zu einem echten und wahren Glauben. Zu einem Glauben der sich im Gehorsam zeigt.
An dieser Stelle einmal ein Wort an dich ganz persönlich: Was für einen Glauben hast du? Hast du einen echten wahren Glauben? Bist du bereits zu Jesus gekommen? Wenn nicht, so ist heute die Möglichkeit zu Jesus zu kommen mit deiner Sündennot. Er wird dir helfen und die errettet!
Merkmale wahren Glaubens
Merkmale wahren Glaubens
Hier in dieser Geschichte sehen wir nicht nur den Beginn wahren Glaubens, sondern auch ein paar Merkmale.
Wahrer Glaube ist anhaltend
Wahrer Glaube ist anhaltend
Bei dem Beamten sehen wir einen anhaltenden Glauben. Einen Glauben, der sich nicht sofort erschüttern lässt. Als er Jesus seine Bitte mitteilt, so geht Jesus nicht sofort darauf ein. Doch das erschüttert seine Bitte nicht. Er Bittet weiter und Jesus gewährt seine Bitte.
Wahrer Glaube hört nicht auf bei der ersten Herausforderung. Sondern wahrer Glaube hält auch Schwierigkeiten durch.
Jakobus spricht genau das in seinem Brief an. Er zeigt auf, wie Menschen sind, die Zweifeln und keinen festen Glauben haben:
Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird.
So soll es bei uns nicht sein. Sondern unser Glaube soll durch Schwierigkeiten gefestigt und gestärkt werden. Wir sollen daran reifen. Darin zeigt sich wahrer Glaube. Genau das sagt Jakobus ein paar Verse vorher:
Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet, indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt. Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.
Also Schwierigkeiten sollen bei uns Freude und Dankbarkeit auslösen. Weil diese unseren Glauben stärken. Denn dies bewirkt die Reife unseres Glaubens.
Wie sieht dein Glaube aus? Hast du einen echten wahren Glauben? Was machen Schwierigkeiten mit deinem Glauben? Erschüttert das deinen Glauben oder festigt es deinen Glauben? Deine Nähe zu Jesus wird dies zeigen.
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Ein russischer Christ wurde einmal gefragt: “Bruder, wie hast du das geschafft, 32 Jahre in einem Arbeitslager zu überleben und deinen Glauben zu bewahren?” Die unerwartete Antwort war: “Bruder, sogar die Wüste sieht aus wie ein blühender Garten, wenn man Gemeinschaft mit dem Herrn hat.”
In der Nähe des Herrn wächst und gedeiht unser Glaube. In der Nähe des Herrn wird unser Glaube gestärkt. Wo befindest du dich? Suchst du ständig die Nähe Gottes?
Wahrer Glaube nimmt Zurechtweisung an
Wahrer Glaube nimmt Zurechtweisung an
Wir sehen hier auch noch eine zweite Sache. Als der Beamte mit seiner Bitte kommt, so erwidert Jesus das mit einem Tadel oder einer Zurechtweisung. Darin zeigt sich weiter echter Glaube. Denn echter Glaube ist bereit Zurechtweisung anzunehmen. Wahrer Glaube ist nicht sofort beleidigt und wirft das Handtuch. Sondern wahrer Glaube ist bereit Korrektur anzunehmen.
Im Hebräerbrief lesen wir davon, dass Gott unser Erzieher ist:
Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut widerstanden und habt die Ermahnung vergessen, die zu euch als zu Söhnen spricht: »Mein Sohn, schätze nicht gering des Herrn Züchtigung, und ermatte nicht, wenn du von ihm gestraft wirst! Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt aber jeden Sohn, den er aufnimmt.« Was ihr erduldet, ist zur Züchtigung: Gott behandelt euch als Söhne. Denn ist der ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, deren alle teilhaftig geworden sind, so seid ihr Bastarde und nicht Söhne. Zudem hatten wir auch unsere leiblichen Väter als Züchtiger und scheuten sie. Sollen wir uns nicht vielmehr dem Vater der Geister unterordnen und leben? Denn sie züchtigten uns zwar für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, er aber zum Nutzen, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden. Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit.
Der Schreiber zeigt uns hier am Anfang auf unsere Sünde hin. Dass wir im Kampf gegen die Sünde leben. Nur dass wir nichts bis in den Tod gekämpft haben wie unser Herr Jesus Christus. Der sich selbst hingegeben hat und unsere Sünden getragen hat und dafür in den Tod gegangen ist.
Und weil wir noch im sündigen Fleisch leben müssen wir noch gegen die Sünde kämpfen. Und weil wir noch in diesem Kampf leben, so brauchen wir ständig Ermahnung und Zurechtweisung. Und weil wir Kinder Gottes sind, so haben wir Gott als Vater der uns erzieht. Und diese Erziehung ist für uns gut. Echter Glaube lässt diese Erziehung zu. Er nimmt die Zurechtweisung an und lässt sich korrigieren. Denn echter Glaube strebt nach der Heiligung. Sie möchte dem Herrn ähnlicher werden.
Der Schreiber des Hebräerbriefes sagt hier, dass wenn wir Erziehung vom Herrn bekommen, das ein Zeichen davon ist, dass wir seine Kinder sind. Und das wunderbare an dieser Sache ist, dass Gott der perfekte Erzieher ist. Wir Menschen sind sehr fehlerhaft und machen Fehler bei der Erziehung unserer Kinder. Doch Gott tut dies nie. Er macht keine Fehler. Wie können wir da dem Herrn Vorwürfe machen? Natürlich verstehen wir oft nicht sofort wofür das gut ist, was gerade passiert. Aber eines können wir sicher wissen - und das ist ein Trost für uns - Gott ist ein perfekter Erzieher und somit ist das was gerade passiert gut für uns. Gott wird ans richtige Ziel mit seiner Erziehung kommen.
Wie sieht es in deinem Leben aus? Nimmst du die Erziehung Gottes an? Kannst du dich freuen in dieser Erziehung, weil die weißt, dass alles zu deinem Besten ist? Oder bist du ein widerspenstiges Kind, dass sich immer wieder weigert die Erziehung anzunehmen?
Wahrer Glaube ist nicht auf Zeichen und Wunder angewiesen
Wahrer Glaube ist nicht auf Zeichen und Wunder angewiesen
Kommen wir zum dritten Merkmal wahren Glaubens. Jesus sagt hier zu diesem königlichen Beamten: “Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so werdet ihr nicht glauben.”
Jesus sagt also, dass wahrer Glaube ist nicht auf Zeichen und Wunder angewiesen. Wahrer Glaube benötigt dies nicht. Denn wahrer Glaube vertraut dem Herrn. dazu bracht er keine Zeichen.
In der Bibel sehen wir oftmals, dass Gott Menschen Zeichen gibt, wenn die Menschen Zweifeln. Aber Zeichen zu bekommen ist nicht ein Beweis von großem Glauben, wie wir Menschen es oft meinen.
Gideon zweifelte an Gottes Auftrag und so erbat er sich ein Zeichen als Bestätigung. Und so bekommt er das Zeichen, aber zweifelt weiter. Und Gott gibt in seiner Gnade ihm noch ein zweite Zeichen. Wir sehen also, dass Zeichen nicht unbedingt den Glauben stärken und größer machen. Wir meinen dies manchmal, dass wenn Gott uns Zeichen geben würde unser Glaube gestärkt werde - dies kann natürlich auch mal der Fall sein. Aber unser Glaube wird in erster Linie durch die Nähe Gottes und durch die Gemeinschaft mit ihm gefestigt.
In einer Ehe sind keine Liebeszeichen gut. Aber wenn die Beziehung nicht stimmt, so bringen diese Zeichen auch nichts. So muss die Beziehung zu Gott in erste Line stimmen, damit unser Glaube wachsen kann.
In der Bibel sehen wir viele Beispiele, wo große Zeichen und Wunder geschahen, aber dies keinen echten Glauben bei den Menschen bewirkte. Zeichen und Wunder haben die Aufgabe Gottes Wort zu bestätigen.
Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, einen Mann, der von Gott euch gegenüber erwiesen worden ist durch Machttaten und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte tat, wie ihr selbst wisst –
Jesu göttliches Werk wurde durch Zeichen und Wunder bestätigt. Die Menschen sollten erkennen, dass er der von Gott gesandte Messias ist. Aber Glauben bei den Menschen brachte dies nicht in erster Linie.
So benötigt echter Glaube nicht Zeichen und Wunder, sondern echter Glaube vertraut dem Herrn, weil er Gott ist.
Auswirkungen wahren Glaubens
Auswirkungen wahren Glaubens
Kommen wir zum letzten Punkt. Wir sehen hier in dieser Geschichte gewisse Auswirkungen die wahrer Glaube hat.
Wahrer Glaube bewirkt Nachfolge
Wahrer Glaube bewirkt Nachfolge
Als erstes sehen wir, dass wahrer Glaube Nachfolge bewirkt. Der Mann kommt mit einem begrenzten Glauben zu Jesus. Aber in Jesu Nähe wird sein Glaube gestärkt. Und als Jesus sagt, dass sein Sohn lebt bewirkt sein Glaube, dass er hingeht. Er glaubt dem Wort Jesu und geht nach hause. Zu diesem Zeitpunkt kann er ja nicht wissen wie es zuhause seinem Sohn geht. Er hat zu diesem Zeitpunkt keinen Beweis von Jesu Wort. Doch er vertraut und geht nach Hause. Es ist ein Weg von ca 35km. Damals galt diese Strecke als Tagesreise.
Der Mann geht als hin, weil er glaubt, dass Jesu Wort wahr ist. Und er vertraut dem Wort Jesu und geht hin.
So bewirkt Glaube Nachfolge und Gehorsam. Hierin zeigt sich echter Glaube. Ich kann nicht sagen ich Glaube an Jesus, aber mache was ich will. Wenn ich nicht Jesus nachfolge und sein Wort befolge, so ist das kein echter Glaube. Denn unser Glaube wird dadurch gezeigt, dass wir nachfolgen.
Jakobus schreibt hierzu im 2.Kapitel:
Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?
So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot. Es wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir aus meinen Werken den Glauben zeigen! Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern. Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne die Werke nutzlos ist? Ist nicht Abraham, unser Vater, aus Werken gerechtfertigt worden, da er Isaak, seinen Sohn, auf den Opferaltar legte? Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und der Glaube aus den Werken vollendet wurde. Und die Schrift wurde erfüllt, welche sagt: »Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet«, und er wurde »Freund Gottes« genannt.
Wir sehen also, dass echter Glaube bewirkt gehorsam dem Wort Gottes gegenüber. Ich kann nicht behaupten, dass ich Gott vertraue, aber ich lebe nicht nach seinem Wort. Und um nach seinem Wort zu leben muss ich sein Wort kennen. Und dass heißt wiederum, dass ich ständig im Wort Gottes leben muss.
Wie sieht es bei dir aus? Zeigt sich dein Glaube im Gehorsam? Bist du dem Wort Gottes gehorsam? Lebst du nach seinem Wort und suchst du immer wieder die Nähe Gottes in seinem Wort?
Wahrer Glaube wird bestätigt
Wahrer Glaube wird bestätigt
Als zweites sehen wir hier, dass Glaube bestätigt wird. Diese königliche Beamte geht also nach Hause. Seine Knechte kommen ihn entgegen und er fragt sie nach dem Jungen. Zu bemerken ist hier, dass er fragt wann es mit dem Jungen besser geworden ist. Also er ging davon aus, dass Jesu Hilfe allmähliche Besserung bewirken würde. Sein Glaube war da, auch wenn er noch nicht so tief und fest war. Doch Gott kannte sein Herz und führte ihn dahin immer tiefer im Glauben zu wachsen. Es ist ein Trost für uns, dass Gott unsere Zweifel sieht und in seiner Gnade uns annimmt. Auch ein Abraham, der unser Vater des Glaubens ist, war ein Mann mit Zweifel. Doch er hing sich immer wieder an Gott und wird gestärkt im Glauben.
Und das sehen wir hier auch bei diesem Mann. Die Knechte berichten ihm, dass das Fieber plötzlich weg ging. Jesus hatte also die Macht auch augenblicklich zu heilen. Und das festigte seinen Glauben. Er forschte nach und erkannte, dass es der Zeitpunkt war, als Jesus diese Worte ausgesprochen hat. Sein Todgeglauber Sohn lebte, weil Jesus sagte: Dein Sohn lebt! So wurde sein Glaube bestätigt und gefestigt.
Auch in unserem Leben zeigt Gott sich immer wieder. Auch wenn die Dinge nicht so spektakulär sind wie eine Heilung. So können wir immer wieder die Hand Gottes in unserem Leben sehen und spüren. Er zeigt sich dass er uns immer Kraft gibt im Alltag. Er zeigt sich darin, dass er und Trost gibt, wenn wir Mutlos sind. Er zeigt sich, dass er uns Kraft gibt Zeugen für ihn zu sein.
So zeigt Gott sich immer wieder in unserem Leben. Und so wird unser Glaube gefestigt. Wenn wir uns in seiner Nähe aufhalten, so wird er in uns wirken.
Wahrer Glaube ist ansteckend
Wahrer Glaube ist ansteckend
Er wird aber nicht nur in uns wirken, sondern auch durch uns.
In unserem Text lesen wir zum Schluss: Johannes 4,54
Da erkannte der Vater, dass es in jener Stunde war, in der Jesus zu ihm sagte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.
Der Mann glaubte und das führte dazu, dass auch sein ganzes Haus glaubte. Echter Glaube ist ansteckend. Sein Glaube führte zum Glauben seiner ganzen Familie.
So soll es auch bei uns sein. Unser Glaube soll ansteckend sein. Wir sollen durch unseren Glauben Zeugen sein. Und Gott durch seine Gnade kann wirken, dass auch andere zum Glauben kommen durch uns.
Wie sieht dein Glaube aus? Ist dieser nach außen sichtbar? Kann dein Glaube ansteckend sein? Wie lebst du dein Glaube?
Schluss
Schluss
Ich möchte zusammenfassen und uns dann zum Mahl hinleiten.
Wir haben hier in dieser Geschichte gesehen, dass wahrer Glaube bei Jesus beginnt. Wahrer Glaube beginnt nicht nur bei Jesus, sondern hält auch an ihm fest und glaubt seinem Wort.
Wir haben gesehen, dass wahrer Glauben immer tiefer in Jesus hineindringt und dieser auch bereit ist Erziehung und Zurechtweisung anzunehmen. Ja, es ist ein Glaube der sich nicht auf Zeichen und Wunder gründet, sondern auch unseren Herrn.
Und dieser Glaube bewirkt echte Nachfolge, wird bestätigt und ist ansteckend.
Überleitung zum Abendmahl
Überleitung zum Abendmahl
Beim Abendmahl gedenken wir an unseren Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben und auferstanden ist. Darauf richtet sich unser Glaube. Wir glauben an diesen Herrn Jesus Christus, der selbst Gott ist.
In 1.Korinther 11,23-26 steht:
Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, dass der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot nahm und, als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis! Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, dies tut, sooft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
Das Brot erinnert uns an sein Leib, den er hingab. Er ist also als Mensch auf diese Erde gekommen. Er war bereit den Himmel zu verlassen und somit die Herrlichkeit zu verlassen. Er war bereit als Schöpfer selbst zur Schöpfung zu werden, indem er Mensch wurde. Und er war bereit für uns sich ganz hinzugeben für unsere Schuld und Sünde. Er war bereit Verachtung und Spott hinzunehmen. Er war beriet geschlagen zu werden und bitterlich und qualvoll am Kreuz zu sterben für uns. Er hat seinen Leib hingegeben für uns.
Der Wein erinnert uns an sein Blut, das für uns floss. Es erinnert uns also an das Opfer Jesu. Jesus war das perfekte Opferlamm, weil er ohne Sünde war. Er hatte all den Versuchungen und Schwierigkeiten widerstanden und ist als Sieger hervorgegangen. Und am Kreuz hat er all unsere Schuld uns Sünde überwunden und ist für uns gestorben. Er war bereit den ganze Zorn Gottes für die Sünde der Menschen hinzunehmen. Er war bereit die Trennung von Gott zu erleben für uns. Wenn wir uns daran denken, wie wir oft unter der Sünde leiden. Leiden weil wir sündigen, weil wir andere Verletzen und Konflikte haben. Doch Jesus hat die Strafe für diese Sünden getragen. Und nicht nur für die meinen, sondern auch für die der ganzen Welt.
Daran sollen wir gedenken, wenn wir das Mahl zu uns nehmen. Und das soll Dankbarkeit und Lob in unsere Herzen auslösen. Es soll unseren Glauben stärken und uns immer tiefer in Gott führen. Es soll uns zum gehorsam Gott gegenüber führen. Dass wir ein Leben zu seiner Ehre führen. Es soll uns in die Demut und die Unterordnung Gottes führen.
Wir haben den Auftrag das Mahl zu halten bis er kommt. Und so soll unsere Ausrichtung sein. Unser Herr Jesus Christus wird bald wiederkommen. Wir freuen uns darauf, weil wir dann erlöst werden von all dem Leid in dieser Welt. Und weil wir dann in ewiger Gemeinschaft mit unserem Herrn sein werden.
