Unterordnung und Liebe in der Ehe (1. Petrus 3,1-7)
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Unterordnung und Liebe in der Ehe (1. Petrus 3,1-7)
- Kinder sind weg:
Predigt für (verheiratete) Männer und Frauen, auch für die, die heiraten möchten
Gute Nachricht: Predigt ganz einfach (nicht hoch-theologisch o. theoretisch, sehr praktisch)
Schlechte Nachricht: die Praxis ist nicht einfach umzusetzen
Gute Nachricht: ist aber möglich und bringt großen Segen (für dich, Ehepartner und Ehe)
> Wichtig: Wenn diese Predigt dir oder deinem Ehepartner helfen soll, dann achte du bitte auf das, was auf dich selbst zutrifft (nicht was auf deinen Ehepartner zutrifft)!
Einleitende Bemerkungen zum Thema Unterordnung
1. Unterordnung ist eine Realität (Beruf, Schule, Staat, Gemeinde...)
2. Unterordnung ist bei Untergeordneten nicht beliebt
(aber sie tun es trotzdem, weil die Konsequenzen es nicht zu tun, schlimmer wären)
3. Unterordnung ist wichtig für das Leben (schafft Ordnung, bringt Gewinn)
Wie sieht es mit der Unterordnung der Frau in der Ehe aus?
Trifft das noch für unsere heutige Zeit und Kultur zu?
Einfluss des Feminismus --> heutige Gesellschaft: vollkommen unakzeptabel
Immer weniger christliche Ehen werden so gelebt.
> Aber: kein Prinzip, das nur für eine bestimmte Kultur und Zeit gilt
Geht auf Schöpfung zurück -- daher gültig für alle Kulturen u. Zeiten (nicht kultur-spezifisch):
Schöpfungsgeschichte wohl bekannt, aber ist das genug als Grund für Unterordnung in Ehe?
Ich will euch aber wissen lassen, dass Christus das Haupt jedes Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi. ... Der Mann aber soll den Kopf nicht bedecken, weil er Gottes Abbild und Ehre ist; die Frau aber ist des Mannes Ehre. Denn der Mann kommt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. Und der Mann ist auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau vom Mann. Darum soll die Frau ein Zeichen der Macht auf dem Kopf haben... (1. Kor. 11,3+7-10)
Einer Frau aber gestatte ich nicht, dass sie lehrt, auch nicht, dass sie über den Mann herrscht, sondern sie soll still sein. Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva. (1. Tim. 2,12-13)
Andere Leute sagen: "Ja, aber ... Männer sollen sich auch ihren Frauen unterordnen"
"in der Furcht Gottes ordnet euch einander unter" (Eph. 5,21)
Ja, Männer sollen sich unterordnen, aber nicht ihren Ehefrauen! (Gemeinde, Regierung...)
Kontext: Frauen sollen sich den Männern unterordnen, die Gemeinde soll sich Christus unterordnen, Kindern sollen Eltern gehorchen, Sklaven sollen ihren Herren gehorchen
Sollen dann auch Eltern ihren Kindern gehorchen? Oder Herren ihren Sklaven? Oder soll Christus der Gemeinde gehorsam sein?
==> Absurd bis hin zu Gotteslästerung!
Nirgends in der Bibel heißt es, dass Männer sich ihren Frauen unterordnen sollen.
Ähnlicher Zusammenhang in 1. Petrus (Unterordnung auf verschiedenen Ebenen):
* Wir alle sollen uns der Obrigkeit im Land unterordnen (2,13-14)
* Sklaven/Knechte sollen sich ihren Herren unterordnen (2,18)
* "Ebenso" sollen sich die Frauen ihren Männer unterordnen (3,1)
Unterordnung bedeutet nicht, dass die Frau weniger wert ist als der Mann:
* Sowohl Mann und Frau nach Gottes Bild geschaffen, haben aber andere Rollen
* Ebenso wenig wie Angestellter weniger wert ist wie Chef, o. Schüler wie sein Lehrer
* Ebenso wenig wie Jesus weniger wert ist als Gott, der Vater - aber untergeordnet
BIBELTEXT LESEN
Text hat 2 Teile: Anweisungen an Ehefrauen (1-6) + Anweisungen an Ehemänner (7)
Jetzt rede ich zuerst zu den Frauen:
I. Ehefrauen sollen sich ihren Ehemännern unterordnen (1-6)
Allgemeines Prinzip: (immer wieder darauf zurückkommen)
Ordne dich deinem Mann unter, wie die Gemeinde sich Christus unterordnet
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, und er ist der Retter des Leibes. Aber wie die Gemeinde Christus untergeordnet ist, so auch die Frauen ihren Männern in allen Dingen. (Eph. 5,22-24)
A. Unterordnung hat mit Respekt zu tun
1) Respektiere deinen Mann (1-2)
... euer respektvolles, vorbildliches Leben ... (2)
a. "respektvoll": soll mehr als Respekt ausdrücken
b. wörtlich: "in Furcht", Gottesfurcht = Ehrfurcht
c. Beispiel Sara: nannte Abraham "Herr" (6)
Über so eine Aussage wundern wir uns wahrscheinlich...
"Was soll denn das heißen? So kann doch keine Ehebeziehung sein!"
Darum lachte sie bei sich selbst und sagte: ‚Nachdem ich alt bin, soll mir noch Wonne werden? Und mein Herr ist auch alt.' (1. Mo. 18,12)
* "Herr": Ehrentitel, derjenige, der das Sagen hat (auch Wort für Gott)
Was nennt ihr mich ‚Herr, Herr' und tut nicht, was ich sage? (Lu. 6,46)
* Nicht sarkastisch gemeint
* Nicht heuchlerisch (vor Abraham oder anderen Leuten)
* Sie redet zu sich selbst (was sie wirklich denkt)
* In unserer Gesellschaft möchte heute kaum ein Ehemann von seiner Frau "Herr" genannt werden, wohl aber so angesehen und behandelt werden... (darauf kommt es an)
d. "vorbildlich" = "rein" (keusch / makellos)
* Kein Ehebruch
* Kein "Flirten" mit anderen Männern
* Eine intime Beziehung nur mit deinem Mann
e. Dein Mann hat eine besondere Stellung in deinem Leben:
- Zum einen hast du hast eine größere Ehrfurcht vor deinem Mann, aber auch eine größere Intimität mit ihm (ähnlich wie mit Gott)
f. Andere Menschen (und besonders dein Mann) sollen sehen können, dass deine Beziehung zu deinem Mann ganz anders ist als deine Beziehung zu anderen Männern (mehr Respekt, mehr Intimität)
2) Respektiere seine Entscheidungen
a. Frauen sind allgemein bekannt dafür, dass sie viel reden (u. kritisieren)
b. Aber: Als Haupt der Familie soll der Mann das Sagen haben
c. Bemerkenswert: "Lebenswandel der Frauen ohne Wort" (1)
d. Natürlich kannst du und sollst du mit deinem Mann reden
e. Natürlich kannst du auch eine andere Meinung haben
f. Manchmal auch in sehr großen und wichtigen Dingen (Glaube)
g. Aber trotzdem sollst du dich ihm unterordnen
h. Lass ihn das letzte Wort haben (respektiere seine Entscheidungen)!
"Die Ehe ist eine Einheit, in der zwei Menschen ein Fleisch werden. Wenn niemand die Führungsposition hat, wenn niemand das letzte Wort hat, dann wird es einen endlosen Machtkampf geben, wo jeder seine Ziele durchsetzen will." (R.C. Sproul)
i. Ausnahme: er verlangt, dass du gegen Gott sündigst (selten!)
j. Dann musst du Gott mehr gehorchen als deinen Mann, aber trotzdem ihm das auf einer respektvollen Weise erklären
3) So kannst du deinen Mann "gewinnen" - indem du ihn und seine Entscheidungen respektierst
"Taten ohne Worte sind mächtiger als Worte ohne Taten." (Aecumenius)
a. Zum Glauben ("ohne Wort" heißt nicht ohne das Wort Gottes)
b. Zum Gehorsam zu Gott (keinen Streit o. schlechte Gefühle durch Nörgeln usw.)
c. Für dich selbst und zu der Intimität, die du dir wünscht
B. Unterordnung hat mit Demut zu tun (3-4)
Nicht der äußerliche Schmuck ... sondern der verborgene Mensch ... des sanften und stillen Geistes... (3-4)
1) Sei nicht auf dein Äußeres fokussiert
a. Jede Kultur hat ihre eigenen Ideale über die Schönheit einer Frau:
i. Unsere Gesellschaft: schlank, gut geformt, modisch gekleidet
ii. Zeit von Petrus: geflochtene Haare, Goldschmuck, edle Kleider
iii. Wichtigkeit der Frisur bei römischen Frauen:
"Man bewertet ihre Frisur als ob es um den eigenen Ruf oder um Leben und Tod ginge, so sehr bemüht die Frau sich um ihre Schönheit. Ihre Frisur bekommt so viele Etagen, die sich immer weiter über ihren Kopf erheben. Das Haar wurde gefärbt und mit teuren Nadeln und goldenen Netzen befestigt. Es wurden auch Perücken getragen."
iv. Heute anders aber ähnlich...
b. Es ist gut, wenn eine Frau sich pflegen und auch gut aussehen möchte
c. Aber das kann auch ein Problem (Sünde) sein:
i. Stolz
ii. Egoismus: man denkt mehr an sich selbst als an andere Leute
iii. Man lebt oder ist abhängig von der Meinung der anderen, will ständig den anderen gefallen, und man ist nie zufrieden...
d. Das Äußere ist nicht alles und noch längst nicht das Wichtigste!
"Der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht: Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an." (1. Sam. 16,7)
2) Bemühe dich viel mehr um eine innere Schönheit!
Ein sanfter und stiller Geist (4)
Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. Einer Frau aber gestatte ich nicht, dass sie lehrt, auch nicht, dass sie über den Mann herrscht, sondern sie soll still sein. (1. Tim. 2,12)
a. Gegenteil: zänkische Frau (eine Frau, die ständig nörgelt) - nicht schön:
Eine zänkische Frau ist wie ein stetig triefendes Dach. (Sprüche 19,13)
Es ist besser, im Winkel auf dem Dach zu wohnen, als mit einer zänkischen Frau zusammen in einem Haus. (Spr. 21,9)
Es ist besser, in der Wüste zu wohnen als bei einer zänkischen und zornigen Frau. (Spr. 21,19)
b. Wenn du ständig nörgelst, brauchst du dich nicht wundern, wenn dein Mann deine Nähe nicht sucht!
c. Das heißt nicht, dass du nicht auch deine Meinung sagen kannst, aber das soll dann in einem sanften Geist und nicht auf zänkische Weise sein.
3) Auf die innere Schönheit kommt es an!
a. Gefällt sowohl Gott u. deinem Mann viel mehr als äußere Schönheit
b. Ist wertvoller als äußere Schönheit
i. Unvergänglicher Schmuck (4)
ii. Kostbar vor Gott (4)
1. Bewährung des Glaubens kostbarer als Gold (1,7)
2. Das Blut Jesu Christi ist kostbar (1,19)
3. Jesus, der Eckstein, ist kostbar (2,4.6.7)
4. "Der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes ist kostbar vor Gott." (3,4)
C. Unterordnung hat mit Hoffnung zu tun (5)
... die ihre Hoffnung auf Gott setzten ... (5)
1) Hoffnung auf Gott = Vertrauen zu Gott
2) Glaubensheldinnen: (2 Frauen in Heb. 11: Sara und Rahab)
a. Sara
Durch den Glauben empfing auch Sara Kraft, dass sie schwanger wurde und gebar, obwohl sie vom Alter her über die Zeit hinaus war; denn sie achtete den für treu, der es verheißen hatte. (Heb. 11,11)
b. Zuerst hat sie noch darüber gelacht, weil das so unmöglich schien!
c. Aber sie änderte ihre Einstellung: Sara setzte ihre Hoffnung auf Gott!
d. Saras Hoffnung war ein festes Vertrauen auf Gott für das Unmögliche:
Der Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Heb. 11,1)
e. Kannst du Gott vertrauen, dass Er deinen Mann verändert wo er es nötig hat, auch wenn es für dich unmöglich scheint und du irgendwie selbst eingreifen und ihn verändern willst?
f. Kannst du in Hoffnung auf Gott deinem Mann gehorchen, auch wenn du lieber anders handeln würdest?
D. Unterordnung hat mit Gehorsam zu tun (6)
1) Gehorsam zum Ehemann
a. Beispiel Sara: Gehorsam zu Abraham
b. Nicht zu allen oder irgendwelchen Männern
i. Nur zu einem einzigen Mann (den du dir selbst aussuchst)
c. Schwierig!! (Wäre für mich auch nicht einfach... Als Kind auch nicht)
d. Es braucht keine Mühe zu sein:
i. Warum hat dein Mann dich geheiratet?
ii. Weil er dich liebt!
iii. Denkst du nicht, dass er das Beste für dich will?
iv. Er hat um deine Gunst geworben und will sie auch weiterhin.
v. Vertraue ihm!
vi. Er wird nicht "unmögliche" Dinge von dir verlangen.
e. R.C. Sproul: Hättest du ein Problem damit, dich Jesus unterzuordnen, wenn Er dein Ehemann wäre? - Nein! Er aber nicht perfekt wie Jesus!
2) Gehorsam zu Gott
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. (Eph. 5,22)
Wir können uns einer Autorität unterordnen (egal ob Ehemann, Arbeitgeber, Regierung), wenn wir verstehen, dass wir uns somit dem Herrn unterordnen. Wenn wir uns weigern, uns der Autorität unterzuordnen, dann weigern wir uns, uns Christus unterzuordnen. Das ist eine ernste Angelegenheit. (Sproul)
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn gebührt. (Kol. 3,18)
* Unterordnung ist ein Gebot Gottes (Gottes Gebote gut oder schlecht?)
* Unterordnung d. Frau: gut für Männer, aber auch für Frauen + Ehe
- Manchmal begreift die Welt das besser als wir Christen
- Buchempfehlung für Frauen - diesmal kein christliches Buch
- Geschrieben von Frau (Laura Doyle), nicht christlich, Feministin - plädiert, dass Frauen sich ihren Männern unterordnen - besser als andere christliche Bücher
- Mehr als irgendwie in ihrer Ehe das Sagen zu haben, wünscht diese Frau sich eine romantische und intime Ehebeziehung - und sie hat den Schlüssel herausgefunden, wie sie das bekommt
- Wer als Frau in der Ehe das Prinzip der Unterordnung anwendet, der tut nicht nur seinem Mann, sondern auch sich selbst Gutes
- Eine Frau wird am meisten von ihrem Mann geliebt, wenn sie sich weiblich (wie eine Frau) auftritt (nicht als Mann)
- Titel: Einfach schlau sein, einfach Frau sein (von Laura Doyle)
Und jetzt möchte ich zu den Männern reden:
Und ich rede auch zu mir selbst! Hier habe ich noch vieles zu lernen!!
II. Ehemänner sollen ihre Ehefrauen lieben (7)
Allgemeines Prinzip: (immer wieder darauf zurückkommen)
Liebe deine Frau wie Christus die Gemeinde liebt
Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie dahingegeben hat, um sie zu heiligen, indem er sie reinigte durch das Wasserbad im Wort, um sie sich selbst als eine herrliche Gemeinde darzustellen, die herrlich sei, die weder Flecken noch Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und untadelig sei. So sollen die Männer ihre Frauen lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals seinen eigenen Leib gehasst; sondern er nährt und pflegt ihn, genau wie auch der Herr die Gemeinde. (Eph. 5,25-29)
Schwierig für Männer - auch für mich! Schwieriger als "nur" Unterordnung!
(es geht nicht nur um äußeres Tun, sondern auch innere Haltung)
Wie soll ein Ehemann seine Frau lieben?
A. Liebe hat mit Gemeinschaft zu tun (7)
a. Zusammenleben (synoikeo) = "miteinander schlafen"
b. Sich bei ihr zuhause fühlen
c. Freundschaft
d. Zeit zum Reden
e. Vorbild: Jesus
i. Er sucht Gemeinschaft mit seiner Gemeinde
Sieh, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören und die Tür öffnen wird, zu dem werde ich hineingehen und werde mit ihm essen und er mit mir. (Offg. 3,20)
o Vielleicht solltest du mal öfter bei der Tür deiner Frau anklopfen und sie fragen, ob sie etwas Gemeinschaft mit dir haben möchte...?
ii. Er hat sogar mit Sündern Gemeinschaft
Und es geschah, als Jesus zu Tisch saß im Haus, sieh, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern. Als das die Pharisäer sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: ‚Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?" (Matt. 9,10-11)
f. Gemeinschaft in der Ehe ist wichtig (auch Verantwortung der Frau):
"Die Frau soll dafür sorgen, dass ihr Mann gern nach Hause kommt, und er soll dafür sorgen, dass sie ihn nur ungern wieder gehen lässt." (Martin Luther)
B. Liebe hat mit Einsicht zu tun (7)
a. Einsicht = Kenntnis
i. Kennst du deine Frau? Was sind ihre physischen, emotionalen, geistigen Bedürfnisse? Was sind ihre Vorlieben, ihre Stärken und Schwächen, ihre Werte, ihre Ziele?
ii. Wir Männer - und das gilt auch für mich - haben oft keine Ahnung!
o Beobachte deine Frau!
o Studiere sie! (als ob für eine Prüfung - "Eheprüfung")
o Verbringe Zeit mit ihr! (sei nicht so beschäftigt!)
o Rede mit ihr!
b. Einsicht = Verständnis
Auch wenn sie nicht so handelt, wie du denkst oder willst (o. sündigt)
"Was ist denn jetzt los? Warum regt die sich jetzt so auf? Warum weint die denn jetzt schon wieder?" --> "Stell dich doch nicht so an!"
Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie. (Kol. 3,19)
Jesus als Vorbild: Er kennt uns!
Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht mitleiden könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem genau wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde blieb. (Heb. 4,15)
c. Einsicht --> Rücksicht
i. Frauen sind das schwächere Gefäß
ii. Frauen sind wie eine Vase - zerbrechlich
o Nicht geistlich oder intellektuell schwächer, aber physisch
o Frauen haben kleinere Lungen als Männer
o Kleineren Anteil von Wasser in ihrem Körper
o Weniger rote Blutkörperchen
o Oft kleiner
o Kürzere Arme
o Weniger Muskeln
o Oberkörper 2-3 Mal schwächer
o Ermüden schneller!
o Hab Geduld mit deiner Frau! Nimm Rücksicht auf sie!
o Frauen sind das "schwächere" Gefäß (nicht das "schwache")
o Im Anerkennen unserer eigenen Schwachheit sollen wir Männer auch Verständnis für die Schwachheit unserer Frauen haben
o Wenn die Schwachheiten (auch Sünden) einer Frau offenbar werden, dann ist das kein Grund für den Ehemann, seine Frau zu verachten, sondern umso mehr ein Grund für sie da zu sein, sie zu beschützen, sie zu lieben...
o Jesus als Vorbild:
(als man Jesus fragte, warum er mit Sündern aß:)
Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das bedeutet: Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer. (Matt. 9,13)
Tut nichts aus Streitsucht oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und jeder sehe nicht auf den eigenen Vorteil, sondern auf das, was dem Anderen dient. (Phil. 2,3-4)
o Jesus als Vorbild:
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben. (Markus 10:45) --> Fußwaschung
o In diesem Sinne soll auch ein Mann sich seiner Frau unterordnen, nicht weil sie ihm sagt, was er tun soll, sondern weil er von sich aus ihr dienen will (und soll).
o Die Ehefrau lieben, wie Christus die Gemeinde? Unmöglich?
William Gouge:
Auch wenn ein Mann seine Frau nicht mit der gleichen Stärke der Liebe lieben kann, wie Christus seine Gemeinde liebt, so kann er es doch auf eine ähnliche Art und Weise tun:
o Die Gemeinde hat die Liebe Jesu nie verdient
o Jesus hat sich so ihr gegenüber verhalten, um sie Seiner Liebe würdig zu machen
Ähnlich für Männer:
* Männer sollen ihre Frauen lieben, auch wenn sie es nicht verdienen
* Männer sollen so mit ihren Frauen umgehen, um sie der Liebe würdig zu machen
o Jesus als Vorbild:
Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie dahingegeben hat, um sie zu heiligen, indem er sie reinigte durch das Wasserbad im Wort... (Eph. 5,25-26)
o Der Mann ist auch das geistliche Haupt der Frau
* Seine Aufgabe, sie zu heiligen!
* Wie? Durch das Wort!
* Ist die Heiligung deiner Frau dir wichtig?
* Liest du zusammen mit deiner Frau die Bibel?
* Betest du zusammen mit ihr?
* Zeigst du ihr auch mit deinem Lebenstil, dass du nach Gottes Wort leben willst?
o Jesus als Vorbild:
(Warum will Jesus die Gemeinde heiligen u. reinigen?)
... um sie sich selbst als eine Gemeinde darzustellen, die herrlich sei, die weder Flecken noch Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und untadelig sei. (Eph. 5,27)
C. Liebe hat mit Ehre zu tun (7)
a. Frauen sind wie eine Vase - wertvoll, kostbar
i. Warum? Weil Gott sie als kostbar ansieht und sie ehrt
ii. Christliche Ehefrauen sind "Miterben der Gnade des Lebens"
b. Du sollst deine Frau so ehren, als ob sie wertvoll wäre - und das ist sie auch! Nicht nur für dich, auch für Gott!
c. Wie ehren?
i. Sei romantisch und zeige ihr deine Liebe und Zuneigung
ii. In Worten und Taten
iii. Diene deiner Frau
iv. Zeige ihr, wie wertvoll sie für dich ist!
v. Erobere ihr Herz! (auch nach Verlobung und Heirat!)
vi. Lass sie immer wieder sehen und hören und spüren, wie sehr du sie liebst!
d. Zitat von Matthew Henry:
Wenn der Mann das Haupt ist, dann ist sie die Krone. Der Mann wurde aus Staub verfeinert, aber die Frau wurde doppelt verfeinert... Die Frau wurde aus einer Rippe aus der Seite Adams geschaffen; nicht aus seinem Kopf, um ihn zu beherrschen, nicht aus seinen Füßen, um von ihm zertreten zu werden, sondern aus seiner Seite, um ihm gleich zu sein, unter seinem Arm, um beschützt zu werden, und in der Nähe seines Herzens, um geliebt zu werden.
e. Warum sollst du deine Frau ehren?
i. Weil Gott es sagt
ii. Weil sie kostbar ist
iii. Damit deine Gebete erhört werden:
Wenn du deine Frau ehrst, ist es nicht nur gut für deine Beziehung zu ihr, sondern auch für deine Beziehung zu Gott
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- Hat mir geholfen zu erkennen, wie wichtig es ist, meine Frau besser kennenzulernen und ihr Wertschätzung zu zeigen...
Es ist noch längst nicht alles zum Thema Ehe gesagt.
Aber die zwei Hauptprinzipien der Bibel sind ein wichtiger und guter Wegweiser für eine gute und glückliche Ehe:
> Für die Frau:
Ordne dich deinem Mann unter, wie die Gemeinde sich Christus unterordnet.
(Je mehr dein Mann wirklich sehen kann, dass du dich ihm unterordnest, desto leichter wird es für ihn sein, dich von Herzen zu lieben.)
> Für den Mann:
Liebe deine Frau wie Christus die Gemeinde liebt.
(Je mehr deine Frau wirklich sehen kann, dass du sie liebst, desto einfacher wird es für sie sein, sich dir unterzuordnen.)
Wenn du als Mann oder Frau so in deiner Ehe lebst, dann ist der Zweck deiner Ehe erfüllt und deine Ehe wird auf diese Weise zu einem kleinen Bild des Evangeliums und der wunderbaren Beziehung zwischen Jesus und Seiner Gemeinde.
Unserem Gott sei alle Ehre!
