Der Anker der Seele (Hebräer 6, 11-20)
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Einleitung
Einleitung
Auf der iranischen Insel Kisch befindet sich ein beeindruckendes Wahrzeichen. Es soll der größte jemals gebaute Schiffsanker der Welt sein. Er soll ungefähr 130 Tonnen wiegen.
Der Sinn des Ankers ist es, dass er sich durch sein Gewicht und seine Form auf den Meeresboden legt und vielleicht sogar ein Stück weit einbohrt, sodass das Schiff einen festen Halt hat und sich nicht mehr von der Stelle bewegt.
In der Seefahrt wurde der Anker als Symbol für Treue und Verbundenheit benutzt. Auch heute verbindet man damit noch Freundschaft- eine Freundschaft, die fest steht, auch wenn es Schwierigkeiten gibt.
In Hebräer 6, 19 heißt es:
die wir als einen sicheren und festen Anker der Seele haben, der auch in das Innere des Vorhangs hineingeht,
Der Anker der Seele- ein Zuspruch der Ermutigung
Warum wir einen Anker dringend benötigen
Was ist dieser Anker?
Wie gebrauche ich diesen Anker?
Damit wir diesen Vers verstehen können, lesen wir ab Hebräer 6, 11-20
Wir wünschen aber sehr, dass jeder von euch denselben Fleiß beweise zur vollen Gewissheit der Hoffnung bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die Verheißungen erben.
Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er, weil er bei keinem Größeren zu schwören hatte, bei sich selbst und sprach: „Wahrlich, reichlich werde ich dich segnen, und sehr werde ich dich mehren.“ Und nachdem er so ausgeharrt hatte, erlangte er die Verheißung. Denn Menschen schwören bei einem Größeren, und der Eid ist ihnen das Ende allen Widerspruchs zur Bestätigung; worin Gott, da er den Erben der Verheißung die Unwandelbarkeit seines Ratschlusses überreichlicher beweisen wollte, sich mit einem Eid verbürgt hat, damit wir durch zwei unwandelbare Dinge – wobei es unmöglich war, dass Gott lügen würde – einen starken Trost hätten, die wir Zuflucht genommen haben zum Ergreifen der vor uns liegenden Hoffnung, die wir als einen sicheren und festen Anker der Seele haben, der auch in das Innere des Vorhangs hineingeht, wohin Jesus als Vorläufer für uns hineingegangen ist, der Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Hebräer: Warnungen
Hebräer: Warnungen
Wieso wir einen Anker brauchen
Wieso wir einen Anker brauchen
Das grundsätzliche Anliegen des Schreibers hier ist die dringliche Aufforderung, nicht den Glauben an Gott und seine Verheißungen zu verlieren
Grundsätzlich zum Hebräerbrief
Wahrscheinlich an Juden gerichtet
Warnung an die Gläubigen, dass sie sich nicht von Christus absagen
Präsentation Jesu, wie viel besser er ist
besser als:
die Engel
Mose
als alle Hohepriester
Sein Opfer ist besser als alle anderen
Deswegen sollen wir umso mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa abgleiten.
Gebt acht, Brüder, dass nicht etwa in jemand von euch ein böses Herz des Unglaubens sei in dem Abfallen von dem lebendigen Gott,
Lasst uns nun Fleiß anwenden, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams falle.
Der Hebräerbrief Schreiber ermahnt durchgehend davor, sich von Christus abzuwenden
Er gebraucht Beispiele des ATs
Des Volkes Israels
Das Volk kannte Gott, er hatte sich ihnen offenbart
Sie haben ihn auf verschiedene Art und Weise versucht und sich von ihm immer wieder abgewendet
Und die Betonung liegt darauf, dass man “die Zuversicht bis ans Ende festhält”
Anwendung:
Ich weiß nicht wo du stehst, aber auch heute ich will ich dir sagen: wirf deine Zuversicht in Jesus Christus niemals weg
Vielleicht siehst du Christus auch nicht mehr scharf und brauchst so wie die Hebräer eine Präsentation über Jesus:
Ich hoffe die heutige Predigt wird dich ermutigen deine Hoffnung noch mehr in Christus zu setzen
Aber vielleicht kann es auch sein, dass du da sitzt und dir denkst, dass dein Christsein gerade perfekt läuft
Du brauchst gerade kaum Anstrengung und du bist meilenweit davon entfernt, Jesus den Rücken zu kehren
Die Hebräer sind schon lange im Glauben und müssten eigentlich selbst schon in der Lage sein andere zu lehren (Hebräer 5, 12
Denn obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein müsstet, habt ihr wieder nötig, dass man euch lehre, welches die Elemente des Anfangs der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise.
Weil der Glaube und die Nachfolge sich nicht nur auf einen Moment bezieht, sondern auf ein ganzes Leben
Es gibt das Sprichwort: Am Ende der Jagd werden die Hasen gezählt
Und deswegen brauchen wir einen Anker, der überdauert, der fest steht, bis ans Ende
Ein Anker in schweren in Zeiten
Wenn schwere Winde wehen und unser Schiff droht den Sicheren Hafen zu verlassen
Wenn uns hohe Wellen entgegenkommen
Wenn wir fast kentern
Dann brauchen wir einen Anker!
Was ist dieser Anker?
Was ist dieser Anker?
10 Verse die wir vor uns haben
Kommen wir konkret zu unserem Abschnitt:
V. 11-12: Der Wunsch der Schreiber: dass die Zuhörer im Glauben nicht nachlassen
V. 13-15: Schwenk zu Abraham, der Gott glaubte und die Verheißung erlangte
V.16-17: Wie Gott seine Verheißung an Abraham bestätigt hatte
V.18-20: Genauso, steht Gott zu seinen Versprechen an uns und gibt uns damit einen sicheren Anker
Ab Vers 11 kommt eine wichtige Ausrichtung:
Ein Wünschen, ein Hoffen der Schreiber
Der Wunsch, dass die Zuhörer nächste Schritte im Glauben gehen
Das ist die Absicht, nicht ein willkürliches Ermahnen, nein, der tiefe und aufrichtige Wunsch, dass die Leser im Glauben standhalten und dranbleiben
Und dafür geht er nun das Beispiel von Abraham an:
Er geht auf die Geduld Abrahams ein, der durch Glauben das erhalten hat, was Gott ihm versprach
Jeder kennt ihn und seine Geschichte mit Gott
Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er, weil er bei keinem Größeren zu schwören hatte, bei sich selbst und sprach: „Wahrlich, reichlich werde ich dich segnen, und sehr werde ich dich mehren.“
Kontext des Zitats:
Abraham hat den Auftrag seinen einzigen Sohn für Gott zu opfern
Nicht eine ruhige Phase im Leben Abrahams
Und daraufhin festigt Gott sein Versprechen, das er Abraham schon längst gegeben hatte
Schon in Kapitel 15 hatte Gott seinen Bund mit ihm aufgerichtet und ihm sein Versprechen gegeben, dass er ihn segnen wird
Und der Engel des Herrn rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel zu und sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht der Herr, dass, weil du dies getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen sehr mehren werde, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und deine Nachkommen werden das Tor ihrer Feinde besitzen; und in deinem Nachkommen werden sich segnen alle Nationen der Erde: weil du meiner Stimme gehorcht hast.
Jedoch ist diese Verheißung noch ein wenig anders
er schwört nämlich bei sich selbst
In den Versen 16-18 erklärt der Schreiber dann selbst, was es damit auf sich hat, dass Gott bei sich selbst schwört
Man braucht gar keinen Kommentar lesen
Die Erklärung die er selbst gibt ist völlig einleuchtend
Ich lese diese Verse mal aus der Neuen evangelistischen Übersetzung
16 Wenn Menschen schwören, tun sie das bei einem Größeren. Ihr Eid bekräftigt die Aussage und beseitigt jeden Widerspruch. 17 So hat auch Gott sich mit einem Eid für seine Zusage verbürgt, denn er wollte den Erben dieses Versprechens die feste Gewissheit geben, dass er seine Zusage wirklich einlöst. 18 Zwar ist es sowieso unmöglich, dass Gott lügen kann, doch hier wollte er sich in doppelter Weise festlegen: ‹durch die Zusage und den Eid›, die beide unumstößlich sind.
Gott, der nicht lügen kann, verspricht, dass seine Zusage eintreffen wird
Und um dies zu bekräftigen, verbürgt er sich selbst
Gott, der ewige, der unwandelbare, verspricht, dass seine Zusagen eintreffen
Wieso macht Gott das? Da heißt es:
denn er wollte den Erben dieses Versprechens die feste Gewissheit geben, dass er seine Zusage wirklich einlöst.
Und das bezieht der Schreiber des Hebräerbriefs nicht nur auf Abraham, sondern auf seine Leser: auf Jesus Gläubige
Auf dich und auf mich
Anwendung:
Gott ist es ein Anliegen, dass wir wissen, dass er seine Zusagen einhält
Er selbst verspricht es und er steht dazu mit seinem Namen
Sein Ratschluss, seine Versprechen, seine Zusagen- sie sind gewiss!
Aus diesem Versprechen Gottes resultiert eine Gewissheit für uns Christen
Vielleicht hast du Zweifel an deinem Heil
Ich kann dir nicht zusprechen: du bist gerettet- das steht mir nicht zu
Aber Gott möchte, dass du weißt, seine Verheißungen gelten
Und was sind seine Verheißungen?
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
Das ist eine Verheißung!
Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.
Das ist seine Verheißung!
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!
Das ist seine Verheißung
Du darfst dich auf seine Verheißungen stützen- und das ist der Weg in unserer täglichen Nachfolge
Die Hoffnung
Die Hoffnung
Ja und dann geht es um diesen Anker:
damit wir durch zwei unwandelbare Dinge – wobei es unmöglich war, dass Gott lügen würde – einen starken Trost hätten, die wir Zuflucht genommen haben zum Ergreifen der vor uns liegenden Hoffnung, die wir als einen sicheren und festen Anker der Seele haben, der auch in das Innere des Vorhangs hineingeht, wohin Jesus als Vorläufer für uns hineingegangen ist, der Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Der Anker wird hier also als ein Bild für die Hoffnung benutzt
Wie wird diese Hoffnung beschrieben?
1. Eine Hoffnung, die noch vor uns liegt
2. Eine Hoffnung, die in das Innere des Vorhangs hineingeht
3. Eine Hoffnung die wir schon ergriffen haben
Aber wie können wir eine Hoffnung, die vor uns liegt, schon besitzen?
Und wie kann eine Hoffnung, die noch vor uns liegt, ein fester Anker sein?
Im gesamten Hebräerbrief taucht “Hoffnung” oder “hoffen” immer wieder auf
Christus aber als Sohn über sein Haus, dessen Haus wir sind, wenn wir nämlich die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.
Wir wünschen aber sehr, dass jeder von euch denselben Fleiß beweise zur vollen Gewissheit der Hoffnung bis ans Ende,
denn das Gesetz hat nichts zur Vollendung gebracht und die Einführung einer besseren Hoffnung, durch die wir Gott nahen.
Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat;
Um das alles zu verstehen, müssen wir Hebräer 11,1 lesen:
Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht.
Wie können wir also eine Hoffnung, die vor uns liegt, schon ergriffen haben?
Durch den Glauben
Diese Definition von Glauben ist so präzise, sie erklärt uns so gut, was Hoffnung und Glaube ist
Die Hoffnung, die noch weit vor uns liegt, das ewige Leben mit Jesus Christus
ein Leben ohne Sünde
ein Leben ohne Leid
ein Leben in voller Gerechtigkeit
all das sehen wir noch nicht, aber wir glauben es
Aber dieser Glauben, auch wenn wir das Resultat noch nicht sehen, er wird eines Tages sichtbar werden
Wie ein Kind im Bauch der Mutter:
Man sieht es nicht
Ja, man sieht den runden Bauch, aber nicht das Kind
Nach 9 Monaten kommt das Kind
In dem Glauben an einen unfehlbaren Gott, der sich uns offenbart hat, wird diese Hoffnung ein schwerer Anker
Denn in Hoffnung sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung; denn was einer sieht, was hofft er es auch? Wenn wir aber das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir mit Ausharren.
Wie ergreift man diese Hoffnung?
Wie ergreift man diese Hoffnung?
der auch in das Innere des Vorhangs hineingeht, wohin Jesus als Vorläufer für uns hineingegangen ist, der Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Unsere Hoffnung reicht in den Himmel
Dorthin, wohin Jesus gegangen ist
Diese Hoffnung hat unmittelbar mit Jesus Christus zu tun
Wenn du diese Hoffnung haben möchtest, musst du an den Herrn Jesus Christus glauben
An das Evangelium:
Dass er das Leben gelebt hat, was du und ich hätten Leben sollen
Dass er am Kreuz den Tod erlebt hat, den du und ich hätten sterben müssen, wegen unserer Sünde
Dass er, damit du leben kannst, wieder von den Toten auferstanden ist
Wenn du das glaubst, verspricht die Bibel dir diese Hoffnung, dass alles was Jesus verspricht, dir zuteil wird
Du musst das glauben
Ich fasse zusammen:
Gott gibt uns seine Verheißungen
Wir müssen ihm glauben
Dann wird diese Hoffnung, ein Anker, der bis in die Ewigkeit reicht, weil Gott zu seinem Wort steht
Amen.
