Die Friedensbotschaft

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Jesaja 9,1–6 LU17
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir freut man sich, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians. Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er’s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.
Vorbemerkung: Im vorangehenden Krippenspiel begegnet der Engel Gabriel den Menschen immer wieder in verschiedenen Rollen. Das Krippenspiel endet mit der Aussage des Erzählers: „Einfache Hirten, weitgereiste Könige - sie alle haben den Weg zum Stall gefunden. Möglicherweise ist der Engel, der sie zur Krippe geführt hat, heute unter uns und möchte uns den Weg zu Gottes Geheimnis in der Krippe weisen. Gehen Sie nicht an ihm oder ihr vorüber.“
Wer war für euch schon einmal wie ein Engel? Ein hilfsbereiter Nachbar, eine freundliche Verkäuferin, ein aufmerksamer Freund?
Wir reden davon, dass jemand ein Engel ist, wenn er uns etwas Gutes getan hat. Wenn er uns geholfen hat, oder in einer schwierigen Situation einfach für uns da war. Wenn wir jemandem von ganzem Herzen dankbar sind. „Du bist ein Engel!“
Doch tatsächlich haben Engel zuerst einen ganz anderen Job: Gott schickt sie zwar auch immer wieder, um uns zu helfen und sogar für uns zu kämpfen, doch vor allem ist es ihre Aufgabe, eine wichtige Nachricht zu überbringen; Gott schickt einen Engel, wenn Er uns etwas Wichtiges zu sagen hat. Wenn wir in der Bibel lesen, dass ein Engel aktiv wird, dann zeigt uns das, dass Gott gerade ganz massiv in die Geschichte eingreift. Wenn Gott einen Engel schickt, ist es wichtig – und um so mehr, wenn uns sogar erzählt wird, wie dieser Engel heißt, denn dann ist es einer der wichtigsten Engel, einer von denen, die nur losgeschickt werden, wenn Gigantisches zwischen Himmel und Erde geschieht.
In diesem Sinne können sogar Menschen zu Engeln werden, denn das Wort Engel bedeutet nichts anderes als „Bote“. Auch wir Menschen können anderen von Gott erzählen, von dem, was Er für uns Menschen getan hat, von dem, was Er ganz persönlich in unserem Leben tut. Bist Du im vergangenen Jahr ein Engel für jemanden gewesen, hast Du jemandem von Gott und Seiner guten Botschaft erzählt?
Wir Menschen brauchen Botschaften der Hoffnung und des Friedens! Denn so sehr wir es auch versuchen und uns danach sehnen, wir merken, dass wir es nicht auf die Reihe kriegen! Der Blick in die Nachrichten zeigt uns jeden Tag, wie böse wir Menschen sein können; wie unversöhnlich, wie gierig nach Macht und Reichtum. Wir brauchen die gute Botschaft Gottes, die sich dem entgegenstellt.
Gleiches gilt für unser eigenes Leben: Wenn wir einen ehrlichen Blick wagen, wird uns auch hier Schuld und Unversöhnlichkeit begegnen, Verlangen nach Macht und immer mehr Geld. Auch in unserem Leben gehen immer wieder Dinge kaputt: Partnerschaften zerbrechen, langjährige Freundschaften liegen plötzlich in Scherben. Auch in diesem Jahr haben wir andere verletzt, haben ihnen vielleicht sogar das Leben schwergemacht.
Und heute – heute feiern wir Weihnachten. Inmitten der schlechten Nachrichten dieser Welt, inmitten der Fehler unseres Lebens feiern wir das Fest der Liebe. Wie verrückt ist das eigentlich, dass Gott in unsere verlorene Welt Seine gute Botschaft hineinspricht, uns ein gigantisches Zeichen Seiner Liebe schenkt.
Bei Jesaja – wir haben den Text vorhin gehört – lesen wir vom Volk, das in der Finsternis lebt, von Menschen, um die es dunkel geworden ist. Mitten hinein in die Finsternis und Dunkelheit unseres Lebens strahlt ein helles warmes Licht! Gott strahlt in unser Leben, schenkt neue Freude, wo eben noch Verzweiflung war, schenkt Frieden, wo eben noch Unruhe war, schenkt Freiheit, wo eben noch Ängste und Sorgen waren. Mitten hinein in unser Leben strahlt Gott und spricht Seine rettende Botschaft.
Es ist eine Botschaft voller Hoffnung, voller Freude. Es ist die Botschaft eines Neuanfangs. Mit Gott beginnt das Leben neu. Mit Gott können wir alles hinter uns lassen, was nicht gut war, alles, was schief gelaufen ist, alles, wo wir gescheitert sind. Gott nimmt alles und fängt mit uns neu an. Bei Gott können wir unsere alten Sorgen und Ängste abgeben, bei Ihm können wir abgeben, was uns das Leben schwer macht, Ihm können wir sogar das geben, was uns gefangen nimmt, unsere Schuld, unsere Süchte, unsere Fehler. Er nimmt alles, schafft es aus der Welt und fängt neu mit uns an. – Eine Botschaft voller Hoffnung und Freude.
Als unumstößlichen Beweis, dass Er es Ernst meint, dass wir Ihm wirklich wichtig sind, wie sehr Er uns liebt, wird er ein kleines, wehrloses Baby, lässt sich sogar in eine stinkige Futterkrippe legen. – Und dennoch bleibt Er der König; der König aller Könige. Bei Jesaja lesen wir Sein Regierungsprogramm. In Vers 5 sind uns die Namen des Retters angekündigt, das, wofür Er steht:
Er ist der wunderbare Ratgeber: Er hat den Überblick, kennt die Antwort auf jede Frage. Sein Handeln ist von tiefster Weisheit geprägt, Seine Entscheidungen sind gut. Er lädt uns ein, dass wir Ihm vertrauen und auf Seinen Rat hören, dass wir auch das in unserem Leben annehmen, was wir nicht verstehen.
Er ist der starke Gott – wörtlich: Gott, der heldenhafte Krieger, der stärker ist als alle anderen: Er hat alle Kraft und alle Macht, ja Er ist selbst die Quelle der Kraft. Er kämpft für uns, Er tritt für uns ein. Er richtet uns auf, wenn wir schwach sind und hilft uns, wieder zu Kräften zu kommen.
Er ist der ewige Vater: Er hat kein Ende, bei Ihm ist die Ewigkeit. Zugleich ist Er als Vater der Ursprung des Lebens und unser Versorger. Er erhält unser Leben, gibt uns das, was wir jeden Tag brauchen. Er weiß, was gut für uns ist und hält uns in Seinen liebevollen Händen.
Und Er ist der Friedefürst: Er ist der Herrscher, von dem Frieden ausgeht. Echter, tiefer Frieden. Wenn Jesus eines Tages wiederkommt, dann wird ein Reich des Friedens anbrechen. Bei Ihm kommen Streit und Unversöhnlichkeit zum Ende. Wobei Frieden bei Gott noch so viel mehr meint, als nur sich nicht zu streiten oder zu bekriegen. Gottes Frieden ist vollkommen, vollumfassend. Bei Gott geht es uns zutiefst gut, unsere Bedürfnisse sind gestillt, unsere Ängste haben sich verflüchtigt, unsere Schuld hat Er uns abgenommen. Bei Jesus finden wir echten Frieden.
Das ist die Botschaft der Hoffnung, die Botschaft der Freude, die die Engel in der Bibel immer wieder verkünden. Jeder ist eingeladen, dieses Geschenk für sich anzunehmen, zu sagen: „Zu diesem Gott möchte ich gehören! Ich entscheide mich, Jesus zu vertrauen, Ihm mein Leben in die Hände zu geben.“
Wenn Du diese Botschaft der Hoffnung, der Freude und des Friedens hörst, die in dieser kleinen Futterkrippe ganz greifbar geworden ist, dann geh nicht achtlos weiter, sondern hör dem Engel zu, der sie zu Dir spricht.
Amen.
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