AGW Hoffnung

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Allinzgebetswoche; Hoffnung für die Gemeinde; Gemeindeverantwortliche wertschätzen

Notes
Transcript

Begrüßung

Guten Morgen. Für mich ist das hier eine sehr ungewohnte Perspektive und das macht mich sehr nervös, daher und nicht weil ich jemanden verärgern möchte sage ich einfach du zu dir, als Bruder und Schwester im Herrn, hoffe ich, dass das für dich in Ordnung ist.
Das Oberthema für die diesjährige Allianzgebetswoche ist Hoffnung. Und wenn man sich in seinem Umfeld umhört, kommt es ganz schnell raus, dass das Jahr eigentlich wenig gibt, worauf sich hoffen lässt. Die Bundestagswahl macht vielen eher Angst. Die Linken haben Angst vor den Rechten und umgekehrt. Wir haben Angst, was die wirtschaftliche Lage angeht, gerade was Thyssen angeht. Es herrscht Angst vor dem Amtsantritt von Trump und wie er auf das Weltgeschehen reagieren wird. Wie wird in in der Ukraine weitergehen? Wie wird es im Nahen Osten weitergehen? Ich schaue da speziell drauf, weil ich mit meiner Frau sogar noch diesen Monat hinfliege zu einer Studienreise!
Und was soll noch alles dieses Jahr passieren? Vielleicht steht eine OP an, das Abitur oder ein anderer Abschluss. Vielleicht eine Anschlussfinanzierung, die das Budget sprengen könnte oder man sieht mit Sorge auf seine Eltern oder Großeltern, die immer schwächer werden. Was bringt uns dieses neue Jahr 2025?
Ich möchte mit euch nicht spekulieren, will aber mit euch in eine kurze Zeit der Stille gehen, um alle Sorgen und Ängste, die ihr gerade verspürt vor Gott zu bringen. Alles was dich belastet, alles was dich von Gott ablenkt, gib es ihm ab. Ich werde für dich beten, dass du Ruhe hast für die Predigt und dein Herz mit Hoffnung gefüllt wird! Ich schließe die Zeit der Stille dann mit einem Gebet.

Gebet

Vater, du hast diese Welt geschaffen, du hast den Himmel, die Planeten und die Sterne erschaffen, die wir bestaunen können. Du hast diesen Universum in deiner Hand und möchtest trotzdem mit uns kleinen Menschen in Beziehung treten. Vater ich danke dir, dass du mich kennst und dass du jeden hier kennst. Danke, dass du alle unsere Sorgen und Ängste abnehmen möchtest und ich bitte dich, dass du uns jetzt füllst mit deiner Liebe, mit deiner Wahrheit, mit deiner Hoffnung und mit deinem Frieden.
Amen

Einleitung

Seid fröhlich in der Hoffnung, beharrlich im Gebet, dankbar in aller Bedängnis. Dieses Lied habe ich in der Vorbereitung im Ohr gehabt und es beinhaltet für mich einen wichtigen Punkt der Hoffnung. Hoffnung macht uns fröhlich. Hoffnung gibt uns eine gute Perspektive und motiviert uns. Deshalb finde ich das Thema der Allianzgebetswoche so unfassbar gut und wichtig! Wir brauchen Hoffnung. Hoffnung in dieser Welt, Hoffnung in Europa, Hoffnung in Deutschland, Hoffnung im Kreis Siegen-Wittgenstein, Hoffnung in unseren Städten, Hoffnung in unseren Dörfern, Hoffnung in der Gemeinde, Hoffnung in der Familie und Hoffnung in unseren Herzen. Und wir haben sogar etwas an der Hand, was uns Hoffnung geben möchte, nämlich das Wort Gottes! Und das Wort Gottes ist wie ein Regenschirm, man muss ihn 1. Dabei haben und 2. auch öffnen, damit er seine Wirkung entfaltet. Für Ersteres mag es heute vielleicht zu spät sein, aber wer seine Bibel dabei hat, den lade ich dazu ein 1. Thessalonicher 5 aufzuschlagen und mitzulesen.
1. Thessalonicher 5,1–25 LU84
1 Von den Zeiten und Stunden aber, liebe Brüder, ist es nicht nötig, euch zu schreiben; 2 denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. 3 Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr –, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen. 4 Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass der Tag wie ein Dieb über euch komme. 5 Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. 6 So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein. 7 Denn die schlafen, die schlafen des Nachts, und die betrunken sind, die sind des Nachts betrunken. 8 Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. 9 Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus, 10 der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben. 11 Darum ermahnt euch untereinander und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut. 12 Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt an, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen; 13 habt sie umso lieber um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander. 14 Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. 15 Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann. 16 Seid allezeit fröhlich, 17 betet ohne Unterlass, 18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch. 19 Den Geist dämpft nicht. 20 Prophetische Rede verachtet nicht. 21 Prüft aber alles und das Gute behaltet. 22 Meidet das Böse in jeder Gestalt. 23 Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. 24 Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun. 25 Liebe Brüder, betet auch für uns.
Hauptteil
Ein unfassbar großes Kapitel mit so viel, was darin steckt. Es tut mir fast weh nur auf die für heute vorgesehen Verse zu achten, aber Gottes Wort ist eben voll von guten Ratschlägen, Hinweisen, Korrketuren und Ermutigungen und voll von Hoffnung. Hoffnung auf den Tag des Herrn, weil wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm, Jesus Christus unserem Herrn, leben. Deshalb sollen wir uns gegenseitig ermahnen und erbauen. Das sagt Paulus, Silvanus und Timotheus auch heute noch zu uns. Doch diese drei bitten uns AUCH: 1. Thess 5,12-13a
1. Thessalonicher 5,12–13 (LU84)
12 Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt an, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen; 13 habt sie umso lieber um ihres Werkes willen.
Die erste Frage die geklärt werden sollte ist: Wer sind eigentlich die, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen?
Bist du dir bewusst, wer an dir arbeitet und dir vorsteht im Herrn und dich ermahnt? Wenn ich in mein Leben schaue, dann fallen mir ein paar Personen ein, die das für mich erfüllt haben. 1. meine Eltern. Sie haben vermutlich schwer an mir arbeiten müssen und haben mich oft ermahnt und mir vorgestanden im Herrn, doch irgendwann kommt der Punkt, da hat man selbst eine Entscheidung zu treffen und die Eltern stehen einem nicht mehr vor. Dann gab es viele die an mir gearbeitet haben und mich ermahnt haben. Ob ein Jungscharmitarbeiter oder Leiter, ob Jugendmitarbeiter oder Leiter; meine Tante; und letztlich hat meine Frau viel arbeit an mir und muss mich oft ermahnen. Aber sie stehen eigentlich alle nicht mir vor in dem Herrn. Das sind Personen, die explizit berufen worden sind dies zu tun. Die Hirten, die ihre Schafe hüten sollen. Die Ältesten, die die Gemeinde leiten sollen. Sie stehen vor. Sie sollen dafür Sorge tragen, dass das richtige gelehrt wird, sollen Irrlehrer abwehren, sollen Zweifelnden helfen. Sie sollen dafür sorgen, dass der Glaube wächste in jedem von euch. Die Ältesten haben also eine ganz schön große Aufgabe und haben deshalb auch eine ganz schön hohe Anforderung. Grundsätzlich gilt aber zuerst:
1. Timotheus 3,1 LU84
1 Das Wort ist gewiss: Wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet, so begehrt er ein schönes Werk.
Es ist ein schönes Werk. Die Anforderung für den Ältesten oder Aufseher oder Bischof sind die folgenden:
1. Timotheus 3,2–9 LU84
2 Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfrei, lehrfähig, 3 kein Trinker, kein Schläger, sondern milde, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, 4 der dem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder mit aller Ehrbarkeit in Unterordnung hält 5 – wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen? –, 6 nicht ein Neubekehrter, damit er nicht, aufgebläht, dem Gericht des Teufels verfällt. 7 Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, damit er nicht in übles Gerede und in den Fallstrick des Teufels gerät. 8 Ebenso die Diener; ehrbar, nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht schändlichem Gewinn nachgehend, 9 die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren.
Und jetzt stehen wir in einer Zeit, in der es doch sowieso schon schwierig ist, überhaupt jemanden in Positionen zu bringen, die Verantwortung beinhaltet. Und wenn es dann noch ein Ehrenamt ist, dann ist die Liste an Wahlvorschlägen sehr dünn. Wieso? Paulus sagt doch, dass es ein schönes Werk ist! Warum ist es dann so schwierig? Ich selbst habe schwer damit zu kämpfen gehabt, diese Anforderungen zu lesen und mich dennoch der Wahl zum Ältesten zu stellen.
Der Grund für mich ist, auch wenn ich das nicht 100%ig erfülle, so ist das mein Ziel und mit Jesus will ich dieses Ziel erreichen. Doch das heißt, man muss immer weiter an sich selbst arbeiten und das ist ein Punkt der es schwierig macht und allein durch Jesus Christus überhaupt möglich ist.
Ein zweiter Punkt ist, dass das Amt wirklich viel Verantwortung mit sich bringt. Man muss arbeiten und es bedeutet Stress und viele, manchmal auch unschöne Gespräche und ganz viel Zeit.
Und dann scheint es für mich so zu sein, dass der dritte Punkt gerade in Deutschland zutrifft: Als Autoritätsperson ist ganz viel Misstrauen vorhanden von allen, denen du vorstehen sollst. Wenn nicht alles ins kleinste Detail erklärt wurde, wird die Entscheidung angezweifelt. Man kann es nie allen recht machen und letztlich steht man ganz schön unter Druck. Wie sieht es dann mit der Hoffnung aus? Ist man als Ältester nicht sehr schnell ausgebrannt, gestresst und verurteilt? Gerade als Ältester sollte man doch Hoffnung in der Gemeinde ausbreiten. Um jemandem Hoffnung zu geben, brauchen wir doch selbst Hoffnung! Wie sollen wir als an jemandem Arbeiten und ihm Hoffnung schenken, wenn wir selbst keine Hoffnung haben? Wir haben doch gemeinsam das Ziel Christus ähnlicher zu werden. Deshalb schreibt Paulus in 1. Thessalonicher 5 Vers 13 a: habt sie umso lieber um ihres Werkes willen!
Wir sind EIN LEIB gerade in der Allianzgebetswoche ein zentraler Punkt und daher sollten wir diejenigen, die an forderster Front stehen, umso lieber haben oder wie die NeÜ schreibt “Wegen ihrer Mühe sollt ihr ihnen besondere Achtung und Liebe entgegenbringen.” Das heißt nicht, dass immer alles richtig und gut ist, was ein Ältester macht, aber die Gemeinde kann die Ältesten unterstützen und das durch etwas so einfaches wie besondere Achtung und Liebe entgegenbringen. Das ermutigt. das gibt Kraft, das macht Lust dieses schöne Werk auszuführen. Das gibt Hoffnung! Hoffnung für die ganze Gemeinde. Hoffnung auf den Tag des Herrn. Die Bibel spricht hier ganz konkret zu jedem einzelnen von uns. 1. Thessalonicher 5,13
1. Thessalonicher 5,13 (LU84)
13 habt sie umso lieber um ihres Werkes willen.
Deshalb will ich euch auch ein paar praktische Dinge vorschlagen, wie ihr das umsetzen könnt. Wie ihr euch an der Hoffnung in der Gemeinde beteiligen könnt.
Erkundige dich, wer ist Ältester in deiner Gemeinde ist. Nur zur Sicherheit erwähne ich das, wenn du das schon weist: sehr gut!
Überlege, wie du einem Ältesten eine Freude machen könntest. z.B. Eine persönliche Dankeskarte oder einmal eine Einladung zum Essen oder zu einem Spieleabend oder ein persönliches Dankeschön für seine Arbeit in der Gemeinde.
Bete für die Ältesten und segne sie
Als Gemeinde könnte man sogar explizit die Ältesten segnen und sie für ihren Dienst zurüsten.
Mit diesen einfach praktischen Hilfen, kannst du selbst und könnt ihr als Gemeinden eure Ältesten stärken für ihren Dienst. Ihr könnt ihnen zeigen, wie wichtig sie sind und bringt ihnen Hoffnung. Die Hoffnung die letztlich auch die ganze Gemeinde weiter antreibt und letztlich in jeden Teil des EINEN Leibes Christi kommt.
Bevor ich zum Ende komme, möchte ich noch zwei Dinge kurz klarstellen.
Jeder, der am Reich Gottes baut, verdient es geachtet und geliebt zu werden. Durch die Predigt soll das nicht kleingeredet werden, sondern das Bewusstsein speziell für die Ältesten geschärft werden.
Älteste sind nicht unfehlbar. Durch die Predigt sage ich nicht, dass Älteste nicht auch in Wahrheit und Liebe ermahnt werden sollten! Das sollte immer möglich sein, aber ich gebe den Tipp, dass man die Sache zunächst vor Gott bringt, um dann von ihm geführt und gut Fehler in Liebe angesprochen werden.

Schluss

Ich fasse meine wichtigsten Punkte zusammen:
Wir brauchen Hoffnung in dieser Welt und in Jesus Christus haben wir diese Hoffnung und in der Bibel, wenn wir sie denn aufschlagen, finden wir sie.
Wir brauchen Hoffnung in der Gemeinde und dazu können wir beitragen, indem wir den Ältesten, “wegen ihrer Mühe, besondere Achtung und Liebe entgegenbringen.” Das stärkt die Ältesten und bringt Hoffnung in die ganze Gemeinde.
Überleg dir persönlich, aber vielleicht auch als Gemeinde, wie das praktisch und konkret aussehen kann. Beispiele dazu habe ich euch gegeben. Aber macht euch selbst gedanken darüber, was für euch wichtig ist.
Abschlussgebet
Lasst uns noch gemeinsam zur Ehre unseres Vaters aufstehen und ein Gebet sprechen
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