Inspirierend
Heiliger Geist Serie • Sermon • Submitted • Presented
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· 9 views"Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommt", war eines der letzten Worte von Jesus. Der Heilige Geist, wer er ist und wie wir an dieser göttlichen Kraft teilhaben, darum geht es in dieser Predigtserie. 9. Februar 2025 - FEG-LuzernSüd. www.fegluzernsued.ch/predigt
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Handout
Kennst du auch inspirierende Personen? Weisst du, so Leute, wenn du mit ihnen geredet hast, bist du total ermutigt, angezündet, voller Ideen… Sie haben die Gabe, etwas in deinem Innern in Bewegung zu bringen. Inspirierende Personen.
Es war etwa vor 4 Jahren, da luden Andrea und ich ein befreundetes Paar zum Brunch ein. Wir hatten uns länger nicht gesehen, und so gab es viel zu erzählen. Aber irgendwann rutschte unsere Gespräch vom blossen Erzählen rüber in Themen, die unsere Herzen brennen liessen. Was die beiden erzählten, liess etwas in uns anklingen und - ja - es inspirierte uns total. Es wurde Mittag, unsere Kinder setzten sich dazu. Aus dem Brunch wurde schliesslich ein mehrstündiges Treffen - und danach waren wir absolut ermutigt, neue Dinge zu wagen. Aus diesem Treffen ist der Plan entstanden, dass wir als Gemeinde uns auf den Weg machen, von Jesus zu lernen, wie er Menschen zu Jüngern gemacht hat. Wir liessen uns inspirieren, gemeinsam in die Bibel zu schauen und mehr über Jüngerschaft und Mission zu lernen. Dieser Satz ist schliesslich daraus entstanden - und der ist auch der Grund für die Predigtserie, die wir über den Heiligen Geist halten:
Wir wollen als heilende Gemeinschaft in der Kraft Gottes missional draussen präsent sein, weil wir glauben, dass Ernte reif ist.
Menschen, die inspirierend sind, nehmen nicht andere für sich ein. Sie weisen auf etwas, was grösser ist, über sie hinaus. Das ist aus diesem Treffen bei uns zu Hause geworden.
Die inspirierendste Person ever ist aber kein Mensch. Es ist der Heilige Geist selbst. Geist bedeutet in lateinischer Sprache “spiritus”. Es ist inspirierend, wenn der spiritus in uns kommt. Wenn der Heilige Geist wirkt. Jesus Christus hat kurz bevor er starb und auferstand folgende Ankündigung gemacht:
Doch ich werde euch den Ratgeber schicken – den Geist der Wahrheit. Er wird vom Vater zu euch kommen und wird mein Zeuge sein.
Flipchart: Geist (Taube?) ausgebreitet über den Händen des Vaters
Ich erlebte das einmal eindrücklich. Es war eine Zeit in meiner ersten Gemeinde. Ich litt darunter, wie das Feuer in mir erloschen ist. Nie hätte ich das gedacht, dass ich mal meine Berufung als Gemeindebauer und Pastor in Frage stellen würde. Aber im Herbst 2010 war es soweit. Ich murkste mich durch jede Predigt, und merkte, wie die Leute immer weniger Freude hatten, mir zuzuhören. Ich begann, Stelleninserate anzuschauen. In der Familie war es mit jüngeren Kindern auch anstrengend - und auch Andrea lief an den Grenzen ihrer Kräfte. Ich hatte da wirklich auch eine depressive Phase, ich konnte das Leben nicht mehr geniessen.
Zu all dem kam hinzu, dass unsere Kirche 2011 ein Jubiläumsjahr begehen wollte. Im Januar hatten wir vor, mit einer inspirierenden Gebetswoche da hinein zu starten. Ich sah in mir kein Feuer für diese Gebetswoche. Aber es war mein Job, die Gemeinde dafür zu motivieren. Ich suchte jemand, der von aussen zum Predigen kommen würde. Absage. Einem Freund klagte ich diese Not - und er drückte mir ein Buch übers Gebet in die Hand. Und schliesslich sagte auch eine Leiterin in meiner Gemeinde: “Kusi, wir wollen hören, was Gott dir aufs Herz legt - und nicht, was andere von aussen uns sagen möchten.”
Und so stieg ich in diese Gebetswoche hinein. Was ich erlebte, war krass. Inspiration pur! Das Buch übers Gebet führte mich hinein in die Bibel - und malte mir Beispiele vor Augen, wie Menschen inspiriert vom Heiligen Geist beten und handeln. Ich hatte von Montag bis Sonntag vor, jeden Tag einen Input zu halten. Ich suchte jeden Tag die Begegnung mit Gott. Ich begann wieder, mit der offenen Bibel vor mir kniend mit Gott zu sprechen. Es begann etwas in mir zu brennen - eine heilige Gegenwart Gottes. Ich weinte. Es tat mir unglaublich Leid, dass ich vergessen hatte, wie es ist, Gott zu begegnen… Nie wieder, nie wieder wollte ich vergessen, dass ich mit dem Vater im Himmel eine enge, vertraute Beziehung haben darf. Der Heilige Geist hat mich da ganz schön - inspiriert!
Flipchart: kniender Bibelleser
Praise God, danke! Danke, lieber Vater. Danke mein Freund, Jesus! Danke, Heiliger Geist, du Überbringer und Erhalter des Lebens. Du Geist der Wahrheit, der vom Vater und vom Sohn zu uns gesandt worden bist.
Kennst du den Heiligen Geist? Weisst du, wie es ist, in seiner Nähe zu sein? Gott selbst, der dir im Geist begegnet, dich ermutigt, dir die Wahrheit zeigt, dich inspiriert?!
Prophetisches Wort
Prophetisches Wort
Lasst uns dieser Inspiration noch weiter nachgehen. Einer der Männer, welche Jesus zugehört hatten, als er über den Heiligen Geist sprach, den Ratgeber, den Geist der Wahrheit, der Jesus bezeugt - das war Petrus. Am Ende seines Lebens schaute er zurück und schrieb einen Brief, den wir in der Bibel finden - den 2. Petrusbrief. Er schreibt darin, wie eindrücklich es war, mit Jesus zusammen zu sein und sogar Gottes Stimme aus dem Himmel gehört zu haben. Dann zeigt er auf, dass Gott immer wieder zu Menschen gesprochen hat. Da gibt es viele prophetische Worte, die aufgeschrieben worden sind. In der Bibel gibt es im Alten Testament 4 grosse und 12 kleine prophetische Bücher. Und was Petrus jetzt darüber schreibt, ist ein Augenöffner!
Vor allem aber sollt ihr begreifen, dass kein prophetisches Wort der Schrift eine Sache eigener Deutung ist. Niemals nämlich ging eine prophetische Botschaft aus menschlichem Willen hervor, sondern die Propheten redeten als Menschen, aber von Gott her und vom Heiligen Geist getrieben.
Da wird etwas deutlich darüber, wie der Heilige Geist inspiriert! Er übergeht nicht die Person des Propheten, sondern er spricht von Gott her zu ihnen. So ist die Bibel entstanden: Gottes Geist hat die Schreiber inspiriert. Sie schrieben nicht aus ihrem eigenen Antrieb, nicht ihre eigenen Interpretationen, sondern sie schrieben das, was der Ratgeber, der Geist der Wahrheit ihnen brachte. Dabei schaltete er ihre Persönlichkeit nicht aus. Jeder behielt seine Art, seinen Wortschatz, seinen Schreibstil. Aber sie prophezeiten und schrieben inspiriert.
Flipchart: Schreiber unter Inspiration
Elisa & der Saitenspieler: Biblestory 2 Könige 3,1-27
Elisa & der Saitenspieler: Biblestory 2 Könige 3,1-27
Es gibt verschiedene Beispiele, wie genau das passierte, wenn der Heilige Geist einen Propheten inspirierte. Ich könnte von Eldad und Medad erzählen (4 Mose 11) , von König Saul (1 Sam 10) oder von Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel und den anderen Propheten.
Ein interessantes Ereignis finde ich, als drei Könige den Propheten Elisa besuchten (2 Könige 3). Sie hatten sich zusammengetan, um gemeinsam einen feindlichen König zu bekämpfen. Nun sassen sie aber in einem trockenen Tal fest und mussten befürchten, dass ihre eigenen Leute zu geschwächt waren, um den Kampf zu gewinnen. So kamen sie zu Elisa, um Gott zu befragen. Elisa weigerte sich zuerst. Denn einer drei Könige war Joram, der König von Israel - und Israel hatte sich vom Herrn, ihrem Gott entfernt. Warum also sollte der Herr ihnen helfen? Aber weil auch der König von Juda mit dabei war, Joschafat, willigte Elisa schliesslich ein, für sie Gott zu befragen.
Nun, wie macht er das? “Lasst jemanden holen, der die Harfe spielen kann”, sagte er. Und während die Saitenklänge ertönten, kam Gottes Hand über Elisa - und er konnte aussprechen, was er von Gott hörte. Sein Ratschlag zeigte auf, wie die durstigen Krieger zu Wasser kamen - und gleichzeitig war es der Weg, wie die Feinde besiegt werden konnten.
Was will ich mit der Geschichte zeigen? Dass Propheten nicht aus ihrer eigenen Interpretation hinaus sprechen, sondern das, was ihnen der Heilige Geist Gottes eingibt. Wenn die Hand Gottes auf einen Menschen kommt, dann ist seine Inspiration so stark, dass es wirklich wahr ist.
Die Heilige Schrift - inspiriert!
Die Heilige Schrift - inspiriert!
Ich gehe noch einen Schritt weiter. Nicht nur die Propheten sprachen von Gott her. Der Apostel Paulus erklärt: die ganze Heilige Schrift ist inspiriert, von Gott eingehaucht:
Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und kann uns lehren, was wahr ist, und uns erkennen lassen, wo Schuld in unserem Leben ist. Sie weist uns zurecht und erzieht uns dazu, Gottes Willen zu tun. Durch die Schrift bereitet Gott uns umfassend vor und rüstet uns aus für alles, was wir nach seinem Willen tun sollen.
Wenn du eine lateinische Bibel zur Hand nimmst, dann steht hier das Wort “inspiriert”. Die ganze Schrift ist inspiriert. Gut, sagst du, aber das hat ja der Apostel Paulus geschrieben - und er kann damit ja nicht seinen eigenen Brief gemeint haben, sondern einfach die damals bekannte Heilige Schrift, das Buch des Volkes Israel, das in unseren Bibeln einfach der erste Teil ist: das Alte Testament. Immerhin, sage ich: das ist schon ein dickes Teil, hat 39 Bücher - und die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben! Aber wenn wir dem Begriff “Schrift” nachgehen, gibt es auch die Aussage von Petrus in seinem zweiten Brief: er schreibt, dass die Briefe von Paulus schwer verständlich seien, so dass einige dessen Aussagen verdrehen… “so werden sie es auch mit den anderen Schriften machen” (2 Petrus 3,16). Damit stellt Petrus die Briefe des Paulus auf die Ebene “Schrift” - und stellt sie der bisher bekannten Heiligen Schrift gleich. Auch Jakobus erwähnt in seinem Brief (Jakobus 4,5), dass in der Schrift stehe, der Heilige Geist sei eifersüchtig auf unsere Treue ausgerichtet. Solche Aussagen stehen in den beiden Korintherbriefen (1 Kor 6,19; 2 Kor 6,16). Wir dürfen wirklich diese Aussage auf die ganze Bibel, Altes und Neues Testament beziehen: die ganze Schrift ist inspiriert.
Mahatma Gandhi, der indische Freiheitskämpfer, hat gesagt: «Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen; dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloss ein Stück guter Literatur ist, sonst weiter nichts.»
Die ganze Bibel - von Gott eingegeben. Mit einer tiefen Botschaft! Sie hat eine Mitte: sie redet davon, wie Gott seine Menschen liebt und gewinnen will - bis hin dazu, dass er seinen eigenen Sohn zu uns sandte!
Nun, uns evangelikalen Christen wird manchmal vorgeworfen, wir würden die Bibel anbeten. Uns sei die Bibel letztlich fast wichtiger als Gott selbst. Aber so ist das nicht gemeint. Wir denken nicht, dass wir ja jetzt dieses Buch haben und darum den Heiligen Geist nicht mehr brauchen. Im Gegenteil: um dieses Buch, die Worte Gottes zu verstehen, brauchen wir den Heiligen Geist. Er ist der Ratgeber, der Geist der Wahrheit - ohne ihn haben wir keine Chance, die Inspiration aus der Bibel selbst wieder zu erleben, wenn wir lesen, hören, eingebettet in die Hände des himmlischen Vaters, mit dem Blick auf Jesus Christus, unter dem Schatten des Heiligen Geistes. Jesus selbst hat darauf hingewiesen, dass Worte an sich nicht lebendig sind, dass der gute Wille allein nicht die Kraft hat, Leben zu schaffen. Er sagte: Johannes 6,63 “Es ist der Geist, der lebendig macht. Das Fleisch hat keine Macht. Die Worte aber, die ich euch gesagt habe, sind Geist und Leben.”
Was wäre, wenn...
Was wäre, wenn...
… wir möglichst viel Zeit in der Nähe dieser inspirierenden Person verbringen? Zeit mit Gott?
Der Heilige Geist ist die inspirierendste Person ever. Es ist total ermutigend, in seiner Nähe zu sein. Er weist über sich hinaus auf Jesus und den Vater.
Abendmahl
Abendmahl
Also gibt es jetzt für die, die zu Christus Jesus gehören, keine Verurteilung mehr.
Denn die Macht des Geistes, der Leben gibt, hat dich durch Christus Jesus von der Macht der Sünde befreit, die zum Tod führt.
Das Gesetz konnte uns nicht retten, weil unsere menschliche Natur ihm widerstand. Deshalb sandte Gott seinen Sohn zu uns. Er kam in menschlicher Gestalt wie wir, aber ohne Sünde. Gott zerstörte die Herrschaft der Sünde über uns, indem er seinen Sohn stellvertretend für unsere Schuld verurteilte.
Das tat er, damit die gerechten Forderungen des Gesetzes durch uns erfüllt würden und wir uns nicht länger von unserer menschlichen Natur, sondern vom Geist Gottes leiten lassen.
Lukas 22,14–20 “Als es so weit war, nahmen Jesus und die Jünger miteinander am Tisch Platz. Jesus sagte: »Ich habe mich sehr danach gesehnt, dieses Passahmahl mit euch zu feiern, bevor mein Leiden beginnt. Denn ich sage euch jetzt, ich werde es nicht wieder essen, bis es sich im Reich Gottes erfüllt.« Dann nahm er einen Becher mit Wein, und nachdem er Gott dafür gedankt hatte, sagte er: »Nehmt ihn und teilt ihn unter euch. Denn ich werde keinen Wein mehr trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.« Dann nahm er ein Brot, und nachdem er Gott dafür gedankt hatte, brach er es in Stücke und reichte es den Jüngern mit den Worten: »Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Tut das zur Erinnerung an mich.« Nach dem Essen nahm er einen weiteren Becher mit Wein und sagte: »Dieser Wein ist das Zeichen des neuen Bundes – ein Bund, der mit dem Blut besiegelt wird, das ich für euch vergießen werde.”
