Einheit 2 - Erzählungen

Die Bibel [neu] entdecken  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Kein Orakelbuch

Stellen Sie sich vor, was mit jemandem passiert, der irgendwo die Bibel aufschlägt und liest:
Matthew 27:5 NLB
5 Da warf Judas das Geld auf den Boden des Tempels, ging hinaus und erhängte sich.
Der Leser ist dieser Botschaft gegenüber misstrauisch, öffnet einen anderen Text, sucht nach Bestätigung und liest:
Luke 10:37 BB
37 … Da sagte Jesus zu ihm: »Dann geh und mach es ebenso.«
Erschrocken versucht er es erneut, in der Hoffnung, einen sanfteren Befehl zu hören. Voller Erwartung schlägt er das Buch ein drittes Mal auf und liest:
John 13:27 BB
27 … Da sagte Jesus zu ihm: »Was du tun willst, das tue bald!«

Wir müssen lernen, die Bibel auszulegen/interpretieren.

Jedes Buch der Bibel besitzt auch seine historische Eigenart.
Jedes Dokument ist von der Sprache, Zeit und Kultur beeinflusst, in der es ursprünglich geschrieben wurde (und in manchen Fällen auch von der mündlichen Weitergabe vor seiner Niederschrift).
Eine Auslegung der Heiligen Schrift wird also aufgrund der „Spannung” zwischen ihrer ewigen Relevanz und ihrer historischen Eigenart erforderlich.
Die Tatsache, dass die Bibel eine menschliche Seite hat, ist eine Ermutigung, aber auch eine Herausforderung für uns; und sie ist der Grund, warum wir sie auslegen müssen.

Literarische Stile in der Bibel

1. Erzählungen (43%)  – Historische biographische Erzählungen oder fiktive Gleichnisse usw.
2. Poesie (33%) – Metapher, Lieder, Gebete, Prophetie, Weisheitssprüche usw.
3. Prosa Diskurs (24%) – Gesetze/Gebote, Predigten, Briefe, Weisheitssprüche usw.
historische Erzählungen, Familienstammbäume, Chroniken, verschiedene Arten von Gesetzen, vielfältige Formen der Dichtung, Sprichwörter, prophetische Reden, Rätsel, szenische Darstellungen, biografische Skizzen, Gleichnisse, Briefe und Apokalypsen.
Um das „Damals-und-Dort” biblischer Texte richtig auszulegen, muss man nicht nur einige allgemeine Regeln kennen, die sich auf alle Worte der Bibel anwenden lassen, sondern auch die speziellen Regeln erlernen, die für diese einzelnen Literaturgattungen gelten.
Die Art und Weise, wie Gott uns im Hier und Jetzt das göttliche Wort mitteilt, wird sich je nach der literarischen Form unterscheiden.
Zum Beispiel müssen wir wissen, wie ein Psalm – eine Form, die sich oft an Gott richtete – zum Wort Gottes an uns wird und wie bestimmte Psalmen sich von anderen unterscheiden und wie alle Psalmen sich vom „Gesetz” unterscheiden, das oft an Menschen in kulturellen Situationen gerichtet war, die es heute nicht mehr gibt.
Wie reden solche „Gesetze” zu uns und wie unterscheiden sie sich von den moralischen „Gesetzen”, die in allen Situationen und zu jeder Zeit gültig sind?
Das sind die Fragen, vor die wir durch das zweifache Wesen der Bibel gestellt werden.
Weil Gott durch wirkliche Menschen in vielfältigen Umständen und über einen Zeitraum von ca. 1500 Jahren redete, wurde sein Wort in die Sprache und Denkmuster dieser Menschen gefasst und von der Kultur und den Umständen ihrer Zeit beeinflusst.
Gottes Wort an uns war also zuerst Gottes Wort an sie.

Ablauf in diesem Kurs

1. Erzählungen im Alten Testament
2. Gesetz und Propheten
3. Weisheitsliteratur (Poetischen Texten)
4. Evangelien - Erzählungen, Predigten, Gleichnisse
5. Briefe + Apostelgeschichte
6. Apokalyptische Literatur

Was braucht man für eine gute Auslegung?

ein aufgeschlossener gesunder Menschenverstand
Offenes Herz
Glaube
literarisches Wissen

Die Praxis ist schwieriger als die Auslegung

das schwerwiegendste Problem, das die Menschen mit der Bibel haben, nicht ihr Mangel an Verständnis ist, sondern die Tatsache, dass sie viele Dinge nur zu gut verstehen! Bei Texten wie zum Beispiel Philipper 2,14: „Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel” liegt das Problem nicht im Verstehen, sondern im Gehorchen – in der praktischen Umsetzung der Bibel.

Erzählungen

Einführung: Jüdische Meditationsliteratur

Video
Allgemeine Merkmale biblischer Erzählungen:
1. Fehlende Details oder Informationen, die bei uns modernen Lesern Fragen aufwerfen, wie etwa Zeitangaben, Namen, Erklärungen, Kommentare usw.
2. Erwähnte Details haben eine tiefere Bedeutung und sind entscheidend, um die Botschaft einer Erzählung zu verstehen. (Name, Orte, Zahlen)
3. Chronologie und genaue Historizität sind von Bedeutung, spielen aber eine untergeordnete Rolle.
4. Verknüpfungen mit anderen Erzählungen, Gesetzen oder Ereignissen sind überall eingebaut.
5. Anregungen zum Nachdenken und zur Selbstidentifikation stehen im Vordergrund. Die biblischen Autoren sind wenig darum bemüht, fertige Antworten zu liefern (vgl. Psalm 1).
Abel (von hebräisch hevel ‚Hauch, Vergänglichkeit‘)
Kain Besitz - erworben
Zahlen:
2. Mose 12,37 (Exodus 12,37) erwähnt, dass „etwa 600.000 Männer zu Fuß auszogen, ohne die Frauen und Kinder.“
Wenn man Frauen und Kinder hinzurechnet, schätzen einige Ausleger die Gesamtzahl auf 2 bis 3 Millionen Menschen.
Allerdings gibt es unter Historikern und Theologen unterschiedliche Meinungen darüber, ob diese Zahlen wörtlich zu verstehen sind oder eine symbolische Bedeutung haben. Manche argumentieren, dass „600.000“ eher eine stilisierte Zahl oder ein Ausdruck für eine große Menschenmenge sein könnte.
jede Person im Stehen etwa 0,5 Quadratmeter Raum benötigt
600.000Menschen×0,5m2=300.000m2
Das entspricht 300.000 Quadratmetern.
30 Hektar (je Hecktar) 10.000 Quadratmetern das entspricht der Fläche von etwa 30 Fußballfeldern
Für 2 Millionen Menschen braucht man 100 Hektar entspricht.
Das entspricht etwa der Fläche von 100 Fußballfeldern!
Stadt Hannover - etwa 20.415 Hektar
Landkreis Celle umfasst ungefähr 155.082 Hektar
Fragen
Welche biblischen Erzählungen wecken bei dir die meisten Fragen?
Hast du schon einmal die Erfahrung gemacht, dich selbst in einer Geschichte „wiederzuerkennen“?

Bündnisse

Bund zwischen Gott und Menshcen und Israel
 Unilaterale Bund – Schenkungsvertrags.(Gott mit Abraham)
 Bilaterale Bund – Beide Seiten sollen etwas machen.
 1. Modell: Paritetsvertrag(EU alle auf eine).
 2. Modell: Zwei Personen: Vasall(Steur zu zahlen) und Suzerän(groß König) (Israel. Gott mit Mose(Volk)
 Biblische Bundvertrag: berith
 Noah Bund: Unilaterale Bund. Gott verpflichtet sich. Bundeszeichnes des Noahbitischs Bund (Regenbogen). Ein Bund mit der ganze Menschheit.
 Abraham Bund: Unilaterale Bund: Ein Bund mit eine einzige Person. Männliche nachkommen.
 Sinaetische Bund:
 Davidtische Bund: Unilaterale Bund:
 Neue Bund: Jesus mit die Menschheit. Unilateral. Zeichen ist die Taufe.
Präambel: (Orientalische Bunden)
 Vetragspartners:
 Historische Prolog. (der dich aus Ägyptische Land geführt hat) erklärt die Zituation vor dem Vertrag.
 Bundessatzungen: Die 10 Geboten.
 Weitergehende Verfügungen: Bundesladens. Vorlesen des Vertrages. usw.
 Auflistung von Zeugen
 Segenszusagen und Fluchandrohungen. (Wenn du das macht, werde ich dir so und so segnen. Wenn nicht, werde ich dir verfluchten).
Handlungen
Dabei geht es darum, wie die Autoren in Erzählungen die Charaktere und Ereignisse innerhalb eines Schauplatzes in unterschiedlichen Szenen anordnen um eine Botschaft zu vermitteln.
Charaktere –> Umfeld –> Ereignis –> Problem –> Konflikt –> Lösung –> Veränderung
Beim Lesen von Erzählungen ist es entscheidend, jede Szene im Kontext der übergeordneten Handlung zu betrachten.
Jedes Buch verhält sich auch wie eine „Szene“ in der gesamte Geschichte der Bibel.
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