Hoffnungsvoll trauern
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BIBELTEXT
BIBELTEXT
1. Thessalonicher 4,13–14 (BB)
13 Brüder und Schwestern, wir wollen euch nicht darüber in Unkenntnis lassen, was mit den Verstorbenen geschieht. Denn ihr sollt nicht um sie trauern wie die anderen, die keine Hoffnung haben.
14 Wir sind doch davon überzeugt, dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Ebenso gewiss wird Gott die Verstorbenen durch Jesus und gemeinsam mit ihm aus dem Tod herausführen.
ICH
ICH
Persönliches Erlebnis, Idee, Frage, Vorstellung, Gefühle
Meine erste persönliche starke Erfahrung mit dem Tod.
Meine erste persönliche starke Erfahrung mit dem Tod.
Als Anderson, mein Schwager, in Brasilien ganz plötzlich durch einen Schlaganfall gestorben ist. Er war nur 39 Jahre alt.
Beerdigungen als Pastor
Beerdigungen als Pastor
Ich war schon seit einige Jahre Pastor. Hatte schon bei viele Beerdigungen mitgewirkt, von bekannte und geliebte Menschen in Brasilien und in Deutschland. Das waren Momente, die mich sehr berührt haben.
Trauer weckt unbekannte Gefühle
Trauer weckt unbekannte Gefühle
Der Tod meines Schwagers war aber anders und hat mich(uns) auf eine ganz neue Art und Weise betroffen. Da kamen Gefühle hoch, die ich noch nie persönlich erfahren hatte, und ich gar nicht wusste, wie ich damit umgehen sollten.
Wut, Enttäuschung, Hilfslosigkeit …
Ein paar Monate später ist der Schwiegervater gestorben … und diese Gefühle waren wieder da.
WIR
WIR
Eine emotionale Gemeinsamkeit mit dem Publikum finden
Wir trauern - jeder Mensch erfährt es anders
Wir trauern - jeder Mensch erfährt es anders
Mit Trauer umzugehen ist eine tiefe Erfahrung in unsere Seele. Und meistens sind wir nicht vorbereitet, damit umzugehen.
Jeder Mensch erlebt es auf einer ganz intime und persönliche Art und Weise, die sehr schwer ist, zu erkläre, oder im Worte zu fassen.
Hier einige Erfahrungen, wie Menschen es beschreiben haben, was sie in ihrer Trauer gefühlt haben:
Trauer ist oft wie eine dunkle Wolke, die über uns schwebt.
Aber innerhalb dieser Wolke gibt es auch Lichtstrahlen,
wenn die Liebe und die Erinnerungen zurückkehren, um uns zu trösten.
Es ist okay, zu weinen, zu fühlen und zu kämpfen – denn das ist Teil des Heilungsprozesses.
oder
Eine Mutter erinnert sich an das erste Weihnachten nach dem Verlust ihres Kindes.
Der Baum war geschmückt, die Lichter glitzerten, doch das Lachen fehlte.
Stattdessen war der Raum gefüllt mit der Stille ihrer Trauer.
Diese Stille flüstert die kostbaren Erinnerungen, die sie in ihrem Herzen trägt.
Sie beginnt, die Traditionen zu verändern,
um Platz für neue Erinnerungen zu schaffen.
So wird die Trauer zu einem Teil ihres Lebens, und die Liebe bleibt stark,
auch wenn das Fehlen schmerzlich bleibt.
oder
Ein Teenager beschreibt die Trauer um einen verstorbenen besten Freund.
In den ersten Tagen fühlte er sich wie in einem Nebel,
als könnte er die Realität nicht mehr erreichen.
Doch irgendwann kam der Moment, in dem er begann,
Erinnerungen zu teilen, Geschichten zu erzählen und zu lachen –
und dabei merkte er, dass die Trauer ihn nicht brechen,
sondern ihn wachsen lassen kann.
Das Teilen des Schmerzes mit anderen half ihm,
den Verlust zu verarbeiten und weiterzuleben
oder noch
Ein Vater, der um seine verstorbene Frau trauert, erzählt,
dass die Abende die schwersten sind.
Das leere Sofa und das stille Essen erinnern ihn an ihre Abwesenheit.
Doch während er in der Nähe ihres Lieblingsplatzes sitzt,
hat er beschlossen, ihre Lieblingsmusik zu spielen.
Die Klänge erfüllen den Raum und bringen Erinnerungen zurück.
Er erkennt, dass es wichtig ist, die Trauer zu fühlen,
aber ebenso wichtig ist es, die Liebe zu feiern,
die sie in seinem Leben hinterlassen hat.
Menschen erleben die Zeit der Trauer unterschiedlich.
HAUPTPUNKT (Bottom Line):
HAUPTPUNKT (Bottom Line):
Mein Plädoyer für diese Predigt:
Christen können und müssen einerseits intensiv trauern,
andererseits aber auch Hoffnung haben.
Es ist eine Kombination von zwei Extremen.
TRANSITION:
TRANSITION:
Darüber wollen wir heute ein Wenig nachdenken, und schauen was für erstaunliche Ressourcen uns der christliche Glaube gibt, um mit dem Tod und Trauer umzugehen.
Dafür habe ich einige gute Gedanken von Timothy Keller, aus dem Buch “Über den Tod - in Sterben und Tod die Hoffnung behalten” - Er hat einige Dinge sehr gut beschreiben, Dinge, die wir schon eigentlich wissen, aber oft aus dem Blick verlieren, wenn wir mit dem Tod konfrontiert werden.
1) Tod und Trauer:
1) Tod und Trauer:
Der Sinn für ein Leben nach dem Tod in der Geschichte der Menschheit und Heute.
Der Sinn für ein Leben nach dem Tod in der Geschichte der Menschheit und Heute.
Ältere Kulturen und Religionen haben ihren Menschen geholfen, mit Tod und Trauer umzugehen, durch den Sinn für ein Leben nach dem Tod …
sodass das höchste Ziel des Menschen darin besteht, so zu leben und zu glauben, dass seine Seele in einer weiterer Dimension kommt.
Einige sagen:
Man kommt in den Himmel, wenn man stirbt,
anderen sagen, man entrinnt dem Kreislauf der Reinkarnation und geht in die ewige Glückseligkeit ein;
man löst sich von der Illusion der Welt und kehrt zur Allseele des Universums zurück
oder führt ein ehrenvolles Leben und wird nach dem Tod in die Gemeinschaft der Ahnen aufgenommen.
Vergleichen wir das mit dem Schreiben eigenes Textes.
Der Tod ist nur ein Komma, das einen Satz vom anderen trennt.
Angst vor dem Tod?
Angst vor dem Tod?
Dazu kommt aber eine wichtige Wahrnehmung:
Das was man im ersten Satz geschrieben hat, bestimmt, wie der zweite Satz beinhaltet.
Damit man in jenseits an einem guten Ort ankommt, muss derjenige ein gutes Leben führen, die richtige religiöse Rituale gefolgt haben … um in jenseits gut aufgehoben zu werden.
Wenn man kein guter Mensch war, wenn man ein schlechtes Karma auf sich beladen hat … dann kann das jenseits nicht so gut sein.
Doch wenn der Tod naht, wissen wir alle, dass wir nicht wirklich unser Bestes gegeben haben und nicht so gelebt haben, wie wir sollten.
Also bleiben wir zu Recht bis zum Ende in der Angst vor dem Tod gefangen.
In der sekulären Welt
In der sekulären Welt
Die moderne säkulare Kultur tickt aber anders heute.
Viele meinen heute, dass diese materielle Welt alles ist, was es gibt. Es gibt keinen Gott, es gibt keine Seele, keinen Geist, keine transzendente oder übernatürliche Dimension der Realität.
Also muss die Sicht völlig anders sein: der Tod ist Ende.
Der Tod ist nicht kein Komma, sondern der Schulsspunkt, der das Lebensbuch beendet.
Um diese Gedanke zu Umgehen:
Viele meinen, man soll den Tod als einen völlig natürlichen Teil des Lebenszyklus betrachten:
„Der Tod ist natürlich. Er ist einfach ein Teil des Lebens; nichts, wovor man sich fürchten muss. Wenn wir sterben, wird unser Körper wieder zu fruchtbarem Humus, so wie das Gras, die Bäume und andere Tiere auch. Wir werden zu Sternenstaub. Wir sind immer noch ein Teil des Universums. Das ist in Ordnung.“
Ein natürlicher unendlicher Prozess.
Das Gefühl der Bedeutungslosigkeit
Das Gefühl der Bedeutungslosigkeit
Die Frage ist aber nur:
Wie eine solche Sicht des Todes in uns letztendlich erzeugt?
Das Gefühl der Bedeutungslosigkeit kann man nicht vermeiden.
Wahr ist, dass die meisten Menschen letzendlich nicht akzeptieren können, dass alles, was wir sind (unser Bewusstsein, unsere Liebe, unser tiefes Streben nach Schönheit, Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit), einmal für immer aufhören soll zu existieren, buchstäblich in einem Augenblick.
Wenn der Tod wirklich das Ende-Ende ist – wenn wir aus dem Nichts kommen und ins Nichts gehen, wie sollen wir dann hier und jetzt das Gefühl des Nichts vermeiden?
Von allen Kulturen in der Geschichte ist also unsere säkulare Moderne am wenigstens in der Lage, Menschen auf den Tod vorzubereiten und zu trösten.
GOTT
GOTT
Zeit, die biblische Wahrheit zu ermitteln und in die Diskussion einzubringen. Jetzt biete ich eine Lösung für den Bedarf, den ich gerade geäußert habe.
2) Tod aus der Biblische Perspektive:
2) Tod aus der Biblische Perspektive:
Der Tod ist ein Feind
Der Tod ist ein Feind
Paulus, als er über die Auferstehung schreibt, formuliert er folgenden Satz:
1. Korinther 15,26 (BB)
26 Der letzte Feind, den er vernichten wird, ist der Tod.
Der Tod ist unser großter Feind, mehr als alles andere.
Er erhebt seinen Anspruch auf jeden Einzelnen von uns und verfolgt uns unerbittlich all unsere Tage.
Niemand kann dem Tod entgehen.
Jemand hat mal gesagt, dass alle Kriege und Seuchen die Zahl der Toten nie erhöht haben – es war immer ein Tod pro Mensch.
Natürlich gibt es Tode, die den falschen Zeitpunkt erwischen. Menschen, die zu früh sterben, wo es nicht sein sollte.
Tode, die verhindert werden konnten, durch bessere medizinische Behandlung, durch mehr Verantwortung usw.
Aber letztendlich … was uns am Ende erwartet, ist der kalte Tod.
Der Tod ist abscheulich und beängstigend,
grausam und unnormal.
Leben ist nicht so, wie es sein sollte,
und unsere Trauer im Angesicht des Todes erkennt das an.
Jesus trauerte seinen Freunde
Jesus trauerte seinen Freunde
Dass wir nicht schön über den Tod sprechen können, das wird in der Reaktion von Jesus, als er am Grab von Lazarus, seinem Freund, in Johannes 11 stand.
Jesus kommt nicht zu Maria und Martha, den trauernden Schwestern, und sagt:
„Kopf hoch! Haltet die Ohren steif! Seid stark!“
Nichts dergleichen.
Als Maria zu ihm spricht, heißt es im kürzesten Vers der Bibel:
Johannes 11,35 (BB)
35 Da brach Jesus in Tränen aus.
Er redet nicht – er weint nur.
Und dann, als er zum Grab von Lazarus geht, heißt es so,
Johannes 11,38 (BB)
38 Da wurde Jesus erst recht zornig und ging zum Grab.
Wir könnten sagen: er schnaubte vor Wut
Da ist also Jesus, der Sohn Gottes, der ganz genau wusste, dass er ein großes Wunder tun und seinen Freund von den Toten auferwecken würde.
Man könnte meinen, dass er auf dem Weg zum Grab in sich hineinlächelt und denkt:
„Wartet, bis ihr seht, was ich tun werde! Alles wird gut!“
Stattdessen weint er, trauert, ist wütend.
Wie kann der Schöpfer der Welt über etwas in seiner Welt zornig sein?
Es geht nur, wenn der Tod ein Eindringling ist, der nicht Teil von Gottes ursprünglichem Plan für die Welt und das Leben der Menschen war.
Wir sind nicht zum Sterben bestimmt, sondern zum Leben.
Der Tod ist erstmal ja, ein Schulsspunkt am Ende des Textes.
Die Verharmlosung des Todes in der säkularen und christlichen Kultur.
Die Verharmlosung des Todes in der säkularen und christlichen Kultur.
Deshalb ist es falsch, auf Tod und Trauer mit Gelassenheit zu reagieren.
Davon gibt es übrigens viele Versionen.
Die christliche sieht so aus:
„Ganz ruhig, er ist jetzt beim Herrn. Der Herr wirkt alles zum Guten. Es gibt keinen Grund, zu sehr zu weinen. Natürlich werdet ihr ihn vermissen, aber er ist jetzt im Himmel. Alles, was geschieht, hat seinen Grund.“
Viele Christen vermeiden sogar es auszusprechen, dass jemand gestorben ist: “Die Person ist Heim gegangen” - “Sie ist endlich erlöst worden” usw.
Das mag alles so stimmen. Jesus wusste das auch alles. Er wusste sogar, dass Lazarus auferweckt werden würde und dass dies Teil des Plans des Vaters für sein Wirken war.
Und dennoch trauerte er mit Kummer und Zorn, weil das die angemessene Reaktion auf das Böse und die Unnatürlichkeit des Todes ist.
Die nicht chrisltiche Versin der Verharmlosung des Todes, versuchen eine gewisse Gelassenheit zu fordern:
„Der Tod ist nun mal das Ende. Darüber traurig zu sein hilft überhaupt nichts. Es ist, wie es ist.“
„Er ist einfach ein Teil des Lebens; nichts, wovor man sich fürchten muss. Wir sind immer noch ein Teil des Universums.“
Es gibt die Geschichte von einem Ehepaar, das nicht religiös war. Sie hatten einen siebenjährigen Sohn, dessen dreijähriger Cousin gestorben war.
Also redeten sie mit ihm und versuchten, ihn zu trösten:
„Du merkst, dass der Tod ganz natürlich ist.“
Sie wollten ihm helfen und erklärten:
„Der Tod ist in Ordnung, er ist ganz natürlich. Wenn du stirbst, wandert dein Körper in die Erde und bereichert sie, sodass anderes wachsen kann. Erinnere dich, du hast den König der Löwen gesehen.“
Doch anstatt getröstet zu sein, rannte der kleine Junge aus dem Zimmer und schrie:
„Ich will nicht, dass er Dünger ist!“
Der kleine Junge kam der Sicht Jesu näher als seine Eltern.
Er war traurig.
Der Tod ist nicht richtig.
Die Dinge sind nicht so, wie sie sein sollten.
Gott hat uns für das Leben geschaffen.
Wir sollen trauern
Wir sollen trauern
Wer nicht trauert, verdrängt Gefühle und Schmerzen, die im Laufe der Zeit innerlich kaputt machen.
Trauer ist die natürliche Reaktion auf Verluste.
Sie hilft uns:
den Verlust zu begreifen und zu akzeptieren.
Gefühle einzuordnen und neue Bedeutungen für den Alltag zu finden.
Durch das Zulassen von Gefühlen wie Traurigkeit, Wut oder Verzweiflung können wir emotionalen Druck abbauen.
Unterdrückte Trauer kann sich negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken, während das Ausleben dieser Emotionen heilend wirken kann.
In der Trauer hinterfragen wir oft unsere Werte, Beziehungen und Prioritäten. Sie kann uns helfen, unser Leben neu auszurichten und bewusster zu leben.
Trauer verbindet uns mit anderen Menschen, die ebenfalls betroffen sind.
Trauer hilft uns mit der Zeit, zu Erinnern und Gedenken, ohne im Leid immer wieder zu versinken.
Trauer ist nicht das Problem. Sie ist notwendig.
Trauer muss man annehmen. Sie ist nichts negatives. Ich kann nicht ändern, dass jemand gestorben ist.
Ich kann damit lernen umzugehen.
Matthäus 5,4 (BB)
4 Glückselig sind die, die trauern.
Denn sie werden getröstet werden.
Dieser Vers aus den Seligpreisungen verspricht, dass Gott diejenigen tröstet, die trauern.
Die eigene Endlichkeit
Die eigene Endlichkeit
Aber nicht nur das … hinzu kommt die Auseinandersetzung mit der eigene Endlichkeit - die Tatsache, dass ich auch sterben werde.
Und mich dafür vorzubereiten.
Psalm 90,12 (BB)
12 Lass uns begreifen, welche Zeit wir zum Leben haben – damit wir klug werden und es vernünftig gestalten.
3) Die christliche Hoffnung:
3) Die christliche Hoffnung:
Es ist definitiv richtig zu trauern, aber – so Paulus – mit Hoffnung.
Wie wir gesehen haben, ist das Verdrängen von Trauer und Empörung über den Tod nicht nur schlecht für unsere Psyche, sondern auch für unsere Menschlichkeit.
Aber die Wut und die Traurigkeit kann uns auch entmenschlichen und bitter und hart machen.
Das bedeutet, wir brauchen auch eine Hoffnung, die auf unsere Trauer einwirkt.
Und hier schenkt uns der Glaube an Jesus Christus den besten Impfstoff -
Die Hoffnung auf das Ewige Leben.
Wenn der Tod ein Schlusspunkt ist. Ist er nur den Schlusspunkt eines Kapitels, nicht des Buches.
Das ewige Leben ist mehr als endlos leben.
Das ewige Leben ist mehr als endlos leben.
Die Formulierung “Ewiges Leben” ist in der Bibel vielmehr ein Qualität-Begriff. Es geht nicht um die Zeitdauer des Lebens, sondern um ein Leben in einer Bestimmte Qualität.
Ein vollkommenes Leben.
Und diese Qualität wird uns versprochen, in der Beziehung zu Gott in Jesus Christus.
Johannes 17,3 (BB)
3 Darin aber besteht das ewige Leben: dich zu erkennen, den einzig wahren Gott, und den, den du gesandt hast, Jesus Christus.
Das ewige Leben, und alles was dieses Leben beinhaltet, (Liebe, Freude, Annahme, Frieden usw.) stückweise im hier und jetzt, wenn wir beginnen unser Leben nach Gottes Wille zu richten.
Gott will uns von der Angst des Todes befreien
Gott will uns von der Angst des Todes befreien
Hebräer 2,10 (BB)
10 Gott will viele Kinder in seine Herrlichkeit bringen. Deshalb hat er den, der sie zur Rettung führen sollte, durch Leiden zur Vollendung gebracht: Christus. Das war der angemessene Weg für Gott, für den und durch den alles geschaffen ist.
Hebräer 2,14–15 (BB)
14 Weil die Kinder Menschen aus Fleisch und Blut sind, wurde auch Jesus ein Mensch wie sie. Denn er sollte durch seinen Tod den vernichten, der Macht über den Tod hat. Das ist der Teufel.
15 Und er sollte die Menschen aus der Angst vor dem Tod befreien. Diese Angst hielt sie ihr Leben lang in Sklaverei.
An einer andere Stelle steht: Der Tod konnte ihn nicht fest halten.
Durch den Tod Jesu sind wir von Sünde und Tod befreit und haben Anteil an seiner Auferstehung.
Der Tod hat nicht das letzte Wort
Der Tod hat nicht das letzte Wort
So dass, wenn unser Tod kommt … haben wir die Verheißung, dass Gott uns nicht in den Tod liegen lassen wird, sondern, dass er uns Auferwecken wird … dieses Ewiges Leben in Vollkommenheit erleben werden.
1. Thessalonicher 4,13–14 (BB)
13 Brüder und Schwestern, wir wollen euch nicht darüber in Unkenntnis lassen, was mit den Verstorbenen geschieht. Denn ihr sollt nicht um sie trauern wie die anderen, die keine Hoffnung haben.
14 Wir sind doch davon überzeugt, dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Ebenso gewiss wird Gott die Verstorbenen durch Jesus und gemeinsam mit ihm aus dem Tod herausführen.
2. Korinther 4,14 (BB)
14 Wir wissen ja: Gott hat Jesus, den Herrn, auferweckt. Er wird auch uns gemeinsam mit Jesus auferwecken und zusammen mit euch vor sich treten lassen.
Jesus hat den Tod besiegt, und wir werden an seiner Auferstehung teilhaben.
Das ist der Grund der Hoffnung.
Und diese Hoffnung ist von einige Dinge gekennzeichnet:
A) Hoffnung auf Beziehungen in vollkommener Liebe
A) Hoffnung auf Beziehungen in vollkommener Liebe
Manche Religionen sagen:
„Ja, es gibt Leben nach dem Tod, aber man verliert sein persönliches Bewusstsein. Du verlierst dein Gefühl der Individualität, das ohnehin eine Illusion war. Du bist wie ein Tropfen, der in den Ozean zurückkehrt: Du bleibst kein Tropfen, sondern wirst einfach ein Teil der Allseele. Nach dem Tod gibt es kein Du und kein Ich mehr, sondern du lebst als Teil des Universums weiter.“
Unsere Hoffnung ist aber persönlich.
Die Beschreibungen in der Bibel über das neue Leben in der Auferstehung weisen aber immer darauf hin, dass jeder von uns die eigene Identität bewahren wird, dass wir uns selbst und anderen Menschen erkennen werden.
2. Korinther 4,14 (BB)
14 Wir wissen ja: Gott hat Jesus, den Herrn, auferweckt. Er wird auch uns gemeinsam mit Jesus auferwecken und zusammen mit euch vor sich treten lassen.
Beachte die Betonung: „zusammen mit euch“.
Wir werden mit den Menschen zusammen sein, die wir verloren haben. Und wir werden für immer „bei ihm sein“, mit Gott zusammen sein.
Das sind Worte, die von persönlichen Beziehungen sprechen – vollkommene Beziehungen der Liebe, die ewig bestehen.
13 Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei. Doch am größten von ihnen ist die Liebe.
In der Ewigkeit bleibt vor allem die Liebe, die Gott zu uns hat.
Und noch mehr: Wir selbst werden Liebe von uns aus in vollkommenheit erfahren:
Jonathan Edwards sagte ein mal, dass das größte Glück, das wir kennen können, darin besteht, von einem anderen Menschen geliebt zu werden,
Unsere gefallene Menschheit ist noch nicht in der Lage, bedienguslos vollkommen zu lieben und liebe zu erfahren. Er meint, dass selbst die größten Liebesbeziehungen wie ein Rohr sind, das so verstopft ist, dass nur wenig Wasser (Liebe) hindurchkommt.
In der Neue Welt Gottes aber, werden alle diese „Verstopfungen“ beseitigt sein und die Liebe, die wir erfahren werden, wird unendlich und unfassbar größer sein als alles, was wir hier kennen.
Heute verstecken wir uns hinter Fassaden, aus Angst, zurückgewiesen zu werden. Unsere Liebe ist voller Egoismus und Neid.
In der Ewigkeit wird die Liebe vollkommen sein.
Die Christliche Hoffnung richtet sich auf eine persönliche Zukunft mit Beziehungen voller Liebe.
B) Hoffnung auf einen vollkommenen physischen Leib und die Vereinigung von Himmel und Erde
B) Hoffnung auf einen vollkommenen physischen Leib und die Vereinigung von Himmel und Erde
Unsere Hoffnung ist auch physisch.
Paulus sagt nicht nur, dass wir nach dem Tod weiter leben werde, sondern dass die Toten auferstehen werden.
Ja, wir glauben, dass unsere Seele in den Himmel kommt, wenn wir sterben. Aber das ist nicht der Höhepunkt unserer Erlösung:
Am Ende von allem werden wir einen neuen Leib bekommen. Wir werden auferweckt, wie Jesus auferweckt wurde.
Philipper 3,21 (BB)
21 Er wird unseren unansehnlichen Leib verwandeln, sodass er seinem eigenen Leib gleicht. An diesem Leib wird die Herrlichkeit Gottes sichtbar. …
Einen neuen Leib … wie Jesus.
Erinnern wir uns, dass der Auferstandene, als er seinen Jüngern begegnet, sehr deutlich macht, dass er aus Fleisch und Blut ist und kein Geist.
Zum Beweis isst er vor ihren Augen (Lukas 24,37-43).
Er erklärt ihnen, dass der christliche Glaube im Gegensatz zu allen anderen großen Religionen keine rein geistige Zukunft verheißt, sondern einen erneuerten Himmel und eine erneuerte Erde, eine vollkommene physische Welt, in der alles Leid und alle Tränen, Krankheit, Böses, Ungerechtigkeit und Tod beseitigt sind.
Wir werden in der neuen Welt Gottes nicht wie Gespenster schweben.
Wir werden gehen, essen, umarmen und umarmt werden. Wir werden lieben. Wir werden singen, denn wir werden Stimmbänder haben. Wir werden arbeiten und genießen.
C) Hoffnung auf die vollkommene Gegenwart Gottes
C) Hoffnung auf die vollkommene Gegenwart Gottes
Die stärkste Betonung des Ewigen Lebens liegt darauf, dass wir „für immer bei ihm [dem Herrn] sein“ werden (1. Thessalonicher 4,17).
1. Korinther 13,12 (BB)
12 Denn jetzt sehen wir nur ein rätselhaftes Spiegelbild. Aber dann sehen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke. Aber dann werde ich vollständig erkennen, so wie Gott mich schon jetzt vollständig kennt.
Das heißt, wir werden in vollkommener Gemeinschaft mit Gott leben, wir werden den Herrn (V. 16) von Angesicht zu Angesicht sehen.
Ihm erkennen, wie er uns kennt.
Eine gewisse Hoffnung
Eine gewisse Hoffnung
Andere Religionen glauben zwar auch an ein Leben nach dem Tod, aber es gibt keine Gewissheit geben, dass ein Mensch tugendhaft genug ist, um im nächsten Leben eine gute Existenz zu verdienen.
Christus übernimmt diese Verantwortung aber auf sich selbst…
14 Wir sind doch davon überzeugt, dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Ebenso gewiss wird Gott die Verstorbenen durch Jesus und gemeinsam mit ihm aus dem Tod herausführen.
Was redet Paulus da?
Der Lohn der Sünde ist der Tod (Römer 6,23) – das ist es, was wir verdient haben.
Als Jesus die Schuld der Sünde mit seinem Tod vollständig beglichen hatte, wurde er auferweckt.
Das Böse und der Tod hatten keinen Anspruch mehr auf ihn. Das gilt auch für uns, wenn wir an ihn glauben.
MAIN POINT
MAIN POINT
Der Glaube an Jesus bringt uns die Gewissheit im Geist, dass wir den Tod auch überwinden werden, wenn wir sterben.
Nicht weil wir es verdient haben, sondern weil wir ihm vertrauen.
Eine Gewissheit des Glaubens in uns, die unsere Herzen beruhigen wird - als ein Geschenkt und Werk des Geistes in uns.
Nur können wir Trauer und Tod begegnen, ohne Angst.
Warum ist das wichtig?
Warum ist das wichtig?
Gott spricht zu dir und zu mir: alles ist vergänglich, außer meiner Liebe.
Noch nicht einmal der Tod.
Vertraue mir. Ich will dir ewiges vollkommenes Leben geben.
Das ist eine kleine Beschreibung, der Hoffnung, die wir in Jesus haben dürfen.
deshalb … wenn wir trauern … können und müssen wir trauern.
das ist eine Seite.
Wir dürfen aber gleichzeitig Zuversicht/Hoffnung haben.
DU
DU
Was kannst du nun dagegen/dafür tun? Eine Herausforderung/Anwendung auf persönlicher Ebene.
3) Hoffnungsvoll trauern:
3) Hoffnungsvoll trauern:
Paulus sagt weder:
„Habt Hoffnung, anstatt zu trauern!“,
noch:
„Der Tod ist nur schrecklich, also weint und trauert einfach.“
Stattdessen sagt er, dass Christen einerseits intensiv trauern können und müssen, andererseits aber auch Hoffnung haben -
Es ist eine Kombination von zwei Extremen.
Trauer allein kann kann uns verbittern, unser Leben eintrüben und die Freude ersticken, wenn wir sie nicht mit Hoffnung würzen.
Nur Hoffnung und den Tod nur schön reden, kann uns auch entmenschlichen und unerträglich stolz machen.
Wir müssen beide kombinieren.
Der Tod setzt einen Schlusspunkt. Das ist aber nicht das Ende. IN Christus haben wir die Hoffnung, dass ein neues Kapitel geschrieben wird.
Ein neues Kapitel ohne Sünde, Ohne Einschränkungen … in der Vollkommenheit des Leben in Gottes Gegenwart.
Gedenken an Trauernde
Gedenken an Trauernde
Eine gemeinsame Vision/Ziel anbieten.
Wie würde unser Leben, unsere Kirche und sogar unsere Welt aussehen, wenn wir nun das was Gott uns sagt anwenden?.
Veränderung inspirieren.
Wir wollen nun eine Zeit des Gedenkens und Erinnern haben.
Dazu wollen wir ein Lied singen, die Musikgruppe kann schon bitte nach vorne kommen
In den Meisten Kirchen ist es Tradition, dass man Kerzen angezündet werden, als ein Symbol der Trauer und der Hoffnung.
Dies wollen wir tun in Gedenken an die trauernden Familien des letzen Jahres:
Familie Hein
Familie Streibel
Familie Böker
Familie Thiel/Gebauer
…
„Gott ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.“
In der Trauer nähen uns zu Gott, der uns trösten und erlösen will.
Wir werden nun ein Lied singen, das unsere Hoffnung bestärkt.
Ich möchte dich einladen: wenn du vielleicht nun persönlich aktiv sein willst… um Trauer und Hoffnung symbolisch darzustellen …
während wir singen,
hier nach vorne zu kommen, und eine Kerze anzuzünden.
Nicht nur für diejenigen, die in dem letzten Jahr jemanden verloren haben.
Sondern, für diejenigen, die schon seit eine Weile jemanden verloren haben aber die Trauer, die Last des Verlust noch präsent ist … Du darfst auch kommen und eine Kerze anzünden als Zeichen der Hoffnung.
Und auch … wenn du heute dich ganz neu bewusst gemacht hast … was für eine Hoffnung Jesus Christus dich anbietet …
und du dein Leben Gott neu anvertrauen willst …
du kannst auch gerne kommen, eine Kerze anzünden, als ein Zeichen der Hoffnung auf das ewige Leben, das in deinem Herzen neu geworden ist, woran du dich festhalten möchtest.
