Andacht Martinstag 2024

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Andacht Martinstag 2024

Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Gemeinde,
vorhin haben wir die Geschichte von St. Martin im Rollenspielgehört – ein Mann, der den Mut hatte, mit einem einfachen Mantelstück ein großes Zeichen zu setzen. Martin ritt an einem armen Bettler vorbei, sah seine Not und spürte sofort: „Hier kann und muss ich helfen.“ Ohne zu zögern, teilte er seinen Mantel mit dem Schwert, sodass der Bettler nicht mehr frieren musste. Eine kleine Geste – doch eine, die Großes bewirkt hat und die wir bis heute feiern.
Vielleicht fragt ihr euch, warum diese einfache Tat des Teilens noch immer so wichtig ist. Martins Geschichte zeigt uns, wie viel Kraft in einem Akt der Nächstenliebe steckt. Er hätte einfach weiterreiten können, niemand hätte es ihm verübelt. Doch Martin hielt an, weil er das Leiden des anderen sah und sich fragte, wie er helfen konnte. Genau darin liegt die besondere Botschaft von St. Martin: das Sehen und Handeln – und das Teilen, selbst wenn es vielleicht unbequem oder ungewohnt ist.
Liebe Kinder, ihr seid vielleicht manchmal in Situationen, wo ihr ein bisschen wie Martin sein könnt. Zum Beispiel, wenn ein Freund oder eine Freundin sich ausgeschlossen fühlt oder traurig ist. Schon ein kleiner Gruß, ein gemeinsames Spiel oder ein Lächeln kann dabei helfen, dass sich jemand wieder besser fühlt. Wenn wir wie Martin bereit sind, das, was wir haben, zu teilen – sei es unser Pausenbrot, ein Spielzeug oder einfach Zeit und Aufmerksamkeit – wird unser Alltag heller und freundlicher.
Und das gilt auch für uns Erwachsene. St. Martin erinnert uns daran, wie wichtig es ist, dass wir für andere da sind und teilen, was wir können – ob Zeit, ein offenes Ohr oder Hilfe im Alltag. In unserer hektischen Welt kann das oft schwer sein. Doch gerade dann ist es wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass es diese kleinen Gesten sind, die Gemeinschaft und Liebe sichtbar machen. Ohne Menschen, die helfen und teilen, wäre die Welt kälter und einsamer.
Unsere heutige Welt kann manchmal ein bisschen wie eine kalte Nacht wirken. Aber jeder von uns hat die Kraft, ein bisschen Licht hineinzubringen, indem er teilt, was er kann. Wenn wir alle versuchen, ein bisschen wie St. Martin zu sein, wird unser Leben wärmer und heller – hier in unserer Gemeinde, in unseren Familien und in der ganzen Gesellschaft.
Deshalb feiern wir St. Martin: Er zeigt uns, wie schön es ist, zu teilen und für andere da zu sein. Und wenn wir uns daran erinnern, können wir auch nach diesem Fest im Alltag mehr wie Martin sein – für eine Welt voller Licht und Freude, Wärme und Mitgefühl.
Amen.
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