Zielorientiert leben - Steht deine Leiter an der richtigen Wand?
Notes
Transcript
Einleitung
Einleitung
Der Kontext zur Jahreslosung
Der Kontext zur Jahreslosung
Wir machen gerade eine kleine thematische Reihe, die sich von unserer Jahreslosung ableitete:
Folie
Prüft aber alles und das Gute behaltet.
Die Idee war: Ich kann meinen Fortschritt nur prüfen, wenn ich meinen Ist-Status mit dem Soll-Status abgleiche.
Da bin ich dann wieder ganz Betriebswirt. Ziele setzen, um dann Ausreden zu finden, warum wir sie nicht erreichen, darin sind wir ganz groß!
Aber meint Paulus das hier so ganz direkt und wirklich?
Paulus schiebt zwei kleine Buchstäblein in den Text, die bei uns mit “aber” übersetzt werden. Das wird gerne unterschlagen (oder in den hinteren Satzteil verbannt). ABER sie zeigen uns, dass Paulus sich auf die vorausgehenden Verse bezieht:
Prüfe das Reden des Geistes in deinem Leben: Lösche es nicht aus! Habe keine Angst davor, dass der Heilige Geist in deinem Leben was zu sagen hat!
Prüfe die Prophetische Rede, z.B. auch von hier vorne, so denn die Predigt ein Wort von Gott ganz konkret für dich offenbart und nicht “nur” lehrend erklärt. Eine Predigt, die dich herausfordert, weil Gott dich durch den Prediger ganz persönlich getroffen hat. (Genau das ist so ziemlich jedes Mal mein Gebet!)
Trotzdem mag der Heilige Geist, manchmal nur vorgeschoben sein:
Gott hat mir klar gesagt: Das ist sie! Der Herr kann das Mädel, in das ich mich verknallt habe, doch sicher noch bekehren!
Gott hat mich ganz konkret zu diesem oder jenem Dienst berufen!
Oder der Prediger da vorne hat seine eigene Agenda, statt die des Herrn. Soll schließlich auch vorkommen.
Deshalb fordert Paulus uns in der Jahreslosung auf:
Prüft aber alles und das Gute behaltet.
Wir sehen also: Das Thema Ziele hat damit nichts zu tun. ich bleibe trotzdem bei dem Thema und fliege es etwas anders an:
Himmelsleiter
Himmelsleiter
Letzte Woche las ich die Geschichte von Jakobs Himmelsleiter (1Mo 28,10-22):
Folie
Jakob träumt davon wie eine Leiter auf der Erde stand und mit der Spitze an den Himmel rührte.
Jakob erkannte: Hier ist der Eingang zum Himmel! Er nahm den Stein, auf dem er geschlafen hatte, baute ein Denkmal und sprach ein Gelübde.
Ich möchte heute morgen nicht darüber reden,
dass Gott sich vielleicht bis heute am Ehesten den Ohnmächtigen offenbart und
man eher von einem Bett aus Steinen den Stairway to heaven sieht
als aus deinem neuen, kuscheligen Plüsch-Sofa.
Auch nicht darüber, an welche Wolke die Leiter angelehnt war, aber da nähern wir uns schon dem Thema.
Die Botschaft ist vielmehr:
Wenn du deine Leiter an die falsche Wand anlegst, dann bringt dich jede Sprosse dem falschen Ziel näher.
Leiter aufstellen
Ziele setzen
Ziele setzen
Am Anfang eines Jahres ist aber vielleicht doch ganz passend, sich mit den Fragen auseinanderzusetzen:
Was sind deine Ziele?
Wo kommen sie wirklich her?
Es geht heute also nicht darum, wie ich auf der Leiter Sprosse um Sprosse nach oben komme. Hier würde der Ausdruck 5-Sprossen-Plan ganz gut passen.
Nein, es geht darum: An welcher Wand steht deine Leiter? Wo willst du eigentlich hin?
Wenn wir unsere Ziele festlegen, wollen wir uns an Gottes unfehlbarem Wort orientieren, ganz im Sinne von:
„Der, der dich gemacht hat, weiß auch, was er mit dir machen will.“
Sonst landen wir mit unserer Leiter in Wolkenkuckucksheim.
Vielleicht ist ein guter Ansatz nachzuschlagen,
Welche Ziele hat Gott selber? Was will er - für sich selbst?
Folie
Dazu können wir auf Jesus schauen, den Anfänger und Vollender des Glaubens (Hebr 12,2). Was sind seine Ziele und hat er sie erreicht?
2. Danach wollen wir aus der Bibel lernen, welche Ziele Gott für uns vorgesehen hat.
3. Zum Schluss wollen wir uns hinterfragen lassen, ob unsere Ziele noch im Einklang mit Gottes Zielen stehen.
1. Was sind Gottes Ziele?
1. Was sind Gottes Ziele?
Gott möchte sich verherrlichen
Gott möchte sich verherrlichen
Folie
Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.
Gott möchte, dass alle Geschöpfe dazu beitragen, Ihm Ehre und Herrlichkeit zu bringen. Das ist sein Ziel für sich - und damit auch für uns.
Ist es nicht toll, dass der Schöpfer des Universums es nicht mit dem Lob der Engels-Chöre genügen lassen will? Das wir dabei sein dürfen, um IHM die Ehre zu geben?
Der eine oder andere muss vielleicht nicht ganz so laut mitsingen!
Dazu möchte
Gott (möchte) eine Ewigkeit mit seinen Menschen verbringen.
Gott (möchte) eine Ewigkeit mit seinen Menschen verbringen.
Israel
Das Ziel hat Gott schon im Alten Testament ausgerufen:
Folie
Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr.
Ich erinnere an die Predigt “Der Himmel auf Erden - eine geführte Reise” besprochen: Gott möchte mit seiner Schöpfung zusammen sein: Er schlägt am Ende der Bibel die Brücke zum Anfang, dem verlorenen Paradies, zurück.
Tochter Zion - wie in dem Vers hier - , das ist Israel. Und was ist mit uns?
Heiden
Wunderbar, dass uns das Neue Testament ein paar Geheimnisse offenbart, also aufdeckt, was früher verborgen war, z.B. im Gespräch zwischen Jesus und Petrus:
Folie
Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben…
Auch das haben wir schon in Off 21 betrachtet: Die Fundamente der Mauern mit den Namen der Apostel und die Tore mit den 12 Stämmen Israels.
Um in Ewigkeit aus dem Chor von Juden, Heiden und Engeln gepriesen zu werden, muss
Gott (möchte) die Verlorenen retten
Gott (möchte) die Verlorenen retten
Folie
Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Wenn Jesus vom Suchen spricht, dann ist damit ein zielstrebiges Forschen gemeint, ein intensives Streben danach, das Gesuchte auch zu finden.
So wie die Frau im Gleichnis das Haus auf den Kopf stellt, um die zehnte Münze zu finden. Suchen kann man erst, wenn man weiß, das etwas fehlt - und die Menschen sind verloren.
Jesu Ziel ist es, die Verlorenen zu retten!
Zwischen den beiden Buchdeckeln der Bibel steht Gottes Diagnose im Blick auf den Menschen fest: Verloren. Nach menschlichem Ermessen(!): unheilbar!
Damit aber auch seine Therapie: Der Tod des Heilands Jesus Christus am Kreuz - stellvertretend für uns.
Das war das Ziel von Jesus. Das war sein Auftrag.
Zwischenfazit: Drei göttliche Ziele
Zwischenfazit: Drei göttliche Ziele
Gott möchte
sich selbst verherrlichen
eine Ewigkeit mit seiner Schöpfung verbringen
(dazu) die Verlorenen retten
Exkurs: Jesus hielt an seinem Ziel fest!
Exkurs: Jesus hielt an seinem Ziel fest!
Als Jesus in Kapernaum war zeigte er uns, was sein hauptsächliches Ziel war - und was nicht.
Jesus lehrte in der Synagoge. Sogar “gewaltig” oder “vollmächtig”.
Er trieb einem Besessenen Dämonen aus.
Er heilte die Schwiegermutter von Petrus und danach noch “alle” ihre Kranken und Besessenen.
Sein Ruf ging ins ganze Land heraus (wörtlich auch wie Brausen des Meeres).
So einen will man da behalten - und kann das hiesige Krankenhaus und die Psychiatrie schließen.
Aber Jesus zog sich zurück, und als sie ihn festhalten wollen, sagt er:
Folie
Ich muss auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt.
Jesus liess sich vom “Beifang seines Dienstes” nicht ablenken.
Egal, wieviel Applaus er ihm brachte. Er verfolgte sein Ziel, das Evangelium dem Volk Gottes (in erster Linie Israel!) weiterzugeben (Lk 5,32).
“Ich muss … predigen, denn das ist mein Auftrag.”
Dieses Ziel gilt übrigens auch uns:
Ich muss das Evangelium weitersagen, sonst gehen meine Familie, meine Nachbarn, meine Freunde verloren!
Ich muss predigen, das ist meine Gabe, aber auch die Auf-Gabe, die er mir gibt.
Welchen Auftrag gibt er dir?
Jesus hat sein Ziel erreicht!
Jesus hat sein Ziel erreicht!
Wir haben gesehen, an welcher Wand Jesu Leiter steht. Jetzt werfen wir einen Blick ans Ende der Sprossen.
Folie
Ich (Jesus) habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue.
Jesus wusste, woher er kam, warum er hier war und was er erreichen sollte (sein Ziel)
Er kam vom Himmel herab, nicht um seinen eigenen Willen zu tun, sondern den Willen des Vaters. Diese Entschlossenheit bestimmte jede seiner Entscheidungen.
Deshalb ließ er sich nicht durch Belanglosigkeiten ablenken.
Er hatte es nie eilig, denn er wusste, dass sein Vater ihm keine Aufgabe geben würde, für die er nicht die nötige Zeit hätte.
Christus wurde nicht von Krisen getrieben und hatte nicht das Gefühl, er müsse jeden in Israel heilen.
Er konnte sagen: "Es ist vollbracht", auch wenn viele Menschen noch gebunden und von Krankheiten gequält waren, weil das nicht das Ziel des Vaters war.
Was letztlich zählte, war nicht die Zahl der geheilten oder satten Menschen, sondern ob der Wille des Vaters erfüllt wurde.
Wie immer: Jesu klare Ausrichtung auf seine Ziele ist ein Vorbild für uns!
Folgen wir Gottes Zielen für unser Leben, können wir die Zielerreichung in seine Hände legen!
2. Was sind unsere Ziele?
2. Was sind unsere Ziele?
a) Christen sind “Verrückte” - sie haben “andere” Ziele!
a) Christen sind “Verrückte” - sie haben “andere” Ziele!
Jeder Mensch hat Ziele. Ausgesprochen oder nicht. Gläubig oder nicht.
Aber der Vater hat uns aus der Gewalt der Finsternis befreit und hat uns in das Reich versetzt, in dem sein geliebter Sohn regiert. Christen sind also “Verrückte”. Auch den Zielen dieser Welt.
Folie
Denn er hat uns aus der Gewalt der Finsternis befreit und hat uns in das Reich versetzt, in dem sein geliebter Sohn regiert.
Denn mit der “Bekehrung” zum Kind Gottes haben sich unsere Ziele neu definiert.
Nicht mehr:
Möglichst viel Geld scheffeln,
Anerkennung einheimsen (auch nicht in der Gemeinde!) und
Karriereleiter (da ist sie wieder) erklimmen, um nur einige zu nennen.
sondern: Ziele, die unseren Herrn in den Mittelpunkt stellen, die ihn verherrlichen!
Die persönlichen Ziele eines Menschen können vielfältig sein. Trotzdem beschreibt Paulus einen sinnvollen “Satz” davon, wenn er seine Gebetsanliegen für die Kolosser benennt:
Folie
Kolosser 1,9–10 (LU17)
Darum lassen … nicht ab, für euch zu beten und zu bitten,
dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens (ich übersetze das mal mit unseren Zielen) in aller geistlichen Weisheit und Einsicht,
dass ihr, des Herrn würdig, ihm ganz zu Gefallen lebt und
Frucht bringt in jedem guten Werk und
wachst in der Erkenntnis Gottes
b) Beten wir darum, dass wir Gottes Willen erkennen und tun
b) Beten wir darum, dass wir Gottes Willen erkennen und tun
Gottes Willen für mein Leben erkennen, d.h.
ihn klar und deutlich zu (intellektuell) verstehen,
zu begreifen, dass sein Wille für mein Leben gültig (wesentlich und relevant) ist, und
entsprechend dieser Erkenntnis reagieren: Ein Umsetzen und Tun.
Damit ist Erkennen viel mehr als Wissen!
Folie
Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Prüfen wir, bei dem was wir tun, wirklich, was Gottes Wille ist? Ist uns das ein Anliegen?
Folie
Das erste Ziel, das Paulus hier nennt, ist
dass ihr, des Herrn würdig, ihm ganz zu Gefallen lebt …
c) Gott widerspiegeln durch einen würdigen Wandel
c) Gott widerspiegeln durch einen würdigen Wandel
Das ist ein hoher Anspruch. Lasst mich das kurz ausführen:
Folie
So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat.
Jesus ist mehr als der unser Retter. Er wird hier “Herr” genannt. Das bringt dich in eine Beziehung zu Jesus, bei der er der Herr und du der Diener bist.
Ein - und erst recht DER - Herr hat Rechte und Ansprüche an dein Leben:
Er regiert.
Nicht (nur) in Ewigkeit.
Nicht (nur) über unser Land.
Über DEIN Leben.
Heute.
Morgen.
Wenn du in der Gemeinde, auf der Arbeit oder zuhause bist.
Diesem Herrn sollen wir “würdig” leben, (Kol 1,10)
ein würdiges Leben hat Gewicht, es ist diesem Herrn “wert”, es verkörpert seine Größe und Macht
Seine Herrschaft und seine Würde definieren zusammen eine Norm für dein Leben.
Das steht dann hinter dem Komma: “ihm zu Gefallen leben” (Kol 1,10). Hatten wir auch vor ein paar Wochen in einer Predigt.
Die Anerkennung seiner Herrschaft und die Kenntnis seiner Würde haben zur Folge, dass dein ganzes Leben ein Wohlgefallen für Gott sein wird.
Dann wird der Vater in deinem Leben das Bild seines Sohnes wiedererkennen.
So erstaunlich das klingt, aber genau dazu wurdest du ins Dasein gerufen, um Gott widerzuspiegeln. Das ist Gottes Ziel für dein Leben:
Folie
Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei…
Wenn wir Gott durch ein würdiges Wandeln widerspiegeln wollen, müssen wir uns mehr und mehr in sein Bild formen lassen. So sagt es Paulus in
Folie
Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt (=das ist unser Ziel/unsere Bestimmung), dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
“gleich sein sollten”, d.h. „zusammen mit jemandem geformt werden“ – jemandem ähnlich werden.
FALSCH ist demzufolge, wenn ich meine Bedeutung an meinem Besitz, meiner Popularität und meinem Einfluss messe.
RICHTIG ist, wenn ich erkenne, dass meine Bedeutung auf dem Wirken Gottes in meinem Leben beruht, der mich in das Ebenbild seines Sohnes umgestaltet.”
Du bist dazu berufen,
Gott widerzuspiegeln,
ihn zu lieben.
Ihm ein Gegenüber zu sein!
Damit verherrlichst du Gott, d.h. machst ihm zum Herrn. Und damit decken sich plötzlich deine Ziele mit Gottes Zielen!
So wie es im wunderbaren ersten Kapitel des Epheserbriefes heißt:
Folie
damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit leben, die wir zuvor auf Christus gehofft haben.
Ganze 3x fasst Paulus hier das Wirken des dreieinigen Gottes im Menschen unter dem Ziel zusammen, dass Gottes Herrlichkeit gelobt wird.
Bei alle dem, was wir uns so vornehmen, was unsere Ziele sind, sollten wir uns hinterfragen lassen:
Spiegelt es Gottes Würde und Ehre wider?
Spiegeln wir Gott wider?
Machen wir ihn in unserem Leben zum Herrn?
Die zweite Bitte von Paulus ist, dass wir
d) Frucht bringen
d) Frucht bringen
Folie
Darum lassen auch wir … nicht ab, für euch zu beten …, dass ihr … Frucht bringt in jedem guten Werk …
Folie
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, auf dass, worum ihr den Vater bittet in meinem Namen, er’s euch gebe.
Jesus verspricht hier einen besonderen Segen für bleibende Frucht in deinem und meinem Leben (nämlich Gebetserhörung).
Frucht meint in Joh 15 in erster Linie, dass andere Menschen gläubig werden.
Vielleicht passt das auch gut zu den Gebeten, die wir zum Vater schicken (das bestimmte Menschen gläubig werden). Wir können Teil deren Erhörung sein!
Wenig erstaunlich: Auch dieses Ziel deckt sich mit Jesu’ Ziel!
Andere Früchte können geistliche Reife sein (Eph 5,8-9 Güte, Gerechtigkeit, Wahrheit): Das klingt ganz abstrakt, aber erfasst eine Veränderung unseres Charakters in sein Bild (s. Punkt zuvor)
aber auch ganz praktische Dinge, die die Bibel mit dem “bösen Wort” “Werke” bezeichnet:
Dinge, die wir tun, als Frucht/Ergebnis unseres Glaubens (Tit 3,14; Rö 12,6-8).
Dinge, die wir nicht mehr tun (Rö 7,4-5)
Wo hat dein Glaube ganz praktische Auswirkungen auf dein Leben?
Wo verändert Gott deinen Charakter?
Tust du Dinge, bei denen sich der Ungläubige an den Kopf fasst?
Wo wirkt Gott durch dein Leben bleibende Frucht? Insbesondere Menschen, die dir in Ewigkeit entgegenlaufen, High Five machen, und sagen: Wegen dem Gespräch dort, bin ich jetzt hier. Wegen deiner hartnäckigen Einladung. Deinem Vorbild.
Im Sinne der Überschrift können wir aber auch fragen:
Wo steht deine Leiter?
Wessen Frucht steht eigentlich im Mittelpunkt deines Lebens?
Ist es wirklich dein Ziel, Gott Frucht zu bringen?
e) 3. Bitte: Gott (selber) näher kennen lernen
e) 3. Bitte: Gott (selber) näher kennen lernen
Folie
Darum lassen auch wir … nicht ab, für euch zu beten … , dass ihr … wachst in der Erkenntnis Gottes
Wieder so ein abstraktes Ziel: Gott näher kennen lernen…
Zwei Seiten später zeigt Paulus auf, wie das gelingen kann:
Kolosser 3,16 (LU17)
Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen…
Das Wort “reichlich” beschreibt einen
unglaublichen Reichtum
extremes Vermögen
enormen Überfluss
unermesslicher Schätze
verschwenderische Mengen
Deine Bibel macht dich zu einem geistlichen Milliardär - weil sie dir den Vater und den Sohn groß macht!
Paulus war bereit, für diesen Reichtum, - und er meinte auch Jesus zu erkennen -, alles andere hinzuwerfen. Es war für ihn Dreck.
Folie
Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, auf dass ich Christus gewinne
Das Wort für Dreck bedeutet auch
Abfall
Klumpen von Mist oder
menschlichen Exkrementen oder
Essen, das vom Tisch weggeworfen wird
>> ein ekelerregender Anblick, bei dem man sich übergeben müsste.
Was ist dieser “Dreck” für Paulus? Was ist (eigentlich) dein Dreck?
ALLE bisherigen Ziele (bevor uns der Herr “verrückt” hat)!
Alles worauf er stolz war:
seine Beschneidung - deine Taufe
seine Abstammung - deine Familie
seine Werke (=Verfolgung der Gemeinde) - dein Einsatz für die Gemeinde
sein tadelloses Leben - deine Nachfolge
Packer (“Gott erkennen”) ging im Sonnenschein spazieren mit einem Studenten, der gerade seine Aussichten auf eine Universitätskarriere so ziemlich abschreiben konnte, weil er sich mit offiziellen Kirchenvertretern angelegt hatte in Fragen des Evangeliums der Gnade.
„Das macht aber nichts aus" , sagte er schließlich, „denn ich habe Gott erkannt — im Gegensatz zu ihnen." Diese Aussage kam eigentlich so en passant, als Anmerkung zu einem Satz von mir, aber sie machte mich stutzig und nachdenklich.
Gott wirklich erkennen: Das ändert dein Leben von Grund auf. Und deshalb betet Paulus dafür!
Schaue ich in den Spiegel des Wortes, dann schaue ich auf meinen Herrn, dann erkenne ich seinen Anspruch an mein Leben.
Der Punkt ist glaube der wichtigste, denn :
„Du kannst nicht geben, was du nicht hast.“
dein geistlicher Einfluss auf andere Menschen wird kaum größer sein als deine geistliche Tiefe. Und die wird davon bestimmt, wieviel du von Gott erkannt hast.
unsere geistliche Tiefe bestimmt, wie wir leben: in unserer Familie, am Arbeitsplatz und in der Gemeinde.
Hauskreis 1Thess 5: Liebe zu den Geschwistern: Ermahnen/Trösten/Aufbauen: Alles das ist viel enger als wir es heute leben, aber es entspricht dem, wie Christus es uns vorlebte!
3. Sind unsere Ziele im Einklang mit Gottes Zielen für dein Leben?
3. Sind unsere Ziele im Einklang mit Gottes Zielen für dein Leben?
Prüfe ich noch,
ob mein Ziele auch Gottes Ziele sind?
getreu dem Satz eines schlauen Mannes:
Einen guten Bogenschützen erkennt man nicht an seinen Pfeilen, sondern an seinem Ziel. Thomas Fuller
Folie
jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
Prüfe ich noch,
ob mein Verhalten Gott ehrt? Ihm würdig ist?
Ob meine Ziele ihm Frucht bringen? Am besten noch ewige Frucht?
ob ich Gott wirklich gut genug kenne, um ihn widerzuspiegeln?
Kurz: Steht deine Leiter an der richtigen Wand?
Amen.
(Leiter ans Kreuz umsetzen)
Gruppenfrage: Hast du dir ein Ziel gesetzt?
