Jesus verwandelt – der Beginn einer neuen Realität

Bibelwoche 2024/2025  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Jesus verwandelt – der Beginn einer neuen Realität

Begrüßung

Einleitung zur Bibelwoche: Die sieben Zeichen Jesu im Johannesevangelium
Herzlich willkommen zum ersten Abend unserer Bibelwoche, in der wir uns gemeinsam auf eine besondere Reise durch das Johannesevangelium begeben. Im Mittelpunkt stehen die sieben Zeichen Jesu – Wunder, die der Evangelist Johannes bewusst so nennt, um uns auf ihre tiefere Bedeutung hinzuweisen.
Zeichen sind mehr als bloße Wunder. Sie sind Botschaften, die uns offenbaren, wer Jesus ist und was er in unser Leben bringt. Sie zeigen uns, wie der Himmel in Jesus sichtbar wird, wie Gottes schöpferische und heilsame Gegenwart durch ihn wirkt. Jesus heilt, rettet und verändert das Leben der Menschen – er bringt den Himmel auf die Erde.
Johannes hat aus den vielen Wundern Jesu sieben ausgewählt, die wir in den kommenden Bibelstunden genauer betrachten werden. Jedes Zeichen lädt uns ein, mehr über Jesus zu erfahren und zu erkennen, wie er Gottes Liebe und Erlösung sichtbar macht. Dabei begegnen wir Orten und Symbolen, die auf den ersten Blick alltäglich erscheinen, aber bei näherem Hinsehen eine tiefere, himmlische Bedeutung entfalten.
Es ist spannend zu entdecken, wie Johannes die Worte und Taten Jesu im Zusammenhang mit dem Alten Testament erzählt. Manche Zahlen und Begriffe erinnern an Gottes Treue zu seinem Volk Israel – eine Treue, die in Jesus eine neue Dimension erhält. Auch die Missverständnisse, die oft Jesu Worte und Handlungen begleiten, laden uns ein, tiefer hinzuschauen und im Austausch miteinander zu erkennen: „Ja, Herr, ich glaube fest: Du bist der Christus, der Sohn Gottes“ (Joh 11,27).
Ich lade ein, an diesen Bibelstunden mit offenen Herzen und wachen Sinnen die Texte zu lesen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam können wir entdecken, wie Jesus auch heute noch den Himmel in unser Leben bringt.

Losung

Psalm 23

Gebet

Gebet zur Eröffnung der Bibelwoche
Herr unser Gott, wir danken dir für diesen Bibelstunde und für die Gelegenheit, gemeinsam dein Wort zu forschen und zu betrachten. Du hast uns in Jesus deinen Sohn gesandt, damit wir erkennen, wie nahe du uns bist. Öffne unsere Herzen und Sinne, damit wir in den Zeichen Jesu deine Liebe und deinen Himmel auf Erden entdecken. Schenke uns offene Ohren für dein Wort, offene Augen für das Wirken Jesu und einen offenen Geist für den Austausch miteinander. Begleite uns auf diesem Weg und lass uns erkennen, wie sehr wir auf deine heilsame Nähe angewiesen sind.
Amen.

Lied: Unser Leben sei ein Fest - Eg.W 636

Essen

Lied: Wenn das Brot, das wir teilen - Kommt atmet auf 91

Bibelarbeit

Thema: "Jesus verwandelt – der Beginn einer neuen Realität"
1. Einstieg – „Verwandlung erleben“ (5 Minuten)
Input: Erzählt von einem persönlichen Erlebnis oder einer bekannten Geschichte, in der eine unerwartete Verwandlung eine schwierige Situation ins Positive verändert hat (z. B. ein Wendepunkt in einer Sportveranstaltung, eine inspirierende Erfolgsgeschichte).
Gespräch: Was bedeutet Verwandlung für euch? Wo habt ihr schon einmal erlebt, dass eine Situation durch unerwartete Hilfe ins Positive gewandelt wurde?
∅ Ziel: Die Teilnehmenden sollen offen werden für das Thema Verwandlung und es mit eigenen Erfahrungen verbinden.
2. Bibeltext – Lesen und Wahrnehmen (10 Minuten)
- Lesung: Lies Johannes 2,1-12 laut vor oder lasse zwei Teilnehmende abwechselnd lesen (ggf. mit einer modernen Übersetzung).
Sprechmotette: „Das Wunder von Kana“
Szene 1: Einleitung – Die Hochzeit
Erzähler:
„In Kana wird Hochzeit gefeiert, Freude liegt in der Luft.
Maria, Jesus, die Jünger – sie sind alle da.“
Festordner *(dringlich, mit aufgeregter Stimme)*:
„Der Wein ist aus, oh Schande!
Was werden die Gäste denken? Was wird der Bräutigam tun?“
Diener 1 *(flüsternd, hektisch)*:
„Vielleicht leihen wir Wein? Doch es ist zu spät!“
Diener 2 *(zweifelnd, langsam)*:
„Zu spät, zu spät. Was bleibt uns jetzt?“
Maria *(fest und klar)*:
„Sie haben keinen Wein mehr.“
Jesus *(ruht, blickt Maria an)*:
„Frau, was habe ich mit dir zu tun?
Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“
Maria *(wendet sich an die Diener, entschlossen)*:
„Was er euch sagt, das tut!“
Szene 2: Die Anweisung an die Diener
Jesus *(ruhig, autoritär)*:
„Füllt die Krüge mit Wasser.“
Diener 1 *(leise, skeptisch)*:
„Wasser? Warum Wasser? Wir brauchen Wein!“
Diener 2 *(ermutigend)*:
„Doch, tu es! Vielleicht geschieht etwas Großes.“
Diener 1 *(seufzend)*:
„Nun gut. Füllen wir die Krüge – voll bis zum Rand!“
Jesus *(geduldig wartend, dann klar sprechend)*:
„Schöpft jetzt etwas heraus und bringt es dem Festordner.“
Diener 1 *(zögernd, mit Zweifeln)*:
„Es ist doch nur Wasser... Was, wenn er lacht?“
Diener 2 *(bestimmter)*:
„Trau dich! Geh – jetzt!“
Szene 3: Das Wunder
Festordner *(kostet, hält inne, erstaunt)*:
„Was für ein Wein! Der Beste, der Beste!
Der Bräutigam hat ihn aufgehoben bis jetzt!“
Bräutigam *(verwundert)*:
„Ich? Ich weiß nichts davon!
Doch... es ist wundervoll!“
Diener 1 *(flüsternd zu Diener 2)*:
„Es war Wasser, ich schwöre es! Wasser!“
Diener 2 *(lächelnd)*:
„Nicht mehr. Jetzt ist es Wein.“
Szene 4: Die Reaktion
Erzähler *(mit Bedacht)*:
„Dies war Jesu erstes Zeichen in Kana.
Seine Herrlichkeit wurde offenbar.
Die Jünger sahen und glaubten.“
Chor *(alle zusammen, jubelnd)*:
„Freude, Freude! Vertrauen und Licht!
Das Wunder von Kana – ein Neubeginn!“
Zusatzfragen für Reflexion nach dem Rollenspiel:
1. Wie wirkt Marias Vertrauen auf Jesus auf uns?
2. Was könnten die Diener empfunden haben, als sie Wasser schöpften und Wein brachten?
3. Welche Botschaft hat das Wunder für unseren Glauben an Jesus?
4. Was symbolisiert der „gute Wein“ in unserem Leben?
Einführung in den Bibeltext
Mini-Input: Führe kurz in den Text ein:
Die Hochzeit zu Kana ist ein markanter Moment im Johannesevangelium. Sie zeigt uns nicht nur ein Wunder, das Jesus vollbringt, sondern auch tiefere spirituelle Wahrheiten, die mit der Ankunft des Messias verbunden sind. In diesem Abschnitt geht es um „Neuwerden“ – eine Erneuerung, die nicht nur das äußere Leben betrifft, sondern auch das innere Wesen jedes Menschen.
In der Bibel gibt es viele Zeichen und Symbole, und zwei besonders markante Symbole tauchen in dieser Erzählung auf: Hochzeit und Wein. Beide sind mit der messianischen Zeit und dem Heil verbunden. Die Hochzeit ist ein Bild für das verheißene Reich Gottes, und der Wein ist oft ein Symbol für das überfließende Leben und die Freude, die mit dem Kommen des Messias in die Welt gebracht wird. Um das tiefer zu verstehen, gehen wir diesen Begriffen in der Bibel nach und sehen, wie sie in Johannes 2,1–11 zu einer einzigartigen Verbindung kommen.
Der Kontext: Die Hochzeit zu Kana ist die erste öffentliche Handlung Jesu im Johannesevangelium. Jesus bringt eine neue Dimension des Lebens, eine Erneuerung, die sowohl die Schöpfung als auch den Glauben der Menschen betrifft.
Symbolik: Hochzeit als Bild für Gemeinschaft, Freude und Fülle. Wein steht in der Bibel oft für Lebensfreude und Göttlichkeit.Die Hochzeit ist ein Bild für das verheißene Reich Gottes, und der Wein ist oft ein Symbol für das überfließende Leben und die Freude, die mit dem Kommen des Messias in die Welt gebracht wird.
Wahrnehmungsfrage: Was fällt euch spontan an diesem Text auf? Gibt es etwas, das euch irritiert, fasziniert oder berührt?
∅ Ziel: Die Teilnehmenden sollen den Text auf sich wirken lassen und erste Eindrücke teilen.
3. Perspektiven entdecken – Jesu Handeln (15 Minuten)
- Input: Kurz einige zentrale Punkte aus dem Text hervorheben:
Die Erwartungen der Menschen
Die Geschichte beginnt mit einer Hochzeit in Kana. Schon zu Beginn ahnen wir: Diese Hochzeit wird mehr sein als ein einfaches Fest. Hochzeiten in der jüdischen Tradition sind mehr als nur Feierlichkeiten – sie sind ein Bild für das kommende Reich Gottes. Maria, die Mutter Jesu, bemerkt ein Problem: Der Wein geht aus. Und sie wendet sich an ihren Sohn mit der Erwartung, dass er handeln wird.
Die Frage, warum Maria genau diesen Moment auswählt, ist interessant. Wahrscheinlich erhofft sie sich, dass Jesus in dieser Situation sein messianisches Handeln offenbart. Wein, so wissen wir aus der Bibel, ist ein Symbol für das Heil und das kommende Reich Gottes. In der messianischen Zeit sollte Wein in Fülle fließen (Amos 9,13). Maria erwartet von Jesus ein kreatives Wunder, das nicht nur das Fest rettet, sondern auch eine tiefere Bedeutung für das messianische Reich hat.
Jesu Zurückhaltung: Jesus reagiert auf die Bitte seiner Mutter zunächst zögerlich („Meine Stunde ist noch nicht gekommen“).
Das Wunder: Die Verwandlung von Wasser in Wein geschieht diskret, nicht als öffentlicher Akt.
Bedeutung des Weins: Es ist nicht irgendein Wein, sondern der „beste Wein“ – ein Symbol für die überreiche Gabe Gottes.
Der Wein als Symbol der Fülle
Der Festordner bemerkt den Wein und ist erstaunt, dass der gute Wein erst jetzt serviert wird. In der antiken Welt war es üblich, den besten Wein zuerst zu servieren und dann, wenn die Gäste betrunken waren, den weniger guten. Doch Jesus dreht diese Ordnung um. Der Wein, den er gibt, ist der beste und er kommt am Ende des Festes.
Dieser Wein ist ein Symbol für das messianische Heil. Er steht für die Fülle des Lebens, die Jesus bringt, und die Qualität des neuen Bundes, den er mit den Menschen schließt. In Jesus beginnt eine neue Ära des Gottesreichs – eine Ära, in der es nicht nur um äußerliche Geschenke geht, sondern um das wahre Leben, das in ihm ist. Wein ist hier nicht nur ein Getränk, sondern ein Zeichen für das Leben und die Freude, die Gott den Menschen gibt.
Gesprächsfragen:
Warum könnte Jesus so gezögert haben, aktiv zu werden?
Was sagt es über Jesus aus, dass er „hinter den Kulissen“ wirkt?
Wie können wir die Symbolik des besten Weins für unser eigenes Leben verstehen?
∅ Ziel: Den Fokus auf Jesu Charakter und die Tiefe seines Handelns lenken.
4. Unsere Rolle – Die Diener und Maria (10 Minuten)
Input: Betone die Rollen der beteiligten Personen:
Maria: Sie zeigt Vertrauen in Jesu Macht, auch wenn sie seine Zeitpläne nicht kennt.
Die Diener: Sie gehorchen ohne zu verstehen, was passieren wird, und werden so zu Zeugen des Wunders.
Die Jünger: Johannes zieht am Ende des Berichts Bilanz: „Und seine Jünger glaubten an ihn.“ Dieses „Glauben“ ist ein wichtiger Moment im Evangelium. Es ist nicht das endgültige Bekenntnis, das die Jünger später aussprechen werden, aber es ist ein erster Schritt. Das Wunder zeigt ihnen, dass Jesus mehr ist als ein gewöhnlicher Rabbi. Er ist der Messias, der das verheißene Heil bringt.
Dieser erste Schritt des Glaubens wird sich in den kommenden Kapiteln weiterentwickeln. Es wird deutlich, dass Wunder wie dieses nicht das Ziel sind, sondern Mittel, die den Menschen helfen sollen, zu erkennen, wer Jesus wirklich ist. Wunder sind Zeichen, die den Glauben fördern sollen, aber der wahre Glaube muss über das Staunen und die Wunder hinausgehen und in einer tiefen Beziehung zu Jesus münden.
Gesprächsfragen:
Welche Rolle spielt Vertrauen im Handeln von Maria und den Dienern?
Gibt es Situationen in unserem Leben, in denen wir wie die Diener handeln müssen – gehorchen, ohne alles zu verstehen?
∅ Ziel: Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigene Bereitschaft zu vertrauen und aktiv zu werden.
5. Abschluss – Eine neue Realität (10 Minuten)
Input: Zusammenfassung der zentralen Botschaft:
Jesu Handeln bei der Hochzeit zu Kana zeigt, dass Gott Freude, Fülle und Neues bringen möchte.
Das Wunder ist ein Zeichen für die beginnende neue Wirklichkeit des Reiches Gottes.
Das Wunder von Kana zeigt uns, dass Jesus nicht nur in den Alltag der Menschen eingreift, sondern dass er eine neue Schöpfung bringt. Der Wein steht für das neue Leben, das mit ihm kommt. Mit ihm beginnt die messianische Zeit, und durch ihn erfahren wir, dass Gott das Leben in Fülle gibt.
Das Wunder bleibt geheimnisvoll, doch es ist klar, dass Jesus der Herr der neuen Schöpfung ist. Er ist der Messias, der das Alte hinter sich lässt und das Neue einführt. In Jesus kommt die Fülle des Lebens, die die Menschen von Grund auf erneuert. In dieser Geschichte wird auch klar, dass der Glaube an Jesus immer ein Prozess ist, der im Vertrauen wächst – und dass das Leben, das er schenkt, nicht nur die äußere Welt betrifft, sondern auch das innere Leben eines jeden Menschen.
Wir sind eingeladen, in diesem neuen Leben mitzugehen, uns in der Erneuerung durch Jesus einbeziehen zu lassen und uns dem Willen Gottes zu öffnen. Was wir in diesem Wunder von Kana sehen, ist nicht nur eine Veränderung des Wassers in Wein, sondern ein Bild für die tiefgreifende Transformation, die Gott in uns und in der Welt bewirken möchte.
Impulsfrage: Wo in eurem Leben seht ihr die Möglichkeit, dass Gott etwas verwandeln kann?
Gebetszeit: Lade die Teilnehmenden ein, in einer offenen oder stillen Gebetszeit zu reflektieren, wo sie Gottes Verwandlungskraft erleben möchten.
∅ Ziel: Die Teilnehmenden gehen mit der Erkenntnis und Hoffnung hinaus, dass Jesus Verwandlung bringt und unser Vertrauen belohnt.
Optionale Ergänzung: Kreativer Abschluss
- Lass die Gruppe kleine Kärtchen beschriften mit dem Satz: „Jesus kann in meinem Leben … verwandeln“. Diese Kärtchen können auf einen gemeinsamen Tisch gelegt oder mitgenommen werden.

Lied: Wie ein Fest nach langer Trauer EG plus Nr 135

Gebet

Vaterunser

Lied: So bist nur du – Feiert Jesus 5 – Nr. 82

Segen

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