Off 21 - Der Himmel auf Erden - eine geführte Reise

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Wie es sich gehört beginnen wir mit einer historischen Einordnung, Wir staunen über die atemberaubende Neuanlage unseres ewigen Zuhauses Wir erkennen, was den Himmel wirklich so himmlisch macht, Wir genießen ein wenig die wunderbare Architektur und Anlage, aber wir lernen vor allem: Was der Himmel für uns heute schon bedeutet.

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Einleitung

Vor vielen Jahren waren wir als Familie mal eine ganze Woche in Paris auf einem Hausboot. Ich hatte mich sehr intensiv vorbereitet: Zum Geburtstag hatte ich einen vielversprechenden Reiseführer “Paris geheimgeschenkt bekommen, der viele Orte beschrieb, die mehr als sehenswert wären - gerne auch für einen Fotografen wie mich. Ich habe darauf hin in Google Maps bestimmt 30 Pins gesetzt und diese dann abgeklappert:
z.B. Das Schaufenster eines Rattenbekämpfers, das den Zeichner des Films Ratatouille inspiriert hat: Der Vater klärt den Hauptdarsteller, die Ratte Emile, über die lauernden Gefahren eines Rattenbekämpfers auf. Im Schaufenster hingen entsprechende Utensilien und
Die schönsten und fotogensten Metrostationen - eine wie ein U-Boot von innen, und und und…
Als ich jetzt in Ägypten war hatte ich keinen Reiseführer gekauft. Ich hatte etwas Besseres:
Einen ägyptischen Professor für christliche Archäologie,
eine gläubige Reiseführerin und
den Mitherausgeber des Rienicker Bibellexikons als Reiseorganisator!
Heute unternehmen wir eine kurze, geführte Reise in den Himmel!
Unser Reiseführer ist der einzige Mensch, der schon mal da war und zurückgekommen ist: Jesus. Er nimmt uns an Hand und zeigt uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Aber wir verbringen dort nicht eine Woche Urlaub, sondern eine Ewigkeit!
Wie es sich gehört beginnen wir mit einer historischen Einordnung,
Wir staunen über die atemberaubende Neuanlage unseres ewigen Zuhauses
Wir erkennen, was den Himmel wirklich so himmlisch macht,
Wir genießen ein wenig die wunderbare Architektur und Anlage,
aber wir lernen vor allem: Was der Himmel für uns heute schon bedeutet.
Heute keine Drei-Punkte-Predigt, sondern eine geführte Reise. Angeschnallt? Wir legen los!
Off 21,1-22,5 lesen!

1. Historische Einordnung: Wir stehen am Ende der Heilsgeschichte

Offenbarung 21 - das ist, wie sich jeder denken kann, wirklich am Ende der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen:
Jesus hat seine Gemeinde mit der Entrückung zu sich genommen - Off 16,15 (“Dieb in der Nacht”)
Gleichzeitig hat die erste Auferstehung der Gemeinde und der alttestamentlichen Gläubigen bereits statt gefunden 1Thess 4,16; Hebr 11,39-40
Trübsalszeit ist beendet durch die Wiederkunft Jesu in Macht und Herrlichkeit Mk 13,26
Hochzeit des Lammes, Richterstuhl Christi (Preisgericht für die Gemeinde) 1Kor 3,11; 2Kor 5,10.
1000jähriges Reich ist vorbei Off 20,1-6
Satan ist final besiegt, und in der Hölle gebunden Off 20,7-10
Erde verschwunden
Gericht vor dem großen weißen Thron ist gelaufen (2. Auferstehung) Off 20,11-15
und dann folgt:

2. Der neue Himmel auf Erden - unser endgültiges Zuhause

Offenbarung 21,1 LU17
Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
Alles, was Gott neu macht, ist besser als das Vorhergehende; vgl. Erstgeborener und Zweitgeborener Kain/Abel, Esau/Jakob, Isaak/Ismael
Lässt sich als jüngerer Bruder/Schwester gut sagen, nicht Sarah und Tabea?)
“neu” ist im Griechischen nicht zwingend ein Wort, das neu im Sinne von “noch nie da gewesen” bedeutet: Es gibt im Griechischen verschiedene Worte für “neu”. Die beiden wichtigsten sind:
Neos = im zeitlichen Sinne neu (neuer Wein in neuen Schläuchen Mt 9,17)
Kainos = spricht von einer anderen Form und Qualität als das bisherige.
2. Korinther 5,17 LU17
Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
An diesem Beispiel merken wir, dass das Neue - wir selber - vom Ursprünglichen ausgeht. Wir sind ja immer noch “wir” - auch als “neue”, auferstandene Kreatur.
So wie Jesus, der sich am Ende des Johannesevangeliums unter die Jünger mischt und dabei der gleiche Jesus mit Narben, aber doch neue, weil auferstandene Jesus ist. Der hat offensichtlich keine Probleme mehr mit Beschränkungen durch Wände.
Für auferstandene Menschen macht Gott eine “neue”, auferstandene, “renovierte” Erde. Die hatte es auch bitter nötig - nach all den Katastrophen von denen in den Kapiteln zuvor berichtet wurde.
Der Versuch, jemandem eine körperlose Existenz in einem immateriellen Himmel schmackhaft zu machen, ist wie der Versuch, jemandem Appetit auf Kieselsteine zu machen. Es wird nicht klappen, egal wie aufrichtig wir es meinen und welch große Mühe wir uns geben.
Der Wunsch, den Gott in uns hineingelegt hat, und deshalb auch das, was wir uns wünschen, wenn wir ehrlich sind, ist genau das, was er denen verspricht, die Jesus Christus nachfolgen:
ein auferstandenes Leben
in einem auferstandenen Körper
zusammen mit dem auferstandenen Christus
auf einer auferstandenen Erde.
… und genau das ist Gottes Plan.
Ja er macht sogar einen neuen Himmel. Warum eigentlich?
Vielleicht weil der Himmel jetzt auferstandene Menschen aufnehmen muss, solche mit Leib.
Und so lesen wir in
Offenbarung 21,2 (LU17)
Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
Ich weiß nicht, ob es euch bisher bewusst war, aber
der Himmel, den wir erwarten, … ist auf der Erde! Aber eben einer “neuen”, runderneuerten Erde.
Wenn wir Johannes 14 ganz genau lesen, deutet es sich dort auch schon an:
Johannes 14,23 (LU17)
Jesus … sprach: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen (nicht umgekehrt!) und Wohnung bei ihm nehmen.
In gewisser Weise vereinigen sich Himmel und Erde, und dort werden wir in der Gegenwart Gottes leben!
Johannes beschreibt den Himmel als Stadt Jerusalem. Dabei vergleicht er sie in Off 21,2 mit einer geschmückten Braut.
Der Hintergrund ist der jüdische Brauch, dass der Bräutigam die Braut bei der Verlobung verlässt, um ein neues Haus vorzubereiten, in dem sie zusammen wohnen werden. Wenn der Bräutigam zurückkehrte, erwartete ihn die Braut prächtig geschmückt, und die Hochzeit fand statt.
Genauso wird das neue Jerusalem von Gott herabkommen als der herrliche Ort, der der Gemeinde verheißen ist.
Die Stadt ist eine Metapher für die Gemeinde, , die in ihr wohnt
und gleichzeitig eine echte, wirkliche Stadt und
Was macht diese Stadt, diesen Himmel himmlisch?

(3. Beim Vater zu sein, macht den Himmel himmlisch!)

Der Himmel ist der Ort, an dem Gott in Ewigkeit mit uns zusammen ist. Ja, das Zusammensein mit Gott - das macht das Wesen des Himmels aus.

Im Himmel werden wir Gott sehen!

Im Himmel dreht Gott zurück, was mit dem Sündenfall verloren gegangen ist: Eine enge Gemeinschaft zwischen Gott und seinen Kinder.
(vgl. Mt 5,8 Barmherzige werden Gott sehen)
Offenbarung 22,4 (LU17)
‌{seine Knechte werden} sein Angesicht sehen…
Erinnern wir uns, dass Gott allabendlich ins Paradies kam, um mit seinen Menschen zusammen zu sein. - auch wenn es damals nur zwei waren.
Denken wir wie Mose Gott sehen wollte (2Mo 33,12 ff), aber die klare Ansage erhielt: Geht nicht!
Im Himmel wird es gehen!
Gott, den Vater, und Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen. Mose - und Du! - wenn du im Buch des Lebens stehst. Unglaublich!
Während der Apollo-16-Mission im Jahr 1972 war Charlie Duke einer von nur zwölf Menschen, die jemals den Mond betreten haben.
Die Aussicht von dort oben war atemberaubend und kaum zu beschreiben: Stellt euch vor, ihr steht auf der kargen, grauen Oberfläche des Mondes, fernab von der Erde, und seht den blauen Planeten am Himmel schweben.
Für Charlie Duke war es ein unvergleichliches Erlebnis, das ihn tief berührte.
Nach seiner Rückkehr zur Erde sprach Charlie oft darüber, dass kein menschliches Abenteuer oder keine Entdeckung jemals die Freude und das Staunen übertreffen kann, die wir empfinden werden, wenn wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen.
Er verglich seine außergewöhnliche Erfahrung auf dem Mond mit der zukünftigen Vision des Himmels in unserem Text heute. Genauso wie Charlie Duke den Mond hautnah erleben und die Erde aus einer völlig neuen Perspektive sehen konnte, werden wir im Himmel Gott sehen – in einer Weise, die weit über jede irdische Vorstellungskraft hinausgeht.

Im Himmel wird Gott selbst jede Träne abwischen

Gott schickt keinen Engel, wenn Tränen in deinen Augen stehen - und seien es Tränen des Glück :
Offenbarung 21,4 (LU17)
Gott (selber!) wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.
Wie kann das geschehen?
Im Himmel schenkt Gott nicht nur Trost im Leid - wie heute -, sondern

Im Himmel entfernt er die Ursache: Die Schuld und Sünde!

Alles, was mit Schuld und Sünde verbunden ist, verschwindet: Krankheiten, Schmerztabletten, Streit, Trennung.
Der größte Frust dieses Zeitalters wird nicht mehr sein: Die Sünde mit allen Folgen.
Erinnern wir uns an die eindringlichen Worte von Paulus kurz vor dem Höhepunkt des Römerbriefes:
Römer 7,23–24 LU17
Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Verstand und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes?
Machen wir uns ein Bild davon, was das bedeutet?
Alles Leid,
alles Elend,
aller Streit,
alle Sünde, die entstehen, weil du und ich uns nicht beherrschen können:
WEG!
Ohne Sünde haben wir eine ganz neue Beziehung zu Gott:
2. Korinther 5,6–7 (LU17)
So sind wir denn allezeit getrost und wissen: Solange wir im Leibe (-> mit Sünde behaftet) wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
Umkehrschluss: Wir werden sehen, was wir geglaubt haben, und leben nah beim Herrn.
Der Asylantrag für den Himmel ist lange bewilligt. Der Umzug folgt.

Im Himmel braucht es keine Sonne, denn Gott ist da

Offenbarung 21,23 LU17
Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
Das Licht der Herrlichkeit Gottes wirft keinerlei Schatten, nichts steht seiner Herrlichkeit im Wege, da alles - auch die Straßen aus Gold - wie Glas sind (Off 21,21 - vgl. auch Bundesschluss am Sinai 2Mo 24,10). Da ist keine Sünde mehr.
alte Geschichte Wilhelm Busch: Dorf an Strom angeschlossen. Beim Bürgermeister feierliche Eröffnung. Frau des Bürgermeisters schlägt die gerade aufflackernde Lampe mit einem spitzen Schrei gleich wieder kaputt - weil man die Spinnweben in der Ecke sieht.
Im Himmel gibt es das Problem nicht mehr. Gottes Herrlichkeit erleuchtet alles - da gibt es keine versteckte Sünde mehr, kein Schatten, keine Spinnweben.

Im Himmel braucht es keinen Tempel - der ganze Himmel ist ein einziger Tempel

Die Stadt ist ein Würfel und entspricht damit der Form des Allerheiligsten.
Genauer: Es war umgekehrt: Mose baute die irdische Stiftshütte nach dem Plan/Abbild des “Himmels”, den er vom Vater gezeigt bekam! 2Mo 25,40; Heb 9,23;
Das heisst: Diese himmlischen Bauwerke sind nicht symbolisch, denn die irdischen Bauwerke wurden nach ihnen errichtet.
Warum braucht der Himmel keinen Tempel mehr?
Weil der alttestamentliche Tempel nur ein Bild, eine Vorschattung, auf Jesus war.
Der Tempel hatte ein Tor. Jesus sagte: "Ich bin die Tür" (Johannes 10:7, 9).
Er hatte einen Altar. Jesus hat sein Blut für uns vergossen.
Er hatte ein Waschbecken. Wir werden jetzt durch sein Wort gereinigt.
Er hatte einen Tisch mit Brot darauf. Jesus ist das Brot des Lebens (Johannes 6:35, 48).
Es gab es einen goldenen Leuchter. Jesus sagte: "Ich bin das Licht der Welt" (Johannes 8,12; Johannes 9,5).
Er ist der Tempel. Er ist derjenige, um den es bei all dem ging.
Das neue Jerusalem vollendet also den Zweck des vorübergehenden Allerheiligsten der Stiftshütte und der verschiedenen Tempel,
indem sie als Ort der Begegnung der Gemeinde mit Gott dient.
Jesus macht den Himmel zum Himmel, nicht das Gold, nicht die Edelsteine.
Trotzdem spricht unser Text von einer Hütte Gottes bei den Menschen (Off 21,3).
Habt ihr die Bilder vom Assads Palast gesehen? Wie die Menschen ungläubig durch die Räume gingen, um zu sehen in welchem Luxus er schwelgte, während er sein eigenes Volk darben ließ und folterte.
Gott lebt in Ewigkeit mitten unter den Menschen - und damit wird die Erde zum Himmel.

4. Das Sahnehäubchen: Der paradiesische Himmel

In Off 2,7 diktiert Christus Johannes in die Feder, dass der Baum des Lebens im Paradies Gottes steht. Der Himmel aus Off 21 schlägt also eine Brücke zurück zum Paradies von dem wir am Anfang der Bibel lesen.
Vielleicht kann man auch sagen: Der Himmel ist das vollkommene Paradies - nur ein bisschen voller ;-).

Im Himmel werden wir satt und erfüllt sein

Offenbarung 21,6 (LU17)
…Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
… und das umsonst! DAS ist Evangelium. Alle Bedürfnisse sind gestillt. Alle. Kein Hunger, kein Durst mehr. Sogar der Trieb nach Sexualität, der so viele Ehen und Beziehungen kaputt macht. (Im Himmel gibt es keine Ehen mehr - und trotzdem wird nichts fehlen! Unvorstellbar, oder? Mt 22,30).
Im Himmel sind alle Menschen zufrieden, glücklich, erfüllt!
Werfen wir dagegen einen vorsichtigen Blick in die Hölle: Lk 16,23-24. Das Gleichnis von reichen Mann und armen Lazarus zeichnet ein Bild der Hölle als Ort, wo die tiefsten Bedürfnisse des Menschen, sein Durst, nicht mehr erfüllt werden.

Im Himmel werden wir sicher sein,

aber nicht eingesperrt.
Wozu sind diese Mauern da?
Die Mauern sind nicht dazu da, uns drinnen zu halten, denn die Tore sind offen.
Die Mauern sind nicht da, um die Bösen draußen zu halten; sie sind in der Hölle.
Diese Mauern sind zur Ehre Gottes da! Die Mauern sind Denkmäler!
In einem sehr realen Sinne sind es monumentale Mauern, denn auf diesen Mauern stehen die Namen der 12 Stämme Israels und im Fundament die 12 Apostel.

Im Himmel gibt es viel Platz!

Der Würfel ist so groß, dass er Platz für eine unzählbare Schare von Menschen hat (Off 7,9) - und jeder einzelne hat immer noch einen Platz für einen eigenen Schlosspark.
… und das aus allen Nationen (Off 5,9)

Im Himmel gibt es viel zu tun!

Es es nicht so wie auf Karikaturen gezeigt: Engel auf der flauschigen Wolke 7, gelangweilt mit Harfe in der Hand, rostigen Heiligenschein über dem Kopf und denkt: Hätte ich nur eine Zeitschrift mitgenommen?
Die Arbeit ist dem Menschen schon mit der Schöpfung in die “Wiege” gelegt. Die Mühe kam erst mit dem Sündenfall dazu.
Im Himmel gibt es viel zu tun: Er ist ein Ort des Dienens, der Anbetung und des Regierens (Off 22,4).
Auch damit stellt Gott wieder her, was er ursprünglich für den Menschen vorgesehen hatte (Gen 1,28).

5. Was bedeutet der Himmel für mich und dich?

Das Wichtigste am Himmel ist die ewige, innige Gemeinschaft mit deinem Gott

Noch wichtiger als die atemberaubende Schönheit der himmlischen Stadt,
noch wichtiger als die Gemeinschaft, die wir ewiglich mit dem ganzen Volk Gottes aus allen Nationen und aus allen Perioden der Geschichte haben werden,
noch wichtiger als die Herrschaft über das Reich Gottes,
ja, noch wichtiger als dies alles
wird die Tatsache sein, dass wir die unmittelbare Gegenwart Gottes genießen werden!
Jesus ist die einzige Person, die auf Erden war, nachdem sie im Himmel gelebt hatte.
Er wußte um die ewige Herrlichkeit zusammen mit dem Vater und seiner Gemeinde, deshalb hat er seinen Leidensweg auf sich genommen! Auch darin ist er uns ein Vorbild: Unser Einsatz hier auf Erden lohnt sich - für eine Ewigkeit!

Die Erwartung an den Himmel rückt unser Leben hier in eine völlig neue Perspektive

Deshalb ist sie so immens wichtig!
Normalerweise betonen Christen immer, dass wir nicht wissen können, wie der Himmel sein wird, dass es dort aber herrlicher ist, als wir uns vorstellen können.
Sobald wir jedoch sagen, dass wir uns den Himmel nicht vorstellen können, dämpfen wir die Begeisterung für alles, was Gott uns über unsere ewige Heimat offenbart hat.
Wenn wir uns den Himmel nicht ausmalen, dann können wir uns auch nicht auf ihn freuen.
Wenn wir uns nicht auf den Himmel freuen, dann setzen wir uns auch nicht für ihn ein.
Schlagt mal Kol 3,1-4 auf! Dort fordert uns Paulus genau dazu auf: Freut euch auf den Himmel und lasst euch jetzt schon darauf ausrichten.
Kolosser 3,1–4 (NeÜ)
Wenn ihr nun zusammen mit Christus, dem Messias, ‹zu einem neuen Leben› auferweckt worden seid, dann richtet euch auch ganz nach oben aus, …
Seid auf das Himmlische bedacht und nicht auf das Irdische.
Ein Leben in Hingabe - weil wir wissen, dass und wofür es lohnt. Deshalb lesen wir diesen Text heute!
Kolosser 1,4–5 (LU17)
da wir gehört haben von eurem Glauben an Christus Jesus und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, um der Hoffnung willen, die für euch bereitliegt im Himmel.
Glaube, Liebe, Hoffnung - dieses Trio kennen wir schon, aber unsere Hoffnung, die Erwartung auf den Himmel, gibt uns einen Grund Gott und unsere Geschwister zu lieben!

Der Himmel motiviert uns zur Hingabe

Warum leben wir mit so wenig Hingabe?
Vielleicht, weil uns nicht wirklich bewusst ist, wo die Reise eigentlich hingeht.
Weil wir unseren Reiseführer nicht studiert haben.
Weil uns nicht bewusst ist, auf welches Ziel wir zusteuern: Eine Ewigkeit beim Vater, gegen die alles Irdische verblasst.
Statt dessen machen wir es uns hier bequem.
Baxter, ein Geistlicher des 17. Jh.:
Nach einer Verhaftung wegen Predigens und nach dem Verkauf seiner Bibliothek lebte er in schwacher Gesundheit - er war ständig krank - weiter als ein »Stift in Gottes Hand«.
Wenn ihr Licht und Wärme haben wollt, warum seid ihr dann nicht mehr im Sonnenschein? (-> also bei Gott!) Ohne diese Zuflucht zum Himmel ist eure Seele wie eine Lampe, die nicht brennt, und eure Pflicht wie ein Opfer ohne Feuer. (-> also alles, was wir auf dieser Welt für Licht und Erstrebenswert halten)
2. Petrus 3,11–12 (NeÜ)
Wenn sich das alles nun so auflösen wird, was für ein Anliegen müsste es euch dann sein, ein Leben in Heiligkeit und Ehrfurcht vor Gott zu führen, den Tag Gottes zu erwarten und seine Ankunft zu beschleunigen …
Wenn wir das heute Gehörte wirklich ernst nehmen, dann
Geben wir unser Leben Gott ganz hin,
leben ein Leben für ihn, das Gott gefällt - weil wir dann vor ihm stehen werden.
sammeln wir vielmehr Schätze auf der Himmelsbank anstatt hier auf unserem Depot.
ist uns nicht egal, wo Nachbarn und Freunde ihre Ewigkeit verbringen.

Ohne den Himmel ist alles nichts.

In Anlehnung an 1Kor 15,17 (ohne Auferstehung alles nichtig) müssen wir sagen:
Ohne den Himmel ist alles sinnlos.
Ohne den Himmel ist alle Hingabe nichts wert.
Ohne den Himmel sollten wir unser Geld auf dieser Welt verprassen.
Ohne den Himmel macht alle Mission keinen Zweck.
Aber Gottes Wort ist wahr.
Nach dieser Predigt vom Himmel verstehen wir vielleicht besser, was Paulus in Phil 1,23 sagt. Ja jeder von uns müsste es für sich selbst buchstabieren:
Philipper 1,23 LU17
Denn es setzt mir beides hart zu: Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;
Ihr lacht? Warum eigentlich?
Doch durch den Glauben und die Hoffnung, die in 1. Korinther 15,17 und Philipper 1,23 beschrieben sind, verstehen wir, dass unser Leben hier nur ein Teil einer größeren, ewigen Reise ist.
Amen.
Frage: Was begeistert dich am meisten an unserem Text heute?
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