Predigt Sprüche
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Transcript
Die Pläne des Herzens sind Sache des Menschen,
aber die rechte Antwort der Zunge kommt von dem Herrn. 16,1
Das Herz des Menschen denkt sich seinen Weg aus,
aber der Herr lenkt seine Schritte. 16,9
Ein Mensch macht vielerlei Pläne in seinem Herzen,
aber der Ratschluss des Herrn hat Bestand. 19,21
Vom Herrn hängen die Schritte des Mannes ab;
was versteht der Mensch von seinem Weg? 20,24
Gleich Wasserbächen ist das Herz des Königs in der Hand des Herrn;
er leitet es, wohin immer er will. 21,1
Das Ross ist gerüstet auf den Tag der Schlacht,
aber der Sieg kommt von dem Herrn. 21,31
Alle Verse haben grundsätzlich eines gemeinsam: Sie vermitteln die Überlegenheit Gottes über den Worten, Gedanken, Schritten und Plänen des Menschen – ganz unabhängig davon, ob sich der Mensch dessen bewußt ist oder nicht, ob er sich einfügt oder nicht, ob er dagegen oder dafür oder ob es ihm egal ist.
Es ist auch in den Versen kaum eine Beweertung vorhanden, um welche Pläne etc. es sich handelt. Oder ob die Wege oder Ziele zum Guten oder zum Schlechten führen. Es sind, so muss man sagen, einfach sehr nüchterne Feststellungen, mit denen man sich auseinandersetzten kann – wenn man diese Verse liest und darüber nachdenkt!
Für die Mediation:
Von dem her darf man sich bei allen Versen die Frage stellen: Was macht es mir einer Person, wenn sie solch einen Vers liest? Oder was macht es mit der Person, wenn Sie diese Verse nicht liest? Warum stehen die Verso überhaupt so da drin? Was für einen Eindruck hinterlassen sie? Die wichtigste Frage ist allerdings: Was macht es mit mir? Was für eine Sicht von Gott bekomme ich? Was für einen Einfluss hat das auf meine Sicht bezüglich
dem Beruf?
dem Alltag?
der Politik und ihren Plänen?
von Kriegen?
Der Mensch ist begabt mit der Fähigkeit, Pläne zu entwickeln und, wenn möglich, auch auszuführen. Im Grunde geht nichts ohne einen Plan. Nicht jeder Plan ist ausreichend durchdacht, aber in der Regel entstehen Pläne im Herzen, im Kopf, im unsichtbaren Teil des Menschen. Pläne können geheim entwickelt oder auch (lautstark) mit anderen zusammen geschmiedet werden. Dabei ist es erst einmal unerheblich, ob ein Plan in guter oder böser Absicht geschmiedet wird.
Die Pläne des Herzens sind Sache des Menschen, aber die rechte Antwort der Zunge kommt von dem Herrn. 16,1
Die Pläne des Herzens sind Sache des Menschen, aber die rechte Antwort der Zunge kommt von dem Herrn. 16,1
Es ist eine normale Sache, wenn Menschen sich Pläne machen und auch Strategien entwickeln, wenn es z.B. in Besprechungen geht, wo man Rede und Antwort stehen muss.
Aber das in einem solchen Falle eine gute Entscheidung oder Antwort zustande kommt - das ist im Grunde Gottes Sache und seinem Einfluss zu verdanken. Was einem schließlich in guter Weise über die Lippen kommt, dass ist Gott zu verdanken.
Zur Meditation:
Man kann viel überlegen und versuchen, alles durch zu denken aber es ist äußerst klug, Gott in allem im Hinterkopf zu haben und die eigene Abhängigkeit erkennen und sich diesbezüglich bewusst an Gott zu hängen.
Das Herz des Menschen denkt sich seinen Weg aus,
aber der Herr lenkt seine Schritte. 16,9
Das Herz des Menschen denkt sich seinen Weg aus,
aber der Herr lenkt seine Schritte. 16,9
Auch hier wird der Schwerpunkt darauf gelegt, dass der Mensch eine Idee von seinem Weg entwickelt. Der Mensch malt sich eine Richtung, die Art und Weise und auch das Ziel aus. Er investiert dazu Zeit und betreibt gedanklichen Aufwand, um seinen Weg erfolgreich erfolgreich zu planen.
Durch das "aber" wird aber auch hier deutlich gemacht, dass Gottes Einfluss auch hier gilt und er auch hier letztlich bestimmt, wie der Mensch läuft bzw. wie es dann läuft.
Zur Mediation:
*Der Fall "Kajaphas" ist hier interessant: Ganz sicher hatte er nach seinem Verständnis klare Pläne, Jesus aus dem Weg zu räumen. Wegen seines Amtes prophezeite er, ohne sich dessen wohl bewußt zu sein. In diesem Fall gingen seine Herzenspläne und das was er sagte weit auseinander.).
Andererseits könnte es auch heißen: Auch wenn ich mir einen Kopf machen muss und ich eine Verantwortung habe, zu planen, so muss ich mir klar sein, dass mir allein Gott helfen kann, eine gute Antwort zu geben. *
Ein Mensch macht vielerlei Pläne in seinem Herzen,
Ein Mensch macht vielerlei Pläne in seinem Herzen,
aber der Ratschluss des Herrn hat Bestand. 19,21
aber der Ratschluss des Herrn hat Bestand. 19,21
Hier werden die verschiedensten Pläne eines Menschen dem Ratschluss Gottes gegenüber gestellt, an dem nichts zu rütteln ist. Das kann zum einen heißen, dass alle möglichen Pläne der Menschen und ihre Ideen und ihr Ansinnen Gottes Ratschluss nicht versehentlich durchkreuzeh können. Auch hier behält sich Gott quasi das letzte Wort vor.
Andererseits gilt das auch für vorsätzliche böse Pläne, die gegen Gott sein sollen – die aber nichts am Ratschluss Gottes vereiteln können. Ob vorsätzlich oder nicht — Gott lässt sich nicht reinpfuschen.
**Vielmehr ist es so, das sein von jeher festgelegter Plan völlig erhaben gegenüber menschlichen Plänen und Einfallsreichtum ist. **
Vom Herrn hängen die Schritte des Mannes ab;
Vom Herrn hängen die Schritte des Mannes ab;
was versteht der Mensch von seinem Weg? 20,24
was versteht der Mensch von seinem Weg? 20,24
Hier wird nochmals und grundlegender von Gottes Seite her klargemacht, wer das Heft in der Hand hält. Hier kommt die Abhängikeit des Menschen Gott gegenüber vollends zur Geltung. Der Text stellt geradezu schonungslos klar, dass die Schritte, unser Gehen und Wandel ganz von Gott abhängen. Es sagt, dass kein Mann unabhängig von Gott einen Schritt tun kann. Das ist eine äußerst weitreichende und ggf. ernüchterne Aussage. Die letzte Frage könnte man auch so formulieren:
"Mensch, bist du dir im Klaren, dass du in all deinen Tätigkeiten ganz von Gott abhängig bist? Verstehst du wirklich, wo es lang geht und ob das, was du gerade wichtig findest, auch wirklich wichtig ist? Ist deine Idee für deinen Lebensweg wirklich bis zu Ende gedacht?"
Gleich Wasserbächen ist das Herz des Königs in der Hand des Herrn;
er leitet es, wohin immer er will. 21,1
Gleich Wasserbächen ist das Herz des Königs in der Hand des Herrn;
er leitet es, wohin immer er will. 21,1
Das Herz, das urgeigenste Zentrum des Königs oder Herrschers, wird mit Wasserbächen verglichen. Vom Bild her könnte das Herz eine Quelle sein, aus dem mehrere Bäche fließen. Oder aber das ganze Innere, was im Menschen abgeht, befindet sich im Fluss bzw. in Bewegung. Auch kann der Ausdruck „das, was aus dem Herzen überfließt“ den Gedanken bestärken.
Und diese Regungen werden von Gott dahin gelenkt, wohin Gott will. Das umfasst den Willen, Einfälle, Emotionen wie Freude, Zorn und Gleichgültigkeit als auch Wahrnehmungen und Gedanken. All dies ist in der Hand Gottes und Gott leitet diese ganzen inneren Bewegungn in die Richtung, wohin ER will. Auch hier steht Gott wieder ganz am Ende und macht mit dieser Aussage deutlich, dass er die Zügel in der Hand hält und die Regungen des Herzens dahin fließen lässt, wo er will und wie es ihm gelällt.
Bemerkenswert ist hier die Tatsache, dass dieser Vers vermutlich auch von einem König stammt bzw. aus unmittelbarer Nähre dazu.
Zu Mediation:
Wie bei allen Versen ist auch hier die Frage: Was für einen Unterschied macht es, wenn ein König oder Herrscher das liest und auch begreift? Oder wenn er davon nichts weiß?
Das Ross ist gerüstet auf den Tag der Schlacht,
aber der Sieg kommt von dem Herrn. 21,31
Das Ross ist gerüstet auf den Tag der Schlacht,
aber der Sieg kommt von dem Herrn. 21,31
Da steht nun das Prachtexempar von Pferd: Hochgewachsen und voll gerüstet für den Kampf. Es dürfte ein imposanter Anblick sein — so ein voll ausgestattetes Tier. Die Spannung steigt, je näher Pferd und Reiter der Schlachtreihe kommen, desto aufgeregter werden alle. ABER das ist eben nur ein Aspekt in diesem ganzen Schauspiel. Auch wenn man von seiner Seite aus alle Vorbereitungen getroffen hat und sein Bestes gegeben hat bleibt eben nur eines sicher: Der Sieg kommt vom HERRN.
