AoG- Gott ist gut (11)
Die Eigenschaften Gottes • Sermon • Submitted • Presented
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Einleitung
Einleitung
Was bedeutet “gut”? In unserem Sprachgebrauch beschreiben wir Dinge als gut, zu denen wir einen Vergleich zu nicht-guten Dingen haben.
Ich habe heute gut gegessen. Erstens ist das sehr subjektiv - was für den einen gut ist, schmeckt dem anderen gar nicht. Aber auch im Vergleich von Feinkost und Fastfood ….
Das ist ein gutes Auto. Was bedeutet das? Im Vergleich zu was?
Da müssen wir sagen: “gut” ist eben relativ. Relativ im Gegensatz zu absolut.
Aber gibt es denn das absolut Gute? Gibt es etwas, das über allen Vergleiche hinweg immer und absolut gut ist?
Die Schrift sagt dazu eindeutig ja! Gott ist gut. Fällt euch dazu eine Bibelstelle ein?
Matthäus 19,17 “Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer.” Damit macht Jesus fest, dass “gut” eigentlich keine menschliche Kategorie ist. Wir können nicht beurteilen, was “gut” ist. Nur der, der alleine gut ist, kann das: Gott. Schon allein das menschliche Streben danach, selbst über gut und böse urteilen zu können, ist in sich Abfall von Gott (Gen 3,5f).
Was Gott unter “gut” versteht, lesen wir bei Micha 6,8 “Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.” Das ist Gutes tun in den Augen Gottes.
Römer 3,12 “Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer .” Paulus zitiert hier wortwörtlich Ps 14,3. Nach menschlichen Massstäben tun viele Menschen Gutes. Nach Gottes Massstab keiner. Paulus hat das begriffen Römer 7,18 “Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.”
Im Gegensatz dazu Gottes Güte. Hier ein Zitat von Wilhelmus à Brakel: “Die Güte Gottes … ist die Liebenswürdigkeit, der gütige Charakter, die Sanftheit, die Freundlichkeit, die Güte und die Grosszügigkeit Gottes. Die Güte ist das eigentliche Wesen von Gottes Wesen, selbst wenn es kein Geschöpf gäbe, dem dies offenbart werden könnte.“
Gott ist gut. Er ist der Anfang, der Grund und die Quelle alles Gutem. Psalm 34,9 “Schmeckt und seht, wie gut der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!” Psalm 100,5 “Denn der Herr ist gut, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.” Da Gott ewig ist und unveränderlich, ist er unveränderlich gut, immer.
Psalm 106,1 “Halleluja! Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.” So wie alles bei Gott ist auch seine Güte: Unendlich, unerschöpflich, immerwährend.
Die Schrift bezeugt durchgehend die Güte Gottes, und die Dankbarkeit von einigen Menschen, die diese Güte erfahren haben, die Gutes von Gott erhalten, erfahren haben. In den Umständen unseres Lebens ist das nicht immer so, wenn wir durchgerüttelt und geschüttelt werden, wenn um uns die Dinge zerfallen, wo ist das Gute hin? Hier hilft es, die Bibel zu nehmen und das Zeugnis von Gottes Güte auf sich wirken zu lassen.
Und dieses Zeugnis zeigt sich auf vielfältige Weise.
Gott ist gut zu allen Geschöpfen
Gott ist gut zu allen Geschöpfen
Gott ist gut zu allen Geschöpfen. Gott ist gut zur ganzen Welt. Sie ist seine Schöpfung, und er liebt sie. Psalm 136,25 “Der Speise gibt allem Fleisch, denn seine Güte währet ewiglich.” Seine Güte währt für immer, sie hört niemals auf.
Psalm 145,9 “Der HERR ist gut zu allen Menschen und barmherzig zu seiner ganzen Schöpfung.” Psalm 145,15f “Aller Augen sehen auf dich und warten auf Hilfe; du gibst ihnen Nahrung, wenn es nötig ist. Wenn du deine Hand öffnest, stillst du den Hunger und Durst aller Geschöpfe.” Im Angesicht zu Dürren und Hungersnöten ist das ein schwieriger Text. Jedoch sagt er aus, dass Gottes Güte aller Kreatur gilt, allen Menschen, allen Tieren. Gottes Güte gilt Allem, nicht nur den Gläubigen, oder den Menschen, ob gläubig oder nicht. Durch Gott ist alles und lebt alles (vrgl Röm 11,36; Gen 8,22).
Matthäus 6,26 “Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch…” Ob Tag oder Nacht, in der Luft, auf der Erde oder im Wasser, Gottes Güte ist immer da. Ijob 38,41“Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und irrefliegen, weil sie nichts zu essen haben?” Ja, wer? Niemand, ausser Gott, der sich um alles kümmert. Psalm 104,27f “Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.”
Gott ist gut zu Ungläubigen
Gott ist gut zu Ungläubigen
Und so ist Gott auch gut zu Ungläubigen. All jene, die von ihm nichts wissen wollen, oder sogar aktiv ablehnen. Auch sie kommen in den Genuss von Gottes Güte. So sind sie Empfänger einer allgemeinen Gnade, allgemein, aber nicht erlösend.
Gott erlaubt ihnen, die Freude und den Frieden einer Ehe zu erleben, Kinder zu haben, Beziehungen zu haben, gutes Wetter zu geniessen, Freude und Genuss, zu arbeiten, voranzukommen, zu bauen, schaffen, Reichtum. Sie können durch seine Güte kreativ sein, Entdeckungen machen. Sie können die Schönheit und Wunder seiner Schöpfung bestaunen, von ihr zu leben, sie zu nutzen, zu hegen und zu pflegen - Gott versteckt nichts.
Matthäus 5,45 “…Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.” Diese Güte, manchmal auch als “Schöpfungssegen” bezeichnet, gilt allen. Und vielleicht erkennen sie darin Gottes Grösse und seine Güte.
Apostelgeschichte 14,17 “und doch hat er klare Spuren von sich hinterlassen, indem er Gutes tat; so schenkte er euch Regen vom Himmel und gute Ernten, Nahrung und fröhliche Herzen.«”
Gott lässt ihnen solche Güte erfahren, dass man manchmal meinen könnte, dass er zu den Ungläubigen gütiger ist, als zu seinen Kindern. In Psalm 73 lesen wir davon. Asaf schaut auf die bösen Menschen und sieht, wie gut es ihnen geht “Denn ich habe die stolzen Menschen beneidet, als ich sah, wie gut es ihnen trotz ihrer Bosheit ging. Sie scheinen ein sorgloses Leben zu führen und sind stark und gesund…sie müssen sich nicht abmühen … sie triefen vor Fett … ihr Reichtum wächst und sie führen ein sorgloses Leben …” Das alles kommt von Gott. Und Asaf sagt über sich, er habe nur Sorgen von früh bis spät, Kummer jeden Morgen neu.
Dann wollte er begreifen, warum das so sei, und begab sich ins Haus Gottes. Da erkannte Asaf dann, wie die Gottlosen aus diesem Leben scheiden. In dieser Welt von Reichtum und Überfluss, ins Verderben im nächsten Leben. In einem Augenblick ist all das weg - und doch haben sie hier die grosse Güte Gottes erfahren. Psalm 25,8 “Der Herr ist gut und gerecht; darum weist er Sündern den Weg.” Die Güte Gottes zeigt sicham sichtbarsten im Ruf zur Umkehr, zur Erlösung - denn was sind schon 80 Jahre im Gegensatz zur Ewigkeit.
Gott ist gut zu seinen Kindern
Gott ist gut zu seinen Kindern
Und darin zeigt sich seine Güte zu den Gläubigen. Gott schüttet Gutes über seinen Kindern aus. Nicht immer im materiellen Sinn, so doch vor allem im geistlichen Sinn. Natürlich kommt Reichtum/Wohlfahrt von Gott, doch welcher Gläubige will bestreiten, wieviel nichtmateriellen Segen Gott in seinem Leben gegeben hat.
Psalm 34,10 “Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen! Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.” Keinen Mangel an was? Psalm 37,23–25 “Von dem Herrn kommt es, wenn eines Mannes Schritte fest werden, und er hat Gefallen an seinem Wege. Fällt er, so stürzt er doch nicht; denn der Herr hält ihn fest an der Hand. Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln.” Welches Brot - “…von jedem Wort, das von Gott kommt” (Deut 8,3; Mt 4,4; vrgl Joh 4,34). Der Segen Gottes an seine Kinder ist in erster Linie nicht materiell. Psalm 84,12 “Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; / der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.”
Gott Hat Freude daran, die Bedürfnisse seiner Kinder zu stillen. Matthäus 7,7 “Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.” Das bedeutet, Gott versteckt nichts vor uns - kommt zu mir herein und seht, was ich habe. Matthäus 7,8–11 “Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!” Da Gott gut ist, wie soll dann Böses von ihm ausgehen? Bei uns ist das offen, bei Gott ist es klar: Was Gott seinen Kindern gibt, das ist gut.
Psalm 86,5 “Denn du, Herr, bist gut und vergibst gern; und du bist reich an Gnade für alle, die dich anrufen.” Die ihn anrufen, das sind wir, seine Kinder. Wie gütig ist Gott, dass er grenzenlose Vergebung für uns bereithält. Jakobus 1,17 “Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.”
Römer 12,2 “Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.” Was gut für uns ist, definiert nicht die Welt, die Kollegen, die Firma oder Facebook/Insta/TikTok oder unser Herz - was gut ist für uns, ist das, was Gott denkt, dass es gut für uns ist. Seine Güte ist absolut.
Jeremia 29,11 “Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe‹, spricht der HERR. ›Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.” Epheser 2,10 “Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.” Gott hat einen Plan, einen Weg für unser Leben, dass seine Güte an uns Gutes hervorbringt. Ist das nicht grossartig!
Und diese Pläne bringt er zur Vollendung. Römer 8,28 “Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.” Dazu gehören auch unsere Prüfungen. Das Ziel ist Christusähnlichkeit Römer 8,29 “Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.” Das ist das Gute, das er für uns vorgesehen hat. Wie war Jesus? Schuldlos! Ohne Sünde. Als Michelangelo sein vielleicht grösstes Werk, die Statue Davids, vollbracht hatte, fragten sie ihn, wie er das gemacht hätte. Er meinte, er hätte alles entfernt, was nicht David war und übrig blieb David…. Heiligung.
Gottes Güte ist das (absolut) Gute für uns. Auch wenn das bedeuten sollte, dass es weh macht, dass unser Stolz gebrochen werden muss, dass wir Demut lernen müssen. Wenn das der Weg ist, gut zu werden, so wie sein Sohn gut war, dann muss es so sein. Aber niemals dürfen wir an seiner Güte zweifeln. Seine Wahrheit tut manchmal weh, seine Gnade gibt uns Frieden (Jes 1,18). Seine Liebe umfängt uns, sein Schutz ist immer da (Nahum 1,7). Verlieren wir nicht das Vertrauen, das Ziel ist nahe, noch ein bisschen durchhalten. Lasst uns nicht an seiner Güte zweifeln, sonst hat der Lügner schon gewonnen. Aber lasst uns dankbar sein, für alles, was er Gutes an uns getan und noch für uns bereit hält. Denn Gott ist gut. Amen
