Predigt Himmelsbürger/Erdenbürger Philipper 3:12-21
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Einleitung
Einleitung
23.02.2025 Bundestagswahl 2025
Hauptteil
Hauptteil
Lasst uns den heutigen Bibeltext lesen:
12 Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollkommen wäre! Ich jage ihm aber nach, und vielleicht ergreife ich es, da auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. 13 Liebe Brüder und Schwestern, ich bilde mir nicht ein, dass ich selbst es ergriffen hätte, eins aber tue ich: Was zurückliegt, vergesse ich und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt. 14 Ich richte meinen Lauf auf das Ziel aus, um den Siegespreis zu erringen, der unserer himmlischen Berufung durch Gott in Christus Jesus verheissen ist. 15 Wir alle, die wir nun vollkommen sein möchten, sollen dies bedenken! Falls ihr anderer Ansicht seid, so wird euch Gott auch darüber Klarheit verschaffen. 16 Doch: Was wir erreicht haben, an dem wollen wir uns auch ausrichten!
17 Folgt meinem Beispiel, liebe Brüder und Schwestern, und richtet euren Blick auf die, welche ihr Leben auf diese Weise führen; ihr habt ja uns als Vorbild. 18 Denn es leben viele unter uns – ich habe schon oft von ihnen gesprochen und tue es jetzt wieder unter Tränen –, die Feinde des Kreuzes Christi sind. 19 Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, und ihr Ruhm besteht in ihrer Schande – sie alle sind auf das Irdische bedacht. 20 Denn unsere Heimat ist im Himmel; von dort erwarten wir auch als Retter den Herrn Jesus Christus, 21 der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines herrlichen Leibes aufgrund der Macht, mit der er sich auch das All zu unterwerfen vermag.
Amen.
Paulus spricht in diesem Text über sein eigenes Leben als Christ. Er möchte sich nach Jesus Christus ausstrecken und das Ziel, die Ewigkeit, vor Augen haben.
Paulus fordert die Gemeinde in Philippi auf, sich ihn als Vorbild zu nehmen. Er warnt aber auch vor den Feindes des Kreuzes, die die irdisch gesinnt sind.
Am Ende ermutigt er die Gemeinde. Paulus betont, dass unsere Heimat im Himmel ist.
Dieser Bibeltext zeigt uns zwei Perspektiven auf. Die Perspektive des Himmelsbürger und die Perspektive der Erdenbürger.
Auch wenn wir noch alle auf dieser Erde leben darf ich dir jetzt schon sagen, dass du ein Himmelsbürger bist, wenn du Christus angenommen hast. Hier auf dieser Erde hast du nur eine vorrübergehende Aufenhaltsgenehmigung.
Himmelbürger
Himmelbürger
Wie werde ich ein Himmelsbürger? Paulus erklärt das in den Versen 12-14.
Indem ich von Christus “ergriffen” werde.
Im griechischen Urtext wird das Wort καταλαμβάνω (katalambano) verwendet, welches im Deutschen mit "ergreifen" oder "fassen" übersetzt werden kann. Es bedeutet im übertragenen Sinne so viel wie "jemanden in Besitz nehmen".
Paulus sagt aus, dass Christus ihn in Besitz nimmt. Im Galaterbrief 2,20 schreibt er:
Galater 2,20 (ZB 2007)
20 Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir
Wenn wir Jesus begegnen. Wenn wir aufrichtig an ihn glauben, wenn wir in Beziehung mit ihm treten, dann sind nicht mehr wir Chef unseres Lebens. Jesus ist der Chef. Wir sind von Christus ergriffen - in Besitz genommen - und das ist was wunderbares. Weil Jesus uns wahrhaftig liebt.
In der Vorbereitung auf die Predigt habe ich mit einem Freund gesprochen der zwar als Kind getauft war, von Jesus irgndwie schon mal gehört hat aber sich erst viel später bekehrte.
Er war ein relativ erfolgreicher Fitnessinfluecer, ihm haben viele Menschen auf Social Media gefolgt aber er stecke in einem tiefen Loch. Er hatte Depressionen und kaum noch Selbstwert. Natürlich versuchte er das Loch mit irdischen Dingen zu stopfen aber fühlte sich nur noch dreckiger. Eine Arbeitskollegin teilte ihm das Evangelium und er wurde mit einer tiefen Liebe erfüllt. Er konnte sich selbst wieder annehmen, weil er verstanden hatte, dass Jesus für seine Schuld bis ans Kreuz gegangen ist. Er war ganz von Jesus ergriffen. Und dieses “ergriffen sein”, hatte einen Einfluss auf sein Handeln, auf sein Leben. Er konnte nicht anders, als den Menschen um sich herum von Jesus zu erzählen, seinen Glauben öffentlich zu machen, sich von Sünde bewusst fernzuhalten - Weil nicht mehr er am Steuer war, sondern weil er Jesus als Chef über sein Leben aktezpiert hat.
Ich denke, dass der Effekt, des “Ergriffens sein” bei Menschen die später zum Glauben kommen noch stärker ausgeprägt ist. Das muss aber nicht sein. Wir können heute die Entscheidung treffen unser Leben, unseren Lauf, wie es Paulus in Vers 14 beschreibt, auf Jesus Christus auszurichten.
Es ist gut, wenn wir uns mit dem Wort Gottes beschäftigen und wir haben heute so viele Möglichkeiten Predigten anzuhören, Bücher und Kommentare zu lesen und uns in der biblischen Erkenntis weiterzubilden.
An dieser Stelle werden wir mit einer Schwierigkeit konfrontiert. Man könnte es fast schon Falle nennen. Ich erwische mich oft auch selbst dabei. Wir lesen die Bibel, wir legen das Wort Gottes aus und wir wollen immer mehr erkennen. Am besten wollen wir jede Auslegung zu den kompliziertesten Bibelstellen verstehen und in theologischen Diskussionen glänzen. Ja, wir sind oft mehr am Erkennen und Verstehen interessiert als an der praktischen Nachfolge. In Philipper 3,16 lesen wir:
16 Doch: Was wir erreicht haben, an dem wollen wir uns auch ausrichten!
Natürlichlich sollen wir tiefer ins Wort Gottes einsteigen. Aber wir solen das was wir bereits erkannt haben, auch umsetzen. Wir dürfen uns nicht mit der Theorie zufrieden geben! Paulus sagt in Vers 17 nimmt mich als Vorbild. Paulus war kein Theoretiker. Er war ein Umsetzer. Er war bereit alles für Christus zu tun. Er verzichtete auf viel um die gute Botschaft in die Welt zu tragen. Er wurde geschlagen, verfolgt und schreibt sogar diesen Brief aus dem Gefängnis heraus.
Willst du ein Zuschauer Jesu oder ein Nachfolger Jesu sein?
Ich hoffe, dass wir alle Nachfolger sind, die mit Blick auf das Ziel, Einmal bei unserem Herrn zu sein, in dieser Welt leben.
Erdenbürger
Erdenbürger
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