Der einsame Leidenskampf um den Leidenskelch

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Intro: Bevor wir uns nun gemeinsam den Text aus Markus 14:32-42 anschauen und dann zum Mahl des Herrn gehen, lass mich noch kurz beten. Gebet: Kurz – Heiliger Vater. Heilige uns in deiner Wahrheit, denn dein Wort ist die Wahrheit. Und es ist nützlich ist damit wir Gemeinschaft der Leiden Christi erkennen, darin wachsen. Einleitung: Als die Reformation in England Fußgefasst hatte, versuchte Maria I. von England, auch bekannt als „Bloody Mary“, die englische Kirche nach der protestantischen Reformation wieder zum Katholizismus zurückzuführen. Sie führte eine Serie von Verfolgungen durch, bei denen über 280 Gläubige verbrannt wurden. Einer von Ihnen war Latimer. Von ihm wurde später geschrieben: „Keiner der Reformatoren hat wahrscheinlich die Saat der protestantischen Lehre so weit und wirksam in die Mittel- und Unterschichten gesät wie Latimer.“ Am 16. Oktober 1555 trafen sich Latimer und Ridley an einem Scheiterhaufen in Oxford in London. Sie waren zwei dieser 280 und hatten die letzten achtzehn Monaten in einer Zelle verbracht. Latimer trug einen Kittel und eine Mütze, Ridley seine Bischofskleidung. Die beiden Männer sprachen und beteten zusammen, bevor ein Schmied sie an das Holz band, an dem sie verbrannt werden sollten. Ridley war der Erste, der seinen Freund stärkte. „Sei guten Mutes, Bruder, denn Gott wird entweder die Wut der Flamme lindern oder uns stärken, sie zu ertragen.“ Als das Bündel Stöcke unter ihnen Feuer fing, war Latimer an der Reihe. Er erhob seine Stimme, damit Ridley ihn hören konnte, und rief: „Sei getrost, Meister Ridley, und sei ein Mann; wir werden heute eine solche Kerze in England anzünden, durch Gottes Gnade, die, so hoffe ich, niemals erlöschen wird.“ Solche Beispiele gibt es in der Kirchengeschichte viele. Man könnte Igatius von Antiochia, einem Schüler von Johannes im 2. Jhdt aufführen, oder Polykarp, der um das Jahr 155 n. Chr. als Märtyrer in Smyrna hingerichtet wurde. Aber die Frage, die sich doch stellt, ist folgende: „Wie kann es sein, dass diese Männer gelassen, singend oder sogar fröhlich in den Tod gingen? Wie kann es sein, dass der König des Lebens, der Schöpfer und Erhalter der Welt der Sohn Gottes bei seinem Leidenskampf leidet und Blut und Wasser schwitzt? Wie kann es sein, dass Jesus in Gethsemane Angst und Panik hat, während sein Nachfolger singen? Lasst uns gemeinsam heute den Text aus Markus 14:32-42 anschauen, um zu sehen, wie der Evangelist Markus die Situation beschreibt. Aus diesem Text möchte ich drei Aspekte des Leidenskampfs Jesu aufzeigen, damit die Bedeutung seiner Leiden und seines Gehorsams dich zum Lob Gottes ermutigen! · Die Leiden waren seelisch zermürbend · Die Leiden waren unumgänglich · Die Leiden waren einsam Wir werden also den einsame Leidenskampf um den Leidenskelch sehen, dann das Mahl des Herrn durchführen und schließlich Gott anbeten. Und merk dir gerne beim Zuhören einige Askpekte, die du anschließend in ein Dank- oder Lobgebet einbinden möchtest. Ich lese den Text: Textlesung (nach SCH2000)
32 Und sie kommen zu einem Grundstück namens Gethsemane. Und er spricht zu seinen Jüngern: Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe! 33 Und er nahm Petrus und Jakobus und Johannes mit sich; und er fing an, zu erschrecken, und ihm graute sehr. 34 Und er sprach zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht! 35 Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge. 36 Und er sprach: Abba, Vater! Alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst! 37 Und er kommt und findet sie schlafend. Und er spricht zu Petrus: Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine Stunde wachen? 38 Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. 39 Und er ging wiederum hin, betete und sprach dieselben Worte. 40 Und als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend; denn die Augen waren ihnen schwer geworden. Und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. 41 Und er kommt zum dritten Mal und spricht zu ihnen: Schlaft ihr noch immer und ruht? — Es ist genug! Die Stunde ist gekommen. Siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert. 42 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe. 43 Und sogleich, als er noch redete, erschien Judas, der einer der Zwölf war, [

Kontext

Bevor wir in den Text einsteigen ein kurzer Überblick über den Kontext.
Idee: Das Volk Israel wartet auf den einen Messias – einen von Gott gesalbten. Auch wenn sich das viele Anders gewünscht hätten, so war dennoch klar, dass dieser Messiahs kein Stern am politischen oder militärischen Nachthimmel Israels werden würde, mit dem Fokus auf die Befreiung der Römischen Besatzungsmacht.
Der Messias würde ein leidender Gottesknecht werden, der seinen Volk dienen und sein Leben als Lösegeld geben würde. Das Lösegeld, war nichts anderes als sein eigenes kostbare Blut, als eines makellosen und unbefleckten Lammes.
Und der Evangelist Markus hat das immer wieder klar rausgestellt.
Schon in Markus 3:6 ziemlich am Anfang des Dienstes, noch in Galiläa, lesen wir, dass " die Pharisäer […] mit den Herodianern Rat hielten, wie sie ihn umbringen könnten."
Und je länger sein Dienst dauerte, desto klarer wurde die Absicht seiner Gegner, in Kap 11 – haben die die Hohenpriester und die Schriftgelehrten klare Mordabsichten. Das einzige, was sie noch aufhielt war die Volksmenge, die über seine Lehre erstaunt war."
Und dann im 14ten Kapitel – es sind nur wenige Tage bis zum Tod von Jesus und Markus berichtet in Vers 1 und 2: "1 Es war aber nach zwei Tagen das Passah und ⟨das Fest der⟩ ungesäuerten Brote. Und die Hohen Priester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List greifen und töten könnten; 2 denn sie sagten: Nicht an dem Fest, damit nicht etwa ein Aufruhr des Volkes entsteht.“
Schließlich bekommen sie in Judas einen Verbündeten, und der Leidenskampf beginnt.
Und nachdem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Passah gefeiert hat, und das Abendmahl eingesetzt hat, geht er mit seinen Jüngern aus Jerusalem hinaus, in Kidrontal, über den Bach Kidron und gehen auf der anderen Seite den Ölberghinauf.

1. Die Leiden waren seelisch zermürbend (V32-34)

32 Und sie kamen zu einem Stück Land das Gethsemane heißt, und er sagte zu seinen Jüngern: Setzt euch hier, bis ich gebetet habe. Und er nahm Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und er fing an, sich zu entsetzen und zu ängstigen. 34 Und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod; bleibt hier und wacht.
Jesus lässt acht seiner Jünger zurück und geht mit den drei genannten weiter. Es war nicht das erste Mal, das Jesus nur ein Teil der Jünger mitgenommen hat. Es war sozusagen der innere Kreis der Jünger. Es ist ein Anzeichen dafür, dass nun was Wichtiges oder Vertrauliches passiert. Sie sollten nun Lernen was die Notwendigkeit des Gebet zu Gott bedeutet. Aber so weit war es noch nicht. Zuerst offenbart Jesus ihnen seine Not.
Und so lesen wir und er fing an, sich zu entsetzen und zu ängstigen.
Im Laufe der letzten drei Jahre hatte Jesus seien Jünger drei Mal sehr klar und deutlich gesagt, dass er Leiden und Sterben müsse. Markus berichtet davon in den Kapitel 8, 9 und 10. Die Jünger hatte nicht besonders viel davon verstanden. Doch spätestens jetzt müssten sie sich doch daran erinnern und es verstehen. Jesus sagt ihnen jetzt sehr deutlich: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod;
-Pause-
Jesus weiß nun, dass seine Stunde gekommen ist. Und trotz aller Zeichen und Wunder die er in seinem Leben getan hat – wird er uns hier sehr menschlich beschrieben, was er auch war, er war wahrer Mensch.
Er hat Angst. Er ist entsetzt. Die Qualen seiner Seele bringen ihn fast um. Er weiß, nun was kommt. Alles was er bisher an Unglaube, Ablehnung, Widerstand erlebte hatte ihn nicht in diese Lage gebracht. Doch nun ist der Sohn des Menschen in panischer Angst. Auch der Tod seines Freundes Lazarus und der Umgang damit erschütternde damals seinen Geist (Joh 11:33), doch das war nicht vergleichbar mit der jetzigen Situation.
Und obwohl er hier seinen Vater um Unterstützung hätte bitten können, dass er Legionen von Engeln bereitstellt (vgl. Mt26:53) offenbart er sich nur seinen Jüngern
Jesus hat die gesamten kommenden Stundenvor Augen. Er weiß, dass er nun geschlagen, bespuckt, verhöhnt und gekreuzigt wird. Er weiß, dass seine Jünger ihn verlassen werden - das hatte er ihnen vor wenigen Minuten gesagt. Er weiß, das Judas ihn gleich ausliefern wird. Er weiß um den bevorstehenden Tod, und er weiß dass er die Gottesferne erleben wird.
Lukas berichtet sogar, dass er Blutstropfen schwitzte (Lk22:44).
Aber all das, ist der Plan Gottes. So hatte der Vater es vorgesehen. Jes53:10: Jahwe wollte ihn zerschlagen – ihn zermürben.
Das was jetzt beginnt, ist nicht wie beim Mensch-Ärgere-dich-nicht-Spiel bei dem eine Figur geschlagen wird, zurück ins Haus muss und dann den Weg nochmal von vorne Beginnen muss. Das hier ist der Weg. Ja, es ist ein schwerer weg. Aber es ist der Weg zum Bestimmungsort. Es ist der Weg zur Erhöhung.
Er musste wie Lamm zur Schlachtbank geführt werden. Diese Zeit beginnt nun. Und das hat Jesus sich nun vor Augen geführt.
Denke bitte nicht, dass das, was mit Jesus passierte ein Unfall ist – es so von Gott gewollt. Später wird Petrus das Verstehen und in seinen beiden Predigten in Apg2+3 klar aufzeigen.

Übergangssatz 1

Nachdem Jesus nun weiß, dass seine Leiden beginnen, nachdem er seinem seelisch zermürbenden Leidenskampf realisiert und seine Ängste ausgesprochen hat, geht er weiter, um zu seinem Vater zu beten. Der Vater ist der Einzige, der das Blatt noch wenden könnte.

2. Die Leiden waren unumgänglich (V35-36)

35 Und er ging ein wenig weiter und fiel auf die Erde, und er betete: Es möchte, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorübergehen. 36 Und er sagte: Abba, Vater, alles ist dir möglich; leite diesen Becher an mir vorbei! Doch nicht was ICH will, sondern was Du willst!
Jesus hat in seinem Gebet eigentl. nur einen Wunsch: Die Stunde – damit meint er die nun kommenden Leiden, sollen irgendwie vermieden werden. Und nur damit hier keine Missverständnisse entstehen. Es geht nicht um eine einzige Zeitstunde von 60 Minuten. Es geht hier darum, dass nun der Zeitabschnitts des Leidens begonnen hat.
Und er wendet sich in seiner Muttersprache, in aramäisch, innig und vertrauensvoll an seinen Vater: „Abba“ – Alles ist dir möglich.
Das ist bisher noch keine Bitte, sondern nur ein Bekenntnis. Und dabei hat er Recht. Er kannte die Psalmen wo es heißt: Ps135:6 Alles, woran der HERR Gefallen hat, tut er im Himmel und auf der Erde, in den Meeren und in allen Tiefen.
Bei Gott ist alles möglich – was ihm gefällt.
Und nun kommt die Bitte: „leite diesen Becher an mir vorbei“ – Was ist das denn für ein Becher oder Kelch von dem Jesus hier spricht?
Lasst uns das mal kurz untersuchen! In MK 10 hat Jesus die Jünger Jakobus und Johannes in einem Gespräch mit einem Becher oder Kelch konfrontiert. Sie wollten zur Rechten und Linken von ihm sitzen und Jesus erwidert, (v38) „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke […]“? Und sie antworten: (V39) “Wir können es.“ Darauf prophezeit Jesus ihnen, dass sie es tatsächlich tun werden – jedoch bezieht er das auf eine spätere Zeit.
Was ist aber nun dieser Becher? Oder was vor allem was ist in dem Becher der geleert werden soll? Nun, das Bild des Bechers ist in der Bibel weit verbreitet und kann im Alten Testament verschiedene Bedeutungen haben, hier ist aber klar, dass es sich um den Becher des Zorns Gottes handelt.
Z.B:
Ps 75:8 Denn Gott ist Richter. Diesen erniedrigt er, und jenen erhöht er. 9 Denn ein Becher ist in der Hand des HERRN, schäumender Wein voll Würze. Und er schenkt daraus ein: Ja, seine Hefen müssen schlürfen, müssen trinken alle Gottlosen der Erde.
Oder
Jer:25:15 Ja, so hat der HERR, der Gott Israels, zu mir gesprochen: Nimm diesen Becher Zornwein aus meiner Hand und gib ihn all den Nationen zu trinken, zu denen ich dich sende, 16 damit sie trinken und taumeln und sich wie toll aufführen wegen des Schwertes, das ich unter sie sende!
Oder aber auch im NT:
Off 14: 9 […] Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und ein Malzeichen annimmt an seine Stirn oder an seine Hand, 10 so wird auch er trinken vom Wein des Grimmes Gottes, der unvermischt im Kelch seines Zornes bereitet ist.
Somit ist klar, was Jesus betet: Er betet, Vater, Abba, ist es dir möglich das der Becher deines Zorn an mir vorbei geht ohne dass ich ihn trinken muss? Gibt es einen Weg deinen Zorn zu sühnen – also den Zorn zu stillen ohne dass ich ihn ausschlürfen muss?
Und hier ist wichtig zu verstehen – ja, die Körperlichen Leiden von Jesus waren schlimm – er war brutal und unter der Würde. Nicht auszuhalten und äußert schmerzlich. Aber das, was der eigentliche Schrecken war – das was bei Jesus wirklich Todesangst und Panik verursacht hat, war der Zorn Gottes, der nun bald gegen ihn gerichtet würde.
Und die Antwort darauf ist klar – es kann nicht ohne Geschehen. Gott kann nicht die Schuld Vergeben und gleichzeitig gerecht sein. Damit sein Zorn gesühnt wird – muss jemand stellvertretend die Schuld auf sich nehmen und die Strafe dafür tragen. Gott kann als gerechter Gott nicht einfach ein Auge zudrücken – dann wäre er nicht mehr gerecht. Also muss der Kelch seines Zorns ausgetrungen werden.
Und Jesus ist dazu bereit. Und er fährt fort in seinem Gebet: „Doch nicht was ICH will, sondern was Du willst!“
Jesus ist Gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.
Oder wie es der Autor des Hebräerbriefs sagt:
Heb 5: 7 Der hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod retten kann, und ist um seiner Gottesfurcht willen erhört worden, 8 und lernte, obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam;
Jesus gibt sich dem Willen seines Vaters hin, und wir haben schon aus Jes 53:10 gehört, dass Jahwe ihn zerschlagen wollte. Stellvertretend für meine und deine Sünde.

Übergangssatz 2

Nachdem wir nun im ersten Punkt gesehen haben, dass der Leidenskampf seelisch zermürbend war und schließen konnten, dass die Leiden unumgänglich waren, lass uns anschauen, wie einsam dieser Leidenskampf für Jesus war – und das, obwohl seine Freude, mit denen er die letzten drei Jahre so viel Zeit verbracht hatte, so nah waren.

3. Die Leiden waren einsam (V37-42)

37 Und er kam und fand sie schlafend, und er sagte zu Petrus: Simon, du schläfst? Nicht EINE Stunde vermochtest du dich wach zu halten? 38 Wacht [fortwährend] und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. 39 Und er ging wieder weg und betete, wobei er das Gleiche sagte. 40 Und als er wieder zurückkam, fand er sie schlafend, denn die Augen waren ihnen [wieder] schwer geworden, und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. 41 Dann kam er zum dritten Mal und sagte' zu ihnen: Ihr schlaft weiterhin und ruht aus? Genug. Die Stunde ist gekommen: Seht! der Menschensohn wird in die Hände der Sünder ausgeliefert. 42 Steht auf, gehen wir! Da! Der mich ausliefert, ist nahe.
Drei Mal bittet Jesus seine engsten Jünger mit Ihm zu wachen. Drei Mal schlafen sie ein. Noch vor wenigen Minuten hatte Petrus angekündigt, dass er mit ihm sterben würde (vgl. V29.31) – und alle Jünger hatten eingestimmt – und nun können sie nicht mal mit ihm wach bleiben.
Statt das die Jünger, seine Freunde Jesus in seiner schlimmsten Angst unterstützten – muss Jesus sich um sie kümmern. Er weckt sie, er ermahnt sie. Er belehrt sie, dass sie beten müssen, dass der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach [ist].
Und so kämpft er dreimal einsam seinen Todeskampf. Und ja, Lk erwähnt, dass ein Engel kam, um ihn zu stärken. Aber die Jünger versagen kläglich und wie geht Jesus damit um?
Er hat drei Jahre in die Beziehung investiert. Hat sie gelehrt, hat ihnen Wunder und Zeichen gezeigt und sie sogar befähigt ähnliches zu tun. Und dann, wenn er sie mal braucht – ist er von ihnen verlassen. Was für ein großartiges Bild. Er das Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, tritt trotzdem wie ein Hirte auf und kümmerte sich um seine Jünger. Damit wirke klar, dass er die Seinen – wie er sie liebte – so liebte er sie bis ans Ende.
Wer von uns kann so in Enttäuschen von Menschen umgehen? Und dabei hat keiner auch nur annähernd so viel in eine Beziehung investiert wie Jesus bei seinen Jüngern.
Doch dann ist die Zeit vorbei, sie müssen weiter. Die Stunde ist gekommen: Seht! der Menschensohn wird in die Hände der Sünder ausgeliefert.
Ich komme zum Schluss:

Schluss:

Wir haben aus diesem Text drei Aspekte des Leidenskampf Jesu gesehen, damit die Bedeutung seiner Leiden und seines Gehorsams uns zum Lob anregen und zum Loben ermutigen!
· Wir konnten sehen, dass die Leiden seelisch zermürbend waren, dass sie unumgänglich waren und das sie einsam waren.
Und so sollte auch der Unterschied zwischen den Leiden von Jesus und den Leiden der Martyrer klar geworden sein. Keiner von ihnen, auch nicht ein einziger hatte die Schuld der Welt – und Gottes geballten Zorn vor der Brust. Sie wussten, dass der Tod durchs Feuer, durch wilde Tiere oder auf egal welche Weise sie nur schneller zu ihrem Herrn und Meister bringen würde. Sie wussten, dass Gott für sie ist – und somit keiner gegen sie, seine Außerwählten, sein kann. Doch Jesus?? Er musste den bitteren Kelch, der bis zum Rand mit dem Zorn des lebendigen, heiligen, ewigen Gottes gefüllt war, bis zum Boden austrinken.
Aber dafür war er auf die Welt gekommen. Um die Schuld seines Volkes auf sich zu nehmen. Er kam nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben. Und du? Du und ich, können das heute bezeugen. Du, der du diesem Jesus glaubt, der du glaubst, dass Jesus später am Kreuz gestorben ist, begraben wurde, auferstanden ist und nun zur Rechten des Vaters sitzt, du darst heute durch die Teilnahme am Mahl des Herrn bezeugen, dass Jesus den Zorn Gottes stellvertretend für dich auf sich genommen hat.
Und tue das bitte nicht leichtfertig – nach dem Motto – wenn der Klaus oder die Susi teilnimmt, dann mache ich das auch. Das hier ist kein „Mitgehangen – mitgefangen“-Ding. Es geht um die Verkündigung des einsame Leidenskampf um den Leidenskelch!
Und du, der du dich diesem Jesus nicht hingegeben hast, der du ihm nicht vertraust, dir kann ich nur raten – vertraue ihm ab heute. Tue Buße und lass dich taufen. Oder willst du den Kelch des Zornes Gottes allein trinken?
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