Gott ist nichts unmöglich

Gott ist... (Weihnachts-Edition)  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Engel sind Boten. In der Zeit, als Gottes Sohn Jesus von Maria geboren wurde, brachten diese erstaunliche Botschaften, die auch für uns bedeutsam sind. In allen Fällen schwärmen diese Boten von Gott und seinen unvergleichbaren Eigenschaften. Drei Aussagen sind: Gott ist nichts unmöglich (1.Dez 24) Gott ist mit uns (8. Dez 24) Gott ist alle Ehre! (25. Dez 24) FEG-LuzernSüd www.fegluzernsued.ch/predigt

Notes
Transcript
Handout

Probleme?

Ein junger Mann auf der Baustelle protzt mit seiner Kraft herum. Er verspottet gern vor allem einen der älteren Bauarbeiter.
Nach einer Weile hat der genug von dieser Angeberei und sagt: "Jetzt wollen wir doch mal sehen, ob du tatsächlich so stark bist, wie du denkst. Ich wette einen Wochenlohn mit dir, dass du nicht in der Lage bist, etwas das ich mit der Schubkarre auf die andere Seite der Baustelle fahre, wieder hierher zurück zu karren!"
"Kein Problem", sagte der Kraftprotz, "die Wette gilt!"
Der alte Mann holte die Schubkarre und sagte zu dem Angeber, "Okay, dann setz dich mal in die Schubkarre!"
Es gibt Probleme, die man nicht lösen kann. Unmöglich! Keiner kann sich selbst in einer Schubkarre herumschieben.
Manchem scheinen die wirklichen Probleme dieser Welt auch unlösbar zu sein. Persönliche Finanzprobleme lösen? Unmöglich! Eine Beziehungskrise überwinden? Unmöglich! Kinder zu reifen Erwachsenen erziehen? Unmöglich! Frieden im Nahen Osten? Unmöglich! Die Hungersnöte bewältigen? Unmöglich! Die Ausbreitung der Wüste Sahara stoppen? Unmöglich!
Mein Predigtthema heisst: “Gott ist nichts unmöglich!” Gott ist allmächtig, er hat alle Möglichkeiten, er kann Wunder tun, er kennt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft. Das ist der Gott, wie wir ihn kennen. Wie ihn die Bibel beschreibt. An den wir von Herzen glauben.
Aber stimmt das immer und auf jeden Fall? Könnte man sich nicht manchmal fragen, ob Gott die Kontrolle verloren hat auf dieser Erde. Ob er es noch im Griff hat, wenn so viele Menschen leiden müssen?
Psalm 22,2 (NLB)
Mein Gott, mein Gott! Warum hast du mich verlassen? Warum bist du so fern und hörst meine Hilferufe nicht?
So war das Gefühl der Menschen in Judäa und Galiäa, damals, als das Gebiet von den Römern als Besatzungsmacht kontrolliert war. Wo war der Gott, von dem man erzählt, dass er Israel aus Ägypten befreit hat? Ja, der sogar das rote Meer geteilt hat, damit sein Volk dort durchgehen konnte? Wo war der Gott jetzt, der damals dem David geholfen hat, ein gerechtes Königreich aufzubauen und Frieden zu schaffen im ganzen Gebiet des Nahen Ostens? Wo war diese Kraft Gottes, mit welcher der Prophet Elisa einen Aussätzigen geheilt hat und Brot vermehrt hat, um hungrige Mäuler zu stopfen? Wo waren nun seine Versprechen, dass Israel ein freies, florierendes Volk sein wird, das von einem Messias, einem Retter und Leiter angeführt wird? Hat uns Gott verlassen?
Stellst du dir manchmal auch die Frage: wo ist er denn nun, dieser Gott?! Gibt’s ihn überhaupt? Und wenn ja - warum merke ich nichts von ihm?
Es war um die Zeitenwende unserer Zeitrechnung, als Menschen in Judäa und Galiläa plötzlich wieder besondere Erscheinungen hatten: Engel tauchten auf. Träume mit tiefer Bedeutung wurden erzählt. Die, welche auf die Rettung Israels warteten, bekamen neue Hoffnung: ist Gott doch noch hier? Hat er uns nicht vergessen? Ist ihm tatsächlich nichts unmöglich? Und genau jetzt ereignete sich eine einzigartige Geschichte, die ich euch erzählen will. Eine wahre Geschichte voller Wunder.

Wie Gott eingreift: Biblestory Lukas 1,26-38

Die alte Elisabeth ist bereits im 6.Monat schwanger. Da überbringt der Engel Gabriel in Nazareth einer gewissen Maria einen Gruss - sie war mit dem Davids-Nachkommen Josef verlobt und war noch Jungfrau: “Du bist mit Gnade beschenkt: Der Herr sei mit dir!” Maria, total durcheinander gebracht, hörte die Erklärung: “Hab keine Angst, Maria. Du hast bei Gott Gnade gefunden. Und schau: du wirst bald schwanger und bekommst ein Kind, das du Jesus nennen wirst. Er wird gross und als Sohn des Höchsten bezeichnet. Gott, der Herr, gibt ihm den Thron seines Vorfahren David, er regiert für Ewigkeiten über das Haus Jakobs, ja, sein Reich wird kein Ende haben.”
Maria will wissen, wie sie ohne Geschlechtsverkehr schwanger werden könne. Worauf der Engel antwortet: “Der Heilige Geist kommt über dich, ja, Kraft des Höchsten überschattet dich. Deshalb wird dieses besondere, heilig geborene Kind auch Sohn Gottes genannt werden.” Als Beleg führt er an, dass auch Marias Verwandte, Elisabeth, in ihrem Alter bereits im sechsten Monat schwanger sei, obwohl sie als unfruchtbar galt. Fazit: Gott ist nichts unmöglich!” Maria darauf: “Ich bin die Dienerin des Herrn - es soll mir so ergehen, wie du gesagt hast.
Darauf verlässt sie der Engel.
Soweit die Geschichte. Gott greift ein. Und er tut es nicht mit Fanfaren und Trommelwirbel. Er tut’s bei einer jungen Frau. Unscheinbar in einem Kaff namens Nazaret. Gott zeigt: ich habe einen Plan - und du darfst mir dabei helfen, den umzusetzen. Gott zeigt: ich habe die Kontrolle nicht verloren - ich nehme das Problem höchstpersönlich in Angriff.

Gott: gut und allmächtig?

Wird Gott auch die Probleme dieser Welt in Angriff nehmen? Höchstpersönlich? Kann er auch eingreifen in eine verzwickte, schwierige Lebenssituation - wenn du zum Beispiel deine eigenen Familienmitglieder nicht mehr verstehst und dich abgelehnt fühlst?
Gott ist nichts unmöglich! heisst es. Wörtlich: keine Sache und keine Aussage Gottes wird wirkungslos sein. Nichts, was von Gott kommt, verpufft ohne etwas zu verändern!
Es gibt zwei grosse Anfragen an Gott:
Wenn Gott gut und allmächtig ist, warum gibt es denn so viel Leid und Böses in der Welt?
Wenn Gott schöpferisch und allmächtig ist, warum kann er dann nicht zum Beispiel einen Stein schaffen, den er nicht aufheben kann?
Die zweite Frage ist eine philosophische. Es wird Allmachts-Paradoxon genannt - und die Denker studieren darüber schon viele Jahrhunderte nach. Entweder kann Gott alles schaffen, dann auch einen unhebbaren Stein. Aber dann wäre er nicht über alles stark, sonst könnte er den Stein ja aufheben. Wenn er ihn aber aufhaben kann, dann kann er nicht alles schaffen. C.S. Lewis hat darauf eine gute Antwort: wir können Gott zwar Wunder zuschreiben - aber niemals Unsinn. Und die Sache mit dem unhebbaren Stein, den er heben können muss, ist Unsinn.
Die erste Frage beschäftigt viel mehr Menschen.
Wenn Gott nichts unmöglich ist, warum lässt er das Leid zu? Es wird Theodizee-Frage genannt. Entweder ist er zwar gut, aber nicht allmächtig. Sonst könnte er das Gute durchsetzen. Oder Gott ist zwar allmächtig, aber nicht gut. Er möchte also gar nicht, dass das Böse aus der Welt verschwindet. Oder er ist weder gut noch allmächtig… Aber wenn Gott gut und allmächtig ist, dann müsste er doch das Böse bekämpfen.
Genau darüber spricht der Engel Gabriel ja mit der jungen Maria. Er spricht davon, dass dieses Kind von Gott eine grosse Führungsaufgabe bekommt (Lk 1,31-33):
Lukas 1,31–33 (NLB)
Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus nennen sollst. Er wird groß sein und Sohn des Allerhöchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihn auf den Thron seines Vaters David setzen. Er wird für immer über Israel herrschen, und sein Reich wird niemals untergehen!«
Die Kennzeichen dieses Kindes sind also:
Er ist der Retter (Name “Jesus”)
Er ist gross, bedeutungsvoll
Er ist Sohn des Höchsten
Er erhält den Thron Davids
Er regiert über Israel
Sein Reich breitet sich ohne Ende aus
Das bedeutet: Gott ist gut, denn er sendet seinen Retter und kommt zu seinem Volk. Er hat es nicht vergessen. Und es bedeutet: Gott ist allmächtig, denn Jesus übernimmt Verantwortung, nicht nur für Menschen aus Israel, sondern sein Reich breitet sich über die ganze Erde aus.
Das Reich Gottes - davon hat Jesus später immer wieder gesprochen. Es ist kein Staat, keine Organisation, auch keine Kirche. Gottes Reich ist unsichtbar, aber mitten unter uns. Es ist der Bereich, wo Jesus regiert. Sein Reich - es ist hier, und es breitet sich ohne Ende aus.
Ich spreche dir das also von Herzen zu. Heute und jetzt: Gott ist gut und er ist allmächtig. Gott meint es gut mit dir! Er sieht die Probleme und er will dir darin begegnen. Das Beste, was dir passieren kann, ist nicht, dass das Problem weg ist, sondern dass Gott da mitten hinein kommt.
Gott ist allmächtig. Er hat einen Plan mit deiner Krankheit, mit deinen Herausforderungen in Erziehung oder auf dem Arbeitsplatz. Mit deinem Leiden im Alleinsein usw. Das Beste, was dir passieren kann, ist dass Jesus da mitten hinein kommt. Dass Gottes Reich mitten in deinem Problem anbricht.

Wie kann Gott eingreifen?

Das ist allerdings die Frage. Maria hat diese Frage auch gestellt: wie kann das geschehen? Die Antwort:
Lukas 1,35 (NLB)
Der Engel antwortete: »Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Macht des Allerhöchsten wird dich überschatten. Deshalb wird das Kind, das du gebären wirst, heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Was heisst das: “er wird über dich kommen”? Jemand von aussen beeinflusst mit Autorität/Kraft eine Person oder Gruppe derart, dass diese eine markante Veränderung ihrer Umstände erlebt. Wenn Gottes Geist über dich kommt, dir begegnet, dann wird dich das nicht unverändert lassen. So war es bei Maria. So ist es auch heute.
Was bedeutet “überschattet werden”? Ein herrliches, wohlwollendes, überwältigendes Erfüllt- und Durchdrungenwerden mit der Kraft von Gottes Herrlichkeit. Wenn du von Gottes Kraft überschattet wirst, dann legt sich eine angenehme Schwere auf dich oder ein überwältigt sein von Schönheit und Freude. Es ist, wie wenn Gott selbst bei dir Wohnung nimmt.
Mein Fazit:
Was Gott verspricht, das tut er auch
Er sendet sein Wort (hier durch Boten /Engel)
Er kommt als Heiliger Geist mit Macht
Seine herrliche Gegenwart verändert dich
So wirkt Gott. So handelt er. Es gibt Momente, wo ich diese Herrlichkeit Gottes ganz besonders erfahren habe. Aber es ist auch ein tägliches Erlebnis in meinen Gebetszeiten. Bereits in einem Spiritual-Song heisst es: “Every time I feel the Spirit moving in my heart, when I pray.” - “Jedesmal, wenn ich bete, fühle ich den Geist sich in meinem Herz bewegen, während ich bete.”

Gott ist nichts unmöglich

Mehrmals finden wir diesen Satz so oder ähnlich in der Bibel. Alle “Gott ist nichts unmöglich”-Aussagen stehen im Zusammenhang mit Gottes Retterwillen und der Erfüllung seiner Verheissung. Bei Sara und Maria der verheissene Sohn, in welchem der Bund geschlossen oder fortgeführt wird (1 Mo 18,14; Lk 1,31). Bei Jeremia und Sacharja das Volk im Exil, das wieder in den Bund und nach Jerusalem zurückgeführt wird (Jer 32,17.27; Sach 8,6). Beim reichen Jüngling das Wunder, dass ein selbstgerechter, tugendhafter, gläubiger Materialist Jesus nachfolgen kann… (und ein Kamel durchs Nadelöhr geht, Mt 19,26).
Darum löscht Gott nicht einfach all das Böse aus der Welt aus: er will, dass alle Menschen gerettet werden - und auch die, welche Gott jetzt ablehnen, ihn noch erkennen können. Er will Sünden nicht unmöglich machen, sondern Sünden vergeben. Er will Missverständnisse und Konflikte nicht ausradieren, sondern spannendes Leben ermöglichen. Er ist der Gott, der Leben schafft und einen Neuanfang ermöglicht. Er ist der Gott, der Licht ins Dunkle bringt, der Heil und Heilung bringt. Er ist der Gott, der über uns kommt und uns überschatten will, damit wir von seiner Gegenwart durchdrungen werden.

Was wäre, wenn...

… unsere Reaktion auf diesen guten und allmächtigen Gott dieselbe ist, wie die von Maria? Was hat sie gesagt?
Lukas 1,38 (NLB)
Maria antwortete: »Ich bin die Dienerin des Herrn und beuge mich seinem Willen. Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden und mir geschehen.« Darauf verließ der Engel sie.
Maria wurde begrüsst mit: du bist mit Gnade beschenkt - du bist eine Begnadete - Fürchte dich nicht, du hast Gnade bei Gott gefunden. Nehmen wir das auch persönlich für uns: so sieht dich Gott: ein Mensch, der Gnade bei Gott findet. Mit Gnade beschenkt wird. Wenn das so ist, was hindert uns daran, uns ganz auf diesen Jesus einzulassen?

Vertiefung

“Gott ist nichts unmöglich” - in welcher Situation sehnst du dich nach seinem Eingreifen?
Was sagt dir Jesus heute?
Und was machst du jetzt damit?
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