Gott ist alle Ehre
Gott ist... (Weihnachts-Edition) • Sermon • Submitted • Presented
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· 11 viewsEngel sind Boten. In der Zeit, als Gottes Sohn Jesus von Maria geboren wurde, brachten diese erstaunliche Botschaften, die auch für uns bedeutsam sind. In allen Fällen schwärmen diese Boten von Gott und seinen unvergleichbaren Eigenschaften. Drei Aussagen sind: Gott ist nichts unmöglich (1.Dez 24) Gott ist mit uns (8. Dez 24) Gott ist alle Ehre! (25. Dez 24) FEG-LuzernSüd www.fegluzernsued.ch/predigt
Notes
Transcript
Handout
Glanz und Gloria
Glanz und Gloria
Was glänzt?
Die Kerzen am Weihnachtsbaum, die Goldmedaille von Odi, der Schüler mit den meisten 6en, der Paillettenpullover vom letzten Fest…
In der Adventszeit glänzt vieles. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt - aber noch schöner glänzen die Sterne am Nachthimmel.
Glanz wird dort sichtbar, wo es ringsherum dunkel ist. Je dunkler das Umfeld, desto heller glänzt das Licht.
Wir stellen einen Adventskranz in den Raum und zünden die Kerzen an. Die leuchten, ja - aber glänzen tun sie erst, so richtig, wenn wir den Raum verdunkeln.
Und: nicht alles, was glänzt, ist auch eine echte Lichtquelle. Manchmal glitzert etwas, aber es spiegelt einfach ein anderes Licht wieder. Da gibt es den grossen Unterschied zwischen Sein und Schein. Glänzt es echt - oder tut’s nur so? Wenn es echt ist, dann darf man es hoch halten, beachten, ehren.
Hmmm.... ich habe da eine Frage: kann Gott auch glänzen? Schliesslich heisst es über Gott, dass er das Licht selbst ist:
1. Johannes 1,5 (NLB)
Das ist die Botschaft, die er uns gegeben hat, damit wir sie euch weitersagen: Gott ist Licht; in ihm ist keine Finsternis.
Stellen wir uns vor, wie es damals war: Maria bringt ihr erstes Kind zur Welt und legt es in eine schlichte Futterkrippe. Das Kind nennen Josef und Maria Jesus. Weil beide vor weniger als einem Jahr einem Engel begegnet sind. Und dieser Engel hat diese Geburt angekündigt, ein Wunder, weil die Kraft Gottes, der Heilige Geist über die Jungfrau Maria kommt und das Kind in ihrem Bauch heranwächst - als Sohn Gottes… Maria hörte die Botschaft: Gott ist nichts unmöglich. Josef hörte: Gott ist bei uns. Aber beide, Josef und Maria, erfuhren vom Engel unabhängig voneinander, dass das Baby “Jesus” genannt werden soll. Nun, da glänzt nicht viel. Vielleicht die leuchtenden Augen der jungen Mutter. Aber sonst ist der Ort kalt, trostlos, nicht das richtige für ein neugeborenes Kind.
Das führt mich zur heutigen Biblestory.
Mega Freude statt mega Angst: Biblestory Lukas 2,8-20
Mega Freude statt mega Angst: Biblestory Lukas 2,8-20
Nachts passten Hirten auf ihre Herden auf. Als ein Engel des Herrn bei ihnen auftauchte, umstrahlte sie der Glanz des Herrn - und sie bekamen mega Angst. Aber der beruhigte sie: “Habt keine Angst. Ich habe gute Neuigkeiten für euch: eine mega Freude fürs ganze Volk. Heute ist euch in der Davidsstadt der Retter geboren. Der Christus, der Herr. Und das ist das Zeichen: ihr findet ein gewickeltes Baby, das in einer Krippe liegt.”
Plötzlich war beim Engel die ganze himmlische Engelsarmee. Sie lobten Gott und sagten: “Gott in der Höhe ist alle Ehre. Und auf der Erde sei Frieden - bei den Menschen, an denen Gott Gefallen hat.”
Als die Engel wieder im Himmel verschwunden waren, sagten die Hirten zueinander. “Lasst uns nach Bethlehem gehen und wirklich nachschauen, was uns da Gott hat wissen lassen.” Sie rannten und sie fanden Maria, Josef und das Baby, das in einer Krippe lag. Nachdem sie es gesehen hatten, erzählten sie überall von dem, was ihnen über das Kind erzählt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Dinge, die ihnen von den Hirten gesagt worden waren. Maria behielt all diese Ereignisse im Herzen und bewegte sie. Die Hirten, wieder zurück bei den Herden, ehrten Gott und lobten ihn über all das, was sie gehört und gesehen hatten - es war genauso wie es ihnen gesagt worden war.
Gottes Ehre glänzt
Gottes Ehre glänzt
Das waren die ersten Leute, die von der Geburt von Jesus erfuhren. Gott ist alle Ehre! Das kommt in der Geschichte voll durch.
Dreimal glänzt Gottes Ehre auf. Das erste Mal, als der Engel plötzlich bei den Hirten auftaucht (Lk 2,9). Das zweite Mal, als der Chor der Himmelsarmee laut hinaussingt: “Ehre sei Gott in der Höhe...” (Lk 2,14) Und das dritte Mal im Lobpreis der Hirten, die nach der ganzen Geschichte wieder zurückkehren zu ihren Schafen (Lk 2,20).
Gott ist Licht - aber beim kleinen Kind in der Krippe sieht man das nicht deutlich. Darum setzt Gott etwas Grossartiges in Bewegung und umstrahlt die Geschichte mit Licht aus dem Himmel. Der Domino-Effekt ist: Gott lässt es aufleuchten - darum wird Gott die Ehre zugeschrieben - und schliesslich führt das zum Staunen und Lobpreis und Anbetung bei vielen Menschen. Nicht nur bei den Hirten.
Gott ist alle Ehre - das ist mein Predigttitel. Und mein erster Impuls an uns: wenn das so ist, dann brauchts auch bei uns den Dominoeffekt: Weihnachten zeigt, wie Gott sein Licht aufleuchten lässt. Und dabei wird uns klar, wie grossartig Gott ist. Und das löst bei uns staunen aus. Und Lobpreis. Lobpreis bedeutet nichts anderes, als Gott mit unseren Worten und Liedern aufglänzen lassen.
Gute Nachricht
Gute Nachricht
Mitten in diesem Aufleuchten von Gottes Glanz und Gloria steht der Engel des Herrn. Er hilft den Hirten, von der mega Angst (kein Wunder!) zur mega Freude zu kommen. Dabei erklärt der Engel: Ich evangelisiere jetzt. Ich sage euch jetzt die gute Nachricht.
Ich bin beeindruckt, wie er das den Hirten erklärt. Er hält sich dabei an die wichtigsten journalistischen Merkfragen und beantwortet in seinem kurzen Statement alle wesentlichen Fragen. Nach seiner Rede bleibt keine Unklarheit mehr zurück. Der beste Reporter könnte es nicht besser machen. Klar doch, wenn ein himmlischer Bote kommt… Engel bedeutet ja nichts anderes als Bote. Als einer, der mit einer Botschaft geschickt wird.
Was sind die journalistischen Fragen, auf die der Engel eingeht?
Warum evangelisiert er? Damit sie keine Angst, sondern grosse Freude haben.
Wem evangelisiert er? Euch - den ersten Zuhörern, den Hirten
Für wen ist die gute Nachricht? Fürs ganze Volk.
Was ist die Botschaft? Euch ist ein Kind geboren.
Wann ist das geschehen? Heute.
Wer ist das? Der Retter, der Christus, der Herr.
Wo geschah das? In der Stadt Davids, das ist Bethlehem.
Wie wird das erkennbar? Das Zeichen ist: ihr werdet ein Baby finden, gewickelt in einer Krippe liegen.
Ich meine, da könnte ich mir eine Scheibe davon abschneiden, wie exakt der Engel von der grossen Sache erzählt. Es dreht sich dabei alles um das Kind in der Krippe. So können auch wir Weihnachten erklären.
Es ist, wie wenn das grosse Licht, die grosse Herrlichkeit, das riesige Glänzen nur dazu da ist, um zu zeigen, dass da in der Krippe, so unscheinbar, so glanzlos, doch ein Licht aufglänzt. Wie wenn der grosse Adventskranz oder der Weihnachtsbaum nur darauf hinweist, dass das wesentliche Licht dort in der Krippe liegt: der Sohn des Gottes, von dem es heisst, dass er Licht ist.
Der Fokus geht auf das Kind in der Krippe!
Der Fokus geht auf Jesus.
Das Kind in der Krippe?
Das Kind in der Krippe?
Die Hirten erfahren vom Engel keinen Namen für das Kind. Weder “Jesus” - das bedeutet: der Herr rettet. Noch “Immanuel” - das bedeutet: Gott ist mit uns. Aber der Engel komprimiert die gute Nachricht, das Evangelium in drei Beschreibungen, wer das Kind ist.
Retter: Gott ist mit uns!
Christus: Gott ist nichts unmöglich!
Herr: Gott ist alle Ehre!
Freunde, das ist Weihnachten!
Wir brauchen einen Retter. Wirklich? Ja, denn wir sind von Natur aus Gott los. Gottlos. Das merken viele ja nicht. Aber deswegen ist es nicht unwahr. Wir brauchen einen Retter, der uns wieder mit Gott connectet. Einen, der unser W-Lan wieder aktiviert und uns den passenden Schlüssel gibt, um mit Gottes Hotspot zu connecten. Der Schlüssel heisst: Immanuel - Gott ist mit uns! Graviere dir diesen Schlüssel tief ins Herz.
Wir brauchen einen Christus. Wirklich? Ja, einen starken Mann, der allmächtig ist - und gut! Nicht einen, der zwar alles kann, aber nur für sich schaut. Auch nicht einen, der zwar das Beste will, aber nichts zustande bringt. Sondern einen, der allmächtig und gut ist. Das bedeutet Christus: einer der von Gott kommt, von Gott bevollmächtigt und gesalbt ist. Das ist der, von dem es heisst: Gott ist nichts unmöglich!
Wir brauchen einen Herrn. Wirklich? Ja, einen, der glänzt, der herrlich ist, dem Ehre gehört. Keinen, der nur Schein hat, sondern einen, der Sein hat - der ist, was er ausstrahlt: ein guter Herr! Das bedeutet auch: gib ihm die Ehre. Lass den Domino-Effekt von Weihnachten losgehen und preise, und lobe, und verherrliche Gott!
Was wäre, wenn...
Was wäre, wenn...
Gott wird Mensch, und das hat Auswirkungen auf jeden Menschen. In dem berühmten Weihnachtsgedicht des Mystikers Angelus Silesius (1624–1677) heißt es: „Wär’ Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, du bliebst doch ewiglich verloren.“ (zitiert bei Werner Tiki Küstenmacher)
Was wäre, wenn Weihnachten nicht nur bei uns, sondern bei den Menschen, denen wir heute und morgen und übermorgen begegnen, diese tolle Auswirkung hat, dass Christus in uns geboren wird?
