Heiliger Geist
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Einleitung
Einleitung
Zum starten möchte ich eine kleine Quizfrage stellen: Was haben die Personen auf der Folie gemeinsam (Bezalel, Mose, Josua, Bileam, Otniel, Giedon, Jephta, Simson, Saul, David, Amasai, Asarja, Jehasiel, Sacharja, Hesekiel und Micha). Wahrscheinlich gibt es verschiedene Gemeinsamkeiten. Alle sind im alten Testament erwähnt, alle hatten einen Einfluss auf das Volk Israel. Doch ich will auf folgenden Punkt heraus: Alle hatten den Heiligen Geist.
Heute geht es in dem letzten Teil der Predigtserie “Übernatürliches” um das Thema des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist, das ist ein riesen Thema. Während eher charismatische Gemeinden diesem Thema sicher viel Raum geben, sind eher konservative Gemeinden sicher weniger stark in diesem Thema zu Hause. Da ich meinen Ursprung eher im Konservativen sehe, war auch dieses Thema für mich relativ neu. Normalerweise höre ich mir für die Predigtvorbereitung auch andere Predigten zu diesem Thema an. Das habe ich hier jedoch nicht gemacht - was ich euch heute morgen über den heiligen Geist erzähle, ist das Ergebnis meines bibellesens zu diesem Thema. Mit meinen Glaubensvorbilder habe ich noch darüber gesprchen - weitere Quellen gibt es aber nicht. Darum bereits vorne weg - was ich euch heute erzähle ist meine Sicht auf den Heiligen Geist, vielleicht hast du eine andere, ich beanspruche auf keinen Fall meine Meinung als die einzige richtige und wahre - ich gebe einzig mein Verständnis der Heilgen Schrift wieder.
Der heilige Geist im alten Testament
Der heilige Geist im alten Testament
Einleitung
Einleitung
Bereits im Genesis 1,2 lesen wir etwas von diesem “Geist”.
Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
Es war bereits irgendein “Geist” da. Dieser heilige Geist kommt dann später auch zu den Menschen - oder besser gesagt wird er von Gott eingesetzt um seine Kraft und Stärke in den Menschen wirken zu lassen.
Der Heilige Geist kam nicht zu allen
Der Heilige Geist kam nicht zu allen
Im Laufe der Geschichten im alten Testament lesen wir immer wieder von einzelnen Personen welche mit diesem heiligen Geist ausgerüstet wurden. Interessant ist hierbei jedoch das es bei allen Erwähnungen im alten Testament stets um einflussreiche und mächtige Personen handelt. Wenn wir die Liste durchgehen sehen wir lauter Könige, Richter, Propheten, Menschen mit besonderen Fähigkeiten wie Bezalel - aber nicht das einfache Fussvolk. Da wir hier unter uns keine mir bekannten Könige oder Propheten haben hätte wäre wohl in der Zeit des alten Testamentes niemand von uns in den Genuss dieses Heiligen Geistes gekommen.
Der Heilige Geist blieb nicht dauerhaft
Der Heilige Geist blieb nicht dauerhaft
Mir hat das Beispiel von König Saul geholfen, das Wesen des Heiligen Geistes im alten Testament besser zu verstehen. In erster Linie zeigte es mir einmal mehr die Grösse und Selbstlosigkeit unseres Gottes. Das Volk Israel wünschte sich einen “irdischen” König. Einerseits verständlich, da alle anderen rings um sie herum auch einen König hatten. Andererseits völlig absurd - denn Israel war das einzige Volk welches einen göttliche König hatte und nicht einen menschlichen König mir menschlichen Schwächen und Bedürfnisse. Gott kam Ihrer Bitte nach und gab ihnen einen König - Saul. Wir Menschen wären in dieser Situation wohl alle relativ trotzig davongetrotzt. Aber nicht so unser Gott - er kam ihrem Wunsch nach, gab ihnen einen “menschlichen” König und rüstete diesen mit der göttlichen Kraft, dem Heiligen Geist aus.
Und der Geist des Herrn wird über dich kommen, dass du mit ihnen in Verzückung gerätst; da wirst du umgewandelt und ein anderer Mensch werden.
Und als Saul sich wandte, um von Samuel wegzugehen, gab ihm Gott ein anderes Herz, und alle diese Zeichen trafen ein an demselben Tag.
Mit dem Geist Gottes erreichte Saul vieles. Viele Kriege gewann er - wir lesen gar in der Bibel von keiner einzigen kriegerischen Niederlage von Saul während der Geist Gottes auf ihm war. Doch dann kam plötzlich die einschneidende Wende. Es begann als er im Kampf gegen die Israeliten nicht auf Samuel wartete und selber Brandopfer dem Herr opferte und endete im Ungehorsam gegenüber Gott als er im Krieg gegen die Amalekiter nicht den vollständigen Bann vollzog. Saul war ungehorsam und danach geschah etwas für uns heute vollständig unverständliches:
Der Geist des Herrn aber wich von Saul und ein böser Geist vom Herrn ängstigte ihn.
Jetzt war er plötzlich weg. Und von da an ging es richtig Berg ab. Der Heilige Geist kam - keine einzige Niederlage, der Heilige Geist ging - Niederlagen, Angstzustände und schlussendliche der Tod auf dem Schlachtfeld. Krass diese Wende.
Das diese Erkenntnisse nicht nur auf Saul, sonder auch alle anderen Personen im alten Testament zutraffen sehen wir im folgenden Gebet von David in
Psalm 51,13
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.
Dies schrieb David nach dem Besuch von Nathan als er in mit der Batsheba-Sünde konfrontierte. David wusste das Gott damals seinen Geist von Saul weggenommen hatte, David wusste auch was danach mit Saul geschah. Man spürt hier förmlich die Angst von David das Gott nun auch ihm den Heiligen Geist wegnimmt.
Zusammenfassung
Zusammenfassung
Lasst uns kurz zusammenfassen was wir im alten Testament über den Heiligen Geist gelernt haben:
Er transportiert die unglaubliche Macht von Gott auf Menschen
Er kam lediglich zu Menschen mit grossen Aufgaben
Die Menschen konnten den heiligen Geist auch wieder verlieren
Der heilige Geist im neuen Testament
Der heilige Geist im neuen Testament
Nun wenden wir uns dem neuen Testament zu, oder besser gesagt machen wir nun den Sprung in die heutige Zeit. Wir lesen nun zusammen den Text im Epheserbrief und achten darauf auf die Unterschiede des Heiligen Geistes von Heute zum Heiligen Geist im alten Testament.
In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.
Paulus spricht hier zur Gemeinde in Ephesus. Ephesus war eine Heidengemeinde. Das heist die Epheser waren keine Juden. Die Mitglieder dieser Gemeinde waren keine Könige, keien Propheten, nein - es waren wohl grösstenteils normales Fussvolk. Leute wie du und ich. Und nun sagt Paulus übr den heiligen Geist das dieser zu allen kommt welche “gläubig” geworden sind. Ein Riesenunterschied zum alten Testament. Und es geht noch weiter - Paulus sagt das sie versiegelt werden mit diesem Heiligen Geist. Versiegelt zum Eigentum Gottes. Das heisst dieses Siegel kann nicht mehr geöffnet werden bis es bei seinem eigentlichen Besitzer zurückkommt. Und das ist unser Vater im Himmel. Ich glaube ich muss dieses Thema gar nicht weiter vertiefen. Lasst uns nun den Vergleich machen zum alten Testament:
Er transportiert die unglaubliche Macht von Gott auf Menschen / Er transportiert die unglaubliche Macht von Gott auf Menschen
Er kam lediglich zu Menschen mit grossen Aufgaben / Er kommt zu allen gläubigen Menschen
Die Menschen konnten den heiligen Geist auch wieder verlieren / Wir sind versiegelt mit dem Heiligen Geist
Warum gibt es diesen Unterschied zwischen dem NT und AT
Warum gibt es diesen Unterschied zwischen dem NT und AT
Wir haben nun losgelöst das alte und das neue Testament im Bezug auf den Heiligen Geist angeschaut und massive Unterschiede festgestellt. Das führt uns unweigerlich zur Frage. Was war passiert - was hat sich geändert das es zu diesem Wechsel kam. Lasst mich euch ein Bild zeigen um dies zu erklären. Unser Gott ist ein heiliger Gott. Wir Menschen sind natürliche und sündige wesen. Wie kann ein heiliger Gott eine ewige Beziehung mit einem sündigen Wesen eingehen? Überhaupt nicht - dies würde die Heiligkeit Gottes entheiligen. Noch wenn er das möchte - das kann er nicht. Aus diesem Grund wendete Gott seinen Geist nur in bestimmten Situationen für bestimmte Menschen zu einer bestimmten Zeit an. Doch Gott sehnte sich derart stark nach einer ewigen Beziehung zu uns das er diesen Umstand ändern wollte. Und er entwickelte diesen wunderbaren Heilsplan. Er sendete seinen Sohn auf die Welt - damit dieser die Verbindung herstellen kann. Das Bild soll zeigen wie Gott uns sieht. Wir sind nach wie vor, genau gleich wie im alten Testament, sündige Menschen. Doch wenn wir Jesus in unser Leben aufnehmen - ist das so, wie wenn wir einen viel zu grossen weissen Mantel anziehen. Wir machen immer noch Fehler, wir sind nicht perfekt. Aber wir haben einen perfekten, viel zu grossen Mantel an. Dieser Mantel überdeckt all unsere Schuld. Und genau so sieht Gott uns - wenn Gott uns anschaut, sieht er zwar uns, aber wir sind überdeckt diesen perfekten grossen Mantel.
Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.
Und unter diesen Umständen kann er eine ewige Beiziehung mit uns eingehen. Unter diesen Umständen kann Gott eine ewig andauernde Beziehung mit uns eingehen.
Mir kommt es vor als ob Gott im alten Testament den Heiligen Geist mit dem Wassersprüher auf diese Welt verteilte. Einzelne Personen wurde für spezifische Aufgaben mit dem Wassersprüher angesprüht. Aber in der heutigen Zeit, in der Zeit der Gemeinde nimmt Gott den Wasserschlauch. Er schliesst diesen Wasserschlauch an all diese Herzen an die bereit sind für diesen Heiligen Geist. Und wenn er einmal angeschlossen ist - kriegst du den nicht mehr. Diesen Verschluss kann nicht mehr geöffnet werden. Das einzige was Gott uns noch in die Hand gibt es der Mengenregler - wir entscheiden, wie viel Kraft Gottes wir in Form dieses heiligen Geistes in unser Leben lassen wollen. Den Regler haben wir in der Hand. Lasst uns diesen Regler voll öffnen - aufs Maximum.
Wie viel kann dieser Heilige Geist in unserem Leben bewirken
Wie viel kann dieser Heilige Geist in unserem Leben bewirken
Soweit so gut - wir haben den Gartenschlauch angeschlossen, den Mengenregler voll offen und laufen nun durch diese Welt. Was können wir nun bewirken. Was bewirkt diese Kraft Gottes in meinem persönlichen Leben. Lesen wir dazu folgenden Vers:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.
Hier sehen wir das Versprechen das Jesus seinen Jünger gab, was sie alles tun können. Hier sehen wir was die Jünger mit dem Heiligen Geist in sich alles bewirken könnten. Krass - noch grössere Wunder wurden den Jünger versprochen wenn sie diesen Heiligen Geist hatten. Die Jünger hatten tatsächlich auch grosse Wunder vollbracht. Doch wirklich grössere? Und wie sieht das mit uns aus - gilt dieses Verheissung auch für uns oder war die nur für die Adressaten, nämlich die Jünger bestimmt? Das ist ja immer etwas schwer zu erörtern - aber hier ist es relative einfach. Jesus sagt im er Vers nicht “ihr” oder “meine Jünger” nein - er spricht dieses Verheissung allen aus die an ihn Glauben. “Wer an mich glaubt” sind seine Worte. Somit gilt das auch für uns - wunderbar, oder nicht? Wir , die wir im Besitz des heiligen Geistes sind, können grössere Wunder tun als Jesus dies tat. Woow - das ist krass!
Ist das in deinem Leben so? Tust du grössere Wunder als Jesus dies tat? Ich kann nicht von dir sprechen, aber bei mir, ganz ehrlich ist das eigentlich nicht so. Was mache ich wohl falsch? Habe ich den Regler doch nicht ganz geöffnet? Zweifel kommen auf, ein Druck entsteht. Jesus verspricht grössere Wunder, aber sie kommen nicht! Da muss der Fehler doch bei mir liegen. Dieser Vers kann einen enormen Druck auf uns aufbauen - wenn wir ihn nicht korrekt lesen. Denn ich habe jetzt eine wunderbare Nachricht, vielleicht versteht ihr diesen Vers schon lange. Ich habe ihn erst in meinem Vorbereiten, mit der Erklärung eines meiner Glaubensvorbilder so richtig vertstanden.
Um diesen Vers zu verstehen, müssen wir eine klein Wortstudie betreiben. Das entscheidende Wort ist hier das Wort “grösser”. Im griechischen gibt es verschiedene Worte die als “grösser” ins deutsche übersetzt werden können. Wir schauen uns drei verschiedene an. Erstens ist es das Wort “kreitton” - das bedeutet grösser und besser im Bezug auf die Qualität. Und ich denke genau so verstehen wir diesen Vers sehr oft. Wir denken die Wunder und Taten die wir vollbringen sollten durch den Heiligen Geist sollten von gleicher Qualität und Grösse sein wie die von Jesus. Den schliesslich hat er dies in Johannes 14.12 so vorausgesagt. Es gibt auch kirchliche Bewegungen die sehr stark auf das pochen. Es gibt christliche Bewegungen die sehr grossen Wert darauf legen dass auch wir heute solche Wunder wie Jesus tun können, und dass das Fehlen solcher Erfahrungen auf einen Mangel an Glauben oder eine unzureichende Beziehung zu Gott hindeuten könnte.
Das zweite Wort ist das Wort “pleion” hier geht es um das grösser im Sinn von mehr. Und das macht jetzt doch schon mehr Sinn. Jesus hatte rein von seinem Wirkungsgrad einen sehr kleinen Einflussbereich. Er war örtlich gebunden. Doch durch seine Himmelfahrt und die Aussgeissung des Heiligen Geistes, wurde das Wunder von Jesus in einem viel grösseren
Wie wunderbar ist es zu wissen, das in Johannes 14.12 nicht dieses Wort kreitton benutzt wird, sonder das Wort meizon. Und das Wort meizon bringt eine neue Dimension von “grösser” ins Spiel. Nämlich grösser in Form von quantitativ grösser oder einfach “mehr”. Wenn wir Johannes 14.12 übersetzen mit mehr Wunder - macht das doch viel mehr Sinn. Jesus war alleine mit seiner Botschaft und sein Handlungsspielraum war geographisch sehr an einem kleinen Ort. Durch die Ausgeissung des heiligen Geistes - erlebten die Wunder, die Bekehrungen eine völlig neue Dimension. Diese Bild soll dies veranschauichen. Ist das nicht eine wunderbare Botschaft - die Verheissung die Jesus in Johannes 14.12 gemacht hat ist bereits in Erfüllung gegangen. Wir müssen nicht mehr zwanghaft versuchen Riesenwunder zu tun - wir können sehen dass sich das Wunder von Jesus bereits auf die gesamte Welt ausgebreitet hat. Und spannen ist auch dass das hier verwendetet Wort für “grösser” die qualitative Grösse nicht ausschliesst. Qualitativ grosse Wunder sind auch heute noch möglich - sie sind aber NIE ein Alleinstellungsmerkmal für einen gesunden Glauben.
