1Kor 16 Ein erschütterndes Postskriptum: Jesus kommt! Segen oder Fluch?

1.Korinther  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
0 ratings
· 25 views

regelmäßiges Opfern gegenseitigen Vertrauen verantwortliches Entscheiden wachen, mutig und stark sein, Liebe üben dienen im Team den anderen anerkennen

Notes
Transcript
Oskar Schindler war ein Schürzenjäger und ein starker Trinker. Er bestach Beamte und war Mitglied der NSDAP. Doch tief in seinem Herzen hatte er Mitleid mit den zum Tode bestimmten polnischen Juden in Krakau.
Schindler wollte die Menschen retten, die Hitler umbringen wollte. Er konnte sie nicht alle retten, aber einige wenige, und er tat, was er konnte. Was als Gewinn bringende Fabrik begann, wurde zum Zufluchtsort für elfhundert Glückliche, deren Namen auf seine Liste — Schindlers Liste — eingetragen wurden.
Aber mit der Niederlage der Nazis war die Zeit abgelaufen. Die Rollen wurden vertauscht. Jetzt wurde Schindler gejagt und die Gefangenen wurden frei. Oskar Schindler musste verschwinden.
Als er zu seinem Auto geht, stehen die Fabrikarbeiter auf beiden Seiten der Straße Spalier. Sie sind gekommen, um dem Mann zu danken, der sie gerettet hat. Einer der Juden übergibt Schindler einen Brief, der von jeder Person unterschrieben wurde, und einen Ring, der aus dem Gold geschmiedet war, das dem Zahn eines Arbeiters entnommen war. Darauf ist ein Vers aus dem Talmud eingraviert: »Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.«
Schindler wendet sich an Isaac Stern, den Vorarbeiter der Fabrik, und sagt etwas so leise, dass Stern ihn bittet, es zu wiederholen. Er tut es. »Ich hätte mehr tun können«, sagt er und zeigt auf ein Auto, das er hätte verkaufen können. »Damit hätte man zehn Gefangene freikaufen können.« Mit der goldenen Nadel an seinem Revers hätte er einen Beamten bestechen können, zwei weitere freizulassen.
Der Profit ist vergessen. Die Fabrik zählt nicht mehr. Nur eines zählt Menschen.

Einleitung

Warum erzähle ich diese Geschichte, wenn wir heute das letzte Kapitel im 1.Korintherbrief aufschlagen? Weil der Brief mit einem erschütternden Postskriptum endet, den ich als Überschrift über meine Predigt setzen möchte!
1. Korinther 16,22–24 (LU17)
Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, der sei verflucht. Maranata!
Ich möchte den heutigen Text vom Ende her lesen, den Paulus hier mit der Hand ergänzt hat.
Maranatha! Unser Herr komm!
Glaubst du das?
Wer schon mal auf Youtube unterwegs ist, der liest ständig die werbende Überschrift: “Das ändert alles!
Wenn Jesus wirklich heute noch wiederkommen kann,
… dann sollte das nicht etwas, sondern wirklich alles ändern!
… dann wertet das alles - wirklich alles - neu ein.
Der heutige Text enthält eine Sammlung verschiedener Themen, die ich unter der Überschrift: “Wollen wir wirklich Diener sein?” zusammenfassen möchte.
Dabei fällt mir immer das Beispiel der Thessalonicher ein: Sie waren über die Gemeindegrenzen hinaus dafür bekannt, zu wachen (also Jesu Wiederkommen zu erwarten) und zu dienen (1Thess 1,9-10).
Lasst uns davon in Frage stellen: Wollen wir wirklich Diener sein?
Ihm Opfer bringen?
uns gegenseitig vertrauen?
im Dienst Entscheidungen treffen?
wachsam, mutig und stark sein?
andere Diener achten und anerkennen?
als Diener im Team arbeiten?
Text lesen: 1Kor 16
Überschriften: Dienen bedeutet oder Lebendige Gemeinschaft bedeutet

1. Dienen bedeutet Opfer bringen

Wir lesen
1. Korinther 16,1–2 LU17
Was aber die Sammlung für die Heiligen angeht: Wie ich den Gemeinden in Galatien geboten habe, so sollt auch ihr tun! An jedem ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, so viel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme.
Das Letzte, was sich an einem Menschen bekehrt, ist sein Geldbeutel.
In diesem 1.Korinther-Brief antwortet Paulus hier das vorletzte Mal auf eine Frage der Gemeinde. Diese Verse werden immer mit dem gleichen Wort eingeleitet: In der Lutherübersetzung mit “Was aber” oder “Was nun”.
Das Opfern scheint ein echtes Problem in Korinth gewesen zu sein. In seinem sog. 2. Korintherbrief schreibt er dazu zwei ganze Kapitel (2Kor 8-9).
Was sagt unser Text über das Opfern?

a) Wir sollen regelmäßig opfern.

Das Opfer sollte immer Sonntags eingesammelt werden.
Damit wird eine Botschaft transportiert: Anbetung und Opfern gehören zusammen:
Hebräer 13,15–16 LU17
So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.
Das hatte aber auch einen praktischen Aspekt: Das Opfern geschah regelmäßig. In einer Zeit, in der viele Menschen vielleicht sogar täglich bezahlt wurden, sammelte die Gemeinde das Opfer wöchentlich ein. Heute ist das vielleicht der Dauerauftrag kurz nach dem Gehaltseingang.

b) wir sollen geplant opfern.

Das Opfer ist kein Trinkgeld, bei dem man das Kleingeld, das man in der Tasche hat, oder das Geld, das man am Ende des Monats noch hat, abgibt. Gott steht an erster Stelle.
Wir sollten das geben, was richtig ist, nicht das, was übrig ist.
Also gib, wenn du deinen Lohn bekommen hast!

c) Jeder soll gemäß seinen Möglichkeiten opfern.

Jeder, d.h. ohne Ausnahme.
In der Gemeinde, in der ich zum Glauben kam, herrschte die Sitte, zwischen Mitgliederbeitrag und Opfer zu unterscheiden. Der Mitgliederbeitrag wurde auf einer Karte verzeichnet. Da ich damals noch Schüler war, gab ich jeden Monat 5 Mark.
Es geht nicht um den absoluten Umfang, sondern um deine Möglichkeiten. vgl. das Scherflein der Witwe.
Ich möchte daher alle ermutigen, regelmäßig und entsprechend seiner Möglichkeiten zu geben. Ich kann euch versprechen:
Es ist einfacher von wenig seinen Zehnten zu geben als von viel. Deshalb wollen wir rechtzeitig beginnen, uns ein regelmäßiges Opfer anzugewöhnen.
Gott segnet den Geber, denn er lässt sich nichts schenken.

d) ein abschließender Gedanke:

Als David für den Tempelbau sammelte, kam eine erkleckliche Summe zusammen. Das hat ihn zu folgender Feststellung veranlasst:
1. Chronik 29,14 LU17
Denn was bin ich? Was ist mein Volk, dass wir freiwillig so viel zu geben vermochten? Von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dir’s gegeben.
Alles kommt von Gott und wenn wir spenden oder sogar opfern (beachte den Unterschied!), dann geben wir nur ein kleines Bisschen davon zurück!
Habt ihr schon mal von der Inflation 1923 gelesen? Wie die Menschen mit großen Geldbündeln nur einen Laib Brot kaufen konnten? Geld war nichts mehr wert! Die Inflation änderte alles!
Wenn Paulus am Ende darauf verweist, dass unser Herr wiederkommt:
Wie wird er deinen und meinen Umgang mit dem Geld bewerten?
Welchen Wert hat dann noch unser Erspartes?
Schindler: Welchen das Auto?
Welchen der Schmuck?
Umgekehrt: Welchen Wert hat es, wenn wir mit unserem Opfer, z.B. für die Mission, helfen, dass noch mehr Menschen für die Ewigkeit gerettet werden?

2. Dienen bedeutet gegenseitig vertrauen

1. Korinther 16,3–4 LU17
Wenn ich aber gekommen bin, will ich die, die ihr für bewährt haltet, mit Briefen senden, dass sie eure Gabe nach Jerusalem bringen. Wenn es aber die Mühe lohnt, dass auch ich hinreise, sollen sie mit mir reisen.
Es scheint fast so, als fehlte den Korinther das Vertrauen, Paulus alleine mit der Kohle losziehen zu lassen. So überlässt er den Korinther die Auswahl der Geldboten.
Ich hörte von einer Gemeinde, in der der Kassierer in Anbetracht einer bevorstehenden Prüfung das Kassenbuch im Klo versenkte.

3. Dienen bedeutet gegenseitig ermutigen!

Umgekehrt bei Timotheus
1. Korinther 16,10–12 LU17
10 Wenn Timotheus kommt, so seht zu, dass er ohne Furcht bei euch sein kann; denn er treibt das Werk des Herrn wie ich. 11 Dass ihn nur nicht jemand verachte! Geleitet ihn aber in Frieden, dass er zu mir komme; denn ich warte auf ihn mit den Brüdern. 12 Von Apollos, dem Bruder, aber sollt ihr wissen, dass ich ihn immer wieder gebeten habe, mit den Brüdern zu euch zu kommen; aber es war durchaus nicht sein Wille, jetzt zu kommen; er wird aber kommen, wenn es ihm gelegen sein wird.
Timotheus ist der intimste Vertraute von Paulus. Er war ein junger Mann und offensichtlich nicht mit so umfangreicher natürlicher Autorität ausgestattet wie der Paulus. Deshalb stand er in der Gefahr, von den Korinthern, die auf tolle Redner abfuhren, verachtet zu werden.
Paulus betont:
1. Korinther 16,10 (LU17)
…er treibt das Werk des Herrn wie ich.
Nun, er trieb das Werk des Herrn nicht in der gleichen Weise wie Paulus, aber mit dem gleichen Enthusiasmus und mit den speziellen Gaben, die der Herr ihm gegeben hat.
Offensichtlich hatte Paulus Angst, dass die Korinther Timotheus in seinem Dienst entmutigen. Ich glaube, da können wir etwas von lernen:
Paulus vertraute dem viel jüngeren Timotheus. Er war für ihn ein Freund und Mitstreiter am Werk des Herrn, dem er lange Briefe schrieb! Viele von uns werden es als ermutigend empfinden, dass Gott
nicht nur Menschen wie Paulus gebraucht - selbstbewusst, durchsetzungsfähig, kühn, robust -
sondern auch Menschen wie Timotheus, die eher sensibel, sanft und harmonisch erscheinen.
Wie befremdlich: Offensichtlich musste Timotheus Angst vor den Geschwistern haben! Wirklich kein gutes Zeugnis für die Gemeinde!
Wer meine persönliche Geschichte vor dieser Gemeinde kennt, weiß wie wichtig mir das Thema gegenseitigen Vertrauens ist. Sich aufeinander verlassen können - das ist ein Wert, der mir sehr wichtig ist. Ich glaube, das ist auch ein Thema für unsere Gemeinde!
Maranatha - unser Herr komm! Wir verbringen mit unseren Geschwistern eine Ewigkeit, wollen wir nicht jetzt schon vertrauensvoll mit ihnen umgehen? Den anderen ermutigen, sich mit seinen Gaben für das Reich Gottes einzusetzen?
Wir wollen uns gegenseitigen zum Dienst ermutigen! So unterschiedlich wir auch sind. Jeder hat Gaben und soll in der Gabe, die Gott ihm gegeben hat, dienen.

4. Dienen bedeutet verantwortlich Entscheidungen zu treffen

Paulus ist viel gereist und hat sich vom Geist leiten und manchmal auch hindern lassen (Apg 16,6-10).
Wovon macht Paulus eigentlich seine Pläne abhängig?
Paulus macht fleissig Pläne (wie unfromm!), aber lässt sich durch Gottes Gelegenheiten leiten!
Er wusste immer, dass Gott jederzeit eingreifen und Änderungen vornehmen konnte.
Insbesondere die jüngeren Leute stellen die Weichen in ihrem Leben: Berufswahl, Partnerwahl, Wohnort, vielleicht sogar vollzeitlicher Dienst. Bestimmt ringt ihr im Gebet um Gottes Willen - ich sprach bereits in der Predigt “Gott gefallen? Aber Ehrensache!” darüber.
Wer es sich leicht machen möchte, trifft hierbei keine EntscheidungKonsequenzen wird es aber dennoch geben.
Aber nachdem wir alles in unserer Macht Stehende getan haben, um die Führung des Herrn zu erkennen, müssen wir uns beherzt entscheiden, handeln und dem Herrn alles andere überlassen.
Beispiel Josua
Als Josua zum Volk Israel sprach, legte er ihnen zwei Optionen vor.
Josua 24,15 LU17
Gefällt es euch aber nicht, dem Herrn zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben jenseits des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.
Die gleiche Entscheidung müssen wir auch treffen - was immer auch dein Götze sein mag!
Es geht also um deine bewusste Entscheidung, Gott zu dienen! Die konkrete Ausgestaltung können wir Gottes Führung überlassen.
Beispiel Elia
Elia sprach am Berg Karmel zum Volk lautstark:
1. Könige 18,21 (LU17)
Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der Herr Gott, so wandelt ihm nach, ist’s aber Baal, so wandelt ihm nach.
Gott kritisierte das Volk Israel durch seinen Propheten wegen ihrer Unentschlossenheit und ihrer fehlenden Hinwendung zu ihm. Was dann folgte, muss Gott wie einen Schlag ins Gesicht empfunden haben. Kurz und nüchtern berichtet uns die Bibel:
1. Könige 18,21 (LU17)
…Und das Volk antwortete ihm nichts.
Wenn wir Gott um deutlichere Zeichen bitten und sein sichtbares Eingreifen wie einen “Wink mit dem Zaunpfahl” erbeten, dann mag sich dahinter auch der Wunsch nach mehr Absicherung und weniger Verantwortung verbergen oder eben gerade der Unwille, SEINEN Willen zu tun!
Gott will, dass wir mutig Entscheidungen treffen und die Verantwortung für die Konsequenzen übernehmen.
1. Korinther 16,9 LU17
Denn mir ist eine große Tür aufgetan zu reichem Wirken; es gibt aber auch viele Widersacher.
Bei Paulus war es nicht nur eine Tür, die für die Arbeit offen war, es war eine großes Tor. Doch neben den Möglichkeiten gab es auch Verfolgung. Paulus war damals in Ephesus, wo es sowohl Kämpfe als auch Segen gab; aber er schaute im Glauben auf die Möglichkeiten, nicht auf die Kämpfe!
Wenn der Herr dir eine Tür öffnet, d. h. du eine Möglichkeit siehst, dem Herrn zu dienen, dann sieht der Teufel das auch.
Deshalb wird er all seine Kräfte einsetzen, um dir zu widerstehen. Dazu gebraucht er auch Menschen, die dich an deinem Dienst hindern wollen. Lass dich dadurch nicht ent-mutigen, sondern gerade er-mutigen.
Dienen bedeutet Entscheidungen zu treffen. Die Erwartung unseres wiederkommenden Herrn sollte uns helfen, darin mutig zu sein! Sein Wiederkommen wertet alles neu ein!

5. Dienen bedeutet wachen, mutig und stark sein

1. Korinther 16,13 LU17
Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark!

Wachsam sein

Was ist das Gegenteil von Wachsamkeit? Lässigkeit. Schläfrigkeit. Nicht vorbereitet sein.
Wir denken an das Gleichnis von den Jungfrauen. Die einen erwarteten den Bräutigam und bereiteten sich vor, ihm zu dienen, die anderen schliefen.
Am Ende des Gleichnisses heißt es:
Matthäus 25,13 LU17
Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.
Wer dient, erlebt, wie der Teufel sich auf den Weg macht (wie ein brüllender Löwe). Wer nicht dient, den lässt der Teufel laufen.
Achten wir darauf, wo der Teufel sich einschleicht. Alles das hatten die Korinther erlebt:
Spaltungen (1Kor 1,10-17; 11,18),
Stolz (1Kor 3,18-21), (“wer meint, weise zu sein”)
Sünde (1Kor 5,1-8),
Unordnung (1Kor 14,40) oder
falsche Theologie (1Kor 15,12).
Und ist das alles auch nicht fremd. Darum:

Steh zu dem, was du glaubst (1Kor 15,1-2).

Hinweis: Dazu musst du die Glaubenslehren natürlich kennen. Nicht jeder muss ein Lehrer sein, aber die Grundlagen unseres Glaubens sollten wir schon von der Bibel her erklären können. Das heißt “fest stehen”.

Sei mutig:

Nenne Sünde und falsche Lehre beim Namen!
Für mutig kann man auch männlich übersetzen oder etwas moderner: “Handelt wie Erwachsene"! Die Korinther verhielten sich wie kleine Kinder.
Wie sehr brauchen wir diese Ermahnung heute?
1Kor 16,13 (Wacht, steht, seid mutig und stark!) klingt wie eine militärische Befehlsfolge. Und vielleicht ist die Gemeinde auch ein Stück weit eine Armee. Eine Armee Gottes.
Wo fehlt uns als Gemeinde die Disziplin und Reife einer Armee? Ja manches mal auch an einem gewissen Maß an Ernsthaftigkeit?

Sei stark

mit der Kraft, die der Heilige Geist verleiht. Zieht die Waffenrüstung Gottes an! Es fehlt die Zeit, das hier näher zu betrachten:
Gürtel der Wahrheit
Panzer der Gerechtigkeit
Schuhe des Evangeliums
Schild des Glaubens
Helm des Heils
Schwert des Geistes
Maranatha - unser Herr komm. Wie sehr schwingt dieses Ziel im “Wachet, seid mutig und stark” mit?!

6. Dienen aus Liebe nicht aus Pflicht!

1. Korinther 16,14 LU17
Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!
Erinnert ihr euch noch? Das ist die diesjährige Jahreslosung!
Wir sollen alles mit Liebe tun (1Kor 13,1-13), denn ohne Liebe ist alles hochmütige Lärmmacherei.
Wir lesen im Hauskreis jetzt den 1Thess-Brief.
1. Thessalonicher 2,8 NGÜ NT+PS
so sehr hatten wir euch ins Herz geschlossen. Ihr wart uns so lieb geworden, dass wir mit ebenso viel Freude, wie wir euch das Evangelium weitergaben, auch unser ganzes Leben mit euch teilten.
Da spürt man die Liebe des Paulus zu der Gemeinde und umgekehrt. Bei den Korinthern ist das mit der Liebe nicht so einfach. Man liest zwischen den Zeilen von Neid und Missgunst. Aber ist das bei uns so anders?
Vielleicht merken wir, dass uns dieses letzte Kapitel mehr als einmal in die Buße treibt!
Maranatha - unser Herr komm. Wie wollen wir ihm begegnen?

7. Dienen ist Dienstgemeinschaft

Wie wichtig sind bedeutsame Beziehungen in der Gemeinde! Dem Herrn zu dienen bedeutet ganz konkret, den Geschwistern zu dienen.
Da sind so unterschiedliche Menschen, die allesamt den Herrn dienen:
Da ist ein Stephanas. Er hatte scheinbar kein offizielles Amt als Ältester, Apostel oder etwas dergleichen. Aber aufgrund seiner Lebensführung konnte Paulus die Korinther ermahnen, sich ihm unterzuordnen. Er führte durch sein Vorbild.
Ein junger, vielleicht etwas ängstlicher Timotheus.
Ein Apollos, der einen wertvollen Dienst tat, auch wenn er offensichtlich nicht bereit war, sich dem Willen des Paulus unterzuordnen.
Ein couragiertes Ehepaar Aquila und Priscilla. 6x werden sie im NT erwähnt - immer positiv.
als gastfrei - sie nahmen in Korinth Paulus auf Apg 18,1-3.
bis Ephesus begleiteten sie Paulus, um dort für die Gemeindearbeit zurückzubleiben Apg 18,18-19.
Sie sahen in Apollos keine Konkurrenz, sondern einen begabten Bruder, den es zu schulen galt, weil ihm wesentliche Teile der biblischen Lehre fehlten Apg 18,26.
Sie waren mutige Geschwister, die bereit waren, für Paulus den Hals hinzuhalten Röm 16,3-4.
Gläubige, die regelmäßig die Gemeinde in ihrem Haus versammelten 1Kor 16,19.
Am Ende vieler Briefe blitzt das Netzwerk von Paulus auf (in Röm 16 sind es ganze 16 Verse!).
Lasst uns gemeinsam im Team dienen - nicht als Einzelkämpfer! Die anderen mitnehmen, auch wenn sie so anders sind!
Wenn unser Herr kommt, haben wir auch keinen Einzelplatz im Himmel!

Schluss

Paulus schließt den Brief, den er diktiert hat, mit einem handschriftlichen Gruß ab. Und was für einen!
1. Korinther 16,22 LU17
Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, der sei verflucht. Maranata!
In einem einzigen Vers sowohl ein Anathema ("Wer den Herrn nicht liebt, der sei verflucht!") als auch ein Maranatha ("Komm, Herr!"). Beide sind miteinander verbunden.
Für den, der ihn nicht lieb hat, bedeutet sein Kommen Gericht. Ein Fluch. Was ein ernstes Wort. Keiner sollte damit spielen.
Paulus geht wie selbstverständlich davon aus, dass es in der Gemeinde Korinth Menschen gab, die den Herrn nicht lieb hatten. Ob es unter uns solche gibt? Wenn ja, dann entscheide dich heute!
Sei ganz sein oder lass es ganz sein!
Diejenigen, die Jesus lieb haben, er-warten ihn, warten auf ihn und dienen im.
Paulus hat uns in diesem Sammelsurium des letzten Kapitels viele Dienstanweisungen mitgegeben:
regelmäßiges Opfern
gegenseitigen Vertrauen
verantwortliches Entscheiden
wachen, mutig und stark sein,
Liebe üben
dienen im Team
den anderen anerkennen
Johannes 14,21 LU17
Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist’s, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
Welche große Verheißungen liegt auf dem Dienst? Er wird uns lieben und sich uns offenbaren…
Wir starten für die restlichen Adventssonntage eine kleine Reihe “Jesus erwarten”. So war die Predigt heute nicht nur der Abschluss vom 1.Korintherbrief, sondern gleichzeitig der Start für die neue Reihe:
Maranatha! Herr komm!
Amen
Wirkt sich für mich das Wissen, um Jesu Wiederkunft aus? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?
Related Media
See more
Related Sermons
See more
Earn an accredited degree from Redemption Seminary with Logos.